Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Mittwoch, dem 19. Januar 2022
(06. Januar 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

31. Woche nach Pfingsten. Ton 5.
Vorabend der Theophanie.
Länge:

„Über das heilige Wasser sei allen bekannt, dass diejenigen, die sich vom heiligen Wasser um des Essens willen fernhalten nicht Gutes tun.“ (Gemeint sind Menschen, die das geweihte Wasser am Abend aus der Frömmigkeit heraus nicht trinken, weil sie an dem Tag bereits gegessen haben.) „Denn die Gnade Gottes ward gegeben zur Heiligung der Welt und aller Geschöpfe. Es wird auch an allen Orten besprengt, selbst an schmutzigen, und überall unter unseren Füßen. Wo ist also der Sinn, es nicht zu trinken? Wisse, dass die Unreinheit in uns nicht wegen dem Essen ist, sondern wegen unseren unreinen Taten. Von diesen aber gereinigt trinken wir ohne Zweifel dieses heilige Wasser... Deshalb sollen alle selbst zur Mitternacht dieses Fests das Wasser schöpfen und es in Häuser tragen, und bewahren, und das ganze Jahr über aufbewahren, denn heute werden die Wasser geheiligt. Dazu gibt es ein sichtbares Zeichen, denn dieses Wasser wird über lange Zeit nicht schlecht, auch ein ganzes Jahr, und zwei, und drei, und viele. Das Wasser, das heute geschöpft wird, bleibt ganz und frisch. Selbst nach so langer Zeit ist es ähnlich wie Wasser, das frisch aus einer Quelle geschöpft wird.“ (Typikon vom 6. Januar, 1. Notiz)
Beim Essen fasten wir: „Wir gehen in den Speisesaal und essen mit Öl, und trinken Wein. Doch Käse und ihm ähnliches sowie Fisch wagen wir nicht zu essen, da es in den göttlichen Geboten untersagt ist.“ (Typikon vom 6. Januar)
Diese Regel bezieht sich auf den Abend des 5. Januar, da die Vesper mit der Basileiosliturgie ursprünglich am Abend vor der Theophanie zelebriert wurde. Als Vorbereitung auf die Liturgie und aus Ehrfurcht vor dem Fest hat man an dem Tag bis zum Abend nichts gegessen. Diese fromme Tradition ist in der Kirche bis heute erhalten geblieben: am 5. Januar ist es üblich, bis zum Erscheinen des ersten Sterns am Himmel nichts zu essen.
„Man sollte wissen: Für den Fall, dass der Vorabend der Theophanie auf einen Samstag oder Sonntag fällt, gibt es kein Fasten. Die Tropare der Königlichen Stunden mit den Lesungen werden am Samstag und Sonntag nicht gesungen. Stattdessen singen wir die Königlichen Stunden am Freitag so, wie es sonst üblich ist. Wir sprechen das Glaubensbekenntnis, den Psalm 33: Segnen will ich den Herrn… und die Entlassung.“ (Typikon vom 5. Januar, Notiz) „Man sollte wissen: wenn der Vorabend der Theophanie auf einen Samstag oder einen Sonntag fällt, gibt es kein Fasten. Es gibt die Chrysostomusliturgie zur üblichen Zeit, wie immer. Nach der Entlassung der Liturgie gehen wir nicht in den Speisesaal, sondern setzen uns im Vorraum der Kirche hin, der Koch gibt jedem entweder ein Stück Brot oder wenig Weizenbrot mit wenigen Feigen und Datteln sowie jedem einen Becher Wein, damit es nicht Fasten genannt wird, da wir auf die Abendversammlung warten. Danach gehen wir in unsere Zimmer und schweigen bis zur Abendzeit. Die Liturgie des Großen Basileios wird am Tag des Fests selbst zelebriert.“ (Typikon vom 6. Januar, 2. Notiz)
Diese Anweisungen des Typikons bedeuten, dass wenn der Vorabend der Theophanie auf einen Samstag oder einen Sonntag fällt, man nach der Liturgie bis zur Vesper etwas Essen ohne Öl essen darf. Siehe auch Typikon vom 5. Januar, Notiz: „Nach der Entlassung der Liturgie essen wir Brot und trinken einen Becher Wein. Vollständig essen wir nach der Entlassung der Vesper, mit Öl. Käse und Eier wagen wir an diesem Tag nicht zu uns zu nehmen.“

GROßE VESPER
zusammen mit der
LITURGIE DES HL. BASILEIOS DES GROßEN

Die Göttliche Liturgie besteht aus einer Vesper, die zum Trishagion in die Liturgie des Hl. Basileios des Großen übergeht.
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Trishagion bis Vater unser:

L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

     L: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr. Mit Bekenntnis und Erhabenheit hast Du Dich bekleidet, hast Dich mit Licht umhüllt wie mit einem Gewand, ausgespannt den Himmel wie ein Zelttuch. Der Seine Obergemächer in Wassern birgt, Der Wolken zu Seiner Steige setzt, wandelt auf den Flügeln der Winde. Der Seine Engel zu Geistern erschafft und Seine Diener zu feuriger Flamme. Der die Erde auf ihren festen Stand gegründet, nicht wird sie sich neigen auf immer und ewig. Der Abgrund ist Sein Umhang wie ein Gewand, auf den Bergen werden stehen die Wasser. Sie werden fliehen vor Seiner Schelte, zagen vor der Stimme Deines Donners. Sie steigen Berge empor und Ebenen hinab an den Ort, den Du ihnen begründet. Eine Grenze hast Du gesetzt, die sie nicht überschreiten werden, noch sich wenden, die Erde zu bedecken. Der Quellen entsendet in Klüften, zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser. Sie werden tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel werden empfangen für ihren Durst. An ihnen werden sich die Vögel des Himmels niederlassen, aus den Felsen heraus ihre Stimme geben. Der die Berge tränkt aus Seinen Obergemächern: von der Frucht Deiner Werke wird gesättigt werden die Erde. Der Gras aufgehen lässt dem Vieh und frisches Grün den Menschen zum Dienst, um Brot hervorzubringen aus der Erde – und Wein erfreut das Herz des Menschen –, das Angesicht heiter zu machen mit Öl; und Brot stützt des Menschen Herz. Gesättigt werden die Hölzer der Ebene, die Zedern des Libanon, die Du gepflanzt. Dort werden die Sperlinge nisten; die Wohnstatt des Reihers führt sie an. Die hohen Berge sind den Hirschen und der Fels den Hasen eine Zuflucht. Er schuf den Mond für die Zeiten; die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht, in ihr werden umherschweifen alle Tiere des Waldes, junge Löwen, die brüllen, um zu reißen und von Gott ihre Nahrung zu suchen. Die Sonne ging auf, und sie sammelten sich und werden sich niederlegen auf ihren Lagern. Der Mensch wird ausgehen zu seinem Werk und zu seinem Wirken bis zum Abend. Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen; erfüllt ward die Erde von Deiner Schöpfung. Da ist das große und weite Meer, dort sind Kriechtiere ohne Zahl, kleine Lebewesen samt großen. Dort fahren Schiffe einher; da ist dieser Drache, den Du gebildet, darin zu spielen. Alle warten auf Dich, dass Du ihre Speise gebest zur rechten Zeit. Gibst Du ihnen, werden sie sammeln. Öffnest Du Deine Hand, werden sie allesamt erfüllt sein von Güte. Doch wendest Du ab Dein Angesicht, werden sie aufgewühlt sein; Du wirst hinwegnehmen ihren Geist, und sie werden dahinschwinden und zurückkehren zu ihrem Staub. Du wirst aussenden Deinen Geist, und sie werden erschaffen werden, und Du wirst erneuern das Angesicht der Erde. Es sei die Herrlichkeit des Herrn auf ewig; erfreuen wird sich der Herr Seiner Werke, Der auf die Erde blickt und sie zittern lässt, Der die Berge anrührt, und sie rauchen. Singen will ich dem Herrn in meinem Leben, will Psalmen singen meinem Gott, solange ich bin. Süß sei Ihm meine Zwiesprache, ich aber will mich des Herrn erfreuen. Dahinschwinden mögen die Sünder von der Erde und die Gesetzlosen, so dass sie nicht mehr sind. Segne meine Seele den Herrn.
Die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr, alle hast Du in Weisheit geschaffen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 2

Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
     L: Setze, Herr, eine Wache meinem Mund und eine Tür zur Hut meiner Lippen. Neige mein Herz nicht zu Worten der Bosheit, sich in Ausflüchte zu flüchten in Sünden, mit Menschen, die Gesetzlosigkeit üben, ja, mit ihren Auserlesenen will ich mich nimmer verbinden. Ein Gerechter wolle mich erziehen in Erbarmen und mich tadeln; das Öl eines Sünders aber soll nicht salben mein Haupt. Denn noch richtet sich ja mein Gebet gegen ihr Wohlgefallen. Verschlungen wurden ihre Richter nahe am Felsen. Hören werden sie meine Worte, denn sie sind süß. Wie ein wuchtiger Erdklumpen barst auf der Erde, so wurden ihre Gebeine zerstreut an den Hades. Denn auf Dich, Herr, o Herr, sind meine Augen gerichtet; auf Dich habe ich gehofft, nimm meine Seele nicht hinweg. Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt, und vor den Fallstricken derer, die Gesetzlosigkeit üben. Die Sünder werden fallen in ihr eigenes Netz; ich aber bin für mich allein, bis ich vorübergehe.
Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, mit meiner Stimme flehte ich zum Herrn. Ich werde vor Ihm mein Flehen ausgießen, meine Bedrängnis vor Ihm kundtun. Während mein Geist aus mir schwand, kanntest doch Du meine Pfade. Auf eben dem Weg, den ich wandelte, haben sie mir eine Schlinge verborgen. Aufmerksam schaute ich zur Rechten und blickte hin, doch keinen gab es, der mich wahrnahm. Mir blieb kein Entrinnen, und keinen gibt es, der meine Seele sucht. Ich schrie zu Dir, Herr, ich sagte: "Du bist meine Hoffnung, mein Anteil im Lande der Lebenden." Merke auf mein Flehen; denn erniedrigt ward ich gar sehr. Erlöse mich von denen, die mich verfolgen; denn zu stark sind sie mir geworden.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 2. Stichiren des Fests. (von Ioannes Monachos)
Unsere Erleuchtung, die jeden Menschen erleuchtet, / sieht der Vorläufer kommen, / um sich taufen zu lassen. / Er freut sich in der Seele, / und es erzittert ihm die Hand. / Er deutet auf ihn und spricht zu den Leuten: / Siehe, der erlösen wird Israel / und uns befreien wird aus dem Verderben. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Unsere Erleuchtung, die jeden Menschen erleuchtet, / sieht der Vorläufer kommen, / um sich taufen zu lassen. / Er freut sich in der Seele, / und es erzittert ihm die Hand. / Er deutet auf ihn und spricht zu den Leuten: / Siehe, der erlösen wird Israel / und uns befreien wird aus dem Verderben. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Als unser Erlöser von dem Knechte sich ließ taufen / und bezeugt wurde durch die Herabkunft des Geistes, / da erschraken die Engelheere, da sie es sahen. / Es erscholl aber vom Himmel die Stimme des Vaters: / Dieser, dem auflegt der Vorläufer die Hand, / ist mein Sohn, der Geliebte, / an dem ich habe mein Wohlgefallen. / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Als unser Erlöser von dem Knechte sich ließ taufen / und bezeugt wurde durch die Herabkunft des Geistes, / da erschraken die Engelheere, da sie es sahen. / Es erscholl aber vom Himmel die Stimme des Vaters: / Dieser, dem auflegt der Vorläufer die Hand, / ist mein Sohn, der Geliebte, / an dem ich habe mein Wohlgefallen. / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Die Ströme des Jordan / nahmen dich auf, die Quelle, / und der Tröster kam herab in Gestalt einer Taube. / Es neigt sein Haupt, der da neigt die Himmel. / Es schreit und ruft der Lehm zu seinem Bildner: / Was trägst du mir auf, das was ist über mir? / Ich habe nötig deine Taufe. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Die Ströme des Jordan / nahmen dich auf, die Quelle, / und der Tröster kam herab in Gestalt einer Taube. / Es neigt sein Haupt, der da neigt die Himmel. / Es schreit und ruft der Lehm zu seinem Bildner: / Was trägst du mir auf, das was ist über mir? / Ich habe nötig deine Taufe. / O du sündeloser Christus, / unser Gott, Ehre sei dir.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Weil du retten wolltest den verirrten Menschen, / hast du nicht verschmäht, anzuziehn eines Knechtes Gestalt. / Denn es geziemte sich dir, dem Gebieter und Gott, / anzunehmen das Unsrige um unsertwillen. / Denn selbst getauft im Fleische, Erlöser, / hast du uns der Vergebung gewürdigt. / Deshalb rufen wir, Wohltäter, zu dir: / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Weil du retten wolltest den verirrten Menschen, / hast du nicht verschmäht, anzuziehn eines Knechtes Gestalt. / Denn es geziemte sich dir, dem Gebieter und Gott, / anzunehmen das Unsrige um unsertwillen. / Denn selbst getauft im Fleische, Erlöser, / hast du uns der Vergebung gewürdigt. / Deshalb rufen wir, Wohltäter, zu dir: / Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests. (von Byzas)
Du neigtest das Haupt dem Vorläufer, / du zerschmettertest die Häupter der Drachen, / du tratest in die Ströme, / du erleuchtetest alles, / um dich, Erretter, herrlich zu erweisen / als die Erleuchtung unserer Seelen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Evangeliar voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Dienstagabend, Ton 1:
D: Prokimenon im ersten Ton. Nachfolgen wird mir Dein Erbarmen / alle Tage meines Lebens.
     Ch: Nachfolgen wird mir Dein Erbarmen / alle Tage meines Lebens.

Vers: Der Herr weidet mich, und nichts wird mir mangeln. Am Ort frischen Grases, dort ließ Er mich lagern.
     Ch: Nachfolgen wird mir Dein Erbarmen / alle Tage meines Lebens.

