Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 05. Juni 2022
(23. Mai 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

7. Sonntag nach Ostern. Ton 6.
Nachfest der Himmelfahrt Christi. Gedächtnis der 318 gotttragenden Väter von Nikäa.
Frommer Vater Michael, Bischof von Synada. ohne
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 6

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Den Sieg über den Hades / erlangtest du, Christus, / als du das Kreuz bestiegest, / auf dass du mit dir ließest erstehen, / die da saßen im Dunkel des Todes, / du Freier unter den Toten, / der du quellen lässt das Leben / aus eigenem Lichte, / allmächtiger Erretter, // erbarme dich unser.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Heute hat Christus zertreten / den Tod, wie er hatte verheißen, / und ist auferstanden. / Der Welt hat er geschenkt das Frohlocken, / auf dass wir alle rufen / und so im Hymnus singen: / „Du Quelle des Lebens, / du Licht unzugänglich, / allmächtiger Erretter, // erbarme dich unser.“
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Herr, du bist da in der ganzen Schöpfung. / Wohin also sollten wir Sünder vor dir fliehen? / Vielleicht in den Himmel? / Doch dort wohnest du selbst! / Oder in den Hades? / Doch du hast den Tod zertreten! / Oder gar in die Tiefen des Meeres? / Doch dort ist deine Hand, o Gebieter! / Zu dir nehmen wir unsere Zuflucht. / Vor dir fallen wir nieder und flehen dich an: / „Der du erstanden bist von den Toten, // erbarme dich unser.“
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Stichiren des Fests.
Auffuhr in die Himmel der Herr, / um der Welt den Parakleten zu senden. / Seinen Thron bereiteten die Himmel, / die Wolken seine Auffahrt. / Die Engel erstaunen, / da sie schauen über sich einen Menschen. / Der Vater empfängt / ihn, der mit ihm ist gleich ewig in seinem Schoße. / Der Heilige Geist befiehlt all seinen Engeln: / „Erhebet eure Tore, ihr Herrscher. / All ihr Völker, klatscht in die Hände. / Denn aufgefahren ist dorthin Christus, // wo er von jeher gewesen.“
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Über deine Auffahrt, o Herr, / erschraken die Cherubim / als sie dich schauten, den Gott, / der kommt auf den Wolken, / der doch auf ihnen, den Cherubim, thronet. / Wir aber preisen dich, / weil gut ist dein Erbarmen: // Ehre sei dir.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Da wir schauen auf den heiligen Bergen / deine Erhöhungen, Christus, / du Abglanz der Herrlichkeit des Vaters, / besingen wir deines Antlitzes Lichtgestalt, / fallen nieder vor deinen Leiden, / verehren die Auferstehung, / preisen die ruhmreiche Auffahrt. // Erbarme dich unser.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Stichiren des Triodions.
Aus dem Schoße wardst du gezeugt vor dem Morgenstern, / aus dem Vater mutterlos vor den Äonen, / auch wenn dich hielt Ários für ein Geschöpf und nicht für Gott, / sich erkühnte, beizuzählen dich, den Schöpfer / in Torheit den Geschöpfen, / und sich so aufhäufte den Brennstoff / für das ewige Feuer. / Doch die Synode zu Nikäa / hat dich als Gottessohn verkündet, o Herr, // gleichen Thrones mit dem Vater und dem Geist.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Deinen Rock, o Retter, wer hat ihn zerrissen? / Der törichte Arios, da er hat zerschnitten / die ebenbürtige Herrschaft der Dreiheit in Stücke. / Dieser ist es, der bestreitet, dass du bist / der Eine aus der Dreiheit. / Dieser ist es, der lehrte den Nestorios, / nicht 'Gottesgebärerin' zu sagen. / Doch die Synode zu Nikäa / hat dich als Gottessohn verkündet, o Herr, // gleichen Thrones mit dem Vater und dem Geist.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
In der Sünde Abgrund ist gefallen Arios, / da verschloss'nen Auges er nicht konnte sehen das Licht. / Ihm ward durch Gottes Haken zerrissen das Innere, / dass er gewaltsam von sich musste geben / sein ganzes Wesen und die Seele. / Ein zweiter Judas ist er gewesen / nach Gesinnung und Gesittung. / Doch die Synode zu Nikäa / hat dich als Gottessohn verkündet, o Herr, // gleichen Thrones mit dem Vater und dem Geist.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Gewagt hatte Ários in seinem Wahne, / zu zerteilen die Einheit der Allheiligen Dreiheit / in drei einander fremde und unähnliche Wesen. / Darum traten entschlossen / die gotttragenden Väter zusammen / in Eifer entflammt wie einstens / der Thesbiter Elias / und schlugen mit dem Schwert des Geistes / ihn, der lehrte die schändliche Lästerung, // wie es kundtat der Geist.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton.
Die mystischen Posaunen des Geistes, / die gotttragenden Väter, / lasst heute uns lobpreisen, / sie, die sangen inmitten der Kirche / das harmonische Lied der Gotteslehre, / dass die eine Dreiheit / sei ohne jeden Unterschied / dem Wesen nach und der Gottheit, / sie, die Besieger des Ários / und Vorkämpfer der Orthodoxen, / sie, die allzeit bitten den Herrn, // dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Wer wird dich nicht seligpreisen, / allheilige Jungfrau, / wer nicht besingen dein wehenloses Gebären? / Denn der zeitlos aus dem Vater hervorgestrahlt, / der einziggezeugte Sohn, / er selbst ging aus dir, der Reinen, hervor, / menschgeworden auf unsagbare Weise, / der da ist Gott der Natur nach / und der Natur nach Mensch geworden / um unsertwillen, / nicht getrennt in eine Zweiheit der Personen, / sondern kundgetan unvermischt in der Zweiheit der Naturen. / Ihn bitte, hehre Allseligste, // dass unsere Seelen Erbarmen finden.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Sonntagsprokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

