Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 29. Mai 2022
(16. Mai 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

6. Sonntag nach Ostern, des Blinden. Ton 5.
Frommer Vater Theodor der Geheiligte. ohne
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
     Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 5

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
Durch dein kostbares Kreuz, o Christus, / hast du den Teufel zuschanden gemacht / und durch deine Auferstehung / hast du stumpf gemacht den Stachel der Sünde / und hast uns errettet / von den Pforten des Todes. // Wir preisen dich, du Einziggezeugter.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Der die Auferstehung hat gegeben dem Geschlechte der Menschen, / wie ein Schaf ward er zur Schlachtung geführt. / Es erschraken vor ihm die Fürsten des Hades, / und erhoben wurden die Tore der Schmerzen. / Denn es hielt seinen Einzug / Christus, der König der Herrlichkeit. / „Kommet heraus!“ So rief er denen zu in Fesseln / und denen in der Finsternis: // „Tretet hervor aus der Verborgenheit.“
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Welch großes Wunder! Der Schöpfer der unsichtbaren Dinge / hat aus Menschenliebe im Fleische gelitten / und ist erstanden als der Unsterbliche. / Kommet, ihr Stämme der Völker, / wir wollen uns vor ihm niederwerfen, / denn durch seine Barmherzigkeit vom Irrtum befreit / haben wir gelernt, ihn zu besingen // als den einen Gott in drei Personen.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Wir bringen dar die Anbetung am Abend / dir, dem abendlosen Lichte, / das durch das Fleisch am Ende der Zeiten / der Welt erstrahlte wie in einem Spiegel / und hinabstieg bis zum Hades, / dort auflöste das Dunkel / und das Licht der Auferstehung / den Völkern erzeigte. // Spender des Lichtes, Herr, Ehre sei dir.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Christus, den Urheber unseres Heiles, / wir wollen ihn rühmen! / Denn da er auferstand von den Toten, / wurde die Welt vom Truge errettet. / Es freut sich der Chor der Engel. / Es vergeht der Trug der Dämonen. / Es steht wieder auf der gefallene Adam. // Es ward vernichtet der Teufel.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Die Wächter wurden angewiesen / von den Verächtern des Gesetzes: / „Verheimlichet die Auferweckung Christi! / Nehmet Geld und saget: Als wir schliefen, / wurde der Tote aus dem Grabe geraubt.“ / Wer hat je etwas gesehen, wer hat je etwas gehört / von einem geraubten Toten, / gar noch von einem einbalsamierten und nackten, / der zurückließ seine Leichentücher im Grabe? / Täuschet euch nicht, ihr Juden! / Lernet die Aussprüche der Propheten / und erkennet, dass dieser ist in Wahrheit der Erlöser der Welt // und der Allgewaltige.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Der du den Hades hast ausgeraubt, / den Tod, o Herr, zertreten / und die Welt durch dein kostbares Kreuz erleuchtet, // unser Erretter, erbarme dich unser.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Ton 2. Stichiren des Triodions.
Der Blindgeborene sprach in seinen Gedanken: / Ob ich wohl ohne Augenlicht bin geboren / wegen der Sünden der Eltern? / Ob ich wohl zur Anklage bin geboren / wegen des Unglaubens der Heiden? / Ich bin nicht imstande, zu erkunden,/ wann es Nacht ist, wann Tag. / Meine Füße halten nicht aus / die Stöße an die Steine. / Denn ich sehe nicht die strahlende Sonne / und nicht den, der mich geformt hat, im Bilde. / So richte ich, Christus Gott, meine Bitte an dich: // Schau auf mich und erbarme dich meiner!
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Der Blindgeborene sprach in seinen Gedanken: / Ob ich wohl ohne Augenlicht bin geboren / wegen der Sünden der Eltern? / Ob ich wohl zur Anklage bin geboren / wegen des Unglaubens der Heiden? / Ich bin nicht imstande, zu erkunden,/ wann es Nacht ist, wann Tag. / Meine Füße halten nicht aus / die Stöße an die Steine. / Denn ich sehe nicht die strahlende Sonne / und nicht den, der mich geformt hat, im Bilde. / So richte ich, Christus Gott, meine Bitte an dich: // Schau auf mich und erbarme dich meiner!
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Als Jesus vorüberkam vom Tempel her, / fand er einen Menschen, / der blind war von Geburt an. / Da hatte er Mitleid mit ihm, / legte ihm feuchte Erde auf seine Augen / und sprach zu ihm: „Geh und wasche dich im Siloach.“ / Und als er sich gewaschen hatte, wurde er sehend / und sandte Gott den Lobpreis empor. / Seine Nachbarn aber sagten zu ihm: / „Wer hat dịr die Augen geöffnet, / die keiner von den Sehenden / war imstande zu heilen?“ / Er aber sagte und rief: / „Ein Mensch namens Jesus, / er war es, der zu mir hat gesprochen: / 'Wasche dich im Siloach / und du wirst sehend werden'. / Er ist es wahrhaftig, von dem Moses hat gesprochen / im Gesetze als dem Christus, dem Messias. // Er ist der Retter unserer Seelen.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 5.
Als du, o Herr, vorüberkamest auf dem Wege, / da fandest du einen von Geburt an blinden Menschen. / Die Jünger aber gerieten in Entsetzen / und fragten dich mit den Worten: / „Meister, wer hat gesündigt, / dieser oder seine Eltern, / dass er blind wurde geboren?“ / Du aber riefest ihnen zu, mein Erretter: / „Weder er hat gesündigt noch seine Eltern. / Vielmehr sollen offenbar werden die Werke Gottes an ihm. / Ich aber muss wirken / die Werke dessen, der mich sandte, / die niemand imstande ist zu wirken.“ / Und als du dies hattest gesprochen, / da spucktest du zu Boden, / bereitetest einen Teig, bestrichest damit seine Augen / und dann sprachst du zu ihm: / „Geh und wasche dich im Teiche Siloach.“ / Er aber wusch sich und erlangte die Gesundheit / und er rief zu dir: „Ich glaube, o Herr!“ / Und er warf sich vor dir nieder. / Und auch wir wollen deshalb rufen: // „Erbarme dich unser!“
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Im Roten Meere ward einst dargestellt / ein Bild der unvermählten Braut. / Dort Moses, der Spalter des Wassers, / hier Gabriel, der Diener des Wunders. / Einst hat Israel unbenetzt durchschritten / trockenen Fußes die Tiefe. / Nun hat samenlos die Jungfrau Christus geboren. / Das Meer ist ungangbar geblieben / nach dem Durchzuge Israels. / Und unversehrt ist geblieben die Makellose / nach des Emmanuel Geburt. / Der da ist und war, du bist als Mensch erschienen; // Gott, erbarme dich unser.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Sonntagsprokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

D: Der Herr ist König.
     Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Stichire des Triodions.
Der Blinde, der für Nacht hielt / das ganze Leben, / er rief zu dir, dem Herren: / „Öffne meine Augen, / Sohn Davids, unser Erretter, / auf dass besinge auch ich // mit allen deine Macht.“
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Triodions.
Neige dich zu den Bitten / deiner Diener, du ganz ohne Tadel, / setz ein Ende den Erhebungen unserer Nöte / und befreie uns aus aller Bedrängnis. / Denn dich allein besitzen wir / als sicheren und zuverlässigen Anker, / und wir haben deinen Beistand. / Mögen wir nicht zuschanden werden, Gebieterin, / wenn wir uns an dich wenden: / Eile, für jene zu flehen, / die voll Vertrauen zu dir rufen: / „Sei gegrüßt, Gebieterin, / du aller Hilfe, Freude und Schutz // und du Rettung unserer Seelen.“

