Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Donnerstag, dem 02. Juni 2022
(20. Mai 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

6. Woche nach Ostern. Ton 5.
Christi Himmelfahrt
Aufnahme unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus.
Märtyrer Thalleläos und seine Gefährten. ohne
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 6

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 6. Stichiren des Triodions.
Auffuhr in die Himmel der Herr, / um der Welt den Parakleten zu senden. / Seinen Thron bereiteten die Himmel, / die Wolken seine Auffahrt. / Die Engel erstaunen, / da sie schauen über sich einen Menschen. / Der Vater empfängt / ihn, der mit ihm ist gleich ewig in seinem Schoße. / Der Heilige Geist befiehlt all seinen Engeln: / „Erhebet eure Tore, ihr Herrscher. / All ihr Völker, klatscht in die Hände. / Denn aufgefahren ist dorthin Christus, // wo er von jeher gewesen.“
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Auffuhr in die Himmel der Herr, / um der Welt den Parakleten zu senden. / Seinen Thron bereiteten die Himmel, / die Wolken seine Auffahrt. / Die Engel erstaunen, / da sie schauen über sich einen Menschen. / Der Vater empfängt / ihn, der mit ihm ist gleich ewig in seinem Schoße. / Der Heilige Geist befiehlt all seinen Engeln: / „Erhebet eure Tore, ihr Herrscher. / All ihr Völker, klatscht in die Hände. / Denn aufgefahren ist dorthin Christus, // wo er von jeher gewesen.“
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Über deine Auffahrt, o Herr, / erschraken die Cherubim / als sie dich schauten, den Gott, / der kommt auf den Wolken, / der doch auf ihnen, den Cherubim, thronet. / Wir aber preisen dich, / weil gut ist dein Erbarmen: // Ehre sei dir.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Über deine Auffahrt, o Herr, / erschraken die Cherubim / als sie dich schauten, den Gott, / der kommt auf den Wolken, / der doch auf ihnen, den Cherubim, thronet. / Wir aber preisen dich, / weil gut ist dein Erbarmen: // Ehre sei dir.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Da wir schauen auf den heiligen Bergen / deine Erhöhungen, Christus, / du Abglanz der Herrlichkeit des Vaters, / besingen wir deines Antlitzes Lịchtgestalt, / fallen nieder vor deinen Leiden, / verehren die Auferstehung, / preisen die ruhmreiche Auffahrt. // Erbarme dich unser.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Da wir schauen auf den heiligen Bergen / deine Erhöhungen, Christus, / du Abglanz der Herrlichkeit des Vaters, / besingen wir deines Antlitzes Lịchtgestalt, / fallen nieder vor deinen Leiden, / verehren die Auferstehung, / preisen die ruhmreiche Auffahrt. // Erbarme dich unser.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Da, Herr, die Apostel dich sahen, / auf Wolken emporgetragen, / Lebenspender Christus, / da sagten sie unter Klagen der Trübsal / ganz von Niedergeschlagenheit erfüllt unter Weinen: / „Lass uns, Gebieter, nicht als Waisen zurück, / deine Diener, die du in Mitleid geliebt, / als der Barmherzige. / Sende vielmehr, wie du uns verheißen, / deinen Allheiligen Geist, // der da ins Licht führt unsere Seelen.“
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Da, Herr, die Apostel dich sahen, / auf Wolken emporgetragen, / Lebenspender Christus, / da sagten sie unter Klagen der Trübsal / ganz von Niedergeschlagenheit erfüllt unter Weinen: / „Lass uns, Gebieter, nicht als Waisen zurück, / deine Diener, die du in Mitleid geliebt, / als der Barmherzige. / Sende vielmehr, wie du uns verheißen, / deinen Allheiligen Geist, // der da ins Licht führt unsere Seelen.“
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Als du, Herr, erfüllt des Heilswerkes Mystẹrium, / da nahmest du deine Jünger mit auf den Ölberg / und durchstiegest die Feste des Himmels. / Der du um meinetwillen armgeworden gleich mir / und dorthin aufgestiegen, / wovon du warst niemals getrennt, / sende deinen Allheiligen Geist, // der erfüllt unsere Seelen mit Licht.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Als du, Herr, erfüllt des Heilswerkes Mystẹrium, / da nahmest du deine Jünger mit auf den Ölberg / und durchstiegest die Feste des Himmels. / Der du um meinetwillen armgeworden gleich mir / und dorthin aufgestiegen, / wovon du warst niemals getrennt, / sende deinen Allheiligen Geist, // der erfüllt unsere Seelen mit Licht.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Triodions.
Nicht getrennt vom väterlichen Schoße, / süßester Jesus, / und doch denen auf Erden als Mensch zugesellt, / heute fuhrest du auf / vom Ölberge in Herrlichkeit. / Unsre gefạllene Natur / hast du voll Mitleid erhöht / und setztest dich mit dem Vater / auf denselben Thron. / Da erschraken die himmlischen körperlosen Ọrdnungen / ob des Wunders / und gerieten außer sich voll Staunen. / Sie erbebten, / priesen hoch deine Menschenliebe. / Mit ihnen verherrlichen auch wir auf Erden / deine Herabkunft zu uns / und deine Auffahrt von uns / und wir flehen: / „Der du die Jünger / und die Gottesgebärerin, die dich hervorgebracht, / durch deine Auffahrt mit grenzenloser Freude erfüllt, / würdige auf ihre Bitten auch uns / der Freude deiner Auserwählten // durch dein großes Erbarmen.“

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Mittwochabend, Ton 5:
D: Prokimenon im fünften Ton. O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

Vers: O Gott, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren die Worte meines Mundes.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

