Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Samstag, dem 04. Dezember 2021
(21. November 2021 nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

24. Woche nach Pfingsten. Ton 6.
Einzug der Gottesmutter Maria in den Tempel. hochfest
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 1

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 1. Stichiren des Einzugs. (nach: O des unfassbaren Wunders)
Tanzen lasst uns heut, ihr Gläubigen, / und singen dem Herren / in Psalmen und Hymnen. / Lasst uns ehren sein geheiligtes Zelt, / sie, die beseelte Lade, / die umfasst den unfassbaren Logos. / denn sie wird wunderbar zu Gott gebracht, / wiewohl ein Kind noch dem Fleische nach. / Und es nimmt sie voll Freude auf / der Hohepriester, / der große Zacharias, / als Gottes Wohnstatt.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Tanzen lasst uns heut, ihr Gläubigen, / und singen dem Herren / in Psalmen und Hymnen. / Lasst uns ehren sein geheiligtes Zelt, / sie, die beseelte Lade, / die umfasst den unfassbaren Logos. / denn sie wird wunderbar zu Gott gebracht, / wiewohl ein Kind noch dem Fleische nach. / Und es nimmt sie voll Freude auf / der Hohepriester, / der große Zacharias, / als Gottes Wohnstatt.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
In den Tempel des Gesetzes / wird heute hineingeführt / der beseelte Tempel / der heiligen Herrlichkeit Christi, unseres Gottes, / die allein unter den Frauen / gebenedeite Reine, / um zu wohnen im Heiligtum. / Mit ihr freuen sich Ioachim und Anna im Geiste. / Jungfräuliche Chöre / singen dem Herren / im Schalle von Psalmen / und ehren seine Mutter.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
In den Tempel des Gesetzes / wird heute hineingeführt / der beseelte Tempel / der heiligen Herrlichkeit Christi, unseres Gottes, / die allein unter den Frauen / gebenedeite Reine, / um zu wohnen im Heiligtum. / Mit ihr freuen sich Ioachim und Anna im Geiste. / Jungfräuliche Chöre / singen dem Herren / im Schalle von Psalmen / und ehren seine Mutter.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Du bist der Propheten Kunde, / der Apostel Ehre, / der Martyrer Rühmen / und aller Erstgeborenen Erneuerung, / Jungfrau, Mutter Gottes. / Denn durch dich wurden wir mit Gott versöhnt. / So ehren wir deinen Einzug in den Tempel des Herrn / und rufen alle mit den Engeln / im Psalmenschall das "Sei gegrüßt", / dir, der Allerhabenen, / die Rettung wir finden / auf deine Fürbitte.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Ton 4. (nach: Als Edlen unter den Martyrern)
Ins Allerheiligste hält Einzug / im Heiligen Geiste / die Heilige ohne Tadel / und sie wird durch einen Engel genährt, / sie, der heiligste Tempel / unseres Heiligen Gottes in Wahrheit, / der alles durch ihre Einwohnung hat geheiligt / und die Natur der Sterblichen / hat vergöttlicht, die war gestrauchelt.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Heute freuen sich die Mädchen, / nehmen Fackeln in die Hände / und schreiten voran der geistigen Fackel, / geleiten sie fromm in das Allerheiligste / und geben kund im vorhinein, / dass der künftige unaussprechliche Glanz / aus ihr wird aufscheinen und leuchten / im Geiste denen, / die sitzen im Dunkel der Unwissenheit.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Voll Freude rief die allgerühmte Anna: / Nimm sie entgegen, Zacharias, / die verkündet haben Gottes Propheten im Geiste, / und führe sie ein in den heiligen Tempel, / damit sie auf heilige Weise / werde aufgezogen, auf dass sie werde / zum göttlichen Thron des Gebieters über alles, / sein Palast und sein Lager / und seine Wohnstatt, die leuchtet von Licht.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Einzugs.
Nachdem du geboren warst, Gottesbraut Gebieterin, / stelltest du dich ein im Tempel des Herrn, / um aufgezogen zu werden / im Allerheiligsten als Geheiligte. / Da ward Gabriel entsandt / zu dir, die ganz ihne Tadel, / um Nahrung dir zu bringen. / Die Himmlischen alle gerieten außer sich, / als sie sahen den Heiligen Geist, / da er in dir Wohnung nahm. / Deshalb, o Tadellose Unbefleckte, / die gepriesen ist im Himmel und auf Erden, / rette, Mutter Gottes, unser Geschlecht.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Freitagabend, Ton 7:
D: Prokimenon im siebten Ton. O Gott, mein Beistand bist Du; / zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.
     Ch: O Gott, mein Beistand bist Du; / zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.

Vers: Entreiße mich meinen Feinden, o Gott, und von denen, die wider mich aufstehen, erlöse mich.
     Ch: O Gott, mein Beistand bist Du; / zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.