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
Dich, den fleischgewordenen Erretter, / Christus, der nicht von den Himmeln geschieden, / preisen wir hoch im Schalle der Lieder. / Denn Kreuz und Tod hast du auf dich genommen / um unseres Geschlechtes willen / als der Herr, der da liebt die Menschen. / Du hast geplündert die Tore des Hades / und bist erstanden am dritten Tage, // um unsere Seelen zu retten.
Gott stehe auf, und zerstreut werden sollen Seine Feinde.
Stichiren des Triodions. (der Auferstehung)
Das heilige Pascha ist uns heute gezeigt. Das neue, heilige Pascha. Das mystische Pascha. Das ganz ehrwürdige Pascha. Das Pascha, Christus, der Heiland. Das untadelige Pascha. Das große Pascha, der Gläubigen Pascha. Das Pascha, das uns eröffnet des Paradieses Pforte. Das Pascha, das alle Gläubigen heiligt.
Wie Rauch verweht, so sollen sie verwehen.
Lasset das Schauen, ihr Frauen, Heilsbotinnen, gebt Sion die Kunde: Nimm entgegen von uns die Freudenbotschaft von Christi Erweckung. Freue dich, tanze im Reigen und jauchze, Jerusalem, Christus schauend, den König: Wie ein Bräutigam tritt er hervor aus dem Grabe.
So werden die Sünder zugrunde gehen vor Gottes Angesicht. Doch die Gerechten seien frohgemut.
Die myrrhentragenden Frauen standen im tiefen Morgengrauen am Grabe des Lebenspenders und fanden den Engel auf dem Steine sitzend. Und er redete sie an und sprach so zu ihnen: was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Was beweint ihr den Unverweslichen als Verweslichen? Geht, seinen Jüngern gebt Kunde.
Dies ist der Tag, den der Herr gemacht; lasst uns frohlocken und seiner uns freuen.
Das Freudenpascha. Das Pascha des Herrn, das Pascha. Das ganz ehrwürdige Pascha ging uns auf. Pascha, in Freude lasst uns einander umarmen. O Pascha, erlösend von Trauer. Denn aus dem Grabe erstrahlte heute Christus wie aus einem Gemache. Die Frauen erfüllte er mit Freude, da er sagte: Tragt zu den Aposteln die Kunde.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8.
Du geistige Sonne der Gerechtigkeit, / o Christus Gott, / du hast dem vom Mutterleibe an / des Lichtes Beraubten / durch deine unbefleckte Berührung / das Licht geschenkt auf beiderlei Weise. / Auch die Augen unsrer Seelen / hast du hell gemacht / und uns erzeigt als Kinder des Tages, / auf dass wir im Glauben zu dir rufen: / „Vielfältig und unsagbar / ist gegen uns deine Barmherzigkeit. // Menschenliebender, Ehre sei dir!“
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 5. Theotokion des Triodions.
Der Auferstehung Tag. Licht lasset uns werden am Volksfest. Und lasst uns umarmen uns. Lasset zu denen, die uns hassen, sprechen uns, Brüder: Ob der Auferstehung wollen wir alles verzeihen uns und so lasset uns rufen: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 5

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt, des Herren undurchschreitbare Pforte. / Sei gegrüßt, Mauer und Schutz derer, die eilen zu dir. / Sei gegrüßt, vom Sturm nicht heimgesuchter Hafen, / du vom Manne Unberührte. / Die du geboren deinen Schöpfer und Gott, / lass nicht ab, zu bitten für jene, // die dein Gebären besingen und ehren.
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Sedalen des Triodions.
Das Kreuz des Herrn lasset uns preisen, das heilige Grab ehren mit Hymnen und Seine Auferstehung lasset über alles verherrlichen uns. Denn als Gott hat miterweckt aus den Grüften Er Tote, nachdem Er die Herrschaft des Todes und die Macht Satans vernichtet, und aufstrahlen ließ Er den Hadesbewohnern ein Licht.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Herr, Du ließest unter die Toten Dich zählen, Du, der getötet den Tod. Beigesetzt wardst Du in einem Grab, Du, der leerte die Gräber. Droben bewachten Krieger das Grab. Drunten hast Du die seit alters Toten erweckt. Allgewaltiger und unbegreiflicher Herr, Ehre sei Dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Freude Dir, heiliger, von Gott beschrittener Berg. Freude Dir, lebendiger, unverbrennbarer Dornbusch. Freude Dir, der Welt einzige Brücke zu Gott, die Sterbliche hinüber führet zum ewigen Leben. Freude Dir, lautere Braut, die, des Mannes nicht kundig, das Heil unsrer Seelen geboren.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Sedalen des Triodions.
Herr, in der Verbrecher Mitte haben mit Nägeln ans Kreuz Dich geschlagen die Gesetzesverächter und mit einer Lanze, Erbarmer, Deine Seite durchbohrt. Du nahmst auf Dich das Grab, Du, der die Tore des Hades zerschlug, und am dritten Tage standest Du auf. Frauen eilten, zu schauen Dich, und taten den Aposteln kund die Erweckung. Heiland, über alles Erhöhter, den Engel in Hymnen besingen, gepriesener Herr, Ehre sei Dir.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Dein überraschendes Mysterium, mein Erretter, ist zur Rettung geworden der Welt. Denn nachdem Du aus dem Grabe göttlich erstanden, hast Du die Verwesten als Gott miterweckt. Du aller Leben, Herr, Ehre sei Dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Jungfräuliche Braut, Gottesmutter, die Du Evas Trauer gewandelt in Freude, Dich besingen in Hymnen wir Gläubigen und fallen nieder vor Dir. Denn Du hast uns dem alten Fluche enthoben. Und jetzt flehe ohne Ende, Allheilige, in Hymnen Allgefeierte, um unsere Rettung.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )
In der Gemeindepraxis wird das 17. Kathisma Sonntags meist durch den Polyleos ersetzt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Ipakoi des Sonntags.
Durch den Anblick des Engels im Geiste in Erstaunen versetzt / und durch die göttliche Erweckung in der Seele erleuchtet / brachten die Myrrhenträgerinnen den Aposteln die frohe Botschaft: / Verkündet den Völkern die Auferstehung des Herren, // der beisteht durch Wunder und uns gewährt das große Erbarmen.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 5.
In meiner Drangsal sing ich dir mit den Worten Davids, mein Heiland: Rette meine Seele vor einer Zunge voll Arglist.
Die Zurückgezogenen führen ein seliges Leben, die beflügelt sind von göttlicher Liebe.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Vom Heiligen Geiste wird alles Sichtbare samt dem Unsichtbaren durchdrungen; denn unumschränkt herrscht er untrüglich als der Dreifaltigkeit Einer.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vom Heiligen Geiste wird alles Sichtbare samt dem Unsichtbaren durchdrungen; denn unumschränkt herrscht er untrüglich als der Dreifaltigkeit Einer.
Zweite Antiphon.
Zu den Bergen wollen wir uns, o Seele, erheben, wohlan dorthin, woher Hilfe wird kommen.
Deine rechte Hand, auch mich möge sie eilends, o Christus, vor jeglichem Anschlag beschützen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Den Heiligen Geist laßt als Gott uns bekennen und sagen: Du bist Gott, Leben, Licht, Geist und Güte, du bist König in Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den Heiligen Geist laßt als Gott uns bekennen und sagen: Du bist Gott, Leben, Licht, Geist und Güte, du bist König in Ewigkeit.
Dritte Antiphon.
Über jene von großer Freude erfüllt, die mir sagten: Zu den Höfen des Herrn laßt uns ziehn!, send ich Gebete empor.
Schreckliches sich am Hause Davids vollzieht; denn Feuer verbrennt jeden schändlichen Sinn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Dem Heiligen Geist ist es eigen, Leben zu spenden; denn von ihm wird jedes Lebewesen beseelt wie im Vater und im Logos zugleich.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dem Heiligen Geist ist es eigen, Leben zu spenden; denn von ihm wird jedes Lebewesen beseelt wie im Vater und im Logos zugleich.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Sonntags, Ton 5:
D: Prokimenon im fünften Ton. Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, / denn Du wirst herrschen in alle Ewigkeit.
     Ch: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, / denn Du wirst herrschen in alle Ewigkeit.