D: O Gott, in Deinem Namen errette mich.
     Ch: Und in Deiner Macht halte mir Gericht.
Parimien des Triodions (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Es wird sein in den letzten Tagen offenbar der Berg des Herrn, und das Haus Gottes von den Gipfeln der Berge her. Und er wird emporgehoben werden über die Hügel. Und es werden kommen zu ihm alle Heiden, und nahen werden viele Völker und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berge des Herrn und zum Hause des Gottes Jakobs. Und er wird uns verkündigen seinen Weg, und wir werden auf ihm wandeln. (Jes 2, 2-3)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Macht euch auf, durchschreitet meine Tore! Bereitet meinen Weg, macht eine Straße meinem Volke und räumt die Steine aus dem Weg; errichtet ein Zeichen auf die Heiden zu! Denn siehe, der Herr hat es hören lassen bis ans Ende der Erde: Saget der Tochter Sion: Siehe, dein Retter ist gekommen und führt bei sich seinen Lohn, und sein Werk ist vor ihm her. Man wird es nennen ein heiliges Volk, erlöst vom Herrn. Du aber wirst heißen die gesuchte Stadt und die nicht verlassene. Wer ist dieser, der gekommen aus Edom; dieser, dessen Kleider ihre Röte haben aus Bosòr; der so blühend in seinem Gewände? Er ruft mit großer Kraft: Ich spreche Gerechtigkeit und das Urteil des Heiles. Weswegen sind rot deine Kleider und deine Gewänder wie vom Treten der Kelter die gänzlich durchgetreten? Die Kelter habe ich getreten ganz alleine und kein Mann von den Heiden ist mit mir. Des Öles des Herrn gedachte ich, der Herrlichkeiten des Herrn will ich gedenken das Lob des Herrn verkünden vor allen, die uns widerstehen. Der Herr, ein guter Richter ist er im Hause Israel. Er handelt an uns gemäß seinem Erbarmen und nach der Fülle seiner Gerechtigkeit. Und er sprach: Seid ihr nicht mein Volk? Meine Kinder, sie werden es nicht verwerfen. Und es geschieht ihnen zur Rettung aus all ihrer Bedrängnis. Kein Entsandter, kein Engel, sondern er selbst, der Herr, errettet sie, weil er sie liebt und schont. Er selbst erlöst sie, und nimmt sie an und erhebt sie, alle Tage der Weltzeit. (Jes 62, 10 - 63, 3; 7-9)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Sacharja.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Siehe, es kommt der Tag des Herrn, und es werden stehen seine Füße an jenem Tage auf dem Ölberg, Jerusalem gegenüber, gegen Sonnenaufgang. Und an jenem Tage wird hervor¬fließen lebendiges Wasser aus Jerusalem, die eine Hälfte davon in das erste Meer, die andere Hälfte in das letzte Meer. Im Sommer und im Frühling wird es so sein. Und es wird sein der Herr König über die ganze Erde. An jenem Tag wird der Herr sein ein Einziger, und sein Name; er wird umfassen die ganze Erde und die Wüste von Gavaá bis Rhemón im Süden von Jerusalem. Und es wird erhoben werden und bleibt an dem Orte vom Tore Beniamin bis zum Ort des ersten Tores, vom Tore Gomór bis zum Turm Anameíl, und vom Turme der Ecken bis zu den Kelterkufen des Königs. Und sie werden wohnen in ihr, und Fluch wird es keinen mehr geben, und es wird wohnen Jerusalem in Zuversicht. (Zach 14, 4; 8-11)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren des Triodions.
Aufgestiegen in die Himmel, / woher du auch herab-gestiegen / lass, Herr, uns nicht als Waisen zurück. / Es komme dein Geist / und bringe der Welt den Frieden. / Erzeige den Söhnen der Menschen / die Werke deiner Macht, // o Herr, du Menschenfreund.
Aufstiegest du, Christus, / zu deinem ursprungslosen Vater, / von dessen unumschreibbaren Schoße / du dich niemals hattest getrennt; / und keineswegs nahmen auf die Mächte / einen Zusatz zum Lobpreis des Dreimal-heilig, / sondern sie erkannten dich, o Herr, / auch nach deiner Fleischwerdung / als den Einziggezeugten des Vaters. // In der Fülle deiner Erbarmungen erbarme dich unser.
Deine Engel sprachen, o Herr, zu den Aposteln: / „Ihr Männer von Galiläa, / was steht ihr da und schauet zum Himmel; / dieser ist Christus Gott, / der da aufgenommen ward von uns zum Himmel, / er wird wiederkommen auf ebenjene Weise; / wie ihr ihn habt gehen sehen zum Himmel; // huldiget ihm in Frömmigkeit und Gerechtigkeit.“
Ton 4.
Als du dich begeben auf den Ölberg, / um zu erfüllen den Willen des Vaters, / da gerieten außer sich, Christus, die Engel des Himmels / und es erschraken die Bewohner der Unterwelt. / Es standen dabei die Jünger / zitternd vor Freude, / da du mit ihnen sprachest. / Wie ein Thron stand gegenüber eine Wolke bereit. / Der Himmel aber sprengte auf die Tore / und erschien in Schönheit. / Und die Erde tat auf ihre Grüfte, / dass man den Abstieg des Adam erkenne / und seinen Wiederaufstieg. / Und so erhoben sich die Füße wie von Händen. / Der Mund aber sprach mit lauter Stimme den Segen, / dass es zu hören war. / Die Wolke empfing dich und der Himmel nahm dich in sein Inneres auf. / Dies Werk hast du getan, o Herr, / groß und gegen alle Erwartungen // zum Heile unserer Seelen.
Die Natur des Adam, die hinabgestiegen / in die unteren Teile der Erde, / erneuert hast du sie dir, o Gott, / und sie heute hinaufgeführt / über jede Macht und Gewalt, / denn da du sie liebtest / setztest du sie mit auf den Thron; / denn da du mit ihr gelitten / hast du sie dir geeint. / Und da du dich mit ihr eintest, / hast du mit ihr gelitten. / Da du, der Leidlose, gelitten, / hast du sie mitverherrlicht. / Die Körperlosen aber sprachen: / „Wer ist doch dieser herrliche Mann? / Doch nicht allein ein Mensch ist er, / vielmehr Gott und Mensch; / beides zeigt sich zugleich.“ / So umschwebten ausgesonderte Engel in kostbaren Gewändern / die Jünger und riefen: / „Ihr Männer von Galiläa, / der da von euch gegangen, / dieser Jesus, der Mensch ist und Gott, / wird als Gottmensch wiederkehren / als Richter der Lebenden und der Toten, / den Gläubigen aber wird er schenken // der Sünden Vergebung und das große Erbarmen.“
Als du aufgenommen wurdest, Christus Gott, in Herrlichkeit, / da nahmen vor den Augen der Jünger / die Wolken dich auf samt dem Fleische. / Aufgehoben wurden die himmlischen Tore. / Der Chor der Engel freute sich in Jubel. / Die oberen Mächte schrien und riefen: / „Erhebt eure Tore, ihr Fürsten, / und einziehen wird der König der Herrlichkeit.“ / Die Jünger aber gerieten in Bestürzung und sagten: / „Scheide nicht von uns, guter Hirte, / sondern sende uns deinen allheiligen Geist, // der da führt und stärkt unsere Seelen.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Triodions.
Da du als der Gute hattest erfüllt, o Herr, / das von Ewigkeiten und Geschlechtern her verborgene Mysterium, / kamest auf den Ölberg du mit deinen Jüngern. / Dabei war auch, die da hatte geboren / dich, den Schöpfer und Bildner von allem. / Denn sie, die am meisten von allen gelitten / bei deinem Leiden als Mutter, / sie sollte auch verkosten die überschäumende Freude / über die Herrlichkeit deines Fleisches. / An dieser Freude haben Anteil auch wir / durch deinen Aufstieg in die Himmel, Gebieter, / und preisen dein großes Erbarmen, // das uns ist geworden.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 2. Stichiren des Triodions.
Du wurdest geboren, / wie du selber es gewollt, / wardst offenbar, wie du selber es beschlossen, / littest im Fleische, unser Gott, / von den Toten erstandest du, / nachdem du den Tod zertreten. / Du fuhrest auf in Herrlichkeit, / der du erfüllest das All, / und den Göttlichen Geist entsandtest du uns, // auf dass deine Gottheit wir besingen und verherrlichen.
All ihr Völker, klatscht in die Hände, jauchzet Gott im Jubelklang.
Da du auffuhrest, Christus, vom Ölberg / und die Mächte dies sahen, / da riefen sie eine der anderen zu: / „Wer ist doch dieser?“ / Und sie sprechen zueinander: / „Dieser ist der Gewaltige und Machthaber, / dieser ist der Starke im Kriege, / dieser ist in Wahrheit der König der Herrlichkeit.“ / „Und weswegen sind rot seine Kleider?“ / „Aus Bosór kommt er, / dies meint: aus dem Fleische.“ / Doch als Gott nahm er Platz zu Rechten der Majestät / und sandte uns den Heiligen Geist, / damit er uns weise den Weg, // und unsere Seelen errette.
Auffuhr Gott im Jubelklang, der Herr beim Schalle der Posaune.
Auffuhrest du in Herrlichkeit / vom Ölberge, Christus Gott, / angesichts deiner Jünger, / setztest dich zur Rechten des Vaters, / der du das All mit deiner Gottheit erfüllest, / und sandtest ihnen den Heiligen Geist, / der da erleuchtet und bestärkt // und heiligt unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Triodions.
Auffuhr Gott im Jubelklang, / der Herr beim Schalle der Posaune, / um zu erhöhen / das gefallene Bild des Adam / und um zu entsenden / den Geist, den Parakleten, // um zu heiligen unsere Seelen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 4

