Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Dienstag, dem 21. September 2021
(08. September nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

14. Woche nach Pfingsten. Ton 4.
Mariä Geburt. hochfest
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 6

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 6. Stichiren des Fests. (von Sergios)
Heute hat sich vorbereitet / Gott, der da ruht auf geistigen Thronen, / einen heiligen Thron auf Erden. / Er, der befestigt hat in Weisheit die Himmel, / hat in seiner Menschenfreundlichkeit gebildet / einen beseelten Himmel. / Denn er hat uns aus unfruchtbarer Wurzel / ersprießen lassen seine Mutter / als eine Pflanze, die trägt das Leben. / O Gott der Wundertaten / und Hoffnung der Hoffnungslosen, / Herr, Ehre sei dir.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Dies ist der Tag des Herrn, / frohlocket, ihr Völker, / denn siehe, der Hochzeitssaal des Lichtes / und das Buch des Wortes des Lebens / ist aus dem Mutterschoß hervorgegangen. / Das Tor nach Osten ist geboren / und erwartet den Einzug des großen Priesters. / Sie einzig und alleine / lässt Christus eintreten auf den Erdkreis / zum Heile unserer Seelen.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Wenn auch durch göttlichen Willen / unfruchtbare Frauen haben hervorgebracht / berühmte Kinder, / so überstrahlt doch Maria alle, / die so wurden geboren / auf herrliche Weise. / Denn von einer unfruchtbaren Mutter unfassbar geboren / gebar sie selber übernatürlich im Fleische / den Gott aller aus unbesätem Schoße. / Sie ist die einzige Pforte / des einziggezeugten Sohnes Gottes, / und wiewohl er sie durchschritten, / so hat er sie doch verschlossen bewahrt. / Und da er alles weise hat angeordnet, / wie er nur selber es vermochte, / hat er allen Menschen bereitet das Heil.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Wenn auch durch göttlichen Willen / unfruchtbare Frauen haben hervorgebracht / berühmte Kinder, / so überstrahlt doch Maria alle, / die so wurden geboren / auf herrliche Weise. / Denn von einer unfruchtbaren Mutter unfassbar geboren / gebar sie selber übernatürlich im Fleische / den Gott aller aus unbesätem Schoße. / Sie ist die einzige Pforte / des einziggezeugten Sohnes Gottes, / und wiewohl er sie durchschritten, / so hat er sie doch verschlossen bewahrt. / Und da er alles weise hat angeordnet, / wie er nur selber es vermochte, / hat er allen Menschen bereitet das Heil.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
(von Stephanos Agiopolitis)
Heute öffnen sich die unfruchtbaren Pforten, / und es tritt aus ihnen hervor / die jungfräuliche göttliche Pforte. / Heute beginnt die Gnade fruchtzubringen, / da sie zeigt der Welt die Mutter Gottes, / durch die das Irdische wird mit den Himmeln verbunden / zur Errettung unserer Seelen.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Heute öffnen sich die unfruchtbaren Pforten, / und es tritt aus ihnen hervor / die jungfräuliche göttliche Pforte. / Heute beginnt die Gnade fruchtzubringen, / da sie zeigt der Welt die Mutter Gottes, / durch die das Irdische wird mit den Himmeln verbunden / zur Errettung unserer Seelen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Heute ist das Vorspiel der Freude für alle Welt. / Heute wehen die Winde / als Vorboten des Heiles. / Die Unfruchtbarkeit unserer Natur wird aufgelöst. / Denn die Unfruchtbare wird zur Mutter jener, / die Jungfrau ist nach der Geburt des Schöpfers, / aus welcher jener, der seiner Natur nach ist Gott, / sich das ihm Fremde hat angeeignet / und denen, die waren in die Irre geführt, / durch das Fleisch hat geschaffen das Heil, / er, Christus, der Menschenliebende / und Erlöser unserer Seelen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Heute gebiert die unfruchtbare Anna / die Gottesmagd, die ward im Voraus erwählt / aus allen Geschlechtern / zur Wohnstatt für Christus Gott, / den All-König und Schöpfer / zur Erfüllung des Heilsplanes Gottes. / Durch sie wurden wir Erdgeborenen wiederhergestellt / und erneuert aus dem Verderben / zum unendlichen Leben.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton. (von Sergios)
Heute hat sich vorbereitet / Gott, der da ruht auf geistigen Thronen, / einen heiligen Thron auf Erden. / Er, der befestigt hat in Weisheit die Himmel, / hat in seiner Menschenfreundlichkeit gebildet / einen beseelten Himmel. / Denn er hat uns aus unfruchtbarer Wurzel / ersprießen lassen seine Mutter / als eine Pflanze, die trägt das Leben. / O Gott der Wundertaten / und Hoffnung der Hoffnungslosen, / Herr, Ehre sei dir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Montagabend, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Der Herr wird mich erhören, / wenn ich zu Ihm schreie.
     Ch: Der Herr wird mich erhören, / wenn ich zu Ihm schreie.

Vers: Als ich rief, erhörtest Du mich, o Gott meiner Gerechtigkeit.
     Ch: Der Herr wird mich erhören, / wenn ich zu Ihm schreie.

