Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 05. September 2021
(23. August nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

11. Sonntag nach Pfingsten. Ton 2.
Festabschluss des Entschlafens unserer allheiligen Gebieterin, der Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria. doxologie
Länge:

Am 13. Juli 2015 bestimmte die Geweihte Synode der Russischen Orthodoxen Kirche den ersten Sonntag nach dem 18. August als einen Tag für das innständige Gebet für die Schöpfung. Nach der Liturgie soll das Bittgebet für die Bewahrung der Schöpfung Gottes in allen Tempeln der Russischen Orthodoxen Kirche abgehalten werden.

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 2

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 2. Stichiren des Sonntags.
Ihn, der vor den Äonen ward aus dem Vater gezeugt, / Gott, den Logos, / der Fleisch geworden aus der Jungfrau Maria, / kommet, lasst uns ihn verehren. / Denn das Kreuz hat er erduldet /und ward dem Grabe übergeben, / wie er selbst es hat gewollt; / und auferstanden von den Toten // hat er mich errettet, den verirrten Menschen.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Christus, unser Erretter, / hat ans Kreuz geheftet / den gegen uns gerichteten Schuldbrief / und hat ihn ausgelöscht; / die Kraft des Todes hat er vernichtet. / Wir verehren seine Erweckung // am dritten Tage.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Mit den Erzengeln wollen wir besingen / Christi Auferstehung. / Denn er selbst ist der Erlöser / und der Retter unserer Seelen. / Und in furchtbarer Herrlichkeit / und kraftvoller Macht wird er wiederkommen, // um zu richten die Welt, die er hat gebildet.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Dich, der du wurdest gekreuzigt und bestattet, / hat der Engel verkündet als Gebieter / und gesprochen zu den Frauen: / Kommt und sehet, / wo der Herr hat gelegen. / Denn er ist auferstanden als der Allgewaltige, / wie er es hatte gesagt. / Deshalb verehren wir dich / als den allein Unsterblichen. / Lebenspender Christus, // erbarme dich unser.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Es verging der Schatten des Gesetzes, / als da kam die Gnade. / Denn wie der Dornbusch in Flammen stand, / ohne zu verbrennen, / so gebar die Jungfrau / und ist doch Jungfrau geblieben. / Anstelle der Feuersäule / ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, // anstelle des Moses Christus, das Heil unserer Seelen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Sonntagsprokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Prokimenon im sechsten Ton. Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
     Ch: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

D: Der Herr ist König.
     Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 2. Stichiren des Sonntags.
Deine Auferstehung, Christus, Erretter, / hat den ganzen Erdkreis erleuchtet. / Und du hast zurückgerufen dein eigenes Gebilde. // Allgewaltiger Herr, Ehre sei dir.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Durch das Holz hast du zunichte gemacht, / o Erretter, den Fluch des Holzes, / hast die Kraft des Todes durch dein Grab getötet. / Du hast erleuchtet unser Geschlecht / durch deine Erweckung. / Deshalb rufen wir zu dir: „Lebenspender Christus, // unser Gott, Ehre sei dir.“
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Als du ans Kreuz genagelt, o Christus, erschienest, / wandeltest du die Schönheit der Geschöpfe. / Es legten Unmenschlichkeit an den Tag die Soldaten / und durchbohrten mit der Lanze deine Seite. / Die Hebräer aber forderten, das Grab zu versiegeln, / ohne Einsicht in deine Macht zu zeigen. / Doch in der Erbarmung deines Herzens / hast du das Grab auf dich genommen / und bist auf¬erstanden am dritten Tage. // O Herr, Ehre sei dir.
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Lebenspender Christus, / freiwillig hast du auf dich genommen / das Leiden um der Sterblichen willen. / In den Hades bist du hinabgestiegen / und hast jene, die dort deines Kommens harrten, / aus starker Hand als der Mächtige entrissen / und ihnen zur Wohnung gegeben / das Paradies anstelle des Hades. / So schenk auch uns, die wir lobpreisen / deine Erweckung am dritten Tage, / die Vergebung der Sünden // und das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 2

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du niederstiegest zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / da hast du den Hades getötet durch den Blitzstrahl der Gottheit. / Als du aber die Verstorbenen aus der Unterwelt erstehen ließest, / riefen alle Mächte der Himmelswelt aus: // „Lebenspender Christus, unser Gott, Ehre sei dir!“
Als du niederstiegest zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / da hast du den Hades getötet durch den Blitzstrahl der Gottheit. / Als du aber die Verstorbenen aus der Unterwelt erstehen ließest, / riefen alle Mächte der Himmelswelt aus: // „Lebenspender Christus, unser Gott, Ehre sei dir!“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 2. Sedalen des Sonntags.
Der vornehme Joseph / nahm vom Holze deinen makellosen Leib, / hüllte ihn in reines Linnen mit Spezereien, / bestattete ihn und setzte ihn bei / in einem neuen Grab. / Doch am dritten Tag, o Herr, erstandest du // und gewährtest der Welt das große Erbarmen.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Den Frauen, die da trugen die Myrrhen, / rief zu der Engel, der stand bei dem Grabe: / Die Myrrhen gebühren den Toten. / Christus aber hat sich erwiesen / als fremd der Verwesung. / Wohlan, so rufet: Der Herr ist erstanden // und gewährt der Welt das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Überaus bist du gepriesen, / Gottesgebärerin; so singen wir dir. / Denn durch das Kreuz deines Sohnes / wurde niedergeworfen der Hades / und wurde getötet der Tod. / Wir Erstorbenen erstanden und wurden des Lebens gewürdigt. / Das Paradies haben wir erlangt und die alte Wonne. / So verehren wir voll Dankbarkeit / als den Mächtigen Christus, unsern Gott, // und als den einzig Vielbarmherzigen.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 2. Sedalen des Sonntags.
Daß der Stein des Grabmals wurde versiegelt, / hast du nicht verhindert. Den Fels des Glaubens hast du, auferstanden, // allen gewährt; Herr, Ehre sei dir.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Der Chor deiner Jünger / jubelt gemeinsam mit den myrrhetragenden Frauen. / Denn wir feiern ein gemeinsames Fest mit ihnen / zur Verherrlichung und Ehre / deiner Auferstehung. / Und durch sie, o Herr voll Menschenliebe, // gewährst du deinem Volk das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Überaus bist du gepriesen, / Gottesgebärerin Jungfrau. / Denn durch den, der aus dir Fleisch ist geworden, / wurde gefangen der Hades, / Adam zurückgerufen. / Der Fluch wurde getötet / und Eva befreit, / der Tod zutode und wir zum Leben gebracht. / So lasset uns singen und rufen: / Gepriesen bist du, Christus, unser Gott, // dem also es hat gefallen.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )
In der Gemeindepraxis wird das 17. Kathisma Sonntags meist durch den Polyleos ersetzt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 2. Ipakoi des Sonntags.
Nach dem Leiden begaben sich zum Grabe, / um deinen Leib zu salben, / o Christus Gott, die Frauen. / Da erblickten sie die Engel im Grabe / und gerieten außer sich./ Denn sie vernahmen von ihnen die Botschaft, / daß der Herr ist auferstanden / und der Welt hat zum Geschenke gemacht // das große Erbarmen.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 2.
Zu dir im Himmel wende ich die Augen meines Herzens, o Retter; errette mich durch deine Erleuchtung.
Erbarme dich unser, die wir straucheln so viel zu jeder Zeit, o mein Christus, und gib mir vor dem Ende den Willen, mich zu bekehren zu dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Dem Heiligen Geist ist es eigen zu herrschen, zu heiligen und bewegen die Schöpfung. Denn Gott ist er gleichen Wesens mit dem Vater und dem Logos.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dem Heiligen Geist ist es eigen zu herrschen, zu heiligen und bewegen die Schöpfung. Denn Gott ist er gleichen Wesens mit dem Vater und dem Logos.
Zweite Antiphon.
Wäre der Herr nicht bei uns gewesen, wer hätte heil bewahrt werden können vor dem Feinde zugleich und Menschenmörder?
Ihren Zähnen gib nicht preis, o Retter, deinen Diener; denn nach Löwenart machen sich an mich heran meine Feinde.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist kommt Leben und Ehre; denn allem Geschaffenen gibt Kraft er als Gott, verleiht im Vater und Sohn ihm Bestand.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist kommt Leben und Ehre; denn allem Geschaffenen gibt Kraft er als Gott, verleiht im Vater und Sohn ihm Bestand.
Dritte Antiphon.
Die vertraun auf den Herrn, sie gleichen dem heiligen Berg; niemals wanken sie durch die Pfeile des Beliar.
Zu Gesetzlosigkeiten sollen nicht ausstrecken ihre Hände, die da leben in Gott. Denn Einhalt gebietet Christus der Rute vor seinem Erbe.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist ist die Quelle aller Weisheit. Von dort kommt die Gnade den Aposteln, werden die Martyrer mit Siegespreisen bekränzt und erhalten ihre Gesichte die Propheten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist ist die Quelle aller Weisheit. Von dort kommt die Gnade den Aposteln, werden die Martyrer mit Siegespreisen bekränzt und erhalten ihre Gesichte die Propheten.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Sonntags, Ton 2:
D: Prokimenon im zweiten Ton. Stehe auf, o Herr, mein Gott, nach Deinem Gebote, das Du befohlen hast, / und die Versammlung der Völker wird Dich umgeben.
     Ch: Stehe auf, o Herr, mein Gott, nach Deinem Gebote, das Du befohlen hast, / und die Versammlung der Völker wird Dich umgeben.