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Es wird das dreizehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 91 bis 100, nach westlicher Nummerierung 92 bis 101. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Sedalen des Triodions.
Als die Engel über das Wunder der Auffahrt erstaunten und die Jünger ob der Auffahrt Schauer erschraken, da stiegst Du als Gott in Herrlichkeit auf, und die Tore, Erretter, erhoben sich Dir. Darob erstaunten die Mächte der Himmel und riefen: Ehre sei Deiner Herablassung, Retter. Ehre sei Deinem Reich. Ehre sei Deiner Auffahrt, einziger Menschenfreund.

Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als die Engel über das Wunder der Auffahrt erstaunten und die Jünger ob der Auffahrt Schauer erschraken, da stiegst Du als Gott in Herrlichkeit auf, und die Tore, Erretter, erhoben sich Dir. Darob erstaunten die Mächte der Himmel und riefen: Ehre sei Deiner Herablassung, Retter. Ehre sei Deinem Reich. Ehre sei Deiner Auffahrt, einziger Menschenfreund.
Es wird das vierzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 101 bis 104, nach westlicher Nummerierung 102 bis 105. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 3. Sedalen des Triodions.
Der urewige und anfanglose Gott, nachdem Er die Menschennatur, die er annahm, mystisch vergöttlicht, fuhr heute Er auf. Engel eilten herzu und taten kund den Aposteln, dass mit großer Herrlichkeit zum Himmel Er fuhr. Sie fielen vor Ihm nieder und sagten: Ehre sei Gott, der hinauffährt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der urewige und anfanglose Gott, nachdem Er die Menschennatur, die er annahm, mystisch vergöttlicht, fuhr heute Er auf. Engel eilten herzu und taten kund den Aposteln, dass mit großer Herrlichkeit zum Himmel Er fuhr. Sie fielen vor Ihm nieder und sagten: Ehre sei Gott, der hinauffährt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Triodions.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren Deinen, mit Deinem allreinen Leibe, // göttlichen Aufstieg in die Himmel.
     Ch: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren Deinen, mit Deinem allreinen Leibe, // göttlichen Aufstieg in die Himmel.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren Deinen, mit Deinem allreinen Leibe, // göttlichen Aufstieg in die Himmel.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Sedalen des Triodions.
Nachdem Du vom Himmel hernieder gestiegen zur Erde und Adams Natur, die drunten lag im Gewahrsam des Hades, als Gott mitauferweckt hattest, da hast bei Deiner Auffahrt, o Christus, Du sie emporgetragen zum Himmel und ließest mitthronen sie auf dem Thron Deines Vaters als Erbarmer und Menschenfreund.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Nachdem Du vom Himmel hernieder gestiegen zur Erde und Adams Natur, die drunten lag im Gewahrsam des Hades, als Gott mitauferweckt hattest, da hast bei Deiner Auffahrt, o Christus, Du sie emporgetragen zum Himmel und ließest mitthronen sie auf dem Thron Deines Vaters als Erbarmer und Menschenfreund.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 4.
Von meiner Jugend an bedrängen mich viele Leiden. So halte selbst mich fest und rette mich, mein Erretter.
Die ihr hasset Sion, möget zuschanden werden durch den Herrn. Denn wie Gras werdet ihr verdorrt sein durch das Feuer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Triodions, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Gott stieg auf unter Jubelruf, / der Herr beim Schall der Posaune.
     Ch: Gott stieg auf unter Jubelruf, / der Herr beim Schall der Posaune.

Vers: All ihr Nationen, klatscht in die Hände, jubelt Gott mit dem Ruf des Frohlockens.
     Ch: Gott stieg auf unter Jubelruf, / der Herr beim Schall der Posaune.