D: Der Herr wird mich erhören.
     Ch: Wenn ich zu Ihm schreie.
Parimien des Fests (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Genesis.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es ging weg Jakob vom Brunnen des Schwures und begab sich nach Charán. Er kam an einen Ort und legte sich dort nieder, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen des Ortes und legte ihn unter sein Haupt. Er schlief ein an jenem Orte und ein Traum kam über ihn. Und siehe, eine Leiter, die feststand auf der Erde, deren Spitze bis in den Himmel reichte. Und die Engel Gottes stiegen auf und nieder an ihr; der Herr aber stützte sich auf sie und sprach: Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Isaaks. Fürchte dich nicht! Das Land, auf welchem du schläfst, dir werde ich es geben und deinem Samen. Und es wird sein dein Same wie der Staub der Erde und er wird sich verbreiten nach dem Meere hin, nach Süden und Norden, und nach dem Osten. Und es werden gesegnet werden in dir alle Stämme der Erde, und in deinem Samen. Und siehe, ich bin mit dir und behüte dich auf jedem Wege, den du beschreitest. Ich werde dich zurückholen in dieses Land, weil ich dich nicht verlasse, bis ich alles getan habe, was ich zu dir gesprochen. Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sprach: Der Herr ist an diesem Orte, ich aber wusste es nicht. Und er geriet in Furcht und sprach: Wie furchterregend ist dieser Ort! Nichts anderes ist hier als das Haus Gottes, und dies ist die Pforte des Himmels. (Gen 28, 10-17)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie des Ezechiel.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es wird sein vom achten Tage an und fürderhin, da werden die Priester auf dem Opferaltar eure Ganzopfer bereiten und eure Friedopfer. Und ich werde euch annehmen, spricht der Herr. Und er brachte mich zurück auf den Weg des äußeren Tores des Heiligtums, das Richtung Osten schaut, und es war geschlossen. Da sprach der Herr zu mir: Dieses Tor wird geschlossen sein, nicht wird es geöffnet werden, und niemand wird es durchschreiten, denn der Herr, der Gott Israels, ist durch es eingegangen, und es wird geschlossen sein. Deshalb lässt sich jener Anführer an ihm nieder, um Brot zu essen. Auf dem Weg der Vorhalle des Tores wird er eingehen und auf dem Wege desselben heraustreten. Und er führte mich hinein auf dem Wege des Tores nach Norden, gegenüber dem Hause. Ich schaute, und siehe, voll der Herrlichkeit war das Haus des Herrn. (Ez 43, 27 - 44, 4)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch der Sprüche.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Die Weisheit hat sich ein Haus erbaut und es gestützt auf sieben Säulen. Sie hat ihre Opfer geschlachtet und im Mischkrug ihren Wein gemischt und sich ihren Tisch bereitet. Sie sandte aus ihre Diener und rief zusammen mit erhobener Botschaft zum Mischkrug und sprach: Wer unverständig ist, beuge sich zu mir. Und die Bedürftigen unterwies sie und sagte: Kommt, esset mein Brot und trinket den Wein, den ich euch gemischt habe. Lasset ab vom Unverstand und ihr werdet leben. Suchet Verständigkeit, damit ihr lebet, und ihr werdet befestigen die Einsicht in Erkenntnis. Wer die Bösen anleitet, Wird sich selbst Unehre schaffen, und wer den Gottlosen zurechtweist, wird sich selbst schmähen. Denn die Widerlegungen des Gottlosen sind Striemen für ihn. Überführe nicht die Bösen, damit sie dich nicht hassen. Prüfe den Weisen, und er Wird dich lieben. Gib dem Weisen eine Ermahnung, und er wird noch weiser sein. Tue dem Gerechten etwas kund, und er wird herbeieilen, es zu empfangen. Der Ursprung der Weisheit ist die Furcht des Herrn , und der Wille der Heiligen ist Einsicht. Die Kenntnis des Gesetztes ist Sache eines guten Verstandes. Durch diese Gesinnung wirst du leben lange Zeit, und es werden dir zugemessen die Jahre des Lebens. (Spr 9, 1-11)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren des Fests. (von Sergios Agiopolites)
Die Erstlingsfrucht unseres Heiles, / heute, ihr Völker, wird sie geboren. / Denn siehe, die vorbestimmt ist von alten Geschlechtern her, / das Gefäß Gottes, die Mutter und Jungfrau, / schickt sich an, aus einer Unfruchtbaren geboren zu werden. / Die Blüte sprießt hervor aus Iesse / und das Reis aus seiner Wurzel. / Fröhlich sei der Urvater Adam, / und Eva juble in Freude. / Denn siehe, die gebildet ward aus der Rippe Adams, / laut preist sie selig die von ihr abstammende Tochter: / "Geboren ward mir", sagt sie, "die Erlösung, / durch die mir Befreiung wird werden aus den Fesseln des Hades." / Es juble David mit Harfenspiel / und lobpreise Gott; denn siehe, / die Jungfrau geht hervor aus unfruchtbarem Felsen / zur Rettung unserer Seelen.
Ton 2.
Kommet, die ihr liebet die Jungfräulichkeit / und schätzet die Reinheit. / Kommet und empfanget / in Liebe den Ruhm der Jungfräulichkeit, / der hervortritt aus hartem Felsen / als Quelle des Lebens /und aus der Kinderlosen / als Dornbusch des unstofflichen Feuers, / das reinigt und erleuchtet unsere Seelen.
(von Anatolios)
Welch ein Klang schallt da von den Feiernden? / Ioachim und Anna begehn ein mystisches Fest. / "Freut euch heut mit uns, Adam und Eva", so sagen sie; / "denn uns, die wir einstmals haben verschlossen / das Paradies durch die Übertretung, / ward die ruhmvollste Frucht gegeben, / die Gottesmagd Maria, / die diesen allen öffnet den Zugang."
Die vorherbestimmte Fürstin über alles, / Gottes Wohnstatt, / ist heut hervorgegangen aus dem unfruchtbaren Schoß der Anna, / die ihre Freude hat an dem göttlichen Tempel / der ewigen Wesenheit. / Durch sie ward niedergetreten der dreiste Hades, / und in sicherem Leben kann wohnen / Eva samt ihrem ganzen Stamme. / Darum lasst nach Gebühr uns rufen: / Selig bist du unter den Frauen, / und die Frucht deines Leibes ist gepriesen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests. (von Sergios Agiopolites)
Am strahlenden Tage unseres Festes / wollen wir Klänge entlocken der geistlichen Harfe. / Denn aus dem Samen Davids / wird heute geboren / die Mutter des Lebens, / die vertreibt das Dunkel, / sie, die Neubildung des Adam / und die Zurückrufung der Eva, / die Quelle der Unvergänglichkeit / und die Befreiung aus dem Verderben, / durch die wir wurden vergöttlicht / und befreit vom Tode. / Ihr wollen wir rufen mit Gabriel, ihr Gläubigen: / Sei gegrüßt, du Begnadete; der Herr ist mit dir, / der uns durch dich gewährt das große Erbarmen.

Ektenie zur Litia

Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 4. Stichiren des Fests. (von Patriarch Germanos)
Die Freude für alle Welt ist uns aufgegangen / aus Ioachim und Anna, den Gerechten, / die allbesungene Jungfrau. / Sie wird Gottes beseelter Tempel / durch das Übermaß der Reinheit / und sie wird erkannt gemäß der Wahrheit / als alleinige Gottesgebärerin. / Auf ihre Fürbitten sende herab, / Christus Gott, der Welt den Frieden / und unsern Seelen das große Erbarmen.
Höre, Tochter, sieh * und neige dein Ohr. (Ps 44,11)
Wie es der Engel vorhergesagt, / so gingst du heute hervor, o Jungfrau, / als hochedler Spross aus Ioachim und Anna, den Gerechten, / als Gottes Himmel und Thron / und Behältnis der Reinheit / und kündest im Voraus an / der ganzen Welt die Freude, / du Hervorbringerin unseres Lebens, / du Aufhebung des Fluches, / du Rückgewinnung des Segens. / So erbitte in deiner Geburt den Frieden, / du von Gott gerufene Jungfrau, / und unsern Seelen das große Erbarmen.
Dein Angesicht werden flehend suchen * die Reichen des Volkes. (Ps 44,13)
Die unfruchtbare, kinderlose Anna / soll heute in die Hände klatschen in heller Freude. / Es kleide sich festlich, was ist auf Erden. / Die Könige mögen hüpfen im Tanze, / die Priester ihre Freude haben unter Lobpreisungen. / Ein Fest soll feiern die ganze Welt. / Denn siehe, die Königin / und untadelige Braut des Vaters / ist hervorgesprossen aus der Wurzel des Iesse. / Nicht mehr werden Frauen Kinder gebären in Schmerzen. / Denn aufgeblüht ist die Freude, und in der Welt lebt das Leben der Menschen. / Nicht mehr werden die Gaben des Ioachim zurückgewiesen. / Denn der Jammer der Anna hat sich in Freude gewandelt. / "Freut euch mit mir", so sagt sie, / "du ganzes erwähltes Israel. / Denn siehe, der Herr hat mir gegeben / den beseelten Palast seiner göttlichen Herrlichkeit / zur allgemeinen Wonne und Freude / und zur Rettung unserer Seelen."
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests. (von Sergios Agiopolites)
Kommet, all ihr Gläubigen, / zur Jungfrau wollen wir eilen. / Denn siehe, es wird geboren / die Mutter unseres Gottes, / die schon vorherbestimmt war vor dem Mutterleib. / Der Jungfräulichkeit Kleinod, / der Stab des Aaron, der ist entsprossen / der Wurzel des Iesse, / der Propheten Botschaft / und Spross der Gerechten Ioachim und Anna, / wird nunmehr geboren, / und die Welt wird neu mit ihr. / Sie wird geboren, / und die Kirche legt an ihre Zier. / Der heilige Tempel, das Gefäß der Gottheit, / das jungfräuliche Werkzeug, / das Königsgemach, in dem ward vollzogen / das Mysterium unfassbar / der unsagbaren Einung / der in Christus verbundenen Naturen. / Vor ihm lasst uns niederfallen / und besingen die Geburt der Jungfrau, / die ist ohne allen Tadel.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.