D: Der Herr ist König.
     Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Parimien des Triodions (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Genesis.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Als Abraham hörte, dass sein Neffe Lot in Gefangenschaft geraten sei, zählte er seine hausgeborenen Leibeigenen – dreihundert-achtzehn waren es – und er jagte hinter ihnen drein bis nach Dan. Und er fiel her über sie in der Nacht, er und seine Knechte mit ihm. Er schlug sie und verfolgte sie bis Chobál zur Linken von Damaskus. Er holte alle Pferde Sodoms zurück. Auch Lot, seinen Neffen, brachte er zurück und dessen ganze Habe wie auch die Frauen und das Volk.
Es zog aber aus der König von Sodom zur Begegnung mit ihm nach seiner Rückkehr von der Schlacht mit Cholodogómor und den Königen mit ihm in das Tal Sabé, das war das Feld der Könige. Melchisedék aber, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war ein Priester Gottes, des Höchsten. Er segnete Abraham und sprach: Es sei gesegnet Abraham von Gott, dem Höchsten, der geschaffen hat Himmel und Erde. Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der überliefert hat deine Feinde deinen Händen.
(Gen 14, 14-20)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Deuteronomium.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach Moses zu den Söhnen Israels: Seht, ich habe vor euch dies Land übergeben. Zieht hinein und nehmet zum Erbe das Land, von dem zugeschworen hat der Herr euren Vätern, dem Abraham, dem Isaak und dem Jakob, dass er es ihnen geben werde und ihrem Samen nach ihnen. Und ich redete zu euch zu jener Zeit, da ich sprach: Ich kann euch nicht alleine tragen. Gott, der Herr, hat euch vermehrt, und siehe, ihr seid heute so zahlreich wie die Sterne des Himmels. Der Herr, der Gott eurer Väter, möge euch verleihen, dass ihr das Tausendfache seid, und er segne euch, wie er euch gesagt hat.
Und ich nahm aus euch weise, verständige und einsichtsvolle Männer und setzte sie ein, dass sie Anführer bei euch seien, über je Tausend, Hundert, Fünfzig und Zehn, und zu Schriftführern für eure Richter. Und ich gebot euren Richtern zu jener Zeit also: Stellt Verhöre an unter euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremdling bei ihm. Schau im Gericht nicht auf die Person. Du sitzest zu Gericht über den Kleinen wie über den Großen. Weiche nicht zurück vor der Person eines Menschen. Denn das Gericht ist Gottes.
(Deut 1, 8-11; 15-17)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Deuteronomium.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach Moses zu den Söhnen Israels: Siehe, Gottes, des Herrn, ist der Himmel und der Himmel des Himmels, die Erde und alles, was auf ihr ist. Gleichwohl hat er sich eure Väter erwählt, sie zu lieben. Erwählt hat er ihren Samen nach ihnen, nämlich euch vor allen Völkern, an jenem Tage. Beschneidet eure Hartherzigkeit und verhärtet nicht mehr euren Nacken.
Denn der Herr, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, Gott, groß, stark und furchtbar, der nicht hochhält die Person, der kein Geschenk annimmt, wenn er Gericht hält über den Fremdling, die Waise und die Witwe. Er liebt den Fremdling und gibt ihm Brot und Gewand. Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm allein dienen, ihm anhangen und in seinem Namen schwören. Er ist dein Ruhm und er ist dein Gott, der für dich getan hat diese großen und wunderbaren Dinge, die da sahen deine Augen.
(Deut 10, 14-18; 20-21)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren des Fests.
Aufgestiegen in die Himmel, / woher du auch herabgestiegen / lass, Herr, uns nicht als Waisen zurück. / Es komme dein Geist / und bringe der Welt den Frieden. / Erzeige den Söhnen der Menschen / die Werke deiner Macht, // o Herr, du Menschenfreund.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 3. Stichire des Triodions.
Strenge Wächter seid ihr geworden, / heilige Väter, der Überlieferungen der Apostel! / Denn die Wesensgleichheit der heiligen Dreiheit / habt ihr gelehrt auf orthodoxe Weise, / die Lästerung aber des Ários / zur Synode vereinigt verworfen. / Nach ihm habt ihr auch widerlegt den Makedonios, / der es wagte, wider den Geist zu kämpfen. / Ihr habt verurteilt den Nestórios, den Evtýches und den Dióskoros, / auch den Sabellios und den kopflosen Sevéros. / So bittet denn, wir flehen euch an, / dass wir vom Irrtum bleiben errettet, / und dass bewahrt werde unser Leben // unversehrt im Glauben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests.
Als du, Herr, erfüllt des Heilswerkes Mysterium, / da nahmest du deine Jünger mit auf den Ölberg / und durchstiegest die Feste des Himmels. / Der du um meinetwillen armgeworden gleich mir / und dorthin aufgestiegen, / wovon du warst niemals getrennt, / sende deinen Allheiligen Geist, // der erfüllt unsere Seelen mit Licht.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Deine Auferstehung, Christus Erretter, / besingen die Engel im Himmel; / auch uns auf Erden mach würdig, / reinen Herzens // dich zu preisen.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Zertrümmert hast du die ehernen Pforten / und die Riegel des Hades zermalmt / als allgewaltiger Gott / und hast auferstehen lassen / das gefallene Geschlecht der Menschen. / So wollen auch wir singen und rufen: / „Der du erstanden bist von den Toten, // Herr, Ehre sei dir.“
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Da uns wieder aufrichten wollte / Christus von dem Sturze von einst, / ließ er sich heften ans Kreuz / und bestatten im Grabe. / Da ihn aber suchten unter Tränen / die myrrhentragenden Frauen, / wehklagten sie und sprachen: / „Weh mir, du Erretter von allem! / Wie hast du es auf dich genommen, / zu wohnen im Grabe? / Doch wenn du dort wolltest wohnen, / wie wurdest du entwendet, / wie an einen andern Ort gebracht? / Welche Stätte hat deinen Leib verborgen, / der das Leben in sich trägt? / Wohlan, Gebieter, erscheine uns, / wie du hast versprochen, / und halt ab von uns den Jammer der Tränen!“ / Da sie also wehklagten, / rief ihnen zu ein Engel: / „Macht ein Ende dem Weinen / und saget den Aposteln, / dass der Herr ist auferstanden / und der Welt schenkt die Versöhnung // und das große Erbarmen.“
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Gekreuzigt wurdest du, o Christus, / wie du es hattest beschlossen, / und beraubtest den Tod durch das Grab. / Und am dritten Tage / erstandest du als Gott mit Herrlichkeit / und schenktest der Welt unendliches Leben // und das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Stichire des Triodions.
Das jährliche Gedächtnis der Gott tragenden Väter, / die aus der ganzen Welt in Nikäa, jener glänzenden Stadt, sich versammelt hatten, / wollen wir heute, der Rechtgläubigen Lehren verehrend, / im Glauben festlich begehen. / Denn jene haben die gottlose Lehre / des schlimmen Arius in gläubigem Sinne vernichtet / und diesen, zur Synode vereint, aus der katholischen Kirche verbannt. / Deutlich unterwiesen sie alle, / den Sohn Gottes als Gleichwesentlichen und Gleichewigen, / der vor den Äonen ist, zu bekennen, / indem sie in ihrem Bekenntnis des Glaubens es genau und gläubig darlegten. / Darum folgen auch wir ihren göttlichen Lehren, / und in sicherem Glauben verehren wir mit dem Vater den Sohn und den allheiligen Geist, // die wesensgleiche Dreiheit in einer einzigen Gottheit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests.
Da du als der Gute hattest erfüllt, o Herr, / das von Ewigkeiten und Geschlechtern her verborgene Mysterium, / kamest auf den Ölberg du mit deinen Jüngern. / Dabei war auch, die da hatte geboren / dich, den Schöpfer und Bildner von allem. / Denn sie, die am meisten von allen gelitten / bei deinem Leiden als Mutter, / sie sollte auch verkosten die überschäumende Freude / über die Herrlichkeit deines Fleisches. / An dieser Freude haben Anteil auch wir / durch deinen Aufstieg in die Himmel, Gebieter, / und preisen dein großes Erbarmen, // das uns ist geworden.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 8. Tropar des Triodions.
Hochgepriesen bist du, Christus unser Gott, / der du als Leuchten auf Erden unsere Väter hast gegründet / und durch sie uns alle hast geführt zum wahren Glauben. // Vielbarmherziger, Ehre sei dir.
Hochgepriesen bist du, Christus unser Gott, / der du als Leuchten auf Erden unsere Väter hast gegründet / und durch sie uns alle hast geführt zum wahren Glauben. // Vielbarmherziger, Ehre sei dir.
Ton 4. Tropar des Fests.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 6