D: Gott stieg auf unter Jubelruf.
     Ch: Der Herr beim Schall der Posaune.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jener Zeit, als Jesus früh am ersten Wochentag auferstanden war, erschien er zuerst Maria Magdalene, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Jene ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, welche trauerten und weinten. Und als jene hörten, dass er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht. Danach aber machte er sich zweien von ihnen, die unterwegs waren, in anderer Gestalt offenbar, als sie aufs Land gingen. Und jene gingen hin und verkündeten es den übrigen; auch jenen glaubten sie es nicht. Später machte er sich den Elfen selbst offenbar, als sie zu Tische lagen, und er schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, dass sie denen, die ihn auferweckt geschaut, nicht geglaubt hatten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget der ganzen Schöpfung das Evangelium. Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig geblieben ist, wird verurteilt werden. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; sie werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen keineswegs schaden; auf Kranke werden sie die Hände auflegen, und es wird ihnen wohl gehen. Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber gingen aus und predigten überall, wobei der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauffolgenden Zeichen. Amen.
(Mk 16, 9-20)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse des Triodions.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 5. Stichire des Triodions.
Heute schauten im Himmel die himmlischen Mächte unsre Natur und staunten ob der neuartigen Auffahrt. Und sie waren im Ungewissen und sagten zueinander: Wer ist Dieser, der da erschienen? Und als ihren Herrn sie erblickten, befahlen sie, zu erheben die himmlischen Tore. Mit ihnen preisen auch wir Dich ohne Ende in Hymnen, Dich, der wiederkehren von dort wird im Fleisch als Richter des Alls und als allmächtiger Gott.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Gott, dem Erretter, der unbenetzten Fußes durch das Rote Meer lenkte sein Volk und im Meere den Pharao mit seinem ganzen Heere versenkte, Ihm allein lasset uns singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
All ihr Völker, lasset Christus, der auf der Cherubim Schultern mit Herrlichkeit auffuhr und uns setzte zur Rechten des Vaters, uns ein Siegeslied singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da Christus, den Mittler zwischen Gott und den Menschen, die Chöre der Engel im Fleisch in den Höhen erschauten, erschauerten sie und sangen einstimmig eine Hymne des Sieges.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gott, der auf dem Berge Sinai schauen sich ließ und dem Gott schauenden Moses gab ein Gesetz, Ihm, der vom Ölberg auffuhr im Fleisch, Ihm lasset alle uns singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Makellose Gebärerin Gottes, Gott, der aus dir im Fleische erschien und nicht den Schoß des Vaters verließ, flehe an ohne Ende, dass Er, die Er gebildet, errette aus aller Gefahr.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Irmos: Öffnen will ich meinen Mund, und er wird vom Geist erfüllt werden. Singen will ich der Königin - Mutter ein Lied. Und froh werde ich erscheinen beim Lobesgesang. Freudig werde ich Wunderdinge singen von ihr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Am dritten Tage erstandest Du, der Du nach Deiner Natur bist unsterblich, und bist den elfen und allen Jüngern erschienen und fuhrest, Christus, von einer Wolke getragen, zum Vater hinauf, Du Bildner des Alls.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ganz deutlich ruft David, der vom Geist Gottes erfüllte, im Psalm: Auffuhr zu den Himmeln der Herr unter Jubel und im Schall der Posaune und eilte zum Vater, dem Urquell des Lichtes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nachdem Du die Welt, Herr, die durch viele Sünden gealtert, durch Dein Leiden und Deine Erweckung erneut, fuhrst Du, von einer Wolke getragen, zum Himmel empor. Deiner Ehre sei Ehre.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Den Herren aller hast Du geboren, ganz untadlige Herrin, Ihn, der freiwillig Leid auf sich nahm und auffuhr zu Seinem Vater. Doch Ihn hatte nicht Er verlassen, wenn Er auch Fleisch nahm.
Katavasie: Er, dessen Zunge langsam nur entrang sich das Wort, hat, verhüllt vom Dunkel der Gottheit, mit beredten Worten verkündet die gottgeschriebene Satzung. Denn schüttelnd den Schlamm aus dem Antlitz des Geistes, schauet den Seienden Er, wird eingeweiht in die Lehre des Geistes und feiert Ihn in heiligem Lied.
Ode 3
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Durch die Macht Deines Kreuzes, o Christus, festige Du meinen Sinn, dass ich Deine rettende Auffahrt in Hymnen besinge und preise.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du stiegest, Christus, Spender des Lebens, zum Vater empor und erhöhtest, Menschenfreund, in Deinem unsagbaren Erbarmen unser Geschlecht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Heere der Engel schauten, Erretter, wie die sterbliche Natur mit Dir hinauffuhr, da erschauerten sie und sangen unaufhörlich Dir Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Es entsetzten sich die Chöre der Engel, o Christus, da sie schauten, wie Du mit dem Leibe hinauffuhrst, und Deiner heiligen Auffahrt sangen sie Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Menschen Natur, die dem Verderben verfallen, o Christus, Du hast sie wieder erweckt und durch Deine Auffahrt erhöhet und uns verherrlichet mit Dir.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Unaufhörlich flehe, o Reine, zu Dem, der aus deinem Schoße hervorging, dass vor allem Irrwahn des Teufels werden bewahrt wir, die dich als Gottesmutter in Hymnen besingen.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Irmos: Die dich, Gottesmutter, in Hymnen besingen, lebendiger, reichlich spendender Born, stärke die, welche einen geistlichen Reigen dir tanzen, und an deinem heiligen Feste schmücke sie mit der Herrlichkeit Kranz.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Erhebet die himmlischen Tore. Schau, Christus erschien, der König und Herr, in irdischem Leibe. So sagten zu den höheren Mächten die niederen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du suchtest, Christus, den Adam, den durch den Trug der Schlange verirrten. Bekleidet mit seiner Natur, fuhrst Du auf und setztest Dich als mit ihm Thronender zur Rechten des Vaters, und die Engel sangen Dir Hymnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Erde freut sich und tanzet im Chor. Auch frohlocket heute der Himmel ob der Auffahrt des Bildners der Schöpfung, der sichtbar durch seinen Willen das Getrennte verband.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Des Todes Vernichter hast du geboren, den einzigen, unsterblichen Gott, jungfräuliche Mutter, Allreine. Stets daher flehe zu Ihm, dass Er die Leidenschaften, die mich töten, ertöte und mich errette.
Katavasie: Es sprengte die Fesseln des Schoßes, der kinderlos war, den zügellosen Übermut jener, die reich war an Kindern, einst ein einziges Flehen der Seherin Anna, da sie mit zerknirschtem Geiste zum Herrn ging, zu der Erkenntnisse Gott.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Nachdem Du erhoben Dich hattest auf den Wolken des Himmels und Frieden hinterlassen den Erdenbewohnern, fuhrest Du empor und setztest Dich zur Rechten des Vaters, da mit Ihm und dem Geiste gleichen Wesens Du bist. Denn im Fleische erschienst Du und bliebest doch ohne Wandel. So erwartest Du das Ziel der Vollendung, da auf Erden erscheinen Du wirst, über alle Welt zu halten Gericht. Gerecht richtender Herr, schone unserer Seelen und der Fehler Vergebung schenke Deinen Knechten als erbarmender Gott.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Nachdem Du erhoben Dich hattest auf den Wolken des Himmels und Frieden hinterlassen den Erdenbewohnern, fuhrest Du empor und setztest Dich zur Rechten des Vaters, da mit Ihm und dem Geiste gleichen Wesens Du bist. Denn im Fleische erschienst Du und bliebest doch ohne Wandel. So erwartest Du das Ziel der Vollendung, da auf Erden erscheinen Du wirst, über alle Welt zu halten Gericht. Gerecht richtender Herr, schone unserer Seelen und der Fehler Vergebung schenke Deinen Knechten als erbarmender Gott.
Ode 4