D: O Gott, mein Beistand bist Du;.
     Ch: Zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.
Parimien des Einzugs (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach der Herr zu Moses und sagte: Am ersten Tag des ersten Monats sollst du aufstellen das Zelt des Zeugnisses. Und du sollst hineinstellen die Lade des Zeugnisses und sie abdecken mit dem Vorhang. Und du sollst hineinbringen den Tisch und den Leuchter und aufstellen den Opferaltar aus Gold zum Rauchopfer vor der Lade des Zeugnisses. Hänge auch den Vorhang auf an der Türe des Zeltes des Zeugnisses. Nimm das Öl der Salbung und salbe das Zelt und alles, was darin ist, und heilige es und all sein Gerät, und es wird heilig sein. Heilige auch den Opferaltar und es wird sein der Opferaltar das Heilige des Heiligen.
Und es tat Moses alles, was der Herr ihm aufgetragen hatte. So tat er es. Und es verhüllte die Wolke das Zelt des Zeugnisses, und das Zelt wurde erfüllt von der Herrlichkeit des Herrn. Moses aber konnte nicht eintreten in das Zelt des Zeugnisses, denn die Wolke beschattete es, und es ward erfüllt das Zelt von der Herrlichkeit des Herrn.
(Ex 40, 1-5; 9-10; 16; 34-35)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Buch Samuel.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es geschah, als Salomon den Bau des Hauses des Herrn vollendet hatte, da rief er zusammen alle Ältesten Israels in Sion, um hinaufzubringen die Lade des Bundes des Herrn aus der Davids-Stadt; das ist Son. Die Priester trugen die Lade und das Zelt des Zeugnisses und alles heilige Gerät im Zelte des Zeugnisses. Der König aber und ganz Israel waren vor der Lade. Die Priester trugen die Lade des Bundes des Herrn hinein an ihren Ort, in die Gotteswohnung des Hauses, ins Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. Denn die Cherubim breiteten ihre Flügel über den Ort der Lade und die heiligen Dinge auf ihr.
Es war aber nichts in der Lade außer den beiden Steintafeln, den Tafeln des Bundes, die hineingelegt hatte Moses am Choreb, welche ihm gegeben hatte der Herr. und es geschah, als die Priester herausgingen aus dem Heiligtum, da erfüllte die Wolke das Haus des Herrn. Die Priester aber konnten nicht stehen bleiben, um ihren Dienst zu verrichten angesichts der Wolke, denn es erfüllte die Herrlichkeit des Herrn das Haus des Herrn.
(1 Sam 7, 51 - 8, 1; 3-7; 9-11)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie des Ezechiel.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es wird sein vom achten Tage an und fürderhin, da werden die Priester auf dem Opferaltar eure Ganzopfer bereiten und eure Friedopfer. Und ich werde euch annehmen, spricht der Herr. Und er brachte mich zurück auf den Weg des äußeren Tores des Heiligtums, das Richtung Osten schaut, und es war geschlossen. Da sprach der Herr zu mir: Dieses Tor wird geschlossen sein, nicht wird es geöffnet werden, und niemand wird es durchschreiten, denn der Herr, der Gott Israels, ist durch es eingegangen, und es wird geschlossen sein. Deshalb lässt sich jener Anführer an ihm nieder, um Brot zu essen. Auf dem Weg der Vorhalle des Tores wird er eingehen und auf dem Wege desselben heraustreten. Und er führte mich hinein auf dem Wege des Tores nach Norden, gegenüber dem Hause. Ich schaute, und siehe, voll der Herrlichkeit war das Haus des Herrn. (Ez 43, 27 - 44, 4)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren des Einzugs. (von Georgios von Nikomedien)
Jubeln soll heute der Himmel von oben / und Freude mö-gen regnen lassen die Wolken / ob der so unfassbaren Großtaten Gottes. / Denn siehe, die Pforte, die schaut nach Osten, / die aus der Unfruchtbaren ward geboren / nach der Verheißung und Gott ward zur Wohnstatt geweiht, / heute ward sie in den Tempel gebracht / als Opfergabe ohne Makel. / Jubeln soll David und schlagen die Harfe. / Zugeführt werden, so sagt es, / dem König Jungfrauen hinter ihr drein: / die ihr nahestehn, werden zugeführt / in Gottes Zelt hinein zu seinem Gnadenthron, / um aufgezogen zu werden / zur Wohnstatt dessen, der vor den Äonen / ward unsagbar gezeugt aus dem Vater, / zur Rettung unserer Seelen.
Ton 4.
Heute wird dargebracht in des Herren Tempel / der gottumfassende Tempel, die Gottesgebärerin, / und Zacharias nimmt sie entgegen. / Heute prangt im Schmuck das Allerheiligste, / und der Chor der Engel feiert auf geheimnishafte Weise. / Mit ihnen halten heut auch wir ein Fest / und rufen aus mit Gabriel: / Sei gegrüßt, du Begnadete, / der Herr ist mit dir, er, der bereithält das große Erbarmen.
Kommet, all ihr Völker, / die einzig Tadellose lasset uns rühmen, / die von den Propheten ward vorherverkündet / und in den Tempel eingeführt, / die vor den Äonen vorherbestimmte Mutter / und in den letzten Zeiten erzeigte Gottesgebärerin. / O Herr, auf ihre Bitten, / gewähre uns deinen Frieden / und das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 5. Theotokion des Einzugs. (von Leon Maistor)
Aufgeleuchtet ist ein Tag der Freude / und ein Fest würdig allen Ruhmes. / Denn heute wird in den heiligen Tempel gebracht / die Jungfrau vor dem Gebären, / die auch nach dem Gebären ist Jungfrau geblieben. / Es freut sich der greise Zacharias, / der Vater des Vorläufers, und ruft voll Freude: / Genaht hat sich die Hilfe der Betrübten / dem heiligen Tempel als die Heilige, / um sich weihen zu lassen zur Behausung des Allherrschers. / Es freue sich der Vorvater Ioachim, und Anna juble, / denn sie haben Gott dargebracht als dreijährige Färse / die Gebieterin ganz ohne Tadel. / Ihr Mütter, tanzet. / Denn geöffnet hat uns das Reich der Himmel / die vorherbestimmte Fürstin über alles. / Freut euch, ihr Völker, und jubelt.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 5. Stichiren des Einzugs. (nach: Sei gegrüßt)
Es freuen sich Himmel und Erde, / da den geistigen Himmel sie schauen, / wie er kommt zum Hause des Herren, / um erhaben aufzuwachsen, / die Untadelige und Jungfrau allein. / Über sie geriet außer sich und rief Zacharias: / Du Pforte des Herrn, dir öffne ich die Pforten / des Tempels; in ihm tanze voll Freude. / Denn ich erkenne und ich glaube, / dass nunmehr die Erlösung / Israels wird kommen / offenbar und geboren werden / aus dir wird Gott, der Logos, / der da schenkt der Welt das große Erbarmen.
Es werden zugeführt werden dem König Jungfrauen hinter ihr drein; * die ihr nahestehn, werden dir zugeführt werden. (Ps 44,15)
Anna, der gotterfüllte Liebreiz fürwahr, / trägt die stete Jungfrau voll der Gnade, / die reine, unter Freuden / hinein in den Tempel Gottes, / und sie ruft zu sich die Mädchen, / dass voraus sie gehen mit Lampen in Händen / und spricht: Geh hin, o Kind, zum Geber und werde / zum Weihgeschenk und wohlduftenden Weihrauch. / In das Unzugängliche gehe ein / und erkenne die Mysterien. / Bereite dich, zu werden / zur Wohnstätte Jesu, / der genehmen voll Anmut dessen, / der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Sie werden zugeführt werden in Freude und Frohlocken, * sie werden zugeführt werden in den Tempel des Königs. (Ps 44,16)
Hinein in den Tempel Gottes / wird getragen der gottfassende Tempel, / die Jungfrau, die allheilige. / Voraus nunmehr die Mädchen / ihr schreiten mit Lampen in Händen. / Das Paar, es hüpft hochedel der Eltern / Joachim und Anna im Tanze. / Denn hervorgebracht haben sie jene, die den Schöpfer soll gebären. / Und im Tanzschritt sie sich selber bewegt / in den göttlichen Gezelten, / und sie, die Allmakellose, / wird genährt von der Hand eines Engels / und wird offenbar als Mutter Christi, / der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Einzugs. (von Sergios Agiopolites)
Heute wollen wir uns versammeln, / ihr Scharen der Gläubigen, / und feiern ein Fest im Geiste. / Die Gottesmagd wollen fromm wir preisen, / die Jungfrau und Gottesgebärerin, / die eingeführt wird in den Tempel des Herrn. / Denn im voraus ward sie erkoren / aus allen Geschlechtern / als Wohnstatt Christi, des Herrschers und Gottes über alles. / ihr Jungfrauen schreitet voran / mit Lampen in den Händen / und ehret das heilige Kommen der steten Jungfrau. / Ihr Mütter, legt ab alle Trauer, / folget auch ihr mit Jubel / und besingt sie, die Gottes Mutter ist geworden / und geboren hat die Freude der Welt. / Alle lasst uns nun ausrufen in Freude / das "Sei gegrüßt" mit dem Engel / ihr, der Begnadeten, die allzeit bittet / für unsere Seelen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.
Ton 1.
Der Gerechten Frucht, / des Joachim und der Anna, / wird dargebracht dem Gott im Tempel, im heiligen, / dem Fleische nach noch ein spielendes Kind, / sie ist die Ernährerin unseres Lebens, / sie segnet der Priester Zacharias, / und wir alle preisen sie als des Herren Mutter glückselig.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 4

