Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Mittwoch, dem 19. Januar 2022
(06. Januar 2022 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

31. Woche nach Pfingsten. Ton 5.
Taufe des Herrn - Theophanie. hochfest
Länge:

Die VIGIL zum Fest der Theophanie besteht aus der Großen Komplet mit einer Lytia, dem Orthros und der ersten Stunde. Nach der Satzung soll man den Gottesdienst „in der 10. Nachtstunde beginnen“, nach unserer Zeitzählung also um 4 Uhr morgens. (Typikon vom 6. Januar) Vor dem Beginn werden alle Glocken geläutet.
Bis zur Festabgabe der Theophanie beginnt der große Entlassungssegen mit den Worten: „Der vom Johannes im Jordan getauft werden wollte um unserer Errettung wegen…“
Die Liturgie am 6. Januar soll „der Mühe der Nachtwache wegen“ früh begonnen werden. (Typikon vom 6. Januar)
An Christusfesten, in der Lichten Woche, zur Begegnung des Herrn und am Montag des Hl. Geistes gibt es in der Liturgie zum Kleinen Einzug einen Einzugsvers. Dieser soll der Satzung nach gesungen werden, wobei er normalerweise vom Diakon gesprochen wird. Vor dem Einzugsvers wird „Weisheit, aufrecht“ ausgerufen. Der Einzugsvers ersetzt den Gesang „Kommt, lasst uns anbeten“, weshalb sofort danach das Tropar und das Kondak des Fests gesungen werden.
Die Große Wasserweihe beginnt nach dem Gebet hinter dem Ambo mit dem Gesang der Tropare „Die Stimme des Herrn“. Nach der Wasserweihe, während der Stichire zu „Ehre, Jetzt“: „Lasst uns, ihr Gläubigen“ kehren die Geistlichen in den Altar zurück. Es folgt der übliche Abschluss der Liturgie: „Es sei der Name des Herrn“ (dreimal), Psalm 33 und die Entlassung.
Beim Essen sind Käse, Eier und Fisch erlaubt, für die Laien auch Fleisch: „Beim Essen gibt es für die Brüder einen großen Trost. Wir essen Fisch, Käse, Eier und trinken Wein. Laien essen Fleisch, auch wenn es Mittwoch oder Freitag ist.“ (Typikon vom 6. Januar)

VIGIL

Die Vigil zum Fest besteht aus einer Großen Komplet, die bei der Litia in die Vesper mit anschließendem Orthros übergeht.

GROßE KOMPLET

Die königlichen Türen werden geöffnet. Die Priester und der Diakon beginnen den Gottesdienst so, wie bei einer Festvigil. Zuerst werden der Altartisch mit dem gesamten Altar beweihräuchert. Dann geht der Diakon mit der Kerze auf dem Ambo und ruft aus:
D: Segne, Gebieter.
Der Priester zeichnet vor dem Altartisch mit dem Weihrauchfaß ein Kreuzzeichen und spricht:
P: Gesegnet unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    Ch: Amen.
Der Priester geht aus dem Altar heraus und weihräuchert die ganze Kirche, so, wie zu Beginn der Vigil. Der Diakon geht ihm mit einer Kerze vor. Nach dem Weihräuchern werden die Königlichen Türen geschlossen, der Vorhang bleibt jedoch geöffnet.
Und die Brüder beginnen:
L: Amen. Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Himmlischer König, Tröster, Du Geist der Wahrheit, überall Gegenwärtiger und alles Erfüllender, Hort der Güter und Spender des Lebens, komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jedem Makel und errette, Guter, unsere Seelen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeihe unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden; unser notwendiges Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen.
Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
An den ersten 4 Tagen der ersten Woche der Großen Fastenzeit wird der Psalm 69 (aus dem dritten Abschnitt der Großen Komplet) an diese Stelle vorgezogen. Ihm folgt sogleich der entsprechende Abschnitt des Großen Kanons des hl. Andreas von Kreta. Danach, wie ansonsten sogleich:
Psalm 4:
Als ich schrie, erhörtest Du mich, o Gott meiner Gerechtigkeit, in der Bedrängnis hast Du mich weit gemacht; übe Mitleid mit mir und erhöre mein Gebet. Ihr Menschenkinder, wie lange noch seid ihr trotzigen Herzens? Wozu liebt ihr Eitelkeit und suchet Lüge? Erkennet doch, dass der Herr Seinen Gottseligen wunderbar gemacht. Der Herr wird mich erhören, wenn ich zu Ihm schreie. Zürnet, und sündigt nicht; was ihr sprecht in euren Herzen, darüber seid zerknirscht auf euren Lagern. Opfert ein Opfer der Gerechtigkeit, und hofft auf den Herrn. Viele sagen: Wer wird uns die Güter zeigen? Gezeichnet wurde auf uns das Licht Deines Angesichtes, Herr. Du hast Frohmut in mein Herz gegeben; von der Frucht ihres Weizens, Weines und Öles wurden sie erfüllt. In Frieden werde ich mich schlafen legen und sogleich schlummern; denn Du, Herr, hast mich für mich allein in Hoffnung wohnen lassen.
Psalm 6:
Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Erbarme Dich meiner, Herr; denn ich bin schwach; heile mich, Herr; denn aufgewühlt wurden meine Gebeine, auch meine Seele ward aufgewühlt gar sehr. Und Du, Herr, wie lange noch? Wende Dich her, o Herr, erlöse meine Seele; errette mich um Deines Erbarmens willen. Denn im Tode ist keiner, der Deiner gedenkt; und im Hades: wer wird Dich bekennen? Müde bin ich geworden in meinem Seufzen, will baden mein Lager jede Nacht; mit meinen Tränen will ich fluten mein Bett. Aufgewühlt ward mein Auge vor Grimm, gealtert bin ich inmitten all meiner Feinde. Weichet von mir, alle, die ihr Gesetzlosigkeit wirkt; denn der Herr hat die Stimme meines Weinens gehört. Der Herr hat meine Bitte erhört, der Herr hat mein Gebet angenommen. Zuschanden und aufgewühlt sollen werden gar sehr alle meine Feinde, rasch mögen sie sich umwenden und vollends zuschanden werden gar sehr.
Psalm 12:
Wie lange noch, Herr, wirst Du meiner vergessen bis ans Ende, wie lange noch Dein Angesicht abwenden von mir? Bis wann soll ich ratschlagen in meiner Seele, Schmerzen leiden in meinem Herzen Tag und Nacht. Wie lange noch wird sich mein Feind über mich erhöhen? Blicke her, erhöre mich, Herr, mein Gott; erleuchte meine Augen, damit ich nicht dereinst entschlafe zum Tod, damit nicht mein Feind dereinst sage: "Ich bin übermächtig geworden wider ihn." Die mich bedrängen, werden frohlocken, wenn ich wanke. Ich aber habe auf Dein Erbarmen meine Hoffnung gesetzt. Frohlocken wird mein Herz über Deine Errettung; ich will Lieder singen dem Herrn, der mir wohlgetan, will Psalmen singen dem Namen des Herrn, des Höchsten.
Und wiederum:
Blicke her, erhöre mich, Herr, mein Gott; erleuchte meine Augen, damit ich nicht dereinst entschlafe zum Tod, damit nicht mein Feind dereinst sage: "Ich bin übermächtig geworden wider ihn."
Ehre, Jetzt.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa, Ehre Dir, o Gott, dreimal. Und drei Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre, Jetzt.
Psalm 24:
Zu Dir, Herr, habe ich erhoben meine Seele. Mein Gott, auf Dich vertraue ich. Möge ich nicht zuschanden werden auf ewig, noch sollen mich meine Feinde verlachen. Denn alle, die Deiner harren, werden gewiss nicht zuschanden. Zuschanden sollen werden, die eitel gesetzwidrig handeln. Deine Wege, Herr, tue mir kund, und Deine Pfade lehre mich. Leite mich zu Deiner Wahrheit und lehre mich; denn Du bist Gott, mein Erretter, und Deiner habe ich geharrt den ganzen Tag. Gedenke Deines Mitleids, Herr, und Deiner Erbarmungen; denn sie sind von Ewigkeit her. Der Sünden meiner Jugend und meiner Unwissenheit gedenke nicht, nach Deinem Erbarmen gedenke Du meiner, um Deiner Güte willen, Herr. Gütig und aufrichtig ist der Herr; deshalb wird Er ein Gesetz geben denen, die auf dem Wege sündigen. Er wird leiten die Sanftmütigen im Gericht, wird lehren die Sanftmütigen Seine Wege. Alle Wege des Herrn sind Erbarmen und Wahrheit denen, die Seinen Bund und Seine Zeugnisse suchen. Um Deines Namens willen, Herr, sei doch gnädig ob meiner Sünde; denn sie ist groß. Wer ist der Mensch, der den Herrn fürchtet. Er wird ihm ein Gesetz geben auf dem Weg, den er erwählte. Seine Seele wird inmitten von Gütern lagern, und sein Same wird erben das Land. Der Herr ist die Stärke derer, die Ihn fürchten, und Sein Bund wird es ihnen offenbaren. Meine Augen sind stets auf den Herrn gerichtet; denn Er wird meine Füße herausziehen aus der Schlinge. Schau auf mich und erbarme Dich meiner; denn einziggezeugt und arm bin ich. Die Bedrängnisse meines Herzens sind zahlreich geworden, aus meinen Nöten führe mich heraus. Siehe meine Niedrigkeit und meine Mühe, und vergib alle meine Sünden. Siehe meine Feinde; denn sie sind zahlreich geworden, und mit ungerechtem Hasse hassten sie mich. Bewahre meine Seele und erlöse mich. Möge ich nicht zuschanden werden; denn auf Dich habe ich meine Hoffnung gesetzt. Die Arglosen und Aufrichtigen schlossen sich mir an; denn Deiner habe ich geharrt, o Herr. Erlöse, o Gott, Israël aus all seinen Bedrängnissen.
Psalm 30:
Auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt, möge ich nicht zuschanden werden auf ewig. In Deiner Gerechtigkeit erlöse mich, und reiße mich heraus. Neige Dein Ohr zu mir; eile, mich herauszureißen. Werde mir zum Beschirmer-Gott und zum Haus der Zuflucht, um mich zu erretten. Denn meine Stärke und meine Zuflucht bist Du, und um Deines Namens willen wirst Du mich leiten und mich ernähren. Du wirst mich herausführen aus dieser Schlinge, die sie mir verbargen; denn Du, Herr, bist mein Beschirmer. In Deine Hände will ich befehlen meinen Geist; Du hast mich erlöst, Herr, Gott der Wahrheit. Du hast gehasst, die nichtig bei Eitelkeiten verharren; ich aber habe auf den Herrn meine Hoffnung gesetzt. Ich werde frohlocken und frohgemut sein über Dein Erbarmen; denn Du hast hingesehen auf meine Niedrigkeit, hast meine Seele errettet aus den Nöten. Auch hast Du mich nicht eingeschlossen in die Hände der Feinde, hast meine Füße in weiten Raum gestellt. Erbarme Dich meiner, Herr; denn ich werde bedrängt; im Grimm ward aufgewühlt mein Auge, meine Seele und mein Magen. Denn im Schmerz schwand mein Leben dahin und meine Jahre in Seufzern. Schwach wurde meine Kraft in Armut, und meine Gebeine wurden aufgewühlt. Wegen all meiner Feinde bin ich zur Schmach geworden, auch meinen Nachbarn gar sehr, und zur Furcht für meine Bekannten. Die mich draußen sahen, flohen von mir. Ich ward vergessen aus dem Herzen wie ein Toter, bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. Denn ich hörte die Schmähung vieler, die ringsherum wohnen; als sie sich gemeinsam versammelt hatten wider mich, beschlossen sie, meine Seele zu nehmen. Ich aber, Herr, habe auf Dich meine Hoffnung gesetzt; ich sprach: "Du bist mein Gott, in Deinen Händen ist mein Los." Erlöse mich aus der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Lass Dein Angesicht erscheinen über Deinem Knecht, errette mich in Deinem Erbarmen. Herr, möge ich nicht zuschanden werden; denn Dich habe ich angerufen; zuschanden mögen die Frevler werden und in den Hades hinabgeführt. Stumm sollen werden die trügerischen Lippen, die Gesetzlosigkeit reden wider den Gerechten in Hochmut und Verachtung. Wie groß, Herr, ist die Fülle Deiner Güte, die Du verborgen hast für jene, die Dich fürchten, gewirkt für jene, die auf Dich hoffen, vor den Augen der Menschenkinder. Du wirst sie verbergen in der Verborgenheit Deines Angesichts vom Aufruhr der Menschen, wirst sie beschützen im Zelt vom Widerstreit der Zungen. Gesegnet der Herr; denn Er hat Sein Erbarmen wunderbar gemacht in einer umfassten Stadt. Ich aber sprach in meinem Entsetzen: "Verstoßen bin ich vom Angesicht Deiner Augen." Deshalb hast Du die Stimme meines Flehens erhört, als ich zu Dir schrie. Liebet den Herrn, all Seine Gottseligen; denn Wahrhaftigkeit sucht der Herr und vergilt denen, die reichlich Hochmut üben. Handelt mannhaft, und stark sei euer Herz, alle, die ihr hofft auf den Herrn.
Psalm 90:
Wer in des Höchsten Hilfe wohnt, wird lagern im Schutz des Gottes des Himmels. Er wird sagen zum Herrn: "Mein Beistand bist Du und meine Zuflucht, mein Gott.", und: "Ich will hoffen auf Ihn." Denn Er wird dich erlösen aus der Schlinge der Jäger und vom aufwühlenden Wort. Mit Seinen Schultern wird Er dich überschatten, und unter Seinen Flügeln wirst du hoffen; mit einer Rüstung wird Seine Wahrheit dich rings umgeben. Nicht wirst du dich fürchten vor nächtlicher Furcht, vor einem Pfeil, der bei Tage fliegt, vor dem Ding, das im Finstern heranschleicht, vor Unglücksfall und Mittags-Dämon. Fallen werden Tausend zu deiner Seite und Zehntausend zu deiner Rechten, dir aber wird es sich nicht nahen. Nur mit deinen Augen wirst du es wahrnehmen und die Vergeltung für die Sünder sehen. "Denn Du, Herr, bist meine Hoffnung". Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gesetzt. Nichts Übles wird dir zustoßen, und keine Plage sich nahen deinem Zelt. Denn Seinen Engeln wird Er deinethalben befehlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen. Auf Händen werden sie dich erheben, damit du niemals deinen Fuß an einen Stein stoßen wirst. Über Viper und Basilisk wirst du schreiten und niedertreten Löwe und Drache. "Denn auf Mich hat er gehofft, und Ich will ihn erlösen; Ich will ihn beschützen; denn Meinen Namen hat er erkannt. Schreien wird er zu Mir, und Ich will ihn erhören; in der Bedrängnis bin Ich bei ihm, will ihn entreißen und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage will Ich ihn sättigen und ihm zeigen Mein Heil."
Ehre, Jetzt.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa, Ehre Dir, o Gott, dreimal.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre, Jetzt.
In der Fastenzeit werden drei Verbeugungen gemacht. Sodann beginnen wir die Verse zu singen, langsam und festlich.

