Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Dienstag, dem 15. Februar 2022
(02. Februar 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

Woche vom Zöllner und Pharisäer. Ton 1.
Begegnung unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus. hochfest
Länge:

„Fällt die Geburt der Gottesmutter, oder die Begegnung, oder die Himmelfahrt auf einen Mittwoch oder einen Freitag, erlauben wir Fisch und Wein.“ (Typikon, Kapitel 33)

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 1

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 1. Stichiren des Fests. (Idiomela, von Patriarch Germanos)
Sag an, o Symeon, / wen trägst du da auf den Armen / im Tempel unter Jubel? / Zu wem sagst du und rufest: / Jetzt bin ich in die Freiheit entlassen, / denn ich habe meinen Retter gesehn? / Dieser ist es, der geboren ward aus der Jungfrau. / Dieser ist es, Gott aus Gott, der Logos, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden / und errettet hat den Menschen. / Vor ihm lasst uns niederfallen.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Sag an, o Symeon, / wen trägst du da auf den Armen / im Tempel unter Jubel? / Zu wem sagst du und rufest: / Jetzt bin ich in die Freiheit entlassen, / denn ich habe meinen Retter gesehn? / Dieser ist es, der geboren ward aus der Jungfrau. / Dieser ist es, Gott aus Gott, der Logos, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden / und errettet hat den Menschen. / Vor ihm lasst uns niederfallen.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Sag an, o Symeon, / wen trägst du da auf den Armen / im Tempel unter Jubel? / Zu wem sagst du und rufest: / Jetzt bin ich in die Freiheit entlassen, / denn ich habe meinen Retter gesehn? / Dieser ist es, der geboren ward aus der Jungfrau. / Dieser ist es, Gott aus Gott, der Logos, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden / und errettet hat den Menschen. / Vor ihm lasst uns niederfallen.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Nimm entgegen, o Symeon, / als ein Kind dem Gesetz unterworfen / ihn, den Moses hat von ferne geschaut / unter dem Wolkendunkel, / als das Gesetz er hat gegeben auf dem Sinai. / Dieser ist es, der durch das Gesetz hat gesprochen. / Dieser ist es, von dem die Propheten haben geredet, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden / und errettet hat den Menschen. Vor ihm lasst uns niederfallen.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Nimm entgegen, o Symeon, / als ein Kind dem Gesetz unterworfen / ihn, den Moses hat von ferne geschaut / unter dem Wolkendunkel, / als das Gesetz er hat gegeben auf dem Sinai. / Dieser ist es, der durch das Gesetz hat gesprochen. / Dieser ist es, von dem die Propheten haben geredet, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden / und errettet hat den Menschen. Vor ihm lasst uns niederfallen.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Nimm entgegen, o Symeon, / als ein Kind dem Gesetz unterworfen / ihn, den Moses hat von ferne geschaut / unter dem Wolkendunkel, / als das Gesetz er hat gegeben auf dem Sinai. / Dieser ist es, der durch das Gesetz hat gesprochen. / Dieser ist es, von dem die Propheten haben geredet, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden / und errettet hat den Menschen. Vor ihm lasst uns niederfallen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Kommet, auch wir wollen Christus begegnen / unter gotterfüllten Gesängen / und wir wollen ihn empfangen, / dessen Heil hat Symeon gesehen. / Dieser ist es, den David hat angekündigt. / Dieser ist es, der in den Propheten hat gesprochen, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden, / der auch durch das Gesetz hat geredet. / Vor ihm lasst uns niederfallen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Kommet, auch wir wollen Christus begegnen / unter gotterfüllten Gesängen / und wir wollen ihn empfangen, / dessen Heil hat Symeon gesehen. / Dieser ist es, den David hat angekündigt. / Dieser ist es, der in den Propheten hat gesprochen, / der um unsertwillen ist Fleisch geworden, / der auch durch das Gesetz hat geredet. / Vor ihm lasst uns niederfallen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests.
Heute soll sich öffnen / die Pforte des Himmels. / Denn der anfanglose Logos des Vaters, / der einen zeitlichen Anfang hat genommen, / ohne preiszugeben seine Gottheit, / lässt sich als Knäblein von vierzig Tagen / von seiner Mutter, der Jungfrau, / freiwillig darbringen im Tempel des Gesetzes. / Ihn nimmt auf seine Arme der Greis. / Entlass mich!, so ruft der Diener zu dem Gebieter. / Denn meine Augen haben dein Heil geschaut. / Der du gekommen in die Welt, / um zu retten das Menschengeschlecht, / Herr, Ehre sei dir.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Montagabend, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Der Herr wird mich erhören, / wenn ich zu Ihm schreie.
     Ch: Der Herr wird mich erhören, / wenn ich zu Ihm schreie.

Vers: Als ich rief, erhörtest Du mich, o Gott meiner Gerechtigkeit.
     Ch: Der Herr wird mich erhören, / wenn ich zu Ihm schreie.