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Tropar des Triodions.
Hochgepriesen bist du, Christus unser Gott, / der du als Leuchten auf Erden unsere Väter hast gegründet / und durch sie uns alle hast geführt zum wahren Glauben. // Vielbarmherziger, Ehre sei dir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Tropar des Fests.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Sedalen des Triodions.
Als geöffnet das Grab war und der Hades wehklagte, da sagte Maria zu den Aposteln, die verborgen sich hielten: Kommet hervor, ihr Freunde des Weinbergs. Das Wort der Auferstehung verkündet: Es ist erstanden der Herr, darreichend der Welt das große Erbarmen.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Herr, es trat zu Deinem Grabe Maria Magdalena und rief weinend. Und da sie für den Gärtner Dich hielt, sprach sie: Wohin hast Du Ihn, das ewige Leben, gelegt? Wo verbargest Du, der auf dem Throne der Cherubim sitzet? Denn die Ihn bewachten, wurden vom Schrecken getötet. So gebt mir meinen Herrn oder rufet mit mir: Der unter den Toten Du warst und auferwecktest die Toten, Ehre sei Dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der die Gepriesene Deine Mutter Du nanntest, Du kamest zum Leiden aus freiwilligem Ratschlusse und erstrahltest am Kreuze und wolltest aufsuchen den Adam und sprachest zu den Engeln: Freuet euch mit mir. Denn gefunden ward die verlorene Drachme. Der Du alles in Weisheit geordnet, Ehre sei Dir.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Sedalen des Triodions.
Beigesetzt war das Leben im Grab und aufgesetzt war dem Steine ein Siegel. Soldaten bewachten Christus als schlafenden König. Und nachdem Er seine Feinde mit Blindheit geschlagen, ist erstanden der Herr.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Durch Deinen freiwilligen Tod fanden wir unsterbliches Leben, Allgewaltiger und einziger Retter des Alls. Denn Du riefest in Deiner heiligen Erweckung alle zurück, der den Sieg des Hades vernichtet Du hast und den Stachel des Todes.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gottesgebärerin, Jungfrau, flehe an deinen Sohn, Christus, unseren Gott, Der freiwillig ans Kreuz heften sich ließ und von den Toten erstand, dass Er sich unserer Seelen erbarme.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )
In der Gemeindepraxis wird das 17. Kathisma Sonntags meist durch den Polyleos ersetzt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Ipakoi des Sonntags.
Durch deinen freiwilligen und lebenschaffenden Tod, o Christus,/ hast du zertrümmert als Gott die Pforten des Hades/ und uns das einstige Paradies eröffnet./ Und erstanden von den Toten// hast du dem Verderben entrissen unser Leben.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 6.
Zu dir im Himmel erheb ich meine Augen, o Logos; sei mir gnädig, auf daß ich dir lebe.
Erbarme dich unser, die wir sind verachtet; forme uns zu deinen brauchbaren Gefäßen, o Logos.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Zweite Antiphon.
Wäre der Herr nicht bei uns gewesen, so hätte niemand von uns widerstehen können den Ränken des Feindes; die freilich obsiegen, werden erhoben von hier.
Ihren Zähnen soll nicht fallen meine Seele wie ein Sperling zum Opfer, o Logos! Weh mir! Wie soll ich befreit werden von den Feinden, da der Sünde ich bin verhaftet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist kommt Vergöttlichung allen, Wohlgefallen, Einsicht, Friede und Segen. Denn sein Wirken dem des Vaters und des Logos ist gleich.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist kommt Vergöttlichung allen, Wohlgefallen, Einsicht, Friede und Segen. Denn sein Wirken dem des Vaters und des Logos ist gleich.
Dritte Antiphon.
Die vertraun auf den Herrn, sind schrecklich den Feinden und nötigen allen Bewunderung ab, da nach oben sie schaun.
Zu Gesetzlosigkeit streckt nicht aus seine Hände der Anteil der Gerechten, da dich, o Retter, zum Beistand er hat.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist ist die Kraft über alles. Ihn beten an die Heerführer oben mit allem, was unten Odem besitzt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist ist die Kraft über alles. Ihn beten an die Heerführer oben mit allem, was unten Odem besitzt.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Sonntags, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Herr, erwecke Deine Herrschaft / und komme uns zu erlösen.
     Ch: Herr, erwecke Deine Herrschaft / und komme uns zu erlösen.

Vers: Der Du Israel weidest, merke auf, der Du den Joseph gleich einem Lamme leitest.
     Ch: Herr, erwecke Deine Herrschaft / und komme uns zu erlösen.

