Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Donnerstag, dem 07. April 2022
(25. März 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

5. Woche der Großen Fastenzeit. Ton 8.
Verkündigung an unsere allheilige Gebieterin, die Gottesgebärerin und stete Jungfrau Maria. hochfest
Länge:

VIGIL

Die Vigil zum Fest besteht aus einer Großen Komplet, die bei der Litia in die Vesper mit anschließendem Orthros übergeht.

GROßE KOMPLET

Die königlichen Türen werden geöffnet. Die Priester und der Diakon beginnen den Gottesdienst so, wie bei einer Festvigil. Zuerst werden der Altartisch mit dem gesamten Altar beweihräuchert. Dann geht der Diakon mit der Kerze auf dem Ambo und ruft aus:
D: Segne, Gebieter.
Der Priester zeichnet vor dem Altartisch mit dem Weihrauchfaß ein Kreuzzeichen und spricht:
P: Gesegnet unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    Ch: Amen.
Der Priester geht aus dem Altar heraus und weihräuchert die ganze Kirche, so, wie zu Beginn der Vigil. Der Diakon geht ihm mit einer Kerze vor. Nach dem Weihräuchern werden die Königlichen Türen geschlossen, der Vorhang bleibt jedoch geöffnet.
Und die Brüder beginnen:
L: Amen. Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeihe unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden; unser notwendiges Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
An den ersten 4 Tagen der ersten Woche der Großen Fastenzeit wird der Psalm 69 (aus dem dritten Abschnitt der Großen Komplet) an diese Stelle vorgezogen. Ihm folgt sogleich der entsprechende Abschnitt des Großen Kanons des hl. Andreas von Kreta. Danach, wie ansonsten sogleich:
Psalm 4:
Als ich schrie, erhörtest Du mich, o Gott meiner Gerechtigkeit, in der Bedrängnis hast Du mich weit gemacht; übe Mitleid mit mir und erhöre mein Gebet. Ihr Menschenkinder, wie lange noch seid ihr trotzigen Herzens? Wozu liebt ihr Eitelkeit und suchet Lüge? Erkennet doch, dass der Herr Seinen Gottseligen wunderbar gemacht. Der Herr wird mich erhören, wenn ich zu Ihm schreie. Zürnet, und sündigt nicht; was ihr sprecht in euren Herzen, darüber seid zerknirscht auf euren Lagern. Opfert ein Opfer der Gerechtigkeit, und hofft auf den Herrn. Viele sagen: Wer wird uns die Güter zeigen? Gezeichnet wurde auf uns das Licht Deines Angesichtes, Herr. Du hast Frohmut in mein Herz gegeben; von der Frucht ihres Weizens, Weines und Öles wurden sie erfüllt. In Frieden werde ich mich schlafen legen und sogleich schlummern; denn Du, Herr, hast mich für mich allein in Hoffnung wohnen lassen.
Psalm 6:
Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Erbarme Dich meiner, Herr; denn ich bin schwach; heile mich, Herr; denn aufgewühlt wurden meine Gebeine, auch meine Seele ward aufgewühlt gar sehr. Und Du, Herr, wie lange noch? Wende Dich her, o Herr, erlöse meine Seele; errette mich um Deines Erbarmens willen. Denn im Tode ist keiner, der Deiner gedenkt; und im Hades: wer wird Dich bekennen? Müde bin ich geworden in meinem Seufzen, will baden mein Lager jede Nacht; mit meinen Tränen will ich fluten mein Bett. Aufgewühlt ward mein Auge vor Grimm, gealtert bin ich inmitten all meiner Feinde. Weichet von mir, alle, die ihr Gesetzlosigkeit wirkt; denn der Herr hat die Stimme meines Weinens gehört. Der Herr hat meine Bitte erhört, der Herr hat mein Gebet angenommen. Zuschanden und aufgewühlt sollen werden gar sehr alle meine Feinde, rasch mögen sie sich umwenden und vollends zuschanden werden gar sehr.
Psalm 12:
Wie lange noch, Herr, wirst Du meiner vergessen bis ans Ende, wie lange noch Dein Angesicht abwenden von mir? Bis wann soll ich ratschlagen in meiner Seele, Schmerzen leiden in meinem Herzen Tag und Nacht. Wie lange noch wird sich mein Feind über mich erhöhen? Blicke her, erhöre mich, Herr, mein Gott; erleuchte meine Augen, damit ich nicht dereinst entschlafe zum Tod, damit nicht mein Feind dereinst sage: "Ich bin übermächtig geworden wider ihn." Die mich bedrängen, werden frohlocken, wenn ich wanke. Ich aber habe auf Dein Erbarmen meine Hoffnung gesetzt. Frohlocken wird mein Herz über Deine Errettung; ich will Lieder singen dem Herrn, der mir wohlgetan, will Psalmen singen dem Namen des Herrn, des Höchsten.
Und wiederum:
Blicke her, erhöre mich, Herr, mein Gott; erleuchte meine Augen, damit ich nicht dereinst entschlafe zum Tod, damit nicht mein Feind dereinst sage: "Ich bin übermächtig geworden wider ihn."
Ehre, Jetzt.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa, Ehre Dir, o Gott, dreimal. Und drei Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre, Jetzt.
Psalm 24:
Zu Dir, Herr, habe ich erhoben meine Seele. Mein Gott, auf Dich vertraue ich. Möge ich nicht zuschanden werden auf ewig, noch sollen mich meine Feinde verlachen. Denn alle, die Deiner harren, werden gewiss nicht zuschanden. Zuschanden sollen werden, die eitel gesetzwidrig handeln. Deine Wege, Herr, tue mir kund, und Deine Pfade lehre mich. Leite mich zu Deiner Wahrheit und lehre mich; denn Du bist Gott, mein Erretter, und Deiner habe ich geharrt den ganzen Tag. Gedenke Deines Mitleids, Herr, und Deiner Erbarmungen; denn sie sind von Ewigkeit her. Der Sünden meiner Jugend und meiner Unwissenheit gedenke nicht, nach Deinem Erbarmen gedenke Du meiner, um Deiner Güte willen, Herr. Gütig und aufrichtig ist der Herr; deshalb wird Er ein Gesetz geben denen, die auf dem Wege sündigen. Er wird leiten die Sanftmütigen im Gericht, wird lehren die Sanftmütigen Seine Wege. Alle Wege des Herrn sind Erbarmen und Wahrheit denen, die Seinen Bund und Seine Zeugnisse suchen. Um Deines Namens willen, Herr, sei doch gnädig ob meiner Sünde; denn sie ist groß. Wer ist der Mensch, der den Herrn fürchtet. Er wird ihm ein Gesetz geben auf dem Weg, den er erwählte. Seine Seele wird inmitten von Gütern lagern, und sein Same wird erben das Land. Der Herr ist die Stärke derer, die Ihn fürchten, und Sein Bund wird es ihnen offenbaren. Meine Augen sind stets auf den Herrn gerichtet; denn Er wird meine Füße herausziehen aus der Schlinge. Schau auf mich und erbarme Dich meiner; denn einziggezeugt und arm bin ich. Die Bedrängnisse meines Herzens sind zahlreich geworden, aus meinen Nöten führe mich heraus. Siehe meine Niedrigkeit und meine Mühe, und vergib alle meine Sünden. Siehe meine Feinde; denn sie sind zahlreich geworden, und mit ungerechtem Hasse hassten sie mich. Bewahre meine Seele und erlöse mich. Möge ich nicht zuschanden werden; denn auf Dich habe ich meine Hoffnung gesetzt. Die Arglosen und Aufrichtigen schlossen sich mir an; denn Deiner habe ich geharrt, o Herr. Erlöse, o Gott, Israël aus all seinen Bedrängnissen.
Psalm 30:
Auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt, möge ich nicht zuschanden werden auf ewig. In Deiner Gerechtigkeit erlöse mich, und reiße mich heraus. Neige Dein Ohr zu mir; eile, mich herauszureißen. Werde mir zum Beschirmer-Gott und zum Haus der Zuflucht, um mich zu erretten. Denn meine Stärke und meine Zuflucht bist Du, und um Deines Namens willen wirst Du mich leiten und mich ernähren. Du wirst mich herausführen aus dieser Schlinge, die sie mir verbargen; denn Du, Herr, bist mein Beschirmer. In Deine Hände will ich befehlen meinen Geist; Du hast mich erlöst, Herr, Gott der Wahrheit. Du hast gehasst, die nichtig bei Eitelkeiten verharren; ich aber habe auf den Herrn meine Hoffnung gesetzt. Ich werde frohlocken und frohgemut sein über Dein Erbarmen; denn Du hast hingesehen auf meine Niedrigkeit, hast meine Seele errettet aus den Nöten. Auch hast Du mich nicht eingeschlossen in die Hände der Feinde, hast meine Füße in weiten Raum gestellt. Erbarme Dich meiner, Herr; denn ich werde bedrängt; im Grimm ward aufgewühlt mein Auge, meine Seele und mein Magen. Denn im Schmerz schwand mein Leben dahin und meine Jahre in Seufzern. Schwach wurde meine Kraft in Armut, und meine Gebeine wurden aufgewühlt. Wegen all meiner Feinde bin ich zur Schmach geworden, auch meinen Nachbarn gar sehr, und zur Furcht für meine Bekannten. Die mich draußen sahen, flohen von mir. Ich ward vergessen aus dem Herzen wie ein Toter, bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. Denn ich hörte die Schmähung vieler, die ringsherum wohnen; als sie sich gemeinsam versammelt hatten wider mich, beschlossen sie, meine Seele zu nehmen. Ich aber, Herr, habe auf Dich meine Hoffnung gesetzt; ich sprach: "Du bist mein Gott, in Deinen Händen ist mein Los." Erlöse mich aus der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Lass Dein Angesicht erscheinen über Deinem Knecht, errette mich in Deinem Erbarmen. Herr, möge ich nicht zuschanden werden; denn Dich habe ich angerufen; zuschanden mögen die Frevler werden und in den Hades hinabgeführt. Stumm sollen werden die trügerischen Lippen, die Gesetzlosigkeit reden wider den Gerechten in Hochmut und Verachtung. Wie groß, Herr, ist die Fülle Deiner Güte, die Du verborgen hast für jene, die Dich fürchten, gewirkt für jene, die auf Dich hoffen, vor den Augen der Menschenkinder. Du wirst sie verbergen in der Verborgenheit Deines Angesichts vom Aufruhr der Menschen, wirst sie beschützen im Zelt vom Widerstreit der Zungen. Gesegnet der Herr; denn Er hat Sein Erbarmen wunderbar gemacht in einer umfassten Stadt. Ich aber sprach in meinem Entsetzen: "Verstoßen bin ich vom Angesicht Deiner Augen." Deshalb hast Du die Stimme meines Flehens erhört, als ich zu Dir schrie. Liebet den Herrn, all Seine Gottseligen; denn Wahrhaftigkeit sucht der Herr und vergilt denen, die reichlich Hochmut üben. Handelt mannhaft, und stark sei euer Herz, alle, die ihr hofft auf den Herrn.
Psalm 90:
Wer in des Höchsten Hilfe wohnt, wird lagern im Schutz des Gottes des Himmels. Er wird sagen zum Herrn: "Mein Beistand bist Du und meine Zuflucht, mein Gott.", und: "Ich will hoffen auf Ihn." Denn Er wird dich erlösen aus der Schlinge der Jäger und vom aufwühlenden Wort. Mit Seinen Schultern wird Er dich überschatten, und unter Seinen Flügeln wirst du hoffen; mit einer Rüstung wird Seine Wahrheit dich rings umgeben. Nicht wirst du dich fürchten vor nächtlicher Furcht, vor einem Pfeil, der bei Tage fliegt, vor dem Ding, das im Finstern heranschleicht, vor Unglücksfall und Mittags-Dämon. Fallen werden Tausend zu deiner Seite und Zehntausend zu deiner Rechten, dir aber wird es sich nicht nahen. Nur mit deinen Augen wirst du es wahrnehmen und die Vergeltung für die Sünder sehen. "Denn Du, Herr, bist meine Hoffnung". Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gesetzt. Nichts Übles wird dir zustoßen, und keine Plage sich nahen deinem Zelt. Denn Seinen Engeln wird Er deinethalben befehlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen. Auf Händen werden sie dich erheben, damit du niemals deinen Fuß an einen Stein stoßen wirst. Über Viper und Basilisk wirst du schreiten und niedertreten Löwe und Drache. "Denn auf Mich hat er gehofft, und Ich will ihn erlösen; Ich will ihn beschützen; denn Meinen Namen hat er erkannt. Schreien wird er zu Mir, und Ich will ihn erhören; in der Bedrängnis bin Ich bei ihm, will ihn entreißen und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage will Ich ihn sättigen und ihm zeigen Mein Heil."
Ehre, Jetzt.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa, Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre, Jetzt.
In der Fastenzeit werden drei Verbeugungen gemacht. Sodann beginnen wir die Verse zu singen, langsam und festlich.