D: Der Herr wird mich erhören.
     Ch: Wenn ich zu Ihm schreie.
Parimien des Fests (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es redete der Herr zu Moses an jenem Tage, an welchem er herausführte die Söhne Israels aus Ägypten, indem er sprach: Heilige mir alle erstgeborene Erstgeburt, die da öffnet jeden Mutterschoß unter den Söhnen Israels. Moses aber sprach zum Volke: Gedenket dieses Tages, an welchem ihr herausgezogen seid aus dem Lande Ägyptens, aus dem Hause der Knechtschaft, denn mit starker Hand hat euch weggeführt der Herr von dort. Und beobachtet sein Gesetz! Und es wird sein, wenn dich hineinführt Gott der Herr in das Land der Chananäer, was er geschworen hat deinen Vätern, so wirst du absondern alles Männliche, das den Mutterschoß öffnet, dem Herrn. Wenn aber dein Sohn dich danach fragen wird, indem er spricht: Was ist das?, so sollst du ihm sagen: Mit starker Hand hat uns weggeführt der Herr aus dem Lande Ägyptens, aus dem Hause der Knechtschaft. Denn als der Pharao in seiner Verhärtung uns nicht entlassen wollte, tötete der Herr alle Erstgeburt im Lande Ägyptens, von den Erstgeburten der Menschen bis zu denen der Nutztiere. Deshalb opfere ich dem Herrn alles Männliche, was den Mutterschoß öffnet, und jeden Erstgeborenen meiner Söhne werde ich auslösen. Und es wird dir sein zum Zeichen an deiner Hand und als etwas Uner-schütterliches vor deinen Augen. Denn so spricht der Herr, der Allherrscher: Die Erstgeburt deiner Söhne sollst du mir geben. Und jeder, der ein männliches Kind gezeugt hat, soll am achten Tage seine Vorhaut beschneiden. Und er soll dreiunddreißig Tage nicht in das Heiligtum Gottes zum Priester gehen, bis die Tage der Reinigung erfüllt sind. Und danach soll er dem Herrn ein einjähriges fehlerloses Lamm als Brandopfer und das Junge einer Haustaube oder einer Turteltaube an den Eingang des Zeltes des Zeugnisses zum Priester bringen, oder er soll stattdessen vor den Herrn zwei Junge von Haustauben oder zwei Turteltauben bringen. Und der Priester soll für ihn um Versöhnung bitten. Denn eine Gabe sind mir diese Hingegebenen aus allen Söhnen Israels. Und ich. habe sie angenommen und sie mir geheiligt anstelle der Erstgeborenen der Ägypter an dem Tage, da ich vernichtete alle Erstgeburt im Lande Ägyptens, vom Menschen bis zum Nutztier. So sprach Gott, der Höchste, der Heilige Israels. (Ex 12, 51 ff)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es geschah in dem Jahre, in welchem starb der König Ozias, da sah ich den Herrn sitzen auf hohem und erhabenem Throne, und voll war das Haus seiner Herrlichkeit. Und Seraphim standen im Kreise um ihn, sechsflügelig der eine und sechsflügelig der andere. Mit zweien von ihnen bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie die Füße und mit zweien schwebten sie. Und es rief der eine dem anderen zu und sprach: Heilig, Heilig, Heilig der Herr Sabaoth, voll ist die ganze Erde seiner Herrlichkeit. Und es erbebte der Türsturz von der Stimme, mit welcher sie riefen, und das Haus wurde erfüllt von Rauch. Und ich sagte: Weh mir! Denn ein Mensch bin ich und habe ungereinigte Lippen, und ich wohne inmitten eines Volkes, das ungereinigte Lippen hat, und den König, den Herrn Sabaoth, habe ich gesehen mit meinen Augen. Und er sandte zu mir einen von den Seraphim, und in seiner Hand hatte er eine Kohle, die er mit einer Zange genommen hatte vom Opferaltare. Und er berührte meinen Mund und sprach: Siehe, berührt hat dies deine Lippen und hinweggenommen deine Ungesetzlichkeiten und deine Sünden hinweggefegt. Und ich hörte die Stimme des Herrn, der da sprach: Wen sende ich? Und wer wird gehen zu diesem Volke? Ich sprach: Siehe, da bin ich, sende mich! Und er sprach: Geh und sage diesem Volke: Mit deinem Gehör sollst du hören und nicht verstehn, schauend schauen und nicht sehn. Verstockt wurde nämlich das Herz dieses Volkes, und sie hörten schwer mit den Ohren, und sie schlossen ihre Augen, damit sie nicht etwa einmal sehen werden mit den Augen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich sie heile. Und ich sagte: Bis wann, o Herr? Und er sprach: Bis verödet sind die Städte, weil sie nicht bewohnt sind, und die Häuser, weil dort keine Menschen sind, und bis das Land verlassen daliegt. Und danach wird entfernen der Herr die Menschen, und es werden sich mehren, die zurückgeblieben im Lande. (Jes 6, 1-12)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Siehe, der Herr wird sich niederlassen auf einer leichten Wolke. Und er wird kommen nach Ägypten, und die handgemachten Götzen Ägyptens werden ins Wanken geraten vor seinem Antlitz. Und ihr (der Ägypter) Herz wird verzagen in ihnen. Und in Aufruhr wird geraten ihr Geist in ihnen, und ihren Plan werde ich vereiteln, und ich werde Ägypten überliefern in die Hände harter Herren; so spricht der Herr Sabaoth. Und es trinken die Ägypter Wasser aus dem Meere, der Fluss aber wird ausbleiben und vertrocknen. So spricht der Herr: Wo sind jetzt deine Weisen? Und sie sollen dir kundtun und sprechen: Was ist des Herrn Wille über Ägypten? An jenem Tage werden die Ägypter sein wie Weiber in Furcht und Zittern angesichts der Hand des Herrn Sabaoth, welche er auf sie wirft. Und es wird sein ein Opferaltar für den Herrn im Lande der Ägypter und eine Säule an seiner Grenze dem Herrn. Und es wird sein zum Zeichen in Ewigkeit dem Herrn im Lande Ägyptens: Sie haben geschrien zum Herrn, und er sendet ihnen einen Menschen, der sie erlösen wird. Und bekannt wird sein der Herr den Ägyptern. Und es werden erkennen die Ägypter den Herrn an jenem Tage; sie werden bereiten Opfer und Gabe, und sie werden Gelübde tun und sie erfüllen. (Jes 19, 1-21)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren des Fests. (von Anatolios)
Der Alte der Tage, / der auch das Gesetz hat gegeben / einst auf dem Sinai dem Moses, / heute zeigt er sich als kleines Kindlein. / Und dem Gesetze gemäß lässt er sich bringen in den Tempel, / er, der Urheber des Gesetzes, / um das Gesetz zu erfüllen, / und lässt sich darreichen dem Greise. / Als ihn aber empfängt Symeon, der Gerechte, / und bewirkt sieht die Lösung von den Fesseln, / da ruft er voller Freude: / Gesehen haben meine Augen / das von Ewigkeit verborgene Mysterium, / das ist offenbar geworden in den letzten Tagen: / ein Licht, das auflöst die Finsternis / der ungläubigen Heiden / und Herrlichkeit des neuerwählten Israel. / So entlasse deinen Diener / aus den Fesseln dieses Fleisches / zum wunderbaren Leben / ohne Alter und ohne Ende, / der du gewährst der Welt das große Erbarmen.
(von Ioannes Monachos)