Hymnus aus Versen des Propheten Isaïas, Kapitel 8, 9 und 10.

Die königlichen Türen werden geöffnet.
Erster Chor: Mit uns ist Gott. Erkennet, ihr Nationen, und unterwerfet euch. Denn mit uns ist Gott.
Zweiter Chor: Dasselbe.
Sodann singt der Reihe nach jeder Chor seine Verse. In der Praxis werden die Verse meist vom Leser gelesen. Der Chor singt nur der Refrain.
Erster Chor: Höret ihr, bis an die Grenze der Erde. Denn mit uns ist Gott.
Zweiter Chor: Die ihr stark geworden, unterwerfet euch. Denn mit uns ist Gott.
Denn wenn ihr wiederum stark werden solltet, werdet ihr euch auch wiederum unterwerfen. Denn mit uns ist Gott.
Welchen Rat ihr auch beschließt, der Herr wird ihn zerstreuen. Denn mit uns ist Gott.
Und welches Wort ihr auch sprecht, es wird keineswegs bei euch fortbestehen. Denn mit uns ist Gott.
Eure Furcht aber werden wir keineswegs fürchten, und keineswegs werden wir aufgewühlt. Denn mit uns ist Gott.
Der Herr aber ist unser Gott. Ihn lasset uns heiligen, und Er wird unsere Furcht sein. Denn mit uns ist Gott.
Wenn ich auf Ihn vertraue, wird Er mir zur Heiligung sein. Denn mit uns ist Gott.
Ich werde auf Ihn vertrauen und durch Ihn errettet werden. Denn mit uns ist Gott.
Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben. Denn mit uns ist Gott.
Du Volk, das in Finsternis wandelt, schaue ein großes Licht. Denn mit uns ist Gott.
Die ihr im Gebiet und Schatten des Todes wohnt, ein Licht wird über euch erstrahlen. Denn mit uns ist Gott.
Denn ein Kind ward uns geboren, ein Sohn, und Er ward uns gegeben. Denn mit uns ist Gott.
Seine Herrschaft ist auf Seinen Schultern. Denn mit uns ist Gott.
Und Seines Friedens ist keine Grenze. Denn mit uns ist Gott.
Und Sein Name wird heißen: Engel des großen Rates. Denn mit uns ist Gott.
Wunderbarer Ratgeber. Denn mit uns ist Gott.
Starker Gott, Gewaltiger, Friedensfürst. Denn mit uns ist Gott.
Vater der künftigen Welt. Denn mit uns ist Gott.
Nach den Versen wird gesungen:
Erster Chor: Mit uns ist Gott. Erkennet, ihr Nationen, und unterwerfet euch. Denn mit uns ist Gott.
Zweiter Chor: Dasselbe.
L: Ehre.
Erster Chor: Mit uns ist Gott.
L: Jetzt.
Zweiter Chor: Mit uns ist Gott.
Beide Chöre zusammen: Denn mit uns ist Gott.
Die königlichen Türen werden geschlossen.

Dann die folgenden Tropare, Ton 6:

Erster Chor: Nachdem ich den Tag durchschritten, / danke ich Dir, o Herr. / Den Abend samt der Nacht, ich flehe, Erretter, / gewähre mir ohne Sünde, // und errette mich.
Zweiter Chor: Ehre.
Nachdem ich den Tag durchwandert, / verherrliche ich Dich, o Gebieter. / Den Abend samt der Nacht, ich flehe, Erretter, / gewähre mir ohne Ärgernis, // und errette mich.
Beide Chöre zusammen: Jetzt.
Nachdem ich den Tag durchlaufen, / besinge ich Dich in Hymnen, o Heiliger. / Den Abend samt der Nacht, ich flehe, Erretter, / gewähre mir ohne Nachstellung, // und errette mich.
Beide Chöre zusammen: Die unkörperliche Natur, die Cherubim, / verherrlichen Dich mit nie verstummenden Hymnen. / Die sechsflügeligen Wesen, die Seraphim, / hocherheben Dich mit unaufhörlichen Stimmen. / Das ganze Heer der Engel / preist Dich mit dreimalheiligen Gesängen. / Denn Du, Seiender Vater, bist vor allem, / und als Gleichanfanglosen hast Du Deinen Sohn. / Und als Gleichgeehrten den Geist des Lebens tragend, / zeigst Du das Unteilbare der Dreiheit auf.
Allheilige Jungfrau, Mutter Gottes, / ihr Augenzeugen und Diener des Wortes, / alle Chöre der Propheten und Martyrer, / da ihr unsterbliches Leben habt, / leget inständig Fürbitte ein für alle; / denn wir alle befinden uns in Schrecknissen, / damit wir – vom Irrwahn des Bösen erlöst – / das Lied der Engel rufen: / Heiliger, heiliger, heiliger, dreimalheiliger Herr, // erbarme Dich unser und errette uns. Amen.

Glaubensbekenntnis:

L: Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, Den dem Vater Wesenseinen, durch Den alles geworden ist, Den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, Den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, Der gelitten hat und begraben worden ist, Den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, Den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, Den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, Dessen Königtum ohne Ende sein wird. Und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, Den aus dem Vater Hervorgehenden, Den mit dem Vater und dem Sohne Angebeteten und Verherrlichten, Der gesprochen hat durch die Propheten, an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der künftigen Welt. Amen.

Bittverse, Ton 6.