Hymnus aus Versen des Propheten Isaïas, Kapitel 8, 9 und 10.

Die königlichen Türen werden geöffnet.
Erster Chor: Mit uns ist Gott. Erkennet, ihr Nationen, und unterwerfet euch. Denn mit uns ist Gott.
Zweiter Chor: Dasselbe.
Sodann singt der Reihe nach jeder Chor seine Verse. In der Praxis werden die Verse meist vom Leser gelesen. Der Chor singt nur der Refrain.
Erster Chor: Höret ihr, bis an die Grenze der Erde. Denn mit uns ist Gott.
Zweiter Chor: Die ihr stark geworden, unterwerfet euch. Denn mit uns ist Gott.
Denn wenn ihr wiederum stark werden solltet, werdet ihr euch auch wiederum unterwerfen. Denn mit uns ist Gott.
Welchen Rat ihr auch beschließt, der Herr wird ihn zerstreuen. Denn mit uns ist Gott.
Und welches Wort ihr auch sprecht, es wird keineswegs bei euch fortbestehen. Denn mit uns ist Gott.
Eure Furcht aber werden wir keineswegs fürchten, und keineswegs werden wir aufgewühlt. Denn mit uns ist Gott.
Der Herr aber ist unser Gott. Ihn lasset uns heiligen, und Er wird unsere Furcht sein. Denn mit uns ist Gott.
Wenn ich auf Ihn vertraue, wird Er mir zur Heiligung sein. Denn mit uns ist Gott.
Ich werde auf Ihn vertrauen und durch Ihn errettet werden. Denn mit uns ist Gott.
Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben. Denn mit uns ist Gott.
Du Volk, das in Finsternis wandelt, schaue ein großes Licht. Denn mit uns ist Gott.
Die ihr im Gebiet und Schatten des Todes wohnt, ein Licht wird über euch erstrahlen. Denn mit uns ist Gott.
Denn ein Kind ward uns geboren, ein Sohn, und Er ward uns gegeben. Denn mit uns ist Gott.
Seine Herrschaft ist auf Seinen Schultern. Denn mit uns ist Gott.
Und Seines Friedens ist keine Grenze. Denn mit uns ist Gott.
Und Sein Name wird heißen: Engel des großen Rates. Denn mit uns ist Gott.
Wunderbarer Ratgeber. Denn mit uns ist Gott.
Starker Gott, Gewaltiger, Friedensfürst. Denn mit uns ist Gott.
Vater der künftigen Welt. Denn mit uns ist Gott.
Nach den Versen wird gesungen:
Erster Chor: Mit uns ist Gott. Erkennet, ihr Nationen, und unterwerfet euch. Denn mit uns ist Gott.
Zweiter Chor: Dasselbe.
L: Ehre.
Erster Chor: Mit uns ist Gott.
L: Jetzt.
Zweiter Chor: Mit uns ist Gott.
Beide Chöre zusammen: Denn mit uns ist Gott.
Die königlichen Türen werden geschlossen.

Dann die folgenden Tropare, Ton 6:

Erster Chor: Nachdem ich den Tag durchschritten, / danke ich Dir, o Herr. / Den Abend samt der Nacht, ich flehe, Erretter, / gewähre mir ohne Sünde, // und errette mich.
Zweiter Chor: Ehre.
Nachdem ich den Tag durchwandert, / verherrliche ich Dich, o Gebieter. / Den Abend samt der Nacht, ich flehe, Erretter, / gewähre mir ohne Ärgernis, // und errette mich.
Beide Chöre zusammen: Jetzt.
Nachdem ich den Tag durchlaufen, / besinge ich Dich in Hymnen, o Heiliger. / Den Abend samt der Nacht, ich flehe, Erretter, / gewähre mir ohne Nachstellung, // und errette mich.
Beide Chöre zusammen: Die unkörperliche Natur, die Cherubim, / verherrlichen Dich mit nie verstummenden Hymnen. / Die sechsflügeligen Wesen, die Seraphim, / hocherheben Dich mit unaufhörlichen Stimmen. / Das ganze Heer der Engel / preist Dich mit dreimalheiligen Gesängen. / Denn Du, Seiender Vater, bist vor allem, / und als Gleichanfanglosen hast Du Deinen Sohn. / Und als Gleichgeehrten den Geist des Lebens tragend, / zeigst Du das Unteilbare der Dreiheit auf.
Allheilige Jungfrau, Mutter Gottes, / ihr Augenzeugen und Diener des Wortes, / alle Chöre der Propheten und Martyrer, / da ihr unsterbliches Leben habt, / leget inständig Fürbitte ein für alle; / denn wir alle befinden uns in Schrecknissen, / damit wir – vom Irrwahn des Bösen erlöst – / das Lied der Engel rufen: / Heiliger, heiliger, heiliger, dreimalheiliger Herr, // erbarme Dich unser und errette uns. Amen.

Glaubensbekenntnis:

L: Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, Den dem Vater Wesenseinen, durch Den alles geworden ist, Den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, Den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, Der gelitten hat und begraben worden ist, Den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, Den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, Den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, Dessen Königtum ohne Ende sein wird. Und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, Den aus dem Vater Hervorgehenden, Den mit dem Vater und dem Sohne Angebeteten und Verherrlichten, Der gesprochen hat durch die Propheten, an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der künftigen Welt. Amen.

Bittverse, Ton 6.