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 1.
Der Gerechten Frucht, / des Joachim und der Anna, / wird dargebracht dem Gott im Tempel, im heiligen, / dem Fleische nach noch ein spielendes Kind, / sie ist die Ernährerin unseres Lebens, / sie segnet der Priester Zacharias, / und wir alle preisen sie als des Herren Mutter glückselig.
Es wird das sechzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 109 bis 117, nach westlicher Nummerierung 110 bis 118. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Einzugs.
Vor deiner Empfängnis, o Reine, / warst du schon Gott geweiht, / und nach deiner Geburt in dieser Welt / wirst du Ihm nun als Gabe dargebracht, wie deine Eltern versprochen haben. / Im heiligen Tempel, wohin du, o wahrer göttlicher Tempel, die du seit Kindheit rein bist, von brennenden Fackeln begleitet, getragen wurdest, erschienst du als Behältnis des unzugänglichen göttlichen Lichts. Erhaben ist warlich dein Weg, / die du allein Gottes Gemahlin und immerwährende Jungfrau bist.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vor deiner Empfängnis, o Reine, / warst du schon Gott geweiht, / und nach deiner Geburt in dieser Welt / wirst du Ihm nun als Gabe dargebracht, wie deine Eltern versprochen haben. / Im heiligen Tempel, wohin du, o wahrer göttlicher Tempel, die du seit Kindheit rein bist, von brennenden Fackeln begleitet, getragen wurdest, erschienst du als Behältnis des unzugänglichen göttlichen Lichts. Erhaben ist warlich dein Weg, / die du allein Gottes Gemahlin und immerwährende Jungfrau bist.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Einzugs.
Geistliche: Wir hochpreisen dich, / allheilige Jungfrau, / von Gott erwählte Magd, // und verehren deine Einführung in den Tempel des Herren.
     Ch: Wir hochpreisen dich, / allheilige Jungfrau, / von Gott erwählte Magd, // und verehren deine Einführung in den Tempel des Herren.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen dich, / allheilige Jungfrau, / von Gott erwählte Magd, // und verehren deine Einführung in den Tempel des Herren.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Einzugs.
Es jubelt David, der Hymnendichter / und es tanzt Reigen Joachim und Anna, / denn ihr heiliges Kind, das aus ihnen entspross, / Maria, die hellstrahlende göttliche Leuchte / freudig tritt ein in den Tempel, / sie schauend segnet sie der Sohn des Barachios / und ruft freudig aus: / Dreude dir, du Wunder für die ganze Welt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es jubelt David, der Hymnendichter / und es tanzt Reigen Joachim und Anna, / denn ihr heiliges Kind, das aus ihnen entspross, / Maria, die hellstrahlende göttliche Leuchte / freudig tritt ein in den Tempel, / sie schauend segnet sie der Sohn des Barachios / und ruft freudig aus: / Dreude dir, du Wunder für die ganze Welt.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 4.
Von meiner Jugend an bedrängen mich viele Leiden. So halte selbst mich fest und rette mich, mein Erretter.
Die ihr hasset Sion, möget zuschanden werden durch den Herrn. Denn wie Gras werdet ihr verdorrt sein durch das Feuer.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch den Heiligen Geist wird jede Seele mit Leben erfüllt, durch Reinigung emporgehoben und heilig-geheimnishaft erleuchtet durch die Dreieinigkeit.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Einzugs, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Höre, Tochter, siehe / und neige dein Ohr.
     Ch: Höre, Tochter, siehe / und neige dein Ohr.