D: Nachfolgen wird mir Dein Erbarmen.
     Ch: Alle Tage meines Lebens.

Erste Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Genesis.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Die Erde war aber wüst und öde, und Finsternis lag auf der Urflut, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, daß das Licht gut war, und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es ward Abend und ward Morgen: ein erster Tag.
Und Gott sprach: Es werde eine Feste inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser voneinander! Und es geschah also. Gott machte die Feste und schied die Wasser unter der Feste von den Wassern über der Feste. Und Gott nannte die Feste Himmel. Und es ward Abend und ward Morgen: ein zweiter Tag. Und Gott sprach: Das Wasser unter dem Himmel sammle sich an einen Ort, daß das Trockene sichtbar werde! Und es geschah also. Und Gott nannte das Trockene Land, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Die Erde lasse sprossen junges Grün: Kraut, das Samen trägt, und Fruchtbäume, die nach ihrer Art Früchte tragen auf der Erde, in denen ihr Same ist! Und es geschah also. Die Erde ließ sprossen junges Grün: Kraut, das Samen trägt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist, je nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und es ward Abend und ward Morgen: ein dritter Tag. (Gen 1, 1-13)

Zweite Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Der Herr sprach zu Moses: Was schreist du zu mir? Sag den Kindern Israels, sie sollen aufbrechen! Du aber erhebe deinen Stab, streck deine Hand aus über das Meer und teile es. Die Kinder Israels sollen hineinziehen mitten ins Meer auf trockenem Boden: Und siehe, ich werde verhärten das Herz des Pharao und das seiner Diener und aller Ägypter, und sie werden hineinziehen hinter ihnen. Ich werde mich verherrlichen am Pharao und an seinem ganzen Heer, an seinen Streitwagen und Reisigen. Erkennen sollen alle Ägypter, dass ich der Herr bin, wenn ich mich verherrliche am Pharao und an seinen Streitwagen und Reisigen. Da streckte Moses seine Hand aus über das Meer, und der Herr trieb das Meer hinweg durch einen starken Südwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken, und geteilt wurde das Wasser. Die Kinder Israels schritten mitten ins Meer hinein auf trockenem Boden, während das Wasser ihnen zur Rechten und zur Linken stand wie eine Mauer. Die Ägypter aber setzten ihnen nach und zogen hinter ihnen hinein, die ganze Reiterei des Pharao, die Kriegswagen und ihre Lenker, mitten ins Meer. Da streckte Moses die Hand aus über das Meer, und das Wasser kehrte, als es Tag wurde, an seinen Ort zurück. Die Ägypter stürzten in ihrer Flucht auf das Wasser zu, und der Herr schüttelte die Ägypter ab inmitten des Meeres. Das zurückgekehrte Wasser bedeckte die Streitwagen, die Wagenlenker und die gesamte Streitmacht des Pharao, die hinter ihnen hineingezogen waren ins Meer. Nicht einer von ihnen blieb übrig. Die Söhne Israels aber zogen durch trockenes Land inmitten des Meeres. (Ex 14, 15-18, 21-23, 27-29)

Dritte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Moses ließ aufbrechen die Söhne Israels vom Roten Meer und führte sie in die Wüste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser zu trinken. Sie kamen nach Merrhá, doch sie konnten das Wasser von Merrhá nicht trinken, denn es war bitter. Deshalb wurde genannt der Name dieses Ortes Bitternis. Das Volk aber murrte gegen Moses und sprach: Was sollen wir trinken? Da rief Moses zum Herrn, und es zeigte ihm der Herr ein Holz, und er warf es in das Wasser. Da wurde das Wasser süß. Dort gab er ihm Rechtssatzungen und Urteile. Er prüfte ihn und sprach: Wenn du hörst mit deinem Ohr auf den Herrn, deinen Gott, und tust, was recht ist vor ihm, und horchst auf seine Gebote und bewahrst all seine Rechtssatzungen, werde ich keine Krankheit, die ich den Ägyptern gesandt habe, zu dir senden. Denn ich bin der Herr, der dich heilt. Und sie kamen nach Älim; dort aber waren zwölf Wasserquellen und Siebzig Palmenstämme, und sie lagerten dort bei den Wassern. Sie brachen wieder auf von Älim, und es kam die ganze Gemeinde der Söhne Israels in die Wüste Sin, die da liegt zwischen Älim und dem Sinai. (Ex 15, 22 - 16, 1)
Die Königlichen Türen werden geöffnet.
In der Praxis werden nur die letzten Worte des Tropars gesungen. Deshlab werden diese Tropare mit den Versen wie folgt vorgetragen:
Der Leser trägt vor: In der Welt bist du erschienen, / der die Welt du hast geschaffen, / um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Der Leser singt: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
Chor im 5. Ton: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme sich unser. Auf dass man erkenne deinen Weg auf Erden, unter den Völkern allen dein Heil. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Preisen sollen dich die Völker, o Gott, preisen sollen dich die Völker alle. Feuen sollen sich und jubeln die Nationen. Denn du wirst richten die Völker in Gerechtigkeit und wirst führen die Nationen auf Erden. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Preisen sollen dich die Völker, o Gott, preisen sollen dich die Völker alle. Die Erde hat ihre Frucht gegeben. Es segne uns Gott, unser Gott, ja, es segne uns Gott, und fürchten sollen ihn alle Enden der Erde. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
Der Leser trägt vor: In der Welt bist du erschienen, / der die Welt du hast geschaffen, / um die zu erleuchten, die saßen im Dunkel.
Ch: Menschenliebender, Ehre sei Dir.
Die Königlichen Türen werden geschlossen.

Vierte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Josua.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Der Herr sprach zu Jesus: An diesem Tage fange ich an, dich zu erhöhen vor allen Kindern Israels, damit sie erkennen, dass ich, wie ich mit Moses war, so auch mit dir sein werde. Gebiete nun den Priestern, welche die Lade des Bundes tragen, und sprich zu ihnen: Sobald ihr in einen Teil des Wassers des Jordan hineinsteigt, so bleibt im Jordan stehen. Sobald aber die Priester, welche die Bundeslade des Herrn trugen, in den Jordan hineinstiegen und die Füße der Priester, welche die Lade trugen, in einen Teil des Jordanwassers eintauchten – der Jordan aber füllte sein ganzes Bett aus, wie in den Tagen der Weizenernte –, da blieb das Wasser, das von oben herabfloss, stehen, eine feste Masse weit entfernt, von der Stadt Adami bis in die Gegend von Kariathiarim. Das abfließende Wasser aber floss hinab in das Meer Araba, bis zum Salzmeer, bis es ganz verschwand. Das Volk aber zog Jericho gegenüber hinein, und die Priester, welche die Bundeslade des Herrn trugen, standen bereitwillig auf trockenem Boden inmitten des Jordan. Und alle Kinder Israels zogen durch das trockene Flussbett hindurch, bis das ganze Volk vollendet hatte seinen Durchzug durch den Jordan. (Jos 3, 7-8; 15-17)