Der einstens dem Moses auf dem Sinai / das Gesetz hat gegeben, / heute unterwirft er sich / den Vorschriften des Gesetzes, / da er um unsertwillen ward geboren / als der Barmherzige. / Jetzt wird der reine Gott, der hat geöffnet / als heiliges Kind den reinen Mutterschoß, / zu sich selber als Gott hingetragen / und so erleuchtet er unsere Seelen / und macht sie frei vom Fluche des Gesetzes.
Ton 2. (von Andreas Pyrrhos)
Ihn, den zitternd anflehen die Liturgen oben, / nimmt nun unten entgegen / Symeon auf stofflichen Armen / und verkündet die Einung / des Göttlichen mit den Menschen. / Da er schaut den himmlischen Gott als Sterblichen, / zieht er sich zurück von dem, was ist auf Erden, / und ruft aus in Freuden: / Der du kundtust denen im Dunkel / das Licht ohne Abend, / o Herr, Ehre sei dir.
(von Germanos)
Heute nimmt Symeon in die Arme / den Herrn der Herrlichkeit, / ihn, den im Dunkel einst Moses hat gesehen / auf dem Berge Sinai, / als er ihm gab die Tafeln. / Dieser ist es, der in den Propheten hat gesprochen / und der das Gesetz hat gegeben. / Dieser ist es, den David hat angekündigt, / der furchtbar ist für alle, / der hat das große und reiche Erbarmen.
Den Heiligen brachte die heilige Jungfrau / ins Heiligtum zum Priester. / Symeon aber streckte aus die Arme, / empfing ihn unter Jubel und rief: / Nun entlässest du deinen Diener, o Gebieter, / nach deinem Wort in Frieden, o Herr.
Der Schöpfer des Himmels und der Erde / ließ heute sich tragen / auf den Armen von dem heiligen Greise Symeon. / Denn dieser sprach im Heiligen Geiste: / Nun bin ich frei geworden. / Denn geschaut hab ich meinen Erretter.
Heute begibt sich der greise Symeon / hinein in den Tempel / voll Freude im Geiste, / um entgegenzunehmen auf den Armen / den Gesetzgeber des Moses / und Erfüller des Gesetzes. / Jener wurde zwar erhoben / in die Würde eines Gottessehers / durch Dunkelheit und eine undeutliche Stimme / und überführte mit bedecktem Angesicht / die ungläubigen Herzen der Hebräer. / Doch dieser trug auf seinen Händen / den vorewigen Logos des Vaters, / der war Fleisch geworden, / und machte offenbar das Licht der Heiden, / das Kreuz und die Auferstehung. / Und Anna, die Prophetin, wies hin / auf den Erretter, da sie verkündete / den Erlöser Israels. / Ihm lasst uns rufen: Christus, unser Gott, / durch die Gottesgebärerin erbarme dich unser.
Ton 4. (von Andreas von Kreta)
Heute hat sich die heilige Mutter, / die höher steht als das Heiligtum, / in das Heiligtum begeben / und hat der Welt offenbar gemacht den Schöpfer der Welt / und Geber des Gesetzes. / Ihn hat auf den Armen empfangen der greise Symeon / und voll Freude gerufen: / Nun entlässest du deinen Diener, / denn ich habe dich gesehen, den Retter unserer Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 5.
Forschet nach in den Schriften, / wie Christus, unser Gott, hat gesprochen / in den Evangelien. / Denn in den Schriften, dort finden wir ihn, / den Geborenen und in Windeln Gewickelten, / den in die Krippe Gelegten und mit Milch Genährten, / ihn, der empfing die Beschneidung / und von Symeon wurde getragen, / ihn, der ist erschienen / nicht zum Scheine und nicht in der Einbildung, / sondern in Wahrheit der Welt. / Zu ihm lasst uns rufen: / O Gott vor den Äonen, Ehre sei dir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests.
Der Alte der Tage, / der ein Kindlein war im Fleische, / ward von der Mutter-Jungfrau in das Heiligtum gebracht, / um zu erfüllen die Verheißung / seines eigenen Gesetzes. / Ihn nahm Symeon entgegen mit den Worten: / Nun entlässest du in Frieden / nach deinem Worte deinen Diener, o Herr. / Denn meine Augen haben dein Heil gesehn.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 7. Stichiren des Fests. (von Kosmas Monachos)
Schmücke, o Sion, deinen Hochzeitssaal / und nimm auf Christus, den König. / Umfange Maria, die himmlische Pforte. / Denn sie wurde als cherubischer Thron erwiesen. / Sie trägt auf ihren Händen / den König der Herrlichkeit. / Die Wolke des Lichtes ist die Jungfrau, / die trägt im Fleische den Sohn vor dem Morgenstern. / Ihn hat Symeon auf seine Arme genommen / und verkündet den Völkern, / dass dieser ist der Gebieter über Leben und Tod / und der Welt Erretter.
Nun entlässest du, o Herr, deinen Diener * nach deinem Wort in Frieden. (Lk 2,29)
Ihn, der aufgestrahlt vor den Äonen aus dem Vater, / in den letzten Zeiten aber aus dem jungfräulichen Schoße, / ihn trug in den Tempel / die Mutter, die nicht weiß von Begattung, / ihn, der auf dem Sinai das Gesetz hatte gegeben / und nun selbst gehorcht der Ordnung des Gesetzes. / Und sie bietet ihn dar dem greisen und gerechten Priester, / dem war geweissagt worden, er werde schauen Christus, den Herrn. / Da ihn empfangen Symeon auf seinen Armen, / bricht er in Jubel aus mit dem Rufe: / Dieser ist Gott, gleichewig dem Vater, / und unsrer Seelen Erlöser.
Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden * und zur Verherrlichung deines Volkes Israel. (Lk 2,32)
Ihn, der einherfährt auf dem Wagen der Cherubim / und besungen wird in den Liedern der Seraphim, / ihn trägt auf den Armen die Gottesgebärerin Maria, / ihn, der aus ihr Fleisch geworden ohne Begattung, / ihn, den Geber des Gesetzes, / der selbst erfüllt des Gesetzes Ordnung. / Und sie legte ihn in die Hände des greisen Priesters. / Der aber bittet, da er trägt das Leben, / um die Lösung vom Leben mit den Worten: / Nun entlässest du mich, Gebieter, / auf dass dem Adam ich berichte, / dass ich als ein kleines Kindlein habe gesehen / den unvergänglichen, urewigen Gott / und als der Welt Erretter.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests. (von Andreas von Kreta)
Der da einherfährt auf den Cherubim / und besungen wird von den Seraphim, / wird heute gemäß dem Gesetze / gebracht in den göttlichen Tempel / und nimmt ein seinen Thron / auf den Armen des Greises. / Und von Joseph nimmt er gottwürdig Geschenke an: / in Form eines Paares von Turteltauben / die unbefleckte Kirche / und das neuerwählte Volk der Heiden, / zwei Junge aber von Tauben / als der Begründer des Alten und des Neuen Bundes. / Symeon aber, der hatte empfangen / den Gipfel der Prophetengabe, / pries Maria, die Jungfrau und Gottesgebärerin, / und sagt voraus die Symbole / des Leidens dessen, der aus ihr geboren, / und von ihm erbittet er / die Entlassung mit dem Rufe: / Nun entlässest du mich, Gebieter, / wie du es mir hast vorherverkündet. / Denn ich habe gesehen / das urewige Licht, / den Herrn und Erretter / des Volkes, das trägt Christi Namen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 1