Vers: Herr, mein Gott, auf Dich habe ich gehofft, erlöse mich.
     Ch: Stehe auf, o Herr, mein Gott, nach Deinem Gebote, das Du befohlen hast, / und die Versammlung der Völker wird Dich umgeben.

D: Stehe auf, o Herr, mein Gott, nach Deinem Gebote, das Du befohlen hast.
     Ch: Und die Versammlung der Völker wird Dich umgeben.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Elftes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit erschien Jesus seinen Jüngern, nachdem er von den Toten auferweckt worden war, und spricht zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Hege meine Lämmer.“ Wiederum spricht er zu ihm zum zweiten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Weide meine Schafe.“ Er spricht zu ihm zum dritten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb?“ Petrus wurde traurig, weil er zu ihm zum dritten Mal sprach: „Hast du mich lieb?“, und sagt zu ihm: „Herr, du weißt alles; du erkennst, dass ich dich lieb habe.“ Jesus spricht zu ihm: „Hege meine Schafe. Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingest umher, wohin du wolltest. Wann du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.“ Dies aber sagte er, um zu bezeichnen, mit welchem Tod er Gott verherrlichen werde. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: „Folge mir nach.“ Petrus wandte sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: „Herr, wer ist es, der dich überliefert?“ Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: „Herr, dieser aber – was ist mit ihm?“ Jesus spricht zu ihm: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Du folge mir nach.“ Dieses Wort nun ging aus unter die Brüder, dass jener Jünger nicht sterbe. Doch Jesus sprach nicht zu ihm, dass er nicht sterbe, sondern: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?“ Dieser ist der Jünger, der davon zeugt und dies geschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. Es gibt aber auch vieles andere, was Jesus getan hat; wenn dies alles einzeln niedergeschrieben würde, so könnte – meine ich – selbst die Welt die Bücher, die zu schreiben wären, nicht fassen. Amen.
(Joh 21, 15-25)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabe, / wie Er vorhergesagt, / hat Jesus uns gegeben das ewige Leben / und das große Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: In der Meerestiefe hat einstens bedeckt / das ganze Heer des Pharao die übergewaltige Macht. / Doch der Logos fleischgeworden / hat die allerverderblichste Sünde ausgelöscht, // er, der gepriesene Herr; denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Fürst der Welt, o Guter, / dem wir uns haben verschrieben, da deinem Gebote wir nicht folgten, / durch dein Kreuz ward er gerichtet. / Denn als er auf dich als Sterblichen dich stürzte, fiel er anheim // der Macht deiner Gewalt und ward als kraftlos erwiesen. (Jo 16,11)
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Erlöser des Geschlechtes der Sterblichen / und des unzerstörbaren Lebens Urheber bist du in die Welt gekommen. / Denn durch deine Auferstehung / hast du gesprengt die Binden des Todes. // Alle preisen wir sie; denn herrlich hat sie sich verherrlicht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Erhabener bist du erschienen, o Reine, / als alle unsichtbare und sichtbare Schöpfung, du stete Jungfrau. / Denn du hast den Schöpfer geboren, / da es ihm hat gefallen Fleisch zu werden in deinem Mutterschoß. // Ihn bitte in Freimut um die Rettung unserer Seelen.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Lobwürdige, einst offenbarte die unstoffliche Leiter und der wunderbar trockengelegte Meerespfad dein Gebären, Unschuldige; wir Alle besingen dasselbe, denn er hat sich verherrlicht!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Allreine, die Kraft des Allerhöchsten, die vollkommene Hypostasis. Gottes Weisheit, hat, aus dir verkörpert, mit den Sterblichen verkehrt; denn er hat sich verherrlicht!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Barmherzig schritt durch das undurchgängliche verschlossene Tor deines Schoßes die Sonne der Gerechtigkeit, o Unschuldvolle, und leuchtete der Welt, denn er hat sich verherrlicht!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Des ehrwürdigen Kosmas.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Chöre der Körperlosen geleiten das Emporsteigen deines göttlichen Leibes nach Zion. Aus allen Enden der Welt kam unversehens die Menge der Apostel, dich zu umgeben. Mit ihnen feiern wir dein würdiges Andenken, reine Jungfrau.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Sieghafte Ehren wurden dir über alle Gesetze der Natur zuteil, Reine, denn du gebarest Gott. Doch du folgtest dem Vorbilde deines Schöpfers und Sohnes und unterwarfest dich den Gesetzen der Natur, und bliebest dennoch über die Natur erhaben: Du starbest, um mit deinem Sohne zum ewigen Leben aufzuerstehen.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Des ehrwürdigen Johannes Damascenus.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Jungfrauen, erhebet nun eure Stimmen mit der Prophetin Mariam zum Grabgesang: Die Jungfrau und einzige Gottesmutter gehet nun hinüber, im Himmel empfangen zu werden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die göttlichen und himmlischen Gefilde haben dich, den beseelten Himmel, würdig empfangen, Allreine. Herrlich erschienest du geschmückt vor dem Herrscher und Gott, als die untadelige Braut.
Katavasie, Ton 1: Dein heiliges und herrliches Andenken, Jungfrau, die du geschmücket bist mit göttlicher Herrlichkeit, hat alle Gläubigen vereint, um unter deiner Führung, Maria, deinem Eingeborenen mit Pauken und Reigen zu singen: Herrlich ward Er verherrlicht.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: Es erblühte die Wüste gleich einer Lilie / durch dein Erscheinen, Herr, nämlich die Kirche / aus den Heiden, die war unfruchtbar gewesen; // dadurch mein Herz ward gefestigt.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die Schöpfung veränderte sich dein Leiden, / als sie dich sah in elender Gewandung / von Gesetzlosen verspottet, // der durch göttlichen Wink alles hat begründet.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Aus dem Staub hast du mich ebenbildlich mit deiner Hand / gebildet und, wieder zerrieben zum Staube / des Todes durch die Sünde, o Christus, // mithinabgestiegen zum Hades mich mitauferweckt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die Ordnungen der Engel gerieten außer sich, / o Allreine, und die Herzen der Menschen / schauderten ob deines Gebärens. // So verehren wir dich als Gottesgebärerin im Glauben.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als Schöpfer der Zeiten über alle Zeit erhaben, wurde Gott aus dir, o Jungfrau, freiwillig als Kind gebildet!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gläubig wollen wir den mehr als die Himmel umfassenden Schoß besingen, durch welchen Adam in den Himmeln freudig eine Heimat fand!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als totes Weib, und doch auch als über die Ordnung der Natur seiende Mutter Gottes sehen dich, Makellose, die herrlichen Apostel und berühren dich mit Zagen. Du strahlest in Herrlichkeit, und dich erkennen sie als das Zelt, in welchem Gott Wohnung nahm.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gottes Strafe ereilte die Hände des Dreisten, da sie ihm abgeschlagen wurden. Gott bewahrte in göttlicher Herrlichkeit die Ehre Seiner beseelten Lade, in welcher Er selbst, das Wort, den Körper angenommen hatte.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du kamest aus sterblichem Geschlechte, Reine, so verließest du auch dieses Leben entsprechend deiner Natur. Da aber aus dir das wahrhaftige Leben geboren ward, gingest du ein in das göttliche und wesenhafte Leben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf allmächtigen Wink kam die Vielzahl der Apostel aus allen Enden der Welt und die Menge der Engel aus der Höhe zu Zion, um, Gebieterin, gebührend deinem Begräbnis zu dienen.
Katavasie, Ton 1: Die allerschaffende und allerhaltende göttliche Weisheit und Kraft festigte unbeugsam und unerschütterlich die Kirche, o Christe, denn Du allein bist heilig und ruhest im Heiligtum.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: Gekommen ist aus der Jungfrau kein Gesandter, kein Engel, / sondern der selbst, der Herr, fleischgeworden, und hat errettet / mich, den ganzen Menschen. // Deshalb ruf ich dir: Ehre sei deiner Macht! (Is 63,9)
