Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Montag, dem 27. September 2021
(14. September nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

15. Woche nach Pfingsten. Ton 5.
Erhöhung des kostbaren und lebenschaffendem Kreuz. hochfest
Länge:

Die alte Tradition das Kreuz Christi zu erhöhen, die dem Fest seinen Namen gab, geht auf das IV. Jhr. zurück.
Für die Ordnung der Kreuzerhöhung wird empfohlen, ein festliches Kreuz zu benutzen, das nicht zu anderen Gelegenheiten während des Jahres benutzt wird. Am besten ist, wenn das Kreuz groß ist, auf Holz gemalt oder aus Holz geschnitzt, damit es durch sein Material an das "Dreiselige Holz, auf dem Christus gekreuzigt wurde", erinnert.
Vor Beginn der kleinen Vesper trägt der Priester das ehrwürdige Kreuz aus der Sakristei und legt es auf den Opfertisch auf eine Platte. Unter dem Kreuz liegt ein Velum, es wird mit Schnittblumen geschmückt.
Nach der kleinen Vesper bzw. vor Beginn der Vigil treten Priester und Diakon, in liturgische Gewänder bekleidet, an den Opfertisch heran.
Der Diakon spricht leise: „Segne, Gebieter“. Priester: „Gesegnet unser Gott…“ „Dreimalheilig bis Vater Unser. Denn Dein…“ Nach dem Ausruf singen sie das Tropar des Kreuzes, Ton 1: „Errette, Herr, Dein Volk…“ „Ehre, Jetzt.“ Kondak des Kreuzes, Ton 4: „O der Du freiwillig erhöht wardst…“
Während des Gesangs nimmt der Priester die Platte mit dem Kreuz und trägt sie zum Altartisch, wo er sie auf den Platz des Evangeliars legt. Ihm gehen dabei der Kerzenträger mit einer Kerze und der Diakon mit dem Weihrauchfass voran. Das Evangeliar wird noch vor der Übertragung auf dem erhöhten Ort des Altartisches aufgestellt. Vor dem Altartisch wird eine brennende Kerze aufgestellt.
Der Polyleos wird gemäß der Tradition im Altar zelebriert. Die Hochpreisung wird vor dem Kreuz, das auf dem Altartisch liegt, gesungen. Das Prokimenon des Orthros spricht der Diakon vom erhöhten Ort aus, das Evangeliar in den Händen haltend. Entsprechend wird auch das Evangelium im Altar gelesen. Die königlichen Türen können nach dem Ausruf "Durch das Mitleid, das Erbarmen", vor dem Kanon geschlossen werden. Die Ölsalbung wird normalerweise nach der Kreuzverehrung vollzogen.
"Nachdem das Kreuz am Ende des Orthros verehrt wurde, wird es zu rechten Seite der königlichen Türen auf einem Analogion aufgestellt, wo es bis zum Festabschluss verbleibt." (Typikon zum 14. September)
"Bei der Mahlzeit gibt es einen Trost für die Brüder, vom Öl und Wein und anderen Gemüsespeisen. Wir wagen es aber in keinem Fall, Käse, Eier (und Fleisch) zu essen." (Typikon zum 14. September)

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 6

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 6. Stichiren der Kreuzerhöhung. (nach: Ganz und gar gesetzt)
Das Kreuz wird erhoben / und fordert auf die ganze Schöpfung, / das reine Leiden dessen zu besingen, der an ihm ward erhoben. / Denn an ihm hat er jenen getötet, / der uns hatte getötet, / hat den Verstorbenen das Leben erneuert, / ihnen Schönheit verliehen und sie gewürdigt, zu leben / als Himmelsbürger, er, der Barmherzige / in überquellender Güte. / So wollen wir voll Freude / erhöhen seinen Namen / und hochpreisen seinen äußersten Herabstieg.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Das Kreuz wird erhoben / und fordert auf die ganze Schöpfung, / das reine Leiden dessen zu besingen, der an ihm ward erhoben. / Denn an ihm hat er jenen getötet, / der uns hatte getötet, / hat den Verstorbenen das Leben erneuert, / ihnen Schönheit verliehen und sie gewürdigt, zu leben / als Himmelsbürger, er, der Barmherzige / in überquellender Güte. / So wollen wir voll Freude / erhöhen seinen Namen / und hochpreisen seinen äußersten Herabstieg.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Das Kreuz wird erhoben / und fordert auf die ganze Schöpfung, / das reine Leiden dessen zu besingen, der an ihm ward erhoben. / Denn an ihm hat er jenen getötet, / der uns hatte getötet, / hat den Verstorbenen das Leben erneuert, / ihnen Schönheit verliehen und sie gewürdigt, zu leben / als Himmelsbürger, er, der Barmherzige / in überquellender Güte. / So wollen wir voll Freude / erhöhen seinen Namen / und hochpreisen seinen äußersten Herabstieg.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Vorabgebildet / hat dich Moses, als er streckte die Hände aus / in die Höhe und in die Flucht schlug Amalek, den Tyrannen, / o teures Kreuz, der Gläubigen Rühmen, / du Stütze der Kämpfer, / du Zierde der Apostel, / der Gerechten Bastion und aller Frommen Errettung. / Darum dich schaut erhoben / die Schöpfung in Freude. / Und sie feiert / und gibt Christus die Ehre, welcher durch dich / das Entzweite hat vereint in höchster Güte.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Vorabgebildet / hat dich Moses, als er streckte die Hände aus / in die Höhe und in die Flucht schlug Amalek, den Tyrannen, / o teures Kreuz, der Gläubigen Rühmen, / du Stütze der Kämpfer, / du Zierde der Apostel, / der Gerechten Bastion und aller Frommen Errettung. / Darum dich schaut erhoben / die Schöpfung in Freude. / Und sie feiert / und gibt Christus die Ehre, welcher durch dich / das Entzweite hat vereint in höchster Güte.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Vorabgebildet / hat dich Moses, als er streckte die Hände aus / in die Höhe und in die Flucht schlug Amalek, den Tyrannen, / o teures Kreuz, der Gläubigen Rühmen, / du Stütze der Kämpfer, / du Zierde der Apostel, / der Gerechten Bastion und aller Frommen Errettung. / Darum dich schaut erhoben / die Schöpfung in Freude. / Und sie feiert / und gibt Christus die Ehre, welcher durch dich / das Entzweite hat vereint in höchster Güte.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
O Kreuz, aller Ehre wert, / das rings umgeben in Freuden / die Ordnungen der Engel, heute auf göttlichen Wink erhoben, / du erhebest alle, / die durch die Täuschung der Speise / waren verstoßen und dem Tode / waren verfallen, weswegen wir dich umfangen / im Glauben mit Herz und Händen / und schöpfen die Heilung / mit dem Rufe: Erhebet / Christus Gott, den überaus Guten / und werfet euch nieder an seinem göttlichen Schemel.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
O Kreuz, aller Ehre wert, / das rings umgeben in Freuden / die Ordnungen der Engel, heute auf göttlichen Wink erhoben, / du erhebest alle, / die durch die Täuschung der Speise / waren verstoßen und dem Tode / waren verfallen, weswegen wir dich umfangen / im Glauben mit Herz und Händen / und schöpfen die Heilung / mit dem Rufe: Erhebet / Christus Gott, den überaus Guten / und werfet euch nieder an seinem göttlichen Schemel.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion der Kreuzerhöhung.
Kommet, all ihr Völker, / das gepriesene Holz lasst uns verehren, / durch das geworden ist die ewige Gerechtigkeit. / Denn der betört hat am Holze / den Vorvater Adam, / das Kreuz wird ihm zum Köder. / Und er wurde hinabgestürzt durch den Glauben / in ungeheurem Falle, / er, der hatte Macht gewonnen / in Gewaltherrschaft über das königliche Gebilde. / Durch Gottes Blut wird abgewaschen das Gift der Schlange. / Und das Blut der gerechten Verurteilung wird aufgelöst / durch den ungerechten Richterspruch / über den Gerechten, der ward verurteilt. / Denn durch das Holz sollte Heilung werden dem Holze / sollten gelöst werden die Leiden dessen, der war verurteilt. / Wohlan, es sei Ehre, Christus König, / deinem schauererregenden Heilswerk für uns, / durch das du alle hast errettet / als der Gute und Menschenliebende.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Sonntagabend, Ton 8:
D: Prokimenon im achten Ton. Wohlan denn, segnet den Herrn, / all ihr Knechte des Herrn.
     Ch: Wohlan denn, segnet den Herrn, / all ihr Knechte des Herrn.