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.
Es wird das siebte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 46 bis 54, nach westlicher Nummerierung 47 bis 55. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Sedalen des Fests. (Avtomelon)
Staunen soll der Chor der Engel ob des Wunders, / wir Sterblichen aber wollen ertönen lassen mit unseren Stimmen den Lobgesang, / da wir sehen die unsagbare Herablassung Gottes: / Vor dem erzittern die Mächte der Himmel, / ihn umfassen nun die Arme des Greises, / den einzig Menschenliebenden.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Staunen soll der Chor der Engel ob des Wunders, / wir Sterblichen aber wollen ertönen lassen mit unseren Stimmen den Lobgesang, / da wir sehen die unsagbare Herablassung Gottes: / Vor dem erzittern die Mächte der Himmel, / ihn umfassen nun die Arme des Greises, / den einzig Menschenliebenden.
Es wird das achte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 55 bis 63, nach westlicher Nummerierung 56 bis 64. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Sedalen des Fests. (nach: Staunen soll der Chor der Engel)
Der mit dem Vater ist auf dem heiligen Throne, / er kam auf die Erde und ward geboren aus der Jungfrau. / Ein Kindlein ward, der unumschreibbar ist an Jahren. / Ihn nahm Symeon auf seine Arme und rief aus voll Freude: / Nun entlässest Du, Barmherziger, Deinen Diener, den Du erfreut.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der mit dem Vater ist auf dem heiligen Throne, / er kam auf die Erde und ward geboren aus der Jungfrau. / Ein Kindlein ward, der unumschreibbar ist an Jahren. / Ihn nahm Symeon auf seine Arme und rief aus voll Freude: / Nun entlässest Du, Barmherziger, Deinen Diener, den Du erfreut.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Fests.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren deine allreine Mutter, // durch welche du nun nach dem Gesetz eingeführt wurdest in dem Tempel des Herren.
     Ch: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren deine allreine Mutter, // durch welche du nun nach dem Gesetz eingeführt wurdest in dem Tempel des Herren.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender Christus, / und wir ehren deine allreine Mutter, // durch welche du nun nach dem Gesetz eingeführt wurdest in dem Tempel des Herren.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests. (nach: Josef wunderte sich (?))
Εin Kindlein bist Du um meinetwillen, Du Alter der Tage. / An der Reinigung nimmst Du teil, Du reinster Gott, / um das Fleisch mir zu verbürgen aus der Jungfrau. / Und Symeon, in dies Geheimnis eingeführt, / erkannte Dich als Gott, erschienen im Fleische. / Er küsste Dich als das Leben / und rief aus als Greis in Freude: / Entlasse mich, denn ich habe gesehen / Dich, das Leben aller.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Εin Kindlein bist Du um meinetwillen, Du Alter der Tage. / An der Reinigung nimmst Du teil, Du reinster Gott, / um das Fleisch mir zu verbürgen aus der Jungfrau. / Und Symeon, in dies Geheimnis eingeführt, / erkannte Dich als Gott, erschienen im Fleische. / Er küsste Dich als das Leben / und rief aus als Greis in Freude: / Entlasse mich, denn ich habe gesehen / Dich, das Leben aller.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 4.
Von meiner Jugend an bedrängen mich viele Leiden. So halte selbst mich fest und rette mich, mein Erretter.
Die ihr hasset Sion, möget zuschanden werden durch den Herrn. Denn wie Gras werdet ihr verdorrt sein durch das Feuer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Fests, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Gedenken werde ich deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.
     Ch: Gedenken werde ich deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.