Vers: Ich will Dich bekennen, o Herr, mit meinem ganzen Herzen, will Deine Wunder besingen.
     Ch: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, / denn Du wirst herrschen in alle Ewigkeit.

D: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand.
     Ch: Denn Du wirst herrschen in alle Ewigkeit.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Achtes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit stand Maria weinend draußen bei der Grabstatt. Wie sie nun weinte, beugte sie sich vornüber in die Grabstatt und schaut zwei Engel in Weiß dasitzen, einen bei dem Haupt und einen bei den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und jene sagen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Weil man meinen Herrn geholt hat und ich nicht weiß, wo man ihn hingelegt hat. Und als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich zurück und schaut Jesus dastehen; und sie wusste nicht, dass es Jesus ist. Jesus spricht zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Jene – in der Meinung, es sei der Gärtner – spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn holen. Jesus spricht zu ihr: Maria. Sich umwendend, spricht jene zu ihm: Rabbuni – was Lehrer heißt. Jesus spricht zu ihr: Berühre mich nicht, denn ich bin noch nicht aufgestiegen zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich steige auf zu meinem Vater und eurem Vater, und zu meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalene kommt und verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen, und er dies zu ihr gesagt habe.
(Joh 20, 11-18)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.
In der Osterzeit wird der Auferstehungsgesang dreimal gesungen.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabe, / wie Er vorhergesagt, / hat Jesus uns gegeben das ewige Leben / und das große Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Auferstehungstag! Lasset uns Licht werden, ihr Völker! Das Pascha, des Herrn Pascha! Denn vom Tode zum Leben und von der Erde zum Himmel hat Christus, unser Gott, uns hindurchgeführt, uns, die wir das Siegeslied singen.
Christus ist erstanden von den Toten.
Lasset uns die Sinne reinigen, so werden wir Christus strahlen sehen im unnahbaren Lichte der Auferstehung und deutlich Ihn rufen hören: „Freuet euch!“, wir, die wir das Siegeslied singen.
Christus ist erstanden von den Toten.
Die Himmel mögen sich freuen, die Erde jubeln und feiern die ganze Welt, die sichtbare und die unsichtbare, denn Christus ist erwacht. Ewige Freude!
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das Gesetz des Todes hast du gesprengt, da du geboren Christus, das ewige Leben, ihn, der heute aus dem Grabe hervorstrahlt, Jungfrau, ganz ohne Tadel, und mit Licht erfüllte die Welt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Den Erstandenen hast du geschaut, Gott, deinen Sohn. So freue dich mit den Aposteln, Gottbegnadete, Reine. Und du hast zuerst das „Freude dir“ als Ursache der Freude aller empfangen, Gottesmutter, ganz ohne Tadel.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Freiwilligen Kreuzestod nahmest Du auf Dich im Fleisch und ließest also Segen und Leben quellen der Welt, Herr, einzig Allgesegneter und Bildner des Alls. So rühmen wir Dich, besingen in Hymnen wir Dich, sagen wir Preis Dir, singend, ein Siegeslied lassend erschallen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In tiefster Grube hat, als Du gestorben, o Christus, der edle Joseph beigesetzt Dich und einen Stein, Langmütiger, vor das Tor des Grabmals gewälzt. Doch in Herrlichkeit standest Du auf, hast miterwecket die Welt, die da sang und erschallen ein Siegeslied ließ.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was bereitet Myrrhen mit Tränen ihr? So sagte den ehrwürdigen Frauen der Engel, der ihnen erschien. Auferstanden ist Christus. Laufet und den gottschauenden Jüngern tuet es kund, da sie trauern und weinen, dass sie frohlocken und fröhlich tanzen im Reigen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Überraschende Wunder vollbringend, hat der Erlöser auch einen Blindgebornen geheilt, indem Er mit angefeuchtetem Staub ihn bestrich und ihm sagte: Auf, bade in Siloa dich, damit du als Gott mich erkennest, der da wandelt auf Erden und ein Fleischgewand trug aus erbarmender Güte.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Ein einziges, dreipersönliches Wesen verehrend, lasset uns, Gläubige, preisen den Vater und den Sohn und den guten Geist, den Bildner und Herrn, den Erlöser des Alls, einen einzigen ungeschaffenen Gott, indem mit den Körperlosen wir singen: Heilig, Heilig, Heilig, Herrscher, bist Du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Deinen jungfräulichen Schoß hat, Reine, aus erbarmender Güte bewohnet der Herr, da retten Er wollte den Menschen, der geschändet war durch die Listen des Feindes. So flehe denn zu Ihm, dass diese Stadt er errette vor aller Eroberung, vor allem Ansturm der Feinde.
Katavasie: Gott, dem Erretter, der unbenetzten Fußes durch das Rote Meer lenkte Sein Volk und im Meere den Pharao mit dessen ganzen Heere versenkte, ihm allein lasset uns singen. Denn herrlich tat Er sich kund.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Lasset uns trinken den neuen Trank, nicht aus unfruchtbarem Felsen durch Zeichen hervorgebracht, sondern aus der Unverweslichkeit Quelle, da aus dem Grabe uns Leben schenket Christus, in dem wir gegründet sind.
Christus ist erstanden von den Toten.
Nun ist alles mit Licht erfüllt, Himmel und Erde und Totenwelt, die ganze Schöpfung feiert Christi Erwachen, in dem sie gegründet ist.
Christus ist erstanden von den Toten.
Gestern ward ich begraben mit Dir, Christus; heute bin ich auferweckt mit Dir, dem Auferstandenen. Du selbst, Erlöser, verherrliche mich mit Dir in Deinem Reiche.
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Zum unverweslichen Leben kehre ich heute zurück durch die Güte dessen, der geboren wurde aus dir und allen Enden, o Reine, erstrahlen das Licht ließ.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gott, den du empfangen im Fleische, hast du nach seiner Verheißung als von den Toten Erweckten geschaut. Reine, o hüpfe. Als Gott, Fleckenlose, preise ihn laut.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Herzen der Schwankenden hast Du gefestigt, als die ganze Erde, Langmütiger, erbeben Du ließest bei Deiner heiligen Kreuzigung, die Du auf Dich nahmest im Fleisch.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In neuem Grabe setzte, Erbarmer, der edle Joseph Dich bei. Doch am dritten Tage bist Du von den Toten erstanden und schufest uns neu.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was suchet als Toten den Herrn ihr? Er ist erstanden, wie er gesagt hat. So tat kund den Frauen der Engel, als Er in heiliger Schönheit erstrahlte.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Einen Blindgebornen, der zu Dir kam, hast einst Du, Allerbarmer, geheilt, ihn, der Deine Heilsordnung pries und Deine bewunderungswürdigen Werke.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Vor Gott, dem voranfanglosen Vater, fallen wir nieder, vor dem Sohn und dem göttlichen Geist, dem dreimal ungeschaffenen, dem dreipersönlichen Wesen, dem einzigen Gotte des Alls.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Aus jungfräulichem Schoße hast Du Gott im Fleische geboren. Zu ihm, allheilige Gebieterin, flehe, dass er sich unser erbarme.
Katavasie: Durch die Macht Deines Kreuzes, o Christus, festige Du meinen Sinn, dass ich Deine rettende Auffahrt in Hymnen besinge und preise.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Kondak des Triodions.
Bist Du auch ins Grab hinabgestiegen, Unsterblicher, so hast Du doch zerstört des Hades Gewalt und bist auferstanden als Sieger, Christus Gott, riefst zu den Frauen, die trugen den Balsam: „Freut euch!“ Und den Aposteln schenktest Du Frieden, Der Du gewährst den Dahingesunkenen die Auferstehung.
Ikos.
Die Sonne, die einst im Grabe versank vor dem Sonnenuntergang, suchten in der Frühe die myrrhentragenden Frauen als den hellen Tag. Sie riefen einander zu: „Kommet, Freundinnen, lasset mit duftenden Würzen uns salben den lebenbringenden begrabenen Leib, das Fleisch, das auferweckt hat den gefallenen Adam, das da liegt im Grabe. Lasset uns eilen wie die Magier und anbeten und darbringen die Myrrhen zum Geschenke dem nicht in Windeln, sondern in Grablinnen Gewickelten!“ Lasset uns weinen und rufen: „Herr, wache auf! Du, der darbietest den Gefallenen die Auferstehung!“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Du, Herr und Bildner des Alls, fandest, als vorüber Du schrittest, einen am Wege sitzenden Blinden, der da weinte und sagte: Nicht sah ich im Leben die leuchtende Sonne und nicht den lichtstrahlenden Mond. Daher rufe zu Dir ich: Der Du aus einer Jungfrau geboren, zu erleuchten das All, erleuchte mich als Erbarmer, dass niederfallend ich schreie zu Dir: Herr, Christus, Gott, ob des Erbarmens Fülle schenke mir der Sünden Vergebung, einziger Menschenfreund.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Du, Herr und Bildner des Alls, fandest, als vorüber Du schrittest, einen am Wege sitzenden Blinden, der da weinte und sagte: Nicht sah ich im Leben die leuchtende Sonne und nicht den lichtstrahlenden Mond. Daher rufe zu Dir ich: Der Du aus einer Jungfrau geboren, zu erleuchten das All, erleuchte mich als Erbarmer, dass niederfallend ich schreie zu Dir: Herr, Christus, Gott, ob des Erbarmens Fülle schenke mir der Sünden Vergebung, einziger Menschenfreund.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Auf göttlicher Wacht stehe mit uns der gottkündende Habakuk und zeige uns den Engel, der erglänzt im Licht, der weithin ruft: „Heute geschieht die Erlösung der Welt, denn auferstanden ist Christus, der Allmächtige!“