Fünfte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem zweiten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach Elias zu Elisäus: Lass dich doch hier nieder, denn der Herr hat mich an den Jordan entsandt. Elisäus antwortete: So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht. Da gingen sie zusammen. Es kamen auch fünfzig von den Prophetensöhnen und stellten sich gegenüber in einiger Entfernung auf. Die beiden aber blieben am Jordan stehen. Elias nahm sein Schaffell, wickelte es zusammen und schlug damit auf das Wasser, und das Wasser wurde geteilt nach hüben und drüben, und sie gingen trockenen Fußes hindurch. Und es geschah, als sie hindurchgingen, da sprach Elias zu Elisäus: Bitte mich, was ich dir tun soll, bevor ich von dir hinweggenommen werden! Elisäus antwortete: Möge doch dein Geist zweifach auf mich kommen! Da sprach Elias: Hart bist du im Fordern! Nur wenn du siehst, wie ich von dir hinweggenommen werde, wird es so sein. Wenn du es aber nicht siehst, wird es nicht geschehen. Und es geschah, als sie gingen und redeten, siehe, ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuern, und er fuhr zwischen den beiden hindurch, und Elias wurde im Sturmwind aufgenommen in den Hiinmeln. Elisäus sah es und rief: Vater, Vater, Wagen Israels und sein Lenker! Und er sah ihn nicht mehr. Elisäus ergriff seinen Mantel und riss ihn in zwei Stücke. Dann nahm Elisäus das Schaffell des Elias an sich, das von oben auf ihn herabgefallen war. Elisäus kehrte um und stellte sich an das Ufer des Jordan. Und es nahm Elisäus das Schaffell des Elias, das auf ihn von oben herabgefallen war, schlug damit auf die Wasser, aber sie wurden nicht geteilt. Da sprach Elisäus: Wo ist denn der Gott des Elias? Und so schlug er ein zweites Mal auf die Wasser. Da wurden die Wasser geteilt, und er durchschritt sie trockenen Fußes. (2 Kön 2, 6-14)

Sechste Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem zweiten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es kam Naaman, der Heerführer des Königs der Assyrer, mit seinen Wagen und Reisigen und hielt vor der Türe des Hauses des Elisäus. Elisäus aber schickte einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh und bade dich siebenmal im Jordan, so wird dein Fleisch wiederhergestellt, und du wirst rein sein. Da wurde Naaman zornig und zog von dannen, indem er sprach: Sieh da, und ich meinte, er werde zu mir herauskommen, den Namen des Herrn, seines Gottes, anrufen, seine Hand auf den Aussatz legen und ihn so von meinem Fleisch entfernen. Sind denn nicht Abana und Pharpha, die Flüsse von Damaskus, besser als der Jordan und alle Wasser des Jordan? Kann ich nicht hingehen und mich in ihnen baden und rein werden? Und er wandte sich ab und ging im Zorn davon. Da traten seine Diener herzu und sprachen zu ihm: Vater, wenn der Prophet ein schweres Wort an dich gerichtet hätte, hättest du es etwa nicht befolgt? Und nun, weil er zu dir gesagt hat: Bade dich und du wirst rein sein, willst du es nicht tun? Da stieg Naaman hinab und badete siebenmal im Jordan gemäß dem Worte des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wiederhergestellt wie das eines kleinen Kindes, und er wurde rein. (2 Kön 5, 9-14)
Die Königlichen Türen werden geöffnet.
Der Leser trägt vor: Den Sündern und den Zöllnern / bist du erschienen, unser Erretter, / in der Fülle deines Erbarmens / Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Der Leser singt: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
Chor im 6. Ton: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Der Herr ist König, mit Hoheit umkleidet. Umkleidet hat Sich der Herr, mit Macht Sich gegürtet. Du hast festgemacht das Weltall, Dein Thron wird nimmermehr wanken. Bereitet ist Dein Thron von Anbeginn. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Einst erhoben die Fluten, o Herr, erhoben die Fluten ihre Stimme. Wieder erheben die Wasserströme ihr Tosen vom Brausen mächtiger Wellen. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Wunderbar ist die Brandung des Meeres; wunderbarer noch ist der Herr in den Höhen. Verlässlich sind Deine Zeugnisse. Deinem Hause ziemet Heiligkeit, Herr, auf ewige Zeiten. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
L: Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
Der Leser trägt vor: Den Sündern und den Zöllnern / bist du erschienen, unser Erretter, / in der Fülle deines Erbarmens. / Denn wo sollte leuchten dein Licht,
Ch: Wenn nicht denen, die saßen im Dunkel? Ehre sei Dir.
Die Königlichen Türen werden geschlossen.

Siebte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Darum spricht der Herr: Wascht euch und erweist euch als Reine! Entfernt aus euren Seelen eure Bosheiten vor meinen Augen! Lasst von euren Bosheiten! Lernt Gutes zu tun, sucht das Recht, schützt den, der Unrecht erleidet, verschafft Recht dem Waisen und verteidigt die Witwe. Kommt doch und widersprecht, spricht der Herr: Waren auch eure Sünden wie Purpur, wie Schnee will ich sie weiß machen. Und waren sie auch wie Scharlach, wie Wolle will ich sie weiß machen. Und wenn ihr willens seid und mir gehorcht, werdet ihr die Güter der Erde genießen. Doch wenn ihr nicht willens seid und mir nicht gehorcht, wird ein Schwert euch zugrunde richten. Das also hat der Mund des Herrn gesprochen. (Jes 1, 16-20)

Achte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Genesis.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Jakob blickte auf und sah das Heerlager Gottes. Auch begegneten ihm die Engel Gottes. Da sprach Jakob, als er sie sah: Das ist Gottes Lager. Und er nannte den Namen dieses Ortes Parembolí. Jakob aber sandte Boten vor sich her zu Esau, seinem Bruder, in das Land Seïr, in die Gegend von Edom. Und er trug ihnen auf und sagte: So sprecht zu meinem Herrn Esau: So spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban habe ich gewohnt und bis jetzt geweilt. Ich habe Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Mägde erworben. Nun habe ich gesandt, meinen Herrn Esau zu benachrichtigen, auf dass Gnade finde dein Knecht vor dir. Die Boten aber kehrten zu Jakob zurück und sagten: Wir kamen zu Esau, deinem Bruder, und siehe, er selbst kommt zum Treffen mit dir samt vierhundert Mann, die bei ihm sind. Da fürchtete sich Jakob sehr und geriet in Zweifel. Er teilte die Leute bei ihm und die Rinder und Schafe auf zwei Lager auf. Und Jakob sprach: Wenn Esau zu dem einen Lager kommt und es verwüstet, so bleibt das andere Lager unversehrt. Und Jakob sprach: O Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, Herr, der du zu mir gesprochen: Ziehe zurück in das Land deiner Geburt, und ich will dir wohltun!, bring mir zur Genüge all deine Gerechtigkeit und all deine Wahrheit, die du deinem Knecht erwiesen hast! Denn mit diesem meinen Stabe habe ich überschritten den Jordan. (Gen 32, 2-11)