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Kund ward mir, Herr, die Kunde von der Macht Deines Kreuzes, wie durch es das Paradies ward' geöffnet, und ich rief: Deiner Macht, Herr, sei Ehre.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du fuhrest in Herrlichkeit auf, König der Engel, uns den Tröster vom Vater zu senden. Daher rufen wir: Deiner Auffahrt, Christus, sei Ehre.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als der Erretter im Fleische zum Vater hinauf fuhr, da erschraken vor Ihm die Heere der Engel und riefen: Deiner Auffahrt, Christus, sei Ehre.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Mächte der Engel riefen es zu den höheren Mächten: Christus, unserem König, erhebet die Tore. Ihm singen Hymnen wir samt dem Vater und Geist.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die Jungfrau gebar, und der Mütter Geheimnis erkannte sie nicht. Und doch ist sie Mutter und blieb dennoch Jungfrau. Ihr singen Hymnen wir, ihr schreien wir: Gottesgebärerin, Freude sei dir.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Irmos: Der in Herrlichkeit sitzt auf dem Throne der Gottheit, ist auf leichter Wolke gekommen, Jesus, der Übergöttliche, mit reiner Hand, und hat errettet, die riefen: Preis, Christus, sei deiner Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Jesus, der Spender des Lebens, nimmt mit, die Er liebte, und geht mit ihnen hinauf auf den Ölberg. Und Er segnete sie. Und von einer Wolke getragen, eilte Er zum Schoße des Vaters, den keineswegs Er hatte verlassen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die ganze Welt, die sichtbare und unsichtbare, feiert in Frohlocken ein Fest. Und es tanzen Engel und Menschen und preisen unaufhörlich die Auffahrt Dessen, der aus Güte sich uns im Fleische verband.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Des Todes Macht hast Du vernichtet als unsterblicher Herr und die Unsterblichkeit, enschenfreund, allen geschenkt und vor den Augen Deiner heiligen Jünger, allgewaltiger Jesus, fuhrest Du in Herrlichkeit auf.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Selig ist, über allen Tadel Erhabene, dein Schoß. Denn Ihm, der überraschend den Schoß des Hades geleert, wardest du unerforschbar Raum zu bieten gewürdigt. Ihn flehe an, dass Er uns, die Hymnen dir singen, errette.
Katavasie: Herrscher der Herrscher, als Einer aus Einem gingst allein Du hervor, Wort, aus dem ungewordenen Vater und hast Deinen gleichmächtigen Geist, den unfehlbaren, den Aposteln gesandt als gnädiger Herr, die da sangen: Ehre sei, Herr, Deiner Macht.
Ode 5
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Am frühen Morgen rufen zu Dir wir, o Herr: Sei unser Retter. Denn Du bist unser Gott. Außer Dir keinen andern wir kennen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nachdem Du mit Freude erfüllet das All, eiltest, Erbarmer, heim Du im Fleisch zu den himmlischen Mächten.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Mächte der Engel bei Deiner Auffahrt Dich sahen, da schrieen sie: Unserem König erhebet die Tore.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Apostel den Retter bei Seiner Auffahrt erblickten, da schrieen sie unter Zittern: Dir, unserem König, sei Ehre.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als Jungfrau nach dem Gebären besingen, Gottesgebärerin, in Hymnen wir dich. Denn du hast Gott, das Wort, im Fleische geboren der Welt.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Irmos: Ob deiner heiligen Herrlichkeit erstaunte das All. Denn du hast, unversehrte Jungfrau, in deinem Schoße getragen ihn, der Gott über alles, und hast geboren den ewigen Sohn allen, die dich, des Heiles Begründerin, besingen in Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nachdem durch Deinen Tod du, o Herr, getötet den Tod, stiegst Du mit denen, die Du liebtest, zum heiligen Ölberg hinauf. Und von dorther fuhrest Du, Christus, von einer Wolke getragen, zu Deinem Vater empor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Überraschend ist Deine Geburt, überraschend Deine Erweckung, überraschend auch, Spender des Lebens, und schaurig Deine göttliche Auffahrt vom Berge. Vorbildend diese, stieg Elias im Viergespann auf und sang Dir, Menschenfreund, Hymnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Kundtaten den Aposteln, als sie es schauten, die Engel: Männer aus Galiläa, was staunet ihr ob der Auffahrt Christi, des Spenders des Lebens? Dieser wird wiederkehren zur Erde, über alle Welt zu halten Gericht als gerechtester Richter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Er, der nach dem Gebären unversehrt dich als Jungfrau bewahrte, Christus fährt, Gottesmutter, zum Vater empor, den Er nicht verlassen, auch wenn Er in unsagbarem Erbarmen vernunftbegabtes und belebtes Fleisch nahm aus dir.
Katavasie: Entsühnende Reinigung von den Vergehen empfanget, des Geistes Feuer sprühenden Tau, der Kirche lichtstrahlende Kinder. Denn herauskommt jetzt eine Satzung aus Sion: In Form von Feuerzungen die Gnade des Geistes.
Ode 6
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Ein Abgrund schloss rings mich ein. Zum Grabe ward mir das Meerestier. Doch zu Dir, dem Menschenfreunde, habe ich gerufen. Und es errettete mich, o Herr, Deine Rechte.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Apostel frohlockten, da heute den Schöpfer hoch in die Lüfte entschweben sie sahen. In der Hoffnung auf den Geist und in Furcht schrieen sie: Deiner Auffahrt sei Preis.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Es traten zu Deinen Jüngern, o Christus, die Engel und riefen: Wie ihr Christus auffahren sahet, so wird im Fleische Er kommen, über alle zu halten gerechtes Gericht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die himmlischen Mächte, unser Erretter, Dich im Körper zur Höhe auffahren sahen, da schrieen und riefen sie: Deine Menschenfreundlichkeit, Gebieter, ist groß.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als unverbrennbaren Dornbusch und als Berg und lebendige Leiter und als Himmelspforte preisen geziemend wir dich, Maria, Preiswerte, du der Rechtgläubigen Rühmen.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Irmos: Indem wir dieses heilige Volksfest der Gottesmutter begehen, Gottbegeisterte, kommt, lasst in die Hände uns klatschen, gläubig lasst uns ihn preisen, der aus ihr geboren wurde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wolken sollen vom Himmel hernieder uns träufeln ewige Freude. Denn Christus, wie von Cherubim, so von einer Wolke getragen, fährt heute zu Seinem Vater empor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In Fleischesgestalt bist Du erschienen und hast, was einst geschieden, geeint, Menschenfreund. Und vor den Augen der Jünger, Erbarmer, fuhrest Du auf ins himmlische Reich.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Was ist rot dessen Gewand, der Sich der Schwere des Fleisches verband? Heilige Engel riefen es aus, da Christus sie schauten, der da trug des kostbaren Leidens göttliche Zeichen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Deinem Empfangen, Braut, sagen wir Preis, besingen in Hymnen dein unsagbares Gebären, durch welches von Verderben und Bosheit, o Reine, wir wurden befreit, aus des Hades düsterem Kerker.
Katavasie: Als Sühnung, als Heil, Christus, o Herr, strahltest du aus der Jungfrau uns auf, um, wie den Propheten Jonas aus dem Schoße des Meerestieres, also ganz aus dem Verderben zu reißen den Adam, der da gefallen mit seinem ganzen Geschlecht.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 6. Kondak des Triodions.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.
Ikos.
Nachdem wir die irdischen Dinge zurückgelassen auf Erden, lasset uns die Dinge, die zu Schutt zerstieben, lassen dem Staub. Wohlan, lasset nüchtern uns werden und Augen und Gedanken zur Höhe uns heben. Lasset uns öffnen, ihr Sterblichen, die Blicke zugleich und die Sinne den himmlischen Pforten. Glauben lasset uns, auf dem Ölberg zu sein und den Erlöser zu schauen, wie Er auf einer Wolke dahinfährt. Denn von dort fuhr auf zu den Himmeln der Herr. Dort teilte der Freigebige Seinen Aposteln aus die Geschenke, liebend sie wie ein Vater und aufrichtend sie, den Weg ihnen weisend wie Söhnen und sprechend zu ihnen: Nicht scheide ich von euch. Ich bin mit euch, und niemand ist wider euch.
Ode 7
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Der Du im Feuerofen errettet die Hymnen singenden Jünglinge hast, gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In einer Lichtwolke fuhrest Du auf und hast errettet die Welt: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Auf Deine Schultern hast Du die Natur, o Christus, die sich verirrte, erhoben. Und auffahrend führtest Du Gott, dem Vater, sie vor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Im Fleische fuhrest zum körperlosen Vater Du auf: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Unsere Natur, die durch die Sünde getötet, hast Du erhöht und führtest Deinem Vater, Retter, sie vor.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Der Du aus einer Jungfrau geboren, die Du zur Gottesmutter gemacht, gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Irmos: Nicht haben die Gottbegeisterten der Schöpfung gedient wider den Schöpfer. Nein, mannhaft missachteten sie die Strafe des Feuers, froh riefen sie: Über alles in Hymnen Verherrlichter, Herr, Gott der Väter, gepriesen bist du.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Eine Lichtwolke, Herr, nahm Dich auf, der Du selbst das Licht bist, und so wardst Du wunderbar von der Erde erhoben. Und Preis sangen mit den Aposteln die himmlischen Scharen und sagten: Gepriesen bist Du, o Gott.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Lasset alle in die Hände uns klatschen, über Christi Auffahrt frohlockend, und jauchzen lasset uns: Auffuhr im Schall der Posaune der Herr und setzte als Mitthronender zur Rechten des Vaters sich nieder in die Äonen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der große Moses hat einst im Liede gesungen: Huldigen sollen Christus bei Seiner Auffahrt die himmlischen Engel als dem König des Alls. Ihm schreien wir: Herr, Gott der Väter, gepriesen bist Du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: O der überraschenden Wunder. Wie konntest du Raum bieten Gott, den kein Raum schließt, Gottbegnadete, ein, Ihm, der arm ward im Fleisch und mit reicher Herrlichkeit heute auffuhr zum Himmel und Menschen schenkte das Leben?