Christus ist erstanden von den Toten.
Da Er, ein Knabe, den jungfräulichen Mutterschoß geöffnet, erschien Christus als Sterblicher. Als ein untadeliges Lamm erscheint Er, frei von jeder Befleckung, unser Pascha, wahrer Gott ist Er, der Vollkommene.
Christus ist erstanden von den Toten.
Wie ein einjähriges Lamm, das willig den Opferkranz trägt, Christus, ist Er für alle geopfert worden, das reinigende Pascha; es leuchtet aus dem Grab uns hervor, die Sonne der Gerechtigkeit.
Christus ist erstanden von den Toten.
Der Gottesahne David tanzte vor der Bundeslade, dem Sinnbild. Wir aber, Gottes heiliges Volk, sehen der Vorbilder Erfüllung. Lasset uns fröhlich sein in Gott! Denn auferstanden ist Christus, der Allmächtige.
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der den Adam, deinen Stammvater, gebildet, o Reine, der wird gebildet aus dir. Und durch seinen Tod zerstörte er heute den Tod, den jener verschuldet, und mit der Auferstehung göttlichen Strahlen hat er alle erleuchtet.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Christus, den du geboren, durftest du schauen, wie er in Schönheit strahlend von den Toten erstanden, o Reine. Du Herrliche, Untadlige, Schöne unter den Frauen, zu aller Errettung singe mit den Aposteln heute frohlockend ihm Preis.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ein Baum ward mir zum Tod. Aufgerichtet an einem Baum, hast Du, der das Leben Du bist, aus großem Erbarmen mich wieder zum Leben geführt. Darum, Wort, preise ich Dich.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Deinen Mysten, o Herr, du überraschend erschienen, sagtest Du ihnen: Gehet hin und meine Erweckung allerorten verkündet.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Deine Auferstehung aus dem Grabe beglaubigend, Herr, bist an vielen Tagen Du, Christus, denen, die Dich liebten, erschienen und hast sie erfreut.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du hast, Herr, sehend gemacht, der aus dem Mutterschoß blind war geboren, und sagtest: Auf, wasche dich und werde sehend und meiner Gottheit sag Preis.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Gleichgeehrte, anfanglose, im Wesen ungeschiedene, in den Personen geschiedene Dreiheit, rette alle, die gläubig in Furcht Dir darbringen Preis.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Deinem Gebären, das die Natur überraget, sagen wir Preis, Makellose, und gläubig, über allen Tadel Erhabene, preisen selig wir Dich als die Mutter des Gottes des Alls.
Katavasie: Kund ward mir, Herr, die Kunde von der Macht Deines Kreuzes, wie durch es das Paradies ward geöffnet, und ich rief: Deiner Macht, Herr, sei Ehre.
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Lasset uns wachen, lasset uns gehen in der frühen Morgendämmerung und statt der Myrrhen den Hymnus bringen dem Herrn. So werden wir Christus schauen, der Gerechtigkeit Sonne, die in allen das Leben weckt.
Christus ist erstanden von den Toten.
Deine unermessliche Barmherzigkeit schauten die in den Banden des Hades Gefesselten. Sie eilten zum Lichte, Christus, freudigen Fußes, jubelnd zum ewigen Pascha.
Christus ist erstanden von den Toten.
Lasset uns Lichter tragen, uns nahen wie einem Bräutigam, Christus, dem Erstandenen aus dem Grabe! Lasset uns feiern mit den Feste liebenden Scharen Gottes heilbringendes Pascha!
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Durch die göttlichen und lebenbringenden Strahlen der Auferstehung deines Sohnes, Gottesmutter, o Reine, wird erleuchtet der Frommen Gemeinde, wird sie mit Freude erfüllt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nicht hast du, als du wardst Mensch, geöffnet die Tore der Jungfrau. Nicht vernichtet hast du die Siegel des Grabes, König der Schöpfung. Darum jauchzte sie, als sie dich, den Auferstandenen, sah.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
An einem Baume wardst Du erhöht und hast miterhöht alle Sterblichen und die feindselige Schlange, Erbarmer, getötet und belebt Deiner Hände Gebild als des Alls alleiniger Gott.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Beigesetzt wardst Du im Grab, der Du freiwillig gestorben, und hast des Hades Reiche, unsterblicher König, alle entvölkert und durch Deine Auferstehung Tote erweckt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gewaltige Wunder, o Wort, hast Du auf Erden vollbracht. Das Volk der Gesetzesverächter hat Dich getötet. Doch Du selbst, Christus, o Herr, der allein mächtig Du bist, wie Du verheißen, erstandest von den Toten.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nachdem Du dessen Augen geöffnet, der nicht schaute das sinnliche Licht, hast Du die Augen seiner Seele erleuchtet und befahlst ihm, der Dich als den Bildner erkannte, zu preisen Dich, der als Sterblicher aus Erbarmen erschien.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Als Dreiheit in der Einheit und als Einheit in der Dreiheit lasset uns, Gläubige, alle preisen Vater und Sohn, den guten Geist, einen einzigen Gott, der in Wahrheit ist der Bildner des Alls.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wie hast Du, reine Jungfrau und Mutter, Gottbegnadete, des Mannes unkundig geboren? Wie nährest Du den, der nähret die Schöpfung? Wie, weiß allein Er, des Alls Bildner und Gott.
Katavasie: Am frühen Morgen rufen zu Dir wir, o Herr: Sei unser Retter. Denn Du bist unser Gott. Außer Dir keinen andern wir kennen.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Du fuhrest hinunter in die Tiefen der Erde, Christus, und zerbrachest die ewigen Riegel und der Gefesselten Ketten; und nach drei Tagen, wie Jonas aus dem Fische, erstandest Du aus dem Grabe.
Christus ist erstanden von den Toten.
Die Siegel bewahrtest Du unbeschädigt, Christus, als Du erwachtest aus dem Grabe, der Du das Schloss der Jungfrauschaft nicht versehrt bei Deiner Geburt und geöffnet hast des Paradieses Pforte.
Christus ist erstanden von den Toten.
Mein Erlöser, Du lebendiges und nicht im Tode verbliebenes Opfer, als Gott hast Du Dich Selbst dem Vater dargebracht und mit auferweckt Adam, den Urahnen aller, Du Auferstandener aus dem Grabe!
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Was einst der Tod, die Verwesung beherrschte, wurde durch den, der aus deinem reinen Schoße annahm das Fleisch, emporgeführt zum unverweslichen, ewigen Leben, Gottesmutter und Jungfrau.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es stieg zu der Erde tiefsten Tiefen hinab, der zu deinem Schoße, Reine, herabkam, dort wohnte und wunderbar Fleisch nahm. Und mit sich erweckt hat er Adam, als er erstand aus dem Grab.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Du mit Räubern wurdest gekreuzigt, Gebieter, Du hast von schlimmen Räubern und seelentötenden Leidenschaften alle befreit, menschenfreundlicher Herr, die Deine Kreuzigung und Deine Erweckung einstimmig besingen in Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als leblosen Toten, o Christus, setzten Dich, der allen Toten einhaucht das Leben, im Grabmal sie bei. Doch Du bist erstanden, o Herr, und hast alle Grüfte geleert, Wort, in Deiner göttlichen Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nach der Erweckung sagtest den Freunden Du, Christus: In Jerusalem lasset euch nieder, bis bekleidet ihr werdet mit unüberwindlicher Kraft aus der Höhe und sicherem Beistand im Kampf.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bildetest einen Teig, mit dem Du die Augen des Blindgeborenen salbtest. Und ihm, der Hymnen Dir sang, hast Du verliehen, zu schauen, o Wort, Deine unaussprechliche Macht, durch die Du errettet die Welt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Dreipersönliche Einheit, ungezeugter Vater, Sohn Du, Gezeugter, und Geist, der ausgeht, dreiheiliger Herr, einzige Wesenheit Du und Macht, Deinem ganzen Volk sei Erretter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Deine Großtaten, Reine, wer wird sie verkünden? Denn Gott hast Du im Fleische durch ein Wunder geboren, der durch Dich errettet die Welt von jeglicher Sünde, o Jungfrau, über allen Tadel Erhabene.
Katavasie: Ein Abgrund schloss rings mich ein. Zum Grabe ward mir das Meertier. Doch zu Dir, dem Menschenfreunde, habe ich gerufen. Und errettet hat mich, o Herr, Deine Rechte.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 4. Kondak des Triodions. (von Romanos dem Meloden)
Geblendet an den Augen der Seele / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt an Blinde / und rufe zu dir voll Reue: // Du bist das überstrahlende Licht derer im Dunkel.
Ikos.
Einen Strom schenke mir, Christus, der unsagbaren Weisheit und himmlischen Einsicht, Du, der im Dunkel Wandelnden Licht und der Irrenden Führer, damit ich Armer Deine Wunderwerke zu künden vermag, von denen das göttliche Buch der Frohbotschaft des Friedens berichtet, nämlich das Wunder am Blinden, dass er, der von Geburt blind, wieder erhält die sichtbaren Augen und die Augen der Seele und gläubig aufschreit: Du bist der im Dunkel Wandelnden hell strahlendes Licht.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Der die Jünglinge aus dem Feuerofen errettet hat, wird Mensch und leidet als Sterblicher, und kleidet durch das Leiden das Sterbliche in die Herrlichkeit des Unverweslichen, der allein gesegnet ist, der Gott der Väter, und hochverherrlicht.
Christus ist erstanden von den Toten.
Die gottseligen Frauen eilten mit Myrrhen zu Dir zurück. Den sie als Toten unter Tränen suchten, den beteten sie an voll Freude als den lebendigen Gott. Und das Mysterium des Pascha, o Christus, verkündeten sie Deinen Jüngern.