Neunte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es stieg die Tochter des Pharao hinab zum Fluss, um zu baden. Ihre Zofen aber gingen am Fluss auf und ab. Da erblickte sie ein Kästchen im Schilf, schickte ihre Zofe hin, und diese holte es. Sie öffnete es und sah ein weinendes Kind in dem Kästchen. Das ging der Tochter des Pharao zu Herzen und sie sprach: Es ist eines von den Kindern der Hebräer. Da sagte seine Schwester zur Tochter des Pharao: Willst du, dass ich dir eine Amme von den Hebräern rufe, dass sie dir das Kind stillt? Da sprach zu ihr die Tochter des Pharao: Ja, gehe! Und das Mädchen ging und rief die Mutter des Kindes. Die Tochter des Pharao aber sprach zu ihr: Gib mir acht auf dieses Kind und stille es mir. Ich werde dir den Lohn dafür geben. Da nahm die Frau das Kind und stillte es. Als das Kind zum Manne herangewachsen war, führte sie ihn zur Tochter des Pharao. Und er wurde ihr zum Sohne. Sie nannte ihn Moses und sprach: Aus dem Wasser habe ich ihn gezogen. (Ex 2, 5-10)

Zehnte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch der Richter.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach Gedeon zu Gott: Wenn du retten willst Israel durch meine Hand auf jene Weise, wie du es gesagt hast, siehe, ich breite geschorene Wolle auf die Tenne: Wenn Tau fällt nur auf die geschorene Wolle, der ganze Boden aber trocken bleibt, so weiß ich, dass du retten willst Israel durch meine Hand auf jene Weise, wie du es gesagt hast. Und es geschah so. Gedeon erhob sich am frühen Morgen, wrang die geschorene Wolle aus, und es floss Tau aus der geschorenen Wolle, eine Schüssel voll Wasser. Da sprach Gedeon zu Gott: Möge sich dein Zorn nicht gegen mich richten, wenn ich noch ein einziges Mal rede und noch ein einziges Mal die Probe mit der geschorenen Wolle mache: Trocken soll sein nur die geschorene Wolle, auf den ganzen Boden aber soll Tau fallen. Und Gott tat so in jener Nacht. Trocken blieb nur die geschorene Wolle, auf den ganzen Boden aber fiel Tau. (Ri 6, 36-40)

Elfte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach Elias zum Volke: Kommt her zu mir! Und es trat herzu zu ihm das ganze Volk. Elias nahm zwölf Steine, gemäß der Zahl der zwölf Stämme Israels, wie zu ihm gesprochen hatte der Herr mit den Worten: Israel soll sein dein Name. Und er baute die Steine auf und stellte wieder her den niedergerissenen Opferaltar des Herrn. Er machte auch einen Graben, der zwei Maß Saatkorn fasste, rings um den Opferaltar. Er legte die Holzscheite auf den Opferaltar, den er errichtet hatte, zerlegte das Ganzopfer in Stücke, legte es auf die Scheite und schichtete es auf den Opferaltar. Und Elias sprach: Reicht mir zwei Krüge mit Wasser. Sie sollen auf den Altar gegossen werden, auf das Ganzopfer und auf die Holzscheite. Und er sprach: Wiederholt es! Und sie wiederholten es. Tut es ein drittes Mal! Und sie taten es zum drittenmal. Da floss das Wasser rings um den Altar. Auch den Graben füllte er mit Wasser. Und es rief Elias zum Himmel mit den Worten: Herr, du Gott Abrahams, Isaaks und lakobs, erhöre mich heute mit Feuer. Und es soll erkennen dieses Volk, dass du bist der einzige Herr, der Gott Israels, und dass ich dein Diener bin und auf deine Veranlassung hin dies alles getan habe, und dass du das Herz dieses Volkes zu dir zurückwendest. Da fiel Feuer vom Herrn aus dem Himmel und verzehrte das Ganzopfer, die Holzscheite und das Wasser im Graben. Die Steine und die Erde aber leckte das Feuer ab. Da fiel das ganze Volk auf sein Angesicht und sprach: Wahrhaftig, Gott der Herr, er ist Gott. (1 Kön 18, 30-39)

Zwölfte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem zweiten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprachen die Leute der Stadt Jericho zu Elisäus: Siehe, das Wohnen in dieser Stadt ist gut, wie du siehst, o Herr; aber die Wasser sind schlecht und die Erde ist unfruchtbar. Da sprach Elisäus: Gebt mir ein neues Wasserkrüglein und tut Salz hinein! Und er nahm es, ging hinaus zur Wasserquelle, schüttete das Salz hinein und sprach: So spricht der Herr: Ich heile diese Wasser. Niemand mehr soll daran sterben noch die Erde unfruchtbar sein seinetwegen. Da wurden die Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Worte, das gesprochen hatte Elisäus. (2 Kön 2, 19-22)

Dreizehnte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Zur Zeit der Huld erhörte ich dich und am Tage der Rettung kam ich dir zu Hilfe. Ich formte dich und gab dich und setzte dich zum Bund der Heidenvölker, um zu erwerben die Erde und um in Besitz zu nehmen als Erbteile die Wüsteneien, indem du sprichst zu denen in Fesseln: Kommet heraus! und zu denen in der Finsternis: Tretet hervor aus der Verborgenheit! An allen Straßen werden sie weiden und an allen Wegen wird ihre Trift sein. Sie werden weder hungern noch dürsten; nicht wird die Hitze sie schlagen und nicht die Sonne. Denn der sich ihrer erbarmt, der wird sie trösten und sie an Wasserquellen führen. Und ich werde jeden Berg zum Weg machen und jeden Pfad zur Weide für sie. Siehe, sie werden von ferne kommen, die einen aus dem Norden und vom Meere, die andern aus dem Lande der Perser. Freuen sollen sich die Himmel und jauchzen soll die Erde. Die Berge sollen ausbrechen in Jubel und die Hügel in Gerechtigkeit. Denn erbarmt hat sich Gott seines Volkes und getröstet hat er die Niedrigen seines Volkes. Sion aber sprach: Verlassen hat mich der Herr; der Herr hat mich vergessen. Wird denn eine Frau ihres Kindes vergessen oder sich zu erbarmen der Sprösslinge ihres Schoßes? Und wenn gar eine Frau ihrer vergäße, so werde doch ich nicht deiner vergessen. So spricht der Herr, der Allmächtige. (Jes 49, 8-15)
Die königlichen Türen werden geöffnet.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 3:
L: Prokimenon im dritten Ton. Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, // wen sollte ich fürchten?
     Ch: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, // wen sollte ich fürchten?

Vers: Der Herr ist der Beschirmer meines Lebens, vor wem sollte ich zagen?
     Ch: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter, // wen sollte ich fürchten?