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als du tratest als Erwählter vor den Richterstuhl des Kaiaphas, / da schriest du nicht, Gebieter, trugest das Recht hinaus den Völkern, / welches du durch dein Leiden // dem Erdkreis gewirkt hast zum Heile, o Christus. (Mt 12,18ff)
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch dein Leiden sind geschwunden die Schwerter des Feinde, / durch deinen Hinabstieg aber in den Hades wurden zerstört, die Städte der Widersacher, // und ward niedergeworfen der Hochmut des Tyrannen. (Ps 9,7)
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als Hafen des Heiles und unerschütterliche Mauer, / Gottesgebärerin, all wir Gläubigen dich kennen, Gebieterin. / Denn durch deine Bitten // erlöst du aus Gefahren unsere Seelen.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Christi Mutter wird erhöht, der göttliche Berg zum Hause des Herrn, über die Kräfte, offenbar vor Allen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du wurdest, o Jungfrau, indem du allein geboren hast den Gebieter der Schöpfung, der Gesetze der Natur, gewürdigt der göttlichen Berufung!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Schauet, ihr Völker, und wundert euch: Der heilige und göttliche Berg erhebet sich über die himmlischen Zelte, der irdische Himmel nimmt Wohnung in der himmlischen und unvergänglichen Welt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Allreine, dein Tod war ein Hinübergehen in das ewige und unvergleichliche Leben. Durch ihn gelangtest du aus dem kurzwahrenden zum wahrhaftigen, göttlichen und nimmer endenden Leben, um in Freude deinen Sohn und Herren zu schauen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Hoch öffneten sich die Tore des Himmels, die Engel lobsangen, und Christus empfing das jungfräuliche Gefäß, seine Mutter. Die Cherubim erhoben dich mit Freude, und die Seraphim verherrlichen dich mit Frohlocken.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wunderbar ist es, den Herrscher des Alls zu schauen, beseelter Himmel, Schoß, der das Irdische überwand. Wie herrlich sind Deine Werke. Ehre sei, Christus, Deiner Macht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wenn auch ihr unfassbares Kind, welches die Himmel erschuf, freiwillig als Toter das Begrabensein auf Sich nahm, wie wird sich ihr das Grab öffnen, die der Ehe unkundig geboren hat.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
In deinem Entschlafen, Mutter Gottes, bedeckten die himmlischen Heerscharen deinen umfassenden und Gott empfangen habenden Leib in Furcht mit ihren geweihten Flügeln.
Katavasie, Ton 1: Die Weissagungen und Ahnungen der Propheten kündeten Deine Menschwerdung aus der Jungfrau, o Christe. Das Strahlen Deines Lichtes wird ausgehen zur Erleuchtung der Heiden, und aus der Tiefe dringet der Ruf in Freude zu Dir: Deiner Kraft sei Ehre, Menschenliebender.
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: Zum Mittler zwischen Gott und den Menschen bist du geworden, Christus Gott; / denn durch dich haben wir, o Gebieter, / zum Ursprung des Lichtes, deinem Vater, // aus der Nacht der Unwissenheit Zutritt erhalten.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wie Zedern hast du, Christus, das Wüten der Feinde zerschmettert, / da du aus freiem Willen, o Gebieter, / an der Zypresse nach deinem Wohlgefallen // wie an der Fichte und der Zeder zugleich dich liebest erhöhen. (Ps 28,5; Is 60,13)
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
In die unterste Grube, o Christus, wardst du gelegt als Toter ohne Odem. / Doch durch deine eigene Strieme / hast du als Verwundeter die Vergessenen, o Retter, // die in den Gräbern schliefen, mit dir selber auferweckt. (Ps 87,6; Is 53,5)
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Flehe an deinen Sohn und Herrn, o reine Jungfrau, / den Gefangenen, die auf dich vertrauen, / aus widriger Lage // Erlösung zu schenken, die bringt den Frieden.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Möget ihr, o Wolken der Freude, Süßigkeit regnen den Erdbewohnern, weil ein Kindlein gegeben ist, welches gewesen ist vor den Ewigkeiten, unser aus der Jungfrau fleischgewordener Gott!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Teuer wert ist meinem Leben und Fleische das Licht erstrahlt und hat die Finsternis der Sünde vernichtet, der in den letzten Zeiten aus der Jungfrau ohne Samen fleischgewordener Allerhöchste!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Aus allen Enden der Welt kam der Chor der Apostel auf Wolken getragen nach Zion, dir zu dienen, der leichten Wolke, aus welcher der höchste Gott denen in der Finsternis und im Schatten Lebenden als gerechte Sonne erstrahlte.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Posaune der wohltönenden und gottgefälligen Stimmen der gottgelehrten Männer sang der Gottesgebärerin im Geiste das Lied zum Begräbnis: Freue dich, du unverwesliche Quelle der lebenspendenden und erlösenden Menschwerdung.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Lasset heute erklingen die Posaunen der Gotteslehrer, die beredte Sprache der Menschen soll jetzt preisen, erklingen mag die Luft und in unfassbarem Lichte erstrahlen, und auch die Engel besingen das Entschlafen der allreinen Jungfrau.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dir, dem auserwählten Gefäß, gebührte ein wunderbares Entschlafen, - von Gott gesegnet und in allem Gott wohlgefällig auch im äußeren Geschehen. In Liedern wirst Du gepriesen, allbesungene Gottesgebärerin.
Katavasie, Ton 1: Die göttliche und unaussprechliche Schönheit Deiner Vollkommenheit will ich verkünden, o Christe, denn aus der ewigen Herrlichkeit erstrahltest Du als mitewiger und mitwesentlicher Glanz aus dem jungfräulichen Schoße allen in der Finsternis und im Schatten Weilenden, gleich einer Sonne.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: Vom Abgrund der Verfehlungen umfangen / ruf ich den Abgrund, der ist unergründlich, / deiner Barmherzigkeit zu Hilfe: // Aus dem Verderben, o Gott, heraus mich führe.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Übeltäter wurde der Gerechte verurteilt / und mit den Gesetzlosen ans Holz genagelt. / So hat er den Schuldigen Vergebung // durch das eigene Blut zum Geschenke gemacht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch einen einzigen Menschen, den ersten Adam, / ist der Tod einst in die Welt gekommen, / und durch einen einzigen die Auferstehung / erschienen, den Sohn Gottes. (Röm 5,12ff; Kor 15,45)
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Ohne vom Manne zu wissen, o Jungfrau, hast du geboren, / bleibst auf immer Jungfrau, und verweisest so / auf der wahren Gottheit // Zeichen deines Sohnes und Gottes.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reinste Gebieterin, die in der Knechtschaft der Sünde befindliche Natur der Menschen hat durch dich die Freiheit erlangt; denn dein Sohn ist als Lamm für Alle geschlachtet worden!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Empor rufen wollen wir Alle zu dir, der wahren Mutter Gottes! Die dem Zorne verfallenen Knechte befreie! Denn du allein findest Gehör bei dem Sohne!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Herrscher und Gott des Alls erweist an dir Erhabenes über alle Natur, denn wie Er dich in deinem Gebären als Jungfrau bewahrte, so erhielt Er deinen Leib im Grabe von aller Verwesung unberührt. Er verherrlichte dich durch dein göttliches Entschlafen und erweiset als Sohn der Mutter die Ehre.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als Leuchter des unstofflichen Lichtes, als goldenes Weihrauchgefäß des göttlichen Feuers, als Mannagefäß und als Stab, als von Gott geschriebene Tafel und heilige Lade, als Thron des lebendigen Wortes, Jungfrau, hat dich Der aus dir Geborene wahrhaftig in das Allerheiligste aufgenommen.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Aus dir erstrahlte das Leben und verletzte nicht die Tore deiner Jungfräulichkeit. Wie konnte nun dein allreiner und lebenspendender Leib an der Versuchung des Todes teilhaben?
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du warest der Tempel des Lebens und wurdest des ewigen Lebens gewürdigt. Durch den Tod bist du in das Leben hindurchgegangen, die du das wahrhaftige Leben gebarest.
Katavasie, Ton 1: Das innere Feuer des aus der Tiefe geborenen Seetieres war ein Bild deines dreitägigen Begrabenseins, als dessen Prophet Jonas erschien, denn errettet, wie er vor seiner Sendung schon war, rief er unverletzt aus: Ich will dir opfern mit der Stimme des Lobes, o Herr.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 2. Kondak des Sonntags.