In der Praxis ruft der Priester den Vers vor den Königlichen Türen aus und der Chor wiederholt diesen einmal bzw. zweimal.
Ch: Allheilige Gebieterin, Gottesgebärerin, lege Fürbitte ein für uns Sünder, dreimal.
Alle himmlischen Mächte der heiligen Engel und Erzengel, leget Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Heiliger Johannes, Prophet, Vorläufer und Täufer unseres Herrn Jesus Christus, lege Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Heilige, herrliche Apostel, Propheten, Martyrer und alle Heiligen, leget Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Unsere gottseligen und gotttragenden Väter, Hirten und Lehrer des Erdkreises, leget Fürbitte ein für uns Sünder, zweimal.
Hier wird zum Heiligen der Kirche gebetet, zweimal.
Unüberwindliche, unauflösliche und göttliche Kraft des kostbaren und lebenspendenden Kreuzes, verlass nicht uns Sünder, zweimal.
Gott, sei gnädig uns Sündern.
Gott, sei gnädig uns Sündern und erbarme Dich unser.
L: Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist… Wir: Amen.
Die königlichen Türen werden geöffnet.
Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Die königlichen Türen werden geschlossen.
L: Herr, erbarme Dich. 40 Mal.
Ehre, Jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater segne.
P: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
    L: Amen.
Gebet des hl. Basilius des Großen:
P: Herr, o Herr, der Du uns erlöst von jedem Pfeil, der am Tage fliegt, erlöse uns auch von jedem Ding, das im Finstern heranschleicht. Nimm an als Abendopfer das Erheben unserer Hände. Und würdige uns, unversucht von Übeln auch die nächtliche Rennbahn unbescholten zu durchlaufen. Erlöse uns von aller Unruhe und Mutlosigkeit, die uns vom Teufel her ergreifen. Gnädig schenke unseren Seelen Zerknirschung und unseren Überlegungen die Sorge um die Prüfung in Deinem furchterregenden und gerechten Gericht. Nagle fest unser Fleisch durch Deine Furcht und ertöte unsere irdischen Glieder, damit wir auch in der Ruhe des Schlafes erleuchtet werden in der Betrachtung Deiner Gerichte. Wende ab von uns jede ungeziemende Einbildung und schädliche Begierde. Lass uns erstehen zur Zeit des Gebetes, gestützt im Glauben und fortschreitend in Deinen Weisungen, durch das Wohlgefallen und die Güte Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Und drei Verbeugungen.
Psalm 50:
Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Psalm 101:
Herr, erhöre mein Gebet, und mein Schreien komme zu Dir. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab. Am Tage, da ich bedrängt werde, neige Dein Ohr zu mir; am Tage, da ich Dich anrufen werde, erhöre mich eilends. Denn meine Tage schwanden dahin wie Rauch, und meine Gebeine verbrannten wie dürres Holz. Ich wurde geschlagen wie Gras, und mein Herz vertrocknete; denn ich vergaß, mein Brot zu essen. Von der Stimme meines Seufzens klebte mein Gebein an meinem Fleisch. Ich wurde gleich einem Pelikan der Wüste, ward wie ein Nacht-Rabe im Gemäuer. Ich war schlaflos und ward wie ein einsamer Sperling auf dem Dach. Den ganzen Tag schmähten mich meine Feinde, und die mich sonst lobten, schworen wider mich. Denn Asche aß ich wie Brot, und meinen Trank mischte ich mit Tränen angesichts Deines Zorns und Deines Grimms; denn Du hast mich erhoben und niedergeschmettert. Meine Tage neigten sich wie ein Schatten, und ich vertrocknete wie Gras. Du aber, Herr, bleibst auf ewig, und Dein Gedächtnis währt von Geschlecht zu Geschlecht. Du wirst, wann Du auferstanden bist, Mitleid üben an Sion; denn es ist Zeit, Mitleid an ihm zu üben; denn gekommen ist die Zeit. Denn Wohlgefallen fanden Deine Knechte an seinen Steinen; und sie werden Mitleid üben an seinem Staub. Und die Nationen werden Deinen Namen fürchten, Herr, und alle Könige der Erde Deine Herrlichkeit. Denn der Herr wird Sion auferbauen und geschaut werden in Seiner Herrlichkeit. Er hat hingeblickt auf das Gebet der Demütigen und ihr Flehen nicht verachtet. Dieses werde aufgeschrieben für ein anderes Geschlecht, und ein Volk, das geschaffen wird, wird den Herrn loben. Denn Er schaute hervor aus Seiner heiligen Höhe, der Herr hat aus dem Himmel auf die Erde geblickt, um zu hören das Seufzen der Gefesselten, um zu erlösen die Söhne der Getöteten, um in Sion den Namen des Herrn zu verkünden und Sein Lob in Jerusalem, wenn die Völker sich zugleich versammeln und die Könige, um dem Herrn als Knechte zu dienen. Er antwortete ihm auf dem Weg seiner Stärke: Die Kürze meiner Tage tue mir kund. Führe mich nicht zurück in der Hälfte meiner Tage; Deine Jahre währen von Geschlecht zu Geschlecht. Im Anfang hast Du, Herr, die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke Deiner Hände. Sie werden zugrunde gehen, Du aber bleibst; alle werden sie veralten wie ein Kleid, und wie einen Umhang wirst Du sie zusammenrollen, und sie werden ausgetauscht werden. Du aber bist derselbe, und Deine Jahre werden nicht schwinden. Die Kinder Deiner Knechte werden sich niederlassen, und ihr Same wird auf ewig geleitet werden.
Gebet des Manasse, des Königs von Judäa:
Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Jakob, und ihres gerechten Samens, der Du den Himmel und die Erde mit all ihrem Schmuck geschaffen, der Du das Meer gebunden durch das Wort Deiner Anordnung, der Du den Abgrund verschlossen und ihn mit Deinem furchterregenden und herrlichen Namen versiegelt hast, vor dem alles erschauert und zittert angesichts Deiner Macht. Denn unwiderstehlich ist die Erhabenheit Deiner Herrlichkeit und unerträglich der Zorn Deiner Drohung wider die Sünder, unermesslich aber und unergründlich ist das Erbarmen Deiner Verheißung. Denn Du bist der höchste Herr, barmherzig, langmütig und vielerbarmend, und Dich reut es ob der Übeltaten der Menschen. Du, Herr, hast nach der Fülle Deiner Güte Umgeisten und Vergebung denen verheißen, die Dir gesündigt, und hast nach der Fülle Deines Mitleids den Sündern das Umgeisten zur Errettung bestimmt. Du also, Herr, Gott der Mächte, hast das Umgeisten nicht festgesetzt den Gerechten, Abraham, Isaak und Jakob, die Dir nicht gesündigt, sondern Du hast mir, dem Sünder, das Umgeisten festgesetzt, weil ich mehr an Zahl gesündigt als der Sand des Meeres. Zahlreich sind meine Gesetzlosigkeiten, Herr, zahlreich sind meine Gesetzlosigkeiten, und ich bin nicht würdig, unverwandt aufzuschauen und die Höhe des Himmels zu sehen wegen der Menge meiner Ungerechtigkeiten, da ich niedergebeugt bin durch viele eiserne Fesseln, so dass ich mein Haupt nicht erheben kann, und es gibt für mich keine Erleichterung, weil ich Deinen Grimm erzürnt habe und das Böse vor Dir getan, indem ich Deinen Willen nicht getan habe und Deine Anordnungen nicht bewahrt. Jetzt aber beuge ich das Knie des Herzens und bitte um Deine Milde: Ich habe gesündigt, Herr, ich habe gesündigt, und ich kenne meine Gesetzlosigkeiten. Aber ich flehe und bitte: Vergib mir, Herr, vergib mir, und richte mich nicht zugrunde mit meinen Gesetzlosigkeiten. Grolle mir nicht auf ewig und behalte mir nicht die Übel, noch verdamme mich in das Unterste der Erde. Denn Du bist Gott, der Gott derer, die umgeisten, und Du wirst an mir Deine ganze Güte erzeigen. Denn obwohl ich unwürdig bin, wirst Du mich erretten nach Deinem vielen Erbarmen, und ich werde Dich stets loben in den Tagen meines Lebens. Denn Dich besingt in Hymnen die ganze Macht der Himmel, und Dein ist die Herrlichkeit in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
L: Trishagion bis Vater unser. Priester: Denn Dein ist… Wir: Amen.
Die königlichen Türen werden geöffnet.
Ton 4. Kondak des Fests.
Erschienen bist Du heute dem Erdkreis, und Dein Licht ward, о Herr, über uns gezeichnet. Und so besingen wir Dich in der Erkenntnis: Du bist gekommen, erschienen bist Du, o Licht unzugänglich.
Die königlichen Türen werden geschlossen.
L: Herr, erbarme Dich. 40 Mal.
Ehre, Jetzt.
Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, wir hochpreisen.
Im Namen des Herrn, Vater segne.
P: Auf die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, unser Gott, erbarme Dich unser.
    L: Amen.
Gebet des hl. Mardarius:
P: Gebieter Gott, Vater Allherrscher, Herr einziggezeugter Sohn Jesus Christus und Heiliger Geist, eine Gottheit, eine Macht, erbarme Dich meiner, des Sünders, und nach Deinen Dir wohlbekannten Urteilen errette mich, Deinen unwürdigen Knecht. Denn gesegnet bist Du in die Ewigkeit der Ewigkeit.
    L: Amen.
Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.
Psalm 69 (wird an den ersten 4 Tagen der ersten Woche der Großen Fastenzeit nicht an dieser Stelle gelesen):
O Gott, merke auf zu meiner Hilfe; Herr, eile, mir zu helfen. Zuschanden und beschämt sollen werden, die nach meiner Seele trachten; zurück nach hinten sollen sich wenden und vollends zuschanden werden, die mir Übles wollen. Beschämt sollen sich augenblicklich zurückwenden, die mir sagen: "Gut so, gut so." Frohlocken und frohgemut sein über Dich sollen alle, die Dich suchen, o Gott, und sprechen sollen stets: "Hochgepriesen sei der Herr.”, die Deine Errettung lieben. Ich aber bin arm und bedürftig; o Gott, hilf mir; mein Helfer und mein Erlöser bist Du; Herr, säume nicht.
Psalm 142:
Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.

Kleine Doxologie:

Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Abend will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt. Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Lichte werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Würdige uns, Herr, in dieser Nacht sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Satzungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Satzungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Satzungen. Herr, Dein Erbarmen währet auf ewig, sieh’ nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebühret Dir, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

GROßE VESPER AB DER LITIA

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 4. Stichiren des Fests. (von Kosmas Monachos)
Der in Licht gehüllt ist wie in einen Mantel, / er hat sich heute gewürdigt, / um unsertwillen uns gleich zu werden. / Heute umkleidet er sich / mit den Strömen des Jordan, / nicht weil er ihrer zur Reinigung bedürfte, / sondern weil er für uns will wirken / in sich selber die Wiedergeburt. / O des Wunders! Er schmelzt um ohne Feuer / und gestaltet neu ohne Zerstörung / und rettet jene, / die auf ihn hin sich lassen erleuchten, / Christus, der Gott und Retter unserer Seelen.
Als dich, der du hinwegnimmst die Sünde / der Welt im Geist und im Feuer, / auf sich zukommen sah der Täufer, / da zagte er und rief unter Zittern: / Nicht darf ich es wagen, / dein reines Haupt zu berühren. / Heilige du mich, o Gebieter, / durch dein Erschienen, / du einzig Menschenliebender.
Kommt, lasst uns nachahmen die klugen Jungfraun. / Kommt, lasst uns entgegenziehn dem erscheinenden Gebieter, / denn als Bräutigam schreitet er auf Ioannes zu. / Der Jordan sieht es, bleibt stehen vor Furcht. / Ioannes ruft: Nicht wage ich zu berühren / das Haupt des Unsterblichen. / Der Geist kommt herab in Gestalt einer Taube, / um zu heiligen die Wasser. / Und eine Stimme erschallt vom Himmel her: / Dieser ist mein Sohn, der ist gekommen / in die Welt, um zu retten / das Geschlecht der Menschen. / Herr, Ehre sei dir.
Getauft wird Christus / und steigt aus dem Wasser. / Er führt heraus mit sich die ganze Welt. / Er sieht, wie die Himmel sich öffnen, / die Adam verschlossen hat sich und denen mit ihm. / Und der Geist bezeugt die Gottheit. / Auf gleiche Weise eilt voraus auch die Stimme vom Himmel: / Von dort kommt der bezeugte Retter unserer Seelen.
Es erzitterte die Hand des Täufers, / als er dein reines Haupt berührte. / Zurück wandte sich der Jordanfluss, / da er nicht wagte, dir zu dienen. / Denn der sich scheute vor Jesus, dem Sohn des Nave, / wie sollte er nicht zagen vor seinem Schöpfer? / So hast du denn den ganzen Heilsplan erfüllt, / unser Erretter, / um zu retten die Welt durch dein Erscheinen, / du einzig Menschenliebender.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. (von Ioannes Monachos)
Herr, der du wolltest erfüllen, / was du bestimmt von Ewigkeit, / hast aus der ganzen Schöpfung / dir Diener deines Mysteriums gewählt: / Aus den Engeln Gabriel / aus den Menschen die Jungfrau, / aus den Himmeln den Stern, / und aus den Wassern den Jordan, / in dem du vernichtet hast die Gesetzlosigkeit der Welt / unser Erretter, Ehre sei dir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests. (von Anatolios)
Heute wird die Schöpfung erleuchtet. / Heute freut sich alles, / die himmlische und die irdische Welt zugleich. / Engel mischen sich unter die Menschen. / Denn da, wo der König erscheint, / stellen sich auch ein seine Scharen. / So lasst uns denn eilen an den Jordan. / Lasst uns alle schauen Ioannes, / wie er vollzieht die Taufe / an dem Haupte, das keine Hand hat geschaffen / und das keine Sünde entstellt. / So wollen wir den Spruch des Apostels / erschallen lassen und einstimmig rufen: / Erschienen ist die Gnade Gottes, / die Heil bringt allen Menschen, / die hell erstrahlt und gewährt den Gläubigen / das große Erbarmen.

Ektenie zur Litia

Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 2. Stichiren des Fests. (von Anatolios)
Als am Jordanfluss Johannes dich erblickte, / wie du, Christus Gott, zu ihm kamst, / da sprach er: Wie nur begibst du dich zum Knechte, / der du, o Herr, bist ohne Flecken. / Auf wessen Namen soll ich dich taufen? / Des Vaters? Doch du selbst trägst ihn in dir. / Des Sohnes? Doch der bist du selber, Fleisch geworden. / Des Heiligen Geistes? / Doch ihn weißt du zu geben durch den Mund den Gläubigen. / O Gott, der du bist erschienen, / erbarme dich unser.
Das Meer sah es und flüchtete, * der Jordan rückwärts sich wandte. (Ps 113,3)
Es sahen dich die Wasser, o Gott, / es sahen dich die Wasser und gerieten in Furcht. / Denn deine Herrlichkeit von Angesicht zu schauen, / sind die Cherubim nicht imstande, / und nicht die Seraphim, sie in den Blick zu nehmen, / sondern sie stehn dabei voll Ehrfurcht. / Die einen tragen deine Macht, / die andern singen ihr die Ehre. / Mit ihnen, o Barmherziger, / verkünden wir dein Lob und rufen: / O Gott, der du bist erschienen, / erbarme dich unser.
Was ist dir Meer, dass du fliehest, * was dir Jordan, dass du dich wendest. (Ps 113,5)
Heute begibt sich der Schöpfer des Himmels und der Erde / im Fleische zum Jordan / und verlangt nach der Taufe, ohne doch ein Sünder zu sein, / auf dass die Welt er reinige vom Truge des Feindes. / Es lässt sich taufen vom Knechte der Gebieter über alles, / und die Reinigung durch das Wasser / macht er dem Menschengeschlecht zum Geschenke. / Ihm lasst uns rufen: / O Gott, der du bist erschienen, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests. (von Theophanes)
Als der glänzende Leuchter aus der Unfruchtbaren, / erblickte die Sonne aus der Jungfrau, / die da erbat die Taufe, / da rief er ihr zu in Verzagtheit und Freude: / Heilige du mich, Gebieter, / durch deine göttliche Erscheinung.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.