L: Der Herr ist meine Erleuchtung und mein Erretter.
     Ch: Wen sollte ich fürchten?
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Fests:
     1 Kor 9, 19-27
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Fests, Ton 6:
L: Alleluïa im sechsten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Sprudeln ließ mein Herz ein gutes Wort.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Anmutig bist Du in Schönheit mehr als die Menschenkinder.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Lukas mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Fests:
Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst von Ituräa und dem trachonitischen Gebiet und Lysanias Vierfürst von Abilene, unter den Hohenpriestern Annas und Kaïaphas , erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und predigte eine Taufe des Umgeistens zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buche der Worte des Propheten Isaïas, welcher spricht: «Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Pfade; jede Schlucht soll angefüllt werden, und jeder Berg und Hügel sollen erniedrigt werden; das Krumme soll zum geraden Weg, und die holprigen sollen zu ebenen Wegen werden; und alles Fleisch wird die Errettung Gottes sehen.» Er sprach nun zu der Volksmenge, die hinausging, um von ihm getauft zu werden: „Otternbrut! Wer hat euch unterwiesen, vor dem künftigen Zorn zu fliehen? Bringet also Früchte hervor, würdig des Umgeistens, und fanget nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Zum Vater haben wir den Abraham;‘ denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Schon aber ist auch die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt: jeder Baum nun, der nicht gute Frucht hervorbringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.” Und die Volksmenge fragte ihn: „Was also sollen wir tun?” Er aber antwortete und spricht zu ihnen: „Wer zwei Leibröcke hat, gebe dem Anteil, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue gleicherweise.” Es kamen aber auch Zöllner, um getauft zu werden; und sie sprachen zu ihm: „Lehrer, was sollen wir tun?” Er aber sprach zu ihnen: „Treibet nicht mehr ein, als was euch festgesetzt ist.” Es fragten ihn aber auch Soldaten: „Und wir, was sollen wir tun?” Und er sprach zu ihnen: „Verleumdet niemanden und erpresst nichts und begnügt euch mit eurem Sold.” Als aber das Volk voller Erwartung war, und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten, ob nicht etwa er der Christus sei, antwortete Johannes allen: „Ich zwar taufe euch mit Wasser; es kommt aber der, welcher stärker ist als ich, dessen Riemen seiner Sandalen zu lösen ich nicht genug bin; er wird euch taufen im Heiligen Geiste und Feuer. Seine Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne gründlich reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.” Viele auch andere Dinge nun mahnte er an und verkündigte dem Volk das Evangelium.
(Lk 3, 1-18)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 2. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Hochpreise, meine Seele, sie, die geehrter ist und gepriesener als die Scharen oben, die allreine Jungfrau, die Gottesgebärerin.

Keine Zunge ist imstande, dich nach Gebühr zu preisen, und selbst ein überirdischer Geist gerät in Taumel, schickt er sich an, dich zu besingen, Gottesgebärerin. Doch weil du gütig bist, so nimm den Glauben an. Du weißt ja um unser gotterfülltes Verlangen. Denn du bist die Helferin der Christen. Dich preisen wir hoch.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Lobet den Herrn aus den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Große Wasserweihe

Sofort nach dem Gebet hinter dem Ambo gehen die Geistlichen durch die Königlichen Türen zu einem Wassergefäß hinaus. Der Kerzenträger und der Diakon mit dem Weihrauchfaß und der Diakonskerze gehen vor dem Vorsteher, der das heilige Kreuz hinausträgt und es auf einem geschmückten Pult auslegt. Danach werden allen Zelebranten Kerzen ausgeteilt. Der Vorsteher weihräuchert um das Wasser herum sowie die Ikonen und die Betenden.
Ton 8:
Ch: Die Stimme des Herrn ertönt über den Wassern, sprechend: / Kommet, empfanget alle den Geist der Weisheit, / den Geist der Erkenntnis, den Geist der Furcht Gottes, // des erschienenen Christus. Dreimal.
Heute wird die Natur der Wasser geweiht, / und es spaltet sich der Jordan / und hält von der eigenen Strömung die Fluten zurück, // schauend den Gebieter, wie Er getauft wird. Zweimal.
Gleich einem Menschen kamest Du in den Fluss, Christus, König, / und verlangst, die Taufe der Knechte zu empfangen, o Guter, // von den Händen des Vorläufers, / um unserer Sünden willen, Menschenliebender. Zweimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Stimme des Rufenden in der Wüste: / "Bereite den Weg des Herrn", / kamst Du, o Herr, Knechtsgestalt annehmend, / um die Taufe bittend, der Du doch die Sünde nicht gekannt. / Es sahen Dich die Wasser und erschraken; / es erzitterte der Vorläufer, rief aus und sprach: / Wie vermag der Leuchter das Licht zu erleuchten? / Wie soll der Knecht die Hand auflegen dem Gebieter? / Heilige mich und die Wasser, o Erlöser, // der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt.
Wenn die Wasserweihe von einem Priester ohne Diakon zelebriert wird, kann das Gebet Herr, Jesus Christus, o Gott, einziggezeugter Sohn… während der Paremien gelesen werden.

Erste Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Darum spricht der Herr: Freue dich, durstige Wüste, frohlocken soll die Wüste und erblühen wie eine Lilie. Aufblühen, sich freuen und frohlocken soll die Wüste am Jordan. Zuteil wurde ihr die Herrlichkeit des Libanon und der Wert des Karmel. So wird mein Volk die Herrlichkeit des Herren und die Erhabenheit Gottes sehen. Stärkt die erschlafften Hände und die erlahmten Knie. Sprecht Trost zu und sagt den kleinmütig Gesinnten: Seid stark und fürchtet euch nicht. Seht, unser Gott stellt das Recht wieder her und wird vergelten, er selbst wird kommen und uns erlösen. Dann werden geöffnet werden die Augen der Blinden und die Ohren der Tauben werden hören. Dann wird hüpfen der Gelähmte wie ein Hirsch und deutlich wird die Zunge der Stummen, denn hervorgebrochen ist in der Wüste Wasser und im durstigen Land ein Tal. Wasserlosigkeit wird in Auen herrschen und im durstigen Land wird sein eine Wasserquelle. Dort wird es Vogelgezwitscher geben, Unterstände für das Vieh, Getreide und Auen. Und ein reiner Weg wird dort sein, heiliger Weg wird er heißen; kein Unreiner darf dort vorübergehen, noch wird dort ein unreiner Weg sein. Die Zerstreuten aber werden kommen auf ihm und werden sich nicht verirren. Einen Löwen wird es dort nicht geben, noch soll ein gefährliches Tier auf ihm laufen oder dort zu finden sein. Vielmehr sollen auf ihm die Erlösten und vom Herrn Gesammelten kommen. Sie werden umkehren und nach Sion kommen mit Freude und Frohlocken und immerwährender Freude auf ihren Häuptern. Ja, ihnen wird Lob, Frohlocken und Freude auf ihren Häuptern widerfahren; entflohen sind Schmerz, Schmach und Seufzen. (Jes 35, 1-10)