Auferstanden bist du, Erretter, aus dem Grabe, Allmächtiger, / und der Hades geriet in Schrecken, / da er schaute das Wunder. / Die Toten erstanden, / die Schöpfung sieht es und freut sich mit dir., Adam stimmt ein in den Jubel, // und der Kosmos besingt, mein Erretter, dich immerdar.
Ikos.
Du bist das Licht derer im Dunkel, du bist die Auferstehung aller und das Leben der Sterblichen. Die Gläubigen hast du mitauferweckt, die Macht des Todes erbeutet und die Pforten des Hades zertrümmert, o Logos. Die Verstorbenen schauten das Wunder und erstaunten. Alle Schöpfung freut sich gemeinsam über deine Auferstehung, Menschenliebender. Darum ehren und besingen wir alle deinen Herabstieg / und der Kosmos besingt, mein Erretter, dich immerdar.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: Die gottwidrige Anordnung des gesetzlosen Tyrannen / fachte an die hochauflodernde Feuerflamme. / Christus aber breitete über die gottesfürchtigen Knaben/ den Tau des Geistes, er, der Seiende, // gepriesen und hochverherrlicht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Nicht ertrugest du, Gebieter, aus Barmherzigkeit, / durch den Tod den Menschen unterdrückt zu sehn. So kamest du und brachtest, Mensch geworden, / Rettung durch das eigene Blut, der Seiende, // gepriesen und hochverherrlicht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als dich sahen, Christus, bekleidet/ mit dem Gewande der Rache die Torwächter des Hades, da erschraken sie. / Denn gekommen bist du, o Gebieter, um den harten Tyrannen als Sklaven gemeint zu bezwingen, du der Seiende, // gepriesen und hochverherrlicht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als der Heiligen Heilige erkennen wir dich, / weil du allein den unwandelbaren Gott hast geboren, / du unbefleckte Jungfrau, du gattenlose Mutter. / Denn allen Gläubigen ließest du quellen // die Unvergänglichkeit durch dein gotterfülltes Gebären.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es erblickte in der Nacht Jakob wie in einem Ebenbilde den fleischgewordenen Gott aus dir, im Feuerzeichen aber erschien er den Singenden: Hochgöttlicher und hochherrlicher Gott der Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Symbole kündend der in dir geschehenen unaussprechlichen Zusammenflechtung (der Gottheit und Menschheit), rang er (Gott) mit dem Jakob, durch welche (Zusammenflechtung) sich freiwillig einte mit den Menschen der hochgöttliche und hochherrliche Gott der Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Lästerer ist, der nicht verkündet dich, als den einzigen Sohn der Jungfrau, der allbesungenen Dreifaltigkeit, und mit nicht zweifelnder Meinung und Zunge ruft: Hochgöttlicher und hochherrlicher Gott der Väter!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die von Gott gegebenen und vom Heiligen Geist geschriebenen Tafeln zerbrach Mose im Zorn, doch sein Gebieter bewahrte die Gebärende unverletzt und nimmt sie heute auf in die himmlischen Wohnungen. Mit ihr feiern wir und singen den Christus: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nicht mit Cymbeln, sondern mit reinen Lippen, nicht mit Instrumenten, sondern mit lichtem Herzen, nicht mit wohltönenden Posaunen, sondern mit hochtragendem Sinnen lasset uns an diesem gerühmten und erwählten Tage des Heimgehens der reinen Jungfrau jauchzen und klatschen mit Händen, die erfüllet sind von guten Werken: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Versammelt euch, Gottweise: Das Zelt der göttlichen Herr1ichkeit gehet hinüber in die himmlische Wohnung, da die Stimme der Feiernden rein erklinget, die Stimme ungeahnter Freude, und mit Frohlocken zu Christus ruft: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Jünglinge und Jungfrauen, die ihr der Jungfrau und Gottesmutter Gedenken begehet, Greise und Fürsten, Herrscher und Richter, singet: Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erschallen sollen mit geistigen Posaunen die himmlischen Berge, freuen mögen sich die Hügel und freuen die göttlichen Apostel: Die Königin gehet hinüber zu ihrem Sohne, mit Ihm zu herrschen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Das allheilige Entschlafen Deiner göttlichen und unvergänglichen Mutter versammelte alle Chöre der geistigen Kräfte, gemeinsam mit den Menschen sich zu freuen, die da rufen: Gott, gelobt seiest Du.
Katavasie, Ton 1: Der schamlosen Wut und dem göttlichen Feuer stand die göttliche Liebe gegenüber und ließ Tau träufeln auf die Flammen und erhob sich über deren Wüten durch den Klang der dreifach tönenden Lyra der von Gott gelehrten Frommen, die inmitten der Flammen sangen: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: Einstens teilte der Feuerofen / in Babylon die Energien auf Gottes Geheiß, / da er verbrannte die Chaldäer, / die Gläubigen aber betaute, die da sangen: // Preiset, alle Werke des Herren, den Herrn.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als, o Christus, das Gewand deines Fleisches, / welches war purpurn gefärbt, erblickten die Ordnungen / der Engel, gerieten sie außer sich vor Beben / und riefen ob deiner großen Langmut: // Preiset, alle Werke des Herren, den Herrn.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Mein Sterbliches, du hast es bekleidet, Barmherziger, / mit der Unsterblichkeit deiner Erweckung; darum jubelt / und stimmt dir an voll Dankbarkeit / das auserwählte Volk den Ruf, o Christus: // Verschlungen ist wahrlich im Siege der Tod. (1 Kor 15,53f)
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Den vom Vater Untrennbaren, der doch als Gottmensch lebte, / hast du samenlos im Mutterschoß empfangen / und unsagbar geboren, / o Gottesmutter alleine, weswegen wir als unser aller Heil dich kennen.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Besungene, erblickt wurde auf Erden durch dich und weilte unter den Menschen der an Güte und Kraft Unvergleichliche, dem wir Gläubigen alle singend zurufen: die ganze erschaffene Natur lobe den Herrn, und erhebe ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Erkennend dich als wahrhaft Unschuldvolle, verherrlichen wir dich, o Gottesgebärerin! Denn du hast geboren den Einen der Dreifaltigkeit, der Fleisch geworden ist, und dem wir Alle mit dem Vater und dem Geiste singen. Es lobe den Herrn die ganze Schöpfung, und erhebe ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Menge der Gottgelehrten folgte zu Zion der göttlichen Lade mit der Allerheiligsten und rief: Wohin eilest du nun, Zelt des lebendigen Gottes? Lasse nicht ab auf die zu schauen, die gläubig singen: Allein den Schöpfer besingen wir, die wir errettet wurden, und erheben Ihn in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gleichwie mit erhobenen Händen gingest du fort, Untadlige, die den menschgewordenen Gott einst trugen. In mütterlichem Zutrauen sprach sie zum Geborenen: Die Du mir gabst, bewahre sie in Ewigkeit, denn sie rufen zu Dir: Allein den Schöpfer besingen wir, die wir errettet wurden, und erheben Ihn in alle Ewigkeit.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reine Jungfrau, dein Gedenken verherrlichen die Anfänge, Gewalten und Kräfte, die Engel, Erzengel, Throne und Herrschaften, die Cherubim und die furchterregenden Seraphim. Alle Menschen singen dir und erheben dich in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Gottesgebärerin, geheimnisvoll nahm Wohnung in deinem allreinen Leibe und wurde Mensch in dir dein Sohn, Der nun deinen geheiligten Geist aufnimmt und dir, als dein Schuldner, die ewige Ruhe bereitet. Deshalb besingen wir dich, Jungfrau, und erheben dich in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Über alles Verstehen groß sind die Geheimnisse der Immerjungfrau und Gottesmutter: In das Grab wurde gelegt, die zum Paradies wurde. Vor diesem stehen wir heute und singen freudig: Singet dem Herren, alle Werke, und erhebet ihn in alle Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie, Ton 1: Der allmächtige Gott und sein Engel erwiesen den Frommen das Feuer als tauspendend, die Gottlosen jedoch verbrannte es. Den Jünglingen erschien die Gottesgebärerin als lebenspendende Quelle, aus welcher die Überwindung des Todes und das Leben allen spross, die da rufen: Allein den Schöpfer besingen wir, die wir errettet wurden, und erheben Ihn in alle Ewigkeit.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.