Brotsegnung

An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 4

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.
Es wird das siebte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 46 bis 54, nach westlicher Nummerierung 47 bis 55. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Rufe laut, David, / was hat Gott dir zugeschworen? / "Was er mir zugeschworen hat," sagt er, /" siehe, es erfüllt sich, / aus der Frucht meiner Lenden / schenkt Er die Jungfrau. / Aus ihr wird Christus, der neue Adam, geboren, / um auf meinem Throne zu herrschen / und er wird heute herrschen, / der unvergängliches Königtum besitzt." / Die Unfruchtbare gebiert / die Gottesgebärerin, / unseres Lebens Nährerin.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Rufe laut, David, / was hat Gott dir zugeschworen? / "Was er mir zugeschworen hat," sagt er, /" siehe, es erfüllt sich, / aus der Frucht meiner Lenden / schenkt Er die Jungfrau. / Aus ihr wird Christus, der neue Adam, geboren, / um auf meinem Throne zu herrschen / und er wird heute herrschen, / der unvergängliches Königtum besitzt." / Die Unfruchtbare gebiert / die Gottesgebärerin, / unseres Lebens Nährerin.
Es wird das achte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 55 bis 63, nach westlicher Nummerierung 56 bis 64. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Aus der Wurzel Jesse / und den Lenden Davids / wird uns heute das Gotteskind Maria geboren, / und das All ist erneuert / und vergöttlicht. / Freut euch zusammen, / Himmel und Erde, / lobpreiset sie, Völkerstämme; / Joachim ist voll Freude / und Anna feiert und ruft: / "Die Unfruchtbare gebiert / die Gottesgebärerin, / unseres Lebens Nährerin."
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Aus der Wurzel Jesse / und den Lenden Davids / wird uns heute das Gotteskind Maria geboren, / und das All ist erneuert / und vergöttlicht. / Freut euch zusammen, / Himmel und Erde, / lobpreiset sie, Völkerstämme; / Joachim ist voll Freude / und Anna feiert und ruft: / "Die Unfruchtbare gebiert / die Gottesgebärerin, / unseres Lebens Nährerin."

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Fests.
Geistliche: Wir hochpreisen dich, / allheilige Jungfrau, / und wir ehren deine heiligen Eltern // und besingen deine hochherrliche Geburt.
     Ch: Wir hochpreisen dich, / allheilige Jungfrau, / und wir ehren deine heiligen Eltern // und besingen deine hochherrliche Geburt.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen dich, / allheilige Jungfrau, / und wir ehren deine heiligen Eltern // und besingen deine hochherrliche Geburt.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Fests.
Es jauchze der Himmel / und die Erde freue sich, / denn Gottes Himmel / ist auf Erden geboren. / Seine Gottesbraut / aus Verheißung. / Die Unfruchtbare stillt ein Kind, / die Maria; / und es freut sich bei der Geburt Joachim: "Ein Stab", sagt er, "ist mir geboren / aus ihm ist die Blume Christus / aufgegangen aus der Wurzel Davids. / Wahrlich, ein unglaubliches Wunder!"
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es jauchze der Himmel / und die Erde freue sich, / denn Gottes Himmel / ist auf Erden geboren. / Seine Gottesbraut / aus Verheißung. / Die Unfruchtbare stillt ein Kind, / die Maria; / und es freut sich bei der Geburt Joachim: "Ein Stab", sagt er, "ist mir geboren / aus ihm ist die Blume Christus / aufgegangen aus der Wurzel Davids. / Wahrlich, ein unglaubliches Wunder!"

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 6.
Zu dir im Himmel erheb ich meine Augen, o Logos; sei mir gnädig, auf daß ich dir lebe.
Erbarme dich unser, die wir sind verachtet; forme uns zu deinen brauchbaren Gefäßen, o Logos.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Fests, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Ich gedenke deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.
     Ch: Ich gedenke deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.

Vers: Mein Herz dichtet ein feines Lied, einem Könige will ich es singen.
     Ch: Ich gedenke deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.