In der Praxis ruft der Priester den Vers vor den Königlichen Türen aus und der Chor wiederholt diesen einmal bzw. zweimal.
Ch: Allheilige Gebieterin, Gottesgebärerin, lege Fürbitte ein für uns Sünder, dreimal.
Alle himmlischen Mächte der heiligen Engel und Erzengel, leget Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Heiliger Johannes, Prophet, Vorläufer und Täufer unseres Herrn Jesus Christus, lege Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Heilige, herrliche Apostel, Propheten, Martyrer und alle Heiligen, leget Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Unsere gottseligen und gotttragenden Väter, Hirten und Lehrer des Erdkreises, leget Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Hier wird zum Heiligen der Kirche gebetet, zweimal.
Unüberwindliche, unauflösliche und göttliche Kraft des kostbaren und lebenspendenden Kreuzes, verlass nicht uns Sünder, zweimal.
Gott, sei gnädig uns Sündern.
Gott, sei gnädig uns Sündern und erbarme Dich unser.
L: Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist… Wir: Amen.
Die königlichen Türen werden geöffnet.
Ton 4. Tropar des Fests.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.
Die königlichen Türen werden geschlossen.
L: Herr, erbarme Dich. 40 Mal.
Ehre, Jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater segne.
P: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
    L: Amen.
Gebet des hl. Basilius des Großen:
P: Herr, o Herr, der Du uns erlöst von jedem Pfeil, der am Tage fliegt, erlöse uns auch von jedem Ding, das im Finstern heranschleicht. Nimm an als Abendopfer das Erheben unserer Hände. Und würdige uns, unversucht von Übeln auch die nächtliche Rennbahn unbescholten zu durchlaufen. Erlöse uns von aller Unruhe und Mutlosigkeit, die uns vom Teufel her ergreifen. Gnädig schenke unseren Seelen Zerknirschung und unseren Überlegungen die Sorge um die Prüfung in Deinem furchterregenden und gerechten Gericht. Nagle fest unser Fleisch durch Deine Furcht und ertöte unsere irdischen Glieder, damit wir auch in der Ruhe des Schlafes erleuchtet werden in der Betrachtung Deiner Gerichte. Wende ab von uns jede ungeziemende Einbildung und schädliche Begierde. Lass uns erstehen zur Zeit des Gebetes, gestützt im Glauben und fortschreitend in Deinen Weisungen, durch das Wohlgefallen und die Güte Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Und drei Verbeugungen.
Psalm 50:
Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Psalm 101:
Herr, erhöre mein Gebet, und mein Schreien komme zu Dir. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab. Am Tage, da ich bedrängt werde, neige Dein Ohr zu mir; am Tage, da ich Dich anrufen werde, erhöre mich eilends. Denn meine Tage schwanden dahin wie Rauch, und meine Gebeine verbrannten wie dürres Holz. Ich wurde geschlagen wie Gras, und mein Herz vertrocknete; denn ich vergaß, mein Brot zu essen. Von der Stimme meines Seufzens klebte mein Gebein an meinem Fleisch. Ich wurde gleich einem Pelikan der Wüste, ward wie ein Nacht-Rabe im Gemäuer. Ich war schlaflos und ward wie ein einsamer Sperling auf dem Dach. Den ganzen Tag schmähten mich meine Feinde, und die mich sonst lobten, schworen wider mich. Denn Asche aß ich wie Brot, und meinen Trank mischte ich mit Tränen angesichts Deines Zorns und Deines Grimms; denn Du hast mich erhoben und niedergeschmettert. Meine Tage neigten sich wie ein Schatten, und ich vertrocknete wie Gras. Du aber, Herr, bleibst auf ewig, und Dein Gedächtnis währt von Geschlecht zu Geschlecht. Du wirst, wann Du auferstanden bist, Mitleid üben an Sion; denn es ist Zeit, Mitleid an ihm zu üben; denn gekommen ist die Zeit. Denn Wohlgefallen fanden Deine Knechte an seinen Steinen; und sie werden Mitleid üben an seinem Staub. Und die Nationen werden Deinen Namen fürchten, Herr, und alle Könige der Erde Deine Herrlichkeit. Denn der Herr wird Sion auferbauen und geschaut werden in Seiner Herrlichkeit. Er hat hingeblickt auf das Gebet der Demütigen und ihr Flehen nicht verachtet. Dieses werde aufgeschrieben für ein anderes Geschlecht, und ein Volk, das geschaffen wird, wird den Herrn loben. Denn Er schaute hervor aus Seiner heiligen Höhe, der Herr hat aus dem Himmel auf die Erde geblickt, um zu hören das Seufzen der Gefesselten, um zu erlösen die Söhne der Getöteten, um in Sion den Namen des Herrn zu verkünden und Sein Lob in Jerusalem, wenn die Völker sich zugleich versammeln und die Könige, um dem Herrn als Knechte zu dienen. Er antwortete ihm auf dem Weg seiner Stärke: Die Kürze meiner Tage tue mir kund. Führe mich nicht zurück in der Hälfte meiner Tage; Deine Jahre währen von Geschlecht zu Geschlecht. Im Anfang hast Du, Herr, die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke Deiner Hände. Sie werden zugrunde gehen, Du aber bleibst; alle werden sie veralten wie ein Kleid, und wie einen Umhang wirst Du sie zusammenrollen, und sie werden ausgetauscht werden. Du aber bist derselbe, und Deine Jahre werden nicht schwinden. Die Kinder Deiner Knechte werden sich niederlassen, und ihr Same wird auf ewig geleitet werden.
Gebet des Manasse, des Königs von Judäa:
Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Jakob, und ihres gerechten Samens, der Du den Himmel und die Erde mit all ihrem Schmuck geschaffen, der Du das Meer gebunden durch das Wort Deiner Anordnung, der Du den Abgrund verschlossen und ihn mit Deinem furchterregenden und herrlichen Namen versiegelt hast, vor dem alles erschauert und zittert angesichts Deiner Macht. Denn unwiderstehlich ist die Erhabenheit Deiner Herrlichkeit und unerträglich der Zorn Deiner Drohung wider die Sünder, unermesslich aber und unergründlich ist das Erbarmen Deiner Verheißung. Denn Du bist der höchste Herr, barmherzig, langmütig und vielerbarmend, und Dich reut es ob der Übeltaten der Menschen. Du, Herr, hast nach der Fülle Deiner Güte Umgeisten und Vergebung denen verheißen, die Dir gesündigt, und hast nach der Fülle Deines Mitleids den Sündern das Umgeisten zur Errettung bestimmt. Du also, Herr, Gott der Mächte, hast das Umgeisten nicht festgesetzt den Gerechten, Abraham, Isaak und Jakob, die Dir nicht gesündigt, sondern Du hast mir, dem Sünder, das Umgeisten festgesetzt, weil ich mehr an Zahl gesündigt als der Sand des Meeres. Zahlreich sind meine Gesetzlosigkeiten, Herr, zahlreich sind meine Gesetzlosigkeiten, und ich bin nicht würdig, unverwandt aufzuschauen und die Höhe des Himmels zu sehen wegen der Menge meiner Ungerechtigkeiten, da ich niedergebeugt bin durch viele eiserne Fesseln, so dass ich mein Haupt nicht erheben kann, und es gibt für mich keine Erleichterung, weil ich Deinen Grimm erzürnt habe und das Böse vor Dir getan, indem ich Deinen Willen nicht getan habe und Deine Anordnungen nicht bewahrt. Jetzt aber beuge ich das Knie des Herzens und bitte um Deine Milde: Ich habe gesündigt, Herr, ich habe gesündigt, und ich kenne meine Gesetzlosigkeiten. Aber ich flehe und bitte: Vergib mir, Herr, vergib mir, und richte mich nicht zugrunde mit meinen Gesetzlosigkeiten. Grolle mir nicht auf ewig und behalte mir nicht die Übel, noch verdamme mich in das Unterste der Erde. Denn Du bist Gott, der Gott derer, die umgeisten, und Du wirst an mir Deine ganze Güte erzeigen. Denn obwohl ich unwürdig bin, wirst Du mich erretten nach Deinem vielen Erbarmen, und ich werde Dich stets loben in den Tagen meines Lebens. Denn Dich besingt in Hymnen die ganze Macht der Himmel, und Dein ist die Herrlichkeit in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
L: Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist… Wir: Amen.
Die königlichen Türen werden geöffnet.
Ton 8. Kondak des Fests.
Dir, der Feldherrin, welche uns verteidigt, widmen wir, deine Diener, erlöst aus schrecklichen Nöten, zum Dank das Siegeslied, Gottesgebärerin. Du hast die Kraft, die niemand kann bekämpfen. So befrei uns aus Gefahren aller Art, auf dass wir dir rufen: Sei gegrüßt, unvermählte Braut.
Die königlichen Türen werden geschlossen.
L: Herr, erbarme Dich. 40 Mal.
Ehre, Jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater segne.
P: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
    L: Amen.
Gebet des hl. Mardarius:
P: Gebieter Gott, Vater Allherrscher, Herr einziggezeugter Sohn Jesus Christus und Heiliger Geist, eine Gottheit, eine Macht, erbarme Dich meiner, des Sünders, und nach Deinen Dir wohlbekannten Urteilen errette mich, Deinen unwürdigen Knecht. Denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Psalm 69 (wird an den ersten 4 Tagen der ersten Woche der Großen Fastenzeit nicht an dieser Stelle gelesen):
O Gott, merke auf zu meiner Hilfe; Herr, eile, mir zu helfen. Zuschanden und beschämt sollen werden, die nach meiner Seele trachten; zurück nach hinten sollen sich wenden und vollends zuschanden werden, die mir Übles wollen. Beschämt sollen sich augenblicklich zurückwenden, die mir sagen: "Gut so, gut so." Frohlocken und frohgemut sein über Dich sollen alle, die Dich suchen, o Gott, und sprechen sollen stets: "Hochgepriesen sei der Herr.”, die Deine Errettung lieben. Ich aber bin arm und bedürftig; o Gott, hilf mir; mein Helfer und mein Erlöser bist Du; Herr, säume nicht.
Psalm 142:
Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.

Kleine Doxologie:

Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Abend will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt. Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Lichte werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Würdige uns, Herr, in dieser Nacht sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Satzungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Satzungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Satzungen. Herr, Dein Erbarmen währet auf ewig, sieh’ nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebühret Dir, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

GROßE VESPER AB DER LITIA

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren des Fests. (von Byzantios)
Entsandt ward der Erzheerführer im sechsten Monat / zu dir, der Jungfrau und Reinen, / um dir zu künden das Wort der Rettung / und um dabei zu dir zu rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. / Gebären sollst du den Sohn vor aller Zeit aus dem Vater, / der sein Volk wird retten aus seinen Missetaten.
(von Anatolios)
Im sechsten Monat ward entsandt vom Himmel her / der Erzengel Gabriel / in die Stadt Nazaret in Galiläa, / um der Jungfrau die Freudenbotschaft zu bringen. / Er trat bei ihr ein und sprach zu ihr die Worte: / Sei gegrüßt, du Begnadete; der Herr ist mit dir. / Sei gegrüßt, du Behältnis der unbegrenzten Natur. / Denn dem nicht Raum bieten konnten die Himmel, / ihn hat umfangen dein gesegneter Mutterschoß. / Sei gegrüßt, du Hehre, du Rückrufung des Adam, / du Evas Erlösung, du Freude der Welt / und du Jubel unseres Geschlechtes.
Entsandt ward der Engel Gabriel / durch Gott vom Himmel her zur unbefleckten Jungfrau / in die Stadt Nazaret in Galiläa, / um ihr zu künden die unerhörte Weise der Empfängnis. / Entsandt ward der körperlose Diener / zur beseelten Stadt und geistigen Pforte, / um die Herablassung anzuzeigen / der Ankunft des Gebieters. / Entsandt ward der himmlische Streiter / zu dem beseelten Palaste der Herrlichkeit, / um dem Schöpfer vorzubereiten eine bleibende Wohnstatt. / Und er trat bei ihr ein mit dem Rufe: / Sei gegrüßt, du feuergestaltiger Thron, / höher erachtet als die viergestaltigen Wesen. / Sei gegrüßt, du Sitz des himmlischen Königs. / Sei gegrüßt, du unbehauener Berg, du allverehrtes Behältnis. / Denn in dir hat Wohnung genommen / die ganze Fülle der Gottheit im Leibe / durch das Wohlgefallen des Vaters / und die Mitwirkung des Heiligen Geistes. / Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Fests. (von Kosmas Monachos)
Heute verkündet Gabriel / der Begnadeten die frohe Botschaft; / Sei gegrüßt, du unvermählte Jungfrau, / die nicht weiß vom Manne. / Lass dich nicht verwirren von meiner fremden Gestalt. / Ein Erzengel bin ich; fürchte dich nicht! / Die Schlange hat einst Eva verführt; / nun verkünde ich dir die Freude. / Du wirst unversehrt verbleiben / und doch gebären den Herrn, du Unbefleckte.