Zweite Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Darum spricht der Herr: Ihr Dustigen kommt zum Wasser! Auch alle, die ihr kein Geld habt, kommt und kauft! Esst und trinkt ohne Geld und Preis Wein und Fett. Weshalb veranschlagt ihr Geld für etwas, das keine Speise ist, und eure Mühe für das, was nicht sättigt. Hört mich und esst Gutes, eure Seele soll schwelgen in Genüssen. Lasst eure Ohren achthaben und folgt meinen Wegen. Hört auf mich und in Gütern wird eure Seele leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen, Davids heiligen Eid. Seht, zu einem Zeugnis unter den Heiden habe ich ihn gesetzt, zum Herrscher und Gebieter unter den Heiden. Seht, Heiden, die dich nicht kennen, werden dich herbeirufen; und Völker, die dich nicht zum Führer haben, werden zu dir sich flüchten wegen des Herrn, deines Gottes und des heiligen Israels, denn er hat dich zu Ehren gebracht. Sucht den Herrn und ruft ihn an, um ihn zu finden. Wenn er euch nahe ist, verlasse der Gottlose seine Wege und der gesetzlose Mann seine Vorhaben. Ihr aber wendet euch zum Herrn und ihr werdet Erbarmen finden, und werdet ihm zurufen, weil er weit weg entfernen wird eure Sünden. Denn meine Pläne sind nicht wie eure Pläne, noch eure Wege wie meine Wege, spricht der Herr. Sondern so fern der Himmel von der Erde ist, so fern ist mein Weg von euren Wegen und eure Gedanken von meiner Gesinnung. Wie nämlich Regen oder Schnee vom Himmel fällt, aber nicht zurückkehrt, bis er die Erde getränkt hat und hervorkommen und hervorkeimen lässt, und Saat dem Sämann und Brot zur Nahrung gegeben hat, ebenso wird sich mein Spruch verhalten: Wenn er hervorgegangen ist aus meinem Munde, wird er nicht vergeblich zu mir zurückkehren, bis er alles, was ich will, vollendet hat, und ich werde glücklich meine Wege und meine Gebote geleiten. Denn mit Freude werden sie ausziehen und in Wonne werden sie sich belehren lassen. Die Berge und Hügel werden hüpfen, empfangen euch mit Wonne, und alle Bäume des Feldes werden klatschen mit den Zweigen. Statt des Unterholzes wird eine Zypresse aufsprossen und statt Nessel eine Myrte wachsen. Der Herr wird mit Namen und Zeichen irnrnerwährend anwesend sein und nicht entschwinden. (Jes 55, 1-13)

Dritte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Darum spricht der Herr: Schöpft mit Freude Wasser aus den Quellen des Heils. Und du wirst sagen an jenem Tage: Singt dem Herrn, ruft an seinen Namen, verkündet unter den Heiden seinen Ruhm, gedenkt, dass hoch erhaben sein Name ist. Singt dem Namen des Herrn, denn Großes hat er vollbracht. Verkündet das auf der ganzen Erde. Frohlockt und freut euch, die ihr Sion bewohnt, denn hoch erhaben ist in seiner Mitte der Heilige Israels. (Jes 12, 3-6)

Lesung des Apostels

D: Weißheit.
L: Prokimenon im dritten Ton. Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
     Ch: Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Vers: Der Herr ist meines Lebens Zuflucht; vor wem sollte mir grauen?
     Ch: Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
L: Der Herr ist meine Licht und mein Heil.
     Ch: Vor wem sollte ich mich fürchten?
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weißheit.
L: Alleluïa, im 4. Ton. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
     Ch: Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
L: Die Stimme des Herrn über den Wassern. Gott der Herrlichkeit hat gedonnert, der Herr über vielen Wassern.
     Ch: Alleluïa, alleluïa, alleluïa.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: In jener Zeit kam Jesus von ˻Nazaret in Galiläa˼ und wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich spalten und den Geist, der wie eine Taube auf ihn herabstieg; und eine Stimme kam aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.” (Mk 1, 9-11)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Große Ektenie:

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass geheiligt werden möge dieses Wasser durch die Kraft und Wirksamkeit und das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass herabkommen möge auf dieses Wasser die reinigende Wirksamkeit der überwesentlichen Dreiheit, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass ihnen gegeben werden möge die Gnade der Erlösung, der Segen des Jordan durch die Kraft und Wirksamkeit und das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass der Satan unter unsere Füße zerschmettert und jeder gegen uns gerichteter böser Anschlag vereitelt werden möge, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass der Herr, unser Gott, uns von jedem Anschlag und jeder Bedrohung des Feindes herausführen und würdig machen möge der verheißenen Güter, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erleuchtet werden mögen mit der Erleuchtung der Erkenntnis und Frömmigkeit durch das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass Gott der Herr den Segen des Jordans herabsenden und dieses Wasser heiligen möge, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass dieses Wasser werden möge zum Geschenk der Heiligung, zur Sühnung der Sünden, zur Heilung der Seele und des Leibes und zu jedem erwünschten Nutzen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass dieses Wasser werden möge ein Wasser, das da aufsprudelt in das ewige Leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass es sich wirksam erweise zur Vertreibung eines jeden Anschlags der sichtbaren und unsichtbaren Feinde, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die, die es schöpfen und nehmen zur Weihe der Häuser, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass es zur Reinigung der Seelen und Leiber für alle werde, die es im Glauben schöpfen und an ihm teilhaben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir gewürdigt werden mögen, erfüllt zu werden mit Heiligung bei der Teilnahme an diesem Wasser durch die unsichtbare Erscheinung des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und Sich unser erbarme.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
Während der Diakon spricht, betet der Priester leise:
P: Herr, Jesus Christus, o Gott, einziggezeugter Sohn, der Du bist im Schoße des Vaters. Wahrer Gott, Quelle des Lebens und der Unsterblichkeit, Licht vom Lichte, der Du in die Welt gekommen bist, um sie zu erleuchten, erleuchte unser Gemüt durch Deinen heiligen Geist, und nimm uns an, die wir Verherrlichung und Danksagung Dir darbringen für Deine wunderbaren und großen Taten von Ewigkeit an, und für Deine Herabkunft zu unserem Heil in den letzten Zeiten, in welchen Du unser schwaches und armseliges Wesen angezogen und zum Knechtsstande Dich erniedrigt hast, von der Hand eines Knechtes im Jordan getauft zu werden, auf dass Du, der Sündlose, die Natur der Gewässer heiligend, uns den Weg zur Wiedergeburt durch Wasser und Geist bereiten und uns in die erste Freiheit zurückversetzen möchtest. Indem wir das Andenken an dieses Dein göttliches Geheimnis feiern, bitten wir Dich, menschenliebender Gebieter, gieße aus über uns, Deine unwürdigen Knechte, nach Deiner göttlichen Verheißung das reinigende Wasser, das Geschenk Deiner Barmherzigkeit, auf dass unsere, der Sünder, über dieses Wasser ausgesprochene Bitte, wohlangenehm werde Deiner Güte, und Dein Segen durch dasselbe uns und all Deinem gläubigen Volke verliehen werden möge zur Verherrlichung Deines heiligen und anbetungswürdigen Namens. Denn Dir gebühret alle Herrlichkeit und Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Und, nachdem der Priester leise das Amen gesprochen hat, beginnt er, wenn der Diakon bereits die Ektenie vollendet hat, mit lauter Stimme das folgende Gebet:
P: Groß bist Du, Herr, und wunderbar sind Deine Werke, und kein Wort wird genügen zum Lobpreis Deiner Wunder. Dreimal.
Denn Du hast durch Deinen Willen das All aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, durch Deine Macht hältst Du die Schöpfung zusammen, und durch Deine Vorsehung verwaltest Du die Welt. Aus vier Elementen hast Du die Schöpfung gebildet, mit vier Jahreszeiten den Kreis des Jahres gekrönt. Vor Dir erzittern alle geistigen Kräfte, Dich besingt die Sonne, Dich rühmt der Mond, Dir dienen die Sterne, Dir gehorcht das Licht, vor Dir erbeben die Abgründe, Dir dienen die Quellen. Du hast den Himmel ausgebreitet wie ein Zelt, Du hast die Erde befestigt über den Wassern, Du hast das Meer ummauert mit Sand, Du hast die Luft zum Atmen ausgegossen. Die Kräfte der Engel dienen Dir, die Chöre der Erzengel beten Dich an. Die vieläugigen Cherubim und sechsflügligen Seraphim, stehend und fliegend um Dich - aus Furcht vor Deiner unnahbaren Herrlichkeit verhüllen sie sich. Denn Du, der Du bist der unbeschreibliche, anfanglose und unaussprech¬liche Gott, kamst auf die Erde, indem Du Knechtsgestalt annahmest, und gleich wurdest wie ein anderer Mensch. Denn Du ertrugest es wegen der Tiefe Deines Erbarmens nicht, das Menschengeschlecht von dem Teufel unterjocht zu sehen, sondern kamst und erlöstest uns. Wir bekennen Deine Gnade, wir verkünden Dein Erbarmen, wir verhehlen nicht Deine Wohltätigkeit. Du hast die Geschlechter unserer Natur befreit, den jungfräulichen Schoß durch Deine Geburt geheiligt. Die ganze Schöpfung preist Dich, den Erschienenen; denn Du, unser Gott, zeigtest Dich auf Erden, und lebtest mit den Menschen zusammen. Du hast durch die Fluten des Jordan geheiligt, vom Himmel Deinen Heiligen Geist herabgesandt, und die Köpfe der Schlangen, die sich dort eingenistet hatten, zermalmt.
Während der Priester die Worte Du selbst also, menschenliebender König dreimal spricht, segnet er das Wasser mit seiner Hand zu jeder Wiederholung:
Du selbst also, menschenliebender König, komm auch jetzt durch das Überkommen Deines Heiligen Geistes und heilige dieses Wasser. Dreimal.
Und gib ihm die Gnadengabe der Erlösung, den Segen des Jordans. Mache es zur Quelle der Unsterblichkeit, zum Geschenke der Heiligung, zur Lösung der Sünden, zur Heilung der Krankheiten, zum Verderben der Dämonen, den feindlichen Mächten unnahbar, erfüllt mit Engelskraft; auf dass alle, welche davon schöpfen und nehmen, es haben mögen zur Reinigung der Seelen und des Leibes, zur Heilung der Leiden, zur Weihe der Häuser, zu allem Nutzen dienlich. Denn Du bist unser Gott, der Du durch Wasser und Geist unsere durch die Sünde alt gewordene Natur erneuert hast; Du bist unser Gott, der Du durch das Wasser zur Zeit Noahs die Sünde ertränkt hast; Du bist unser Gott, der Du durch das Meer befreit hast aus der Knechtschaft des Pharao durch Moses das Geschlecht der Hebräer; Du bist unser Gott, der Du zerspalten hast den Felsen in der Wüste, und es strömten die Wasser, und die Gießbäche strömten über, und Du tränktest Dein dürstendes Volk. Du bist unser Gott, der Du durch Wasser und Feuer durch Elias Israel abgewendet hast vom Truge des Baal.
Du Selbst nun, o Gebieter, heilige dieses Wasser durch Deinen Heiligen Geist. Dreimal.
Gib allen, die es berühren, davon nehmen und sich damit salben, Heiligung, Gesundheit, Reinigung und Segen. Und behüte, o Herr, Deine Knechte.
Gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und des hochgeweihten Bischofs N. von (dessen Gebiet). Und bewahre sie unter Deinem Schutze in Frieden; unterwirf ihnen jeden Feind und Widersacher. Gewähre ihnen alles zum Heil Erbetene und das ewige Leben. Auf dass durch die Elemente und Menschen und durch die Engel und durch das Sichtbare und Unsichtbare verherrlicht werde Dein allheiliger Name, mit dem Vater und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Und der Priester betet, sich verbeugend:
P: Neige, o Herr, Dein Ohr und erhöre uns, der Du im Jordan getauft zu werden geruht und die Wasser geheiligt hast, und segne uns alle, die wir durch die Beugung unseres Nackens das Abzeichen der Dienstbarkeit darstellen, und würdige uns, erfüllt zu werden mit Deiner Heiligung durch die Teilnahme an diesem Wasser und die Besprengung mit demselben. Und es gereiche uns, o Herr, zur Gesundheit der Seele und des Leibes.
Ausruf: Denn Du bist unsere Heiligung, und Dir senden wir Lobpreisung, Danksagung und Anbetung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Nach dem Ausruf segnet der Priester das Wasser mit dem heiligen Kreuz, indem er es mit beiden Händen an dem waagerechten Balken hält und senkrecht in das Wasser taucht und darin mit demselben das Kreuzzeichen macht. Dabei singen die Geistlichen den Beginn des Tropars im 1. Ton, und der Chor singt es zu Ende. Dies wird 3 Mal wiederholt:
Geistliche: Als Du, Herr, im Jordan getauft wurdest, /
Ch: Ward offenbar die Anbetung der Dreiheit. / Denn des Erzeugers Stimme gab Dir das Zeugnis, / da Er Dich den geliebten Sohn nannte. / Und der Geist in Gestalt einer Taube / verkündete des Wortes Untrüglichkeit. / Der Du erschienen bist, Christus Gott, // und die Welt erleuchtet hast, Ehre Dir.
Daraufhin hällt der Priester das Kreuz in der linken Hand. Mit der rechten besprängt er kreuzförmig in vier Himmelsrichtungen.
Nach dem Besprengen, während Ehre, jetzt und die Feststichire Lasst uns, ihr Gläubigen gesungen wird, gehen die Geistlichen in den Altar.
     Ch: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6:
Ch: Lasst uns, ihr Gläubigen, preisen die Größe der Fürsorge Gottes gegen uns; / denn Er, ob unserer Übertretungen Mensch geworden, / reinigte unsere Reinigung im Jordan, / der einzig Reine und Unvergängliche, / heiligend mich und die Wasser / und zermalmend die Köpfe der Drachen auf dem Wasser. / So lasset uns nun Wasser schöpfen mit Freude, Brüder. / Denn denen, die es im Glauben schöpfen, / wird in unsichtbarer Weise die Gnadengabe des Heiligen Geistes gegeben von Christus, // unserem Gott und dem Erlöser unserer Seelen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Gemäß der Tradition gehen alles Geistlichen nach der Entlassung der Liturgie in die Mitte der Kirche, stellen sich vor der Festtagsikone auf und singen: Tropar des Fest, Ehre, Jetzt, Kondak des Fest, Hochpreisung des Fests.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
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Programmierung: Priester Alexej Veselov.