D: Herr, erwecke Deine Herrschaft.
     Ch: Und komme uns zu erlösen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Zehntes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit erschien Jesus seinen Jüngern wiederum am See von Tiberias; er erschien aber so: Simon Petrus und Thomas, der auch Didymus genannt wird, und Nathanaël, der von Kana in Galiläa, und die Söhne des Zebedä’us und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Auch wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen sogleich in das Boot; und in jener Nacht fingen sie nichts. Doch als es schon frühmorgens wurde, stand Jesus am Ufer; allerdings wussten die Jünger nicht, dass es Jesus ist. Jesus spricht nun zu ihnen: Kinder, habt ihr keine Zuspeise? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet finden. Sie warfen es also aus und waren nicht stark genug, es zu ziehen wegen der Menge der Fische. Jener Jünger nun, den Jesus liebte, sagt zu Petrus: Es ist der Herr. Simon Petrus nun, als er hörte, dass es der Herr sei, gürtete das Obergewand um – denn er war entblößt – und warf sich in den See. Die anderen Jünger aber kamen mit dem Boot – denn sie waren nicht weit vom Land, sondern nur etwa zweihundert Ellen – und schleppten das Netz mit den Fischen. Wie sie nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und einen Fisch daraufliegen und Brot. Jesus spricht zu ihnen: Bringet von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus ging hinauf und zog das Netz ans Land, voll mit einhundertdreiundfünfzig großen Fischen; und obwohl es so viele waren, riss das Netz nicht. Jesus spricht zu ihnen: Kommt, frühstücket. Keiner aber von den Jüngern wagte, ihn zu befragen: „Wer bist du?“, da sie wussten, dass es der Herr ist. Jesus kommt nun und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und gleicherweise den Fisch. Dieses dritte Mal schon machte sich Jesus seinen Jüngern offenbar, nachdem er von den Toten auferweckt worden war.
(Joh 21, 1-14)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6. Verse.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabe, / wie Er vorhergesagt, / hat Jesus uns gegeben das ewige Leben / und das große Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Wie auf festem Land schritt Israel / auf dem Gang durch den Abgrund / und den Verfolger Pharao / sah es bedeckt vom Meere. / Lasst uns Gott ein Siegeslied // singen! So rief es aus.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Mit ausgestreckten Händen am Kreuze / hast du erfüllt, o Jesus, / alles insgesamt, o Guter, / nach dem Wohlgefallen des Vaters. / Darum ein Siegeslied // alle wir dir stimmen an.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Voll Schrecken wird der Tod wie ein Sklave / herantreten, herbeibefohlen, zu dir dem Gebieter des Lebens, / der uns durch ihn zuteil läßt werden / unendliches Leben // und die Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den eigenen Bildner, hast du empfangen, / wie er hat selbst es gewollt, / und der samenlos aus deinem Leibe / ist Fleisch geworden über dem Verstehen./ So wardst du erwiesen als Gebieterin // wahrlich der Geschöpfe.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
All ihr Völker, lasset Christus, der auf der Cherubim Schultern mit Herrlichkeit auffuhr und uns setzte zur Rechten des Vaters, uns ein Siegeslied singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da Christus, den Mittler zwischen Gott und den Menschen, die Chöre der Engel im Fleisch in den Höhen erschauten, erschauerten sie und sangen einstimmig eine Hymne des Sieges.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gott, der auf dem Berge Sinai schauen sich ließ und dem Gott schauenden Moses gab ein Gesetz, Ihm, der vom Ölberg auffuhr im Fleisch, Ihm lasset alle uns singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Makellose Gebärerin Gottes, Gott, der aus dir im Fleische erschien und nicht den Schoß des Vaters verließ, flehe an ohne Ende, dass Er, die Er gebildet, errette aus aller Gefahr.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da der heiligen Väter allheilige Versammlung ich preise, flehe ich rufend, Christus, zu Dir, dass ihre allheilige Lehre bewahret bleibe in mir.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Gott tragenden Väter kamen heute wie leuchtende Blitze zusammen und bekannten, Christus, übereinstimmend Dich deutlich als den einziggeborenen und wesensgleichen Sohn, der mit dem Vater gleichanfanglos ist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die ruhmreichen Brautführer Deiner Braut, der Kirche, o Herr, legten deutlich dar die goldene Lehre des Glaubens und haben so wie eine schöne Welt sie geziert.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mit ihrer heiligen Herrlichkeit mannigfaltig geziert, tritt die erlauchte Königin zu ihrem Sohne und flehet um unserer Seelen Errettung.
Katavasie: Er, dessen Zunge langsam nur entrang sich das Wort, hat, verhüllt vom Dunkel der Gottheit, mit beredten Worten verkündet die gottgeschriebene Satzung. Denn schüttelnd den Schlamm aus dem Antlitz des Geistes, schauet den Seienden Er, wird eingeweiht in die Lehre des Geistes und feiert Ihn in heiligem Lied.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Niemand ist heilig wie du, / o Herr, mein Gott, / der du erhöht hast das Horn deiner Gläubigen, o Guter, / und uns hast gefestigt // auf dem Felsen des Bekenntnisses zu dir.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Gott gekreuzigt im Fleisch / erblickte die Schöpfung, / da zerfiel sie vor Furcht; doch durch die vereinende Hand / des um meinetwillen Gekreuzigten // ward zusammen sie gefügt in Kraft.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der durch den Tod vernichtete Tod / liegt elend ohne Odem da. / Denn nicht hält stand dem göttlichen Ansturm des Lebens / der Starke, sondern verfällt dem Tode // und so wird allen gewährt die Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Das Wunder deines gotterfüllten Gebärens / übersteigt, o Reine, / alle Ordnung der Natur; denn Gott hast du übernatürlich / empfangen im Leibe, hast ihn geboren // und bleibst doch die allzeit Jungfräuliche.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du stiegest, Christus, Spender des Lebens, zum Vater empor und erhöhtest, Menschenfreund, in Deinem unsagbaren Erbarmen unser Geschlecht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Heere der Engel schauten, Erretter, wie die sterbliche Natur mit Dir hinauffuhr, da erschauerten sie und sangen unaufhörlich Dir Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Es entsetzten sich die Chöre der Engel, o Christus, da sie schauten, wie Du mit dem Leibe hinauffuhrst, und Deiner heiligen Auffahrt sangen sie Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Menschen Natur, die dem Verderben verfallen, o Christus, Du hast sie wieder erweckt und durch Deine Auffahrt erhöhet und uns verherrlichet mit Dir.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Unaufhörlich flehe, o Reine, zu Dem, der aus deinem Schoße hervorging, dass vor allem Irrwahn des Teufels werden bewahrt wir, die dich als Gottesmutter in Hymnen besingen.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da Areios, der Tor, der Gottlose, ruchlos Wandel, Leid und Teilung mit der göttlichen Zeugung vereint, wird er durch das trennende Schwert der Väter getrennt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wie der heilige Abraham einst, so haben all die erlauchten Gottkünder im Kampfe Deine rasenden Feinde, o Guter, durch Deine Gewalt machtvoll vernichtet.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Deiner Priester erste Versammlung, die lauten Beifall hervorrief, Erretter, hat als Wesensgleichen, als vom anfanglosen Vater und Bildner des Alls Gezeugten Dich gläubig verkündet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nicht vermag ein Wort, nicht der Sterblichen Zunge, dich, Jungfrau, geziemend zu preisen. Denn aus dir hat jungfräulich Christus, der Spender des Lebens, im Fleisch zu erscheinen, Allreine, beschlossen.
Katavasie: Es sprengte die Fesseln des Schoßes, der kinderlos war, den zügellosen Übermut jener, die reich war an Kindern, einst ein einziges Flehen der Seherin Anna, da sie mit zerknirschtem Geiste zum Herrn ging, zu der Erkenntnisse Gott.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Kondak des Fests.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.
Ikos.
Nachdem wir die irdischen Dinge zurückgelassen auf Erden, lasset uns die Dinge, die zu Schutt zerstieben, lassen dem Staub. Wohlan, lasset nüchtern uns werden und Augen und Gedanken zur Höhe uns heben. Lasset uns öffnen, ihr Sterblichen, die Blicke zugleich und die Sinne den himmlischen Pforten. Glauben lasset uns, auf dem Ölberg zu sein und den Erlöser zu schauen, wie Er auf einer Wolke dahinfährt. Denn von dort fuhr auf zu den Himmeln der Herr. Dort teilte der Freigebige Seinen Aposteln aus die Geschenke, liebend sie wie ein Vater und aufrichtend sie, den Weg ihnen weisend wie Söhnen und sprechend zu ihnen: Nicht scheide ich von euch. Ich bin mit euch, und niemand ist wider euch.
Ton 4. Sedalen des Triodions.
Als über alles strahlende Gestirne der Wahrheit Christi seid ihr der Welt auf Erden in Wahrheit erwiesen, glückselige Väter. Denn die Irrlehren der lästernden Schwätzer ließet ihr zerfließen, habet ausgelöscht die flammenzüngelnden Verwirrungen der Verleumder. Daher als Bischöfe Christi flehet um unsere Errettung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Sedalen des Triodions.
Nikaia, die glänzende Stadt, rief heute von der ganzen Erde dreihundertachtzehn Bischöfe zu sich wider Areios, der Lästerungen aussprach und herabwürdigte den Einen der Dreiheit, der Gottes Sohn ist und Wort. Als sie diesen besiegten, haben sie den Glauben bestärkt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sedalen des Fests.
Der Du in Herrlichkeit auffuhrst gen Himmel und mitthronst zur Rechten des Vaters, von dem Du in keiner Weise geschieden, Menschenfreund Christus, und den Heiligen Geist Deinen weisen Jüngern hast zu senden verheißen, auch unsere Sinne erhelle, schenke Erleuchtung, dass unaufhörlich wir Hymnen Dir singen, o Herr.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Christus ist meine Kraft, mein Gott und Herr. / So die erhabene Kirche gottwürdig / singt und ruft aus reinem Sinne hinauf // und im Herrn ein Fest sie feiert.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Baum erblühte, Christus, fürwahr des Lebens. / Denn das Kreuz wurde eingetrieben und begossen / mit dem Blut und Wasser aus deiner reinen Seite // und ließ uns das Leben sprießen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Nicht mehr flüstert mir die Vergöttlichung / trügerisch ein die Schlange; denn Christus, der Vergöttlicher / der Natur der Menschen, hat nun eröffnet den Pfad // ungehindert mir zum Leben.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Wie wahrhaft unsagbar und unbegreiflich / sind geschehen, Gottesgebärerin, / die Mysterien, stete Jungfrau, deines gottwürdigen Gebärens // denen auf Erden und im Himmel.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du fuhrest in Herrlichkeit auf, König der Engel, uns den Tröster vom Vater zu senden. Daher rufen wir: Deiner Auffahrt, Christus, sei Ehre.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als der Erretter im Fleische zum Vater hinauf fuhr, da erschraken vor Ihm die Heere der Engel und riefen: Deiner Auffahrt, Christus, sei Ehre.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Mächte der Engel riefen es zu den höheren Mächten: Christus, unserem König, erhebet die Tore. Ihm singen Hymnen wir samt dem Vater und Geist.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die Jungfrau gebar, und der Mütter Geheimnis erkannte sie nicht. Und doch ist sie Mutter und blieb dennoch Jungfrau. Ihr singen Hymnen wir, ihr schreien wir: Gottesgebärerin, Freude sei dir.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da er törichten Sinnes den rechten Glauben gefälscht, ward durch die Stimmen der Väter Areios wie ein faulendes Glied, er, der Unselige, aus der Kirche verbannt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Für Dich streitend, o Herr, schlug Deine Feinde die Schar der Väter gar sehr in die Flucht. Und sie verherrlichte Dich als den Wesensgleichen mit dem Vater und Geist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du wardst, Gott und Mensch, Mittler zwischen Gott und den Menschen. Daher, Christus taten in Deinen zwei Naturen Dich, als einen Sohn Dich bekennend, die Gottbegeisterten kund.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Genuss vom Baum hat mich getötet. Doch der Baum des Lebens, der aus dir, Allreine, erschien, erweckte mich wieder und setzte zum Erben mich ein des Paradieses der Wonne.
Katavasie: Herrscher der Herrscher, als Einer aus Einem gingst allein Du hervor, Wort, aus dem ungewordenen Vater und hast Deinen gleichmächtigen Geist, den unfehlbaren, den Aposteln gesandt als gnädiger Herr, die da sangen: Ehre sei, Herr, Deiner Macht.