D: Ich gedenke deines Namens.
     Ch: Von Geschlecht zu Geschlecht.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jenen Tagen stand Maria auf und ging eilends in das Bergland, in eine Stadt Judas; und sie kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabet. Und es geschah, sowie Elisabet den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kindlein in ihrem Schoße; und Elisabet ward mit dem Heiligen Geist erfüllt, sie rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Schoßes. Und woher wird mir dies zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang, hüpfte das Kindlein mit Frohlocken in meinem Schoße. Und selig, die geglaubt hat, dass zur Erfüllung kommen wird, was ihr vom Herrn gesagt ward. Und Maria sprach: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter. Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter. Denn Großtaten hat an mir gewirkt der Mächtige, und heilig ist sein Name;
Maria blieb aber ungefähr drei Monate bei ihr und kehrte in ihr Haus zurück.
(Lk 1, 39-49; 56)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 4. Stichire des Fests.
Die allgemeine Gnade / ist uns aus den Gerechten erstrahlt, / aus Joachim und Anna / die allbesungene Jungfrau. / Durch ihre übergroße Reinheit / wird sie der lebendige Tempel Gottes, / und allein als wahrhaftige Gottesgebärerin erkannt. / Durch ihre Fürbitten, Christus, Gott / schenke der Welt den Frieden / und unseren Seelen das große Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Dichtung des Mönches Johannes
Irmos: Kommt, Völker, * ein Lied Christus, Gott lasst uns singen, * der da teilte das Meer * und dem Volke den Weg wies, das er aus der Fron der Ägypter entließ. * Denn herrlich tat er sich kund.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Kommt, Gläubige, erfreuen wir uns im göttlichen Geist und ehren wir mit Hymnen das immerwährende jungfräuliche Mädchen, das heute zum Heil der Sterblichen von einer Unfruchtbaren geboren wurde.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Joachim, jauchze vor Freuden mit der gottgesinnten Anna, denn aus deinen Lenden ging hervor das von Gott auerwählte Mädchen, aus welchem Christus, unser Herr, geboren wurde.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Freue dich, edle Mutter und Dienerin Christi, des Gottes! Die ursprüngliche Seligkeit vermittelst du dem Menschengeschlecht. Dich preisen alle wahrhaft würdig in Hymnen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Brücke zum Leben wird heute geboren. Durch sie haben die Sterblichen den Weg zurück aus der Unterwelt gefunden, in die sie einst gefallen waren. Sie preisen Christus, den Lebensspender, in Hymnen.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Ihm, der mit seiner Rechten den Streit entschied; * der Israel durch das Rote Meer führte, * unserem Gott und Erlöser, singen wir, * denn er hat sich verherrlicht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Schöpfung tanze, es freue sich David; denn aus seinem Geschlecht und seinem Samen ging das Reis hervor, das als Blüte trägt den Herrn, den Erlöser des Alls.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Heilige der Heiligen wird im Heiligtum als Kind dargebracht, um an Engelshand aufgezogen zu werden. Lasst uns gläubig feiern das Fest ihrer Geburt!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Anna hat kein Kind, vor Gott jedoch ist sie nicht kinderlos; denn seit alters ist sie vorherbestimmt, die Mutter der reinen Jungfrau zu werden, aus der der Schöpfer der Welt in Knechtsgestalt hervorging.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du reine Mutter des Lammes, du hast Christus in deinem Schoß in unsere Natur gekleidet, dich ehren wir alle mit Liedern, Annas Tochter, uns heute geboren.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Drei Anfanglose verherrliche ich, drei Heilige preise ich, drei Gleichewige in einem Wesen verkünde ich; denn ein Gott wird in Vater und Sohn und Geist verherrlicht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wer hat das je gesehen: Ein Kind mit Milch genährt, das doch kein menschlicher Vater zeugte? Oder wo sah man eine jungfräuliche Mutter? In Wahrheit, beides übersteigt das Begreifen, o reine Gottgebärende.
Katavasie: Das Kreuz zeichnend hat Moses * mit seinem Stabe * das Rote Meer dem Volk Israel geteilt, * und es ging trockenen Fußes hinüber. * Dann ließ er es zurückfluten * und schlug so die Wagen des Pharao. * Er formte das Bild der unüberwindlichen Waffe. * Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, * denn er hat sich verherrlicht.
Ode 3
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Festige uns in Dir, o Herr, * der Du durch das Holz die Sünde getötet hast. * Und Deine Furcht pflanze ein * in unseren Herzen, die wir dich besingen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Untadelig sind sie vor Gott gewandelt, / haben hervorgebracht die Rettung aller, / die gottsinnenden Eltern / derer, die hat geboren / unsern Gott und Schöpfer.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Herr, Der allen quellen lässt das Leben, / Er ließ hervorgehn aus der Unfruchtbaren die Jungfrau. / In sie einzugehen hat Er sie gewürdigt / und sie nach dem Gebären / bewahret in Unversehrtheit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Maria, die Frucht der Anna, / die hat geboren die lebentragende Traube, lasst heute uns besingen / als Gottesgebärerin, / als aller Schutz und Hilfe.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das goldene Weihrauchgefäß der göttlichen Kohle / bist, Unvermählte, du geworden. / So wandle in Wohlgeruch / den üblen Dunst meines Herzens, / du stete Jungfrau alleine.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Im Herrn wurde stark mein Herz, * denn in Gott wurde erhöht mein Horn, * und meine Stimme übertönte meine Feinde: * So freue ich mich über meine Erlösung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gebenedeit sei dein Schoß, weise Anna, denn er hat eine jungfräuliche Frucht getragen, die ohne Samen Jesus gebären wird, den Ernährer aller Schöpfung und ihr Erretter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du, immmerwährende Jungfrau, beglückst alle Kreatur, die du heute von Anna geboren bist, makelloser Zweig der Wurzel aus Jesse, die gleich einer Blüte Christus hervorbringt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
O makellose Gottesmutter, Er lässt dich über alle Kreatur erscheinen, Dein Sohn, da Er deine Geburt aus Anna verherrlicht, daran sich heute alle erfreuen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als du im Allerheiligsten wohntest, o Jungfrau, makellose Gottesmutter, warst du sichtbar höher erhoben als alle Schopfung, die du den Schöpfer im Fleische geboren hast.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Wir beten Dich an, Vater, der dem Wesen nach anfanglos ist. Wir besingen Deinen Sohn, der über den Zeiten ist. Wir verehren den gleichewigen Geist, denn die drei sind dem Wesen nach ein einiger Gott.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Die du den Lichtspender und Herrn des Lebens aller Menschen zur Welt gebracht hast, makellose Gottesmutter, bist sichtbar die Hüterin unseres Lebens und die Pforte zum unzugänglichen Lichte.
Katavasie: Den Stab Aarons erkennen wir als Vorbild des Geheimnisses: * Sein Erblühen erwählt den Priester. * Der ehedem unfruchtbaren Kirche erwuchs nun der Baum des Kreuzes * zur Macht und Stärke.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Die Jungfrau Maria ist wahrhaftig die Mutter Gottes und strahlt uns heute wie eine Wolke von Licht und um unseres Ruhmes willen wird sie von den Gerechten, ihren Eltern, geboren. Adam ist nicht länger verflucht, Eva ist aus ihren Banden befreit, darum rufen wir der allein Reinen vertrauensvoll zu: Deine Geburt verkündet dem All die Freude.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Die Jungfrau Maria ist wahrhaftig die Mutter Gottes und strahlt uns heute wie eine Wolke von Licht und um unseres Ruhmes willen wird sie von den Gerechten, ihren Eltern, geboren. Adam ist nicht länger verflucht, Eva ist aus ihren Banden befreit, darum rufen wir der allein Reinen vertrauensvoll zu: Deine Geburt verkündet dem All die Freude.
Ode 4
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Ich vernahm, o Herr, * die Kunde * Deiner Heilsordnung * und verherrliche Dich, einzig Menschenliebender.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wir singen dir, o Herr, / der Du allen Gläubigen / einen rettenden Hafen schenktest in der, die Dich gebar.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Dich, Gottesbraut, Gegenstand des Ruhmes / zeigt allen Christus / und Macht, / die gläubig dein Geheimnis besingen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Joachim, o Herr, / und Anna / haben dir gefallen / und haben uns die Hoffnung aller geboren.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Ehe unkundige Gebieterin / durch deine Bitten / befreie von Verfehlungen / alle, die verständig dich seligpreisen.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: O Herr, ich haben ein neu Gerücht über dich gehört und ich hatte Furcht: Als ewiger Gott hast du durch unsagbaren Entschluss Fleisch angenommen und wurdest von einer Jungfrau geboren. Ehre sei deinem Ruhm, Christus, Ehre sei deiner Macht!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