Vers: Mein Herz dichtet ein feines Lied, einem Könige will ich es singen.
     Ch: Höre, Tochter, siehe / und neige dein Ohr.

D: Höre, Tochter, siehe.
     Ch: Und neige dein Ohr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jenen Tagen stand Maria auf und ging eilends in das Bergland, in eine Stadt Judas; und sie kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabet. Und es geschah, sowie Elisabet den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kindlein in ihrem Schoße; und Elisabet ward mit dem Heiligen Geist erfüllt, sie rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Schoßes. Und woher wird mir dies zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang, hüpfte das Kindlein mit Frohlocken in meinem Schoße. Und selig, die geglaubt hat, dass zur Erfüllung kommen wird, was ihr vom Herrn gesagt ward. Und Maria sprach: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter. Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter. Denn Großtaten hat an mir gewirkt der Mächtige, und heilig ist sein Name;
Maria blieb aber ungefähr drei Monate bei ihr und kehrte in ihr Haus zurück.
(Lk 1, 39-49; 56)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse des Einzugs.
Heute tritt der beseelte Tempel / des großen Herrschers / in das Haus Gottes, / ihm die göttliche Wohnstätte zu bereiten. / Freut euch, ihr Völker.
Heute tritt der beseelte Tempel / des großen Herrschers / in das Haus Gottes, / ihm die göttliche Wohnstätte zu bereiten. / Freut euch, ihr Völker.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 4. Stichire des Einzugs. (Idiomelon. Dichtung des Georgios von Nikomidien)
Heute wird der Gott umfassende Tempel, / die Gottesgebärerin, / in den Tempel des Herrn eingeführt, und Zacharias empfängt sie. / Heut freut sich das Allerheiligste, / und die Schar der Engel feiert geheimnisvoll. / Mit ihnen das heutige Fest begehend, wollen wir mit Gabriel ausrufen: / Freue dich, Gnadenerfüllte, / der Herr ist mit dir, / der da hat große Gnade!