Ektenie zur Litia

Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 4. Stichiren des Fests. (Stichera Idiomela)
Im sechsten Monat / ward gesandt der Erzengel zur reinen Jungfrau, / er sprach sie an, um sie zu grüßen / und er brachte ihr die frohe Botschaft, / aus ihr werde hervorgehn der Erlöser. / Und da sie den Gruß vernommen voll Glauben, / empfing sie dich, den Gott vor den Äonen, / dem es gefallen, / Mensch zu werden auf unsagbare Weise / zum Heile unserer Seelen.
Verkündet von Tag zu Tag, * das Heil unseres Gottes. (Ps 95,2)
Eine Sprache, die sie nicht kannte, / vernahm die Gottesgebärerin. / Denn der Erzengel sprach zu ihr / die Worte der Verkündigung. / Da sie den Gruß aufgenommen voll Glauben, / empfing sie dich, den Gott vor den Äonen. / So rufen auch wir dir zu unter Jubel: / Der du aus ihr Fleisch geworden / ohne dich zu verändern, o Gott, / schenke der Welt den Frieden / und unsern Seelen das große Erbarmen.
Singet dem Herrn ein neues Lied, * singet dem Herrn, alle Lande. (Ps 95,1)
Siehe, die Zurückrufung wird nun offenbar. / Gott eint sich den Menschen / über die Erwartung hinaus. / Durch des Erzengels Stimme / wird der Irrtum zerstört. / Denn die Jungfrau empfängt die Freude, / das Irdische ist geworden zum Himmel, / die Welt ist erlöst vom alten Fluche. / Jauchzen soll die Schöpfung und singen in Liedern: / Unser Schöpfer und Erlöser, Herr, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests. (von Andreas von Jerusalem)
Heut ergeht die frohe Botschaft der Freude. / Es ist die Festesfeier der Jungfrau! / Oben und unten werden verbunden. / Adam wird neu geschaffen, / Eva befreit von der ersten Trauer. / Das Zelt des uns gemäßen Wesens / ist zum Tempel Gottes geworden / durch die Vergöttlichung des angenommenen Teiges. / O des Mysteriums! / Unerkennbar ist die Weise der Entäußerung, / unsagbar die Weise der Empfängnis. / Der Engel dient dem Wunder. / Der jungfräuliche Leib nimmt auf den Sohn. / Der Heilige Geist wird herniedergesandt. / Der Vater oben hat sein Wohlgefallen / und setzt den Austausch ins Werk / gemäß dem gemeinsamen Ratschluss. / In ihm und durch ihn errettet, / lasst uns rufen zur Jungfrau / zusammen mit Gabriel: / Sei gegrüßt, du Begnadete, / aus dir ist die Rettung, / Christus, unser Gott, / der die uns gemäße Natur hat angenommen / und zu sich hinaufgeführt. / Ihn bitte, dass errettet werden unsere Seelen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar des Fests.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.

Brotsegnung

An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 4

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 4. Tropar des Fests.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.
Es wird das sechste Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 37 bis 45, nach westlicher Nummerierung 38 bis 46. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es wird das siebte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 46 bis 54, nach westlicher Nummerierung 47 bis 55. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Sedalen des Fests.
Der große Heerführer der unkörperlichen Scharen verkündet, nach der Stadt Nazareth gekommen, dir, o Reinste, den König der Ewigkeiten und Herrn, sprechend zu dir: Freue dich, gesegnete Maria, du unfaßbares und unaussprechliches Wunder, Wiederberufung der Sterblichen!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der große Heerführer der unkörperlichen Scharen verkündet, nach der Stadt Nazareth gekommen, dir, o Reinste, den König der Ewigkeiten und Herrn, sprechend zu dir: Freue dich, gesegnete Maria, du unfaßbares und unaussprechliches Wunder, Wiederberufung der Sterblichen!

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Fests.
Geistliche: Den Ruf des Erzengels rufen wir dir zu, Reine: / freue dich, Begnadete, der Herr ist mit dir.
     Ch: Den Ruf des Erzengels rufen wir dir zu, Reine: / freue dich, Begnadete, der Herr ist mit dir.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Den Ruf des Erzengels rufen wir dir zu, Reine: / freue dich, Begnadete, der Herr ist mit dir.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Gabriel ruft vom Himmel der Ehrwürdigen das Freue dich zu: "Du wirst in deinem Leib den Gott empfangen, der vor aller Zeit ist und der durch das Wort die Grenzen (der Welt) geschaffen hat." Daher rief Maria aus: "Ohne Mann bin ich, und wie soll ich da einen Sohn gebären? Wer hat jemals ein Gebären ohne Samen gesehen?" Und der Engel erklärte und sprach zur Gottesgebärerin und Jungfrau: "Es wird zu dir kommen Heiliger Geist, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es wurde Gabriel zur Jungfrau und Keuschen gesandt, und er verkündete ihr die unaussprechliche Freude: "Ohne Samen wirst du empfangen, und du wirst nicht verderben; denn du wirst als Sohn gebären den Gott, der vor aller Zeit ist, und er wird das Volk vor seinen Fehlern bewahren. Und der mich gesandt hat, um zu dir zu sprechen, du Gesegnete, das Freue dich, der ist Zeuge dafür. Als Jungfrau wirst du gebären, und nach der Geburt bleibst du wiederum Jungfrau."

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 4.
Von meiner Jugend an bedrängen mich viele Leiden. So halte selbst mich fest und rette mich, mein Erretter.
Die ihr hasset Sion, möget zuschanden werden durch den Herrn. Denn wie Gras werdet ihr verdorrt sein durch das Feuer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Fests, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Verkündet von Tag zu Tag / die Errettung unseres Gottes.
     Ch: Verkündet von Tag zu Tag / die Errettung unseres Gottes.

Vers: Singet dem Herrn ein neues Lied, singet dem Herrn alle Welt.
     Ch: Verkündet von Tag zu Tag / die Errettung unseres Gottes.

D: Verkündet von Tag zu Tag.
     Ch: Die Errettung unseres Gottes.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jenen Tagen stand Maria auf und ging eilends in das Bergland, in eine Stadt Judas; und sie kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabet. Und es geschah, sowie Elisabet den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kindlein in ihrem Schoße; und Elisabet ward mit dem Heiligen Geist erfüllt, sie rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Schoßes. Und woher wird mir dies zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang, hüpfte das Kindlein mit Frohlocken in meinem Schoße. Und selig, die geglaubt hat, dass zur Erfüllung kommen wird, was ihr vom Herrn gesagt ward. Und Maria sprach: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter. Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter. Denn Großtaten hat an mir gewirkt der Mächtige, und heilig ist sein Name;
Maria blieb aber ungefähr drei Monate bei ihr und kehrte in ihr Haus zurück.
(Lk 1, 39-49; 56)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse des Fests.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 2. Stichire des Fests.
Es verkündet Gabriel der Gnadenerfüllten heut: Freue dich, unvermählte und von keinem Gatten berührtes Mädchen! Wundere dich nicht über meine fremdartige Gestalt, erschrick nicht: Ich bin ein Erzengel. Die Schlange betrog einst die Eva: Jetzt verkündige ich dir die Freude, und du wirst unversehrt bleiben, und gebären den Herrn, o Allerreinste.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Kanon der Verkündigung, Ton 4.
Dichtung des Theophanes.
Der Kanon des Festes, mit den Akrostichis des Alphabetes.
Irmos: Öffnen will ich meinen Mund, dass er des Geistes voll werde. Mein Lobgesang verherrliche die Mutter des Königs, und man wird mich sehen, mit Freuden besingen alle ihre Wunder.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Singen soll dir, Herrin, dein Vorfahr David, während er die Lyra des (Heiligen) Geistes bewegt: Höre, Tochter, die fröhliche Stimme des Engels; denn unaussprechliche Freude wird er dir verkünden.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Engel rief: Ich rufe voller Freude aus: Neige dein Ohr, und merke auf mich, der dir eine Empfängnis ohne Samen verkündet; denn du hast Gnade gefunden vor dem Herrn, eine Gnade, die niemals eine andere fand, du Allreine.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Gottesgebärerin sprach: Lass mich wissen, Engel, die Kraft deiner Worte! Wie kann möglich sein, was du gesagt hast? Sprich ganz deutlich: Wie werde ich empfangen können, obwohl ich ein jungfräuliches Mädchen bin? Wie kann ich aber auch Mutter deines Schöpfers werden?
Katavasie, Ton 4: Öffnen will ich meinen Mund, dass er des Geistes voll werde. Mein Lobgesang verherrliche die Mutter des Königs, und man wird mich sehen, mit Freuden besingen alle ihre Wunder.
Ode 3
Irmos: Die dir Lobsingenden, o Gottesgebärerin, / du lebendige und unerschöpfliche Quelle, / die eine Festversammlung abhaltenden / kräftige geistlich, / und würdige sie an diesem Tag deines göttlichen Gedenkens / der Kronen der Herrlichkeit!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin sprach: Gewichen ist der Herrscher aus Juda, / und nun ist da die Zeit, zu der soll erscheinen / die Hoffnung der Völker, Christus. / Du aber erkläre, wie ich als Jungfrau / ihn soll gebären.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Engel rief: Du suchst von mir, o Jungfrau, zu erfahren / die Weise deines Empfangens. / Doch diese bleibt unerklärlich. / Der Heilige Geist aber wird dich überschatten / und in dir wirken in machtvollem Walten.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Gottesgebärerin sprach: Da meine Urmutter hat angenommen den Rat der Schlange, / wurde sie ausgeschlossen von der göttlichen Wonne. / Darum hab ich mich gefürchtet / vor deinem fremden Gruße / und mich gescheut vor dem Falle.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Engel rief: Entsandt ward ich als Gottes Diener / dir den göttlichen Ratschluss kundzutun. / Was fürchtest du dich vor mir, Allmakellose, der ich noch mehr mich vor dir fürchte? / Was ehrst du mich, Gebieterin, der hoch ich dich ehre?
Katavasie, Ton 4: Die dir Lobsingenden, o Gottesgebärerin, / du lebendige und unerschöpfliche Quelle, / die eine Festversammlung abhaltenden / kräftige geistlich, / und würdige sie an diesem Tag deines göttlichen Gedenkens / der Kronen der Herrlichkeit!