Katavasie: Der Instrumente harmonisches Lied ist erklungen, zum Preise zu laden des goldgefertigten, leblosen Bilds. Doch die Licht bringende Gnade des Trösters lässt uns rufen in Scheu: Einzige Dreiheit, gleichmächtige, anfanglose, gepriesen bist Du.
Ode 8
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Ihn, den Sohn und Gott, der aus dem Vater gezeugt ist vor den Äonen und in der Fülle der Zeiten aus der jungfräulichen Mutter im Fleische erschien, Priester, besingt Ihn in Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus, den Spender des Lebens, der in Seinen zwei Naturen mit Herrlichkeit in die Himmel entschwebte und auf gleichem Throne sitzet wie der Vater, Priester, besinget Ihn in Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Dir, der aus der Knechtschaft der Götzen erlöste die Schöpfung und als Freie sie Seinem Vater zuführte, Dir, Retter, singen wir Hymnen und erheben Dich über alles in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ihn, der durch Sein Niedersteigen den Widerpart hat vernichtet und durch Sein Aufsteigen den Menschen erhöhte, Priester, besinget Ihn in Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Erhabener als die Cherubim wardst du erwiesen, Gottesgebärerin, Reine, da den in deinem Schoß du getragen, Der auf ihnen einher fährt. Ihm sagen samt den Körperlosen wir Sterblichen Preis in alle Äonen.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Irmos: Die schuldlosen Jünglinge hat errettet im Feuer der Gottesmutter Gebären, damals freilich im Vorbild. Nun aber sich wirksam erweisend, hat alle Welt es erweckt, dass sie singt: Ihr Werke, besinget in Hymnen den Herrn und erhebet ihn in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Den Aposteln erschienen bei der Auffahrt die Geister und ließen ihre Stimme erschallen: Was stehet ihr da, staunend aufschauend? Dieser, Der zu den Himmeln auffährt, wird auch wieder kommen, zu richten die Menschen auf Erden, Er, der einzige Richter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gott lasset bringen uns Lobpreis, in einstimmigem Lobe lasset uns jauchzen und singen und tanzen und lasset in die Hände uns klatschen: Unser Gott fuhr von der Erde auf zu den Himmeln, während Engel und Erzengel Hymnen Ihm sangen als dem Herren und Bildner des Alls.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Erhoben über die Engel ward unsere Natur, die einst ward verbannt, und über alle Einsicht ist sie gesetzt auf göttlichen Thron. Wohlan denn, lasset uns feiern ein Volksfest, aufschreien lasset uns: Ihr Werke, besinget in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn über alles in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Siehe, dein Sohn, Gebärerin Gottes, hat durch Sein Kreuz die Beute entrissen dem Tod und ist am dritten Tage erstanden. Und nachdem er Seinen Jüngern erschienen, ist er aufgefahren zum Himmel. Wie Ihm, so huldigen dir wir und singen dir Hymnen und preisen dich in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Es löset die Fesseln, in Tau verwandelt die Glut das dreifach strahlende Urbild der erhabensten Gottheit. Es singen die Jünglinge Hymnen. Es preiset den einzigen, allmächtigen Heiland als gnädigen Herren alle geschaffene Welt.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Hochpreise, meine Seele, den von der Erde in den Himmel aufgefahrenen Lebensspender Christus.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Kanon des Johannes Monachos zur Himmelfahrt, Ton 5.
Irmos: Dich, Gottesmutter, die erhaben über Gedanke und Wort in der Zeit den Zeitlosen unsagbar geboren, einträchtig preisen wir Gläubigen dich.
Hochpreise, meine Seele, den von der Erde in den Himmel aufgefahrenen Lebensspender Christus.
Dich, Christus, Gott, den Erlöser der Welt, haben bei Deiner Auffahrt die Apostel gottbegeistert geschaut. In Scheu frohlockten sie und sangen Dir Preis.
Hochpreise, meine Seele, den von der Erde in den Himmel aufgefahrenen Lebensspender Christus.
Als in den Höhen schauten die Engel, o Christus, Dein vergöttlichtes Fleisch, winkten einander sie zu: Dieser ist fürwahr unser Gott.
Hochpreise, meine Seele, den von der Erde in den Himmel aufgefahrenen Lebensspender Christus.
Als die Heere der Körperlosen, Christus, o Gott, Dich in den Wolken auffahren sahen, da schrieen sie: Dem König der Herrlichkeit erhebet die Tore.
Hochpreise, meine Seele, den von der Erde in den Himmel aufgefahrenen Lebensspender Christus.
Dir, der hinabstieg bis zur äußersten Armut der Erde und Rettung brachte dem Menschen und ihn durch seine Auffahrt erhöhte, Dir sagen wir Preis.
Hochpreise, meine Seele, den von der Erde in den Himmel aufgefahrenen Lebensspender Christus.
Theotokion: Freude dir, Gottesgebärerin, Christi, Gottes, Mutter. Den du empfangen, Dem, da von der Erde mit den Engeln heute du Ihn auffliegen sahest, sagtest du Preis.
Kanon des Joseph von Thessaloniki zur Himmelfahrt, Ton 4.
Engel, die schauten die Auffahrt des Herrn, erschraken: Wie ward Er mit Herrlichkeit von der Erde zur Höhe getragen?
Irmos: Jeder Erdgeborene tanze, erleuchtet vom Geist. Es feiere ein Fest der körperlosen Geister Natur, der Gottesmutter heiligen Heimgang besingend im Liede, und rufe: Gegrüßt, Gottesmutter, Allseligste, stets Jungfräuliche, Reine.
Engel, die schauten die Auffahrt des Herrn, erschraken: Wie ward Er mit Herrlichkeit von der Erde zur Höhe getragen?
O der Geschenke, die über die Fassungskraft gehen. O des schaurigen Mysteriums. Denn der über alle gebietet, stieg auf von der Erde zum Himmel und sandte den Jüngern den Heiligen Geist, der ihren Sinn erleuchtete und den von Feuer Entflammten Vollendung gegeben in Gnade.
Engel, die schauten die Auffahrt des Herrn, erschraken: Wie ward Er mit Herrlichkeit von der Erde zur Höhe getragen?
Zur Schar der Jünger sagte der Herr: Lasset euch in Jerusalem nieder, und ich werde euch senden einen anderen Tröster, auf gleichem Thron wie der Vater und gleicher Ehre wie ich, den ihr auffahren und dahinfahren sehet auf einer Wolke von Licht.
Engel, die schauten die Auffahrt des Herrn, erschraken: Wie ward Er mit Herrlichkeit von der Erde zur Höhe getragen?
Deutlich ward über die Himmel erhoben die Majestät des arm im Fleische Erschienenen. Und mit dem Vater ist unsere gefallene Natur auf gleichem Throne geehrt. Lasset uns feiern ein Volksfest und einstimmig lasset alle uns jauchzen und froh lasset in die Hände uns klatschen.
Engel, die schauten die Auffahrt des Herrn, erschraken: Wie ward Er mit Herrlichkeit von der Erde zur Höhe getragen?
Theotokion: Das Licht, das dem Lichte entstrahlte, über allen Tadel Erhabene, ging auf aus dir und hat verscheucht alle Blindheit der Gottlosigkeit. Und die, welche schliefen in Nacht, hat es erleuchtet. Daher sagen geziemend stets in die Äonen wir alle dir Preis.
Engel, die schauten die Auffahrt des Herrn, erschraken: Wie ward Er mit Herrlichkeit von der Erde zur Höhe getragen?
Katavasie: Freude dir, Herrin, die du den Ruhm von Mutter und Jungfrau vereinst. Denn kein Mund, sei er beweglich auch, gewandt und beredt, ist imstande, dir zu singen geziemend. Und Schwindel erfasset jeden Verstand, der es versucht, deine Mutterschaft zu verstehen. Darum im Einklang preisen wir dich.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Vor den Augen der Jünger fuhrest, Christus, zum Vater Du auf und thronest mit Ihm. Engel eilten herzu und sie schrien: Erhebet, erhebet die Tore. Denn zur lichtquellenden Herrlichkeit ist aufgefahren der König.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Vor den Augen der Jünger fuhrest, Christus, zum Vater Du auf und thronest mit Ihm. Engel eilten herzu und sie schrien: Erhebet, erhebet die Tore. Denn zur lichtquellenden Herrlichkeit ist aufgefahren der König.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vor den Augen der Jünger fuhrest, Christus, zum Vater Du auf und thronest mit Ihm. Engel eilten herzu und sie schrien: Erhebet, erhebet die Tore. Denn zur lichtquellenden Herrlichkeit ist aufgefahren der König.

