Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 20. März 2022
(07. März 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

2. Sonntag der Großen Fastenzeit. Ton 6.
Gedächtnis unseres Vaters unter den Heiligen Gregorius Palamas, des Erzbischofs von Thessalonike und Wundertäters.
Märtyrer-Bischöfe Ephräm, Vasilevs, Evgenios, Agathodoros, Kapiton, Ätherios und Elpidios von Cherson. ohne
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 6

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Den Sieg über den Hades / erlangtest du, Christus, / als du das Kreuz bestiegest, / auf dass du mit dir ließest erstehen, / die da saßen im Dunkel des Todes, / du Freier unter den Toten, / der du quellen lässt das Leben / aus eigenem Lichte, / allmächtiger Erretter, // erbarme dich unser.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Heute hat Christus zertreten / den Tod, wie er hatte verheißen, / und ist auferstanden. / Der Welt hat er geschenkt das Frohlocken, / auf dass wir alle rufen / und so im Hymnus singen: / „Du Quelle des Lebens, / du Licht unzugänglich, / allmächtiger Erretter, // erbarme dich unser.“
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Herr, du bist da in der ganzen Schöpfung. / Wohin also sollten wir Sünder vor dir fliehen? / Vielleicht in den Himmel? / Doch dort wohnest du selbst! / Oder in den Hades? / Doch du hast den Tod zertreten! / Oder gar in die Tiefen des Meeres? / Doch dort ist deine Hand, o Gebieter! / Zu dir nehmen wir unsere Zuflucht. / Vor dir fallen wir nieder und flehen dich an: / „Der du erstanden bist von den Toten, // erbarme dich unser.“
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
In deinem Kreuz, o Christus, / wollen wir uns rühmen / und deine Auferstehung besingen und preisen wir. / Denn du bist unser Gott; // außer dir kennen wir keinen andern.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Allzeit lobpreisen wir den Herrn / und besingen seine Auferstehung. / Denn das Kreuz hat er erduldet // und durch den Tod den Tod vernichtet.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Ehre sei deiner Macht, o Herr, / denn du hast ihn zunichte gemacht, / der da besitzt die Kraft des Todes, / hast uns durch dein Kreuz erneuert / und uns geschenkt das Leben // und die Unverweslichkeit.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Ton 2. Stichiren des Triodions. (nach: mit welchen Liedern des Ruhmes)
Mit welchen Liedern des Ruhmes / sollen wir besingen den Hierarchen? / Ihn, der Gotteslehre Posaune, / den Mụnd der Gnade feuersprühend, / das hehre Gefäß des Geistes, / die Säule der Kirche unerschütterlich, / des Ẹrdkreises gewaltiges Frohlocken, / ihn, den Strom der Weisheit, / ihn, des Lichtes Leuchte, / das Gestịrn, das hell erstrahlt, // welches lässt erglänzen die Schöpfung.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Mit welchen Liedern des Ruhmes / sollen wir besingen den Hierarchen? / Ihn, der Gotteslehre Posaune, / den Mụnd der Gnade feuersprühend, / das hehre Gefäß des Geistes, / die Säule der Kirche unerschütterlich, / des Ẹrdkreises gewaltiges Frohlocken, / ihn, den Strom der Weisheit, / ihn, des Lichtes Leuchte, / das Gestịrn, das hell erstrahlt, // welches lässt erglänzen die Schöpfung.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Mit welchen Blüten des Hymnengesangs / sollen wir bekränzen den Hierarchen? / Ihn, den Verfechter wahrer Frömmigkeit / und Wịdersacher der Ruchlosigkeit, / den glühenden Anwalt des Glaubens, / den großen Weggeleiter und Lehrer, / des Gẹistes überaus wohlklingende Harfe, / die goldschimmernde Zunge, / die Quelle, aus welcher sprudeln / den Glạ̈ubigen der Heilungen Ströme, // den großen staunenswerten Gregorios.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Mit welchen Lippen sollen wir / Erdgeborenen preisen den Hierarchen? / Ihn, der Kirche Lehrer, / des Gọtteslichtes Künder, / den himmlisch Eingeweihten der Dreiheit, / die große Zierde der Mönche, / der durch die Tạt hervorleuchtet wie durch die Schau, / den Ruhm von Thessalonike, / der wohnt gemeinsam in den Himmeln / mit dem mỵronfließenden Dimitrios, // dem gotterfüllten, überaus wunderbaren.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6.
Du Frommer dreimalselig, / o heiligster Vater, / du guter Hirte / und Schüler des Erzhirten Christus, / der du gegeben hast die Seele für die Schafe, / flehe auch jetzt, unser Vater, / o gotttragender Gregọrios, / durch deine Bitten, / dass wir zum Geschenk erhalten // das große Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Wer wird dich nicht seligpreisen, / allheilige Jungfrau, / wer nicht besingen dein wehenloses Gebären? / Denn der zeitlos aus dem Vater hervorgestrahlt, / der einziggezeugte Sohn, / er selbst ging aus dir, der Reinen, hervor, / menschgeworden auf unsagbare Weise, / der da ist Gott der Natur nach / und der Natur nach Mensch geworden / um unsertwillen, / nicht getrennt in eine Zweiheit der Personen, / sondern kundgetan unvermischt in der Zweiheit der Naturen. / Ihn bitte, hehre Allseligste, // dass unsere Seelen Erbarmen finden.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Sonntagsprokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

D: Der Herr ist König.
     Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Theotokion des Sonntags vom Stichos nach dem Ton der Stichire der Kirche.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Deine Auferstehung, Christus Erretter, / besingen die Engel im Himmel; / auch uns auf Erden mach würdig, / reinen Herzens // dich zu preisen.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Zertrümmert hast du die ehernen Pforten / und die Riegel des Hades zermalmt / als allgewaltiger Gott / und hast auferstehen lassen / das gefallene Geschlecht der Menschen. / So wollen auch wir singen und rufen: / „Der du erstanden bist von den Toten, // Herr, Ehre sei dir.“
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Da uns wieder aufrichten wollte / Christus von dem Sturze von einst, / ließ er sich heften ans Kreuz / und bestatten im Grabe. / Da ihn aber suchten unter Tränen / die myrrhentragenden Frauen, / wehklagten sie und sprachen: / „Weh mir, du Erretter von allem! / Wie hast du es auf dich genommen, / zu wohnen im Grabe? / Doch wenn du dort wolltest wohnen, / wie wurdest du entwendet, / wie an einen andern Ort gebracht? / Welche Stätte hat deinen Leib verborgen, / der das Leben in sich trägt? / Wohlan, Gebieter, erscheine uns, / wie du hast versprochen, / und halt ab von uns den Jammer der Tränen!“ / Da sie also wehklagten, / rief ihnen zu ein Engel: / „Macht ein Ende dem Weinen / und saget den Aposteln, / dass der Herr ist auferstanden / und der Welt schenkt die Versöhnung // und das große Erbarmen.“
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Gekreuzigt wurdest du, o Christus, / wie du es hattest beschlossen, / und beraubtest den Tod durch das Grab. / Und am dritten Tage / erstandest du als Gott mit Herrlichkeit / und schenktest der Welt unendliches Leben // und das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Stichire des Triodions.
Deine Zunge, wachsam in der Lehre, / sie findet ihren Widerhall / in den Ohren der Herzen / und rüttelt auf die Seelen der Trägen, / und in deinen gottkündenden Worten / ist zu finden die Leiter, / die von der Erde hinauf zu Gott sie führt. / So lass nicht ab, Gregorios, / Thessaliens Wunder, / bei Christus zu flehen, / dass erleuchtet werden mit dem göttlichen Licht // jene, die dich ehren.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags.
Unvermählte Jungfrau, / die du Gott unsagbar hast empfangen im Fleische. / Mutter Gottes, des Höchsten, / nimm an, du ganz ohne Tadel, / die Bitten deiner Diener. / Allen erwirkest du Reinigung / von den Vergehen. / Nimm jetzt unser Flehen an und bitte, // dass wir alle Errettung finden.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 6