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Durch deinen göttlichen Glanz, o Guter, / erleuchte, so bitte ich, die Seelen derer, / die frühmorgens zu dir eilen aus Liebe, / auf daß sie dich erkennen, o Logos Gottes, / als den wahrhaftigen Gott, // der aus dem Dunkel der Sünden ruft zurück.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Zurückweichen die Cherubim / und das Flammenschwert wendet sich ab / von mir nun, o Gebieter, / da sie dich schauen, O Logos Gottes, als den wahrhaftigen Gott, // der bahnt dem Schächer den Weg ins Paradies.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Nicht mehr fürchte ich, o Christus, / die Rückkehr zur Erde, Gebieter. / Denn du hast aus der Erde erhoben / mich Vergessenen aus großem Erbarmen zur Höhe // der Unvergänglichkeit durch deine Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die dich als Gottesgebärerin / von Herzen bekennen, bewahre, / du gütige Gebieterin des Kosmos. / Denn dich, Gottesmutter, besitzen wir wahrhaftig // als unbezwinglichen Beistand.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nachdem Du mit Freude erfüllet das All, eiltest, Erbarmer, heim Du im Fleisch zu den himmlischen Mächten.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Mächte der Engel bei Deiner Auffahrt Dich sahen, da schrieen sie: Unserem König erhebet die Tore.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Apostel den Retter bei Seiner Auffahrt erblickten, da schrieen sie unter Zittern: Dir, unserem König, sei Ehre.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als Jungfrau nach dem Gebären besingen, Gottesgebärerin, in Hymnen wir dich. Denn du hast Gott, das Wort, im Fleische geboren der Welt.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wie schön sind in Wahrheit die Füße derer, die Dich, den Frieden, verkünden, der allen Verstand überragt aller Engel und Menschen, o Christus, und durch die Fülle des Friedens einet die Welt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Weisheit und Macht des Vaters, als Sein persönliches Wort verkündeten, Christus, Dich, da zusammen sie kamen, die durch das Gesetz des allheiligen Priestertumes göttlich gezeichneten heiligen Lehrer.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nachdem ihr mit den lauteren Fluten der Gewässer der Lehre Christi die Kirche getränkt, schwelget ihr jetzt an der Erquickung Gewässern, durch alle Ewigkeit jauchzend.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als lichtschimmernden Leuchter, Allreine, der allen erstrahlen lässt Christus, der Gerechtigkeit Sonne, dich kennend, einzige, reine Gebärerin Gottes, rufen jetzt deine Hilfe wir an.
Katavasie: Entsühnende Reinigung von den Vergehen empfanget, des Geistes feuersprühenden Tau, der Kirche lichtstrahlende Kinder. Denn herauskommt jetzt eine Satzung aus Sion: In Form von Feuerzungen die Gnade des Geistes.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Das Meer des Lebens / seh ich aufgewühlt durch die Brandung der Versuchungen. / So eile ich zu deinem windstillen Hafen und rufe zu dir: / Führe heraus aus dem Verderben mein Leben, // du Vielbarmherziger.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Gekreuzigt, o Gebieter, / mit Nägeln hast du den wider uns geschleuderten Fluch vertrieben, / hast mit lanzendurchstochener Seite, den Schuldbrief des Adam zerrissen // und der Welt die Freiheit gebracht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Adam ward hinabgerissen, / durch Trug hinuntergestoßen in den Abgrund des Hades. / Doch du, Gott von Natur und voller Mitleid, bist hinabgestiegen, / um ihn zu suchen, auf die Schultern zu nehmen // und hast ihn mitaufgerichtet.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Allreine Gebieterin, / die du geboren hast den Sterblichen als Lenker den Herrn, / meiner Leidenschaften schwankende und schreckliche Wirrnis / bring zur Ruhe und Windstille gewähre // meinem Herzen.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Apostel frohlockten, da heute den Schöpfer hoch in die Lüfte entschweben sie sahen. In der Hoffnung auf den Geist und in Furcht schrieen sie: Deiner Auffahrt sei Preis.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Es traten zu Deinen Jüngern, o Christus, die Engel und riefen: Wie ihr Christus auffahren sahet, so wird im Fleische Er kommen, über alle zu halten gerechtes Gericht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die himmlischen Mächte, unser Erretter, Dich im Körper zur Höhe auffahren sahen, da schrieen und riefen sie: Deine Menschenfreundlichkeit, Gebieter, ist groß.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als unverbrennbaren Dornbusch und als Berg und lebendige Leiter und als Himmelspforte preisen geziemend wir dich, Maria, Preiswerte, du der Rechtgläubigen Rühmen.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nicht konnte verborgen bleiben der unsagbaren Vorsehung der Sämann des Unkrauts, der nach des Wahnsinnes Namen Benannte. Denn da er nachahmte Judas, zerbarst der Erzböse wie jener.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die heilige und erlauchte Versammlung der Väter verkündet als eingeborenen, strahlenden Abglanz der Wesenheit des Vaters Dich, Herr, und als den Sohn, der vor allen Äonen gezeugt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Bauch birst, der wahrheitsgemäß war der Pfuhl, der die schmutzigste und frevelhafteste aller gottlosen Spaltungen hervorbrechen ließ. Die Not der Zeit aber bietet das Mittel, das gottbegeisterte Priester mit der größten Umsicht handhaben, das scharfe Pflugeisen, das schneidend und zerreißend darüber hinfährt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Moses, der Große in der Zahl der Propheten, hat dich im Bilde im voraus bezeichnet als die Lade, die Tafel, als Leuchter und als Gefäß, andeutend die Fleischwerdung des Höchsten, Mutter-Jungfrau, aus dir.
Katavasie: Als Sühnung, als Heil, Christus, o Herr, strahltest Du aus der Jungfrau uns auf, um, wie den Propheten Jonas aus dem Schoße des Meerestieres, also ganz aus dem Verderben zu reißen den Adam, der da gefallen mit seinem ganzen Geschlecht.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 8. Kondak des Triodions.
Der Apostel Verkündigung und die Lehren der Väter / haben stark gemacht für die Kirche den einen Glauben. / Und da sie trägt das Gewand der Wahrheit, / das gewebt ist aus der Gotteslehre von oben // legt recht sie dar und lobpreist des wahren Glaubens großes Geheimnis.
Ikos.
Auf erhabenen Befehl lasset auf die Kirche Gottes uns hören, die ruft: Wen dürstet, der komme und trinke. Der Mischkrug, welchen ich trage, ist der Mischkrug der Weisheit. Seinen Trank habe ich im Worte der Wahrheit gemischt, da ich nicht spende das Wasser des Wortstreits, nein, das Wasser der Einstimmigkeit. Wenn von ihm das neue Israel trinkt, sieht es Gott, Der da spricht: Schauet, schaut, Ich bin es selbst und nicht habe gewandelt Ich mich. Ich, Gott, bin der Erste, Ich auch nach Diesem, und außer mir überhaupt ist kein anderer. Die daran teilhaben, werden gesättigt werden und preisen des Glaubens großes Geheimnis.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Zum Tauspender machte den Ofen / der Engel für die frommen Knaben. / Doch die Anordnung Gottes verbrannte die Chaldäer, / bewog den Tyrannen zu rufen: // Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wehklagend über dein Leiden / hüllte in Dunkel sich die Sonne / am Tage, und über die ganze Erde, o Gebieter, / verdunkelte sich das Licht mit dem Rufe: // Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Gekleidet wurde das Unterirdische, o Christus, / durch deinen Hinabstieg in Glanz. / Der Vorvater aber erschien erfüllt von Herzensfreude, / tanzte und sprang mit dem Rufe: // Gepriesen bist du, o Gott unsrer Väter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Durch dich, Mutter-Jungfrau, ist aufgegangen / strahlendes Licht dem ganzen Erdkreis. / Denn den Schöpfer von allem, Gott, hast du geboren. / Zu ihm flehe, A11reine, daß werde herabgesandt // uns Gläubigen das große Erbarmen.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In einer Lichtwolke fuhrest Du auf und hast errettet die Welt: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Auf Deine Schultern hast Du die Natur, o Christus, die sich verirrte, erhoben. Und auffahrend führtest Du Gott, dem Vater, sie vor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Im Fleische fuhrest zum körperlosen Vater Du auf: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Unsere Natur, die durch die Sünde getötet, hast Du erhöht und führtest Deinem Vater, Retter, sie vor.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Der Du aus einer Jungfrau geboren, die Du zur Gottesmutter gemacht, gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Besiegt habt ihr Areios, der, ein Rasender zubenannt, schlimm raste und Ungebührliches sagte wider die Erhabenheit Gottes. Denn er weigerte sich, zum Sohne zu rufen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Den Donnersohn nachahmend, Herrliche, lehret ihr alle mit euren feurigen Zungen, dass das Wort gleichanfanglos mit dem Vater sie nennen und auf gleichem Throne sitzend mit Ihm: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie mit Schwingen beflügelt, seid ihr, dem Worte zu helfen, gekommen, Gottseligste ihr. Denn von den Enden der Welt hat euch versammelt der Heilige Geist, um zu rufen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nicht hat die drei Jünglinge verbrennen können die Glut, die vorbildete dein Gebären. Denn dich nicht verbrennend, wohnte das göttliche Feuer in dir. Und alle hat es erleuchtet, zu rufen: Gepriesen bist du, die du Gott im Fleische geboren.
Katavasie: Der Instrumente harmonisches Lied ist erklungen, zum Preise zu laden des goldgefertigten, leblosen Bildes. Doch die Licht bringende Gnade des Trösters lässt uns rufen in Scheu: Einzige Dreiheit, gleichmächtige, anfanglose, gepriesen bist Du.
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Aus der Feuerflamme hast du Tau quellen lassen den Frommen / und des Gerechten Opfer im Wasser verbrannt. / Denn alles vollbringst du, Christus, allein durch dein Wollen. // Dich erheben wir noch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Das einst prophetenmordende Volk der Juden / hat der Neid nun zum Gottesmörder gemacht, / da es, o Logos Gottes, ans Kreuz dich hängte, // den wir erheben hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die Himmelsgewölbe hast du nicht verlassen, / als du den Hades stürmtest, den ganzen Menschen, / der da lag in Verwesung, o Christus, mitauferwecktest, // der erhebt dich hoch in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den Spender des Lichtes, den Logos, hast du empfangen, / und dir ward Ehre zuteil, weil du ihn unsagbar geboren. / Denn der göttliche Geist hat in dir, o Jungfrau, Wohnung genommen. // So besingen wir dich in alle Ewigkeit.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus, den Spender des Lebens, der in Seinen zwei Naturen mit Herrlichkeit in die Himmel entschwebte und auf gleichem Throne sitzet wie der Vater, Priester, besinget Ihn in Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Dir, der aus der Knechtschaft der Götzen erlöste die Schöpfung und als Freie sie Seinem Vater zuführte, Dir, Retter, singen wir Hymnen und erheben Dich über alles in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ihn, der durch Sein Niedersteigen den Widerpart hat vernichtet und durch Sein Aufsteigen den Menschen erhöhte, Priester, besinget Ihn in Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Erhabener als die Cherubim wardst du erwiesen, Gottesgebärerin, Reine, da den in deinem Schoß du getragen, Der auf ihnen einher fährt. Ihm sagen samt den Körperlosen wir Sterblichen Preis in alle Äonen.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Durch die Strahlen Deiner Gottheit feuerentflammt, haben Deine redlichen Hirten als den Erschaffer und Herren des Alls Dich bekannt, den wir über alles erheben in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der hochberühmten Hirten versammelter Chor lehret, da er jetzt gottbegeistert die ungeschaffene Dreiheit bekennt, alle, zu rufen: Dich erheben wir über alles in alle Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Die bewunderungswürdigen Hirten-Hierarchen erhellen Christi Kirche, die einen hier, die anderen dort sie erleuchtend und über alles erhebend in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mystisch schauten im Bilde dich alle Propheten als jene voraus, die empfangen werde das Wort. Denn aus dir ging, da Fleisch Er genommen, Er zwiefach hervor. Ihn erheben wir über alles in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Es löset die Fesseln, in Tau verwandelt die Glut das dreifach strahlende Urbild der erhabensten Gottheit. Es singen die Jünglinge Hymnen. Es preiset den einzigen, gleichmächtigen Heiland als gnädigen Herren alle geschaffene Welt.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.