In unseren Psalmen und unseren Hymnen verherrlicht, ihr Gläubigen, die Hochzuverehrende Geburt der Gottesmutter und lasset uns anbeten mit Glauben den Gott, welcher nicht lügt und David versprochen hat, ihm aus seinen Lenden eine Frucht zu schenken.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du hast, o Herr, den Schoß der Sarah geöffnet und schenktest ihr den Isaak als Frucht ihres Alters; Du hast auch heute, Erretter, der frommen Anna deine fleckenlose Mutter als Frucht ihres Schosses geschenkt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Anna ruf aus: "Herr, Du hast mein Gebet erhört und schenktest mir heute die Frucht Deines Versprechens: Sie, die unter allen Geschlechtern und unter allen Frauen vorausbestimmt war, deine reine fleckenlose Mutter zu werden.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Heute, o treue Anna, nimmt das All an deiner Freude teil, denn du hast die Mutter unseres Befreiers geboren, kraftvoller Spross aus der Wurzel Davids, die gleich einer Blüte Christus bringen wird.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Anfanglose Dreiheit, wesenhaft unteilbare, ich verherrliche Dich, indem ich mit meiner irdischen Stimme mit den Cherubim rufe: "Heilig, heilig, heilig ist Er, Welcher ist und bleibt der ewige Gott!"
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: In deiner Geburt, o Fleckenlose, sind erfüllt die Prophezeihungen der begeisterten Menschen, die im Glauben dich das Gefäß nannten, die Pforte, den geistigen Berg, Busch und Zweig Aarons, entsprossen der Wurzel Davids.
Katavasie: Ich vernahm, o Herr, * das Geheimnis Deiner Heilsordnung, * ich bedachte Deine Taten * und pries Deine Gottheit!
Ode 5
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Du hast das schattige Dunkel * der Weissagungen zerstreut * und den Gläubigen ging die Wahrheit hervor * durch das Gotteskind, * Du hast die Herzen erleuchtet * und wiesest uns durch Dein Licht, o Christus, den Weg.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Lasst uns, o Völker, besingen / die Ursache aller, / die sich gleich uns den Ursprung machen wollte; / an ihrem Vorbild sich zu erfreuen, / waren die Propheten gewürdigt, / die geoffenbarte Rettung aus ihr / brachte ihnen Frucht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Du den jungfräulichen Abgrund allein erforschtest und in den göttlichen Armen des makellosen Mädchens im Fleische getragen wurdest, der Gottesgebärerin, ohne von ihr umfasst zu werden, Christus, leite mich zum ruhigen Hafen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Das Blühen des vertrockneten Priester-Stabes ofenbarte Israel die Vorhersehung. Nun aber erwuchs daraus das herrlich strahlende Leuchten, die Wunderbare Geburt aus der Unfruchtbaren.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Herr, unser Gott, verleih uns Frieden, * Herr, unser Gott, * nimm uns an, o Herr, denn außer dir kennen wir keinen anderen, * und deinen Namen rufen wir an.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Deine Geburt, o fleckenlose Jungfrau, war makellos, unsagbar deine Empfängnis und deine Geburt; unaussprechlich auch dein Gebären, nievermählte Braut. "Gott hat mich gänzlich umkleidet".
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Heute freuen sich die englischen Heere; Adams Kinder mögen sich zum Gesange vereinen, denn es wird geboren der Zweig, der gleich einer Blüte Christus tragen wird, den einzigen Befreier Adams.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Heute ward Eva von ihrem Fluche befreit und Adam losgesagt von der alten Verdammung: In deiner Geburt sagt er dir, o Reine: "In dir sind wir von der Verwesung befreit"!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Ehre sei dir, die heute die Unfruchtbare verherrlichte, denn nach der Verheißung, die ihr ward, gebar sie den immergrünen Zweig, aus welchem Christus hervorging, die Blüte unseres Lebens.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Wir beten Dich an, unteilbare Dreiheit, anfanglos, immerfort übernatürlich verkündete eine einzige Wesenheit in drei Personen, unerschaffen, gleich ewig und dem Wesen nach Eine.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Dein Schoß wird zum heiligen Tisch, deine Reinheit bleibt fleckenlos wie vorher, o Jungfrau, denn Christus, die Sonne, geht hervor aus dir, wie der Bräutigam aus dem Hochzeitsgemache.
Katavasie: O dreimalseliger Baum! * An dem Christus ausgestreckt (gehangen), * o König und Herr, * durch dich kam um, der einst durch den Baum (Eva) betrog, * indem er durch dich getäuscht ward, * als Gott Sich im Leibe anheften ließ, * der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ode 6
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Zum Herrn * hat aus dem Meertier Jonas gerufen: * Führe Du mich empor * aus dem Abgrund des Hades, bitte ich, * dass ich Dir, dem Befreier, * mit lobpreisender Stimme, * Dir die Wahrheit im Geiste opfere.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Zum Herrn / haben in der Qual ihrer Unfruchtbarkeit / der Gottesmutter gottgesinnten Eltern gerufen, / und haben sie geboren / allen Geschlechtern / zur gemeinsamen Erlösung und zum Ruhme.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es empfingen / eine himmlische und würdige Gabe / der Gottesmutter gottgesinnte Eltern: / Den über den Cherubim / erhabenen Wagen, / die Gebärerin des Wortes und Schöpfers.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du Hafen, / Gottesgebärerin, / und uneinnehmbare Stadtmauer / aller Rechtgläubigen / und undurchdringliche Beschützerin, / wir sind bereit, o Ehrwürdige, / von Leidenschaften befreit, / des Feindes Kühnheit zu zertreten.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Meereswogen gleich umgeben mich * die Nöte der Lebenssorgen, * Menschenliebender, ich rufe zu dir, * gleich dem Jonas: * Führe hinaus aus dem Verderben meine Seele, * barmherziger Herr.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Ihr Unfruchtbaren und ihr Mütter, tanzet. / So fasset Mut und hüpfet, die ihr nicht habt geboren. / Denn die Kinderlose und Unfruchtbare lässt ersprießen / die Gottesgebärerin, die löst Eva von den Schmerzen / und vom Fluche des Adam.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Ich höre David dich besingen: / Es werden geführt werden Jungfrauen hinter dir, / sie werden geführt werden zum Tempel des Königs. / Und mit ihm will auch ich besingen / dich, die Tochter des Königs.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: In dir, du Unversehrte, / wird das Mysterion der Dreiheit besungen und verherrlicht. / Denn dem Vater hast du wohlgefallen / und Wohnung hat in dir genommen das Wort / und der Gottesgeist hat dich beschattet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Zum goldenen Weihrauchgefäß bist du geworden. / Denn es hat Wohnung in deinem Schoße genommen / als Feuer das Wort aus dem Heiligen Geiste / und ist erschienen in Gestalt eines Menschen, / Gottesgebärerin, Reine.
Katavasie: Im Innern des Seeungetüms * breitete Jonas (seine) Hände kreuzförmig aus * und wies so auf Dein erlösendes Leiden. * Am dritten Tage aus ihm hervorgehend, wurde er zum Vorbild der überweltlichen Auferstehung * des im Leibe angehefteten Christus, Gott, * der durch die Auferstehung am dritten Tage die Welt erleuchtete.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 4. Kondak des Fests.
Befreit wurden Joachim und Anna von der Schmach der Kinderlosigkeit, Adam und Eva aber vom Verderben des Todes durch deine heilige Geburt, Unversehrte. Diese feiert auch dein Volk im Feste, befreit von der Fessel der Sünden. „Die Unfruchtbare“, so ruft es dir zu, „gebiert die Gottesgebärerin und Nährerin unseres Lebens.“
Ikos.
Das Flehen und Wehklagen / Joachims und Annas / ob der Unfruchtbarkeit und der Kinderlosigkeit waren / auch dem Ohr des Herrn wohlgefällig, / und er ließ eine Frucht ersprießen, / die der Welt Leben brachte. / Jener nämlich brachte am Berg sein Gebet dar, / sie aber ertrug Schande um des Unglaublichen willen; / doch dann geschah es in Freude: / Die Unfruchtbare gebiert die Gottesgebärerin, / unseres Lebens Nährerin!
Synaxarion.
Am 8. diesen Monats: Geburt unserer Hochheiligen Gebieterin der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria.