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Tropar des Triodions.
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion des Sonntags.
Der du für uns geboren aus der Jungfrau / und die Kreuzigung erduldet, o Guter, / der du im Tode dem Tod entrissen die Beute / und als Gott die Auferstehung gezeigt: / Verachte nicht, die du gebildet mit eigener Hand. / Erweise deine Menschenliebe, Barmherziger. / Nimm an die Gottesgebärerin, die dich gebar, da sie für uns bittet! // Und rette, unser Erretter, das Volk, das der Verzweiflung ist anheimgefallen!
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Sedalen des Sonntags.
Als das Grab war geöffnet,/ der Hades aber wehklagte,/ da rief Maria den Aposteln zu, die sich hatten verborgen:/ Kommt heraus, ihr Arbeiter des Weinbergs, / verkündet das Wort von der Auferstehung: / Der Herr ist auferstanden// und gewährt der Welt das große Erbarmen.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
O Herr, zu deinem Grabel begab sich Maria Magdalena./ Sie weinte laut und sagte,/ da sie dich hielt für den Gärtner:/ Wohin hast du gelegt das ewige Leben?/ Wo hast du ihn verborgen, der thront auf den Cherubim?/ Denn die ihn bewachten, sind vor Schrecken wie tot./ Gebt mir meinen Herrn oder rufet mit mir:/ Der du bist unter den Toten/ und erweckt hast die Toten, // dir sei die Ehre.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der voll der Gnaden du nanntest deine Mutter,/ gingest zum Leiden aus freiem Entschlusse/ und erstrahltest am Kreuze, / weil du aufsuchen wolltest den Adam, / und sprachest zu den Engeln:/ Freut euch mit mir, denn ich habe gefunden/ die verlorene Drachme. / Der du alles weise hast geordnet,// dir sei die Ehre
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Sedalen des Sonntags.
Das Leben ward beigesetzt in Grabe und ein Siegel angebracht an dem Steine. / Wie einen schlafenden König bewachten Christus die Soldaten/ und nachdem er seine Feinde mit Blindheit geschlagen, // ist auferstanden der Herr.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Durch deinen Tod aus freiem Willen, haben wir unsterbliches Leben gefunden, / Allmächtiger und alleiniger Retter von allem. / Denn durch deine hehre Erweckung/ hast du alle zurückgerufen, / hast zunichte gemacht den Sieg des Hades// und den Stachel des Todes.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gottesgebärerin Jungfrau,/ flehe an deinen Sohn,/ der sich ließ schlagen ans Kreuz) aus freiem Willen/ und ist auferstanden von den Toten, / Christus, unsern Gott,// daß errettet werden unsere Seelen.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )
In der Gemeindepraxis wird das 17. Kathisma Sonntags meist durch den Polyleos ersetzt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Ipakoi des Sonntags.
Durch deinen freiwilligen und lebenschaffenden Tod, o Christus,/ hast du zertrümmert als Gott die Pforten des Hades/ und uns das einstige Paradies eröffnet./ Und erstanden von den Toten// hast du dem Verderben entrissen unser Leben.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 6.
Zu dir im Himmel erheb ich meine Augen, o Logos; sei mir gnädig, auf daß ich dir lebe.
Erbarme dich unser, die wir sind verachtet; forme uns zu deinen brauchbaren Gefäßen, o Logos.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Zweite Antiphon.
Wäre der Herr nicht bei uns gewesen, so hätte niemand von uns widerstehen können den Ränken des Feindes; die freilich obsiegen, werden erhoben von hier.
Ihren Zähnen soll nicht fallen meine Seele wie ein Sperling zum Opfer, o Logos! Weh mir! Wie soll ich befreit werden von den Feinden, da der Sünde ich bin verhaftet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist kommt Vergöttlichung allen, Wohlgefallen, Einsicht, Friede und Segen. Denn sein Wirken dem des Vaters und des Logos ist gleich.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist kommt Vergöttlichung allen, Wohlgefallen, Einsicht, Friede und Segen. Denn sein Wirken dem des Vaters und des Logos ist gleich.
Dritte Antiphon.
Die vertraun auf den Herrn, sind schrecklich den Feinden und nötigen allen Bewunderung ab, da nach oben sie schaun.
Zu Gesetzlosigkeit streckt nicht aus seine Hände der Anteil der Gerechten, da dich, o Retter, zum Beistand er hat.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist ist die Kraft über alles. Ihn beten an die Heerführer oben mit allem, was unten Odem besitzt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist ist die Kraft über alles. Ihn beten an die Heerführer oben mit allem, was unten Odem besitzt.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Sonntags, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Herr, erwecke Deine Herrschaft / und komme uns zu erlösen.
     Ch: Herr, erwecke Deine Herrschaft / und komme uns zu erlösen.

Vers: Der Du Israel weidest, merke auf, der Du den Joseph gleich einem Lamme leitest.
     Ch: Herr, erwecke Deine Herrschaft / und komme uns zu erlösen.