Lied der allheiligen Gottesgebärerin.

Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain: Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir. Zu jedem Vers.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 2.
Irmos: Des ursprungslosen Vaters Sohn, der Gott und Herr, / der, fleischgeworden aus der Jungfrau, ist uns erschienen, / um das im Dunkel zu erleuchten / und das Zerstreute zu versammeln. // So preisen wir die allbesungene Gottesgebärerin hoch.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der auf der Schädelstätte, o Retter, wie im Paradies gepflanzte / dreimalglückselige Baum deines unversehrten Kreuzes / hat, o Christus, begossen / durch das göttliche Blut und Wasser aus deiner göttlichen Seitell uns erblühen lassen das Leben.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du hast vernichtet die Machthaber, gekreuzigt, Allgewaltiger, / hast so die unten in Gewahrsam des Hades gehaltene / Natur erhöht des Menschen / und sie gesetzt auf den Thron des Vaters.// Mit ihr kommst du; so verehren wir und preisen dich hoch.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Die dreizahlige Einheit, die Dreiheit gleichen Wesens / orthodox wir wollen besingen und preisen, / die Natur unteilbar, übergöttlich, / den dreilichtigen Glanz ohne Abend, // das Licht, einzig unvermischt, das hervor uns leuchtet.
Kanon zur Gottesmutter, Ton 2.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nun ist ein Stab der Kraft gegeben der gebrechlichen Natur, das Wort Gottes, in deinem Mutterschoße, Unschuldvolle, und er richtete jene, die zum Hades hinabgesunken war, wieder auf; deshalb preisen wir dich, o Unschuldvolle, als Gottesgebärerin hoch!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Sie, die du erwählt hast, o Gebieter, zu deiner Mutter, nimm mitleidig an als unsere Fürbitterin, und von deiner Güte möge das All erfüllt werden, damit wir Alle dich als Wohltäter hochpreisen!
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Engel Kräfte verwunderte sich, da sie ihren Gebieter schauten, wie Er zu Zion die Seele des Weibes in Seine Hände aufnahm. Wie es dem Sohne gebührte, rief Er ihr, die ihn vollkommen rein gebar, zu: Nahe dich, Reine, sei verherrlicht mit dem Sohne und Gott.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Deinen gottwürdigen Leib schmückte zum Heimgang der Chor der Apostel, schaute dich mit Furcht und rief mit lauter Stimme: Da du nun in die himmlischen Gefilde zu deinem Sohne emporsteigest, rette auf ewig, Gottesgebärerin, dein Erbe.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Kommet zu Zion auf den göttlichen und wolkenverhüllten Berg des lebendigen Gottes. Freuen wir uns, da wir sehen, wie Christus Seine Mutter, die Gottesgebärerin, in den unvergleichlich herrlichen und göttlichen Gefilden, im Allerheilgsten empfängt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nahet euch, Gläubige, lasset uns zum Grabe der Gottesmutter treten. Umfangen wollen wir es und es berühren mit unseren Herzen, Lippen, Augen und dem Antlitz in aller Reinheit, zu schöpfen die überreichen Gaben der Heilungen aus der ewigströmenden Quelle.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Nimm an unseren Grabgesang, Mutter des lebendigen Gottes, und segne uns mit deiner lichtspendenden und göttlichen Gnade. Sieg verleihe den Kämpfenden, Frieden allen, die Christum lieben, und Vergebung denen, die dich besingen, und errette unsere Seelen.
Katavasie, Ton 1: Überwunden werden die Grenzen der Natur in dir, reine Jungfrau. Jungfräulich bleibet dein Gebären, und um das Leben wirbt der Tod: Nach der Geburt bliebest du Jungfrau und lebst auch nach dem Tode. Du rettest ewig dein Erbe.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Nachdem er auferstanden war, / stellte der Herr dem Petrus / dreimal die Frage: Liebst du mich? / und setzte ihn zum Ersten / der Hirten seiner Schafe ein. / Als der nun aber jenen, / den Jesus liebte, folgen sah, / da fragt er den Gebieter: / Was ist mit ihm? Er aber sagt: / Was ficht' s dich an, o Petrus, / wenn ich will, dass er bleiben soll, / bis dass ich wiederkomme?
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Lobpsalmen im 2. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 2. Stichiren des Sonntags.
Aller Odem und alle Schöpfung / singt, o Herr, dir das Lob, / denn durch das Kreuz hast du den Tod vernichtet, / um den Völkern zu erzeigen / deine Auferstehung von den Toten, // als der einzig Menschenliebende.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Sagen sollen die Juden, / warum erstarben die Soldaten, / die bewachen sollten den König, / weswegen der Stein nicht konnte verwahren / den Fels des Lebens. / Als Begrabenen sollen sie ihn erweisen / oder als Auferstandenen ihn verehren, / indem sie mit uns rufen: / Ehre sei der Fülle deiner Erbarmungen. // Unser Erretter, Ehre sei dir!
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Freuet euch, ihr Völker, und jubelt! / Der Engel saß auf dem Stein am Grabe. / Die frohe Botschaft kündete er mit den Worten: / Erstanden ist Christus von den Toten, / er, der Erretter der Welt, / und hat alles erfüllt mit Wohlgeruch: // Freuet euch, ihr Völker und jubelt!
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Ein Engel das 'Sei gegrüßt' / vor deiner Empfängnis, o Herr, / der Begnadeten überbrachte. / Und ein Engel den Stein / vor deinem gepriesenen Grab / bei deiner Auferstehung wälzte. / Der eine anstatt der Trauer / der Freude Vorzeichen sagte an. / Der andere anstatt des Todes den Gebieter als Lebenspender uns kündete. / Deshalb rufen wir dir: / Du Wohltäter aller, // o Herr, Ehre sei dir!
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Stichire zum Sonntagsevangelium.
Als du erschienest deinen Jüngern, Erretter, / nach der Auferstehung, / da übertrugst du dem Simon / das Weiden der Schafe / als Vergeltung der Liebe / und fordertest ihn auf, sich zu sorgen / um das Hüten der Herde. / Und darum sprachest du: / Wenn du mich liebst, o Petrus, / so weide meine Lämmer, / weide meine Schafe! / Der aber bewies augenblicklich / sein liebreiches Wesen, / als er stellte die Frage / nach dem anderen Jünger. / Auf ihre Bitten, o Christus, / bewahre deine Herde / vor Wölfen, welche ihr schaden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du warst auferstanden aus dem Grabe und zerrissen hattest die Fesseln, / da hast du aufgehoben / das Todesurteil, o Herr, / und alle befreit aus den Schlingen des Feindes. / Du hast dich gezeigt deinen Aposteln, / sie ausgesandt zur Verkündigung / und durch sie deinen Frieden gewährt dem Erdkreis, // du vielerbarmer allein.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du niederstiegest zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / da hast du den Hades getötet durch den Blitzstrahl der Gottheit. / Als du aber die Verstorbenen aus der Unterwelt erstehen ließest, / riefen alle Mächte der Himmelswelt aus: // „Lebenspender Christus, unser Gott, Ehre sei dir!“