Lied der allheiligen Gottesgebärerin.

Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain: Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir. Zu jedem Vers.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Gott zu sehen ist den Menschen unmöglich, / ihn, den nicht anzublicken wagen die Ordnungen der Engel. / Durch dich aber, Allreine, erschien den Sterblichen / der Logos fleischgeworden. / Da wir hoch ihn preisen / mit den himmlischen Heeren, // preisen wir dich selig.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Leiden bist unteilhaftig du geblieben, / als du, Logos Gottes, dich im Fleische den Leiden unterzogest. / So hast du erlöst von den Leiden den Menschen, / weil du den Leiden bist geworden / zum Leide, unser Erretter. / Denn der Leidlose bist du alleine // und der Allgewaltige.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wiewohl du die Verderbnis des Todes auf dich genommen, / hast du doch deinen Leib vor dem Verkosten der Verwesung bewahrt. / Deine lebenschaffende und göttliche Seele / aber hast du, Gebieter, / nicht zurückgelassen im Hades, / sondern dich erhebend wie vom Schlafe // hast du uns mitauferweckt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Gott den Vater und den Sohn mitanfanglos / lobpreisen wir Sterblichen alle mit reinen Lippen. / Die Macht aber unaussprechlich / und hochgepriesen wir verehren / des Allheiligen Geistes. / Denn Eine ist die allmächtige // untrennbare Dreiheit.
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Dich, Christus, Gott, den Erlöser der Welt, haben bei Deiner Auffahrt die Apostel gottbegeistert geschaut. In Scheu frohlockten sie und sangen Dir Preis.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als in den Höhen schauten die Engel, o Christus, Dein vergöttlichtes Fleisch, winkten einander sie zu: Dieser ist fürwahr unser Gott.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Heere der Körperlosen, Christus, o Gott, Dich in den Wolken auffahren sahen, da schrieen sie: Dem König der Herrlichkeit erhebet die Tore.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Dir, der hinabstieg bis zur äußersten Armut der Erde und Rettung brachte dem Menschen und ihn durch seine Auffahrt erhöhte, Dir sagen wir Preis.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Freude dir, Gottesgebärerin, Christi, Gottes, Mutter. Den du empfangen, Dem, da von der Erde mit den Engeln heute du Ihn auffliegen sahest, sagtest du Preis.
Kanon der Väter, Ton 6.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Mitkämpfer fand und versammelte euch, mit des Geistes gewaltiger Macht euch bewaffnend, Er, das mit dem Vater vor den Äonen gleichanfanglose, gleichthronende Wort. Ihn jetzt, Allheilige, preiset ihr stets vereint mit den himmlischen Heeren.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Das Umsichgreifen der schlimmen Irrlehre jenes Areios brachtet ihr als Ärzte der Seelen und Leiber zum Stehen, indem allen heilig auseinander ihr legtet das Bekenntnis des Glaubens. An Ihm festhaltend jetzt, sagen eurem Gedächtnis, ihr Priester, immer wir Preis.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als ganz lauteres Licht, Christus, meine Seele von der Nacht der Leidenschaften erlöse auf die Fürbitten, Gebieter, Deiner Liturgen, die jetzt als anfanglosen, ungeschaffenen Erschaffer des Alls Dich verkünden und als Gott, der mit dem Vater gleichanfanglos ist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Toten ist jetzt Auferstehung geschenkt durch dein unaussprechliches und unsagbares Gebären, Gottesgebärerin, Herrin. Denn Leben, umgeben von Fleisch, ist allen erstrahlet aus dir und hat sichtbar die Nacht des Todes zerstreut.
Katavasie: Freude dir, Herrin, die du den Ruhm von Mutter und Jungfrau vereinst. Denn kein Mund, sei er beweglich auch, gewandt und beredt, ist imstande, dir zu singen geziemend. Und Schwindel erfasset jeden Verstand, der es versucht, deine Mutterschaft zu verstehen. Darum im Einklang preisen wir dich.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Der See einst von Tiberias die Zebedäussöhne / mit Petrus und Nathanael und weiteren zwei Jüngern / samt Thomas lud zum Fange ein. Und sie auf Christi Weisung / das Netz warfen zur Rechten aus und fingen viele Fische. / Als Petrus ihn erkannt, da zog' s ihn hin zu ihm. Es war dies / das dritte Mal, dass er erschien, zeigt' Brot und Fisch auf Kohlen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Lichthymnus des Triodions.
Der heiligen Väter Gedächtnis festlich heute begehend, flehen durch ihre Fürbitten, Allerbarmender, wir: Vor allem Schaden von Irrlehren bewahre Dein Volk, Herr, und würdige alle, den Vater zu preisen, das Wort und den allheiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Lichthymnus des Fests.
Vor den Augen der Jünger fuhrest, Christus, zum Vater Du auf und thronest mit Ihm. Engel eilten herzu und sie schrien: Erhebet, erhebet die Tore. Denn zur lichtquellenden Herrlichkeit ist aufgefahren der König.