D: Herr, erwecke Deine Herrschaft.
     Ch: Und komme uns zu erlösen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Sechstes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit, als Jesus von den Toten auferstanden war, stellte er selbst sich in ihre Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch. Sie aber – erschrocken und von Furcht erfüllt – meinten, einen Geist zu sehen. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr aufgewühlt, und warum steigen Überlegungen auf in euren Herzen? Sehet meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, gleichwie ihr mich haben schaut. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Weil sie aber vor Freude noch ungläubig waren und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas Essbares hier? Sie aber gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch und von einer Honigwabe; und er nahm es und aß vor ihren Augen. Er sprach aber zu ihnen: Dies sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz des Moses und den Propheten und Psalmen. Dann öffnete er ihre Geistkraft, um die Schriften zu verstehen; und er sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen von den Toten und in seinem Namen Umgeisten und Vergebung der Sünden gepredigt werden zu allen Nationen, anfangend von Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen dieser Dinge; und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber, bleibet in der Stadt Jerusalem, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe. Er führte sie aber hinaus bis nach Bethania, und er erhob seine Hände und segnete sie. Und es geschah: Während er sie segnete, schied er von ihnen und ward hinaufgetragen in den Himmel. Und sie huldigten ihm und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude. Und sie waren allezeit im Heiligtum und lobten und segneten Gott. Amen.
(Lk 24, 36-53)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Verse des Triodions.
Der Buße Pforten öffne mir, Lebenspender, frühmorgens strebt zu Deinem heiligen Tempel mein Geist, der trägt den ganz befleckten Leibes-Tempel, doch als der Gütige reinige ihn durch Dein wohlwollendes Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Pfade des Heils leite mich, Gottesgebärerin, der ja mit schändlichen Sünden meine Seele ich habe befleckt und mein ganzes Leben im Leichtsinn vergeudet; doch du rette mich durch deine Fürbitten von jeder Unreinheit.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Triodions.
Die Menge der von mir begangenen Missetaten bedenkend, schaudere ich Armseliger vor dem furchterregenden Gerichtstag; aber hoffend auf die Güte Deines Wohlwollens, rufe ich wie David zu Dir: Erbarme Dich meiner, Gott, nach Deinem großen Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Wie auf festem Land schritt Israel / auf dem Gang durch den Abgrund / und den Verfolger Pharao / sah es bedeckt vom Meere. / Lasst uns Gott ein Siegeslied // singen! So rief es aus.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Mit ausgestreckten Händen am Kreuze / hast du erfüllt, o Jesus, / alles insgesamt, o Guter, / nach dem Wohlgefallen des Vaters. / Darum ein Siegeslied // alle wir dir stimmen an.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Voll Schrecken wird der Tod wie ein Sklave / herantreten, herbeibefohlen, zu dir dem Gebieter des Lebens, / der uns durch ihn zuteil läßt werden / unendliches Leben // und die Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den eigenen Bildner, hast du empfangen, / wie er hat selbst es gewollt, / und der samenlos aus deinem Leibe / ist Fleisch geworden über dem Verstehen./ So wardst du erwiesen als Gebieterin // wahrlich der Geschöpfe.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Vor dem Thron des Pilatos stand freiwillig, vor dem ungesetzlichen Gerichte als ein Gerichteter der Richter, und von der Hand der Ungerechtigkeit wird in das Angesicht geschlagen der Gott, vor dem erzittern Erde und Himmel!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Ausgebreitet hast du, Erlöser, deine göttlichen Hände auf deinem allreinen und lebendigmachenden Kreuze, und zusammengeführt zu deiner Erkenntnis, Gebieter, die Völker, welche anbeten, Herr, deine ruhmreiche Kreuzigung!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Es stand, Tränenströme vergießend, an deinem Kreuze, Erlöser, die Allunschuldige, die Blutstropfen aus deiner Seite sehend, Christos, und dein unvergleichliches Mitleid verherrlichend!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Akrostichon: Mutter Gottes, gib mir reiche Gnaden.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Mit dem Genuss der vom Baume entnommenen Speise des Ungehorsams führte Eva den Fluch ein; doch du hast denselben getilgt, Unschuldige, gebarend die Erstlingsgarbe des Segens, Christum!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Unschuldige, die du die Perle des Gottesglanzes, Christum, geboren hast, das Dunkel meiner Leidenschaften und den Sturm meiner Missetaten zerstreue durch das Licht deines Strahlenschimmers!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Tief in die Zukunft blickend, sah Jakob voraus die Erwartung der Volker, geheimnisvoll mit geistigen Augen, den Gott, der uns erlöste durch deine Vermittlung!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Teure, als mangelten Fürsten aus dem Stamme Juda, Allunschuldvolle, da ist dein Sohn und Gott, hervortretend als Herrscher der Enden der Erde, in Wahrheit jetzt König geworden!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Des Joseph. Dieser Kanon entspricht nicht dem Kanon in der russischen Triodionausgabe.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Nimm mich, o Heiland, der gläubig hineilt zu Deinen Erbarmungen, auf wie einst den verlorenen Sohn und reiche mir dar die Vergebung der Sünden, o Christe, und lasse mich wieder in Reinheit zurück mich wenden zu der Schönheit von einst, Deine unsagbare Erbarmung, o Heiland, besingend in Hymnen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Erbarmender Heiland, auch mir breite Deine Arme entgegen, wie Du einst sie ausbreitetest dem Verlorenen, der sich wieder von allen sündigen Wegen abwandte, o Wort. Ich bitte, gib mir wieder zurück die einstige Schönheit, die ich Tor einst durch schlimme Taten verlor.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Abgewandt habe ich von allem heiligen Werk meinen Sinn, in ein weit gelegenes Land mich begeben als fremder Menschen Knecht, die listig auf Leidenschaft ausgehen. Jetzt aber kehre ich heim. Vater, nimm mich auf, rufe ich zu Dir, wie einen Deiner Mietlinge, Heiland.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Reine Mutter des Emanuel, Ihn flehe, o Heilige, nun auf mütterliche Weise an, auch mich aufzunehmen wie den verlorenen Sohn, mich, der abwich vom Wege Gottes, in Geistesblindheit zu der Übertretung bösen Bergen sich immerzu verirrte.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Niemand ist heilig wie du, / o Herr, mein Gott, / der du erhöht hast das Horn deiner Gläubigen, o Guter, / und uns hast gefestigt // auf dem Felsen des Bekenntnisses zu dir.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Gott gekreuzigt im Fleisch / erblickte die Schöpfung, / da zerfiel sie vor Furcht; doch durch die vereinende Hand / des um meinetwillen Gekreuzigten // ward zusammen sie gefügt in Kraft.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der durch den Tod vernichtete Tod / liegt elend ohne Odem da. / Denn nicht hält stand dem göttlichen Ansturm des Lebens / der Starke, sondern verfällt dem Tode // und so wird allen gewährt die Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Das Wunder deines gotterfüllten Gebärens / übersteigt, o Reine, / alle Ordnung der Natur; denn Gott hast du übernatürlich / empfangen im Leibe, hast ihn geboren // und bleibst doch die allzeit Jungfräuliche.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Im Grabe drei Tage weilend, erwecktest du durch deine lebendig machende Auferstehung die ehedem Getöteten auf; die von der Verdammnis Erlösten frohlockten in Freude, rufend: Siehe, du, die Befreiung, bist gekommen, Herr!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Ehre sei deiner Auferstehung, unser Erlöser! Denn du hast uns von der Verwesung des Hades und vom Tode erlöst als Allmachtiger, und lobsingend sprechen wir: Keiner ist heilig, außer dir, menschenliebender Herr!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als du den von dir Geborenen sahst von der Lanze verwundet, wurdest du verwundet im Herzen, Allheilige, Allunbefleckte, und erschrocken sprachst du: Wie hat dir vergolten, Kind, das frevelhafte Volk!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erhabene Gottesmutter, mein gefallenes und totes Fleisch aus deinem Schosse unaussprechlich annehmend und es unsterblich machend, hat es der Gütige auf ewig mit sich verbunden!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Ruhmreiche Jungfrau, den aus dir Fleisch gewordenen Gott erblickend, erschraken in Furcht die Engelchöre, und als Mutter Gottes feiern sie dich in nimmer schweigenden Lobgesängen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Ganz außer sich geriet der Prophet Daniel, sehend dich als geistigen Berg, aus dem ohne Hände abgehauen wurde der Stein, und der Dämonen Altäre machtvoll zertrümmerte!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
O Jungfrau, weder vermag der Menschen Wort noch Zunge dich würdig zu preisen; denn aus dir geruhte ohne Samen der Lebensspender Christos Fleisch zu werden, Allunschuldige!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Schaue meine Bosheit, o Herr. Reiche meiner armen Seele dar der Reue Gesinnung und nimm auf wie einst den verlorenen Sohn den, der zurück sich wendet zu Dir und vergib mir meiner vielen Sünden Fülle, Gebieter.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wider Dich allein habe ich Armer gesündigt. Dich allein, der gut ist von Natur, Wort, habe ich erzürnt. Du bist allein reich an Erbarmung. Nimm mich Reuigen wieder auf. Denn du allein, Erbarmer, bist gütig, mitleidvoll du allein.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erbarmender Herr, der Erbarmungen Vater, von aller Bosheit Wege kehre ich heim. Nimm mich auf wie den verlorenen Sohn. Schenke mir der Reinheit strahlendes Kleid. Mache mich teilhaft des Anteils jener, o Guter, die Dir herrlich gedient.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Christus nahm Fleisch an aus Dir, Adams Armut hat Er getragen. Ihn flehe an, mich, der an allem Guten so arm ist, wie einst den verlorenen Sohn zu bereichern mit göttlichen Gaben, Allreine, mich, der Dich gläubig in Hymnen besingt.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Kondak des Triodions. (zum Triodion)