Vers: Es walle auf mein Herz zu guter Rede ; ich will erzählen meine Werke dem König.
     Ch: Gedenken werde ich deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.

D: Gedenken werde ich deines Namens.
     Ch: Von Geschlecht zu Geschlecht.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jener Zeit <war> ein Mensch zu Jerusalem, namens Symeon; dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israёls; und <der> Heilige Geist war auf ihm. Und ihm war vom Heiligen Geiste die Weissagung zuteil geworden, dass er den Tod nicht sehen werde, ehe er den Christus des Herrn gesehen. Und er kam durch den Geist in das Heiligtum. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um nach der Gewohnheit des Gesetzes an ihm zu tun, da nahm er es auf seine Arme, segnete Gott und sprach: Nun entlässt du deinen Knecht, Gebieter, nach deinem Wort in Frieden; denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit deines Volkes Israël.
(Lk 2, 25-32)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse des Fests.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Fests.
Heute soll sich öffnen / die Pforte des Himmels. / Denn der anfanglose Logos des Vaters, / der einen zeitlichen Anfang hat genommen, / ohne preiszugeben seine Gottheit, / lässt sich als Knäblein von vierzig Tagen / von seiner Mutter, der Jungfrau, / freiwillig darbringen im Tempel des Gesetzes. / Ihn nimmt auf seine Arme der Greis. / «Entlass mich!», so ruft der Diener zu dem Gebieter. / Denn meine Augen haben Dein Heil geschaut. / Der Du gekommen in die Welt, / um zu retten das Menschengeschlecht, / Herr, Ehre sei dir.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Kanon zum Fest, Ton 3.
Dichtung des Mönches Kosmas
Irmos: Den abgrundgeborenen Boden berührte * als feste Oberfläche einstens die Sonne. * Denn einer Mauer gleich erstarrte zu beiden Seiten das Wasser * dem Volke, welches das Meer zu Fuß durchquerte * und gottwürdig ließ erschallen: * Lasst uns singen dem Herrn; * denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Wolken sollen träufeln Wasser, / denn wie die Sonne, die einherzieht auf leichter Wolke, / hat sich genähert den makellosen Händen / Christus im Tempel als Kindlein. / Deshalb, ihr Gläubigen, lasst uns rufen: / Lasst uns singen dem Herrn; / denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erstarket, ihr Hände Symeons, / die ihr schwach geworden seid vom Alter, / und ihr Waden des Greises, ihr erschlafften, / bewegt euch rasch geradewegs / zur Begegnung mit Christus. / Einen Chor lasst uns bilden mit den Körperlosen / und uns singen dem Herrn; / denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ihr Himmel, mit Einsicht ausgebreitet, freuet euch, / und juble, du Erde: / Denn Christus, als Schöpfer hervorgegangen aus übergöttlichem Schoße, / wird von seiner Mutter, der Jungfrau / zu Gott, dem Vater, als Kindlein hingebracht, / er, der ist vor allen Zeiten; / denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Katavasie: Den abgrundgeborenen Boden berührte * als feste Oberfläche einstens die Sonne. * Denn einer Mauer gleich erstarrte zu beiden Seiten das Wasser * dem Volke, welches das Meer zu Fuß durchquerte * und gottwürdig ließ erschallen: * Lasst uns singen dem Herrn; * denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Ode 3
Irmos: Du Festigkeit derer, die auf dich vertrauen, * festige, o Herr, die Kirche, * die du erworben mit deinem kostbaren Blute.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Erstgeborene aus dem Vater vor den Äonen / ist als erstgeborenes Kind der unversehrten Jungfrau / erschienen und hat hingestreckt dem Adam die Hand.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Um den Erstgebildeten wieder aufzurichten, / der durch Trug war kindisch geworden, / ist Gott, der Logos, als ein Kindlein erschienen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den Spross der Erde, der zu ihr war zurückgekehrt, / hat als ein gottähnliches Wesen erwiesen der Bildner, / da er selbst ohne Veränderung ein Kind ist geworden.
Katavasie: Du Festigkeit derer, die auf dich vertrauen, * festige, o Herr, die Kirche, * die du erworben mit deinem kostbaren Blute.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests. (nach: Josef wunderte sich (?))
Auf dem Berg Sinai / schaute Moses einst die Rückseite Gottes / und wurde gewürdigt, schwach zu vernehmen / die göttliche Stimme im Dunkel und im Sturmwind. / Nun aber hat Symeon genommen auf die Arme / Gott, der für uns unverändert Fleisch ist geworden, / und freudig schickte er sich an, / von den hier seienden hinüberzugehen zum ewigen Leben. / Deshalb rief er: Nun entlässest Du Deinen Diener, o Gebieter.
Ode 4
Irmos: Bedeckt hat die Himmel deine Kraft, o Christus, * denn hervorgegangen aus der Lade * deiner Heiligung, der unversehrten Mutter, * bist du erschienen im Tempel deiner Herrlichkeit * als Kindlein auf Armen getragen, * und erfüllt ward alles von deinem Lobe.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Voller Freude hast du, Simeon, in die Geheimnisse Eingeweihter, denjenigen in die Arme geschlossen, den du einst vom Heiligen Geist Christus, das Kind gewordene Wort, genannt hast, indem du riefst: Alles ward erfüllt von Deinem Lob.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Auf den du, Simeon, gehofft hattest, ihn, den Gleichaltrigen der Säuglinge, nimm auf, Ihn, Christus, die Zuversicht (den Trost) des göttlichen Israel, den Schöpfer und Herrn des Gesetzes, der des Gesetzes Ordnung erfüllt, und rufe zu Ihm: Alles ward erfüllt von Deinem Lob.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Weil Simeon das anfanglose Wort im Fleische wie auf einen jungfräulichen, cherubinischen Throne darauffahren sah, ihn, die Ursache allen Seins, rief er, wie ein kleines Kind erschrocken, zu ihm: Alles ward erfüllt von Deinem Lob.
Katavasie: Bedeckt hat die Himmel deine Kraft, o Christus, * denn hervorgegangen aus der Lade * deiner Heiligung, der unversehrten Mutter, * bist du erschienen im Tempel deiner Herrlichkeit * als Kindlein auf Armen getragen, * und erfüllt ward alles von deinem Lobe.
Ode 5
Irmos: Als erblickte Isaïas * Gott im Sinnbild auf erhobenem Throne * umgeben vom Lobpreis der Engel, * da rief er: O ich Armseliger! * Denn vorher sah er fleischgeworden * den Gott des abendlosen Lichtes, * der gebietet über den Frieden.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Weil der göttliche Alte die Herrlichkeit, die einst dem Propheten im voraus erschienen war, begriffen hatte und weil er das Wort, gehalten von den Händen der Mutter sah, der Ehrwürdige, über den du dich freuen mögest, rief er auf: Denn wie ein Thron umschließest du Gott, der da herrscht über das Licht, dem kein Abend folgt, und über den Frieden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als der Greis sich nach vorn geneigt und die Füße der Unvermählten, der Gottesmutter gottbegeistert berührt hatte, da sprach er: Ein Feuer trägst du, o Reine; ich schaudere als Kind in die Arme zu schließen Gott, der da herrscht über das Licht, dem kein Abend folgt, und über den Frieden.
Katavasie: Als erblickte Isaïas * Gott im Sinnbild auf erhobenem Throne * umgeben vom Lobpreis der Engel, * da rief er: O ich Armseliger! * Denn vorher sah er fleischgeworden * den Gott des abendlosen Lichtes, * der gebietet über den Frieden.
Ode 6
Irmos: Als der Greis schaute das Heil mit eigenen Augen, * das zu den Völkern aus Gott ist gekommen,* da rief er Dir: O Christus, mein Gott bist Du.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Zum Stein des Anstoßes wurdest du gesetzt, o Sion, / und zum Felsen des Ärgernisses denen, die nicht glauben, / du unzerstörbares Heil der Gläubigen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wiewohl Du trägst beständig die Prägung dessen, / der Dich gezeugt hat vor den Äonen, / hast Du nun angelegt aus Mitleid die Schwäche der Sterblichen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den, der Dich verehrt als Sohn des Höchsten, / als Sohn der Jungfrau und als Gott, der ein Kind ist geworden, / ihn entlasse nun in Frieden.
Katavasie: Als der Greis schaute das Heil mit eigenen Augen, * das zu den Völkern aus Gott ist gekommen,* da rief er Dir: O Christus, mein Gott bist Du.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 1. Kondak des Fests. (Dichtung des Romanos)
Der Du den Mutterschoß der Jungfrau / durch Deine Geburt hast geheiligt / und Symeons Hände nach Gebührt hast gesegnet, / bist auch jetzt gekommen, um uns, Christus Gott, zu retten. / So gib Frieden in Kämpfen der Gemeinde / und stärke das Volk, das Du liebtest, / Du einzig Menschenliebender.
Ikos.
Lasst uns zur Gottesgebärerin eilen, die wir ihren Sohn sehen wollen, Der zu Simeon geführt; Ihn erblicken vom Himmel her die Unkörperlichen und sprechen erschrocken: Bestaunenswertes schauen wir jetzt und Paradoxes, Unbegreifliches, Unsagbares: Denn Der den Adam erschaffen hatte, wird wie ein Säugling getragen; der nicht zu Fassende wird auf den Armen des Greises getragen; der auf dem grenzenlosen Schoße seines Vaters Seiende, umgrenzt sich freiwillig mit Fleisch, nicht mit Göttlichkeit, o einzig Menschenliebender.
Synaxarion.
Am 2. dieses Monats: Die Begegnung unseres Herrn Jesus Christus, in der Ihn der gerechte Simeon in seinen Armen empfing.