Christus ist erstanden von den Toten.
Des Todes Tötung, des Hades Vernichtung, den Anfang des neuen, des ewigen Lebens begehen wir festlich. Im Tanze besingen wir den Urheber in Hymnen, der allein ist gesegnet, der Gott der Väter, und hochverherrlicht.
Christus ist erstanden von den Toten.
In Wahrheit heilig und allgefeiert ist diese heilbringende, lichtglänzende Nacht. Sie ist Vorbote des hellstrahlenden Tages der Auferstehung, in der das urewige Licht leiblich hervorleuchtet aus dem Grabe allen.
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Da dein Sohn getötet den Tod hat, ganz Untadlige, hat er allen Sterblichen heute das Leben, das in der Äonen Äonen verharret, geschenkt. Er, der Gott der Väter, gepriesen und über alles verherrlicht allein.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der über alle Schöpfung regieret, ist geworden ein Mensch, hat, Gottbegnadete, bewohnt deinen Schoß. Und das Kreuz erduldend, den Tod, ist er göttlich erstanden und hat uns als Allgewaltiger mit sich erweckt.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Du erhöht wardest am Holze, Erretter, verglühte die Sonne, wankte die Erde, alle Schöpfung erbebte, und aus den Grüften wurden Tote erweckt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Du von den Toten erstanden, o König, wurden miterwecket die Seelen, die dort ruhten und Deine Macht priesen, durch die des Todes Ketten wurden gelöst.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Am frühen Morgen kam eine Reihe von Frauen, um Dich zu salben. Nachdem sie erfahren, o Herr, dass Du erweckt, freuten sie sich mit den heiligen Jüngern. Durch sie gib uns von den Sünden Erlösung.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Mit Speichel salbtest Du die Augen des Blinden und hießest ihn nach Siloa gehen. Und nach dem Bade wurde er sehend und pries Dich in Hymnen, o Christus, König des Alls.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Den anfanglosen Vater, den gleichanfanglosen Sohn und den allheiligen Geist lasset uns besingen in Hymnen: Heilig, Heilig, Heilig bist Du, o Gott, Du König des Alls.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nach dem Gebären bist Du als Jungfrau, o Reine, erschienen. Denn Gott hast Du geboren, der durch Seine Macht, Makellose, neu schuf die Wesen. Ihn flehe um unsre Rettung stets an.
Katavasie: Der Du im Feuerofen errettet die Hymnen singenden Jünglinge hast, gepriesen bist Du, Gott unsrer Väter.
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Dies ist der hehre und heilige Tag, der Sabbate erster, ihr König und Herr, das Fest der Feste, die Feier der Feiern, an der wir loben Christus, in Ewigkeit.
Christus ist erstanden von den Toten.
Kommt, lasset uns trinken den neuen Trank des Weinstockes der göttlichen Freude, an diesem segenbringenden Tage der Auferstehung teilhaben an Christi Reich und Ihn besingen als Gott, in Ewigkeit.
Christus ist erstanden von den Toten.
Erhebe ringsum deine Augen, o Sion, und schaue, denn, siehe, deine Kinder kommen zu dir wie gotterleuchtete Sterne vom Niedergang und von Mitternacht, vom Meer und vom Morgen, zu preisen in dir Christus, in Ewigkeit.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Allmächtiger Vater und Wort und Geist! Du in drei Personen vereinigtes Wesen, über alles Sein erhabenes, göttliches, in Dich sind wir getauft und Dich preisen wir, in Ewigkeit.
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Schöpfer kam durch dich in die Welt, Gottesgebärerin, Jungfrau. Und den Bauch des Hades brachte zum Bersten er und hat uns Sterblichen die Auferstehung geschenkt. Darum rühmen wir ihn in die Äonen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Dein Sohn hat, o Jungfrau, die ganze Macht des Todes vernichtet. Durch seine Erstehung hat uns miterhöht er, vergöttlicht als gewaltiger Gott. Darum rühmen in Hymnen wir ihn in die Äonen.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die Heere der Engel Dich am Kreuze hangend geschaut, Christus, Allherrscher, als sie geschaut, wie Du die ganze Schöpfung verwandeltest durch die Furcht, da erschauerten sie und sangen Deiner Menschenfreundlichkeit Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als der Hades Dich drunten geschaut, da stöhnte er und gab eilig die Toten zurück, die dort seit alters wurden bewacht. Und diese sangen, o Christus, Deiner Menschenfreundlichkeit Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wirkend ungewöhnliche Wunder, o Christus, ließest Du Dich freiwillig am Kreuze erhöhen und Dich Toten gesellen, Du, der getötet den Hades, und machtest in Tapferkeit alle Gefesselten frei.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Einen Blinden, der zu Dir kam, Christus, machtest Du sehend und trügest ihm auf, sich in Siloas Quelle zu waschen und die Augen zu öffnen und Dich als Gott zu verkünden, der zur Rettung der Welt im Fleische erschien.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Triadikon: Unteilbare Dreiheit, unvermischbare Einheit, des Universums Gott und Schöpfer des Alls: Die Deine Macht in Hymnen besingen und gläubig anbeten sie, bewahre vor Prüfungen jeglicher Art.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Jungfrau, Makellose, Gottbegnadete, stets flehe an Deinen Sohn, dass Er nicht zuschanden werden mich lasse am Tag des Gerichtes, nein, zu den auserwählten Schafen mich zähle.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Ihn, den Sohn und Gott, der aus dem Vater gezeugt ist vor den Äonen und in der Fülle der Zeiten aus der Jungfrau-Mutter im Fleische erschien, Priester, besingt Ihn in Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Werde Licht, werde Licht.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Werde Licht, werde Licht, neues Jerusalem, denn die Herrlichkeit des Herrn ist aufgegangen über dir. Jauchze jetzt und frohlocke, o Sion! Du aber, reine Gottesgebärerin, freue dich über die Auferstehung deines Kindes!
Christus ist erstanden von den Toten.
O, Deiner göttlichen, Deiner lieben, Deiner mildesten Stimme! Untrüglich hast Du versprochen, Christus, mit uns zu bleiben bis ans Ende der Welt. Wir haben diese Verheißung als Anker der Hoffnung. So lasset uns, Gläubige, fröhlich sein!
Christus ist erstanden von den Toten.
O großes, o heiligstes Pascha, Christus, o Weisheit und Wort Gottes und Kraft! gib, dass wir wahrer noch teilhaben an Dir am abendlosen Tage Deines Reiches!
Theotokia des Auferstehungskanons, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einträchtig, Jungfrau, preisen selig wir Gläubigen dich: Freude dir, Pforte des Herrn. Freude dir, lebendige Stadt. Freude dir, durch dich strahlte dessen Licht heute uns auf, der aus dir ward geboren, das Licht der Auferstehung der Toten.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Juble du, jauchze du, heilige Stadt du des Lichtes. Denn der im Grabe entsank, Jesus ging auf, über die Sonne leuchtend an Glanz, erleuchtend, gottbegnadete Herrin, die Gläubigen alle.
Kanon auf den Blinden, Ton 5.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
An den Kreuzespfahl wardst Du geheftet, Christus, o Gott, und triumphiertest über alle widrigen Gewalten des Feindes, und hast den einstigen Fluch, Erretter, vernichtet. Daher geziemend preisen wir Dich.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Hades, o Wort, mit der Seele drunten Dich schaute, stöhnte er und in Furcht gab alle Toten er frei, da Deiner Macht Gewalt sie erkannten. Mit ihnen geziemend preisen wir Dich.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ihn, den Zeichen wirkend und Schauer erregende Wunder schaute das Volk der Hebräer, hat es getötet vor Neid, Ihn, der durch Seine Erweckung dem Hades entrissen den Raub und in Seiner Macht hat miterweckt alle.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wie Du, Spender des Lebens, verheißen, wardst Du von den Toten erweckt und erschienest nach der Erweckung den heiligen Jüngern, Du, der Wunder Zeichen wirkte und Licht gab den Blinden. Mit diesen in die Äonen preisen wir Dich.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Ich verehre den Vater als Licht, preise den Sohn auch als Licht, besinge als Licht in Hymnen den guten Geist, ein einziges, unteilbares Licht, das in drei Personen erkannt wird, der ganzen Schöpfung König und Gott.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du bist weiter als die Himmel erschienen, Jungfrau, o Reine, und hast Gott, den Unumgrenzten, leiblich begrenzt und Ihn zur Erlösung aller geboren, die Dich in unbezweifeltem Glauben in Hymnen besingen.
Katavasie: Dich, Gottesmutter, die erhaben über Gedanke und Wort in der Zeit den Zeitlosen unsagbar geboren, einträchtig preisen wir Gläubigen Dich.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
(Exapostilarion)
Dem Fleische nach entschlafen wie ein Toter, erstandest du, König und Herr, nach drei Tagen, nachdem du Adam erweckt aus der Verwesung und vertilgt den Tod, o Pas‘cha der Unverweslichkeit, Erlösung der Welt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Meine geistigen Augen, die infolge finsterer Sünde blind sind geworden, Herr, mache sie licht, indem Du, Erbarmer, ihnen einsenkst die Demut und mit den Tränen der Reue wäschest mich rein.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Da vorüberging unser Retter, fand Er einen Blinden, der nicht sehen konnte. Und Er spie zu Boden und bildete einen Teig, mit dem Er ihn salbte. Nach Siloa schickte Er ihn, dass er dorthin gehe und bade. Der aber kam, nachdem er gebadet, zurück und schaute, mein Christus, dein Licht.