Brotsegnung

An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 1

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Es wird das zehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 70 bis 76, nach westlicher Nummerierung 71 bis 77. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 3. Sedalen des Fests.
Als Du im Jordan erschienst, Erlöser, und vom Vorläufer die Taufe empfingst, o Christus, erscholl Dir das Zeugnis: Du bist mein geliebter Sohn. Anfanglos mit dem Vater bist Du erkannt und der Heilige Geist kam auf Dich herab. Durch ihn erleuchtet singen wir: Ehre sei dem dreifaltigen Gott.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du heiligtest die Ströme des Jordan und überwandest die Macht der Sünde, Christus, unser Gott. Unter die Hand des Vorläufers neigtest Du Dich, das Menschengeschlecht aus der Versuchung zu befreien. Deshalb flehen wir zu Dir: Erlöse unsere Seelen.
Es wird das elfte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 77 bis 84, nach westlicher Nummerierung 78 bis 85. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Herrlich mit dem Licht Umkleideter, Wort Gottes, Du umhülltest Dich mit den Wogen des Jordan, des Adam Natur zu erneuern, der durch bösen Ungehorsam fiel. Dich wollen wir preisen und Dein heiliges Erscheinen verrherrlichen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Was verwunderte dich, Jordan, da du unbekleidet den Unsichtbaren sahst. Du schautest Ihn, erzittertest und sprachst: Wie sollte ich nicht vor Ihm erbittern und weichen. Die Engel sahen Ihn, und es ergriff sie Furcht, die Erde bebte, das Meer ward unsicher, und mit ihm alles Sichtbare und Unsichtbare, denn Christus erschien im Jordan, zu heiligen das Wasser.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Fests.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, Lebensspender Christus, der Du um unseretwillen dem Fleisch nach von Johannes im Wasser des Jordans getauft wurdest.
     Ch: Wir hochpreisen Dich, Lebensspender Christus, der Du um unseretwillen dem Fleisch nach von Johannes im Wasser des Jordans getauft wurdest.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, Lebensspender Christus, der Du um unseretwillen dem Fleisch nach von Johannes im Wasser des Jordans getauft wurdest.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Kommet, lasset uns, o Gläubige, sehen, wo Christus getauft wurde; lasset uns Ihm nachfolgen zum Jordanfluss, zur Stimme des Rufenden in der Wüste, und dort werden wir sehen den Schöpfer des Adam, wie Ihm die Hand des Knechtes aufgelegt wird, aus unaussprechlicher Barmherzigkeit, und zu Ihm wollen wir einstimmig rufen, Du bist gekommen und erschienen im Jordan, um zu heiligen die Gewässer!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommet, lasset uns, o Gläubige, sehen, wo Christus getauft wurde; lasset uns Ihm nachfolgen zum Jordanfluss, zur Stimme des Rufenden in der Wüste, und dort werden wir sehen den Schöpfer des Adam, wie Ihm die Hand des Knechtes aufgelegt wird, aus unaussprechlicher Barmherzigkeit, und zu Ihm wollen wir einstimmig rufen, Du bist gekommen und erschienen im Jordan, um zu heiligen die Gewässer!

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 4.
Von meiner Jugend an bedrängen mich viele Leiden. So halte selbst mich fest und rette mich, mein Erretter.
Die ihr hasset Sion, möget zuschanden werden durch den Herrn. Denn wie Gras werdet ihr verdorrt sein durch das Feuer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Fests, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Das Meer sah es und floh, / der Jordan wandte sich zurück.
     Ch: Das Meer sah es und floh, / der Jordan wandte sich zurück.

Vers: Was ist dir, Meer, dass du flohest; und dir, Jordan, dass du dich wandtest zurück?
     Ch: Das Meer sah es und floh, / der Jordan wandte sich zurück.

D: Das Meer sah es und floh.
     Ch: Der Jordan wandte sich zurück.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jener Zeit kam Jesus von ˻Nazaret in Galiläa˼ und wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich spalten und den Geist, der wie eine Taube auf ihn herabstieg; und eine Stimme kam aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.”
(Mk 1, 9-11)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 2. Verse des Fests.
Alle sollen sich heute über Christus freuen // der im Jordan erschienen ist.
Alle sollen sich heute über Christus freuen // der im Jordan erschienen ist.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Fests.
Gott, das Wort, erschien im Fleische dem Geschlechte der Menschen. Er stand, um Sich taufen zu lassen, im Jordan und es sprach zu Ihm der Vorläufer: Wie kann ich ausstrecken die Hand und berühren das Haupt, welches herrscht über das All? Wenn Du auch ein Kind Marias bist, so erkenne ich Dich doch als den urewigen Gott; auf Erden wandelst Du, der Du besungen wirst von den Seraphim, und ich, der Knecht, habe nicht gelernt, den Gebieter zu taufen! Unbegreiflicher Herr, Ehre sei Dir!

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Dichtung des Mönchs Kosmas von Majuma.
Akrostichos: Die Taufe wirkt die Reinigung der Sünden aller Erdgeborenen.
Irmos: Den Grund der Meerestiefe deckte auf * und führte durch das Trockene die Seinen, * in derselben bedeckend die Feinde, * der Herr, gewaltig im Kriege; * deshalb ward Er verherrlicht!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Den verwesten Adam erneuert / in den Wasern des Jordan / und zerschlägt die in ihnen verborgenen Häupter der Schlangen, / der König der Ewigkeit, der Herr, / deshalb ward Er verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die im unkörperlichen Feuer seiende Gottheit, / aus der Jungfrau im körperlichen Leibe geboren, / umfangen die Fluten des Jordan, den Herrn, / deshalb ward Er verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Im Jordan reinigt Er der Menschen Makel. / Er geruhte die in der Finsternis Sitzenden zu erleuten, / wieder zu rufen zu dem, / was einst sie waren, der Herr, / deshalb ward Er verherrlicht.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 2.
Dichtung des Johannes von Damaskus
Irmos: Es schreitet durch des Meeres sturmdurchraste Flut, Die wieder sich als Festland zeigte, Israel. Doch der Ägypter Wagenkämpfer deckte ganz Das wasserüberströmte Grab des schwarzen Meers, Durch die gewalt'ge Kraft der rechten Hand des Herrn!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Strahlend erschien nun den Menschen in der Wüste der Morgen aus den Wassern des Jordan. Die Sonne neigte ihr Haupt vor dem Herrscher, der kam, den Erstgeborenen aus der Gefangenschaft der finsteren Chöre zu befreien und die Schöpfung von allem Bösen zu erlösen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Anfangloser, die Wogen bedeckten Dich, neu erstehen zu lassen, der durch die List verging. Deshalb geschah unsagbar die gewaltige Stimme des Vaters: Dieser ist mein geliebter, mir dem Sein nach gleicher Sohn.
Katavasie, Ton 2: Den Grund der Meerestiefe deckte auf * und führte durch das Trockene die Seinen, * in derselben bedeckend die Feinde, * der Herr, gewaltig im Kriege; * deshalb ward Er verherrlicht!
Katavasie, Ton 2: Es schreitet durch des Meeres sturmdurchraste Flut, Die wieder sich als Festland zeigte, Israel. Doch der Ägypter Wagenkämpfer deckte ganz Das wasserüberströmte Grab des schwarzen Meers, Durch die gewalt'ge Kraft der rechten Hand des Herrn!
Ode 3
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Der Herr, der da Stärke gibt unseren Gemeinden * und das Horn Seiner Gesalbten erhöht, * wird von der Jungfrau geboren und kommt zur Taufe. * Ihm wollen wir Gläubigen zurufen: * Keiner ist heilig, wie unser Gott, * und keiner ist gerecht außer Dir, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die einst grausam unfruchtbare und kinderlose freut sich heute als Christi Kirche: Durch Wasser und Geist / werden Kinder dir geboren, / ruft (alle) gläugig: Keiner ist heilig, wie unser Gott, / und keiner ist gerecht außer Dir, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Mit gewaltiger Stimme ruft der Vorläufer in der Wüste: Bereite Christus den Weg, machet gerade die Stufen unserem Gott und ruft gläubig: Keiner ist heilig, wie unser Gott, / und keiner ist gerecht außer Dir, o Herr.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Die wir sind frei geworden von dem alten Trug Blutdürst'ger Löwen, deren Rachen ist zerstört, Lasst uns frohlocken und weit öffnen unsern Mund, Dem Wort aus Worten flechtend einen Lobgesang, Bereitend durch die uns geschenkten Gaben Lust!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die erste Tötung ließ das böse Tier in der Welt herrschen, doch da der Weltenschöpfer Mensch wurde, fand ein Ende jene Gewalt. Es erhob sich der Gebieter, ihm zu begegnen und zu vernichten sein feindliches Haupt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
In den finsteren Abgrund zieht der Schlund des Versuchers die von Gott geschaffene Natur. Doch es beginnt die Erneuerung der Erdgeborenen, denn gewaltig vollbringt der Gebieter seine Tat: Er naht, jene zu reinigen.
Katavasie, Ton 2: Der Herr, der da Stärke gibt unseren Gemeinden * und das Horn Seiner Gesalbten erhöht, * wird von der Jungfrau geboren und kommt zur Taufe. * Ihm wollen wir Gläubigen zurufen: * Keiner ist heilig, wie unser Gott, * und keiner ist gerecht außer Dir, o Herr.
Katavasie, Ton 2: Die wir sind frei geworden von dem alten Trug Blutdürst'ger Löwen, deren Rachen ist zerstört, Lasst uns frohlocken und weit öffnen unsern Mund, Dem Wort aus Worten flechtend einen Lobgesang, Bereitend durch die uns geschenkten Gaben Lust!