Vers: Die ihr steht im Hause des Herrn, in den Höfen des Hauses unseres Gottes.
     Ch: Wohlan denn, segnet den Herrn, / all ihr Knechte des Herrn.

D: Wohlan denn, segnet den Herrn.
     Ch: All ihr Knechte des Herrn.
Parimien der Kreuzerhöhung (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Moses ließ aufbrechen die Söhne Israels vom Roten Meer und führte sie in die Wüste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser zu trinken. Sie kamen nach Merrhá, doch sie konnten das Wasser von Merrhá nicht trinken, denn es war bitter. Deshalb wurde genannt der Name dieses Ortes Bitternis. Das Volk aber murrte gegen Moses und sprach: Was sollen wir trinken? Da rief Moses zum Herrn, und es zeigte ihm der Herr ein Holz, und er warf es in das Wasser. Da wurde das Wasser süß. Dort gab er ihm Rechtssatzungen und Urteile. Er prüfte ihn und sprach: Wenn du hörst mit deinem Ohr auf den Herrn, deinen Gott, und tust, was recht ist vor ihm, und horchst auf seine Gebote und bewahrst all seine Rechtssatzungen, werde ich keine Krankheit, die ich den Ägyptern gesandt habe, zu dir senden. Denn ich bin der Herr, der dich heilt. Und sie kamen nach Älim; dort aber waren zwölf Wasserquellen und Siebzig Palmenstämme, und sie lagerten dort bei den Wassern. Sie brachen wieder auf von Älim, und es kam die ganze Gemeinde der Söhne Israels in die Wüste Sin, die da liegt zwischen Älim und dem Sinai. (Ex 15, 22 - 16, 1)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch der Sprüche.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: O Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn, und verzage nicht, wenn du von ihm geprüft wirst; denn wen der Herr liebt, den züchtigt er. Er schlägt jeden Sohn, den er annimmt. Selig der Mensch, der gefunden hat die Weisheit, und der Sterbliche, der kennt die Einsicht. Denn es ist besser, sie zu erwerben als Schätze von Gold und Silber. Sie ist kostbarer als wertvolle Steine. Nichts Schlechtes kann sich ihr entgegenstellen. Wohlbekannt ist sie allen, die sie lieben. Nichts Kostbares wiegt sie auf. Denn die Länge des Daseins und die Jahre des Lebens liegen in ihrer Rechten. In ihrer Linken liegen Reichtum und Ehre. Aus ihrem Munde tritt Hervor die Gerechtigkeit. Gesetz und Erbarmen trägt sie auf der Zunge. Ihre Wege sind gut und all ihre Pfade sind friedvoll. Holz des Lebens ist sie allen, die sich an ihr festhalten, und sie bietet Sicherheit denen, die sich auf sie stützen wie auf den Herrn. (Spr 3, 11-18)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Geöffnet sein werden ständig deine Tore, Jerusalem. Bei Tag und bei Nacht werden sie nicht geschlossen werden, auf dass die Macht der Völker in dich hineingetragen werde und ihre K6nige als Gefangene. Denn die Vö1ker und die Könige, die dir nicht dienen werden, gehen unter, und die Völker werden verfallen der Verödung. Die Herrlichkeit des Libanon wird zu dir kommen mit Zypresse, Pinie und Zeder zugleich, dass herrlich werde mein heiliger Ort. Und es werden kommen zu dir voll Furcht die Söhne derer, die dich gedemütigt und erbittert haben. Es werden niederfallen zu den Spuren deiner Füße alle, die ich erbittert haben, und du wirst genannt werden Sion, Stadt des Herrn, des Heiligen Israels, denn verlassen warst du und geschmäht, und da war keiner, der hilft. So werde ich dir schaffen ewigen Jubel und Freude in die Generationen der Generationen. Du wirst saugen die Milch der Völker und dich laben am Reichtum der Könige. Und du wirst erkennen, dass ich der Herr es bin, der dich rettet und dich befreit, ich, der Gott Israels. (Jes 60, 11-16)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren der Kreuzerhöhung. (von Andreas von Jerusalem)
Heute hat fürwahr sein Ziel erreicht / der heilig tönende Spruch des David. / Denn siehe, zum Vorschein ist gekommen / der verehrte Schemel deiner Füße. / Wir aber hoffen auf den Schatten / deiner Flügel, Allbarmherziger, und rufen zu dir: / Gezeichnet sei über uns das Licht deines Angesichts. / Erhöhe das Horn deines orthodoxen Volkes / durch die Erhöhung deines kostbaren Kreuzes, / Christus, Vielerbarmer.
Der an der Schädelstätte gepflanzte / wahrhaftige Baum des Lebens, / an dem wirkte der Ewigkeiten König / das Heil mitten auf Erden, / ward heute erhöht und heiligt die Enden der Welt, / und eingeweiht wird das Haus der Auferstehung. / Es jubeln die Engel im Himmel / und freuen sich die Menschen auf Erden, / indem sie mit David rufen und sprechen: / Erhöhet den Herrn, unsern Gott, und fallet nieder / am Schemel seiner Füße, denn heilig ist er, / der da gewährt der Welt das große Erbarmen.
Dein Kreuz bildete voraus, o Christus, / der Patriarch Jakob, als er spendete / seinen Nachkommen den Segen, / indem er kreuzweise die Hände legte auf ihre Häupter. / Wir aber erhöhen es heute und rufen, Erretter: / Schenke den Sieg deinem dich liebenden Volke / wie dem Konstantin das Siegeszeichen.
Ton 2. (von Theophanes)
Der göttliche Schatz, in der Erde verborgen, / das Kreuz des Lebenspenders, / wurde am Himmel gezeigt dem frommen Kaiser / und bildete ein Vorzeichen des Sieges über die Feinde. / Darüber freute er sich voll Glauben und Liebe, / kehrte zurück nach göttlichem Willen / und brachte es zum Vorschein aus dem Schoß der Erde / zur Erhöhung der Schau mit größtem Eifer / zur Erlösung der Welt und zum Heil unsrer Seelen.
(von Kyprianos)
Das kreuzweise Ausstrecken der Hände / des Patriarchen Jakob / zur Segnung seiner Kinder / hat im Voraus zu erkennen gegeben / die machtvolle Bedeutung deines Kreuzes. / Da wir es als unzerstörbaren Schutz besitzen, / verjagen wir kraftvoll die Schlachtreihe der Dämonen, / werfen nieder den Hochmut des Belíar / und schlagen zurück die alles zerstörende Macht / des feindlichen Amalek. / Nun da wir Gläubige es frommen Sinnes / erhöht herbeitragen zur Verzeihung / der Sünden durch deine Güte, / rufen wir mit lauter Stimme: / Herr, erbarme dich, der du Fleisch geworden aus der Jungfrau. / Hab Mitleid mit dem weisen Werke / deiner Hände, o Guter.
(von Kaiser Leon)
Mein starker Schutz bist du, dreiteiliges Kreuz Christi. / So heilige mich durch deine Macht, / damit ich in Glauben und Verlangen / vor dir niederfalle und dich verehre.
Ton 4.
Wir wollen erschallen lassen heut ein Preislied / und heiteren Angesichts / lasst uns laut rufen mit der Zunge: / Um unsertwillen hast du angenommen / die Verurteilung, o Christus, / auch die Bespeiung und die Geißelung, / hast dir anlegen lassen das Purpurgewand / und das Kreuz bestiegen. / Als dies sahen Sonne und Mond, verbargen sie / ihren Schein und die Erde erbebte in Furcht / und der Tempelvorhang riss mitten entzwei. / Du selbst aber hast nun dein kostbares Kreuz / uns gegeben zum Schutz und zur Wache / und zur Vertreibung der Dämonen, / auf dass wir es alle umfassen und zu ihm rufen: / Rette uns, o Kreuz, durch deine Macht, / heilige uns durch deinen Glanz, du kostbares Kreuz / und gib uns Kraft durch deine Erhöhung. / Denn als Licht wurdest du uns gegeben / und als Rettung unserer Seelen.
(von Anatolios)
Das lichtglänzende Bild der Gestirne / hat dich, o Kreuz, im Voraus erzeigt / als Siegeszeichen dem frommen Fürsten, dem großen. / Und Helena, seine Mutter, / hat dich aufgefunden und der Welt zum Vorschein gebracht. / Wir aber, die Chöre der Gläubigen, / erheben dich heute und rufen: / Erleuchte uns durch dein Erstrahlen, / o Kreuz, das du trägst das Leben. / Heilige uns, allehrwürdiges Kreuz, durch deine Stärke / und gib uns Kraft durch deine Erhöhung, / erhöht zum Kampf gegen die Feinde.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion der Kreuzerhöhung.
Die Wirkmacht deines kostbaren Kreuzes, o Christus, / hat vorabgebildet Moses, / da er in die Flucht schlug das gegnerische Amalek / in der Wüste Sinai. / Denn als er ausbreitete die Hände / und so machte ein Abbild des Kreuzes, / da erstarkte das Volk. / Nun aber hat sich an uns erfüllt / der Ausgang der Dinge. / Heute wird das Kreuz erhöht / und es werden verjagt die Dämonen. / Heute wird die ganze Schöpfung aus der Verderbnis befreit. / Denn alle Gnadengaben / leuchten durch das Kreuz uns auf. / Deshalb sind wir alle mit Freude erfüllt, / fallen vor dir nieder und rufen: / Wie groß sind deine Werke, Herr, Ehre sei dir.