Lobpsalmen im 6. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Dein Kreuz, o Herr, ist Leben/ und Auferstehung deinem Volke. / Denn auf dich vertrauen wir,/ unsern auferstandenen Gott, und singen:// Erbarme dich unser.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Dein Grab, o Gebieter, hat geöffnet/ das Paradies dem Geschlechte der Menschen;/ und erlöst aus dem Verderben/ dir, unserm auferstandenen Gott, wir singen:// Erbarme dich unser.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Mit dem Vater und dem Geiste laßt uns besingen/ Christus, der auferstanden ist von den Toten/ und zu ihm laßt uns rufen:/ Du bist uns Leben und Auferstehung. // Erbarme dich unser.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Am dritten Tage erstandest du, Christus, / aus dem Grabe, wie es steht geschrieben/ und erwecktest mit auf unsern Ahnherrn./ Deswegen Lob und Preis/ dir singt das Geschlecht der Menschen// ụnd rühmt deine Auferstehung.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Stichiren des Triodions.
Alle Erkenntnis ihrer Seele zusammenfassend und scharf betrachtend im göttlichen Geiste, haben die ehrwürdigen Väter, als hätte Gott sie niedergeschrieben, deutlich ausgelegt des Glaubens beseligende und verehrungswürdige Lehre. Und in dieser bezeugen aufs deutlichste sie, dass gleichanfanglos mit dem Vater das Wort ist und in voller Wahrheit gleichen Wesens mit Ihm, indem offenkundig den Lehren der Apostel sie folgen, sie, die hochgerühmten und wahrhaft selig zu preisenden und gottbegeisterten Männer.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Alle Erkenntnis ihrer Seele zusammenfassend und scharf betrachtend im göttlichen Geiste, haben die ehrwürdigen Väter, als hätte Gott sie niedergeschrieben, deutlich ausgelegt des Glaubens beseligende und verehrungswürdige Lehre. Und in dieser bezeugen aufs deutlichste sie, dass gleichanfanglos mit dem Vater das Wort ist und in voller Wahrheit gleichen Wesens mit Ihm, indem offenkundig den Lehren der Apostel sie folgen, sie, die hochgerühmten und wahrhaft selig zu preisenden und gottbegeisterten Männer.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Alles geistige Licht des Heiligen Geistes in sich aufnehmend, haben die geheimnisvolle Lehre, die kurz ist im Wort und umfassend im Inhalt, vom Gottesgeist angeweht, als Christusherolde die glücklich zu preisenden Anwälte der Lehren der Frohbotschaft und der frommen Überlieferungen verkündet. Deutlich von oben deren Offenbarung empfangend und erleuchtet, haben sie die Grenze der von Gott gegebenen Lehre auseinander gelegt.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Alle Hirtenerfahrung sammelnd und jetzt vom gerechtesten Zorne erfüllt, haben sie nach Recht und Gesetz die lästigen und Pest verbreitendenWölfe verjagt, hinausschleudernd sie mit der Schleuder des Geistes, da sie aus dem beseligenden und reichen Leben der Kirche sich gewissermaßen in den Tod gestürzt hatten und unheilbar krank waren. Das taten sie, die heiligen Hirten, als Christi edelste Knechte und als der göttlichen Frohbotschaft heiligste Mysten.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8.
Der Chor der heiligen Väter, der zusammengeströmt ist von den Enden der Erde, hat des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes einzige Wesenheit und Natur als Dogma verkündet und der Gotteslehre Geheimnis offenkundig übergeben der Kirche. Diese wollen gläubig wir rühmen, glückselig preisen und sagen: O heilige Streitschar, ihr gottkündenden Kämpfer aus dem Heerbann des Herren. Ihr, des geistigen Firmamentes lichtstrahlende Sterne. Des mystischen Sion nicht niederzureißende Burgen. Ihr des Paradieses salbenduftende Blumen. Ihr des Wortes goldstrahlende Künder. Ruhm von Nikaia. Des Erdkreises Glanz. Mit ausgebreiteten Armen leget für unsere Seelen Fürbitte ein.

Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du warst auferstanden aus dem Grabe und zerrissen hattest die Fesseln, / da hast du aufgehoben / das Todesurteil, o Herr, / und alle befreit aus den Schlingen des Feindes. / Du hast dich gezeigt deinen Aposteln, / sie ausgesandt zur Verkündigung / und durch sie deinen Frieden gewährt dem Erdkreis, // du vielerbarmer allein.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ Frommer Vater Michael, Bischof von Synada; ]), der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Ton 6. Stichire zum zehnten Sonntagsevangelium.
Nach dem Abstieg in den Hades / und der Auferstehung von den Toten, / da zagten verständlicherweise / der Trennung wegen, o Christus, die Jünger / und wandten ihrer Arbeit sich zu. / Und wiederum Boote und Netze / und kein Fang weit und breit! / Doch da erschienest du, Erretter, / als Gebieter über alles / und befahlest aufzuwerfen / die Netze zur rechten Seite. / Und das Wort ward sogleich ins Werk gesetzt, / und groß war die Menge der Fische, / und wunderbar das Mahl, bereitet an Land. / Wie daran teilnahmen einstens deine Jünger, / so würdige auch uns nun, o menschenliebender Herr, / uns geistig daran zu laben.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 4. Tropar des Fests.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Kondak

Ton 6. Kondak des Fests.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 8. Tropar des Triodions.
Hochgepriesen bist du, Christus unser Gott, / der du als Leuchten auf Erden unsere Väter hast gegründet / und durch sie uns alle hast geführt zum wahren Glauben. // Vielbarmherziger, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 8. Kondak des Triodions.
Der Apostel Verkündigung und die Lehren der Väter / haben stark gemacht für die Kirche den einen Glauben. / Und da sie trägt das Gewand der Wahrheit, / das gewebt ist aus der Gotteslehre von oben // legt recht sie dar und lobpreist des wahren Glaubens großes Geheimnis.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 4. Tropar des Fests.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Kondak