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Kondak des Triodions. (Traditionsgemäß betet man dieses Kondak während der Lesung des Großen Kanons kniend.)
Meine Seele, meine Seele, stehe auf. Warum schläfst du? Es nahet das Ende. Dann wirst du wehklagen. Sei also nüchtern, dass Christus deiner schone, der Gott, der an allen Orten zugegen ist, der alles erfüllt.
Ikos.
Da er die Heilsstatt Christi geöffnet erblickte und die Heilung, die aus ihr dem Adam erquoll, da hat der Teufel gelitten, da ward er verwundet. Und da er sich verloren sah, wehklagte er und rief seinen Genossen zu: Was soll ich tun mit dem Sohne Marias? Es tötet mich der Bethlehemit, der an allen Orten zugegen ist, der alles erfüllt.

Seligpreisungen, Ton 6

Der Gesang der Seligpreisungen an dieser Stelle ist eine Besonderheit der Gottesdienste des Großen Kanons und des Karfreitags. Daher sollte er nicht ausgelassen werden.
Ch: In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Den Räuber hast du, o Christus, als er am Kreuze das »Gedenke meiner« zu dir hinaufrief, im Voraus zum Bürger des Paradieses gemacht. Mach auch mich Unwürdigen seiner Reue würdig.
Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Von Manoe hast du gehört, meine Seele, dem Gott einst erschienen und der aus einer Unfruchtbaren damals empfing die Frucht der Verheißung. Seine Frömmigkeit lasst uns nachahmen.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Samsons Leichtsinn hast du nachgestrebt, ließest dir den Glanz deiner Taten entreißen, о Seele, hast durch Wollust der Enthaltsamkeit seligen Wandel den Feinden verraten.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Der mit des Esels Kinnbacke einst die Feinde überwunden, ward nun als Opfer lüsterner Geilheit erfunden. Wohlan, meine Seele, seinen Wandel, sein Werk, seine Üppigkeit fliehe.
Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Barak und Jephte, die Heerführer, wurden als Israels Richter vorher bestimmt. Unter ihnen Debora, die mutig war wie ein Mann. In ihren Tugenden, Seele, werde zum Manne, in ihnen sei stark.
Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Jaels Tapferkeit hast du erkannt, meine Seele, die den Sisara einst mit dem Zeltpflock tötete und die Rettung bewirkte. Hast gehört von dem Pfahle, in dem dir bildlich das Kreuz erscheint.
Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Ein lobenswürdiges Opfer opfere, Seele, wie eine Tochter, reiner als Jephtes Tochter, bring dar die Tat. Und schlachte deinem Herrn als Opfer die Leidenschaften des Fleisches.
Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Erkenne Gideons Vließ, meine Seele. Vom Himmel empfange den Tau, beuge vorn-über dich wie ein Hund, und trinke das Nass, das bei Verdrängung der Buchstaben dem Gesetze entquillt.
Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Elis, des Priesters Fluch, meine Seele, zogst du dir zu durch den Mangel an Mut, hast die Leidenschaften in dir geduldet, wie jener seine Kinder ließ Böses vollbringen.
Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Unter den Richtern hat ein Levit sein Weib den zwölf Stämmen in gleiche Stücke zerschnitten gesandt, meine Seele, dass sein Abscheu über die Sünde des Benjamin Stammes siege.
Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Anna, der Züchtigkeit Freundin, bewegte betend die Lippen zum Lobe. Doch ihre Stimme erklang nicht. Aber gleichwohl, wenn sie auch unfruchtbar war, gebiert sie einen Sohn, der des Flehens würdig ist.
Gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Unter die Richter wurde Annas Kind, der große Samuel, gezählt, der aus Armathem stammte und aufwuchs im Hause des Herrn. Ihn lass Mahner dir sein, meine Seele, und richte deine Werke vor denen der anderen.
Gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
David, zum König erkoren, ward königlich gesalbt mit dem Horne heiligen Öles. Willst du also das himmlische Reich, meine Seele, so salbe dich mit der Narde der Tränen.
Gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
Erbarme dich deines Gebildes, Erbarmer. Hab Mitleid mit dem Werk deiner Hände und schone aller, die sündigten, auch meiner, der mehr als alle deine Gebote verachtet hat.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: In anfangsloser Zeugung, in anfangslosem Ausgang verehre ich den Vater, den Zeugenden, und preise ich den Sohn, den Gezeugten, und besinge in Hymnen den Heiligen Geist, der zugleich mit dem Vater und mit dem Sohne erstrahlt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Ihn, der übernatürlich geboren wurde aus dir, verehren wir. Deines Kindes natürlichen Ruhm teilen wir nicht, Gebärerin Gottes. Denn, der Einer in seiner Person, wird zweifach in den Naturen gepriesen.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Gottstrahlende Sterne, Augenzeugen des Heilands, erleuchtet uns, die in der Nacht des Lebens wir schreiten, damit wir jetzt wie am Tage ehrbar wandeln, im Licht der Enthaltung die Leidenschaften der Nacht verjagen und frohlockend schauen Christi herrliche Leiden.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Der Apostel gotterkorene Zwölfzahl, eine Bitte tragt Christus jetzt vor, dass wir die Rennbahn der Fasten alle durchlaufen, die Gebote in Reue vollenden, freudig die Tugenden üben, damit wir also Christi, Gottes herrliche Auferstehung zu schauen erlangen und ihn lobpreisen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Sedalen des Triodions.
Gottes unbegrenzten Sohn, das Wort, das auf unerforschliche Weise durch ein Wunder aus dir geboren wurde, Gottesgebärerin, flehe an mit den Aposteln, dass er wirklichen Frieden verordne der Welt und vor dem Ende der Fehler Vergebung uns schenke und ob des Gipfels seiner Güte deine Knechte würdige des Reiches der Himmel.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sedalen des Fests.
Das Wort Gottes / ist jetzt auf die Erde herabgekommen; / der Engel hat sich / neben die Jungfrau gestellt und ruft ihr zu: / Freue dich; Gesegnete, / die du als einzige das Siegel bewahrt / und im Mutterschoß empfangen hast / das Wort und den Herrn, der vor aller Zeit war, / damit er als Gott aus Verwirrung errette / das Menschengeschlecht!
Ode 4
Irmos: Der da sitzet in Herrlichkeit / auf dem Throne der Gottheit, / Jesus der Hochgöttliche, / kam in leichter Wolke / auf unbedeckter Hand / und erlöste / diejenigen, welche rufen: / Ehre sei, Christus, deiner Kraft!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin sprach: Dass irgendeine heilige Jungfrau gebären werde, habe ich einst von dem Propheten gehört, der den Immanuel geweissagt hat. Ich begehre aber zu wissen, wie eine Menschennatur die Vermischung mit der Gottheit auf sich nehmen wird.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Engel rief: Verkündet hat der Dornstrauch, der unverbrannt geblieben war, nachdem er die Flammen aufgenommen hatte, das Unaussprechliche des Geheimnisses an dir, du begnadete Braut ohne Bräutigam; denn nach der Geburt wirst du, Keusche, immer jungfräulich bleiben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Gottesgebärerin sprach: Der du durch den Glanz Gottes des Allherrschers leuchtest, du Herold der Wahrheit, sprich Gabriel, völlig wahrheitsgetreu: Wie werde ich, wenn meine Keuschheit unverletzt bleibt, das körperlose Wort im Fleische gebären?
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Engel rief: In Scheu trete ich an dich heran, wie ein Knecht an seine Herrin; in Furcht nehme ich mich, Mädchen, vor dir in Acht, damit du begreifest: Wie ein Regenschauer auf ein Vließ wird das Wort des Vaters auf dich herabsteigen, so hat es Ihm gefallen.
Katavasie, Ton 4: Der da sitzet in Herrlichkeit / auf dem Throne der Gottheit, / Jesus der Hochgöttliche, / kam in leichter Wolke / auf unbedeckter Hand / und erlöste / diejenigen, welche rufen: / Ehre sei, Christus, deiner Kraft!
Ode 5
Irmos: Außer sich war das All / ob deines göttlichen Ruhmes; / denn du, vom Gatten unberührte Jungfrau, / hattest im Schoße / den Gott über Alles, / und hast geboren den über die Zeit erhabenen Sohn, / die du allen dich Lobpreisenden / die Erlösung zuerteilst!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin sprach: Ich vermag nicht, die Genauigkeit deiner Worte zu verstehen; denn Wunder hat es oftmals gegeben, auch Symbole und Bilder des Gesetzes, die durch göttliche Kraft gewirkt werden, doch niemals hat eine Jungfrau ohne Mann geboren.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Engel rief: Befremdlich sprichst du, völlig Tadellose; und befremdlich ist auch dein Erstaunen. Denn als einzige empfängst du den König des Alls, der in deinem Schoß Fleisch werden soll. Dich bilden Worte der Propheten vor, ebenso Rätsel und Symbole des Gesetzes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Gottesgebärerin sprach: Der für alle unzugänglich und unsichtbar ist, wie wird dieser im Schoß einer Jungfrau zu wohnen vermögen, im Schoß, den Er selbst gebildet hat? Wie werde auch ich empfangen Gott, das Wort, den Mitherrscher vom Vater und vom (Heiligen) Geist?
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Engel rief: Indem Er deinem Ahnen David verheißen, er werde auf den Thron Seiner Königsherrschaft die Schönheit Jakobs aus der Frucht des Mutterleibes setzen, hat Er dich als Einzige auserwählt zum Wohnplatz des Wortes.
Katavasie, Ton 4: Außer sich war das All / ob deines göttlichen Ruhmes; / denn du, vom Gatten unberührte Jungfrau, / hattest im Schoße / den Gott über Alles, / und hast geboren den über die Zeit erhabenen Sohn, / die du allen dich Lobpreisenden / die Erlösung zuerteilst!
Ode 6
Irmos: Es rief, die dreitägige Grabesruhe vorbildend, / der Prophet / Jonas in dem Meerungetüm flehend: / Aus dem Verderben errette mich, / Jesus, König der Kräfte!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin sprach: Da ich, o Gabriel, vernehme / den freudigen Klang deiner Worte, / werd ich erfüllt von gottbegeistertem Frohsinn. / Denn Freude verkündest du, / und deine Botschaft ist unaufhörliche Freude.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Engel rief: Dir ward gegeben, Gottesmutter, / die gotterfüllte Freude. / "Freue dich!" So ruft dir, Gottesbraut, die ganze Schöpfung. / Denn du allein wurdest, Reine, vorherbestimmt / zur Mutter des Sohnes Gottes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Gottesgebärerin sprach: Die Verurteilung der Eva / soll durch mich ihre Kraft verlieren. / Vergeben soll heute sein durch mich die Sünde. / Die alte Schuld soll ganz und gar / durch mich verziehen werden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Engel rief: Verheißen hat Gott dem Vorvater Abraham, / es sollten gesegnet werden / die Völker in seinem Samen. / Durch dich nun findet, o Reine, / die Verheißung heute ihre Erfüllung.
Katavasie, Ton 4: Es rief, die dreitägige Grabesruhe vorbildend, / der Prophet / Jonas in dem Meerungetüm flehend: / Aus dem Verderben errette mich, / Jesus, König der Kräfte!