Ektenie zur Litia

Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 5. Stichiren der Kreuzerhöhung. (nach: Sei gegrüßt)
Sei gegrüßt, du lebentragendes Kreuz, / du unüberwindliche Standarte der Frömmigkeit, / du Türe des Paradieses, / du Stütze der Gläubigen, / du Ummauerung der Kirche, / durch welches ward das Verderben zunichte / und entkräftet und verschlungen die Macht des Todes, / durch das erhöht wir wurden von der Erde zum Himmlischen, / du unbekämpfbare Waffe, / du Widersacher der Dämonen, / du Ehre der Martyrer, / du Zierde wahrlich der Frommen, / du Hafen der Errettung, / du schenkst der Welt das große Erbarmen.
Erhebet den Herrn, unsern Gott, * und fallet nieder am Schemel seiner Füße, denn heilig ist er. (Ps 98,5)
Sei gegrüßt, o Kreuz des Herren, / durch das gelöst ward vom Fluche die Menschheit, / du Zeichen wahrlich der Freude, / das zurück du schlägst die Feinde, / du allehrwürdiges, in deiner Erhöhung, / unsere Hilfe, der Gläubigen Stütze, / Kraft der Gerechten, du Zier der Priester, / vorabgebildet hast du befreit von Schrecken, / du Stab der Macht, unter welchem / wir werden geweidet, / du Waffe des Friedens, die umgeben / in Furcht ringsum die Engel, / du göttliche Herrlichkeit Christi, / der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Gott ist unser König vor der Weltzeit, * er hat Heil gewirkt mitten auf Erden. (Ps 73,12)
Sei gegrüßt, du Geleiter der Blinden, / du Arzt der Schwachen, du Auferstehung / der Verstorbenen alle, das uns hat erhoben, / die ins Verderben wir waren gefallen, / du kostbares Kreuz, durch das ward dem Verderben ein Ende gesetzt, / durch welches aufblühte die Unvergänglichkeit / und wir Sterblichen wurden vergöttlicht, / der Teufel aber gänzlich hinabgestoßen. / Da wir heute dich erblicken, / wie durch die Hände du wirst erhoben / der Hohenpriester, so erheben wir / den an deiner Mitte Erhöhten. / Vor dir aber fallen wir nieder / und schöpfen reich das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion der Kreuzerhöhung. (von Ioannes Monachos)
Dein kostbares Kreuz, o Christus Gott, / bildete in sich selbst einst Moses vor, / als er niederwarf und in die Flucht schlug Amalek, / und David, der Melode, / besang es als deinen Schemel / und ordnete an, es zu verehren. / Heute verehren wir Sünder es mit unwürdigen Lippen / und unter Lobpreis bitten wir dich, / der du dich gewürdigt, dich daran schlagen zu lassen: / Würdige uns, o Herr, mit dem Schächer deines Reiches.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 1. Tropar der Kreuzerhöhung.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Brotsegnung

An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 1

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 1. Tropar der Kreuzerhöhung.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Es wird das vierte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 24 bis 31, nach westlicher Nummerierung 25 bis 32. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Sedalen der Kreuzerhöhung.
Kaum stand, o Christus, fest Deines Kreuzes Baum, da wurden, Herr, die Schlünde des Todes erschüttert: Den gierig der Hades verschlng, den gab er zitternd zurück. Du zeigtest uns Dein Heil, o Heiliger. Dir sagen wir Preis. Sohn Gottes, erbarme Dich unser.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wir verehren das Holz Deines Kreuzes, o Freund der Menschen, denn du wurdest daran genagelt, o Leben aller Dinge. O Heiland, du hast damit die Pforten des Paradieses geöffnet dem Schächer, der sich dir gläubig zuwandte. Er wurde gewürdigt des Glückes, denn er bekannte dich mit den Worten: Gedenke meiner, o Herr! Nimm uns an, wie ihn, die wir zu dir rufen: Wir alle sind Sünder! Im Namen deines Erbarmens, verstoße uns nicht!
Es wird das fünfte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 32 bis 36, nach westlicher Nummerierung 33 bis 37. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung der Kreuzerhöhung.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, Lebenspender Christus, und verehren Dein heiliges Kreuz, durch welches Du uns erlöst hast von der Knechtschaft des Feindes.
     Ch: Wir hochpreisen Dich, Lebenspender Christus, und verehren Dein heiliges Kreuz, durch welches Du uns erlöst hast von der Knechtschaft des Feindes.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, Lebenspender Christus, und verehren Dein heiliges Kreuz, durch welches Du uns erlöst hast von der Knechtschaft des Feindes.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen der Kreuzerhöhung. (Im Slawischen ein anderes Sedalen.)
In alter Zeit beschrieb Josua, der Sohn des Nun, im voraus geheimnisvoll das Zeichen des Kreuzes, indem er die Arme in Kreuzesform ausbreitete, o mein Erlöser; die Sonne stand still, bis dass er die Feinde besiegt hatte, die dir, o Gott, widerstanden. Jetzt aber verdunkelt sie sich, dich am Kreuze erblickend und zerstörend die Mächte des Todes und den Hades entleerend.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
In alter Zeit beschrieb Josua, der Sohn des Nun, im voraus geheimnisvoll das Zeichen des Kreuzes, indem er die Arme in Kreuzesform ausbreitete, o mein Erlöser; die Sonne stand still, bis dass er die Feinde besiegt hatte, die dir, o Gott, widerstanden. Jetzt aber verdunkelt sie sich, dich am Kreuze erblickend und zerstörend die Mächte des Todes und den Hades entleerend.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 6.
Zu dir im Himmel erheb ich meine Augen, o Logos; sei mir gnädig, auf daß ich dir lebe.
Erbarme dich unser, die wir sind verachtet; forme uns zu deinen brauchbaren Gefäßen, o Logos.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon der Kreuzerhöhung, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Gesehen haben alle Enden der Erde / die Errettung unseres Gottes.
     Ch: Gesehen haben alle Enden der Erde / die Errettung unseres Gottes.

Vers: Singt dem Herrn ein neues Lied; denn Wunderbares hat der Herr getan.
     Ch: Gesehen haben alle Enden der Erde / die Errettung unseres Gottes.