Jetzt ist die Zeit zu handeln, / vor der Tür steht das Gericht, / erheben wir uns denn, ihr Fastenden, / laßt Tränen uns darbringen der Reue und rufen, / Sünden haben wir mehr als der Sand am Meer, / doch vergib uns, Allschöpfer, // auf daß wir erlangen der Unvergänglichkeit Krone.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Christus ist meine Kraft, mein Gott und Herr. / So die erhabene Kirche gottwürdig / singt und ruft aus reinem Sinne hinauf // und im Herrn ein Fest sie feiert.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Baum erblühte, Christus, fürwahr des Lebens. / Denn das Kreuz wurde eingetrieben und begossen / mit dem Blut und Wasser aus deiner reinen Seite // und ließ uns das Leben sprießen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Nicht mehr flüstert mir die Vergöttlichung / trügerisch ein die Schlange; denn Christus, der Vergöttlicher / der Natur der Menschen, hat nun eröffnet den Pfad // ungehindert mir zum Leben.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Wie wahrhaft unsagbar und unbegreiflich / sind geschehen, Gottesgebärerin, / die Mysterien, stete Jungfrau, deines gottwürdigen Gebärens // denen auf Erden und im Himmel.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Dein ehrwürdiges Kreuz verehren wir, und deine Nägel, Christos, und die heilere Lanze mit dem Rohr und dem Kranz aus Dornen; mögen wir durch dieselben von der Verwesung des Hades erlöst werden!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Das Grab nahm dich, Erlöser, auf, den als freiwillig tot um uns Erschienenen, doch vermochte es keineswegs dich zu behalten, Wort! Denn als Gott bist du auferstanden, erlösend unser Geschlecht!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Immerjungfräuliche Gottesmutter, die du den Erlöser, Christum, den Sterblichen geboren hast, befrei von Gefahren und Qualen uns, die wir gläubig fliehen unter deinen göttlichen Schutz!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Tönen lassen wir, Reine, unsere Lobgesänge dir, der Allunbefleckten, durch dich gerettet und fromm singend rufen wir: Gesegnet bist du, die du, Immerjungfrau, Gott geboren hast!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Trost bringend hast du, Jungfrau, das nimmer untergehende Licht geboren; den in der Finsternis des Lebens durch das Fleisch Befindlichen leuchte, Allseligste, und denen, die dich besingen, Freude hervorquellend!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es ist erblüht die Freude, abgestellt das Gesetz, durch dich, Allheilige! Denn du, Unschuldvolle, gebarest den Herrn, der uns, Immerjungfrau, gewahrt die Vergebung!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Siehe, als tot erwies mich der Genuss vom Baume; doch das aus dir, Allunschuldvolle, erschienene Holz des Lebens erweckte mich auf, und setzte mich ein zum Erben der Wonne des Paradieses!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wie einst der verlorene Sohn, so habe auch ich mich nun Deinen Armen entwunden und wurde ein Sklave schimpflicher Taten. Ich kehre zurück. So nimm denn, o Vater, mich auf und lasse in heiligen Gewändern mich strahlen, mache Deiner Seligkeiten mich teilhaft.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Liebend die Unfruchtbarkeit, bin ich in fremder Menschen Knechtschaft geraten und wurde vom Hunger verzehrt nach heiliger Tugend. Ich kehre zurück. So nimm denn mich auf. Wider Dich, Vater, Menschenfreund, habe ich gesündigt. In Deine Arme schließe mich wieder und sei mein Erretter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In Sorglosigkeit habe ich Armer das Leben verbracht. Dein Erbarmen, Christus, Gebieter, erkennend, eile ich reuig zu Dir. Verachte denn mich Sünder nicht, nein, nimm mich auf wie einst den verlorenen Sohn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Von allem Schmutze der Leidenschaften, Begnadete Gottes, wasche mich rein durch den Tau Deiner Erbarmung, dass einst rein ich erscheine dem Antlitze Dessen, Der, Reine, Braut Gottes, aus Deinem seligen Schoß ward geboren.
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Durch deinen göttlichen Glanz, o Guter, / erleuchte, so bitte ich, die Seelen derer, / die frühmorgens zu dir eilen aus Liebe, / auf daß sie dich erkennen, o Logos Gottes, / als den wahrhaftigen Gott, // der aus dem Dunkel der Sünden ruft zurück.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Zurückweichen die Cherubim / und das Flammenschwert wendet sich ab / von mir nun, o Gebieter, / da sie dich schauen, O Logos Gottes, als den wahrhaftigen Gott, // der bahnt dem Schächer den Weg ins Paradies.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Nicht mehr fürchte ich, o Christus, / die Rückkehr zur Erde, Gebieter. / Denn du hast aus der Erde erhoben / mich Vergessenen aus großem Erbarmen zur Höhe // der Unvergänglichkeit durch deine Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die dich als Gottesgebärerin / von Herzen bekennen, bewahre, / du gütige Gebieterin des Kosmos. / Denn dich, Gottesmutter, besitzen wir wahrhaftig // als unbezwinglichen Beistand.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Durch die Speise des Holzes in Edem sank in das Verderben, Herr, der Stammvater, ungehorsam deinem Gebot, Allgütiger! Doch du hast ihn durch das Kreuz emporgeführt zu der ersten Schönheit, indem du gehorsam warst dem Vater, Erlöser!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Durch deinen Tod, Gütiger, hast du des Todes Macht zerstört, und die Quelle des Lebens strömte uns hervor, und Unsterblichkeit ward geschenkt. Deshalb beten wir an dein Begräbnis und deine Auferstehung, durch welche du als Gott die ganze Welt erleuchtet hast!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Der da wohnt in den Himmeln, der Schöpfer des Alls, der Herr, nahm Wohnung, Allunbefleckte, unaussprechlich in deinem Mutterschosse, verherrlichend dich, die du erhaben bist über die Himmel, heiliger als die unstofflichen Schaaren. Deshalb preisen die Erdbewohner dich jetzt selig!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Geworden bist du, die du fernhin schimmernd durch Unschuld strahlst, göttliche Wohnstatte des Gebieters, Allbesungene; denn du allein hast dich erwiesen wirklich als Mutter Gottes, auf deinen Armen als ein Kind ihn tragend!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Indem du trugst die geistige Schönheit der Gute deiner Seele, wurdest du Gottes Braut, versiegelt durch Jungfraulichkeit, Hehre, und durch der Unschuld Glanz die Welt erleuchtend!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es möge wehklagen die Schaar der Schlechtgläubigen, welche nicht verkünden dich klar als unschuldige Gottesmutter; denn du hast dich uns erwiesen als Pforte des göttlichen Lichtes, die Finsternis der Sünden zerstreuend!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Den unvernünftigen Wesen wurde ich ähnlich, indem ich unter lockende Leidenschaften mich beugte, und hungernd nach aller Art Tugenden, rufe ich zu Dir: Erbarmender Vater, nimm mich jetzt auf und sei mein Erretter, töricht habe ich Dich zum Zorne gereizt.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Durch die Sünden wurde ich gänzlich, o Herr, gleich einem Gefäße zermalmt. Erneuere mich durch Reue. Der Geretteten Anteils mache mich teilhaft, Übergütiger, so dass ich erhebe Deine Erbarmung.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Den Reichtum von einst habe ich zerstreut, mit Huren vergeudet, die weit sich abwandten, Heiland, von Dir. Wohlan denn, nimm mich auf, der jetzt heimkehrt. Denn Deiner Güte Reichtum ist maßlos.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der das All aus dem Nichtsein hinüberführte ins Dasein, Allreine, der trat durch Dich ins Dasein als Mensch. Ihn flehe an, mich Verirrten zurückzuführen zu den Straßen der Reue.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Das Meer des Lebens / seh ich aufgewühlt durch die Brandung der Versuchungen. / So eile ich zu deinem windstillen Hafen und rufe zu dir: / Führe heraus aus dem Verderben mein Leben, // du Vielbarmherziger.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Gekreuzigt, o Gebieter, / mit Nägeln hast du den wider uns geschleuderten Fluch vertrieben, / hast mit lanzendurchstochener Seite, den Schuldbrief des Adam zerrissen // und der Welt die Freiheit gebracht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Adam ward hinabgerissen, / durch Trug hinuntergestoßen in den Abgrund des Hades. / Doch du, Gott von Natur und voller Mitleid, bist hinabgestiegen, / um ihn zu suchen, auf die Schultern zu nehmen // und hast ihn mitaufgerichtet.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Allreine Gebieterin, / die du geboren hast den Sterblichen als Lenker den Herrn, / meiner Leidenschaften schwankende und schreckliche Wirrnis / bring zur Ruhe und Windstille gewähre // meinem Herzen.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Christosmörderisch und prophetenmörderisch war der Hebräer Menge. Denn, wie sie sich einst nicht scheute, die Propheten, die geheimnisvollen Strahlen der Wahrheit, zu töten, so tötete sie auch jetzt, vom Neid getrieben, den Herrn, welchen jene verkündet hatten. Doch für uns ist seine Tötung Leben geworden!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Gefangen, aber nicht festgehalten wurdest du, Erlöser, im Grabe: denn, wenn du auch freiwillig den Tod schmecktest, Wort, so bist du doch als unsterblicher Gott auferstanden, mit auferweckend die im Hades Gefesselten, und Freude den Weibern anstatt der früheren Trauer schenkend!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: „Ungeehrt und kümmerlich erschien die Gestalt des Fleisches bei den Sterblichen zur Zeit des Leidens, denn in der Gestalt der Gottheit, als Herrlicher in Schönheit, zeigtest du dich dem David. Doch mit dem Stabe deines Reiches zerschmettertest du der Feinde Kraft,“ sprach die Unschuldige, „o mein Sohn und Gott steh auf aus dem Grabe!“