Kondak

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du niederstiegest zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / da hast du den Hades getötet durch den Blitzstrahl der Gottheit. / Als du aber die Verstorbenen aus der Unterwelt erstehen ließest, / riefen alle Mächte der Himmelswelt aus: // „Lebenspender Christus, unser Gott, Ehre sei dir!“

Kondak

Ton 2. Kondak des Sonntags.
Auferstanden bist du, Erretter, aus dem Grabe, Allmächtiger, / und der Hades geriet in Schrecken, / da er schaute das Wunder. / Die Toten erstanden, / die Schöpfung sieht es und freut sich mit dir., Adam stimmt ein in den Jubel, // und der Kosmos besingt, mein Erretter, dich immerdar.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du niederstiegest zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / da hast du den Hades getötet durch den Blitzstrahl der Gottheit. / Als du aber die Verstorbenen aus der Unterwelt erstehen ließest, / riefen alle Mächte der Himmelswelt aus: // „Lebenspender Christus, unser Gott, Ehre sei dir!“

Kondak

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Ton 2. Seligpreisungen des Sonntags.
Den Ruf des Räubers bringen wir dir dar und rufen zu dir: / „Gedenke unser, Erretter, / in deinem Reiche.“
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Das Kreuz bringen wir vor dich zur Vergebung der Vergehen. / Du hast es für uns angenommen, / o Menschenliebender.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Wir verehren, o Gebieter, dein Grab und deine Erweckung. / Durch sie hast du erlöst die Welt vom Verderben, / o Menschenliebender.
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Den Salbenträgerinnen begegnetest du, auferstanden aus dem Grabmal, / und gebotest ihnen, zu künden / den Jüngern deine Erweckung.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Die in der Finsternis ruhten ganz unten im Hades / erblickten dich als Licht, o Christus, / und sie erstanden.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
(Triadikon)
Den Vater lasst uns preisen / und alle den Sohn verehren / und gläubig besingen den Heiligen Geist.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 1. Seligpreisungen des Fests. (aus der 9. Ode des 1. Festkanons)
Die Mächte der Engel gerieten außer sich, als sie den eigenen Gebieter sahen, / wie er auf dem Sion die Seele einer Frau auf den Händen trug. / Denn ihr, die unbefleckt geboren hatte, rief er auf für einen Sohn geziemende Weise zu: // Wohlan, du Hehre, sei verherrlicht mit deinem Sohn und Gott.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Der Chor der Apostel bedeckte deinen gottaufnehmenden Leib, ihn mit Furcht betrachtend, / und rief mit lauter Stimme: / Die du in die himmlischen Gemächer zu deinem Sohn enteilst, // o Gottesgebärerin, rette immerdar dein Erbe.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 4. (aus der 9. Ode des 2. Festkanons)
Kommt, lasset uns frohlocken auf dem Sion, / dem göttlichen und fetten Berg des lebendigen Gottes, / und lasset uns die Gottesgebärerin betrachten. / Denn Christus versetzt sie als Mutter

hinüber // in das weitaus bessere und göttlichere Zelt, in das Allerheiligste.

Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Kommt, ihr Gläubigen, lasset uns nahen dem Grab der Gottesmutter, / lasset es uns umfassen und rein berühren / mit des Herzens Lippen, Augen und Stirn. / Lasset uns schöpfen die reichlichen Gnadengaben der Heilungen, // die aus der nie versiegenden Quelle strömen.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, von den Toten Auferstandener, die wir Dir singen: Alleluïa.
Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du niederstiegest zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / da hast du den Hades getötet durch den Blitzstrahl der Gottheit. / Als du aber die Verstorbenen aus der Unterwelt erstehen ließest, / riefen alle Mächte der Himmelswelt aus: // „Lebenspender Christus, unser Gott, Ehre sei dir!“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Kondak des Sonntags.
Auferstanden bist du, Erretter, aus dem Grabe, Allmächtiger, / und der Hades geriet in Schrecken, / da er schaute das Wunder. / Die Toten erstanden, / die Schöpfung sieht es und freut sich mit dir., Adam stimmt ein in den Jubel, // und der Kosmos besingt, mein Erretter, dich immerdar.
Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
Ausruf: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.

Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Sonntags, Ton 2:
L: Prokimenon im zweiten Ton. Meine Stärke und mein Hymnengesang ist der Herr, / und Er ist mir zum Heil geworden.
     Ch: Meine Stärke und mein Hymnengesang ist der Herr, / und Er ist mir zum Heil geworden.

Vers: Züchtigend hat der Herr mich erzogen, doch dem Tod mich nicht übergeben.
     Ch: Meine Stärke und mein Hymnengesang ist der Herr, / und Er ist mir zum Heil geworden.

L: Meine Stärke und mein Hymnengesang ist der Herr.
     Ch: Und Er ist mir zum Heil geworden.
D: Weisheit.
     L: .
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel :
      ( Stelle Lesen: )
Apostel des Tages:
     1 Kor 9, 2-12 ( Stelle Lesen: 1 Kor 9, 2-12 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
     L: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Alleluïa des Sonntags, Ton 2:
L: Alleluïa im zweiten Ton.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Erhören möge dich der Herr am Tag der Bedrängnis, beschirmen möge dich der Name des Gottes Jakobs.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Herr, errette den König, und erhöre uns am Tage, da wir Dich anrufen werden.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten .
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach .
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium :

()*
Evangelium des Tages:
Der Herr sprach dieses Gleichnis: Das Königtum der Himmel ist vergleichbar einem Menschen, einem König, der mit seinen Knechten Abrechnung halten wollte. Als er aber anfing abzurechnen, wurde ein Schuldner von zehntausend Talenten zu ihm gebracht. Weil er aber nichts hatte, um zurückzuerstatten, befahl sein Herr, dass er und seine Frau und die Kinder und alles, was er hatte, verkauft würden und davon zurückerstattet werde. Der Knecht nun fiel nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, sei langmütig mit mir, und ich werde dir alles zurückerstatten. Der Herr jenes Knechtes aber war von Barmherzigkeit gerührt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehen. Als aber jener Knecht hinausgegangen war, fand er einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldete. Da ergriff und würgte er ihn und sprach: Erstatte mir zurück, was du schuldest. Sein Mitknecht nun fiel nieder zu seinen Füßen, flehte ihn an und sprach: Sei langmütig mit mir, und ich werde es dir zurückerstatten. Der aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er das Geschuldete zurückerstattet habe. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie gar sehr betrübt, und sie gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Da rief ihn sein Herr herbei und spricht zu ihm: Du böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hattest. Hättest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmen müssen, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und zornentbrannt überlieferte ihn sein Herr den Folterknechten, bis er ihm alles Geschuldete zurückerstattet habe. So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von eurem Herzen seine Verfehlungen vergebet.
(Mt 18, 23-35)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie für die Entschlafenen

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir bitten auch um die Ruhe der Seelen der entschlafenen Knechte Gottes NN., und darum, dass ihnen verziehen werde jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung.
D: Dass der Herr, unser Gott, ihre Seelen dorthin versetze, wo die Gerechten ruhen.
D: Die Erbarmungen Gottes, das Königtum der Himmel und die Vergebung ihrer Sünden lasst uns von Christus, unserem unsterblichen König und Gott, erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deiner entschlafenen Knechte NN., Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Würdig ist es in Wahrheit, dich selig zu preisen, die Gottesgebärerin, die immer Seliggepriesene und Allmakellose und Mutter unseres Gottes. Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Sonntags.
Lobet den Herrn aus den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

Bittgebet für die Bewahrung der Schöpfung Gottes

D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet unser Gott allezeit, jetzt und immerdar, und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Himmlischer König, Tröster... L: Trishagion bis Vater unser...
     P: Denn Dein ist das Königtum...
     L: Amen. Herr, erbarme Dich, zwölfmal. Ehre, jetzt. Kommt, lasst uns anbeten... dreimal.

Psalm 103

     L: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist du gar sehr. Mit Bekenntnis und Erhabenheit hast du dich bekleidet, hast dich mit Licht umhüllt wie mit einem Gewand, ausgespannt den Himmel wie ein Zelttuch. Der seine Obergemächer in Wassern birgt, der Wolken zu seiner Steige setzt, wandelt auf den Flügeln der Winde. Der seine Engel zu Geistern erschafft und seine Diener zu feuriger Flamme. Der die Erde auf ihren festen Stand gegründet, nicht wird sie sich neigen auf immer und ewig. Der Abgrund ist sein Umhang wie ein Gewand, auf den Bergen werden stehen die Wasser. Sie werden fliehen vor deiner Schelte, zagen vor der Stimme deines Donners. Sie steigen Berge empor und Ebenen hinab an den Ort, den du ihnen begründet. Eine Grenze hast du gesetzt, die sie nicht überschreiten werden, noch werden sie sich wenden, die Erde zu bedecken. Der Quellen entsendet in Klüften, zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser. Sie werden tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel werden empfangen für ihren Durst. An ihnen werden sich die Vögel des Himmels niederlassen, mitten aus den Felsen heraus ihre Stimme geben. Der die Berge tränkt aus seinen Obergemächern: von der Frucht deiner Werke wird gesättigt werden die Erde. Der Gras aufgehen lässt dem Vieh und frisches Grün zum Dienst an den Menschen, um Brot hervorzubringen aus der Erde – auch Wein erfreut das Herz des Menschen –, um das Angesicht heiter zu machen mit Öl; und Brot stützt des Menschen Herz. Gesättigt werden die Hölzer der Ebene, die Zedern des Libanon, die du gepflanzt. Dort werden die Sperlinge nisten; die Wohnstatt des Reihers führt sie an. Die hohen Berge sind den Hirschen, der Fels den Hasen eine Zuflucht. Er schuf den Mond für die Zeiten; die Sonne kennt ihren Untergang. Du setztest Finsternis, und es ward Nacht, in ihr werden umherschweifen alle Tiere des Waldes, junge Löwen, die brüllen, um zu reißen und von Gott ihre Nahrung zu suchen. Die Sonne ging auf; und sie sammelten sich und werden sich niederlegen auf ihren Lagern. Der Mensch wird ausgehen zu seinem Werk und zu seinem Wirken bis zum Abend. Wie hocherhaben sind deine Werke, o Herr, alle hast du in Weisheit geschaffen; erfüllt ward die Erde von deiner Schöpfung. Da ist das große und weite Meer, dort sind Kriechtiere ohne Zahl, kleine Lebewesen samt großen. Dort fahren Schiffe einher; da ist dieser Drache, den du gebildet, darin zu spielen. Alle warten auf dich, dass du ihre Speise gebest zur rechten Zeit. Gibst du ihnen, werden sie sammeln; öffnest du deine Hand, werden sie allesamt erfüllt sein von Güte; wendest du aber dein Angesicht ab, werden sie aufgewühlt sein. Hinwegnehmen wirst du ihren Geist, und sie werden dahinschwinden und zurückkehren zu ihrem Staub. Aussenden wirst du deinen Geist, und sie werden erschaffen werden, und erneuern wirst du das Angesicht der Erde. Es sei die Herrlichkeit des Herrn auf ewig; frohgemut sein wird der Herr über seine Werke, der auf die Erde blickt und sie zittern lässt, der die Berge anrührt, und sie rauchen. Singen will ich dem Herrn in meinem Leben, will Psalmen singen meinem Gott, solange ich bin. Süß sei ihm meine Zwiesprache, ich aber will frohgemut sein über den Herrn. Dahinschwinden mögen die Sünder von der Erde und die Gesetzlosen, so dass sie nicht mehr sind. Segne, meine Seele, den Herrn.
Ehre, jetzt. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa. Dreimal.