Ihr Vater Joachim führte seine Abstammung auf das königliche Geschlecht Davids zurück. Obwohl er als gottesgeliebter und reicher Mann das Doppelte an Gaben opferte, verspottete man ihn wegen seiner Kinderlosigkeit. Das schmerzte ihn sehr; unter Tränen flehten Joachim und Anna zu Gott, er auf dem Berge, Anna im Garten, und Gott schenkte ihnen als heilige Frucht des Schoßes die hochheilige Gottesgebärerin. - Damit wir auch die verwandtschaftlichen Beziehungen Annas kennenlernen, will ich sie genau darlegen: Von David über Salomon stammte als 23. Nachfahr Matthan ab; dieser heiratete eine Maria aus dem Stamme Judas und zeugte Jakob, den Vater des Zimmermanns Josef (vgl. Mt 1,16) und drei Töchter: Maria, Sobe und Anna. Diese Maria gebar die Hebamme Salome, Sobe gebar Elisabeth und Anna gebar die Gottesgebärerin Maria. Somit ist die Gottesgebärerin eine Enkelin Matthans und seiner Frau Maria. Elisabeth und Salome sind Nichten der Anna und Cousinen der Gottesgebärerin.

Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, o Gott, erbarme Dich unser. Amen.

Ode 7
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Der nicht verbrennende Dornbusch im Gebirge * und der erquickende Feuerofen der Chaldäer * bildeten dich deutlich vor, Gottesbraut: * Das Göttliche und Unkörperliche * nahm Wohnung im Körperlichen Schoß und blieb vom Feuer unversehrt. * Deshalb rufen wir zu Dem, Der aus dir geboren wurde: "Gepriesen sei der Gott unserer Väter!"
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Unter unkörperlichen Kundwerdungen konnte der Gesetzgeber dein großes Geheimnis nicht begreifen, o Allverehrte, obwohl er durch die Sinnbilder gewarnt war und den Gedanken nicht als alltäglich verwerfen konnte; so rief auch er, betroffen von dem Wunder aus: "Gepriesen sei der Gott unerer Väter"
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Berg und himmlische Pforte und geistliche Leiter nannte dich prophetisch der göttliche Chor. Aus dir wurde nicht von Händen eines Mannes der Stein gehauen und die Pforte, welche der Herr durchschritt, der wunderbare Gott unserer Väter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du gebierst samenlos den führerlosen und vor Ewigkeiten Herrn den Sohn des Vaters, die Weisheit und Macht durch Entäußerungen, Allheilige, gar sehr im Fleisch zur Wiederherstellung der Sterblichen, deshalb, o reine Jungfrau, rufen wir: Gepriesen sei der aus dir Geborene.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Die im chäldäischen Ofen entfachten Flammen wurden durch den Geist gelöscht, * durch Gottes Wirken. * So sagen die Jünglinge: * Gelobt sei der Gott unserer Väter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wir feiern, o Allreine, und verehren im Glauben deine heilige Geburt, Frucht der Verheißung; durch sie wurden wir befreit vom Fluche des Vorvaters, als Christus erschien.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Jetzt ist Anna voller Freude und herrlich ruft sie aus: "Ich war unfruchtbar, und habe doch zur Welt gebracht die Mutter Gottes, durch welche die Verdammung der Eva und die Qualen des Gebärens aufgehoben sind."
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Adam ist frei und Eva jauchzt, sie rufen geisterfüllt zu dir, Gottesmutter: "In dir sind wir von dem Fluche des Vorvaters befreit, da Christus erschienen ist!"
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Unfruchtbare, Kinderlose, taube Seelen, eilt euch, denn Anna hat eine zahlreiche Familie und ist jetzt voll Freuden; Mütter, kommt zusammen zur Gottesmutter und freut euch mit ihr.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Lasst uns verherrlichen den Vater, den Sohn und den Geist, die allheilige Dreifaltigkeit, untrennbar und unerschaffen, gleichewig und wesensgleich in der Einheit der Gottheit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du allein hast zur Welt gebracht einen Gott, Jungfrau auch nach deinem Gebären; durch ihn, Maria, hast du die Natur erneut, hast du die Eva vom Fluche des Vorvaters befreit, o reine Gottesmutter.
Katavasie: Der unsinnige Befehl des gottlosen Tyrannen, * der Drohungen und grobe Flüche ausstieß, * bezwang die Völker, * aber die drei Jünglinge * schreckte weder die bestialische Wut noch das verschlingende Feuer, * sondern durch den taubringenden Wind * sangen sie im Feuer: * Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ode 8
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Im Ofen der Jünglinge zeichnetest Du einst das Bild Deiner Mutter, o Herr: Nicht verbrennend stiegen sie in die Flammen und kamen wieder hervor. Wir besingen sie, die Du nun allen Enden der Welt offenbarest, und verherrlichen sie in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Versöhnung mit unserem Gott, das vorherbestimmte Zelt, beginnt nun zu sein. Das Wort sollte sie gebären - und Es ist uns wahrhaftig erschienen. Ihm singen wir, die wir aus dem Nichtsein durch dasselbe zum Sein angenommen sind, und verherrlichen Es in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Wandlung der Unfruchtbarkeit macht ein Ende aller Unfruchtbarkeit zum Guten der Welt und dieses Wunder zeigt deutlich Christus, lebend inmitten der Sterblichen. Wir besingen Ihn, die wir durch Ihn vom Nichtsein ins Sein gerufen wurden und erheben ihn hoch in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Lasse nicht ab, o Gottesmutter, ständig für deine Herde Christum anzuflehen, den Mitleidsvollen, damit wir von unserem Verderben befreit werden; wir singen dir, Gottesgebärerin, die Unzertrennliche der Christen und rechtzeitigee Hilfe, und erheben dich hoch in alle Ewigkeit.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Mit Wasser decktest du die Schöpfung unter dem Himmel * und setztest ihm sandige Grenzen. * Alles erhälst Du und Dir singt die Sonne, * Dich preist der Wind, * Dich besingt die ganze Schöpfung, * den Schöpfer des Alls, in Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Du Wunder vollbrachtest in einem unfruchtbaren Leibe, der Du den unfruchtbaren Schoß Annas geöffnet hast und ihr eine Frucht zugesichert, Du bist der heilige Gott, der Sohn der Jungfrau. Von ihr, der immer Unversehrten und Gottesmutter, hast du Fleisch angenommen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Du die Abgründe versiegelst und sie öffnest. Der Du das Wasser in die Wolken hebst und den Regen schenkst, Du bist es, Herr, Der aus der unfruchtbaren Wurzel der heiligen Anna eine fehlerlose Frucht wachsen ließest, den Sross, die Mutter Gottes.