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Dichtung des Herrn Georgios
Irmos: Öffnen will ich meinen Mund, * dass er des Geistes voll werde. * Mein Lobgesang verherrliche * die Mutter des Königs, * und man wird mich sehen, * mit Freuden besingen * ihren Einzug.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Dich, Allreine, bekennen wir als Schatz der Weisheit, als Quelle des ewig strömenden Wissens, der die Gnade entströmt. Dich, Gebieterin, bitten wir: Spende uns, die wir ohne Unterlass dich besingen, den netzenden Regen deiner Barmherzigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Über alle Himmel warst du erhaben, Allreine, ein Tempel und ein Zelt. In den Tempel Gottes wurdest du eingeführt, dich für Ihn und ein Nahen zur göttlichen Wohnstätte zu bereiten.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als das Licht der Gnade erstrahlte die Gottesgebärerin und erleuchtete das All. Nahet euch und eilet zu ihr, gemeinsam in Liedern ihr helles Fest zu schmücken.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die unserem Sinnen unfassbare, herrliche Pforte, der sich die Türen des göttlichen Tempels öffneten, ruft uns, die wir hier zusammenkommen, auf, an ihren göttlichen Wundern teilzuhaben.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Dichtung des Basilios
Irmos: Ein Siegeslied lasset uns Gott singen, der herrliche Wunder mit erhobener Rechten wirkte und Israel errettete, denn Er hat Sich verherrlicht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Heute versammeln wir uns, die Gottesgebärerin in Liedern zu verehren und den geistigen Feiertag zu begehen: Die Gabe wird Gott im Tempel dargebracht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Mit Gesängen wollen wir die Einführung der Gottesgebärerin besingen: Der göttliche, von den Propheten verkündete unschätzbare Tempel wird heute in den Tempel Gottes geführt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es freut sich die untadelige Anna, denn als Mutter bringt sie im Tempel Gott die teuerwerte Gabe dar. Mit ihr freut sich jauchzend Joachim.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einst besang dich dein Ahn David, Jungfrau und Gottesbraut. Er nannte dich Tochter des Herrschers Christus, den du wahrhaftig gebarst und als Mutter mit Milch nährtest.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als Dreijährige wird die Gottesgebärerin zum Herren gebracht. Zacharias, der Priester des Gottes, empfing sie und führte sie jubelnd ein in den Tempel.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Kerzentragende Jungfraun, freuet euch. Mütter, stimmt heute mit ein: Lobsinget der Herrscherin und Mutter, die einzieht in den Tempel Christi, des Herrschers.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Einwesentliche Dreifaltigkeit: Vater und Sohn und Heiliger Geist, Dich verherrlichen wir gläubig als Schöpfer des Alls, und rufen gottesfürchtig zu Dir: Errette uns, o Gott.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mit Purpur bekleidete sich aus deinem dunklen Blute, Allreine, der König und Gott. Dich durchschritt Er und erneuerte in Seiner Barmherzigkeit das ganze Menschengeschlecht.
Katavasie: Christus wird geboren - rühmet (Ihn)! Christus aus den Himmeln - gehet (Ihm) entgegen! Chrisus auf Erden - erhebet euch! Singet dem Herrn, die ganze Erde, und in Fröhlichkeit lobsinget (Ihm), ihr Völker, denn Er ward verherrlicht.
Ode 3
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Die dir Lobsingenden, o Gottesgebärerin, * du lebendige und unerschöpfliche Quelle, * die eine Festversammlung abhaltenden * kräftige geistlich, * und würdige sie an diesem Tag deines göttlichen Gedenkens * der Kronen der Herrlichkeit!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
In bräutlichem Schmucke zeigt sich heute / der Jungfrau lieblicher Tempel, / der Hochzeitssaal, der aufnimmt die beseele Kammer Gottes, / die untadelige und reine, / die überstrahlt alle Schöpfung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
David führte an den Chor, du Unversehrte, / er springt und tanzt mit uns im Reigen. / Er nennt dich Königin, o Allreine. / die steht in reichem Schmucke / bei dem König und Gott im Tempel.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Aus der einstens für das Geschlecht der Sterblichen / ihren Anfang genommen hat die Übertretung, / aus ihr ist aufgegangen wie eine Blüte / die Wiederaufrichtung und Unvergänglichkeit, / die Gottesgebärerin, heute dargebracht im Hause Gottes.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es jubeln die Heerscharen der Engel und die Versammlung aller Menschen, Allreine, denn vor deinem Angesicht schreiten die Lichttragenden voran und verkünden im Hause Gottes deine Größe.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Irmos: Stark werden möge meinHerz in deinem Wollen, Christus, o Gott, der Du wieder den Himmel über den Wassern befestigtest und auf den Wassern die Erde gründetest, Allmächtiger.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Alle, die ihr zu feiern versteht, lasst uns jubeln und im Geiste freuen an diesem heiligen Festtage ob der Tochter des Herrschers, der Mutter unseres Gottes.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Freue dich heute, Joachim, und feiere im Geiste, Anna, denn im dritten Jahre ihres Lebens bringt ihr die von euch geborene, rine und untadlige Tochter dem Herrn dar.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Gottesgebärerin Maria, die Wohnstätte Gottes, wird heute in den heiligen Tempel geführt, da sie dreijährig ist. Jungfrauen schreiten ihr voran und leuchten ihr den Weg.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das reine Lamm Gottes, die untadlige Tauge, das Gott umfassende Zelt. das Strahlen der Herrlichkeit wurde auserkoren, im heiligen Zelte zu wohnen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Dreijährig war sie hier auf erden, doch im Geiste von Ewigkei her, die Gottesbraut, die umfassender denn die Himmel und erhabener denn alle himmlischen Mächte ist, sie wollen wir in Liedern hochpreisen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wollen auch wir uns mit den Jungfrauen dem Tempel nähern, die Kerzen in ihren Händen halten und heute freudig und verständig die Einführung der Gottesgebärerin in das Allerheiligste feiern.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Priester Gottes, umkleidet euch durch die Gnade mit Gerechtigkeit und empfanget und öffnet strahlend die Türen, denn in das Heiligtum zieht ein die Tochter Gottes, des Herrschers.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Licht ist der Vater, Licht ist sein Sohn, und Licht ist der der Geist, der Tröster. Die Heilige Dreifaltigkeit strahlt gleich der einen Sonne und erleuchtet und bewahrt göttlich unsere Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Dich, Reine, verkündeten die Propheten als die heilige Lade, das goldene Weihrauchgefäß, den Leuchter und den Altar. Wir besingen dich, das Gott umfassende Zelt.
Katavasie: Den vor Ewigkeiten ohne Ausfluss aus dem Vater gezeugten Sohn und in den letzten Zeiten ohne Samen aus der Jungfrau Fleisch gewordenen Christus Gott lasst uns zurufen: "Der Du unser Horn erhöht hast, heilig bist Du, o Herr."