Gott ist der Herr, Ton 6

D: Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr, und Er ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn: Er ist gut; denn auf ewig währet sein Erbarmen.
Vers: Ringsum umringten sie mich, doch im Namen des Herrn habe ich sie abgewehrt.
Vers: Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Werke des Herrn erzählen.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verwarfen, dieser ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn her ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen.

Bußtropare, Ton 6

     Ch: Erbarme Dich unser, o Herr, erbarme Dich unser. Jeder Entschuldigung bar, bringen wir, Sünder, Dir, Gebieter, dieses Gebet dar: Erbarme Dich unser.
Ehre: Herr, Der Du einst die stolzen Nationen in Babylon erschlugst, befreie uns von Deiner gerechten Strafe. / Erbarme Dich Deines sündigen Volkes, / das Du erworben hast mit Deinem Blute, / und lass uns nicht durch die Werke unserer Hände zugrunde gehen; / denn außer Dir kennen wir keinen anderen Gott, / und rufe den zugrunde Gehenden zu: // Ich bin mit euch, und niemand gegen euch.
Jetzt: Der Barmherzigkeit Pforte öffne uns, gesegnete Gottesgebärerin, auf dass wir, die wir auf dich hoffen, nicht verloren gehen, sondern von jeder Trübsal befreit werden. Denn du bist die Hilfe des Christengeschlechtes.

Prokimenon

D: Lasst uns aufmerken. Weisheit. Lasst uns aufmerken.
     L: Prokimenon, im 1. Ton: Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
     Ch: Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
     L: Herr, erhöre mein Gebet und mein Schreien.
     Ch: Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
     L: Dein Erbarmen, Herr, komme über uns,
     Ch: Wie wir gehofft haben auf Dich.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Römer.
D: Lasst uns aufmerken.

Apostel (Röm. 8,22)

     L: Röm 8, 22 ( Stelle lesen: Röm 8, 22 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.

Alleluïa

D: Weisheit.
     L: Alleluïa im 4. Ton. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Vers 1: Gott übe Mitleid mit uns und segne uns.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Vers 2: Er lasse Sein Angesicht über uns erscheinen und erbarme sich unser.
     Ch: Alleluïa im 4. Ton. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.

Evangelium nach Matthäus

P: Der Herr sprach zu Seinen Jüngern: Gleichwie der Blitz vom Osten ausgeht und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wo das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden. Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Mächte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen; und dann werden alle Stämme der Erde wehklagen, und sie werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit. Und Er wird Seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden Seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. Vom Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wann sein Zweig schon Saft führt und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So auch ihr: Wann ihr dies alles seht, erkennet, dass es nahe an den Türen ist.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Ebenso spricht der Diakon die Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
Herr, der Du die Welt und alles, was in ihr ist erschaffen hast, nimm unsere Buße an und schicke der Erde Regen und Wohlbeschaffenheit der Lüfte zur rechten Zeit, befriede die Elemente, damit die Schöpfung nicht Qualen erleide und nicht leide ob unserer Sünden, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich gnädig.
Herr, der Du Dich den Werken der Hochmütigen widersetzt, berichtige die Werke unserer Hände, dass sie nicht auf unsere Häupter zurückfallen und Unglück und Unheil uns nicht zugrunde gehen lassen, sondern schaue auf unsere Zerknirschung und sende Gnade und Frieden herab, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich gnädig.
Möge Deine Schöpfung nicht ob unserer Habsucht und Ungerechtigkeit leiden, o Herr, sondern möge sie unbeschadet von allen Missetaten des Feindes bewahrt werden, so bitten wir Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Auch beten wird, dass Du der Ungerechtigkeiten und Gesetzlosigkeiten Deines Volkes nicht gedenken mögest und dass Du von uns abkehren mögest all Deinen Zorn, der mit Recht auf uns gerichtet ist und dass Du diese Welt nicht zugrunde gehen lässt durch Hunger, Durst und andere Nöte, sondern dass Du sie bewahrst und uns verschonst, so bitten wir Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.

Gebet um die Wohlbeschaffenheit der Welt

P: Gesegnet bist Du, Herr, Gott, Allherrscher, der Du den Himmel und die Erde in all ihrer Schönheit erschaffen hast; der Du den Tag mit dem Sonnenlicht erleuchtet und die Nacht erhellt hast mit Feuerglanz; Du Schöpfer aller Schöpfung; der Du den Menschen aus Erder erschaffen hast; der Du durch ehrwürdigem Blut Deines Christus den von Dir abgefallenen und Dich verratenen erneuert hast!
Merke vom Himmel herauf, o Gott, und sieh, wie die Erde leidet, wie die Bäume des Waldes und Pflanzen verschwinden, wie die Tiere und das Vieh und die Vögel des Himmels zugrunde gehen wegen der Bosheit derer, die auf der Erde leben. Darum fallen wir vor Dir nieder und schreien in Buße zu Dir, dass Du Deine Welt und uns mit unseren Sünden nicht zerstören mögest, sondern dass Du die unverständigen Söhne der Menschen bekehrst und errettest, mitsamt das ihnen gehorsamen Geschöpf.
Gesegnet bist Du, o Herr, der Du zur Zeit Noahs die Sünde der Menschheit mit einer Flut weggewaschen hast! Schenke uns Ströme der Tränen und die Abwaschung unserer Befleckungen, damit wir uns von unseren bösen Taten, Veruntreuungen und Verfehlungen abwenden, auf dass wir Dein Erbe bewahren.
Gesegnet bist Du, Herr, Gott, Allherrscher, der Du zur Zeit des Lots die Abscheulichkeiten des Sodoms und Gomorra zerstört und das verheißene Land von ihren Verunreinigungen gereinigt hast! Schenke den verkehrten und widerspenstigen Gemütern und Herzen der Menschen eine Zurechtweisung, damit sie Deinen Weg erkennen.
Gesegnet bist Du, Herr, Gott, Allherrscher, der Du durch die Ankunft Deines geliebten Sohnes die ganze Schöpfung erneuert und geläutert hast! Schenke, dass die Menschen von ganzem Herzen an Dich glauben und Dich, Deinen eingeborenen Sohn und den Heiligen Geist, den Tröster, verherrlichen, damit die Menschen und die Elemente und alles Geschöpf den ehrwürdigen und herrlichen Namen der Heiligen Dreiheit verherrlichen, in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
P: Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der seligen und gotttragenden Väter, und aller Heiligen, erbarme sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du niederstiegest zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / da hast du den Hades getötet durch den Blitzstrahl der Gottheit. / Als du aber die Verstorbenen aus der Unterwelt erstehen ließest, / riefen alle Mächte der Himmelswelt aus: // „Lebenspender Christus, unser Gott, Ehre sei dir!“

Kondak

Ton 2. Kondak des Sonntags.
Auferstanden bist du, Erretter, aus dem Grabe, Allmächtiger, / und der Hades geriet in Schrecken, / da er schaute das Wunder. / Die Toten erstanden, / die Schöpfung sieht es und freut sich mit dir., Adam stimmt ein in den Jubel, // und der Kosmos besingt, mein Erretter, dich immerdar.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank; Pater Kilian Kirchhoff (Wechseltexte).
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Programmierung: Priester Alexej Veselov.