Lobpsalmen im 1. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Ton 1. Stichiren des Triodions.
Wie Engel wollen wir Bewohner der Welt Gott zu Ehren feiern ein Volksfest, der auf der Herrlichkeit Throne dahinfährt. Lasset uns schreien die Hymne: Heilig bist Du, himmlischer Vater. Gleichewiges Wort, heilig bist Du, und Du, allheiliger Geist.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Wie Engel wollen wir Bewohner der Welt Gott zu Ehren feiern ein Volksfest, der auf der Herrlichkeit Throne dahinfährt. Lasset uns schreien die Hymne: Heilig bist Du, himmlischer Vater. Gleichewiges Wort, heilig bist Du, und Du, allheiliger Geist.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Da die Fürsten der Engel, Erretter, das überraschende Wunder der Auffahrt betrachteten, waren sie untereinander im Zweifel: Was ist das für ein Schauspiel? Der, den man sieht, ist ein Mensch nach Seiner Gestalt. Doch als Gott steigt im Körper Er hoch über die Himmel empor.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Als die Galiläer sahen, wie Du vom Ölberge aus mit dem Körper auffuhrest, Wort, da hörten Engel sie, die zuriefen ihnen: Was stehet ihr da und schauet? Dieser wird wieder einst kommen im Fleische, wie ihr Ihn geschaut.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Triodions.
Du wardst geboren, wie Du selbst gewollt. Du bist erschienen, wie du selbst beschlossen. Du littest im Fleisch, unser Gott. Du erstandest von den Toten, nachdem Du zertreten den Tod. Du fuhrest in Herrlichkeit auf, der Du erfüllest das All. Und Du sandtest uns den göttlichen Geist, dass Deine Gottheit wir in Hymnen besingen und preisen.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Kondak