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 5. Hypakoi des Fests.
Als Du durch Deine Erscheinung / das All erleuchtet hast, / da floh das bittere Meer des Unglaubens / und der abwärtsfließende Jordan kehrte sich um, / uns zum Himmel zu erheben. / In der Höhe Deiner göttlichen Gebote / bewahre uns Christus, o Gott, / durch die Fürbitte der Gottesgebärerin, und erbarme Dich unser.
Ode 4
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Ich habe gehört, o Herr, * Deine Stimme (ich) den Du genannt hast * "die Stimme des Rufenden in der Wüste", * da Du donnertest * über vielen Wassern, * Deinem Sohne Zeugnis gebend; * (ich) der ganz von dem gegenwärtigen Geiste Erfüllte aber rief: * Du bist Christus, * Gottes Weisheit und Kraft!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Es ruft der Prediger: Wer sah je die herrlich strahlende Sonne zur Reinigung nahen. Wie soll ich mit diesem Wasser Dich, die leuchtende Herrlichkeit, das Bild der ewigen Gottheit waschen. Du bist Christus, Gottes Weisheit und Kraft.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Lass sehen Deine Gottheit, der Du geruhtest, Moses zu erscheinen, der Dich erkannte, da Du ihn aus dem brennenden Dornbusch riefst. Er wandte sein Antlitz, wie soll ich Dich nun offen schauen, wie kann ich meine Hand auf Dich legen: Du bist Christus, Gottes Weisheit und Kraft.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Weise schufst Du das Geistige, ehrtest es durch das Wort und beschämtest das Ungeistige. Wenn ich Dich taufe, wird der rauchende berg mich verurteilen und das auseinandereilende Meer und der Jordan werden zurückkehren. Du bist Christus, Gottes Weisheit und Kraft.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Gereinigt durch des wunderbaren Anblicks Glut, Sang der Prophet der Sterblichen Erneuerung, Und machte die vom Geist empfang'ne Botschaft kund, Die Ankunft des unaussprechlichen Worts im Fleisch, Durch das der Mächtigen Gewalt zerschmettert ward!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Vater sandte das strahlende Wort, der Nacht finsteres Streben zu vertreiben. Es kam, auszureißen die Sünden der Menschen und Kinder zu gewinnen durch Deine Taufe in den Wassern des Jordan, gütig Leuchtender.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Prediger schaute offen das verheißene Wort und rief der Schöpfung zu: Der vor mir war, ist nun im Körper erschienen und in göttlicher Kraft erstrahlt, unsere verderbliche Sünde auszureißen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gott, das Wort, trägt lebenspendende Nahrung, fängt und überwindet der Schlangen Nester in vielfachen Netzen. Er lässt stürzen den, der das Menschengeschlecht gefangen nahm und tötet ihn, doch erlöst Er die Schöpfung.
Katavasie, Ton 2: Ich habe gehört, o Herr, * Deine Stimme (ich) den Du genannt hast * "die Stimme des Rufenden in der Wüste", * da Du donnertest * über vielen Wassern, * Deinem Sohne Zeugnis gebend; * (ich) der ganz von dem gegenwärtigen Geiste Erfüllte aber rief: * Du bist Christus, * Gottes Weisheit und Kraft!
Katavasie, Ton 2: Gereinigt durch des wunderbaren Anblicks Glut, Sang der Prophet der Sterblichen Erneuerung, Und machte die vom Geist empfang'ne Botschaft kund, Die Ankunft des unaussprechlichen Worts im Fleisch, Durch das der Mächtigen Gewalt zerschmettert ward!
Ode 5
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Jesus, der Urheber des Lebens, * kommt, die Verdammnis des Adam, des Erstgeschaffenen, zu lösen. * Der Reinigungen aber als Gott nicht bedürfend, * wird Er für den Gefallenen gereinigt im Jordan, * in welchem Er, die Feindschaft tötend, * einen über alle Vernunft hinausgehenden Frieden spendet.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ohne Zahl eilten die Menschen, von Johannes die Taufe zu empfangen. Unter diese tratest Du. Zu den Harrenden rief er: Ungehorsame, wer lehrte euch, vor dem Zorne zu entfliehen. Bringet Christus würdige Früchte, denn Er steht hier und schenkt Seinen Frieden.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Weltschöpfer trat unter die Menschen, der allein die Herzen aller erforscht. Er ergreift die reinigende Schaufel und trennt auf der Welt Tenne weise: Die keine Frucht bringen, werden verbrannt, die aber gute Frucht bringen, denen schenkt Er das ewige Leben.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Vom Gift des finstern und unreinen Geistes frei, Vom heil'gen Geist gereinigt, mögen wandeln wir Den neuen Weg, der in die Irre nimmer führt, Der leitet zu der unnahbaren Seelenlust, Die denen nur ist nahbar, denen Gott versöhnt!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es sah der Schöpfer die im Dunkel der Sünde niedergebeugten Gefangenen, welche Seine Hände einst bildeten. Heute hebt Er sie auf Seine Schultern und trägt sie empor, denn Er wäscht ab von ihnen die alte Beschämung, des Adams arges Sinnen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Mit Frömmigkeit lasset uns eifrig eilen zur allreinen Quelle, zum rettenden Strome. Das vorausschauende Wort kam hervor aus der Unvermählten, bietet sich als Kelch des heiligen Durstes und heilt sanft alle Leiden der Welt.
Katavasie, Ton 2: Jesus, der Urheber des Lebens, * kommt, die Verdammnis des Adam, des Erstgeschaffenen, zu lösen. * Der Reinigungen aber als Gott nicht bedürfend, * wird Er für den Gefallenen gereinigt im Jordan, * in welchem Er, die Feindschaft tötend, * einen über alle Vernunft hinausgehenden Frieden spendet.
Katavasie, Ton 2: Vom Gift des finstern und unreinen Geistes frei, Vom heil'gen Geist gereinigt, mögen wandeln wir Den neuen Weg, der in die Irre nimmer führt, Der leitet zu der unnahbaren Seelenlust, Die denen nur ist nahbar, denen Gott versöhnt!
Ode 6
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Die Stimme des Wortes, * der Leuchter des Lichtes, * der Morgenstern, * welcher der Sonne vorangeht, * ruft in der Wüste allen Völkern zu: * "Tuet Buße und reinigt euch zuvor: * Denn, siehe, Christus ist zugegen, * der die Welt vom Verderben erlöst!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Unvergänglich aus Gott, dem Vater, gezeugt und ganz makellos aus der Jungfrau mit dem Körper bekleidet, erscheint Christus, dem, wie der Vorläufer sagt, wir nicht würdig sind, die Riemen Seiner Schuhe zu lösen, die Erdgeborenen von allem Truge zu erlösen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Mit der Flamme des Gerichtes wird Christus Seine Feinde richten, die Sein Gottsein nicht begreifen. Mit dem Geiste und dem Wasser der Gnade aber befreit Er von ihren Sünden, die Seine Gottheit erkennen.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Mit sel'ger Stimme hat der Vater offenbart Den vielgeliebten Sohn, aus Seinem Schoß gezeugt! Ja, sprach Er, er ist mein einwesentlicher Sohn, Lichtstrahlend ist entstammt er menschlichem Geschlecht, Mein lebensvolles Wort, und durch Vorsehung Mensch!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Aus dem tiefsten Rachen, in dem der Prophet drei Tage gefangen lag, wurde am Ende der Zeit wider alle Hoffnung die Erlösung von der menschentötenden Schlange offenbar.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es schaut der vom Vater gesandte Jünger den geöffneten Himmel der strahlenden Schriften: Über das Haupt des Wortes kam der Geist in Gestalt einer Taube und hielt inne. In unbeschreiblicher Weise erschien Er den Menschen, die dem Gebieter sich nahten.
Katavasie, Ton 2: Die Stimme des Wortes, * der Leuchter des Lichtes, * der Morgenstern, * welcher der Sonne vorangeht, * ruft in der Wüste allen Völkern zu: * "Tuet Buße und reinigt euch zuvor: * Denn, siehe, Christus ist zugegen, * der die Welt vom Verderben erlöst!"
Katavasie, Ton 2: Mit sel'ger Stimme hat der Vater offenbart Den vielgeliebten Sohn, aus Seinem Schoß gezeugt! Ja, sprach Er, er ist mein einwesentlicher Sohn, Lichtstrahlend ist entstammt er menschlichem Geschlecht, Mein lebensvolles Wort, und durch Vorsehung Mensch!

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 4. Kondak des Fests.
Erschienen bist Du heute dem Erdkreis, und Dein Licht ward, о Herr, über uns gezeichnet. Und so besingen wir Dich in der Erkenntnis: Du bist gekommen, erschienen bist Du, o Licht unzugänglich.
Ikos.
Dem Galiläa der Heiden, / dem Land Sebulon / und Nephtalis Erde erstrahlte, / wie der Prophet sprach, / Christus als großes Licht. / Denen im Dunkel erschien ein schimmernder Lichtstrahl, / der aufleuchtete aus Bethlehem, / vielmehr: Aus Maria ließ der Herr / für den gesamten Erdkreis / die Strahlen emporsteigen, / Er, die Sonne der Gerechtigkeit. / Daher eilt alle herbei, / ihr Kinder Adams, die ihr nackt seid, / lasst Ihn uns anziehen, / damit wir Wärme finden. / Denn als Bedecker der Unbedeckten, / als Lichtstrahl für die im Dunkel: / Du bist gekommen, bist erschienen, / das unnahbare Licht.
Synaxarion.
Am 6. dieses Monats: Die heilige Theophanie unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus.

Ihm sei die Ehre und Macht in alle Ewigkeit. Amen.