Ton 6. Kondak des Fests.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Ton 6. Seligpreisungen des Sonntags.
Gedenke meiner, o Gott, mein Erlöser, / wenn du kommst in deinem Reiche, / und errette mich / als der einzig Menschenliebende.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Durch das Holz ward Adam betrogen. / Doch du hast ihn durch das Kreuzesholz wieder gerettet, / ihn, den Räuber, der rief: / „Gedenke meiner, o Herr.“
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Des Hades Tore und Riegel hast du zertrümmert / und all die Toten, Lebenspender, aufgerichtet, / die da riefen, Erretter: / „Ehre deiner Auferstehung.“
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Gedenke meiner, / der du beraubt hast den Tod durch das Grab / und alles mit Freude durch deine Auferstehung erfüllt / als der Barmherzige.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ton 5. Seligpreisungen des Fests.
Du fuhrest in Herrlichkeit auf, König der Engel, uns den Tröster vom Vater zu senden. Drum rufen wir: Deiner Auffahrt, Christus, sei Ehre.
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Als der Erretter im Fleische zum Vater hinauffuhr, da erschraken vor ihm die Heere der Engel und riefen: Deiner Auffahrt, Christus, sei Ehre.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Die Mächte der Engel riefen es zu den höheren Mächten: Christus, unserm König, erhebet die Tore. Ihm singen Hymnen wir samt dem Vater und Geist.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Die Jungfrau gebar, und der Mütter Geheimnis erkannte sie nicht. Und doch ist sie Mutter und blieb dennoch Jungfrau. Ihr singen wir Hymnen, ihr schreien wir: Gottesgebärerin, sei gegrüßt.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 6. Seligpreisungen des Triodions.
Nicht konnte verborgen bleiben der unsagbaren Vorsehung der Sämann des Unkrauts, der nach des Wahnsinnes Namen Benannte. Denn da er nachahmte Judas, zerbarst der Erzböse wie jener.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Die heilige und erlauchte Versammlung der Väter verkündet als eingeborenen, strahlenden Abglanz der Wesenheit des Vaters Dich, Herr, und als den Sohn, der vor allen Äonen gezeugt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Der Bauch birst, der wahrheitsgemäß war der Pfuhl, der die schmutzigste und frevelhafteste aller gottlosen Spaltungen hervorbrechen ließ. Die Not der Zeit aber bietet das Mittel, das gottbegeisterte Priester mit der größten Umsicht handhaben, das scharfe Pflugeisen, das schneidend und zerreißend darüber hinfährt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Moses, der Große in der Zahl der Propheten, hat dich im Bilde im voraus bezeichnet als die Lade, die Tafel, als Leuchter und als Gefäß, andeutend die Fleischwerdung des Höchsten, Mutter-Jungfrau, aus dir.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, von den Toten Auferstandener, die wir Dir singen: Alleluïa.

Tropare und Kondake

Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 4. Tropar des Fests.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Ton 8. Tropar des Triodions.
Hochgepriesen bist du, Christus unser Gott, / der du als Leuchten auf Erden unsere Väter hast gegründet / und durch sie uns alle hast geführt zum wahren Glauben. // Vielbarmherziger, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Kondak des Triodions.
Der Apostel Verkündigung und die Lehren der Väter / haben stark gemacht für die Kirche den einen Glauben. / Und da sie trägt das Gewand der Wahrheit, / das gewebt ist aus der Gotteslehre von oben // legt recht sie dar und lobpreist des wahren Glaubens großes Geheimnis.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Kondak des Fests.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 7:
L: Prokimenon im siebten Ton. Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, / und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, / und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.

Vers: Bereit ist mein Herz, o Gott, bereit ist mein Herz: ich will Lieder und Psalmen singen in meiner Herrlichkeit.
     Ch: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, / und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.


Prokimenon des Triodions, Ton 4:
L: Prokimenon im vierten Ton. Lied der Väter: Gesegnet bist du, Herr, Gott unserer Väter, // und gelobt und verherrlicht ist dein Name in Ewigkeit.
     Ch: Gesegnet bist du, Herr, Gott unserer Väter, // und gelobt und verherrlicht ist dein Name in Ewigkeit.

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Apostelgeschichte.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Tages:
     Apg 20, 16-18; 28-36 ( Stelle lesen: Apg 20, 16-18 sowie Apg 28-36 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Fests, Ton 2:
L: Alleluïa im zweiten Ton: Gott stieg auf unter Jubelruf, der Herr beim Schall der Posaune.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Vers: All ihr Nationen, klatscht in die Hände, jubelt Gott mit dem Ruf des Frohlockens.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.


Alleluïa des Triodions, Ton 1:
L: Alleluïa im ersten Ton: Der Gott der Götter, der Herr, sprach, und er rief die Erde vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Johannes mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Tages:
In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche, gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er ihnen alles gebe, was du ihm gegeben: ewiges Leben. Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich erkennen, den einzig wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich verherrlicht auf Erden; das Werk habe ich vollendet, das du mir gegeben, damit ich es tue. Und jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte vor dem Sein der Welt. Ich habe deinen Namen offenbar gemacht den Menschen, die du mir aus der Welt gegeben; dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben, von dir ist; denn die Worte, die du mir gegeben, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Ich ersuche dich für sie; nicht für die Welt ersuche ich dich, sondern für die, welche du mir gegeben; denn sie sind dein. Und all das Meine ist dein und das Deine mein, und ich bin verherrlicht in ihnen. Und ich bin nicht mehr in der Welt, diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben, damit sie eins seien, gleichwie wir. Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben, die habe ich beschützt, und keiner von ihnen ist zugrunde gegangen, außer dem Sohn des Untergangs, damit die Schrift erfüllt werde. Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude erfüllt in sich haben.
(Joh 17, 1-13)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie für die Entschlafenen

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir bitten auch um die Ruhe der Seelen der entschlafenen Knechte Gottes NN., und darum, dass ihnen verziehen werde jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung.
D: Dass der Herr, unser Gott, ihre Seelen dorthin versetze, wo die Gerechten ruhen.
D: Die Erbarmungen Gottes, das Königtum der Himmel und die Vergebung ihrer Sünden lasst uns von Christus, unserem unsterblichen König und Gott, erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deiner entschlafenen Knechte NN., Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 5. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Hochpreise, meine Seele, Ihn, der aufgefahren ist von der Erde zum Himmel, Christus, den Lebenspender.
Dich, die Mutter über Verstand und Gedanken, die du unsagbar hast geboren in der Zeit den Zeitlosen, wir erheben dich hoch eines Sinnes im Glauben.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Sonntags.
Lobet den Herrn aus den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen.
Kommunionvers des Triodions.
Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn; den Aufrichtigen geziemet Lob.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.

Psalm 33

     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut. 1. Kommt, ihr Kinder, höret mich, / die Furcht des Herrn will ich euch lehren. 2. Wer ist ein Mensch, der das Leben will, / der es liebt, gute Tage zu sehen? 1. Halte zurück deine Zunge vom Bösen / und deine Lippen, dass sie keinen Trug reden. 2. Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute; / suche den Frieden und jage ihm nach. 1. Die Augen des Herrn achten auf die Gerechten / und Seine Ohren auf ihr Flehen. 2. Das Angesicht des Herrn aber ist wider die Übeltäter, / ihr Gedächtnis von der Erde auszulöschen. 1. Es schrien die Gerechten, und der Herr erhörte sie, / aus all ihren Bedrängnissen hat Er sie erlöst. 2. Nahe ist der Herr den Zerknirschten im Herzen, / und die Demütigen im Geiste wird Er erretten. 1. Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, / doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen. 2. Der Herr bewahrt all ihre Gebeine, / nicht eines von ihnen wird zerschlagen werden. 1. Der Tod der Sünder ist übel, / und die den Gerechten hassen, werden sich verfehlen. 2. Erlösen wird der Herr die Seelen Seiner Knechte, / und keineswegs werden sich verfehlen alle, die da hoffen auf Ihn.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Der Vorsteher vollzieht die Entlassung:
P: Der von den Toten auferstandene Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten Seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages [ Frommer Vater Michael, Bischof von Synada; ]), und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unseres gottbeschützten Landes/ den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 8. Tropar des Triodions.
Hochgepriesen bist du, Christus unser Gott, / der du als Leuchten auf Erden unsere Väter hast gegründet / und durch sie uns alle hast geführt zum wahren Glauben. // Vielbarmherziger, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 8. Kondak des Triodions.
Der Apostel Verkündigung und die Lehren der Väter / haben stark gemacht für die Kirche den einen Glauben. / Und da sie trägt das Gewand der Wahrheit, / das gewebt ist aus der Gotteslehre von oben // legt recht sie dar und lobpreist des wahren Glaubens großes Geheimnis.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum: www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.
Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.