D: Gesehen haben alle Enden der Erde.
     Ch: Die Errettung unseres Gottes.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Herr sprach: Vater, verherrliche deinen Namen. Es kam nun eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe verherrlicht und werde auch wiederum verherrlichen. Die Volksmenge nun, die dastand und es hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme erschollen, sondern um euretwillen. Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden nach draußen. Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Dies aber sagte er, um zu bezeichnen, durch welchen Tod er sterben sollte. Die Volksmenge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus auf ewig bleibe, und wie sagst du, dass der Menschensohn erhöht werden müsse? Wer ist dieser, der Menschensohn? Jesus sprach nun zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch. Gehet umher, solange ihr das Licht habt, damit nicht Finsternis euch erfasse. Und wer in der Finsternis umhergeht, weiß nicht, wohin er geht. Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Söhne des Lichtes werdet.
(Joh 12, 28-36)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire der Kreuzerhöhung.
Kreuz Christi, / Hoffnung der Christen / Leitstern aller Verirrten / Zuflucht aller Bedrängten / Sieg im Kampfe / Befestigung der ganzen Welt / Heilung der Kranken und Auferstehung der Toten: / Erbarme Dich unser.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Kanon des Fests, Ton 8.
Dichtung des Herrn Kosmas
Irmos: Das Kreuz zeichnend hat Moses * mit seinem Stabe * das Rote Meer dem Volk Israel geteilt, * und es ging trockenen Fußes hinüber. * Dann ließ er es zurückfluten * und schlug so die Wagen des Pharao. * Er formte das Bild der unüberwindlichen Waffe. * Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, * denn er hat sich verherrlicht.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Einst stellte Moses selbst das Inbild deines allreinen Lebens dar, als Mittler heiliger Gaben. Die gekreuzten Arme erhebend zeichnete er mit ausgestreckten Händen das Siegeszeichen, welches den Sieg über den unversöhnlichen Amalek entschied. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Einst stellte Moses selbst das Inbild deines allreinen Lebens dar, als Mittler heiliger Gaben. Die gekreuzten Arme erhebend zeichnete er mit ausgestreckten Händen das Siegeszeichen, welches den Sieg über den unversöhnlichen Amalek entschied. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Moses erhob auf einen Pfahl das Heilmittel, welches von den Wirkungen des gefährlichen, verderblichen und giftigen Bisses befreite; in Kreuzesform befestigte er schräg auf dem Holze die Schlange, die zur Erde hing und er triumphierte dadurch über den Schmerz. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Himmel ließ erscheinen das Kreuz als Siegeszeichen dem frommen, gottbegeisterten Kaiser. Durch es wurde der feindselige Hochmut der Feinde besiegt, der Irrtum in die Flucht geschlagen und der göttliche Glaube breitete sich aus bis an die Enden der Erde. Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, / denn er hat sich verherrlicht.
Katavasie: Das Kreuz zeichnend hat Moses * mit seinem Stabe * das Rote Meer dem Volk Israel geteilt, * und es ging trockenen Fußes hinüber. * Dann ließ er es zurückfluten * und schlug so die Wagen des Pharao. * Er formte das Bild der unüberwindlichen Waffe. * Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, * denn er hat sich verherrlicht.
Ode 3
Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Den Stab Aarons erkennen wir als Vorbild des Geheimnisses: * Sein Erblühen erwählt den Priester. * Der ehedem unfruchtbaren Kirche erwuchs nun der Baum des Kreuzes * zur Macht und Stärke.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Wasser hervorfließen lassend für das ungehorsame und hartherzige Volk stellte der steile Felsen, mit einer Rute geschlagen, das Geheimnis der auserwählten Kirche Gottes dar, der das Kreuz erblühte zu ihrer Macht und Stärke.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Wasser hervorfließen lassend für das ungehorsame und hartherzige Volk stellte der steile Felsen, mit einer Rute geschlagen, das Geheimnis der auserwählten Kirche Gottes dar, der das Kreuz erblühte zu ihrer Macht und Stärke.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als die allreine Seite von der Lanze durchbort wurde, floss daraus Wasser und Blut, einweihend den Bund des Testamentes und die Sünde abwaschend, denn das Kreuz ist Ruhm für die Gläubigen und (den Königen) Macht und Stärke.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als die allreine Seite von der Lanze durchbort wurde, floss daraus Wasser und Blut, einweihend den Bund des Testamentes und die Sünde abwaschend, denn das Kreuz ist Ruhm für die Gläubigen und (den Königen) Macht und Stärke.
Katavasie: Den Stab Aarons erkennen wir als Vorbild des Geheimnisses: * Sein Erblühen erwählt den Priester. * Der ehedem unfruchtbaren Kirche erwuchs nun der Baum des Kreuzes * zur Macht und Stärke.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen der Kreuzerhöhung. (Erster Sedalen fehlt im Slawischen.)
Im Paradies entblößste mich einst der Baum, danach die Frucht zum Kosten anbietend brachte der Feind den Tod; der Baum des Kreuzes, welcher den Menschen das Gewand des Lebens brachte, ward in der Erde befestigt und die ganze Welt erfüllt von grenzenloser Freude. Die ihr ihn erhöht seht, gläubig lasst uns einmütig, Völker, Gott anrufen: Voller Herrlichkeit ist Dein Haus.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Sedalen der Kreuzerhöhung. (nach: Schnell komm zuvor)
In dir, o dreimalseliges und lebenspendendes Kreuz, befestigt / feiern die Menschen zusammen mit den Engelchören ein Fest / die Ordnungen der Hierarchen lobsingen voll Ehrfurcht, / die Menge der Mönche und Asketen aber fällt nieder; denn Christus den Gekreuzigten rühmen wir alle.
Ode 4
Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Ich vernahm, o Herr, * das Geheimnis Deiner Heilsordnung, * ich bedachte Deine Taten * und pries Deine Gottheit!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Einst wandelte Moses die bitteren Quellen der Wüste durch das Holz, voraussehen lassend wie die Heiden durch Frömmigkeit zum Kreuz geführt werden.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Der Jordan öffnete sich bis zum Grunde und gab dem Holz die schneidende Axt zurück, versinnbildlichend wie der Irrtum durch das Kreuz und die Taufe besiegt wird.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In vier Gruppen geteilt sammelt sich das Volk in heiliger Ordnung, um sich dem sinnbildlichen Gefäß des Bundes zu nahen, herrlich in Kreuzesform.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Geheimnisvoll ausgespannt strahlte das Kreuz, als die Sonne und die Himmel erzählten die Ehre unseres Gottes.
Katavasie: Ich vernahm, o Herr, * das Geheimnis Deiner Heilsordnung, * ich bedachte Deine Taten * und pries Deine Gottheit!
Ode 5
Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: O dreimalseliger Baum! * An dem Christus ausgestreckt (gehangen), * o König und Herr, * durch dich kam um, der einst durch den Baum (Eva) betrog, * indem er durch dich getäuscht ward, * als Gott Sich im Leibe anheften ließ, * der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
O Kreuz, würdig besungen zu werden, auf welchem Christus ausgespannt war, vor dir ward das Schwert, das zum Schutze Edens geschwungen ward, zurückgezogen und der furchbare Cherub zog sich zurück vor Christus, den auf dich Genagelten, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
O Kreuz, würdig besungen zu werden, auf welchem Christus ausgespannt war, vor dir ward das Schwert, das zum Schutze Edens geschwungen ward, zurückgezogen und der furchbare Cherub zog sich zurück vor Christus, den auf dich Genagelten, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die dem Kreuze feindlichen, unterirdischen Mächte zitterten beim Anblick des in die Lüfte gezeichneten Zeichens, wo immer sie waren. Aber die Bewohner Himmels und der Erde beugen das Knie vor Christus, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Strahlend von blitzendem Lichte erschien das göttliche Kreuz den in Verirrung und Irrtum verdunkelten Völkern, und - seinen göttlichen Glanz verströmend - zieht sie zu Christus, den darauf Genagelten, der unseren Seelen Frieden verleiht.
Katavasie: O dreimalseliger Baum! * An dem Christus ausgestreckt (gehangen), * o König und Herr, * durch dich kam um, der einst durch den Baum (Eva) betrog, * indem er durch dich getäuscht ward, * als Gott Sich im Leibe anheften ließ, * der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ode 6
Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Im Innern des Seeungetüms * breitete Jonas (seine) Hände kreuzförmig aus * und wies so auf Dein erlösendes Leiden. * Am dritten Tage aus ihm hervorgehend, wurde er zum Vorbild der überweltlichen Auferstehung * des im Leibe angehefteten Christus, Gott, * der durch die Auferstehung am dritten Tage die Welt erleuchtete.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Gebeugt von den Jahren und geschwächt von Krankheit wandte sich Jakob und kreuzte die Hände, um die Kraft des lebenspendenden Kreuzes zu zeigen. So auch belebte Gott, der im Fleische ans Kreuz geheftet wurde, den verfallenen, dunklen Buchstaben des Gesetzes und verjagte Krankheit und Irrtum.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Gebeugt von den Jahren und geschwächt von Krankheit wandte sich Jakob und kreuzte die Hände, um die Kraft des lebenspendenden Kreuzes zu zeigen. So auch belebte Gott, der im Fleische ans Kreuz geheftet wurde, den verfallenen, dunklen Buchstaben des Gesetzes und verjagte Krankheit und Irrtum.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die gekreuzten Hände auf die Häupter der Jugendlichen legend zeigte Israel, dass das dem Gesetz dienende Volk das Recht auf die dem Erstgeborenen gebührende Ehre hatte. Als man annahm, er begehe einen Irrtum, änderte er doch nicht das lebenspendende Zeichen: "Er wird bringen," sprach er, "das neue Volk Christi, Gottes, umgeben vom Schutze des Kreuzes."
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die gekreuzten Hände auf die Häupter der Jugendlichen legend zeigte Israel, dass das dem Gesetz dienende Volk das Recht auf die dem Erstgeborenen gebührende Ehre hatte. Als man annahm, er begehe einen Irrtum, änderte er doch nicht das lebenspendende Zeichen: "Er wird bringen," sprach er, "das neue Volk Christi, Gottes, umgeben vom Schutze des Kreuzes."
Katavasie: Im Innern des Seeungetüms * breitete Jonas (seine) Hände kreuzförmig aus * und wies so auf Dein erlösendes Leiden. * Am dritten Tage aus ihm hervorgehend, wurde er zum Vorbild der überweltlichen Auferstehung * des im Leibe angehefteten Christus, Gott, * der durch die Auferstehung am dritten Tage die Welt erleuchtete.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 4. Kondak der Kreuzerhöhung.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.
Ikos.
Er der bis zum dritten Himmel ins Paradies entrückt ward, er hörte, wie er den Galatern schreibt, unaussprechliche, göttliche Worte, in menschlicher Rede nicht auszudrücken, wie ihr Freunde der Schrift gelesen habt und wisst: Mir - so schreibt er - ziemt es nicht, mich zu rühmen, außer allein im Kreuz des Herrn, an welchem dieser litt und die Leidenschaften erschlug; wir alle halten es gleichfalls sichtbar hoch, das Kreuz des Herrn, unsern Ruhm; denn uns ist dieses rettende Holz des Friedens Schild, unüberwindliches Siegeszeichen.
Synaxarion.
Am 14. dieses Monats: Allgemeine Erhöhung des kostbaren und lebenspendenden Kreuzes.