Lobpsalmen im 5. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
O Herr, wiewohl das Grab war versiegelt / von den Verächtern des Gesetzes, / kamest hervor du aus dem Grabmal, / wie du geboren wurdest aus der Jungfrau. / Weder wußten, wie du Fleisch warst geworden, / deine körperlosen Engel, / noch nahmen wahr, wann du erstandest, / die Soldaten, die dich bewachten. / Denn beides blieb verborgen / denen, die es untersuchten. / Doch offenbarte es sich als Wunder, denen, die da verehrten / das Mysterium im Glauben. / Uns aber, die wir es besingen, / vergilt, so bitten wir, mit Freude // und dem großen Erbarmen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
O Herr, die ewigen Riegel hast du zerbrochen, / hast zerrissen die Fesseln / und bist erstanden aus dem Grabe. / Zurückgelassen hast du die Leichentücher / zum Zeugnis deines wahren, / drei Tage dauernden Grabes. / Vorausgegangen bist du nach Galiläa, / der du bewacht wurdest in der Höhle. / Groß ist dein Erbarmen, / unbegreiflicher Erretter! // Erbarme dich unser.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
O Herr, die Frauen liefen zum Grabe, / um dich, dem Christus, zu schauen, / der um unsertwillen hatte gelitten. / Und als sie anlangten, fanden sie den Engel / sitzend auf dem Steine, / der war beiseitegewälzt zu ihrem Schrecken. / Der aber rief ihnen zu die Worte: / Der Herr ist auferstanden! / Saget zu den Jüngern, / daß auferstanden ist von den Toten, // der da rettet eure Seelen.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
O Herr, wie du bist hervorgegangen / aus dem versiegelten Grabe, / ebenso bist du auch gekommen, / obwohl die Türen waren verschlossen, / hinein zu deinen Jüngern, / und hast ihnen gezeigt die Male / der Leiden deines Leibes, / die du hattest empfangen, / voller Langmut, o Erretter. Da du stammtest aus dem Samen Davids. / hast du den Striemen dich unterzogen./ Doch als Gottessohn hast du die Welt befreit. / Große ist dein Erbarmen, / unbegreiflicher Erretter; // erbarm dich und rette uns.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
O Herr, du König der Äonen / und Schöpfer von allem, / der du um unsertwillen die Kreuzigung / und das Grab im Fleische hast auf dich genommen, / um uns alle zu befreien / aus dem Hades, du bist unser Gott. // Außer dir keinen andern wir kennen.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
O Herr, deine überaus leuchtenden Wunder, / wer vermöchte sie zu erzählen, / oder wer künden von deinen furchterregenden Mysterien? / Denn Mensch bist du geworden um unsertwillen, / wie du selbst es hast gewollt, / und hast so die Kraft deiner Macht geoffenbart. / Denn an deinem Kreuze hast du dem Räuber / das Paradies geöffnet, / in deinem Grabe hast du zertrümmert / die Riegelbalken des Hades / und in deiner Auferstehung / alles insgesamt mit Reichtum überschüttet. // O Barmherziger, Ehre sei dir!
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Die myrrhetragenden Frauen / begaben sich zu deinem Grabe / früh am Morgen und suchten zu salben / dich, den unsterblichen Logos und Gott. Doch unterwiesen durch die Worte des Engels / kehrten sie zurück in Freude, / um den Aposteln klar zu verkünden, / daß du erstanden bist, das Leben aller, / und gewährst der Welt die Versöhnung // samt dem großen Erbarmen.
Schau auf mich und erbarme Dich meiner.
Ton 8. Stichiren des Triodions.
Der Du Fleisch annahmst aus erbarmender Güte, Christus, o Gott, Du hast den, der vom Mutterschoße des Lichtes beraubt war, erbarmend Dich in unsagbarem Erbarmen, gewürdigt göttlichen Lichts, indem Deine Schöpferhände seine Augen mit dem Staube berührten. Du selber jetzt, Spender des Lichtes, auch unserer Seele Sinne erhelle als allein freigebiger Spender.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton.
Deine Gewalten, Christus, wer wird sie künden? Oder wer die Fülle Deiner Wunder erzählen? Denn wie Du in zwiefachem Wesen aus Güte auf Erden schauen Dich ließest, so botest Du auch den Kranken zwiefache Heilungen dar. Denn nicht allein die Augen des Leibes hast Du dem vom Mutterschoß Blinden geheilt, nein, auch die Augen der Seele. Daher bekannte er Dich als den verborgenen Gott, der allen darreicht das große Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Sonntags.
„Heute ward Heil der Welt.“ / So lasst uns singen ihm, der erstanden aus dem Grabe, / dem Urheber unseres Lebens. / Denn vernichtet hat er im Tode den Tod, // den Sieg uns gegeben und das große Erbarmen.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Ton 8. Stichire zum Sonntagsevangelium.
Die Tränen der Maria / sind nicht vergeblich heiß geflossen. / Denn siehe, sie ward gewürdigt / der belehrenden Engel / und deines Anblicks, o Jesus. / Freilich sann sie noch Irdisches / als eine Frau, mit Schwäche behaftet. / Darum auch wurde ihr verwehrt, / dich zu berühren, o Christus. / Gleichwohl wurde sie als Botin / zu deinen Jüngern gesandt, / denen die frohe Botschaft sie sagte / und ankündigte den Aufstieg / zum väterlichen Erbe. / Mit ihr würdige auch uns / deiner Erscheinung, / o Gebieter und Herr.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.