Ihm, Gott, die Ehre und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.

Ode 7
Irmos: Dich, der im Feuer betaute * die Jünglinge, die Gott verherrlichten, * und der Wohnung nahm in der unversehrten Jungfrau, * Gott, den Logos, lasst uns besingen * und anstimmen fromm die Weise: * Gepriesen bist Du, o Gott unsrer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Um Adam, der in der Unterwelt weilt, zu erleuchten, werde ich weggehen, rief Simeon aus, um Eva (die) frohe Botschaft zu bringen, und tanzte mit den Propheten einen Chorreigen: Gelobt ist der Gott unserer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als einer der das Menschengeschlecht errettet hat, wird Gott bis zum Hades kommen; allen Gefangenen wird Er gewähren Freiheit und Verstümmelten Wiedererlangen des Sehvermögens, um mit den Stummen zu rufen: Gelobt ist der Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Und dein Herz, du Unschuldige, wird ein Schwert durchdringen, so hat es Simeon der Gottesgebärerin vorausgesagt; am Kreuze sollst du deinen Sohn erblicken, zu dem wir rufen: Gelobt ist der Gott unserer Väter.
Katavasie: Dich, der im Feuer betaute * die Jünglinge, die Gott verherrlichten, * und der Wohnung nahm in der unversehrten Jungfrau, * Gott, den Logos, lasst uns besingen * und anstimmen fromm die Weise: * Gepriesen bist Du, o Gott unsrer Väter.
Ode 8
Irmos: Ins unerträgliche Feuer geworfen * blieben doch unversehrt von der Flamme * die Jünglinge, die sich auszeichneten durch Gottesfurcht * und stimmten an den göttlichen Hymnus: * Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn * und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Volk Israel, das du schaust / deinen Ruhm Emmanuel als Kind aus der Jungfrau, / tanze nun vor dem Angesicht / der göttlichen Lade: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn / und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Siehe, rief Symeon aus, / das Zeichen, dem man widerspricht – er wird es sein, / der Gott ist und ein Menschenkind. / Ihm lasst, Gläubige, uns rufen: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn / und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dieser, der das Leben ist, / wird sein zum Fall den Unfügsamen, Gott der Logos, der ein Kindlein ward; / zur Aufrichtung aber allen, / die im Glauben singen: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn / und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Ins unerträgliche Feuer geworfen * blieben doch unversehrt von der Flamme * die Jünglinge, die sich auszeichneten durch Gottesfurcht * und stimmten an den göttlichen Hymnus: * Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn * und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Gottesgebärerin Jungfrau, * Du Hoffnung der Christen, * schütze, bewahre und behüte jene, die auf Dich hoffen.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Irmos: Im Schatten und Buchstaben des Gesetzes * erkennen ein Vorbild wir Gläubigen: * Alles Männliche, das öffnet * den Mutterschoß, ist Gott heilig. * So erheben wir hoch den erstgezeugten Logos, * den Sohn des ursprungslosen Vaters, * den Erstgeborenen der gattenlosen Mutter.
Gottesgebärerin Jungfrau, der Welt gute Helferin, beschütze und bewahre von jeder Bedrängnis und Trübsal.
Irmos: Im Schatten und Buchstaben des Gesetzes * erkennen ein Vorbild wir Gläubigen: * Alles Männliche, das öffnet * den Mutterschoß, ist Gott heilig. * So erheben wir hoch den erstgezeugten Logos, * den Sohn des ursprungslosen Vaters, * den Erstgeborenen der gattenlosen Mutter.
Simeon der Gottträger, komm, erhebe Christus, den die makellose Jungfrau Maria geboren hat.
Den Alten war geboten, zu bringen / ein Paar Turteltäubchen und zwei junge Tauben. / Stattdessen dienten der gotterfüllte Gries / und die verständige Prophetin Anna / Ihm, der aus der Jungfrau ward geboren / und einzigem Sohne des Vaters, / da Er kam in den Tempel, und priesen Ihn hoch.
Mit seinen Armen umfasst Simeon der Greis den Schöpfer des Gesetzes und den Gebieter des Alls.
Den Alten war geboten, zu bringen / ein Paar Turteltäubchen und zwei junge Tauben. / Stattdessen dienten der gotterfüllte Gries / und die verständige Prophetin Anna / Ihm, der aus der Jungfrau ward geboren / und einzigem Sohne des Vaters, / da Er kam in den Tempel, und priesen Ihn hoch.
Nicht der Greis fasst mich, sondern Ich fasse den Greis; da dieser Mich um die Entlassung fleht.
Den Alten war geboten, zu bringen / ein Paar Turteltäubchen und zwei junge Tauben. / Stattdessen dienten der gotterfüllte Gries / und die verständige Prophetin Anna / Ihm, der aus der Jungfrau ward geboren / und einzigem Sohne des Vaters, / da Er kam in den Tempel, und priesen Ihn hoch.
O geheimnisvolle Zange, wie trägst du glühende Kohle? Wie ernährst du Den, Der alles ernährt?
Den Alten war geboten, zu bringen / ein Paar Turteltäubchen und zwei junge Tauben. / Stattdessen dienten der gotterfüllte Gries / und die verständige Prophetin Anna / Ihm, der aus der Jungfrau ward geboren / und einzigem Sohne des Vaters, / da Er kam in den Tempel, und priesen Ihn hoch.
O Tochter Phanuels! Komm, stell dich mit uns und danke Christus Erretter, Sohn Gottes.
Geschenkt hast Du mir, so rief Symeon, / den Jubel ob Deines Heiles, o Christus. / Nimm hinweg Deinen Diener, / der ermattet ist im Schatten, / der hoch erhebt im Lobsingen / den neuen Künder der Gnade.
Anna die Keusche prophezeit das Schauererregende und bekennt Christus, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Geschenkt hast Du mir, so rief Symeon, / den Jubel ob Deines Heiles, o Christus. / Nimm hinweg Deinen Diener, / der ermattet ist im Schatten, / der hoch erhebt im Lobsingen / den neuen Künder der Gnade.
Unerforschlich ist für Engel und Menschen das mit dir Geschehene, Mutter makellose Jungfrau.
Geschenkt hast Du mir, so rief Symeon, / den Jubel ob Deines Heiles, o Christus. / Nimm hinweg Deinen Diener, / der ermattet ist im Schatten, / der hoch erhebt im Lobsingen / den neuen Künder der Gnade.
Die makellose Taube, das unbefleckte Lämmchen, trägt das Lamm und den Hirten in die Kirche.
Geschenkt hast Du mir, so rief Symeon, / den Jubel ob Deines Heiles, o Christus. / Nimm hinweg Deinen Diener, / der ermattet ist im Schatten, / der hoch erhebt im Lobsingen / den neuen Künder der Gnade.
O Christus, König des Alls! Siege schenke Deinen Gläubigen über ihre Widersacher.
Die weise und fromme Greisin Anna / bekannte heilig als Prophetin / den Gebieter ausdrücklich im Tempel. / Und allen Anwesenden gab sie Kunde / von der Gottesgebärerin.
O Christus, König des Alls! Gewähre mir heiße Tränen, dass ich meine Seele beweine, die ich übel verdorben habe.
Die weise und fromme Greisin Anna / bekannte heilig als Prophetin / den Gebieter ausdrücklich im Tempel. / Und allen Anwesenden gab sie Kunde / von der Gottesgebärerin.
Den dreifaltigen Glanz und die dreipersönliche Gottheit lass uns gottselig preisen.
Die weise und fromme Greisin Anna / bekannte heilig als Prophetin / den Gebieter ausdrücklich im Tempel. / Und allen Anwesenden gab sie Kunde / von der Gottesgebärerin.
O Jungfrau Maria! Erleuchte meine Seele, die durch die irdischen Lüste schrecklich verfinsterte.
Die weise und fromme Greisin Anna / bekannte heilig als Prophetin / den Gebieter ausdrücklich im Tempel. / Und allen Anwesenden gab sie Kunde / von der Gottesgebärerin.
Gottesgebärerin Jungfrau, Hoffnung der Christen, beschütze, behüte und errette, die auf dich hoffen.
Katavasie: Im Schatten und Buchstaben des Gesetzes * erkennen ein Vorbild wir Gläubigen: * Alles Männliche, das öffnet * den Mutterschoß, ist Gott heilig. * So erheben wir hoch den erstgezeugten Logos, * den Sohn des ursprungslosen Vaters, * den Erstgeborenen der gattenlosen Mutter.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Im Heiligen Geiste stand der Greis da und empfing mit seinen Armen den Herrn des Gesetzes; dabei rief er laut: Jetzt befreie mich im Frieden von der Fessel des Fleisches, wie Du gesprochen hast; denn ich haben mit meinen Augen eine Erleuchtung für die Heiden und Israels Heil geschaut.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geiste stand der Greis da und empfing mit seinen Armen den Herrn des Gesetzes; dabei rief er laut: Jetzt befreie mich im Frieden von der Fessel des Fleisches, wie Du gesprochen hast; denn ich haben mit meinen Augen eine Erleuchtung für die Heiden und Israels Heil geschaut.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geiste stand der Greis da und empfing mit seinen Armen den Herrn des Gesetzes; dabei rief er laut: Jetzt befreie mich im Frieden von der Fessel des Fleisches, wie Du gesprochen hast; denn ich haben mit meinen Augen eine Erleuchtung für die Heiden und Israels Heil geschaut.