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 8. Kondak des Fests.
Dir, der Feldherrin, welche uns verteidigt, widmen wir, deine Diener, erlöst aus schrecklichen Nöten, zum Dank das Siegeslied, Gottesgebärerin. Du hast die Kraft, die niemand kann bekämpfen. So befrei uns aus Gefahren aller Art, auf dass wir dir rufen: Sei gegrüßt, unvermählte Braut.
Ikos.
Der unter den Ersten stehende Engel ward vom Himmel gesandt, zu sagen der Gottesgebärerin das: Freue dich! Und mit der unkörperlichen Stimme, da er dich körperlich werden sah, o Herr, staunte er, und stand, indem er ihr zurief dieses: Freue dich, durch welche die Freude ausstrahlt; Freue dich, durch welche der Fluch schwindet! Freue dich, des gefallenen Adam Wiederberufung; Freue dich, Erlösung der Eva von den Tränen! Freue dich, für menschliche Fassungskraft unerklimmbare Höhe; Freue dich, weil du bist der Sitz des Königs; Freue dich, weil du trägst den Träger des Alls! Freue dich, Stern, der die Sonne erleuchtet; Freue dich, Schoß der göttlichen Fleischwerdung! Freue dich, du, durch welche die Schöpfung erneuert wird; Freue dich, du, durch welche der Schöpfer ein Kind wird! Freue dich, du unvermählte Braut.
Synaxarion.
Am 25. desselben Monats: Verkündigung unserer Allheiligen Gebieterin, Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria.
Ode 7
Irmos: Nicht dienten / der Schöpfung die Gottseligen / neben dem Schöpfer, / sondern des Feuers Drohung / mannhaft verachtend, / jubelten sie singend: / Hochgepriesener / der Väter Herr / und Gott, gelobt bist Du!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin sprach: Das unstoffliche Licht, / das sich mit dem Stoff des Leibes vereinen wird, / verkündest du, / um reichen Erbarmens willen, / eine strahlende frohe Botschaft, / göttliche Verkündigungen, / rufst du jetzt mir zu: / Gesegnet sei, Allreine, / die Frucht deines Leibes!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Engel rief: Freue dich, Herrin, / Jungfrau, freue dich, Allreine! / Freue dich, Gefäß Gottes! / Freue dich, Leuchter des Lichtes, / Adams Hilferuf! / Evas Erlösung, / heiliger Berg, / ringsum strahlendes Heiligtum / und Brautgemach der Unsterblichkeit!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Gottesgebärerin sprach: Die Seele hat er gereinigt und den Leib geweiht; zu einem Gott fassenden Tempel, zu einer von Gott geschmückten Wohnung und zu einem beseelten Bereich, hat mich die Ankunft des allheiligen Geistes gestaltet und zu einer reinen Mutter des Lebens.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Engel rief: Wie eine Lampe mit vielen Lichtern und wie ein von Gott bereitetes Brautgemach erblickte ich dich. Jetzt nimm wie die goldene Lade des Gesetzes den Mit-Seienden auf, dem es gefallen hat, durch dich das vergängliche Wesen zur Rettung der Menschen anzunehmen.
Katavasie, Ton 4: Nicht dienten / der Schöpfung die Gottseligen / neben dem Schöpfer, / sondern des Feuers Drohung / mannhaft verachtend, / jubelten sie singend: / Hochgepriesener / der Väter Herr / und Gott, gelobt bist Du!
Ode 8
Irmos: Höre, o Mädchen, reine Jungfrau! / Denn sagen solle Gabriel / den Ratschluss des Höchsten, den uranfänglichen, wahrhaftigen: / "Mache dich bereit zur Aufnahme Gottes." / Denn deinetwegen verkehrte der Grenzenlose / mit den Sterblichen. / Deshalb rufe ich freudenvoll: / Lobpreiset, / alle Werke des Herrn, den Herrn!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin sprach: Alle Gedanken der Sterblichen sind zu schwach, / zu ergründen, was Unbegreifliches du mir verheißest, / erwiderte ihm die Jungfrau,/ ich freue mich ob deiner Worte, / doch bebend fürchte ich, dass du mit List / mich wie Eva hinwegführest weit von Gott. / Aber dennoch, siehe, du rufst: / Lobpreiset, / alle Werke des Herrn, den Herrn!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Engel rief: Siehe, dir ward gelöst das Unergründliche, / sprach darauf Gabriel, / mit Recht sagtest du, es sei dies schwer zu verstehen, / folge nunmehr dem Wort deiner Lippen, / zweifle nicht, als sei es ein Wahngebilde, / sondern der Wirklichkeit glaube, / ich rufe ja freudig: / Lobpreiset, / alle Werke des Herrn, den Herrn!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin sprach: Dies ist von Gott das Gesetz für die Sterblichen, / spricht die Makellose darauf, / was immer geboren wird, soll gemeinsamer Liebe entstammen, / doch weiß ich nicht um die Lust der Vereinigung, / wie nun sagst du, ich werde gebären? / Ich fürchte, du redest voll Trug, aber dennoch, siehe, du rufst: Lobpreiset, / alle Werke des Herrn, den Herrn!
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Der Engel rief: Die Worte, du Heilige, die du zu mir da sprichst, / ruft wieder der Engel, sie treffen zwar zu, / wenn sterbliche Menschen geboren werden. / Der wahre Gott aber, künde ich dir / unaussprechlich und unbegreiflich, wird Fleisch aus dir, wie nur er es ergründet, / drum ruf ich auch freudig: / Lobpreiset, / alle Werke des Herrn, den Herrn!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Gottesgebärerin sprach: Du erscheinst mir als Künder der Wahrheit, / beschloss nun die Jungfrau die Rede, / als Bote gemeinsamer Freude kamst du, / geweiht bin ich nun an Seele und Leib, / wie dein Wort, so geschehe mir, / in mir soll zelten Gott, / zu dem ich rufe mit dir: / Lobpreiset, / alle Werke des Herrn, den Herrn!
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie, Ton 4: Höre, o Mädchen, reine Jungfrau! / Denn sagen solle Gabriel / den Ratschluss des Höchsten, den uranfänglichen, wahrhaftigen: / "Mache dich bereit zur Aufnahme Gottes." / Denn deinetwegen verkehrte der Grenzenlose / mit den Sterblichen. / Deshalb rufe ich freudenvoll: / Lobpreiset, / alle Werke des Herrn, den Herrn!
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Verkündige, Erde, große Freude, lobet, Himmel, die Ehre Gottes.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Irmos: Wie die beseelte Gotteslade, / soll sie niemals die Hand der Ungeweihten berühren, / die Lippen der Gläubigen aber sollen ohne zu schweigen / des Engels Gesang / der Gottesgebärerin anstimmen/ und in Frohlocken rufen: / Freue dich, / Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Unbegreiflich empfingst du Gott, / dem Gesetz der Natur verborgen, Jungfrau, / was Müttern geschieht, du entgingst ihm, als du gebarst, / der Natur nach wandelbar / bliebst du doch unverändert, / drum hörest du würdig: / Freue dich, / Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wie lässest du mich entquellen, heilige Jungfrau? / Nicht vermag eine sterbliche Zunge es auszusagen, / ein fremdes Naturgeschehen weisest du auf, / das die Grenzen / gewöhnlicher Mutterschaft übersteigt, / darum hörest du würdig: / Freue dich, / Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Geheimnisreich wird in den heilig-geschriebenen Büchern / von dir gesprochen, Mutter des Höchsten, / denn einstens, als Jakob die Leiter sah, das Vorbild von dir, / da sprach er: / Die Thronstufe Gottes ist diese. / Drum hörest du würdig: / Freue dich, / Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ein wunderbares Geschehen enthüllte dem Moses, / dem Zeichendeuter, Dornstrauch und Feuer; / und da er nach der Erfüllung suchte im Zeitenwandel, / rief er: / Schauen werde ich sie in der heiligen Jungfrau, / zu ihr als der Gottesgebärerin werde gesagt: / Freue dich, / Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Daniel nennt dich den geistigen Berg, / Isaias: Gebärerin Gottes, / Gedeon sieht dich als Vließ, / und David nennt dich Weihegeschenk, / ein anderer Pforte, / Gabriel aber ruft dir zu: / Freue dich, / Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir!
Katavasie, Ton 4: Wie die beseelte Gotteslade, / soll sie niemals die Hand der Ungeweihten berühren, / die Lippen der Gläubigen aber sollen ohne zu schweigen / des Engels Gesang / der Gottesgebärerin anstimmen/ und in Frohlocken rufen: / Freue dich, / Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir!