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Bereits der Große unter den Propheten, Mose, beschrieb dich im Voraus als Lade und Tisch und Leuchter und Gefäß sinnbildlich, bezeichnend die Fleischwerdung des Allerhöchsten aus dir, jungfräuliche Mutter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Mit deiner Frucht, Gebieterin, in Berührung gekommen, wird der Tod getötet, getilgt die Verwesung, die Verdammnis des Adam; denn du gebarest das Leben, welches von der Verwesung befreit die dich Besingenden!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Indem mir erstrahlte die über Vernunft und Denken hinausgehende Gnade der Geburt des Gottes und Erlösers aus dir, Jungfrau, da schwand das Gesetz dahin, und vorüber ging der Schatten, Vielbesungene!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Neige Dich, mich zu erretten, der stets zu dem Sündhaften hinneigt, wie einst du Dich neigtest, o Heiland, dem Flehen des verlorenen Sohnes, so dass ich Deine Erbarmung besinge.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Heiliger, Du allein erquickest unter Heiligen Dich. Mit Reue erleuchte mich, meine Seele mache heilig und von aller Sünde befreie mich.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In die Tiefen der Sünden gerate ich hinein. Sei mein Erretter. Ich hungere, Christus, nach Deiner Gnade. Nähre mich durch heilige Einsicht und mache mich Deiner Herrlichkeit teilhaft.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Es erschien in Wahrheit Dein Schoß als die Werkstatt der Einigung der beiden Naturen des göttlichen Wortes. Darum preisen wir Dich, besingen fromm Dich in Hymnen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 8. Kondak des Triodions. (des Hl. Gregor Palamas)
Du heiliges und göttliches Werkzeug der Weisheit, / der Theologie glänzende Posaune, / einstimmig besingen wir dich, Gottesredner Gregorius, / du bist ja Geist und trittst hin vor den Ersten Geist, / so leite zu Ihm auch unseren Geist, hin, Vater, damit wir rufen: // Freue dich, Künder der Gnade.
Ikos.
Zu wem, wohin und an wen soll ich fliehend mich wenden, der ich liederlich lebte, ich Armer, wie sonst keiner im Leben? Öffne mir Deiner Erbarmungen Güte. Reuig falle ich nieder vor Dir. Habe Mitleid mit mir. Ich habe gesündigt wider den Himmel und vor Dir. Zu einem Deiner Mietlinge mache mich, himmlischer Vater. Nicht bin ich würdig, des Sohnes Namen zu tragen. Wohlan, komme mir entgegen, nimm mich auf, sei mein Erretter. Denn du bist der Hirte derer, die gläubig eilen zu dir.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Zum Tauspender machte den Ofen / der Engel für die frommen Knaben. / Doch die Anordnung Gottes verbrannte die Chaldäer, / bewog den Tyrannen zu rufen: // Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wehklagend über dein Leiden / hüllte in Dunkel sich die Sonne / am Tage, und über die ganze Erde, o Gebieter, / verdunkelte sich das Licht mit dem Rufe: // Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Gekleidet wurde das Unterirdische, o Christus, / durch deinen Hinabstieg in Glanz. / Der Vorvater aber erschien erfüllt von Herzensfreude, / tanzte und sprang mit dem Rufe: // Gepriesen bist du, o Gott unsrer Väter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Durch dich, Mutter-Jungfrau, ist aufgegangen / strahlendes Licht dem ganzen Erdkreis. / Denn den Schöpfer von allem, Gott, hast du geboren. / Zu ihm flehe, A11reine, daß werde herabgesandt // uns Gläubigen das große Erbarmen.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
O der seltsamen Wendung! Er, der Israel befreite aus der Knechtschaft des Pharaos, wird gekreuzigt freiwillig von demselben, und löst die Ketten der Versündigungen; ihm wollen wir singen: Befreier, Gott, gelobt bist du!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Dich, den Erlöser, kreuzigten auf der Schädelstatte die gottlosen Jünglinge der Frevler, der du die ehernen Tore und Riegel zertrümmertest zu unserer Erlösung, die wir singen: Befreier, Gott, gelobt bist du!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Der einstigen Eva Befreiung gebärend, lösest du vom Fluche den Adam, unschuldige Jungfrau! Deshalb besingen wir mit den Engeln dich deinem Sohne, und rufen: Befreier, Gott, gelobt bist du!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reinste, die drei Junglinge verbrannte nicht der Flammenofen, vorbildend dein Gebären; denn das göttliche Feuer, welches dich nicht verbrannte, wohnte in dir und lehrte Alle rufen: Gelobt bist du, Gott unserer Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reinste Mutter, selig preisen dich die Enden der Erde, wie du geweissagt hast, erleuchtet durch deine schimmernden Strahlen und deine Gnade, singend rufen sie: Gelobt bist du, Gott unserer Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es hat die verderblichen Zähne in mich gehauen die urböse Schlange! Doch dein Sohn, Gottesmutter, hat dieselben zerschmettert, mir aber Kraft gegeben, zu rufen: Gelobt bist du, Gott, unserer Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Immerjungfrau, Sühnungsstatte der Natur bist du, allein Gottseligste; denn den auf den Schultern der Cherubim sitzenden auf den Armen tragend, rufest du: Gelobt bist du, Gott unserer Väter!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Den Reichtum, erbarmender Vater, den du mir gegeben, habe ich zerstreut, in der Leidenschaft fernes Land mich begeben, im Streben nach sündigen, fleischlichen Lüsten. Nimm denn mich auf, der zurückkehrt.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
All den Reichtum, den Du mir gabst, zerstreute ich töricht und werde von furchtbarem Hunger verzehrt. Wohlan, nimm mich wieder auf, der zurückkehrt, wie einst den verlorenen Sohn, reich erbarmender Herr.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nicht achtete ich Deiner Gebote. Ein Sklave der Laster ward ich. Und ich bedachte im Geiste Dein reiches Erbarmen. Ich kehrte um. In Reue rufe ich zu Dir: o Gott, habe Mitleid mit mir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als Jungfrau erschienest Du vor dem Gebären und nach dem Gebären, da Du Jesum Christum geboren. Ihn flehe an, mir Erbarmer und Retter zu sein wie einst dem verlorenen Sohn, nachdem er anderen Sinnes geworden, Allreine.
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Aus der Feuerflamme hast du Tau quellen lassen den Frommen / und des Gerechten Opfer im Wasser verbrannt. / Denn alles vollbringst du, Christus, allein durch dein Wollen. // Dich erheben wir noch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Das einst prophetenmordende Volk der Juden / hat der Neid nun zum Gottesmörder gemacht, / da es, o Logos Gottes, ans Kreuz dich hängte, // den wir erheben hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die Himmelsgewölbe hast du nicht verlassen, / als du den Hades stürmtest, den ganzen Menschen, / der da lag in Verwesung, o Christus, mitauferwecktest, // der erhebt dich hoch in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den Spender des Lichtes, den Logos, hast du empfangen, / und dir ward Ehre zuteil, weil du ihn unsagbar geboren. / Denn der göttliche Geist hat in dir, o Jungfrau, Wohnung genommen. // So besingen wir dich in alle Ewigkeit.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Es erzitterte alles Gehör als der Allerhöchste freiwillig kam auf die Erde, des Hades Macht zu überwältigen durch Kreuz und Begräbnis, und Alle rufen zu lehren: Ihr Jünglinge lobet, Priester singet, Volk, erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Aufhört des Hades Tyrannei, und sein Reich wird für die Zukunft vernichtet. Denn an das Kreuz auf Erden geheftet, tilgte der Gott über Alles die Herrschaft desselben. Ihr Jünglinge, lobet ihn, ihr Priester, besinget, Volk, erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
O über deine unaussprechliche Menschenliebe, Christos, und deine unaussprechlichen Güter! Denn, als du mich sahst verderben in der Gefangenschaft des Hades, nahmst du das Leiden auf dich und befreitest mich! Deshalb loben wir dich, den Gebieter des Alls, und erheben dich hoch in alle Ewigkeiten!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Christos, dein Sohn, stellte dich zu seiner Rechten in goldenem Gewande wie eine Königin, erleuchtend dich durch den Glanz des Geistes! Ihn erheben wir hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es lieh der, welcher allein durch seinen Willen die Welt befestigte, aus deinem reinen Mutterschosse Fleisch in der Absicht, von oben dasselbe wieder neu zu bilden. Ihn erheben wir hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Göttliche Wohnstätte der Verbindung des Wortes mit mir, dem Menschen, bist du geworden, Allunschuldige, erstrahlend deutlich im Glanze der Jungfräulichkeit. Deshalb besingen wir dich in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nie Befleckte, der goldene Leuchter bildete dich vor, die du unaussprechlich das unnahbare Licht empfangen hast, welches durch seine Erkenntnis das All erleuchtet. Deshalb besingen wir dich, Unschuldige, in alle Ewigkeiten!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Ich habe mich verirrt. Weit wandte ich mich ab von all Deinen Gütern, o Herr. Und den unvernünftigen Tieren wurde, Menschenfreund, schändlich ich gleich. Nimm mich wieder auf wie einst den verlorenen Sohn und mache mich nicht zum Gespött der Dämonen, mich, der da singt: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet ihn in alle Äonen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Einen Strahl der Reue lasse mir leuchten, der in der Finsternis der Verzweiflung liegt, o Herr, und in den Gewändern herrlicher Werke lasse mich strahlen, so dass ich des geistigen Brautgemaches würdig befunden werde, beigezählt den Söhnen des Königreiches, rufend: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet ihn in alle Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Unfruchtbarer, eile, bereue, ehe dir zuvorkommt die Axt und wie einen Baum, der nicht Frucht trägt, dich niederschlägt und fortschickt ins Feuer der Hölle. Siehe: Gott, Der alle erretten will, breitet dir seine Arme entgegen, nimmt auf dich, der da ruft: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als Pforte schaute Dich einst, o Reine, der heilige Prophet, durch die Gott, da er Mensch ward, wie er beschlossen, o Reine, hineinging und hinausging. Ihn flehe an, Heilige, der Reue Tore mir zu öffnen, zu retten mich, der da singt ohne Ende: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet ihn in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.