Ode 7
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Die frommen Jünglinge, * die sich im Flammenofen befanden, * bewahrten das hindurchblasende Wehen des Taues * und die Herabkunft des göttlichen Engels unversehrt; * deshalb sangen sie, * in der Feuersglut mit Tau erquickt, dankbar: * "Hochgelobter Herr, * gepriesen bist Du, * der Gott unserer Väter."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Im Himmel stehen mit Furcht und Zittern vor Deinem Throne die Engel und schauen Dein Herabsteigen in den Jordan. Der in der Höhe die Wasser hält, steht nun im Körper in den Wassern des Stromes, der Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Einst wiesen Wolke und Meer, in welchen das wandernde Volk des Bundes besiegelt wurde, auf das Geheimnis der göttlichen Taufe. Das Meer war das Abbild des Wassers, und die Wolke wies auf den Geist. Dieses bekennen wir und rufen: Gepriesen bist Du, der Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ihr Gläubigen überall, in Ihm empfingen wir die Vollendung. Deshalb lobpreist ohne Unterlass mit den Engeln und verherrlicht den Vater und den Sohn und den heiligen Geist, die in den Hypostasen einwesentliche Dreifaltigkeit. Es ist der eine Gott, dem wir singen: Gepriesen bist Du, o Herr, der Gott unserer Väter.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Der, welcher einst des Flammenofens große Glut Den frommen Jünglingen zur Rettung hat gekühlt, Der hat der Drachen Häupter jetzt im Strom verbrannt. Der Sünde schwer zu reinigende Flecken wäscht er ab Vollkommen durch des heil'gen Geistes reinen Tau!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus, auf Dich wies das furchtbare Bild des assyrischen Feuers, welches in Tau sich wandelte. So bekleidet sich nun das Wasser als Flamme mit dem feindlichen Bösen, verbrennt es vollkommen und ruft zurück vom Wege des Sturzes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Jordan teilte sich, und trockenen Fußes durchschritt ihn das Volk Israel zum unvergänglichen und heilbringenden Ufer, und bilden Dich, den Allmächtigen, im Wasser ab, der unwandelbar die Schöpfung erhält.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wir wissen die erste vernichtende Sintflut, da Du barmherzig alles vergehen ließest. Großes und wundervolles vollbrachtest Du. Nun lässt Du, o Christus, aus Barmherzigkeit und zur Errettung der Menschen die Sünde versinken.
Katavasie, Ton 2: Die frommen Jünglinge, * die sich im Flammenofen befanden, * bewahrten das hindurchblasende Wehen des Taues * und die Herabkunft des göttlichen Engels unversehrt; * deshalb sangen sie, * in der Feuersglut mit Tau erquickt, dankbar: * "Hochgelobter Herr, * gepriesen bist Du, * der Gott unserer Väter."
Katavasie, Ton 2: Der, welcher einst des Flammenofens große Glut Den frommen Jünglingen zur Rettung hat gekühlt, Der hat der Drachen Häupter jetzt im Strom verbrannt. Der Sünde schwer zu reinigende Flecken wäscht er ab Vollkommen durch des heil'gen Geistes reinen Tau!
Ode 8
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Ein unfassbares Geheimnis * offenbarte zu Babylon der Flammenofen, * da er Tau hervorquellen ließ: * Dass der Jordan in seine Fluten aufnehmen sollte das übersinnliche Feuer * und bedecken den im Fleische getauften Schöpfer, * den die Völker preisen und hocherheben in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Zum Vorläufer sprach der Erlöser: Leg ab alle Furcht und beuge dich meinem, des Gütigen, Wollen. Nahe dich, ich bin es selbst, und sei gehorsam. Taufe mich, der ich hinabgestiegen bin, den die Völker preisen und erheben in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da der Täufer die Worte des Gebieters vernahm, erhob er mit Zittern seine Hand, berührte das Haupt seines Schöpfers und rief ihn taufend aus: Du bist mein Gott, den die Völker preisen und erheben in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Im Jordan wurde offenbar der Dreifaltigkeit göttliches Sein. Der Vater rief: Der da getauft wird, der ist mein geliebter Sohn, zu dem der Geist als zum Gleichen kam, den die Völker preisen und erheben in alle Ewigkeit.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Die ganze Schöpfung wird nun als frei erkannt, Und als des Lichtes Söhne, die einst Nacht umfing. Es stöhnet jammernd nur der Fürst der Finsternis. Drum lobet jetzt einstimmig den, der dies getan, Ihr einst unglücklichen Volksstämme allesamt!
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Die drei strahlenden Jünglinge empfingen im Flammenmeer kühlenden Tau und erglänzten hell als drei Heiligtümer. Sie zeigten offenkundig die geheimnisvolle Verbindung mit den Menschen, die barmherzig im Feuer durch geistlichen Tau alle tödliche Versuchung verbrennt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Weiß strahlen sollen alle irdischen Wesen, denn nach dem Fallen werden sie nun in die Himmel erhoben. In allem erhält sie das Wort und wäscht sie rein in den strömenden Fluten, durch welche die einstigen Sünden entfliehen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie, Ton 2: Ein unfassbares Geheimnis * offenbarte zu Babylon der Flammenofen, * da er Tau hervorquellen ließ: * Dass der Jordan in seine Fluten aufnehmen sollte das übersinnliche Feuer * und bedecken den im Fleische getauften Schöpfer, * den die Völker preisen und hocherheben in alle Ewigkeit.
Katavasie, Ton 2: Die ganze Schöpfung wird nun als frei erkannt, Und als des Lichtes Söhne, die einst Nacht umfing. Es stöhnet jammernd nur der Fürst der Finsternis. Drum lobet jetzt einstimmig den, der dies getan, Ihr einst unglücklichen Volksstämme allesamt!
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Hochpreise meine Seele die geehrtere als die himmlischen Mächte, die allreine Jungfrau und Gottesgebärerin.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Unzureichend * ist jede Zunge, zu preisen nach Würdigkeit, * unvermögend sogar auch die überweltliche Vernunft, * zu besingen dich, Gottesgebärerin. * Dennoch aber, da du gütig bist, * nimm den Glauben an, * denn du kennst unsere gottbegeisterte Liebe. * Denn du bist die Vertretung der Christen; * dich erheben wir!
Hochpreise, meine Seele, / sie, die geehrter ist / als die oberen Heerscharen, // die allreine Jungfrau, die Gottesgebärerin.
Irmos: Unzureichend * ist jede Zunge, zu preisen nach Würdigkeit, * unvermögend sogar auch die überweltliche Vernunft, * zu besingen dich, Gottesgebärerin. * Dennoch aber, da du gütig bist, * nimm den Glauben an, * denn du kennst unsere gottbegeisterte Liebe. * Denn du bist die Vertretung der Christen; * dich erheben wir!
Hochpreise, meine Seele, // den, der vom Vorläufer die Taufe erbat.
David, nahe dich im Geiste den Erleuchteten und sprich: Nahet euch nun im Glauben Gott. Werdet erleuchtet, denn dieser Geringe rief Adam aus seinem Fall. Ihn erhörte der Herr, kam zu den Wassern des Jordan und erlöste ihn aus der Verwesung.
Hochpreise, meine Seele, / den, der gekommen ist, // um sich im Jordan taufen zu lassen.
David, nahe dich im Geiste den Erleuchteten und sprich: Nahet euch nun im Glauben Gott. Werdet erleuchtet, denn dieser Geringe rief Adam aus seinem Fall. Ihn erhörte der Herr, kam zu den Wassern des Jordan und erlöste ihn aus der Verwesung.
Hochpreise, meine Seele, // den die Stimme des Vaters bezeugte.
Isaias rief: Waschet euch und werdet rein, verlass die Bosheit vor dem Herrn. Alle Dürstenden, eilet zum Wasser. Christus netzt euch mit Wasser, erneuert alle sich Ihm gläubig Nahenden und tauft sie mit dem Geist zum nimmer alternden Leben.
Hochpreise, meine Seele, // den einen der Dreieinigkeit, der den Nacken gebeugt und die Taufe empfangen hat.
Isaias rief: Waschet euch und werdet rein, verlass die Bosheit vor dem Herrn. Alle Dürstenden, eilet zum Wasser. Christus netzt euch mit Wasser, erneuert alle sich Ihm gläubig Nahenden und tauft sie mit dem Geist zum nimmer alternden Leben.
Prophet, hier, strecke deine Hand aus und eile mich zu taufen.
Die Gnade und das Siegel bewahren uns, Gläubige. Wie einst der Verfolger vor den mit Blut gezeichneten Türpfosten floh, so ist uns diese vollendende göttliche Tat zum Bad der Wiedergeburt geworden, denn wir schauen das abendlose Licht der Dreifaltigkeit.
Prophet, lasse jetzt, und taufe mich, der es wünscht. Denn ich bin gekommen, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.
Die Gnade und das Siegel bewahren uns, Gläubige. Wie einst der Verfolger vor den mit Blut gezeichneten Türpfosten floh, so ist uns diese vollendende göttliche Tat zum Bad der Wiedergeburt geworden, denn wir schauen das abendlose Licht der Dreifaltigkeit.
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Heute beugt der Gebieter // den Nacken der Hand des Vorläufers.
Irmos: Deines Gebärens Wunder fasst nicht die Vernunft, Allunschuldvolle Braut, gepries'ne Mutter du, Durch die wir haben das vollkomm'ne Heil erlangt. Mit Recht drum jubeln wir dir, die uns wohlgetan, Als ein Geschenk dir bringend unsers Dankes Lied!
Heute beugt der Gebieter // den Nacken der Hand des Vorläufers.
Irmos: Deines Gebärens Wunder fasst nicht die Vernunft, Allunschuldvolle Braut, gepries'ne Mutter du, Durch die wir haben das vollkomm'ne Heil erlangt. Mit Recht drum jubeln wir dir, die uns wohlgetan, Als ein Geschenk dir bringend unsers Dankes Lied!
Heute tauft Johannes / den Gebieter // in den Fluten des Jordans.
Von Moses im Dornbusch erkannt, naht sie und vollendet die geheimnisvolle Ordnung. Die Jungfrau trug das Feuer, blieb bewahrt und gebar lichtstrahlend den Wohltäter, der in den Wssern des Jordan erkannt wurde.
Heute tauft Johannes / den Gebieter // in den Fluten des Jordans.
Von Moses im Dornbusch erkannt, naht sie und vollendet die geheimnisvolle Ordnung. Die Jungfrau trug das Feuer, blieb bewahrt und gebar lichtstrahlend den Wohltäter, der in den Wssern des Jordan erkannt wurde.
An diesem Tage taucht der Gebieter in die Fluten die Sünden der Sterblichen.
Von Moses im Dornbusch erkannt, naht sie und vollendet die geheimnisvolle Ordnung. Die Jungfrau trug das Feuer, blieb bewahrt und gebar lichtstrahlend den Wohltäter, der in den Wssern des Jordan erkannt wurde.
An diesem Tage empfängt der Gebieter vom Himmel das Zeugnis, dass er der geliebte Sohn ist.
Salbend vollendest Du die menschliche Natur, anfangloser Herrscher, wäschst sie in den reinen Fluten und lässt sie teilhaftig werden des Geistes. Die Macht der aufbäumenden Finsternis beschämtest Du und spendest den Menschen das ewige Leben.
An diesem Tage ist der Gebieter gekommen, die Natur der Wasser zu heiligen.
Salbend vollendest Du die menschliche Natur, anfangloser Herrscher, wäschst sie in den reinen Fluten und lässt sie teilhaftig werden des Geistes. Die Macht der aufbäumenden Finsternis beschämtest Du und spendest den Menschen das ewige Leben.
An diesem Tage empfängt der Gebieter die Taufe aus der Hand des Vorläufers.
Salbend vollendest Du die menschliche Natur, anfangloser Herrscher, wäschst sie in den reinen Fluten und lässt sie teilhaftig werden des Geistes. Die Macht der aufbäumenden Finsternis beschämtest Du und spendest den Menschen das ewige Leben.
Hochpreise, meine Seele, / sie, die geehrter ist / als die oberen Heerscharen, // die allreine Jungfrau, die Gottesgebärerin.
Katavasie: Unzureichend * ist jede Zunge, zu preisen nach Würdigkeit, * unvermögend sogar auch die überweltliche Vernunft, * zu besingen dich, Gottesgebärerin. * Dennoch aber, da du gütig bist, * nimm den Glauben an, * denn du kennst unsere gottbegeisterte Liebe. * Denn du bist die Vertretung der Christen; * dich erheben wir!
Heute beugt der Gebieter // den Nacken der Hand des Vorläufers.
Katavasie: Deines Gebärens Wunder fasst nicht die Vernunft, Allunschuldvolle Braut, gepries'ne Mutter du, Durch die wir haben das vollkomm'ne Heil erlangt. Mit Recht drum jubeln wir dir, die uns wohlgetan, Als ein Geschenk dir bringend unsers Dankes Lied!

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es erschien der Erlöser, / die Gnade und die Wahrheit. / In den Fluten des Jordan, / Er erleuchtete, / die da sitzen in der Finsternis und im Schatten des Todes, / denn es nahte und ist erschienen / das unnnahbare Licht.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Es erschien der Erlöser, / die Gnade und die Wahrheit. / In den Fluten des Jordan, / Er erleuchtete, / die da sitzen in der Finsternis und im Schatten des Todes, / denn es nahte und ist erschienen / das unnnahbare Licht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es erschien der Erlöser, / die Gnade und die Wahrheit. / In den Fluten des Jordan, / Er erleuchtete, / die da sitzen in der Finsternis und im Schatten des Todes, / denn es nahte und ist erschienen / das unnnahbare Licht.

Lobpsalmen im 1. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Ton 1. Stichiren des Fests. (Dichtung des Partiarchen Germanos)
Das Licht vom Lichte, / Christus, unser Gott, / Gott ist in der Welt erschienen, / Völker, Ihn wollen wir anbeten.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Wie sollen wir Diener / Dich, o Christus, würdig verehren, / der Du uns alle / in den Wassern des Jordan erneuert hast.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Du wurdest im Jordan getauft, unser Erlöser, / und heiligtest die Wasser. / Der Knecht legte Dir seine Hand auf, / und Du heiltest alle Leiden der Welt. / Groß ist das Geheimnis Deines Erscheinens, / menschenliebender Herr, Ehre sei Dir.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Das wahrhaftige Licht ist erschienen und schenkt allem Erleuchtung. / Mit uns lässt Sich Christus taufen, / der höher denn alle Reinheit ist. / Dem Wasser erteilt Er die Weihe / und den Seelen die Reinigung. / Auf Erden erscheint Er, der über die Himmel erhaben ist. / Das Untertauchen ward zum Bad der Rettung durch Wasser und den Geist, / so stiegen wir auf zu Gott. / Wunderbar sind Deine Taten, Herr, Ehre sei Dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6. (Dichtung des Anatolios)
Du umkleidetest Dich mit den Fluten des Jordan, o Erlöser, / der Dich das Licht gleich einem Gewande umgibt. / Du bestimmtest das Maß des Himmels, / und neigtest Dein Haupt dem Vorläufer, / die Welt aus der Versuchung zu bekehren und zu erlösen, / einzig Menschenliebender.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Fests.
Heute nahte Christus zum Jordan, / die Taufe zu empfangen. / Heute berührt Johannes das Haupt des Gebieters. / Die himmlischen Mächte erschraken, / denn sie schauten das herrliche Geheimnis. / Das Meer sah es und floh, / der Jordan sah es und wandte sich zurück. / Wir Erleuchteten aber singen: / Ehre sei dem erschienen Gott, / dem auf Erden Sichtbaren, / der die Weelt erleuchtet hat.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Erschienen bist Du heute dem Erdkreis, und Dein Licht ward, о Herr, über uns gezeichnet. Und so besingen wir Dich in der Erkenntnis: Du bist gekommen, erschienen bist Du, o Licht unzugänglich.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Erschienen bist Du heute dem Erdkreis, und Dein Licht ward, о Herr, über uns gezeichnet. Und so besingen wir Dich in der Erkenntnis: Du bist gekommen, erschienen bist Du, o Licht unzugänglich.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Erschienen bist Du heute dem Erdkreis, und Dein Licht ward, о Herr, über uns gezeichnet. Und so besingen wir Dich in der Erkenntnis: Du bist gekommen, erschienen bist Du, o Licht unzugänglich.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Vers 1: Als Israel aus Ägypten zog, Jakobs Haus aus dem Volk fremder Zunge.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 2: Da wurde Juda Gottes Heiligtum, Israel Seine Herrschaft.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 3: Das Meer sah es und flüchtete, der Jordan rückwärts sich wandte.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 4: Was ist dir, Meer, dass du fliehst, was dir Jordan, dass du dich wendest.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Vers 1: Ganz erfüllt bin ich von Liebe, denn erhören wird der Herr die Stimme meines Flehens.
Errette uns, Sohn Gottes, getauft von Johannes im Jordan, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 2: Denn Sein Ohr hat Er mir zugeneigt, und in meinen Tagen ruf ich zu Ihm.
Errette uns, Sohn Gottes, getauft von Johannes im Jordan, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 3: Mich umfingen die Schmerzen des Todes, des Hades Gefahren holten mich ein, ich erfuhr Trübsal und Trauer, und ich rief an den Namen des Herrn.
Errette uns, Sohn Gottes, getauft von Johannes im Jordan, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 4: Barmherzig ist der Herr und gerecht, unser Gott übt Erbarmen.
Errette uns, Sohn Gottes, getauft von Johannes im Jordan, die wir Dir singen: Alleluia.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
Vers 1: Preiset den Herrn: Er ist gut, in Ewigkeit währt Sein Erbarmen.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Vers 2: Sprechen soll das Haus Israel: Er ist gut, in Ewigkeit währt Sein Erbarmen.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Vers 3: Sprechen soll das Haus Aaron: Er ist gut, in Ewigkeit währt Sein Erbarmen.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Vers 4: Sprechen sollen alle, die da fürchten den Herrn: Er ist gut, in Ewigkeit währt Sein Erbarmen.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
D: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir preisen euch vom Hause des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
„Kommt, lasst uns anbeten“ wird an diesem Tag nur bei einer Bischofsliturgie gesungen.