Ton 6. Kondak des Triodions.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Kondak

Ton 6. Kondak des Triodions.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Kondak

Ton 6. Kondak des Triodions.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Vers 1: All ihr Völker, klatscht in die Hände, jauchzet Gott im Jubelklang.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 2: Denn fruchtbar ist der Herr, der Höchste, der große König über die ganze Erde.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 3: Die Völker macht Er sich untertan, legt uns die Heiden unter die Füße.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 4: Auffuhr Gott im Jubelklang, der Herr beim Schall der Posaune.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Vers 1: Groß ist der Herr und hoch zu loben in der Stadt unseres Gottes, auf Seinem heiligen Berg.
Errette uns, Sohn Gottes, aufgenommen in Herrlichkeit, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 2: Die Berge Sions, an der Seite des Nordens, die Stadt des großen Königs.
Errette uns, Sohn Gottes, aufgenommen in Herrlichkeit, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 3: Gott wird erkannt in ihren Palästen, wenn ihrer Er sich annimmt.
Errette uns, Sohn Gottes, aufgenommen in Herrlichkeit, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 4: Denn siehe, die Könige der Erde sind versammelt, zusammen sind sie gekommen.
Errette uns, Sohn Gottes, aufgenommen in Herrlichkeit, die wir Dir singen: Alleluia.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
Vers 1: Hört es, all ihr Völker. Vernehmt es alle, die ihr bewohnt den Erdkreis.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Vers 2: Ihr Erdgeborenen und ihr Menschenkinder, der Reiche und der Arme zugleich.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Vers 3: Mein Mund kündet Weisheit, der Eifer meines Herzens Einsicht.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Vers 4: Ich will neigen mein Ohr der Gleichnisrede, will eröffnen mein Rätsel beim Harfenspiel.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
D: Auffuhr Gott im Jubelklang, der Herr beim Schall der Posaune.
„Kommt, lasst uns anbeten“ wird an diesem Tag nur bei einer Bischofsliturgie gesungen.

Tropare und Kondake

Sofort nach dem Einzug folgen die Tropare und Kondake des Fests. Das Tropar und das Kondak der Kirche werden an Hochfesten ausgelassen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Kondak des Triodions.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Triodions, Ton 7:
L: Prokimenon im siebten Ton. Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, / und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, / und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.

Vers: Bereit ist mein Herz, o Gott, bereit ist mein Herz: ich will Lieder und Psalmen singen in meiner Herrlichkeit.
     Ch: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, / und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.

L: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott.
     Ch: Und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Apostelgeschichte.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Tages:
     Apg 1, 1-12
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Triodions, Ton 2:
L: Alleluïa im zweiten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Gott stieg auf unter Jubelruf, der Herr beim Schall der Posaune.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: All ihr Nationen, klatscht in die Hände, jubelt Gott mit dem Ruf des Frohlockens.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Lukas mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Tages:
In jener Zeit, als Jesus von den Toten auferstanden war, stellte er sich in die Mitte seiner Jünger und spricht zu ihnen: Friede euch. Sie aber – erschrocken und von Furcht erfüllt – meinten, einen Geist zu sehen. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr aufgewühlt, und warum steigen Überlegungen auf in euren Herzen? Sehet meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, gleichwie ihr mich haben schaut. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Weil sie aber vor Freude noch ungläubig waren und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas Essbares hier? Sie aber gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch und von einer Honigwabe; und er nahm es und aß vor ihren Augen. Er sprach aber zu ihnen: Dies sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz des Moses und den Propheten und Psalmen. Dann öffnete er ihre Geistkraft, um die Schriften zu verstehen; und er sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen von den Toten und in seinem Namen Umgeisten und Vergebung der Sünden gepredigt werden zu allen Nationen, anfangend von Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen dieser Dinge; und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber, bleibet in der Stadt Jerusalem, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe. Er führte sie aber hinaus bis nach Bethania, und er erhob seine Hände und segnete sie. Und es geschah: Während er sie segnete, schied er von ihnen und ward hinaufgetragen in den Himmel. Und sie huldigten ihm und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude. Und sie waren allezeit im Heiligtum und lobten und segneten Gott. Amen.
(Lk 24, 36-53)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 5. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Triodions.
Hochpreise, meine Seele, Ihn, der aufgefahren ist von der Erde zum Himmel, Christus, den Lebenspender.
Dich, die Mutter über Verstand und Gedanken, die du unsagbar hast geboren in der Zeit den Zeitlosen, wir erheben dich hoch eines Sinnes im Glauben.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Triodions.
Gott stieg auf unter Jubelruf, der Herr beim Schall der Posaune.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Gemäß der Tradition gehen alles Geistlichen nach der Entlassung der Liturgie in die Mitte der Kirche, stellen sich vor der Festtagsikone auf und singen: Tropar des Fest, Ehre, Jetzt, Kondak des Fest, Hochpreisung des Fests.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Triodions.
Aufgenommen wardst du in Herrlichkeit, / Christus, unser Gott, / nachdem du froh gemacht die Jünger / durch die Verheißung des Heiligen Geistes, / und sie waren gefestigt durch den Segen; / denn du bist der Sohn Gottes, // der Erlöser der Welt.

Kondak

Ton 6. Kondak des Triodions.
Nachdem Du das Heilswerk für uns vollbracht und das Irdische vereint mit dem Himmlischen, fuhrst, Christus, unser Gott, Du auf in Herrlichkeit. Doch bist Du von nirgendwo fern, sondern bleibst ungetrennt und rufst denen zu, die Dich lieben: Ich bin mit euch, und niemand kann gegen euch sein.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
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Programmierung: Priester Alexej Veselov.