Lied der allheiligen Gottesgebärerin.

Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain: Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir. Zu jedem Vers.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 6.
Irmos: Gott zu sehen ist den Menschen unmöglich, / ihn, den nicht anzublicken wagen die Ordnungen der Engel. / Durch dich aber, Allreine, erschien den Sterblichen / der Logos fleischgeworden. / Da wir hoch ihn preisen / mit den himmlischen Heeren, // preisen wir dich selig.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Leiden bist unteilhaftig du geblieben, / als du, Logos Gottes, dich im Fleische den Leiden unterzogest. / So hast du erlöst von den Leiden den Menschen, / weil du den Leiden bist geworden / zum Leide, unser Erretter. / Denn der Leidlose bist du alleine // und der Allgewaltige.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wiewohl du die Verderbnis des Todes auf dich genommen, / hast du doch deinen Leib vor dem Verkosten der Verwesung bewahrt. / Deine lebenschaffende und göttliche Seele / aber hast du, Gebieter, / nicht zurückgelassen im Hades, / sondern dich erhebend wie vom Schlafe // hast du uns mitauferweckt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Gott den Vater und den Sohn mitanfanglos / lobpreisen wir Sterblichen alle mit reinen Lippen. / Die Macht aber unaussprechlich / und hochgepriesen wir verehren / des Allheiligen Geistes. / Denn Eine ist die allmächtige // untrennbare Dreiheit.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 6.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Wenn du auch in das Grab gestiegen bist als Toter, Lebensspender, so hast du doch des Hades Kraft vernichtet, mit auferweckend die Toten, welche er auch verschlungen hatte. Und die Auferstehung gewährtest du als Gott Allen, die in Glauben und Liebe dich hochpreisen!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Freue dich, Schöpfung, und blühe auf, wie eine Lilie! Denn Christos ist von den Toten auferwacht als Gott! Wo ist, Tod, jetzt dein Stachel? Wo dein Sieg, Hades? Gefangen brachte dich in die Erde, der da erhöht hat unser Horn als Barmherziger!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du trägst ihn, der da trägt das All, und hältst als Kind in den Händen den, der aus der Hand des feindlichen Widersachers uns befreit, allreine Gebieterin. Und du siehst ihn auf das Holz des Kreuzes erhoben, der aus der Bosheit Grube uns erhöhte!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 6.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Aufleuchtend mit den Strahlen der Gottheit ist ein Stern aus Jakob den von Finsternis Gehaltenen aufgegangen, durch dich jetzt, Allunschuldige, Christos, der Gott, das Fleisch gewordene Wort! Durch ihn erleuchtet, preisen wir mit den himmlischen Heerschaaren dich selig!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Durch deine Kraft und Gnade gestärkt, habe ich dir den Gesang von Herzen gern geweiht. So nimm ihn an, unschuldvolle Jungfrau, als Gegengabe deine lichtvolle Gnade schenkend aus den unvergänglichen Schätzen, Gottseligste!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erwiesen hast du dich deutlich als Webstuhl der Gottheit, mit welchem des Körpers Kleid der Logos webte, vergöttlichend, ? Jungfrau, meine Gestalt. Nachdem er sich mit derselben bekleidet hatte, erlöste er Alle, die mit reinem Gemüte dich hochpreisen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nun wird geschenkt den Toten Auferstehung durch dein unaussprechliches und unsagbares Gebären, allunschuldige Gottesgebärerin! Denn das mit Fleisch aus dir umhüllte Leben erstrahlte Allen und vernichtete deutlich des Todes Nimmerlächeln!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Schaue, freiwillig geriet ich in mannigfacher Lüste Dienstbarkeit, entfernte weit mich, Vater, aus Deinen heiligen Armen. Und töricht, aus Unbedachtsamkeit, zog ich in die Fremde. Wohlan, nimm auf mich, der nun heimkehrt, wie einst den verlorenen Sohn, und mache mich zum Gefährten aller, die Rettung finden.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wie einst die gläubige Kananäerin, so rufe ich zu Dir: Erbarme Dich meiner. Denn mein Herz ist unrein von Sünden. Wie der verlorene Sohn, so rufe ich: Gesündigt habe ich, Vater. Erfüllt bin ich von grenzenloser Scham. Weit hab ich mich entfernt von aller ausführbaren Satzung. Wohlan, trotz allem nimm mich auf.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Du, der nicht will, dass je ein Mensch verlorengehe, bekehre mich, der abwich, Wort, vom geraden Pfade und in der Sünde Abgründe und Schlünde stürzte wie der verlorene Sohn, so dass ich Deine Menschenfreundlichkeit, die den Verstand überragt, erhebe.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Erde und der ganze Himmel droben werden ein Freudenfest feiern, wenn sie meine Umkehr sehen, o Erbarmer, schauen, wie ich aufgenommen ward von Deinem heiligen Erbarmen. Besingen werden sie Deine Menschenfreundlichkeit in Hymnen und rufen werden sie, dass es alle hören: Ruhm sei Ihm, der alle retten will, Ihm, unserem einzigen Gotte.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Bei der Stimme des Engels hast Du dem Engel des großen Ratschlusses Wohnung dargeboten in Dir. Ihn also, Allreine, flehe an, Mutter Gottes, all unseren guten Rat zu erfüllen und seiner Güte uns teilhaft zu machen, so dass ohne Ende wir Deine Großtaten besingen in Hymnen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Dass Mensch du bist dem Wesen nach, / erzeigend, o Erretter, / nahmst Anteil an der Speise du, / erstanden aus dem Grabe, / stellst in die Mitte dich und lehrst, / die Umkehr zu verkünden. / Sodann wurdest zum Vater du / im Himmel aufgenommen. / Zu senden kündetest du an / den Helfer deinen Jüngern. / O Gottmensch, übergöttlicher, / Ehre deiner Erweckung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Lobpsalmen im 6. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Dein Kreuz, o Herr, ist Leben/ und Auferstehung deinem Volke. / Denn auf dich vertrauen wir,/ unsern auferstandenen Gott, und singen:// Erbarme dich unser.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Dein Grab, o Gebieter, hat geöffnet/ das Paradies dem Geschlechte der Menschen;/ und erlöst aus dem Verderben/ dir, unserm auferstandenen Gott, wir singen:// Erbarme dich unser.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Mit dem Vater und dem Geiste laßt uns besingen/ Christus, der auferstanden ist von den Toten/ und zu ihm laßt uns rufen:/ Du bist uns Leben und Auferstehung. // Erbarme dich unser.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Am dritten Tage erstandest du, Christus, / aus dem Grabe, wie es steht geschrieben/ und erwecktest mit auf unsern Ahnherrn./ Deswegen Lob und Preis/ dir singt das Geschlecht der Menschen// ụnd rühmt deine Auferstehung.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Groß ist, o Herr, und furchterregend/ das Mysterium deiner Auferstehung. (Ps 18,6) / Denn so bist du hervorgegangen aus dem Grabe/ wie der Bräutigam aus dem Gemache/ und hast im Tode den Tod vernichtet,/ um Adam zu befreien./ Darum tanzen in den Himmeln die Engel/ und lobpreisen auf Erden die Menschen/ deine Barmherzigkeit, Menschenliebender,// die zuteil uns ist geworden.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Stichiren des Triodions. (Idiomelon)
Den in der Finsternis der Sünden Wandelnden ließest Du aufgehen, Christus, ein Licht in der Zeit der Enthaltung. Zeige uns auch Deines Leidens glückverheißenden Tag, so dass wir rufen zu Dir: Auferstehe, о Gott, erbarme Dich unser.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton.
Den in der Finsternis der Sünden Wandelnden ließest Du aufgehen, Christus, ein Licht in der Zeit der Enthaltung. Zeige uns auch Deines Leidens glückverheißenden Tag, so dass wir rufen zu Dir: Auferstehe, о Gott, erbarme Dich unser.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du warst auferstanden aus dem Grabe und zerrissen hattest die Fesseln, / da hast du aufgehoben / das Todesurteil, o Herr, / und alle befreit aus den Schlingen des Feindes. / Du hast dich gezeigt deinen Aposteln, / sie ausgesandt zur Verkündigung / und durch sie deinen Frieden gewährt dem Erdkreis, // du vielerbarmer allein.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Ton 6. Stichire zum Sonntagsevangelium.
Als du, wahrhaft Gottes Friede, / o Christus, für die Menschen, / deinen Frieden hast gegeben / nach der Auferweckung den Jüngern, / da hast du sie in Schrecken versetzt, / weil sie meinten, einen Geist zu sehn. / Doch hast du besänftigt / die Bestürzung ihrer Seelen / durch das Zeigen deiner Hände und Füße. / Da sie indes noch zweifelten, / eröffnetest du ihnen / durch die Teilnahme am Mahle / und die Erinnerung an die Unterweisungen / den Sinn, die Schriften zu verstehen. / Du gewährtest ihnen die Verheißung / des Vaters und segnetest sie / und schiedest in den Himmel. / Darum beten wir dich an mit ihnen: / Herr, Ehre sei dir!
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 8. Tropar des Triodions.
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.