Lobpsalmen im 4. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Ton 4. Stichiren des Fests. (nach: Gegeben hast Du als Zeichen)
Um das Gesetz in der Schrift zu erfüllen, / begibt sich in den Tempel / nunmehr der Menschenliebende. / Und es nimmt Ihn entgegen / der ehrwürdige Symeon auf seine greisen Arme und ruft: / Nun entlässest Du mich in die jenseitige Seligkeit. / Denn Dich hab ich heute geschaut angetan mit dem sterblichen Fleische, / der Du Herr bist über das Leben / und Gebieter über den Tod.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Um das Gesetz in der Schrift zu erfüllen, / begibt sich in den Tempel / nunmehr der Menschenliebende. / Und es nimmt Ihn entgegen / der ehrwürdige Symeon auf seine greisen Arme und ruft: / Nun entlässest Du mich in die jenseitige Seligkeit. / Denn Dich hab ich heute geschaut angetan mit dem sterblichen Fleische, / der Du Herr bist über das Leben / und Gebieter über den Tod.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Als Licht zur Erleuchtung / der Heiden bist Du erschienen, o Herr, / der Du auf leichter Wolke / sitzest, o Du Sonne / der Gerechtigkeit, die den Schatten des Gesetzes / erfüllt und sichtbar macht den Anfang der neuen Gnade. / Deshalb rief Symeon aus, da er Dich gesehen: / Aus Verderben mich erlöse, / denn Dich hab ich geschaut, o Gebieter.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Keineswegs hast Du der Gottheit nach / Dich von der Brust des Vaters entfernt, / Fleisch geworden nach Deinem Gefallen / und gehalten von den Armen / der steten Jungfrau und den Händen übergeben / des Gottesempfängers Symeon, der Du in Deiner Hand hältst alles insgesamt. / Deshalb rief er aus voll Freude: Nun entlässest Du mich, / Du Guter und Menschenliebender, / denn ich habe Dich heute geschaut.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests. (von Germanos)
Es hat dir gefallen, Christus Gott, / dich niederzulassen auf den Armen / des Greises am heutigen Tage / wie auf dem Wagen der Cherubim. / Und uns, die wir dir singen, / rufst du zurück zu dir / aus der Tyrannei der Leidenschaft. / So befreie und rette unsere Seelen.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.

Kondak

Ton 1. Kondak des Fests. (Dichtung des Romanos)
Der Du den Mutterschoß der Jungfrau / durch Deine Geburt hast geheiligt / und Symeons Hände nach Gebührt hast gesegnet, / bist auch jetzt gekommen, um uns, Christus Gott, zu retten. / So gib Frieden in Kämpfen der Gemeinde / und stärke das Volk, das Du liebtest, / Du einzig Menschenliebender.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.

Kondak

Ton 1. Kondak des Fests. (Dichtung des Romanos)
Der Du den Mutterschoß der Jungfrau / durch Deine Geburt hast geheiligt / und Symeons Hände nach Gebührt hast gesegnet, / bist auch jetzt gekommen, um uns, Christus Gott, zu retten. / So gib Frieden in Kämpfen der Gemeinde / und stärke das Volk, das Du liebtest, / Du einzig Menschenliebender.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.