Kondak

Ton 4. Kondak des Triodions. (von Romanos dem Meloden)
Geblendet an den Augen der Seele / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt an Blinde / und rufe zu dir voll Reue: // Du bist das überstrahlende Licht derer im Dunkel.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.

Kondak

Ton 4. Kondak des Triodions. (von Romanos dem Meloden)
Geblendet an den Augen der Seele / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt an Blinde / und rufe zu dir voll Reue: // Du bist das überstrahlende Licht derer im Dunkel.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.

Kondak

Ton 4. Kondak des Triodions. (von Romanos dem Meloden)
Geblendet an den Augen der Seele / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt an Blinde / und rufe zu dir voll Reue: // Du bist das überstrahlende Licht derer im Dunkel.

Göttliche Liturgie

D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Beginn der Liturgie in der Osterzeit

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
     Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ton 5. Seligpreisungen des Sonntags.
Der Räuber am Kreuze glaubte, dass du bist Gott, o Christus, / und bekannte lauter dich von Herzen und rief: / „O Herr, gedenke meiner in deinem Reich.“
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Ihn, der am Holze des Kreuzes unserm Geschlecht erblühen ließ das Leben / und verdorren ließ den Fluch vom Holze, / ihn lasst uns einstimmig als Retter und Bildner besingen.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Durch deinen Tod hast du, o Christus, die Macht des Todes zerstört / und mitauferweckt die von jeher Verstorbenen, / die dich als unsern wahren Gott und Retter besingen.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Zu deinem Grabe kamen, o Christus, die edlen Frauen / und suchten dich, o Lebenspender, zu salben. / Da erschien ihnen ein Engel und rief: „Der Herr ist erstanden.“
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 5. Seligpreisungen des Triodions.
Der Du mit Räubern wurdest gekreuzigt, Gebieter, Du hast von schlimmen Räubern und seelentötenden Leidenschaften alle befreit, menschenfreundlicher Herr, die Deine Kreuzigung und Deine Erweckung einstimmig besingen in Hymnen.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Als leblosen Toten, o Christus, setzten Dich, der allen Toten einhaucht das Leben, im Grabmal sie bei. Doch Du bist erstanden, o Herr, und hast alle Grüfte geleert, Wort, in Deiner göttlichen Macht.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
(Triadikon)
Du dreipersönliche Einheit, / ungezeugter Vater, gezeugter Sohn und Geist, der ausgeht, / о Herr dreimalheilig, / du eine Wesenheit und Macht, // errette dein ganzes Volk.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
(Theotokion)
Deine Herrlichkeit, о Reine, wer soll von ihr künden? / Denn du hast Gott im Fleische übernatürlich geboren, / der durch dich hat die Welt befreit, / Jungfrau ganz ohne Makel, // von aller Sünde.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, von den Toten Auferstandener, die wir Dir singen: Alleluïa.