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Einzugs.
Verkündige es laut, David, dass wir heute den Tag feiern, welchen du in den Psalmen einst schon besungen hast, als du sprachst: Die Tochter, die Gottesmagd und Jungfrau, führt man geheimnisvoll zum König, und Jungfrauen und Gespielinnen folgen ihr. Wunderbar bereitest du aller Welt diese Feier denen, die da rufen: Die Gottesgebärerin und Fürsprecherin unserer Errettung ist uns erschienen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Sedalen des Einzugs.
Herrlich wird das untadelige Lamm, das makellose Brautgemach, Maria, die Gottesgebärerin, in das Haus Gottes eingeführt. Die Engel Gottes tragen sie andächtig, und die Gläubigen verherrlichen sie immerdar und singen ihr ohne Unterlass dankbar mit lauter Stimme: Allunbefleckte, du bist unsere Ehre und unsere Erlösung.
Ode 4
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Der da sitzet in Herrlichkeit * auf dem Throne der Gottheit, * Jesus der Hochgöttliche, * kam in leichter Wolke * auf unbedeckter Hand * und erlöste * diejenigen, welche rufen: * Ehre sei, Christus, deiner Kraft!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das haus Gottes empfängt heute die verschlossene Pforte. Es endete das Dieen dem Gesetz, denn laut erklang der Ruf: Wahrhaftig ist den Menschen auf Erden die Wahrheit erschienen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einst schaute Habakuk den wolkenumhangenen Berg und kündete, dass er Wohnung nehmen werde im Innersten des Tempels, die Tugenden wachsen zu lassen und alle Welt zu bedecken.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Alle Welt erblickte herrliche, ungeahnte und verwunderliche Dinge: Die Jungfrau empfängt vom Engel die Nahrung und trägt die Bilder der Vorsehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die allreine Gottesbraut des Herrschers, der Tempel und das Zelt, der beseelte Himmel ist heute in den Tempel des Gesetzes eingeführt worden, von ihm behütet zu werden.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 1.
Irmos: Im geiste erschaute der prophet Habakuk die Menschwerdung des Wortes, verkündete sie und sang: Lass es kund werden mitten in den Jahren, lass dein Werk lebendig werden mitten in den Jahren, Ehre sei, o Herr, deiner Kraft.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Weissage uns, Prophet Isaias: Wer ist die Jungfrau, die in ihrem Schoße empfangen und gebären soll den, der aus der Wurzel Juda erblüht, aus dem Hause Davids, dem heiligen Geschlecht, die gepriesene Frucht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Hebt an, ihr Jungfrauen, und singt eure Hymnen, tragt in den Händen die Kerzen und preist das Nahen der reinen Gottesgebärerin, denn nun erscheint sie im Tempel Gottes. Mit uns sollt ihr feiern.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Joachim und Anna, freut euch nun, denn die aus euch Geborene, das dreijährige Lamm, das erwählt ist, die reine Mutter Christi, des Gottes und Allherrschers zu werden, wird nun in den Tempel des Herren eingeführt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du, Reine, bist die Allheiligste. Du geruhtest, im Tempel Wohnung zu nehmen. Mit den Engeln hieltest du Zwiesprache, Jungfrau, und empfingst wunderbar aus den Himmeln die Speise, Nährerin des Lebens.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Jenseits aller Hoffnung wurde die allreine Jungfrau geboren. Gottesfürchtig versprachen die Eltern Joachim und Anna und hielten ihr Wort, das aus ihnen geborene Kind, als Opfer Gott darzubringen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einst erblühte der Stab Aarons und wurde zum Bilde der göttlichen Geburt der Reinen, denn ohne Samen sollte sie gebären und auch nach der Geburt Jungfrau bleiben, die den Gott des Alls als Kind mit Milch nähren durfte.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Kommt alle zusammen, lässt uns gemeinsam ehren die Geborene: Die Jungfrauen feiern die Jungfrau, die Mütter die Mutter, das untadelige Opfer, welches geboren wurde, für Gott die Furcht zu tragen. Sie verherrlichen wir alle mit Jubel.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Die Personen der Dreifaltigkeit feiern wir würdig als die Einheit, den einen wahren Gott, den die Chöre der Engel und Erzengel besingen, und den alle Menschen gläubig als den Gebieter aller Schöpfung anbeten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Flehe unablässig zu deinem Sohn und Gott, den du geboren hast, Reine und Allheilige, dass er all deine Diener aus den vielgestaltigen Netzen des Teufels und allen Versuchungen befreie.
Katavasie: Als Stab und als Blüte aus der Wurzel Jesses bist Du aus der Jungfrau hervorgesprosst, Christus. Aus dem schattenreichen, waldigen Berg bist Du gekommen, Gepriesener, Fleisch geworden aus der Mannesunerfahrenen, Du Stoffloser und Gott. Ehre Deiner Macht, o Herr.
Ode 5
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Außer sich war das All ob deines ruhmreichen Eingangs; denn du, vom Gatten unberuhrte Jungfrau, bist eigetreten in das Innere des Tempels Gottes, du selbst der reinste Tempel, hattest im Schoße den Gott über Alles, und hast geboren den über die Zeit erhabenen Sohn, die du allen dich Lobpreisenden den Frieden zuerteilst!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als gepriesenes Heiligtum und geweihte Opfergabe wurde heute die reine Jungfrau im Tempel Gottes dargebracht unserm Allherrscher. Behütet wird sie für den einzigen Gott zur Wohnstätte, die Er Sich erwählte.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Schöhnheit deiner Seele schaute einst Zacharias und rief gläubig aus: Du bist die Errettung, du bist die Freude des Alls, durch dich werden wir zurückgerufen, in dir wird umgrenzt der Unfassbare sichtbar.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Deine Wunder sind über alles Verstehen erhaben, Allreine. Geheimnisvoll ist deine Geburt, geheimnisvoll ist dein Heranwachsen, geheimnisvoll und herrlich ist alles an dir und den Menschen unfassbar, Gottesbraut.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gottesbraut, du bist der hellstrahlende leuchter, der heute im Hause des Herrn aufleuchtet, und der uns, Reine, durch das geschenk deiner ehrwürdigen Wunder erleuchtet, allbesungene Gottesgebärerin.
Katavasie, Ton 4: Außer sich war das All ob deines ruhmreichen Eingangs; denn du, vom Gatten unberuhrte Jungfrau, bist eigetreten in das Innere des Tempels Gottes, du selbst der reinste Tempel, hattest im Schoße den Gott über Alles, und hast geboren den über die Zeit erhabenen Sohn, die du allen dich Lobpreisenden den Frieden zuerteilst!
Katavasie, Ton 1: Lass uns das ewigseiende helle Licht erstrahlen, menschenliebender Gebieter, die wir in der Frühe wachen, deine Gebote zu lernen, Christus, unser Gott.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 4. Kondak des Einzugs.
Der reinste Tempel des Erretters, das kostbare Brautgemach, die Jungfrau, der heilige Schatz der Herrlichkeit Gottes, heute wird sie eingeführt in das Haus des Herren, und sie führt mit sich hinein die Gnade im Göttlichen Geiste. Die Engel Gottes aber besingen sie: Diese ist das himmlische Zelt.
Synaxarion.
Am 21. desselben Monats, Gedächtnis des Einzuges der Gottesmutter in den Tempel.

Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, o Gott, erbarme Dich unser. Amen.

Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Der Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Wie den beseelten Tempel, die Gotteslade,* Soll sie niemals die Hand der Ungeweihten berühren,* Die Lippen der Gläubigen aber sollen ohne zu schweigen* Des Engels Gesang* Der Gottesgebärerin anstimmen* Und in Frohlocken rufen:* Führwahr,* erhöht über alle bist du,* hehre Jungfrau!
Die Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste.
Die Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste!
Die Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste.
Katavasie, Ton 4: Wie den beseelten Tempel, die Gotteslade,* Soll sie niemals die Hand der Ungeweihten berühren,* Die Lippen der Gläubigen aber sollen ohne zu schweigen* Des Engels Gesang* Der Gottesgebärerin anstimmen* Und in Frohlocken rufen:* Führwahr,* erhöht über alle bist du,* hehre Jungfrau!
Die Engel, den Eintritt der Allreinen schauend, erstaunten, wie die Jungfrau hineinkam in das Allerheiligste.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Lobpsalmen im 1. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Ton 1. Stichiren des Einzugs.
Lichttragende Jungfrau, / strahlend geleitet ihr die immerwährende Jungfrau / und kündet wahrhaftig das Nahende: / Die Wohnstätte Gottes, die Gottesgebärerin, / wird in aller Herrlichkeit des unberührten Kindseins / in den Tempel eingeführt.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Lichttragende Jungfrau, / strahlend geleitet ihr die immerwährende Jungfrau / und kündet wahrhaftig das Nahende: / Die Wohnstätte Gottes, die Gottesgebärerin, / wird in aller Herrlichkeit des unberührten Kindseins / in den Tempel eingeführt.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Himmlisches Brot war deine Nahrung / im Tempel des Herrn. / Der Welt gebarst du in Wahrheit das Brot des Lebens: das Wort. / Zum auserwählten und makellosen Tempel des Herrn / wurdest du durch den Geist geheimnisvoll vorherbestimmt, / und so Gott, dem Vater verlobt.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Himmlisches Brot war deine Nahrung / im Tempel des Herrn. / Der Welt gebarst du in Wahrheit das Brot des Lebens: das Wort. / Zum auserwählten und makellosen Tempel des Herrn / wurdest du durch den Geist geheimnisvoll vorherbestimmt, / und so Gott, dem Vater verlobt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Einzugs.
Heute wird die unberührte Jungfrau / in den Tempel eingeführt, / in die Wohnstätte des Allherrschers, / der einzig unser Leben erhält. / Heute zieht das reiste Heiligtum / als dreijähriges Kind / in das Heiligtum ein. / Ihr singen wir mit dem Gruß des Engels: / Freue dich, / du einzig unter den Frauen Gesegnete.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.

Kondak

Ton 4. Kondak des Einzugs.
Der reinste Tempel des Erretters, das kostbare Brautgemach, die Jungfrau, der heilige Schatz der Herrlichkeit Gottes, heute wird sie eingeführt in das Haus des Herren, und sie führt mit sich hinein die Gnade im Göttlichen Geiste. Die Engel Gottes aber besingen sie: Diese ist das himmlische Zelt.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.

Kondak

Ton 4. Kondak des Einzugs.
Der reinste Tempel des Erretters, das kostbare Brautgemach, die Jungfrau, der heilige Schatz der Herrlichkeit Gottes, heute wird sie eingeführt in das Haus des Herren, und sie führt mit sich hinein die Gnade im Göttlichen Geiste. Die Engel Gottes aber besingen sie: Diese ist das himmlische Zelt.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.