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ein Heerführer himmlischer Mächte ist von Gott, dem Allherrscher, zu einer reinen Jungfrau entsandt worden, um ihr die frohe Botschaft von einem befremdlichen, geheimnisvollen Wunder zu bringen. Denn Gott wird wie ein Mensch aus ihr gezeugt ohne Befruchtung, indem Er das gesamte Menschengeschlecht von neuem bildet. Völker, verkündet die frohe Botschaft von der Neubildung der Welt!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Lobpsalmen im 1. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Ton 1. Stichiren des Fests.
Vom Himmelsgewölbe herabgeflogen, gelangte Gabriel nach Nazareth zur Jungfrau Maria und rief ihr das Freue dich zu: Du wirst einen Sohn empfangen, der älter ist als Adam, den Schöpfer des Alls und Erlöser derjenigen, die zu dir das Freue dich rufen, o Reine.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Vom Himmelsgewölbe herabgeflogen, gelangte Gabriel nach Nazareth zur Jungfrau Maria und rief ihr das Freue dich zu: Du wirst einen Sohn empfangen, der älter ist als Adam, den Schöpfer des Alls und Erlöser derjenigen, die zu dir das Freue dich rufen, o Reine.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Als Gabriel der Jungfrau die frohe Botschaft aus dem Himmel gebracht, rief er das Freue dich aus: Du wirst in deinem Leibe den empfangen, der dir zugänglich, der Welt hingegen unzugänglich ist, und du wirst erscheinen als eine, welche die Leibesfrucht des aus Gott vor dem Morgenstern Aufgegangenen trägt.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Das ewige Wort des vor dem Anfang seienden Gottes, nicht geschieden von den Oberen, trat jetzt zu den Unteren um der Langmut willen, weil er Mitleid mit unserem Fehltritt gefasst hatte; und nachdem Er Adams Ärmlichkeit angenommen hatte, wurde das Fremde verwandelt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Fests. (Dichtung des Theophanos)
Das Geheimnis von Ewigkeit her wird heut enthüllt und der Sohn Gottes wird zum Sohne der Menschen, auf dass er, an dem Schlechteren teilnehmend, mir von dem Besseren mitteile. Getäuscht ward einst Adam, und er, der Sohn zu werden wünschte, ward es nicht. Gott wird Mensch, auf dass er den Adam zum Gott mache. Freuen möge sich die Schöpfung und jubeln die Natur, weil der Erzengel mit Furcht vor die Jungfrau tritt und das Freue dich bringt, den Gegensatz der Trauer. Der du aus dem Innersten der Barmherzigkeit Mensch geworden bist, unser Gott, Ehre

sei dir!

Kleine Doxologie

L: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Abend will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt. Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Lichte werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Würdige uns, Herr, in dieser Nacht sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Satzungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Satzungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Satzungen. Herr, Dein Erbarmen währet auf ewig, sieh’ nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebühret Dir, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Stichire des Triodions.
Räuberischen Angriffen fielst du anheim, meine Seele. Schlimm bist du durch eigene Fehler verwundet, der Feinde Torheit ausgeliefert. Wohlan, jetzt hast du günstige Gelegenheit. Ruf in Zerknirschung: Hoffnung du der Hoffnungslosen, der Verzweifelten Leben, Heiland, richte mich auf, sei mein Erretter.
Erfüllt wurden wir des Morgens von deinem Erbarmen, Herr, wir frohlockten und waren frohgemut an allen unseren Tagen. Mögen wir frohgemut sein für die Tage, da du uns gedemütigt hast, für die Jahre, da wir Übles sahen. Schau doch auf deine Knechte und auf deine Werke, und führe ihre Kinder.
(Märtyrer-Gesang)
Mit dem Harnisch des Glaubens herrlich bekleidet und mit dem Zeichen des Kreuzes bewaffnet, habt ihr euch als starke Streiter erwiesen. Den Tyrannen widerstandet ihr mannhaft, und des Teufels Trug habt ihr vernichtet. Ihr erranget den Sieg, darum wurdet ihr gewürdigt der Kränze. Flehet immer für uns um unserer Seelen Errettung.
Es komme der Glanz des Herrn, unseres Gottes, über uns, und lenke die Werke unserer Hände bei uns, ja, lenke das Werk unserer Hände.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton. Theotokion des Triodions.
Nimm an die Stimmen deiner Knechte, allreine Jungfrau, Gebärerin Gottes, und ohne Ende flehe um unserer Fehler Vergebung, um Frieden für uns.
Gut ist es, den Herrn zu bekennen und Deinem Namen zu singen, o Höchster, zu verkünden am Morgen Dein Erbarmen und Deine Wahrheit des Nachts.
Ton 4. Tropar des Fests.
Heute ist der Anfang unseres Heiles / und die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit. / Gottes Sohn wird der Sohn der Jungfrau / und Gabriel kündet die Gnade. / So lasst uns mit ihm zur Gottesgebärerin rufen: / Sei gegrüßt, du Begnadete. / Der Herr ist mit dir.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

GROßE VESPER
zusammen mit der
LITURGIE DES HL. JOHANNES CHRYSOSTOMOS

Die Göttliche Liturgie besteht aus einer Vesper, die zum Trishagion in die Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos übergeht.
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Trishagion bis Vater unser:

L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

     L: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr. Mit Bekenntnis und Erhabenheit hast Du Dich bekleidet, hast Dich mit Licht umhüllt wie mit einem Gewand, ausgespannt den Himmel wie ein Zelttuch. Der Seine Obergemächer in Wassern birgt, Der Wolken zu Seiner Steige setzt, wandelt auf den Flügeln der Winde. Der Seine Engel zu Geistern erschafft und Seine Diener zu feuriger Flamme. Der die Erde auf ihren festen Stand gegründet, nicht wird sie sich neigen auf immer und ewig. Der Abgrund ist Sein Umhang wie ein Gewand, auf den Bergen werden stehen die Wasser. Sie werden fliehen vor Seiner Schelte, zagen vor der Stimme Deines Donners. Sie steigen Berge empor und Ebenen hinab an den Ort, den Du ihnen begründet. Eine Grenze hast Du gesetzt, die sie nicht überschreiten werden, noch sich wenden, die Erde zu bedecken. Der Quellen entsendet in Klüften, zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser. Sie werden tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel werden empfangen für ihren Durst. An ihnen werden sich die Vögel des Himmels niederlassen, aus den Felsen heraus ihre Stimme geben. Der die Berge tränkt aus Seinen Obergemächern: von der Frucht Deiner Werke wird gesättigt werden die Erde. Der Gras aufgehen lässt dem Vieh und frisches Grün den Menschen zum Dienst, um Brot hervorzubringen aus der Erde – und Wein erfreut das Herz des Menschen –, das Angesicht heiter zu machen mit Öl; und Brot stützt des Menschen Herz. Gesättigt werden die Hölzer der Ebene, die Zedern des Libanon, die Du gepflanzt. Dort werden die Sperlinge nisten; die Wohnstatt des Reihers führt sie an. Die hohen Berge sind den Hirschen und der Fels den Hasen eine Zuflucht. Er schuf den Mond für die Zeiten; die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht, in ihr werden umherschweifen alle Tiere des Waldes, junge Löwen, die brüllen, um zu reißen und von Gott ihre Nahrung zu suchen. Die Sonne ging auf, und sie sammelten sich und werden sich niederlegen auf ihren Lagern. Der Mensch wird ausgehen zu seinem Werk und zu seinem Wirken bis zum Abend. Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen; erfüllt ward die Erde von Deiner Schöpfung. Da ist das große und weite Meer, dort sind Kriechtiere ohne Zahl, kleine Lebewesen samt großen. Dort fahren Schiffe einher; da ist dieser Drache, den Du gebildet, darin zu spielen. Alle warten auf Dich, dass Du ihre Speise gebest zur rechten Zeit. Gibst Du ihnen, werden sie sammeln. Öffnest Du Deine Hand, werden sie allesamt erfüllt sein von Güte. Doch wendest Du ab Dein Angesicht, werden sie aufgewühlt sein; Du wirst hinwegnehmen ihren Geist, und sie werden dahinschwinden und zurückkehren zu ihrem Staub. Du wirst aussenden Deinen Geist, und sie werden erschaffen werden, und Du wirst erneuern das Angesicht der Erde. Es sei die Herrlichkeit des Herrn auf ewig; erfreuen wird sich der Herr Seiner Werke, Der auf die Erde blickt und sie zittern lässt, Der die Berge anrührt, und sie rauchen. Singen will ich dem Herrn in meinem Leben, will Psalmen singen meinem Gott, solange ich bin. Süß sei Ihm meine Zwiesprache, ich aber will mich des Herrn erfreuen. Dahinschwinden mögen die Sünder von der Erde und die Gesetzlosen, so dass sie nicht mehr sind. Segne meine Seele den Herrn.
Die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