Die Schöpfung, o Erlöser, singt deine Größe,

Dein Kreuz erhöht sehend.

Durch die Kraft Deines Kreuzes, Christus, o Gott, erbarme Dich unser und erlöse uns. Amen.

Ode 7
Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Der unsinnige Befehl des gottlosen Tyrannen, * der Drohungen und grobe Flüche ausstieß, * bezwang die Völker, * aber die drei Jünglinge * schreckte weder die bestialische Wut noch das verschlingende Feuer, * sondern durch den taubringenden Wind * sangen sie im Feuer: * Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Weil er von der Frucht des Baumes gekostet hatte, verfiel der erste Mensch dem Verderben und wurde verdammt, das Leben schändlich zu verlieren. Wie eine seinen Körper verzehrende Krankheit teilte sich die Befleckung seinen Nachkommen mit. Wir aber, die Bewohner der Erde, das Kreuz von Holz zu unserem Heil gefunden habend, rufen: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Weil er von der Frucht des Baumes gekostet hatte, verfiel der erste Mensch dem Verderben und wurde verdammt, das Leben schändlich zu verlieren. Wie eine seinen Körper verzehrende Krankheit teilte sich die Befleckung seinen Nachkommen mit. Wir aber, die Bewohner der Erde, das Kreuz von Holz zu unserem Heil gefunden habend, rufen: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Ungehorsam ließ das Gebot Gottes überschreiten und der Baum brachte den Sterblichen den Tod, weil seine Frucht zu ungehöriger Zeit genossen ward. Hinfort aber wurde der Baum geschützt, um Schutz zu geben dem kostbaren Leben, dessen Quelle es war. Es wird wieder zugänglich durch die guten Gedanken des Schächers, welcher jammervoll starb, rufend: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Israel, die Zukunft schauend, küsste das äußerste Ende des Stabes Josephs, zeigend im voraus wie das hochherrliche Kreuz der Schutz königlicher Macht werde. Denn für die Könige ist es ein triumphaler Ruhm und ein Licht denen, welche gläubig rufen: Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Katavasie: Der unsinnige Befehl des gottlosen Tyrannen, * der Drohungen und grobe Flüche ausstieß, * bezwang die Völker, * aber die drei Jünglinge * schreckte weder die bestialische Wut noch das verschlingende Feuer, * sondern durch den taubringenden Wind * sangen sie im Feuer: * Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ode 8
Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Preist, Jünglinge, * an Zahl der Dreifaltigkeit gleich, * den Schöpfer und Vater, Gott; * singt dem herniedergestiegenen Wort, * das das Feuer in Tau verwandelte; * und erhebet über alle Maßen den Spender allen Lebens, den hochheiligen Geist * in Ewigkeit!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Während das Holz erhöht wird, das bedeckt ist mit dem Blute des fleischgewordenen Gotteswortes, singt all ihr Mächte des Himmels, die ihr die Zurückrufung der Sterblichen feiert; Völker, verehrt das Kreuz Christi, durch welches die Auferstehung geschenkt wurde der Welt in Ewigkeit!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz.
Während das Holz erhöht wird, das bedeckt ist mit dem Blute des fleischgewordenen Gotteswortes, singt all ihr Mächte des Himmels, die ihr die Zurückrufung der Sterblichen feiert; Völker, verehrt das Kreuz Christi, durch welches die Auferstehung geschenkt wurde der Welt in Ewigkeit!
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Erdenbewohner, die ihr Gnade erhalten habt, erhebt eure Hände und mit heiliger Scheu das Kreuz, auf welches Christus geheftet war und die Lanze erhoben, welche den Leib des Gotteswortes durchborte. Alle Völker mögen sehen das Heil Gottes und verherrlichen in Ewigkeit!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die ihr erhoben seid durch göttliches Gebot, gläubige Kämpfer der Christenheit, freuet euch; rühmet euch der mit dem Siegeszeichen geschmückten Waffe, die ihr von Gott das kostbare Kreuz empfangen habt; denn durch dieses sind die dreisten Scharen der Feinde zerstreut in Ewigkeit!
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Preist, Jünglinge, * an Zahl der Dreifaltigkeit gleich, * den Schöpfer und Vater, Gott; * singt dem herniedergestiegenen Wort, * das das Feuer in Tau verwandelte; * und erhebet über alle Maßen den Spender allen Lebens, den hochheiligen Geist * in Ewigkeit!
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Hochpreise, meine Seele, das kostbare Kreuz des Herrn.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Du bist, Gottesgebärerin, das geheimnisvolle Paradies, * das unbestellt hervorsprießen ließ Christus. * Durch Ihn wurde der lebenbringende Baum des Kreuzes in die Erde gepflanzt, * da er nun erhöht ist, preisen wir - ihn verehrend - dich hoch.
Hochpreise, meine Seele, das kostbare Kreuz des Herrn.
Es mögen sich freuen alle Bäume des Waldes, denn ihre Natur ist geheiligt, weil Christus, durch welchen sie im Anfang gepflanzt wurden, auf dem Baum ausgespannt ist; da er nun erhöht ist, verehren und preisen wir ihn hoch.
Hochpreise, meine Seele, das kostbare Kreuz des Herrn.
Es ist erhöht als heilige Waffe der Gläubigen, das Kreuz, das allen über dem Kopfe beschrieben wird. Durch dasselbe sind die Mächte der sündigen Gedanken zerschlagen. Da es nun erhöht ist, verehren und preisen wir es hoch.
Hochpreise, meine Seele, das kostbare Kreuz des Herrn.
Es ist erhöht als heilige Waffe der Gläubigen, das Kreuz, das allen über dem Kopfe beschrieben wird. Durch dasselbe sind die Mächte der sündigen Gedanken zerschlagen. Da es nun erhöht ist, verehren und preisen wir es hoch.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Vom zweiten Kanon existiert nur die 9. Ode.
Hochpreise meine Seele die Erhöhung des göttlichen, lebenspendenden Kreuzes des Herrn.
Irmos: Der Tod, der durch die Frucht vom Baum * zum Menschengeschlecht kam, * ist heute durch das Kreuz vernichtet, * denn die Verurteilung für das ganze Menschengeschlecht von der Stammmutter * ist aufgehoben * durch die Frucht der reinen Gottesmutter, * die alle himmlischen Kräfte preisen.
Hochpreise meine Seele die Erhöhung des göttlichen, lebenspendenden Kreuzes des Herrn.
Du wolltest, o Herr, die Bitterkeit nicht bestehen lassen, die uns von dem Baume kam, und hast sie daher durch dein Kreuz ausgelöscht. Früher bereits hob auf das Holz die Bitterkeit der Wasser von Mara, vorauswissend die Macht des Kreuzes, welchee alle himmlischen Mächte verherrlichen.
Hochpreise meine Seele die Erhöhung des göttlichen, lebenspendenden Kreuzes des Herrn.
Herr, heute hast du uns durch das Kreuz wieder erhoben, uns, die ohne Nachsicht in die Verfinsterung des Urvaters gefallen wären. Denn ebenso wie äußerstes Leiden unsere Natur in Verirrung stürzte, so hat das Licht deines Kreuzes uns alle wieder erhoben. Wir preisen es gläubig.
Hochpreise meine Seele die Erhöhung des göttlichen, lebenspendenden Kreuzes des Herrn.
Um vor der Welt das Zeichen zu erhöhen, das wir verehren, hast du im Himmel das Kreuz gebildet, das vor allen herrliche, blinkend in unendlichem Licht als unbesiegbare Waffe für den Kaiser (Konstantin). Von allen himmlischen Mächten wird es gepriesen.
Hochpreise meine Seele die Erhöhung des göttlichen, lebenspendenden Kreuzes des Herrn.
Katavasie, Ton 8: Du bist, Gottesgebärerin, das geheimnisvolle Paradies, * das unbestellt hervorsprießen ließ Christus. * Durch Ihn wurde der lebenbringende Baum des Kreuzes in die Erde gepflanzt, * da er nun erhöht ist, preisen wir - ihn verehrend - dich hoch.
Hochpreise meine Seele die Erhöhung des göttlichen, lebenspendenden Kreuzes des Herrn.
Katavasie, Ton 8: Der Tod, der durch die Frucht vom Baum * zum Menschengeschlecht kam, * ist heute durch das Kreuz vernichtet, * denn die Verurteilung für das ganze Menschengeschlecht von der Stammmutter * ist aufgehoben * durch die Frucht der reinen Gottesmutter, * die alle himmlischen Kräfte preisen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Kreuz - Behüter des ganzen Erdkreises; / Kreuz - Zierde der Kirche; / Kreuz - Macht der Könige; / Kreuz - Stütze der Gläubigen; / Kreuz - Herrlichkeit der Engel / und Verderben der Dämonen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Das Kreuz wird heute erhöht und die Welt geheiligt: Denn, obgleich Du mit dem Vater und dem heiligen Geist zusammen thronst, hast Du daran die Hände ausgebreitet und der ganzen Welt zu Dir, Christus, und zu Deiner Erkenntnis emporgezogen. Mache deshalb diejenigen, die auf Dich vertrauen, der göttlichen Herrlichkeit würdig.