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du hast gelöst die unlösbaren Bande der Unfruchtbarkeit; Du hast einer unfruchtbaren Frau ein fruchtbares Kind gegeben und eine herrliche Frucht; Du hast dich selbst zu ihrem Sohne und Sposs gemacht, du hast sie als fleischliche Mutter ausersehen, o Mitleidvoller, solange du unter uns weilst.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erfrischer unseres Geistes und Gärtner unserer Seelen, du hast ein unfruchtbares Land fruchtbar gemacht; ausgetrocknetem Boden hast du ein fruchtbares Reis entsprießen lassen, voller Ähren und zahlloser Früchte, Du, der Du aus der heiligen Anna hast reifen lassen eine makellose Frucht, die Mutter Gottes.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Triadikon: Überstoffliche Dreiheit, anfanglose Einheit, Dich lobt, vor Dir zittert die Zahl der Engel; Himmel, Erde und die Abgründe beben, die Menschen preisen Dich, das Feuer dient Dir und alle Schöpfung gehorcht Dir mit Furcht, o heilige Dreifaltigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: O neues Gerücht! Gott ward Sohn einer Frau und sie, die keinen Mann kannte, wird Mutter eines Sohnes, der keinen Vater hat! Gott ist es, der geboren wird! O, ergreifender Anblick! O seltsame Empfängnis einer Jungfrau! Unsagbare Geburt! All dies übersteigt wahrhaftig was begreifbar und sichtbar ist!
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Preist, Jünglinge, * an Zahl der Dreifaltigkeit gleich, * den Schöpfer und Vater, Gott; * singt dem herniedergestiegenen Wort, * das das Feuer in Tau verwandelte; * und erhebet über alle Maßen den Spender allen Lebens, den hochheiligen Geist * in Ewigkeit!
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Hochpreise meine Seele die herrliche Geburt der Gottesmutter.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Erster Kanon des Fests, Ton 2.
Irmos: Dem leuchtenden Gestirn, das vor der Sonne erstrahlte, ihm, Gott, der leibhaft zu uns kam, gabst du in deinem jungfräulichen Schoße auf unsagbare Weise Leibsgestalt. Gepriesene, Allreine, dich Gottesgebärerin preisen wir hoch.
Hochpreise meine Seele die herrliche Geburt der Gottesmutter.
Der vor der Sonne erstrahlte Leuchter Gottes nahte sich uns im Körper. Gesegnete und allreine Gottesgebärerin, du kleidetest Ihn unfassbar im jungfräulichen Schoße mit dem Körper, dich preisen wir.
Hochpreise meine Seele die herrliche Geburt der Gottesmutter.
Ihr, deren Geburt aus gerechten Eltern im großen Ratschluss beschlossen wurde, zur Einwohnung des Wortes unter uns im Fleische, ihr, deren Erscheinung ganz göttlich war und die Christus, das Leben, gebar, ehren wir, die Geretteten, heute ihre Geburt.
Hochpreise meine Seele die herrliche Geburt der Gottesmutter.
Du hast die einstige harte Verurteilung rückgängig gemacht, du hast unsere Stammutter sich erheben lassen, du hast unser Geschlecht wieder mit Gott verbunden, du bist die Brücke zum Schöpfer: Dich, Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Irmos: Fremd ist den Müttern die Jungfräulichkeit * und den Jungfrauen das Gebären. * Beides ward dir vorherbestimmt, * Gottesgebärerin, * Darum hochpreisen dich * alle Stämme der Erde ohne Ende.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Deiner Reinheit entsprechend bist du auf Verheißung hin zur Welt gekommen; o Mutter Gottes; denn der einst Unfruchtbaren wurdest du als gottgewirkte Frucht geschenkt. Darum hochpreisen dich alle Stämme der Erde ohne Ende.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Erfüllt ist, was der Rufer vorhersagte. Er spricht: Ich werde das eingestürzte Zelt des hehren David wider aufrichten. In dir, du Reine, ist das vorbildlich geschehen, durch dich wurde die ganze Erdenmasse der Menschen erneut für Gott zu einem Leib gestaltet.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Wir verehren deine Windeln, o Gottesmutter, wir verherrlichen Den, Der der einst Unfruchtbaren Fruchtbarkeit verlieh und ihren Schoß auf unerhörte Weise öffnete; Gott tut nämlich, was Er will, da Er allmächtig ist.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Anna, du ganz nach Gottes Herz gesinnte Mutter der Jungfrau Maria, du hast aus deinem Schoß gegen alles Erwarten und einer Verheißung gemäß die jungfräulich Blüte hervorgebracht, die Gott entsprossene Schönheit und Reinheit; darum preisen wir dich alle als Wurzel unseres Lebens.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Triadikon: Fremd ist's den Gesetzlosen, zu verherrlichen die anfanglose Dreifaltigkeit, Vater und Sohn und Heiliger Geist, die ungeschaffene Allmacht, durch welche die gesamte Welt festgesetzt wurde mit dem Geist Seiner Macht.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Theotokion: In deinem Schoß hast du jungfräuliche Mutter, eine Person der Dreifaltigkeit getragen, Christus, den König, den die ganze Schöpfung lobt und vor dem die himmlischen Throne zittern. Hochverehrte, tritt bei Ihm für uns ein, dass Er unsere Seelen errette!
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.
Katavasie: Du bist, Gottesgebärerin, das geheimnisvolle Paradies, * das unbestellt hervorsprießen ließ Christus. * Durch Ihn wurde der lebenbringende Baum des Kreuzes in die Erde gepflanzt, * da er nun erhöht ist, preisen wir - ihn verehrend - dich hoch.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es jubeln die Grenzen / des Erdkreises heute / darüber, dass du geboren wirst, Mädchen, / werdende Mutter Gottes Maria, / und gattenunerfahrene Braut. / Dadurch hast du deinen Eltern / die schreckliche Prüfung der Unfruchtbarkeit / und der Urmutter Eva / den Fluch beim Gebären genommen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Adam, wieder zu Ehren gebracht: / Eva verherrlicht; / Propheten tanzt mit den Aposteln / und Gerechten; / gemeinsam freuen sich auf der Erde / sowohl Engel als auch Menschen, / heute wird aus den Gerechten / Joachim und Anna / geboren die Gottesgebärerin.