Tropare und Kondake

Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. Kondak des Triodions. (von Romanos dem Meloden)
Geblendet an den Augen der Seele / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt an Blinde / und rufe zu dir voll Reue: // Du bist das überstrahlende Licht derer im Dunkel.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Bist Du auch ins Grab hinabgestiegen, Unsterblicher, so hast Du doch zerstört des Hades Gewalt und bist auferstanden als Sieger, Christus Gott, riefst zu den Frauen, die trugen den Balsam: „Freut euch!“ Und den Aposteln schenktest Du Frieden, Der Du gewährst den Dahingesunkenen die Auferstehung.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Triodions, Ton 8:
L: Prokimenon im achten Ton. Macht Gelübde // und erfüllt ‹sie› dem Herrn, unserem Gott.
     Ch: Macht Gelübde // und erfüllt ‹sie› dem Herrn, unserem Gott.

Vers: Bekannt ist Gott in Judäa; sein Name ist groß in Israel.
     Ch: Macht Gelübde // und erfüllt ‹sie› dem Herrn, unserem Gott.

L: Macht Gelübde.
     Ch: Und erfüllt ‹sie› dem Herrn, unserem Gott.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Apostelgeschichte.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Tages:
     Apg 16, 16-34
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Triodions, Ton 8:
L: Alleluïa im achten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Schau auf mich und erbarme dich meiner.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Meine Schritte richte aus nach deinem Spruch.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Johannes mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Tages:
In jener Zeit, als Jesus vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden. Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt eine Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und machte einen Brei aus dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden; und er sprach zu ihm: Gehe hin, wasche dich in dem Teiche Siloam – was übersetzt heißt: Gesandter. Da ging er fort und wusch sich und kam sehend zurück.
Die Nachbarn nun und die, welche ihn früher gesehen hatten, dass er blind war, sagten: Ist dieser nicht der, welcher saß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere aber: Er ist ihm ähnlich. Jener sagte: Ich bin es. Sie sagten nun zu ihm: Wie sind deine Augen geöffnet worden? Jener antwortete und sprach: Ein Mensch, genannt Jesus, machte einen Brei und bestrich meine Augen und sprach zu mir: Gehe hin zum Teichbecken Siloam und wasche dich. Als ich aber fortging und mich wusch, wurde ich sehend. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist jener? Er sagt: Ich weiß es nicht.
Sie führen ihn, den einst Blinden, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat, als Jesus den Brei gemacht und seine Augen geöffnet hatte. Wiederum nun fragten ihn auch die Pharisäer, wie er sehend geworden sei. Er aber sprach zu ihnen: Er legte mir Brei auf die Augen, und ich wusch mich und sehe. Da sprachen einige von den Pharisäern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? Und es war eine Spaltung unter ihnen. Sie sagen wiederum zu dem Blinden: Du, was sagst du von ihm, da er deine Augen geöffnet hat? Er aber sprach: Er ist ein Prophet. Es glaubten nun die Juden nicht von ihm, dass er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die Eltern dessen, der sehend geworden war, gerufen hatten, und sie fragten sie: Ist dieser euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie sieht er denn jetzt? Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist, und dass er blind geboren wurde; wie er aber jetzt sieht, wissen wir nicht; oder wer seine Augen geöffnet hat, wir wissen es nicht. Er ist erwachsen; fraget ihn, er selbst soll über sich reden. Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, dass, wenn einer ihn als Christus bekenne, er aus der Synagoge ausgestoßen werde. Deswegen sagten seine Eltern: Er ist erwachsen, fraget ihn. Sie riefen nun zum zweiten Male den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre. Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. Da antwortete er: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht; eines weiß ich, dass ich blind gewesen bin und jetzt sehe. Sie aber sprachen wiederum zu ihm: Was hat er dir getan? Wie hat er deine Augen geöffnet? Er antwortete ihnen: Ich habe es euch bereits gesagt, und ihr habt nicht zugehört; was wollt ihr es wiederum hören? Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden? Sie schmähten ihn und sprachen: Du bist ein Jünger von jenem. Wir aber sind Jünger des Moses. Wir wissen: Gott hat zu Moses geredet; von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Darin liegt nämlich das Erstaunliche, dass ihr nicht wisset, woher er ist, und doch hat er meine Augen geöffnet. Wir wissen: Gott erhört Sünder nicht; sondern wenn einer gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er. Vom Weltalter an ward es nicht gehört, dass einer die Augen eines blind Geborenen geöffnet habe. Wenn dieser nicht von Gott wäre, so könnte er nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren, und du lehrst uns? Und sie warfen ihn hinaus.
Jesus hörte, dass sie ihn nach draußen hinausgeworfen hatten; und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes? Jener antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus aber sprach zu ihm: Du hast ihn ja gesehen; der ja mit dir redet, jener ist es. Er aber sprach: Ich glaube, Herr; und er betete ihn an.
(Joh 9, 1-38)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie für die Entschlafenen

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir bitten auch um die Ruhe der Seelen der entschlafenen Knechte Gottes NN., und darum, dass ihnen verziehen werde jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung.
D: Dass der Herr, unser Gott, ihre Seelen dorthin versetze, wo die Gerechten ruhen.
D: Die Erbarmungen Gottes, das Königtum der Himmel und die Vergebung ihrer Sünden lasst uns von Christus, unserem unsterblichen König und Gott, erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deiner entschlafenen Knechte NN., Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Der Engel rief der Gebenedeiten zu: Reine Jungfrau, sei gegrüßt! Und nochmals sag ich: Sei gegrüßt! Dein Sohn ist auferstanden am dritten Tage vom Grab.
Werde Licht, werde Licht, du neues Jerusalem! Denn des Herren Herrlichkeit ist aufgegangen über dir. Tanze nun im Reigen und juble, Sion. Du aber, Reine, freu dich, Gottesgebärerin, über die Erweckung deines Kindes.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Sonntags.
Lobet den Herrn aus den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen.
Kommunionvers des Triodions.
Am Leib Christi nehmet teil und kostet von ‹der› unsterblichen Quelle.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.

Entlassung

Der Priester vom Ambo mit Kreuz:
P: Der von den Toten auferstandene, Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Und er segnet alle Anwesenden mit dem Kreuz in drei Richtungen, jedes Mal laut rufend:
P: Christus ist auferstanden!
Volk: Er ist wahrhaft auferstanden!
     Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal, rasch.
     Ch: Und Er hat uns das ewige Leben geschenkt, wir huldigen Seiner Auferstehung am dritten Tag.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.

Kondak

Ton 4. Kondak des Triodions. (von Romanos dem Meloden)
Geblendet an den Augen der Seele / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt an Blinde / und rufe zu dir voll Reue: // Du bist das überstrahlende Licht derer im Dunkel.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum: www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.
Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.