Kondak

Ton 4. Kondak des Triodions. (zum Triodion)
Jetzt ist die Zeit zu handeln, / vor der Tür steht das Gericht, / erheben wir uns denn, ihr Fastenden, / laßt Tränen uns darbringen der Reue und rufen, / Sünden haben wir mehr als der Sand am Meer, / doch vergib uns, Allschöpfer, // auf daß wir erlangen der Unvergänglichkeit Krone.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 8. Tropar des Triodions.
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.

Kondak

Ton 8. Kondak des Triodions. (des Hl. Gregor Palamas)
Du heiliges und göttliches Werkzeug der Weisheit, / der Theologie glänzende Posaune, / einstimmig besingen wir dich, Gottesredner Gregorius, / du bist ja Geist und trittst hin vor den Ersten Geist, / so leite zu Ihm auch unseren Geist, hin, Vater, damit wir rufen: // Freue dich, Künder der Gnade.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 8. Tropar des Triodions.
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.

Kondak

Ton 4. Kondak des Triodions. (zum Triodion)
Jetzt ist die Zeit zu handeln, / vor der Tür steht das Gericht, / erheben wir uns denn, ihr Fastenden, / laßt Tränen uns darbringen der Reue und rufen, / Sünden haben wir mehr als der Sand am Meer, / doch vergib uns, Allschöpfer, // auf daß wir erlangen der Unvergänglichkeit Krone.