„Herr, ich schrie“, Ton

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Eine Sprache, die sie nicht kannte, / vernahm die Gottesgebärerin. / Denn der Erzengel sprach zu ihr / die Worte der Verkündigung. / Da sie den Gruß aufgenommen voll Glauben, / empfing sie dich, den Gott vor den Äonen. / So rufen auch wir dir zu unter Jubel: / Der du aus ihr Fleisch geworden / ohne dich zu verändern, o Gott, / schenke der Welt den Frieden / und unsern Seelen das große Erbarmen.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Siehe, die Zurückrufung wird nun offenbar. / Gott eint sich den Menschen / über die Erwartung hinaus. / Durch des Erzengels Stimme / wird der Irrtum zerstört. / Denn die Jungfrau empfängt die Freude, / das Irdische ist geworden zum Himmel, / die Welt ist erlöst vom alten Fluche. / Jauchzen soll die Schöpfung und singen in Liedern: / Unser Schöpfer und Erlöser, Herr, Ehre sei dir.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 1. Stichiren des Erzengels. (nach: Allgerühmte Martyrer)
Gabriel, der Hocherhabene, / der Geist gottähnlich gestaltet, / der von Licht erstrahlt, der Himmlische, / der schaut das Licht der drei Sonnen und sieht / mit den Ordnungen oben / das Mysterium, göttlich und schauererregend / er begab sich zur Jungfrau, / um ihr zu künden die frohe Botschaft, / und er bittet für unsre Seelen.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Das große Mysterium, / das vormals war unbekannt den Engeln / und verborgen vor den Äonen, / wurde dir allein, o Gabriel, anvertraut, / und du hast es angesagt / der allein Reinen, als du dich begabst nach Nazaret. / Mit ihr erbitte / unsern Seelen zum Geschenke / den Frieden und das große Erbarmen.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
(Zum 11. Vers: Er macht die Geister zu seinen Boten, / zu seinen Dienern des Feuers Flammen. (Ps 103)
Lichterfüllt bist du auf immer, / tust des Allherrschers Willen / und führst aus seine Befehle, / Engelfürst, vortrefflichster Gabriel. / Bring jenen Rettung, / die dich ehren voll Verlangen, / indem du allzeit erbittest / unsern Seelen zum Geschenke / den Frieden und das große Erbarmen.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests. (von Ioannes Monachos)
Gesandt wurde vom Himmel / der Erzengel Gabriel, / zu verkündigen der Jungfrau die Empfängnis. / Und da er sich begab nach Nazaret, / bedachte er bei sich / fassungslos das Wunder: / Wie soll der Unbegreifliche in den Höhen / geboren werden / aus einer Jungfrau! / Wie soll, der zum Throne den Himmel hat / und zum Schemel die Erde, / in den Mutterschoß einer Frau aufgenommen werden! / Er, den anzuschauen nicht vermögen / die Sechsflügeligen und Vieläugigen / geruhte durch ein Wort aus dieser Fleisch zu werden. / Der da eingeht, er ist der Logos Gottes. / Was stehe ich und sage nicht zur Jungfrau: / Sei gegrüßt voll der Gnade, / der Herr ist mit dir! / Sei gegrüßt, du reine Jungfrau! / Sei gegrüßt, du unvermählte Braut! / Sei gegrüßt, du Mutter des Lebens! / Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Evangeliar voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Mittwochabend, Ton 5:
D: Prokimenon im fünften Ton. O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

Vers: O Gott, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren die Worte meines Mundes.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

D: O Gott, in Deinem Namen errette mich.
     Ch: Und in Deiner Macht halte mir Gericht.
Parimien des Erzengels (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es kam Moses zum Berge Gottes Horeb. Es erschien ihm aber der Engel des Herrn in der Flamme des Feuers aus dem Dornbusch, und er sah, dass der Dornbusch brannte von Feuer, dass aber der Dornbusch nicht verbrannte. Moses sprach: Ich will hingehen und dieses große Gesicht schauen, weshalb nicht verbrennt der Dornbusch. Als aber der Herr sah, dass er hinging, um zu schauen, da rief ihn der Herr aus dem Dornbusch an und sprach: Moses, Moses! Der aber sagte: Was ist, o Herr? Der aber spach: Komm nicht näher! Löse den Schuh von deinen Füßen. Denn der Ort, an dem du stehst, ist heiliger Boden. Und er sprach zu ihm: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da wandte Moses sein Gesicht ab. Denn er hütete sich, das Angesicht Gottes zu schauen. Es sprach aber der Herr zu Moses: Ich habe geschaut uind gesehen die schlechte Lage meines Volkes in Ägypten und ich habe gehört sein Geschrei von denen her, die es zwingen zu schwerer Arbeit. Denn ich kenne ihre Klage und ich bin herniedergestiegen, um sie aus der Hand der Ägypter zu befreien und um sie herauszuführen aus jenem Lande und um sie hineinzuführen in ein gutes und weites Land, in ein Land, das fließt von Milch und Honig. (Ex 3, 1-8)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch der Sprüche.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Der Herr hat mich geschaffen als Anfang seiner Wege in seinen Werken. Vor der Weltzeit hat er mich begründet, zu Anfang, noch bevor geschaffen ward die Erde und bevor geschaffen wurden die Abgründe, bevor hervorsprudelten die Quellen der Wasser. Bevor gesetzt waren die Berge, vor allen Hügeln hat er mich gezeugt. Der Herr schuf die Fluren und die unbewohnten Flächen und die bewohnten Höhen auf Erden unter dem Himmel. Als er den Himmel bereitete, war ich bei ihm, und als er setzte seinen Thron auf die Winde: Als stark er machte die Wolken oben und als er sicherte die Quellen unter dem Himmel. Da er setzte dem Meer seinen Anteil, werden auch die Wasser ihren Schlund nicht überschreiten. Stark hat er gemacht die Grundfesten der Erde, und ich war bei ihm und fügte sie zusammen. Ich war es, woran er sich erfreute. Täglich aber erfreute ich mich vor ihm zu aller Zeit. (Spr 8, 22-30)
Die königlichen Türen werden geöffnet.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 3:
L: Prokimenon im dritten Ton. Lied der Gottesmutter: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

Vers: Denn hingeblickt hat Er auf die Niedrigkeit Seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.


Prokimenon des Erzengels, Ton 4:
L: Prokimenon im vierten Ton. Verkündiget von Tag zu Tag / die Errettung unseres Gottes.
     Ch: Verkündiget von Tag zu Tag / die Errettung unseres Gottes.

D: Weisheit.
     L: .
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Tages:
     
Apostel des Fests:
     Hebr 2, 11-18
Apostel des Erzengels:
     Hebr 2, 11-18
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Fests, Ton 6:
L: Alleluïa im sechsten Ton: Er wird herabsteigen wie Regen auf das Vlies und wie ein Tropfen, der auf die Erde tropft.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Vers: Sein Name wird gesegnet sein in Ewigkeit; vor der Sonne hat Sein Name Bestand.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.


Alleluïa des Erzengels, Ton 6:
L: Alleluïa im sechsten Ton: Er wird herabsteigen wie Regen auf das Vlies und wie ein Tropfen, der auf die Erde tropft.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten .
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach .
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Tages:

()*
Evangelium des Fests:
In jenen Tagen empfing Elisabet, die Frau des Zacharias, und sie hielt sich fünf Monate verborgen und sprach: So hat mir der Herr getan in den Tagen, in denen er hergeschaut hat, um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen. Im sechsten Monat aber ward der Engel Gabriël von Gott entsandt in eine Stadt Galiläas namens Nazaret zu einer Jungfrau, anverlobt einem Manne namens Joseph, aus dem Hause Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel trat zu ihr herein und sprach: Freue dich, Begnadete. Der Herr ist mit dir; du bist gesegnet unter den Frauen. Sie aber, als sie ihn sah, wurde aufgewühlt über sein Wort und überlegte, was für ein Gruß dies sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade bei Gott gefunden; und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und «Sohn des Höchsten» genannt werden; und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seines Königtumes wird kein Ende sein. Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird mir dies geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch <das geborene Heilige> Sohn Gottes genannt werden. Und siehe, Elisabet, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem hohen Alter, und dies ist der sechste Monat für sie, welche unfruchtbar genannt wird; denn bei Gott wird keine Rede machtlos sein. Maria aber sprach: Siehe, die Magd des Herrn; mir geschehe nach deiner Rede. Und der Engel schied von ihr.
(Lk 1, 24-38)*
Evangelium des Erzengels:
In jenen Tagen empfing Elisabet, die Frau des Zacharias, und sie hielt sich fünf Monate verborgen und sprach: So hat mir der Herr getan in den Tagen, in denen er hergeschaut hat, um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen. Im sechsten Monat aber ward der Engel Gabriël von Gott entsandt in eine Stadt Galiläas namens Nazaret zu einer Jungfrau, anverlobt einem Manne namens Joseph, aus dem Hause Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel trat zu ihr herein und sprach: Freue dich, Begnadete. Der Herr ist mit dir; du bist gesegnet unter den Frauen. Sie aber, als sie ihn sah, wurde aufgewühlt über sein Wort und überlegte, was für ein Gruß dies sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade bei Gott gefunden; und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und «Sohn des Höchsten» genannt werden; und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seines Königtumes wird kein Ende sein. Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird mir dies geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch <das geborene Heilige> Sohn Gottes genannt werden. Und siehe, Elisabet, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem hohen Alter, und dies ist der sechste Monat für sie, welche unfruchtbar genannt wird; denn bei Gott wird keine Rede machtlos sein. Maria aber sprach: Siehe, die Magd des Herrn; mir geschehe nach deiner Rede. Und der Engel schied von ihr.
(Lk 1, 24-38)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 4. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Erzengels.
Verkünde, du Erde große Freude, preist, ihr Himmel Gottes Herrlichkeit.

Dass die beseelte Lade Gottes keine Hand der Uneingeweihten je berühre! Die Lippen der Gläubigen aber sollen singen der Gottesgebärerin den Gruß des Engels, ohne zu verstummen, und im Jubel sollen sie rufen: Sei gegrüßt, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Der Herr hat den Sion erwählt und und ihn sich zur Wohnstatt erkoren.
Kommunionvers des Erzengels.
Der Herr hat den Sion erwählt und und ihn sich zur Wohnstatt erkoren.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Gemäß der Tradition gehen alles Geistlichen nach der Entlassung der Liturgie in die Mitte der Kirche, stellen sich vor der Festtagsikone auf und singen: Tropar des Fest, Ehre, Jetzt, Kondak des Fest, Hochpreisung des Fests.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.