Tropare und Kondake

Sofort nach dem Einzug folgen die Tropare und Kondake des Fests. Das Tropar und das Kondak der Kirche werden an Hochfesten ausgelassen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Kondak des Fests.
Erschienen bist Du heute dem Erdkreis, und Dein Licht ward, о Herr, über uns gezeichnet. Und so besingen wir Dich in der Erkenntnis: Du bist gekommen, erschienen bist Du, o Licht unzugänglich.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Anstatt des Dreimalheilig:

Alle, die ihr in Christus hinein getauft wurdet, habt Christus angezogen, Alleluïa, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Habt Christus angezogen, Alleluïa.
Alle, die ihr in Christus hinein getauft wurdet, habt Christus angezogen, Alleluïa.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 4:
L: Prokimenon im vierten Ton. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn; / Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn; / Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.

Vers: Bekennet den Herrn: „Er ist gut; denn auf ewig währet Sein Erbarmen.“
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn; / Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.

L: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn;.
     Ch: Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an Titus.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Fests:
     Tit 2, 11-14; 3, 4-7 ( Stelle Lesen: Tit 2, 11-14 sowie Tit 3, 4-7 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Fests, Ton 4:
L: Alleluïa im vierten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Bringet dem Herrn, ihr Söhne Gottes, bringet dem Herrn die Söhne von Widdern, bringet dem Herrn Verherrlichung und Ehre.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Die Stimme des Herrn über den Wassern, der Gott der Herrlichkeit donnerte, der Herr über vielen Wassern.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Matthäus.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Matthäus mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Fests:
In jener Zeit kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um von ihm getauft zu werden. Johannes aber versuchte, ihn zu hindern, und sprach: „Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?” Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: „Lass es jetzt zu; denn so geziemt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.” Hierauf lässt er ihn zu. Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm geöffnet, und er sah den Geist Gottes, der wie eine Taube herabstieg und auf ihn kam. Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.”
(Mt 3, 13-17)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 2. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Hochpreise, meine Seele, sie, die geehrter ist und gepriesener als die Scharen oben, die allreine Jungfrau, die Gottesgebärerin.

Keine Zunge ist imstande, dich nach Gebühr zu preisen, und selbst ein überirdischer Geist gerät in Taumel, schickt er sich an, dich zu besingen, Gottesgebärerin. Doch weil du gütig bist, so nimm den Glauben an. Du weißt ja um unser gotterfülltes Verlangen. Denn du bist die Helferin der Christen. Dich preisen wir hoch.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Erschienen ist die Gnade Gottes, die allen Menschen heilbringend ist.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Große Wasserweihe

Sofort nach dem Gebet hinter dem Ambo gehen die Geistlichen durch die Königlichen Türen zu einem Wassergefäß hinaus. Der Kerzenträger und der Diakon mit dem Weihrauchfaß und der Diakonskerze gehen vor dem Vorsteher, der das heilige Kreuz hinausträgt und es auf einem geschmückten Pult auslegt. Danach werden allen Zelebranten Kerzen ausgeteilt. Der Vorsteher weihräuchert um das Wasser herum sowie die Ikonen und die Betenden.
Ton 8:
Ch: Die Stimme des Herrn ertönt über den Wassern, sprechend: / Kommet, empfanget alle den Geist der Weisheit, / den Geist der Erkenntnis, den Geist der Furcht Gottes, // des erschienenen Christus. Dreimal.
Heute wird die Natur der Wasser geweiht, / und es spaltet sich der Jordan / und hält von der eigenen Strömung die Fluten zurück, // schauend den Gebieter, wie Er getauft wird. Zweimal.
Gleich einem Menschen kamest Du in den Fluss, Christus, König, / und verlangst, die Taufe der Knechte zu empfangen, o Guter, // von den Händen des Vorläufers, / um unserer Sünden willen, Menschenliebender. Zweimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Stimme des Rufenden in der Wüste: / "Bereite den Weg des Herrn", / kamst Du, o Herr, Knechtsgestalt annehmend, / um die Taufe bittend, der Du doch die Sünde nicht gekannt. / Es sahen Dich die Wasser und erschraken; / es erzitterte der Vorläufer, rief aus und sprach: / Wie vermag der Leuchter das Licht zu erleuchten? / Wie soll der Knecht die Hand auflegen dem Gebieter? / Heilige mich und die Wasser, o Erlöser, // der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt.
Wenn die Wasserweihe von einem Priester ohne Diakon zelebriert wird, kann das Gebet Herr, Jesus Christus, o Gott, einziggezeugter Sohn… während der Paremien gelesen werden.

Erste Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Darum spricht der Herr: Freue dich, durstige Wüste, frohlocken soll die Wüste und erblühen wie eine Lilie. Aufblühen, sich freuen und frohlocken soll die Wüste am Jordan. Zuteil wurde ihr die Herrlichkeit des Libanon und der Wert des Karmel. So wird mein Volk die Herrlichkeit des Herren und die Erhabenheit Gottes sehen. Stärkt die erschlafften Hände und die erlahmten Knie. Sprecht Trost zu und sagt den kleinmütig Gesinnten: Seid stark und fürchtet euch nicht. Seht, unser Gott stellt das Recht wieder her und wird vergelten, er selbst wird kommen und uns erlösen. Dann werden geöffnet werden die Augen der Blinden und die Ohren der Tauben werden hören. Dann wird hüpfen der Gelähmte wie ein Hirsch und deutlich wird die Zunge der Stummen, denn hervorgebrochen ist in der Wüste Wasser und im durstigen Land ein Tal. Wasserlosigkeit wird in Auen herrschen und im durstigen Land wird sein eine Wasserquelle. Dort wird es Vogelgezwitscher geben, Unterstände für das Vieh, Getreide und Auen. Und ein reiner Weg wird dort sein, heiliger Weg wird er heißen; kein Unreiner darf dort vorübergehen, noch wird dort ein unreiner Weg sein. Die Zerstreuten aber werden kommen auf ihm und werden sich nicht verirren. Einen Löwen wird es dort nicht geben, noch soll ein gefährliches Tier auf ihm laufen oder dort zu finden sein. Vielmehr sollen auf ihm die Erlösten und vom Herrn Gesammelten kommen. Sie werden umkehren und nach Sion kommen mit Freude und Frohlocken und immerwährender Freude auf ihren Häuptern. Ja, ihnen wird Lob, Frohlocken und Freude auf ihren Häuptern widerfahren; entflohen sind Schmerz, Schmach und Seufzen. (Jes 35, 1-10)

Zweite Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Darum spricht der Herr: Ihr Dustigen kommt zum Wasser! Auch alle, die ihr kein Geld habt, kommt und kauft! Esst und trinkt ohne Geld und Preis Wein und Fett. Weshalb veranschlagt ihr Geld für etwas, das keine Speise ist, und eure Mühe für das, was nicht sättigt. Hört mich und esst Gutes, eure Seele soll schwelgen in Genüssen. Lasst eure Ohren achthaben und folgt meinen Wegen. Hört auf mich und in Gütern wird eure Seele leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen, Davids heiligen Eid. Seht, zu einem Zeugnis unter den Heiden habe ich ihn gesetzt, zum Herrscher und Gebieter unter den Heiden. Seht, Heiden, die dich nicht kennen, werden dich herbeirufen; und Völker, die dich nicht zum Führer haben, werden zu dir sich flüchten wegen des Herrn, deines Gottes und des heiligen Israels, denn er hat dich zu Ehren gebracht. Sucht den Herrn und ruft ihn an, um ihn zu finden. Wenn er euch nahe ist, verlasse der Gottlose seine Wege und der gesetzlose Mann seine Vorhaben. Ihr aber wendet euch zum Herrn und ihr werdet Erbarmen finden, und werdet ihm zurufen, weil er weit weg entfernen wird eure Sünden. Denn meine Pläne sind nicht wie eure Pläne, noch eure Wege wie meine Wege, spricht der Herr. Sondern so fern der Himmel von der Erde ist, so fern ist mein Weg von euren Wegen und eure Gedanken von meiner Gesinnung. Wie nämlich Regen oder Schnee vom Himmel fällt, aber nicht zurückkehrt, bis er die Erde getränkt hat und hervorkommen und hervorkeimen lässt, und Saat dem Sämann und Brot zur Nahrung gegeben hat, ebenso wird sich mein Spruch verhalten: Wenn er hervorgegangen ist aus meinem Munde, wird er nicht vergeblich zu mir zurückkehren, bis er alles, was ich will, vollendet hat, und ich werde glücklich meine Wege und meine Gebote geleiten. Denn mit Freude werden sie ausziehen und in Wonne werden sie sich belehren lassen. Die Berge und Hügel werden hüpfen, empfangen euch mit Wonne, und alle Bäume des Feldes werden klatschen mit den Zweigen. Statt des Unterholzes wird eine Zypresse aufsprossen und statt Nessel eine Myrte wachsen. Der Herr wird mit Namen und Zeichen irnrnerwährend anwesend sein und nicht entschwinden. (Jes 55, 1-13)

Dritte Lesung

D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Darum spricht der Herr: Schöpft mit Freude Wasser aus den Quellen des Heils. Und du wirst sagen an jenem Tage: Singt dem Herrn, ruft an seinen Namen, verkündet unter den Heiden seinen Ruhm, gedenkt, dass hoch erhaben sein Name ist. Singt dem Namen des Herrn, denn Großes hat er vollbracht. Verkündet das auf der ganzen Erde. Frohlockt und freut euch, die ihr Sion bewohnt, denn hoch erhaben ist in seiner Mitte der Heilige Israels. (Jes 12, 3-6)

Lesung des Apostels

D: Weißheit.
L: Prokimenon im dritten Ton. Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
     Ch: Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Vers: Der Herr ist meines Lebens Zuflucht; vor wem sollte mir grauen?
     Ch: Der Herr ist meine Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
L: Der Herr ist meine Licht und mein Heil.
     Ch: Vor wem sollte ich mich fürchten?
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther.
D: Lasset uns aufmerken.
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weißheit.
L: Alleluïa, im 4. Ton. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
     Ch: Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
L: Die Stimme des Herrn über den Wassern. Gott der Herrlichkeit hat gedonnert, der Herr über vielen Wassern.
     Ch: Alleluïa, alleluïa, alleluïa.

Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. Aufrecht. Lasset uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre dir, Herr, Ehre dir.
D: Lasset uns aufmerken.
P: In jener Zeit kam Jesus von ˻Nazaret in Galiläa˼ und wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sogleich, als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich spalten und den Geist, der wie eine Taube auf ihn herabstieg; und eine Stimme kam aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.” (Mk 1, 9-11)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Große Ektenie:

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass geheiligt werden möge dieses Wasser durch die Kraft und Wirksamkeit und das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass herabkommen möge auf dieses Wasser die reinigende Wirksamkeit der überwesentlichen Dreiheit, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass ihnen gegeben werden möge die Gnade der Erlösung, der Segen des Jordan durch die Kraft und Wirksamkeit und das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass der Satan unter unsere Füße zerschmettert und jeder gegen uns gerichteter böser Anschlag vereitelt werden möge, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass der Herr, unser Gott, uns von jedem Anschlag und jeder Bedrohung des Feindes herausführen und würdig machen möge der verheißenen Güter, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erleuchtet werden mögen mit der Erleuchtung der Erkenntnis und Frömmigkeit durch das Überkommen des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass Gott der Herr den Segen des Jordans herabsenden und dieses Wasser heiligen möge, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass dieses Wasser werden möge zum Geschenk der Heiligung, zur Sühnung der Sünden, zur Heilung der Seele und des Leibes und zu jedem erwünschten Nutzen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass dieses Wasser werden möge ein Wasser, das da aufsprudelt in das ewige Leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass es sich wirksam erweise zur Vertreibung eines jeden Anschlags der sichtbaren und unsichtbaren Feinde, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die, die es schöpfen und nehmen zur Weihe der Häuser, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass es zur Reinigung der Seelen und Leiber für alle werde, die es im Glauben schöpfen und an ihm teilhaben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir gewürdigt werden mögen, erfüllt zu werden mit Heiligung bei der Teilnahme an diesem Wasser durch die unsichtbare Erscheinung des Heiligen Geistes, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und Sich unser erbarme.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
Während der Diakon spricht, betet der Priester leise:
P: Herr, Jesus Christus, o Gott, einziggezeugter Sohn, der Du bist im Schoße des Vaters. Wahrer Gott, Quelle des Lebens und der Unsterblichkeit, Licht vom Lichte, der Du in die Welt gekommen bist, um sie zu erleuchten, erleuchte unser Gemüt durch Deinen heiligen Geist, und nimm uns an, die wir Verherrlichung und Danksagung Dir darbringen für Deine wunderbaren und großen Taten von Ewigkeit an, und für Deine Herabkunft zu unserem Heil in den letzten Zeiten, in welchen Du unser schwaches und armseliges Wesen angezogen und zum Knechtsstande Dich erniedrigt hast, von der Hand eines Knechtes im Jordan getauft zu werden, auf dass Du, der Sündlose, die Natur der Gewässer heiligend, uns den Weg zur Wiedergeburt durch Wasser und Geist bereiten und uns in die erste Freiheit zurückversetzen möchtest. Indem wir das Andenken an dieses Dein göttliches Geheimnis feiern, bitten wir Dich, menschenliebender Gebieter, gieße aus über uns, Deine unwürdigen Knechte, nach Deiner göttlichen Verheißung das reinigende Wasser, das Geschenk Deiner Barmherzigkeit, auf dass unsere, der Sünder, über dieses Wasser ausgesprochene Bitte, wohlangenehm werde Deiner Güte, und Dein Segen durch dasselbe uns und all Deinem gläubigen Volke verliehen werden möge zur Verherrlichung Deines heiligen und anbetungswürdigen Namens. Denn Dir gebühret alle Herrlichkeit und Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Und, nachdem der Priester leise das Amen gesprochen hat, beginnt er, wenn der Diakon bereits die Ektenie vollendet hat, mit lauter Stimme das folgende Gebet:
P: Groß bist Du, Herr, und wunderbar sind Deine Werke, und kein Wort wird genügen zum Lobpreis Deiner Wunder. Dreimal.
Denn Du hast durch Deinen Willen das All aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, durch Deine Macht hältst Du die Schöpfung zusammen, und durch Deine Vorsehung verwaltest Du die Welt. Aus vier Elementen hast Du die Schöpfung gebildet, mit vier Jahreszeiten den Kreis des Jahres gekrönt. Vor Dir erzittern alle geistigen Kräfte, Dich besingt die Sonne, Dich rühmt der Mond, Dir dienen die Sterne, Dir gehorcht das Licht, vor Dir erbeben die Abgründe, Dir dienen die Quellen. Du hast den Himmel ausgebreitet wie ein Zelt, Du hast die Erde befestigt über den Wassern, Du hast das Meer ummauert mit Sand, Du hast die Luft zum Atmen ausgegossen. Die Kräfte der Engel dienen Dir, die Chöre der Erzengel beten Dich an. Die vieläugigen Cherubim und sechsflügligen Seraphim, stehend und fliegend um Dich - aus Furcht vor Deiner unnahbaren Herrlichkeit verhüllen sie sich. Denn Du, der Du bist der unbeschreibliche, anfanglose und unaussprech¬liche Gott, kamst auf die Erde, indem Du Knechtsgestalt annahmest, und gleich wurdest wie ein anderer Mensch. Denn Du ertrugest es wegen der Tiefe Deines Erbarmens nicht, das Menschengeschlecht von dem Teufel unterjocht zu sehen, sondern kamst und erlöstest uns. Wir bekennen Deine Gnade, wir verkünden Dein Erbarmen, wir verhehlen nicht Deine Wohltätigkeit. Du hast die Geschlechter unserer Natur befreit, den jungfräulichen Schoß durch Deine Geburt geheiligt. Die ganze Schöpfung preist Dich, den Erschienenen; denn Du, unser Gott, zeigtest Dich auf Erden, und lebtest mit den Menschen zusammen. Du hast durch die Fluten des Jordan geheiligt, vom Himmel Deinen Heiligen Geist herabgesandt, und die Köpfe der Schlangen, die sich dort eingenistet hatten, zermalmt.
Während der Priester die Worte Du selbst also, menschenliebender König dreimal spricht, segnet er das Wasser mit seiner Hand zu jeder Wiederholung:
Du selbst also, menschenliebender König, komm auch jetzt durch das Überkommen Deines Heiligen Geistes und heilige dieses Wasser. Dreimal.
Und gib ihm die Gnadengabe der Erlösung, den Segen des Jordans. Mache es zur Quelle der Unsterblichkeit, zum Geschenke der Heiligung, zur Lösung der Sünden, zur Heilung der Krankheiten, zum Verderben der Dämonen, den feindlichen Mächten unnahbar, erfüllt mit Engelskraft; auf dass alle, welche davon schöpfen und nehmen, es haben mögen zur Reinigung der Seelen und des Leibes, zur Heilung der Leiden, zur Weihe der Häuser, zu allem Nutzen dienlich. Denn Du bist unser Gott, der Du durch Wasser und Geist unsere durch die Sünde alt gewordene Natur erneuert hast; Du bist unser Gott, der Du durch das Wasser zur Zeit Noahs die Sünde ertränkt hast; Du bist unser Gott, der Du durch das Meer befreit hast aus der Knechtschaft des Pharao durch Moses das Geschlecht der Hebräer; Du bist unser Gott, der Du zerspalten hast den Felsen in der Wüste, und es strömten die Wasser, und die Gießbäche strömten über, und Du tränktest Dein dürstendes Volk. Du bist unser Gott, der Du durch Wasser und Feuer durch Elias Israel abgewendet hast vom Truge des Baal.
Du Selbst nun, o Gebieter, heilige dieses Wasser durch Deinen Heiligen Geist. Dreimal.
Gib allen, die es berühren, davon nehmen und sich damit salben, Heiligung, Gesundheit, Reinigung und Segen. Und behüte, o Herr, Deine Knechte.
Gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und des hochgeweihten Bischofs N. von (dessen Gebiet). Und bewahre sie unter Deinem Schutze in Frieden; unterwirf ihnen jeden Feind und Widersacher. Gewähre ihnen alles zum Heil Erbetene und das ewige Leben. Auf dass durch die Elemente und Menschen und durch die Engel und durch das Sichtbare und Unsichtbare verherrlicht werde Dein allheiliger Name, mit dem Vater und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Und der Priester betet, sich verbeugend:
P: Neige, o Herr, Dein Ohr und erhöre uns, der Du im Jordan getauft zu werden geruht und die Wasser geheiligt hast, und segne uns alle, die wir durch die Beugung unseres Nackens das Abzeichen der Dienstbarkeit darstellen, und würdige uns, erfüllt zu werden mit Deiner Heiligung durch die Teilnahme an diesem Wasser und die Besprengung mit demselben. Und es gereiche uns, o Herr, zur Gesundheit der Seele und des Leibes.
Ausruf: Denn Du bist unsere Heiligung, und Dir senden wir Lobpreisung, Danksagung und Anbetung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Nach dem Ausruf segnet der Priester das Wasser mit dem heiligen Kreuz, indem er es mit beiden Händen an dem waagerechten Balken hält und senkrecht in das Wasser taucht und darin mit demselben das Kreuzzeichen macht. Dabei singen die Geistlichen den Beginn des Tropars im 1. Ton, und der Chor singt es zu Ende. Dies wird 3 Mal wiederholt:
Geistliche: Als Du, Herr, im Jordan getauft wurdest, /
Ch: Ward offenbar die Anbetung der Dreiheit. / Denn des Erzeugers Stimme gab Dir das Zeugnis, / da Er Dich den geliebten Sohn nannte. / Und der Geist in Gestalt einer Taube / verkündete des Wortes Untrüglichkeit. / Der Du erschienen bist, Christus Gott, // und die Welt erleuchtet hast, Ehre Dir.
Daraufhin hällt der Priester das Kreuz in der linken Hand. Mit der rechten besprängt er kreuzförmig in vier Himmelsrichtungen.
Nach dem Besprengen, während Ehre, jetzt und die Feststichire Lasst uns, ihr Gläubigen gesungen wird, gehen die Geistlichen in den Altar.
     Ch: Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6:
Ch: Lasst uns, ihr Gläubigen, preisen die Größe der Fürsorge Gottes gegen uns; / denn Er, ob unserer Übertretungen Mensch geworden, / reinigte unsere Reinigung im Jordan, / der einzig Reine und Unvergängliche, / heiligend mich und die Wasser / und zermalmend die Köpfe der Drachen auf dem Wasser. / So lasset uns nun Wasser schöpfen mit Freude, Brüder. / Denn denen, die es im Glauben schöpfen, / wird in unsichtbarer Weise die Gnadengabe des Heiligen Geistes gegeben von Christus, // unserem Gott und dem Erlöser unserer Seelen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Gemäß der Tradition gehen alles Geistlichen nach der Entlassung der Liturgie in die Mitte der Kirche, stellen sich vor der Festtagsikone auf und singen: Tropar des Fest, Ehre, Jetzt, Kondak des Fest, Hochpreisung des Fests.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Als im Jordan du wurdest, Herr, getauft, / wurde geoffenbart die Anbetung der Dreiheit. / Des Vaters Stimme legte Zeugnis für dich ab, / da sie dich nannte den geliebten Sohn, / und der Geist in Gestalt einer Taube / bekräftigte die Gewissheit des Wortes. / Erschienen bist du, Christus Gott, / und hast die Welt erleuchtet, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Erschienen bist Du heute dem Erdkreis, und Dein Licht ward, о Herr, über uns gezeichnet. Und so besingen wir Dich in der Erkenntnis: Du bist gekommen, erschienen bist Du, o Licht unzugänglich.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
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Programmierung: Priester Alexej Veselov.