Lobpsalmen im 8. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 8. Stichiren der Kreuzerhöhung.
O unglaubliches Wunder: / Der lebenspendende Baum, / das allheilige Kreuz, / erscheint heute in die Höhe hocherhoben; / alle Enden der Erde lobsingen / und der Dämonen Heere geraten in Schrecken; / o welch ein Geschenk ward den Irdischen gegeben! Durch die Du, o Christus, uns errettest / als einzig Barmherziger.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
O unglaubliches Wunder: / Der lebenspendende Baum, / das allheilige Kreuz, / erscheint heute in die Höhe hocherhoben; / alle Enden der Erde lobsingen / und der Dämonen Heere geraten in Schrecken; / o welch ein Geschenk ward den Irdischen gegeben! Durch die Du, o Christus, uns errettest / als einzig Barmherziger.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
O unglaubliches Wunder: / Der lebenspendende Baum, / das allheilige Kreuz, / erscheint heute in die Höhe hocherhoben; / alle Enden der Erde lobsingen / und der Dämonen Heere geraten in Schrecken; / o welch ein Geschenk ward den Irdischen gegeben! durch die Du, o Christus, uns errettest / als einzig Barmherziger.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
O unglaubliches Wunder: / Der lebenspendende Baum, / das allheilige Kreuz, / erscheint heute in die Höhe hocherhoben; / alle Enden der Erde lobsingen / und der Dämonen Heere geraten in Schrecken; / o welch ein Geschenk ward den Irdischen gegeben! durch die Du, o Christus, uns errettest / als einzig Barmherziger.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
O unglaubliches Wunder: / Denn als Weinstock voll des Lebens / der den Höchsten uns getragen / sehen wir das Kreuz von der Erde heut erhoben; / durch dieses hat Gott uns an Sich gezogen, / durch dieses ward der Tod vollständig vernichtet; / o allehrwürdiger Baum; / durch welchen wir die Speise der Unsterblichkeit in Eden wieder empfingen / und Christus rühmen.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
O unglaubliches Wunder: / Denn als Weinstock voll des Lebens / der den Höchsten uns getragen / sehen wir das Kreuz von der Erde heut erhoben; / durch dieses hat Gott uns an Sich gezogen, / durch dieses ward der Tod vollständig vernichtet; / o allehrwürdiger Baum; / durch welchen wir die Speise der Unsterblichkeit in Eden wieder empfingen / und Christus rühmen.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
O unglaubliches Wunder: / Länge und Breite des Kreuzes / sind dem Himmel gleich, / denn durch göttliche Gnade heiligt es alles, was da ist; / mit ihm werden die feindlichen Mächte besiegt, / in ihm regieren die Szepter der Herrscher; / o göttliche Leiter, / auf welcher wir den Himmel ersteigen / und in Lobgesängen Christus, den Herrn, erheben.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
O unglaubliches Wunder: / Länge und Breite des Kreuzes / sind dem Himmel gleich, / denn durch göttliche Gnade heiligt es alles, was da ist; / mit ihm werden die feindlichen Mächte besiegt, / in ihm regieren die Szepter der Herrscher; / o göttliche Leiter, / auf welcher wir den Himmel ersteigen / und in Lobgesängen Christus, den Herrn, erheben.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion der Kreuzerhöhung.
Heut zieht einher das Kreuz des Herrn / die Gläubigen erwarten es mit Sehnsucht / denn sie empfangen Heilung für Seele und Leib / und Genesung von jeder Krankheit; / so lasst auch uns mit Freude und Furcht es verehren: / Mit Furcht wegen unserer Sünden, / die uns unwürdig machen, / mit Freude aber wegen der Erlösung, / die Christus, der ans Kreuz geschlagene Gott, / aller Welt / in Seinem großen Erbarmen schenkt.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Die Kreuzverehrung

Noch vor der großen Doxologie zieht der Priester alle liturgischen Gewänder an (so, wie zur Liturgie, jedoch ohne Gebete).
Zum Ende der Doxologie beweihräuchert der Priester mit dem Diakon dreimal den Altartisch, auf dem das Kreuz liegt. Danach verbeugt er sich dreimal bis auf den Boden. Während des Trishagions trägt er das blumengeschmückte Kreuz auf seinem Haupt über den erhöhten Ort zur nördlichen Tür heraus und bleibt gegenüber den geöffneten Königlichen Türen stehen. Dem Priester gehen zwei Kerzenträger und der Diakon mit dem Weihrauchfass voran.
Nach dem Trishagion ruft der Priester aus:
P: Weisheit, aufrecht.
Dabei macht er normalerweise ein Kreuzzeichen in den königlichen Türen.