Kondak

Ton 1. Kondak des Fests. (Dichtung des Romanos)
Der Du den Mutterschoß der Jungfrau / durch Deine Geburt hast geheiligt / und Symeons Hände nach Gebührt hast gesegnet, / bist auch jetzt gekommen, um uns, Christus Gott, zu retten. / So gib Frieden in Kämpfen der Gemeinde / und stärke das Volk, das Du liebtest, / Du einzig Menschenliebender.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ton 3. Seligpreisungen des Fests. Irmos. (aus der 3. Ode des Festkanons)
Du Festigkeit derer, die auf Dich vertrauen, festige, o Herr, die Kirche, die Du erworben mit Deinem kostbaren Blut.
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Der Erstgeborene aus dem Vater vor den Äonen ist als erstgeborenes Kind der unversehrten Jungfrau erschienen und hat hingestreckt dem Adam die Hand.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Um den Erstgebildeten wieder aufzurichten, der durch Trug war kindisch geworden, ist Gott, der Logos, als ein Kindlein erschienen.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Den Spross der Erde, der zu ihr war zurückgekehrt, hat als ein gottähnliches Wesen erwiesen der Bildner, da Er Selbst ohne Veränderung ein Kind ist geworden.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
(aus der 6. Ode des Festkanons)
Als der Greis schaute das Heil mit eigenen Augen, das zu den Völkern aus Gott ist gekommen, da rief er Dir: О Christus, mein Gott bist Du.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Zum Stein des Anstoßes wurdest Du gesetzt, о Sion, und zum Felsen des Ärgernisses denen, die nicht glauben, Du unzerstörbares Heil der Gläubigen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Wiewohl Du trägst beständig die Prägung dessen, der Dich gezeugt hat vor den Äonen, hast Du nun angelegt aus Mitleid die Schwäche der Sterblichen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den, der Dich verehrt als Sohn des Höchsten, als Sohn der Jungfrau und als Gott, der ein Kind ist geworden, ihn entlasse nun in Frieden.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
D: Kundgetan hat der Herr sein Heil, vor den Heiden offenbart seine Gerechtigkeit.
„Kommt, lasst uns anbeten“ wird an diesem Tag nur bei einer Bischofsliturgie gesungen.

Tropare und Kondake

Sofort nach dem Einzug folgen die Tropare und Kondake des Fests. Das Tropar und das Kondak der Kirche werden an Hochfesten ausgelassen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 1. Kondak des Fests. (Dichtung des Romanos)
Der Du den Mutterschoß der Jungfrau / durch Deine Geburt hast geheiligt / und Symeons Hände nach Gebührt hast gesegnet, / bist auch jetzt gekommen, um uns, Christus Gott, zu retten. / So gib Frieden in Kämpfen der Gemeinde / und stärke das Volk, das Du liebtest, / Du einzig Menschenliebender.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 3:
L: Prokimenon im dritten Ton. Lied der Gottesmutter: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

Vers: Denn hingeblickt hat Er auf die Niedrigkeit Seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

L: Hochpreiset meine Seele den Herrn.
     Ch: Und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Habakuk.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Fests:
     Häb 7, 7-17
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Fests, Ton 8:
L: Alleluïa im achten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israël.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Lukas mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Fests:
In jener Zeit brachten die Eltern das Kindlein Jesus nach Jerusalem hinauf, um <ihn> dem Herrn darzustellen – wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht: «Alles Männliche, das den Mutterschoß öffnet, soll dem Herrn heilig heißen» – und um ein Opfer zu geben gemäß dem, was im Gesetz des Herrn gesagt ist: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, da war ein Mensch zu Jerusalem, namens Symeon; dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israëls; und der Heilige Geist war auf ihm. Und ihm war vom Heiligen Geiste die Weissagung zuteil geworden, dass er den Tod nicht sehen werde, ehe er den Christus des Herrn gesehen. Und er kam durch den Geist in das Heiligtum. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um nach der Gewohnheit des Gesetzes an ihm zu tun, da nahm er es auf seine Arme, segnete Gott und sprach: Nun entlässt du deinen Knecht, Gebieter, nach deinem Wort in Frieden; denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit deines Volkes Israël. Und Joseph und seine Mutter waren verwundert über das, was über ihn gesagt worden war. Und Symeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zu Fall und Auferstehung vieler in Israël und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen –, damit die Überlegungen aus vielen Herzen offenbart werden. Da war auch Anna, eine Prophetin, eine Tochter Phanuëls aus dem Stamme Aser. Diese war weit vorgerückt an Tagen und hatte sieben Jahre mit ihrem Manne gelebt von ihrer Jungfrauschaft an; und sie war eine Witwe, ungefähr vierundachtzig Jahre alt, die nicht vom Heiligtum wich und Gott mit Fasten und Bitten Nacht und Tag diente; und diese trat zur selben Stunde hinzu, bekannte den Herrn und redete von ihm zu allen, welche auf Erlösung in Jerusalem warteten. Und wie sie alles, was dem Gesetz des Herrn gemäß ist, vollendet hatten, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazaret. Das Kindlein aber wuchs und ward stark im Geiste, erfüllt mit Weisheit; und Gottes Gnade war auf ihm.
(Lk 2, 22-40)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 3. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Gottesgebärerin Jungfrau, du Hoffnung der Christen, schütze, bewahre und behüte jene, die auf dich hoffen.

Im Schatten und Buchstaben des Gesetzes erkennen ein Vorbild wir Gläubigen: Alles Männliche, das öffnet den Mutterschoß, ist Gott heilig. So erheben wir hoch den erstgezeugten Logos, den Sohn des ursprungslosen Vaters, den Erstgeborenen der gattenlosen Mutter.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Den Kelch des Heils will ich nehmen und den Namen des Herrn anrufen.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Gemäß der Tradition gehen alles Geistlichen nach der Entlassung der Liturgie in die Mitte der Kirche, stellen sich vor der Festtagsikone auf und singen: Tropar des Fest, Ehre, Jetzt, Kondak des Fest, Hochpreisung des Fests.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Sei gegrüßt, begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott, / und erleuchtete die in der Finsternis. / Frohlocke auch du, gerechter Greis, / der du in die Arme nahmst den Befreier unsere Seelen, / der uns auch schenkt die Auferstehung.

Kondak

Ton 1. Kondak des Fests. (Dichtung des Romanos)
Der Du den Mutterschoß der Jungfrau / durch Deine Geburt hast geheiligt / und Symeons Hände nach Gebührt hast gesegnet, / bist auch jetzt gekommen, um uns, Christus Gott, zu retten. / So gib Frieden in Kämpfen der Gemeinde / und stärke das Volk, das Du liebtest, / Du einzig Menschenliebender.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.