Kondak

Ton 4. Kondak des Einzugs.
Der reinste Tempel des Erretters, das kostbare Brautgemach, die Jungfrau, der heilige Schatz der Herrlichkeit Gottes, heute wird sie eingeführt in das Haus des Herren, und sie führt mit sich hinein die Gnade im Göttlichen Geiste. Die Engel Gottes aber besingen sie: Diese ist das himmlische Zelt.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ton 4. Seligpreisungen des Einzugs. (aus der 3. Ode des 1. Kanons)
Deine Hymnensänger stärke, Gottesgebärerin, als lebendige und reich sich ergießende Quelle, da sie zusammengekommen sind zu geistlicher Versammlung, und mach sie würdig der Kränze der Herrlichkeit zu deinem erhabenen Einzug.
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Heute zeigt sich in bräutlichem Schmuck der Jungfrau lieblicher Tempel, der Hochzeitssaal, der aufnimmt die beseelte Kammer Gottes, die untadelige und reine, die überstrahlt alle Schöpfung.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
David führt an den Chor, du Unversehrte, er springt und tanzt mit uns im Reigen. Er nennt dich Königin, о Allreine, die steht in reichem Schmuck bei dem König und Gott im Tempel.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Aus der einstens für das Geschlecht der Sterblichen ihren Anfang genommen hat die Übertretung, aus ihr ist aufgegangen wie eine Blüte die Wiederaufrichtung und Unvergänglichkeit, die Gottesgebärerin, heute dargebracht im Hause Gottes.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 1.
Lasst uns preisen in geistlichen Gesängen, ihr Gläubigen, die Mutter des Lichtes; denn heute ist sie uns erschienen, da sie betritt den Tempel Gottes.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
In den Tempel des Gesetzes nimmt seinen Einzug der Tempel Gottes, das himmlische Zelt, aus welchem uns im Dunkel das Licht ist aufgeleuchtet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Dem Leib nach zwar noch ein Kind, doch schon vollendet in der Seele, geht ein ins Gotteshaus die heilige Lade, um ihre Wonne zu haben an der göttlichen Gnade.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Aus Versuchungen aller Art und aus Gefahren für die Seele befreie uns, die wir, Allbesungene, zu dir eilen, durch deine Bitten, Mutter Christi Gottes.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, die wir Dir singen: Alleluïa.

Tropare und Kondake

Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Kirche zu Ehren von:
Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Kondak des Einzugs.
Der reinste Tempel des Erretters, das kostbare Brautgemach, die Jungfrau, der heilige Schatz der Herrlichkeit Gottes, heute wird sie eingeführt in das Haus des Herren, und sie führt mit sich hinein die Gnade im Göttlichen Geiste. Die Engel Gottes aber besingen sie: Diese ist das himmlische Zelt.

„Herr, errette die Frommen“

Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.
Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Einzugs, Ton 3:
L: Prokimenon im dritten Ton. Lied der Gottesmutter: Hochpreiset meine Seele den Herrn, // und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, // und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

Vers: Denn hingeblickt hat Er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, // und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

L: Hochpreiset meine Seele den Herrn.
     Ch: Und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Einzugs:
     Hebr 9, 1-7
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Alleluïa des Einzugs, Ton 8:
L: Alleluïa im achten Ton: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Höre, Tochter, und sieh und neige dein Ohr.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Dein Angesicht werden die Reichen des Volkes anflehen.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Lukas mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Einzugs:
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf; und eine Frau, mit Namen Martha, nahm ihn auf in ihr Haus. Diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die sich auch zu Jesu Füßen setzte und sein Wort hörte. Martha aber war sehr beschäftigt mit der vielen Bedienung; und sie trat hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich zurückgelassen hat, allein zu dienen? Sage ihr also, dass sie mir mitbeistehe. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eines aber ist not. Maria hat den guten Teil erwählt, welcher nicht von ihr genommen werden wird.
Es geschah aber: Als er dies redete, erhob eine Frau aus der Menge die Stimme und sagte zu ihm: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.
(Lk 10, 38-42; 11, 27-28)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 4. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Einzugs.
Als die Engel sahen den Einzug der Allheiligen, da gerieten sie darüber in Erstaunen, wie die Jungfrau eintrat in das Allerheiligste.

Dass die beseelte Lade Gottes keine Hand der Uneingeweihten je berühre! Die Lippen der Gläubigen aber sollen singen der Gottegebärerin den Gruß des Engels, ohne zu verstummen, und im Jubel sollen sie rufen: Über alles bist du wahrlich erhoben, reine Jungfrau.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Einzugs.
Den Kelch des Heils will ich nehmen und den Namen des Herrn anrufen.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
Gemäß der Tradition gehen alles Geistlichen nach der Entlassung der Liturgie in die Mitte der Kirche, stellen sich vor der Festtagsikone auf und singen: Tropar des Fest, Ehre, Jetzt, Kondak des Fest, Hochpreisung des Fests.
Danach singt der Chor:
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Einzugs.
Heute ist das Vorspiel des göttlichen Wohlgefallens / und die Ankündigung der Rettung der Menschen. / Im Tempel Gottes tritt offen auf die Jungfrau / und kündet allen Christus voraus. / So wollen auch wir mit lauter Stimme rufen / Sei gegrüßt, du Erfüllung / der Heilsordnung des Schöpfers.

Kondak

Ton 4. Kondak des Einzugs.
Der reinste Tempel des Erretters, das kostbare Brautgemach, die Jungfrau, der heilige Schatz der Herrlichkeit Gottes, heute wird sie eingeführt in das Haus des Herren, und sie führt mit sich hinein die Gnade im Göttlichen Geiste. Die Engel Gottes aber besingen sie: Diese ist das himmlische Zelt.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
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Programmierung: Priester Alexej Veselov.