Göttliche Liturgie des heiligen Basileios des Großen

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Ton 6. Seligpreisungen des Sonntags.
Gedenke meiner, o Gott, mein Erlöser, / wenn du kommst in deinem Reiche, / und errette mich / als der einzig Menschenliebende.
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Durch das Holz ward Adam betrogen. / Doch du hast ihn durch das Kreuzesholz wieder gerettet, / ihn, den Räuber, der rief: / „Gedenke meiner, o Herr.“
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Des Hades Tore und Riegel hast du zertrümmert / und all die Toten, Lebenspender, aufgerichtet, / die da riefen, Erretter: / „Ehre deiner Auferstehung.“
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Gedenke meiner, / der du beraubt hast den Tod durch das Grab / und alles mit Freude durch deine Auferstehung erfüllt / als der Barmherzige.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Die Salbenträgerinnen kamen zum Grabe / und hörten rufen den Engel: / „Christus ist erstanden / und er hat erleuchtet das All.“
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Christus, der ward geheftet ans Holz des Kreuzes / und die Welt hat vom Truge befreit, / lasst in Hymnen uns besingen / alle mit einer Stimme.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 4. Seligpreisungen des Triodions. (aus der 3. Ode des hl. Gregorius Palamas)
Die Ströme deiner göttlichen Lehren bewahrend, / fliehen wir die ganze List der Irrgläubigen, / und all’ ihre Schlachtreihen vertreiben wir // durch deine heiligen Schriften, Gregorius.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Die törichten Weisheiten der Irrgläubigen hast du aufgelöst, / der du die Weisheit in Person in deinem Herzen hast, / durch welche du mit Brausen, Seliger Gottes, // ihr eitles Schnauben gebrochen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Abgetötet hast du, o Weiser, / jede Wollust des verdorbenen Fleisches, / hast asketisch die Regungen deiner Seele belebt // und diese als göttliches Instrument der Theologie erzeigt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
(aus der 6. Ode)
Wie einst die das Volk führende Feuersäule / hast du die Feinde des Glaubens verbrannt, / die Gesamtheit der Gläubigen aber hast du erleuchtet, // auf Gott sinnender Vater Gregorius.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, von den Toten Auferstandener, die wir Dir singen: Alleluïa.

Tropare und Kondake

Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
An dieser Stelle wird das Tropar der Kirche gesungen.
Ton 8. Tropar des Triodions.
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.
An dieser Stelle wird das Kondak der Kirche gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Kondak des Triodions. (des Hl. Gregor Palamas)
Du heiliges und göttliches Werkzeug der Weisheit, / der Theologie glänzende Posaune, / einstimmig besingen wir dich, Gottesredner Gregorius, / du bist ja Geist und trittst hin vor den Ersten Geist, / so leite zu Ihm auch unseren Geist, hin, Vater, damit wir rufen: // Freue dich, Künder der Gnade.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. (zum Triodion)
Jetzt ist die Zeit zu handeln, / vor der Tür steht das Gericht, / erheben wir uns denn, ihr Fastenden, / laßt Tränen uns darbringen der Reue und rufen, / Sünden haben wir mehr als der Sand am Meer, / doch vergib uns, Allschöpfer, // auf daß wir erlangen der Unvergänglichkeit Krone.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon, Ton :
L: Prokimenon .
     Ch:


Prokimenon des Hl. Gregor, Ton 1:
L: Prokimenon im ersten Ton. Mein Mund wird Weisheit reden // und meines Herzens Sinnen Einsicht.
     Ch: Mein Mund wird Weisheit reden // und meines Herzens Sinnen Einsicht.

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Hl. Gregor:
     Hebr 7, 26 - 8, 2 ( Stelle lesen: Hebr 7, 26 bis Hebr 8, 2 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Sonntags, Ton 6:
L: Alleluïa im sechsten Ton: Wer in des Höchsten Hilfe wohnt, wird lagern im Schutz des Gottes des Himmels.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Vers: Er wird sagen zum Herrn: „Mein Beistand bist Du und meine Zuflucht, mein Gott.“, und: „Ich werde hoffen auf Ihn.“
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.


Alleluïa des Hl. Gregor, Ton 2:
L: Alleluïa im zweiten Ton: Der Mund eines Gerechten wird sich der Weisheit befleißigen, und seine Zunge wird ‹gerechtes› Urteil sprechen.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Johannes mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Hl. Gregor:
Der Herr sprach zu den Juden, die zu ihm gekommen waren: Ich bin die Tür; wenn einer durch mich eingeht, so wird er errettet werden und wird eingehen und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nicht, außer um zu stehlen und zu schlachten und zugrunde zu richten. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es überreich haben. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte setzt seine Seele ein für die Schafe. Der Lohnarbeiter aber, der nicht Hirte ist und dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut die Schafe. Der Lohnarbeiter aber flieht, weil er ein Lohnarbeiter ist und sich nicht um die Schafe sorgt. Ich bin der gute Hirte; ich kenne die Meinen und werde von den Meinen erkannt, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich setze meine Seele ein für die Schafe. Auch andere Schafe habe ich, die nicht aus diesem Hofe sind; auch jene muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde sein, ein Hirte.
(Joh 10, 9-16)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie für die Entschlafenen

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir bitten auch um die Ruhe der Seelen der entschlafenen Knechte Gottes NN., und darum, dass ihnen verziehen werde jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung.
D: Dass der Herr, unser Gott, ihre Seelen dorthin versetze, wo die Gerechten ruhen.
D: Die Erbarmungen Gottes, das Königtum der Himmel und die Vergebung ihrer Sünden lasst uns von Christus, unserem unsterblichen König und Gott, erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deiner entschlafenen Knechte NN., Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
An dir, Begnadete, freut sich alle Schöpfung, / der Engel Schar und der Menschen Geschlecht, / du geheiliger Tempel, du geistiges Paradies / und jungfräulicher Ruhm, aus welcher Gott ward Fleisch, / ja, der unser Gott ist vor Ewigkeit, ein Kindlein. / Denn zum Thron machte er deinen Schoß und deinen Mutterleib weiter als die Himmel. / An dir, du Begnadete, freut sich alle Schöpfung, Ehre sei dir.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Sonntags.
Lobet den Herrn aus den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen.
In ewigem Gedächtnis wird sein der Gerechte; vor böser Kunde wird er sich nicht fürchten.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.

Psalm 33

     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Munde. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch denen, die den Herrn suchen, wird fehlen kein Gut. 1. Kommt, ihr Kinder, höret mich, / die Furcht des Herrn will ich euch lehren. 2. Wer ist ein Mensch, der das Leben will, / der es liebt, gute Tage zu sehen? 1. Halte zurück deine Zunge vom Bösen / und deine Lippen, dass sie keinen Trug reden. 2. Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute; / suche den Frieden und jage ihm nach. 1. Die Augen des Herrn achten auf die Gerechten / und Seine Ohren auf ihr Flehen. 2. Das Angesicht des Herrn aber ist wider die Übeltäter, / ihr Gedächtnis von der Erde auszulöschen. 1. Es schrien die Gerechten, und der Herr erhörte sie, / aus all ihren Bedrängnissen hat Er sie erlöst. 2. Nahe ist der Herr den Zerknirschten im Herzen, / und die Demütigen im Geiste wird Er erretten. 1. Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, / doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen. 2. Der Herr bewahrt all ihre Gebeine, / nicht eines von ihnen wird zerschlagen werden. 1. Der Tod der Sünder ist übel, / und die den Gerechten hassen, werden sich verfehlen. 2. Erlösen wird der Herr die Seelen Seiner Knechte, / und keineswegs werden sich verfehlen alle, die da hoffen auf Ihn.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ton 8. Tropar des Triodions.
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.

Kondak

Ton 8. Kondak des Triodions. (des Hl. Gregor Palamas)
Du heiliges und göttliches Werkzeug der Weisheit, / der Theologie glänzende Posaune, / einstimmig besingen wir dich, Gottesredner Gregorius, / du bist ja Geist und trittst hin vor den Ersten Geist, / so leite zu Ihm auch unseren Geist, hin, Vater, damit wir rufen: // Freue dich, Künder der Gnade.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Programmierung: Priester Alexej Veselov.