Tropar, Ton 1

Ch: Errette, Herr, Dein Volk / und segne Dein Erbe, / Siege schenke Deinen Frommen / über ihre Widersacher / und behüte durch Dein Kreuz // die Dir eigene Gemeinde.
Dreimal, sehr langsam. Während des Gesangs legt der Priester das Kreuz auf einem Analogion in der Mitte der Kirche ab und beweihräuchert es dreimal von allen Seiten.
Die Betenden verneigen sich bis zum Boden.
In Kathedralen und Gemeinden wird mit dem Segen des Bischofs die Ordnung der Kreuzerhöhung zelebriert.
Nachdem das Kreuz herausgetragen wurde, verbeugen sich Priester und Diakon dreimal bis auf den Boden (unabhängig vom Wochentag). Der Vorsteher nimmt das mit Blumen geschmückte Kreuz, wendet sich gen Osten (zum Altar) und beginnt die erste Erhöhung. Der Diakon steht vor dem Kreuz, etwas vom Vorsteher entfernt, in der linken Hand die Kerze, in der rechten das Weihrauchfass haltend, und spricht laut und feierlich eine Ektenie, die aus fünf Fürbitten besteht. Bei jeder dieser Fürbitten wird die Ordnung der Erhöhung vollzogen.
D: Erbarme Dich unser, o Gott nach Deiner großen Barmherzigkeit, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Ch: Herr, erbarme Dich. 100 mal, zu jeder Fürbitte.
Zu Beginn der Gesangs des "Herr, erbarme Dich" segnet der Priester dreimal mit dem Kreuz gen Osten. Während die ersten 50 Wiederholung gesungen werden, beugt der Vorsteher seinen Kopf zusammen mit dem Kreuz langsam zum Boden hin, so tief er kann. "Bis auf eine Spanne vom Boden." Je tiefer das Kreuz gesunken wird, desto tiefer werden die Stimmen der Betenden, bis sie ganz aufhören. Daraufhin werden die nächsten 50 Wiederholung begonnen, wobei der Vorsteher das Kreuz langsam erhöht. Je höher das Kreuz, desto höher wird der Gesang. Er wird mit einem dreifachen festlichen "Herr, erbarme Dich" abgeschlossen. Wenn zum 97 Mal das "Herr, erbarme Dich" gesungen wird, richtet sich der Vorsteher ganz auf und bekreuzigt dreimal mit dem Kreuz gen Osten.
Wenn mehrere Priester zelebrieren, unterstützen zwei von ihnen die Hände des Vorstehers. Ein oder zwei weitere Priester gießen unaufhörlich und langsam Wasser auf das Kreuz. Dieses wird vom Altardiener in einer Schüssel aufgefangen. In das Wasser kann man einige Tropfen Rosenwasser oder andere natürliche Aromen geben, aber kein Parfüm. Traditionsgemäß nehmen Gläubige das Wasser mit nach Hause.
Danach wendet sich der Vorsteher nach Westen. Der Diakon stellt sich entsprechend gegenüber dem Kreuz auf und spricht die Ektenie weiter:
D: Auch bitten wir um Erbarmen, Leben und Verzeihung der Sünden unseres Großen Herrn und Vaters, des heiligsten Patriarchen Kyrill und unser aller Brüder in Christus, um Gesundheit und Errettung, lasst uns alle sagen.
Ch: Herr, erbarme Dich. 100 mal, zu jeder Fürbitte.
Der Vorsteher vollzieht die zweite Erhöhung so, wie die erste. Dann die dritte Erhöhung gen Süden:
D: Auch beten wir für unser gottgeschütztes Land, für die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
Ch: Herr, erbarme Dich. 100 mal, zu jeder Fürbitte.
Und die vierte Erhöhung gen Norden:
D: Auch bitten wir für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gesundheit, Errettung und die Vergebung der Sünden verlangt, lasst uns alle sagen.
Ch: Herr, erbarme Dich. 100 mal, zu jeder Fürbitte.
Die fünfte Erhöhung wieder gen Osten:
D: Auch bitten wir für die, die uns dienen und und uns in diesem heiligen Kloster (oder Kirche) gedient haben, unsere Väter und Brüder, um Gesundheit und Rettung und Vergebung ihrer Sünden, lasst uns alle sagen.
Ch: Herr, erbarme Dich. 100 mal, zu jeder Fürbitte.
Nach der fünften Erhöhung wird gesungen:
Ch: Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Kondak des Kreuzes, Ton 4

Ch: O der Du freiwillig erhöht wardst am Kreuze, / Deiner nach Dir benannten neuen Gemeinde schenke Dein reiches Mitleid, Christus unser Gott. / Froh lass sein in Deiner Macht, die da fromm an Dich glauben, / indem Du ihnen Siege verleihst über ihre Widersacher. / Dein Schutz im Kampf sei ihnen allezeit / die Friedenswaffe, // das unüberwindliche Siegeszeichen.
Während das Kondak gesungen wird legt der Priester das Kreuz auf dem Analogion ab.
In allen Gemeinden verehrt man das Kreuz. Zuerst singt der Priester nacheinander dreimal, Ton 6:
P: Vor Deinem Kreuz fallen wir nieder, o Gebieter, und Deine heilige Auferstehung verherrlichen wir. Dreimal, mit großen Metanien.
Danach wiederholt der Chor:
Ch: Vor Deinem Kreuz fallen wir nieder, o Gebieter, und Deine heilige Auferstehung verherrlichen wir. Dreimal, mit großen Metanien.
Alle verehren das Kreuz und werden mit Öl gesalbt. Währenddessen wird das Idiomelon Kaiser Leons des Weisen gesungen.

Stichiren des Triodions zur Verehrung des Kreuzes

Ton 2:
Ch: Kommt, Gläubige. * Lasst uns das lebenspendende Kreuz verehren. * An ihm hat Christus, der König der Herrlichkeit, freiwillig die Hände ausgestreckt * und uns zur früheren Seligkeit erhöht. * Uns, die einst der Feind durch Lust betrog, * von Gott entfernte. * Kommt, Gläubige, * lasst uns das Kreuz verehren, * durch das wir lernten, der unsichtbaren Feinde Häupter zu zerschmettern. * Kommt, Geschlechter aller Völker, * lasst uns das Kreuz des Herrn in Hymnen preisen. * Freue dich, o Kreuz, * des gefallenen Adam vollgültige Erlösung. * Über dich freuen sich alle Gläubigen, * denn durch deine Kraft widerstehen sie allen Anfeindungen. * Dich verehren wir Christen nun mit Bangen * und preisen Gott, der an dir gehangen, sprechend: * Herr, der Du an ihm gehangen, * erbarme Dich unser in deiner Güte und Menschenfreundlichkeit.
Ton 5:
Kommt, Völker * die wir das unbegreifliche Wunder schauen * lasst vor der Macht des Kreuzes uns niederfallen * denn der Baum im Paradies ließ den Tod erblühen, * dieser aber brachte uns das Leben hervor, * weil er den Herrn, den sündenlosen, angenagelt auf sich trug; * wir aber, alle Völker * empfangen von ihm die Unsterblichkeit und rufen: * Der Du durch Dein Kreuz den Tod aufgehoben * und uns befreit hast: Ehre sei Dir.
Die Stimme Deiner Propheten Isaias und David * erfüllte sich, o Gott, denn sie sagt: * Alle Völker werden kommen * und niederfallen vor Dir, o Herr * sieh hier Dein Volk, erfüllt von Deiner Gnade, o Gütiger * in Deinen Höfen von Jerusalem; * der Du das Kreuz für uns erduldet * und durch Deine Auferstehung uns belebest, * behüte und rette uns.
Ton 6:
Da Dein viergeteiltes Kreuz erhöhet wird, * Christus unser Gott, * werden die vier Enden der Welt heute geheiligt * und das Horn der rechtgläubigen Christen erhöht; * deshalb, der Du das Horn der Feinde zerschmetterst: * Groß bist Du, o Herr, * und wunderbar in Deinen Werken, Ehre sei Dir!
Die Stimmen der Propheten * haben das Heilige Holz im voraus verkündet, * durch welches Adam vom alten Fluche der Sünde befreit ward; * die Schöpfung aber, da sie es heut erhoben sieht * erhebt gleichfalls ihre Stimme * und bittet Gott um Sein reiches Erbarmen; * wohlan, o Einzigartiger, in Deiner Barmherzigkeit, * o unermesslicher Gebieter, * sei uns Sühne und rette uns!
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8:
Die Stimme Deines Propheten Moses * erfüllte sich, o Gott, denn sie sagt: * Ihr werdet euer Leben vor euern Augen hängen sehn! * Heut wird das Kreuz erhöht * und die Welt wird vom Truge befreit; * heute wird Christi Auferstehung erneuert * und alle Enden der Erde frohlocken * und bringen nach Davids Art auf der Harfe * Ihren Lobgesang Dir dar und rufen: * Heil hast Du gewirkt inmitten des Landes, o Gott: * Dein Kreuz und Deine Auferstehung! * Durch welche Du, uns alle errettet hast, * o Gütiger und Menschenfreund; * allmächtiger Herr, Ehre sei Dir!
Die Bittektenie kann ausgelassen werden, da sie während der Kreuzerhöhung gesprochen wurde.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar der Kreuzerhöhung.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Kondak