Lobpsalmen im 1. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Ton 1. Stichiren des Fests. (nach: O unglaubliches Wunder)
O unglaubliches Wunder! / Die Quelle des Lebens wird aus der Unfruchtbaren geboren, / und die Gnade beginnt strahlend zu wachsen. / Freue dich, Joachim, du bist zum Ahnen der Gottesgebärerin geworden; / kein erdgeborener Vater war gleich dir Gott genehm. / Durch dich wurde uns die Gott aufnehmende Jungfrau, / die Wohnstätte Gottes, / der heilige Berg geschenkt.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
O unglaubliches Wunder! / Die Quelle des Lebens wird aus der Unfruchtbaren geboren, / und die Gnade beginnt strahlend zu wachsen. / Freue dich, Joachim, du bist zum Ahnen der Gottesgebärerin geworden; / kein erdgeborener Vater war gleich dir Gott genehm. / Durch dich wurde uns die Gott aufnehmende Jungfrau, / die Wohnstätte Gottes, / der heilige Berg geschenkt.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
O unglaubliches Wunder! / Aus der Unfruchtbaren erschien die Frucht, / nach dem Willen des Schöpfers und Gebieters. / Würdig löstest du der Welt Unfruchtbarkeit. / Mütter, frohlockt mit der Gottesmutter und ruft: / Freue dich, denn Freude wurde dir zuteil: / der Herr ist mit dir / und spendet durch dich der Welt große Gnade.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Lebendige Säule der Weisheit, / herrliches Gefäß, strahlend von Gnaden; / so erschien die ruhmreiche Anna. / Wahrlich, sie gebar glänzend den Stein des Anstoßes, / die göttliche Blüte der Jungfräulichkeit, / die allen Jungfrauen und denen, welche die Gabe der Jungfräulichkeit begehren, / die Schönheit derselben schenkt / und die allen Gläubigen großes Erbarmen schenkt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests.
Dies ist der Tag des Herrn, / freut euch, ihr Völker, / denn das Brautgemach des Lichtes / und das Wort des Lebens / kam aus dem Mutterschoß hervor; / die gen Morgen schauende Pforte, / nun geboren, erwartet das Nahen des Hohenpriesters, / sie einzig brachte in die Welt den Einzigen: / Christus, die Erlösung unserer Seelen.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Befreit wurden Joachim und Anna von der Schmach der Kinderlosigkeit, Adam und Eva aber vom Verderben des Todes durch deine heilige Geburt, Unversehrte. Diese feiert auch dein Volk im Feste, befreit von der Fessel der Sünden. „Die Unfruchtbare“, so ruft es dir zu, „gebiert die Gottesgebärerin und Nährerin unseres Lebens.“

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Befreit wurden Joachim und Anna von der Schmach der Kinderlosigkeit, Adam und Eva aber vom Verderben des Todes durch deine heilige Geburt, Unversehrte. Diese feiert auch dein Volk im Feste, befreit von der Fessel der Sünden. „Die Unfruchtbare“, so ruft es dir zu, „gebiert die Gottesgebärerin und Nährerin unseres Lebens.“

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Befreit wurden Joachim und Anna von der Schmach der Kinderlosigkeit, Adam und Eva aber vom Verderben des Todes durch deine heilige Geburt, Unversehrte. Diese feiert auch dein Volk im Feste, befreit von der Fessel der Sünden. „Die Unfruchtbare“, so ruft es dir zu, „gebiert die Gottesgebärerin und Nährerin unseres Lebens.“

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ton 2. Seligpreisungen des Fests. Irmos. (aus der 3. Ode des 1. Festkanons)
Festige uns in dir, o Herr, / der du am Holz die Sünde getötet hast, / und pflanze deine Furcht in unsere Herzen, // die wir dich in Hymnen besingen.
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Untadelig sind sie vor Gott gewandelt, haben hervorgebracht die Rettung aller, die gottsinnenden Eltern derer, die hat geboren unseren Gott und Schöpfer.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Der Herr, Der allen quellen lässt das Leben, Er ließ hervorgehen aus der Unfruchtbaren die Jungfrau. In sie einzugehen hat Er sie gewürdigt und sie nach dem Gebären bewahrt in Unversehrtheit.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Maria, die Frucht der Anna, die hat geboren die lebentragende Traube, lasst heute uns besingen als Gottesgebärerin, als aller Schutz und Hilfe.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 8. (aus der 6. Ode des 2. Festkanons)
Ich höre David dich besingen: Es werden geführt werden Jungfrauen hinter dir, sie werden geführt werden zum Tempel des Königs. Und mit ihm will auch ich besingen dich, die Tochter des Königs.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Ihr Unfruchtbaren und ihr Mütter, tanzt. So fasst Mut und hüpft, die ihr nicht habt geboren. Denn die Kinderlose und Unfruchtbare lässt ersprießen die Gottesgebärerin, die löst Eva von den Schmerzen und vom Fluch des Adam.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
In dir, du Unversehrte, wird das Mysterium der Dreifalt besungen und verherrlicht. Denn dem Vater hast du wohlgefallen und Wohnung hat in dir genommen der Logos und der Gottesgeist hat dich beschattet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Zum goldenen Rauchfass bist du geworden. Denn es hat Wohnung in deinem Schoß genommen als Feuer der Logos aus dem Heiligen Geiste und ist erschienen in Gestalt eines Menschen, Gottesgebärerin, Reine.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, die wir Dir singen: Alleluïa.
Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Kondak des Fests.
Befreit wurden Joachim und Anna von der Schmach der Kinderlosigkeit, Adam und Eva aber vom Verderben des Todes durch deine heilige Geburt, Unversehrte. Diese feiert auch dein Volk im Feste, befreit von der Fessel der Sünden. „Die Unfruchtbare“, so ruft es dir zu, „gebiert die Gottesgebärerin und Nährerin unseres Lebens.“
Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
Ausruf: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.

Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 3:
L: Prokimenon im dritten Ton. Lied der Gottesmutter: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

Vers: Denn hingeblickt hat Er auf die Niedrigkeit Seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

L: Hochpreiset meine Seele den Herrn.
     Ch: Und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Philipper.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Fests:
     Phil 2, 5-11 ( Stelle Lesen: Phil 2, 5-11 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
     L: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Alleluïa des Fests, Ton 8:
L: Alleluïa im achten Ton.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Höre, Tochter, und sieh und neige dein Ohr.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Dein Angesicht werden die Reichen des Volkes anflehen.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Lukas mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Fests:
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf; und eine Frau, mit Namen Martha, nahm ihn auf in ihr Haus. Diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die sich auch zu Jesu Füßen setzte und sein Wort hörte. Martha aber war sehr beschäftigt mit der vielen Bedienung; und sie trat hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich zurückgelassen hat, allein zu dienen? Sage ihr also, dass sie mir mitbeistehe. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eines aber ist not. Maria hat den guten Teil erwählt, welcher nicht von ihr genommen werden wird.
Es geschah aber: Als er dies redete, erhob eine Frau aus der Menge die Stimme und sagte zu ihm: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.
(Lk 10, 38-42; 11, 27-28)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 8. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Hochpreise meine Seele die aus der Unfruchtbaren geborene Jungfrau Maria.

Fern liegt den Müttern die Jungfräulichkeit, fremd ist den Jungfrauen das Gebären von Kindern. Aber in dir, o Gottesgebärerin, ist beides Wirklichkeit geworden. So preisen all die Erdenstämme dich unaufhörlich selig.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Den Kelch des Heils will ich nehmen und den Namen des Herrn anrufen.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 4. Tropar des Fests.
Deine Geburt, Gottesgebärerin, / hat Freude angekündigt dem ganzen Erdkreis. / Denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, / Christus, unser Gott. / Er hat den Fluch gelöst und den Segen gebracht. / er hat dem Tod die Kraft genommen / und uns geschenkt das ewige Leben.

Kondak

Ton 4. Kondak des Fests.
Befreit wurden Joachim und Anna von der Schmach der Kinderlosigkeit, Adam und Eva aber vom Verderben des Todes durch deine heilige Geburt, Unversehrte. Diese feiert auch dein Volk im Feste, befreit von der Fessel der Sünden. „Die Unfruchtbare“, so ruft es dir zu, „gebiert die Gottesgebärerin und Nährerin unseres Lebens.“

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum: www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.
Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.