Ton 4. Kondak der Kreuzerhöhung.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar der Kreuzerhöhung.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Kondak

Ton 4. Kondak der Kreuzerhöhung.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 1. Tropar der Kreuzerhöhung.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Kondak

Ton 4. Kondak der Kreuzerhöhung.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Vers 1: O Gott, mein Gott, schau her auf mich; warum hast Du mich verlassen?
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 2: Fern von meiner Rettung sind die Worte meiner Sünden.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 3: Mein Gott, ich rufe am Tag, und Du hörst mich nicht, und des Nachts, doch mir nicht zur Torheit.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 4: Du aber wohnst im Heiligtum, Du, der Lobpreis Israels.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Vers 1: Warum hast Du verstoßen, o Gott bis ans Ende.
Errette uns, Sohn Gottes, im Fleische gekreuzigt, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 2: Gedenke Deiner Gemeinde, die Du von Anfang an Dir erworben.
Errette uns, Sohn Gottes, im Fleische gekreuzigt, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 3: Dies ist der Berg Sion, auf ihm hast Du Dich niedergelassen.
Errette uns, Sohn Gottes, im Fleische gekreuzigt, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 4: Gott ist unser König vor der Weltzeit, Er hat Heil gewirkt mitten auf Erden.
Errette uns, Sohn Gottes, im Fleische gekreuzigt, die wir Dir singen: Alleluia.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
Vers 1: Der Herr ist König, mögen auch schäumen die Völker.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Vers 2: Der Herr ist König, mögen auch schäumen die Völker, Er thront auf den Cherubim, mag auch schwanken die Erde.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Vers 3: Der Herr ist groß auf dem Sion, hocherhaben über alle Völker.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Vers 4: Fallt nieder vor dem Herrn in seinem heiligen Hofe.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
D: Erhebt den Herrn, unsern Gott, und fallt nieder am Schemel Seiner Füße, denn heilig ist er.
„Kommt, lasst uns anbeten“ wird an diesem Tag nur bei einer Bischofsliturgie gesungen.
Sofort nach dem Einzug folgen die Tropare und Kondake des Fests. Das Tropar und das Kondak der Kirche werden an Hochfesten ausgelassen.
Ton 1. Tropar der Kreuzerhöhung.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Kondak der Kreuzerhöhung.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.
Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
Ausruf: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.

Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Anstatt des Dreimalheilig:

Vor Deinem Kreuz fallen wir nieder, o Gebieter, und Deine heilige Auferstehung verherrlichen wir, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Und Deine heilige Auferstehung verherrlichen wir.
Vor Deinem Kreuz fallen wir nieder, o Gebieter, und Deine heilige Auferstehung verherrlichen wir.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon der Kreuzerhöhung, Ton 7:
L: Prokimenon im siebten Ton. Erhöhet den Herrn, unseren Gott, / und huldigt dem Schemel Seiner Füße; denn heilig ist Er.
     Ch: Erhöhet den Herrn, unseren Gott, / und huldigt dem Schemel Seiner Füße; denn heilig ist Er.

Vers: Der Herr ward König – es sollen erzürnen die Völker.
     Ch: Erhöhet den Herrn, unseren Gott, / und huldigt dem Schemel Seiner Füße; denn heilig ist Er.

L: Erhöhet den Herrn, unseren Gott.
     Ch: Und huldigt dem Schemel Seiner Füße; denn heilig ist Er.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel der Kreuzerhöhung:
     1 Kor 1, 18-24 ( Stelle Lesen: 1 Kor 1, 18-24 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
     L: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Alleluïa der Kreuzerhöhung, Ton 1:
L: Alleluïa im ersten Ton.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Gedenke Deiner Versammlung, die Du Dir erworben hast von Anbeginn.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Gott ist unser König vor aller Zeit; Er hat Errettung gewirkt inmitten der Erde.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Johannes mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium der Kreuzerhöhung:
In jener Zeit fassten die Hohenpriester und Ältesten einen Beschluss gegen Jesus, dass sie Ihn zu Tode brächten. Und sie führten ihn zu Pilatus und sagten: Nimm, nimm, kreuzige ihn. Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn und kreuziget ihn, denn ich finde an ihm keine Schuld. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat. Als nun Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr; und er ging wiederum hinein in das Prätorium und spricht zu Jesus: Woher bist du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich zu kreuzigen, und Vollmacht habe, dich freizulassen? Jesus antwortete: Du hättest keinerlei Vollmacht gegen mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde.
Als nun Pilatus dieses Wort hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an einem Ort, genannt Steinpflaster, auf hebräisch Gabbatha. Es war aber der Rüsttag des Pas’cha; es war ungefähr die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer König. Sie aber schrien: Hinweg, hinweg, kreuzige ihn. Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser. Da nun überlieferte er ihn an sie, damit er gekreuzigt würde. Sie aber übernahmen Jesus und führten ihn ab. Und sein Kreuz tragend, ging er hinaus an den Ort, genannt Schädelstätte, der auf hebräisch Golgotha heißt, wo sie ihn kreuzigten, und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. Pilatus aber ließ auch eine Aufschrift schreiben und sie auf das Kreuz setzen. Und es war geschrieben: Jesus, der Nazoräer, der König der Juden. Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; und sie war geschrieben auf hebräisch, griechisch und lateinisch.
Die Soldaten nun haben dies getan. Es standen aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalene. Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn. Dann spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter. Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich. Danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift vollendet würde: Mich dürstet.
Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Dann neigte er das Haupt und übergab den Geist. Damit die Leiber nicht am Sabbat am Kreuze blieben – denn es war Rüsttag und der Tag jenes Sabbats war groß –, ersuchten die Juden nun den Pilatus, dass ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen nun die Soldaten und brachen die Beine des ersten und des anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie seine Beine nicht, sondern einer der Soldaten durchbohrte mit der Lanze seine Seite, und sogleich kamen Blut und Wasser heraus. Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr.
(Joh 19, 6-11, 13-20, 25-28, 30-35)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 8. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, der Kreuzerhöhung.
Hochpreise, meine Seele, das überaus kostbare Kreuz des Herrn.

Geheimnishaft bist du, Gottesgebärerin, das Paradies, das unbebaut hervorsprießen ließ Christus. Von Ihm wurde gepflanzt auf Erden des Kreuzes Baum, der trägt das Leben. Nun, da er wird erhöht, fallen wir nieder vor ihm; Dich aber preisen wir hoch.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers der Kreuzerhöhung.
Gezeichnet wurde auf uns das Licht Deines Angesichtes, o Herr.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar der Kreuzerhöhung.
Rette, Herr, dein Volk und segne dein Erbe, / schenk uns Siege über die Feinde / und schütze durch dein Kreuz / deine Gemeinde.

Kondak

Ton 4. Kondak der Kreuzerhöhung.
Freiwillig am Kreuze erhöht gewähre Deiner neuen Gemeinde, die Deinen Namen trägt, Christus, Gott, Deine Erbarmung. In Deiner Kraft erfreue uns, gewähre uns Sieg über die Feinde. Es sei mit uns Deine Hilfe, die Waffe des Friedens, das Feldzeichen unüberwindlich.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.