Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Samstag, dem 28. August 2021
(15. August nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

10. Woche nach Pfingsten. Ton 8.
Entschlafen unserer allheiligen Gebieterin, der Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria. hochfest
Länge:

In manchen Kirchen existiert folgende Praxis: vor der Vigil am Vorabend des Entschlafens wird das Grabtuch der Gottesmutter mit Blumen geschmückt und auf den Altartisch gelegt. Davor wird eine Kerze angezündet, wonach der Altartisch und das Grabtuch geweihräuchert werden. Während des Polyleos beim Orthros wird das Grabtuch durch die Königlichen Türen aus dem Altar herausgetragen und in die Mitte der Kirche gelegt. Dort verweilt es bis zum Gottesdienst, bei welchem die Ordnung der Beerdigung der Gottesmutter vollzogen wird. Auf das Grabtuch der Gottesmutter wird kein Evangeliar gelegt.
Wenn das Grabtuch am Tag des Fests selbst herausgetragen wird, wird es nicht während des Gottesdienstes der Beerdigung hinausgetragen. Bei diesem Gottesdienst vollzieht man aber wie üblich die Ordnung der Beerdigung samt Prozession. In vielen Kirchen wird das Grabtuch jedoch am Tag der Beerdigung selbst herausgetragen, während die Tropare des Fests zu „Gott ist der Herr“ gesungen werden.
Die Ordnung der Beerdigung selbst ist nicht im Typikon zu finden, stellt jedoch eine fromme Tradition dar, die in vielen Kirchen befolgt wird. Sie wird an einem Tag der Nachfeier des Fests vollzogen, normalerweise am Vorabend des zweiten Tages der Nachfeier abends (also am 16. August abends).
Nach der Litrugie „beim Mittagessen ein Trost an die Brüder. Fällt das Fest auf einen Mittwoch oder Donnerstag, sind nur Fisch und Wein erlaubt. Wenn aber am Montag, sind Laien Fleisch, Käse und Eier erlaubt, Mönchen jedoch nur Fisch und Wein.“ (Typikon, 15. August)

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 1

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 1. Stichiren des Fests. (Automelon)
O des unfassbaren Wunders! / Die Quelle des Lebens / wird bestattet im Grabe. / Doch das Grab wird eine Leiter zum Himmel. / Freue dich, Gethsemane, / der Gottesgebärerin heiliger Garten. / Lasst uns rufen, ihr Gläubigen, / da wir Gabriel zum Anführer haben: / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / das große Erbarmen.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
O des unfassbaren Wunders! / Die Quelle des Lebens / wird bestattet im Grabe. / Doch das Grab wird eine Leiter zum Himmel. / Freue dich, Gethsemane, / der Gottesgebärerin heiliger Garten. / Lasst uns rufen, ihr Gläubigen, / da wir Gabriel zum Anführer haben: / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / das große Erbarmen.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
O des unfassbaren Wunders! / Die Quelle des Lebens / wird bestattet im Grabe. / Doch das Grab wird eine Leiter zum Himmel. / Freue dich, Gethsemane, / der Gottesgebärerin heiliger Garten. / Lasst uns rufen, ihr Gläubigen, / da wir Gabriel zum Anführer haben: / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / das große Erbarmen.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
O deiner Mysterien! / Als Thron des Höchsten / wurdest, Reine, du erwiesen, Gebieterin, / und gingst heute hinüber von der Erde zum Himmel. / Deine ruhmvolle Herrlichkeit / leuchtet auf durch gottstrahlende Gnaden. / Ihr Jungfrauen, lasst euch erheben / mit der Mutter des Königs zur Höhe! / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / des große Erbarmen.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
O deiner Mysterien! / Als Thron des Höchsten / wurdest, Reine, du erwiesen, Gebieterin, / und gingst heute hinüber von der Erde zum Himmel. / Deine ruhmvolle Herrlichkeit / leuchtet auf durch gottstrahlende Gnaden. / Ihr Jungfrauen, lasst euch erheben / mit der Mutter des Königs zur Höhe! / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / des große Erbarmen.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
O deiner Mysterien! / Als Thron des Höchsten / wurdest, Reine, du erwiesen, Gebieterin, / und gingst heute hinüber von der Erde zum Himmel. / Deine ruhmvolle Herrlichkeit / leuchtet auf durch gottstrahlende Gnaden. / Ihr Jungfrauen, lasst euch erheben / mit der Mutter des Königs zur Höhe! / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / des große Erbarmen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Deine Entschlafung rühmen / die Gewalten, die Throne, / die Fürstentümer, die Herrschaften, / die Mächte, die Cherubim und die Furcht erregenden Seraphim. / Erdgeborene frohlocken / ob deiner gotterfüllten Herrlichkeit im Schmucke. / Könige fallen nieder / mit den Erzengeln und Engeln und singen: / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / das große Erbarmen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Deine Entschlafung rühmen / die Gewalten, die Throne, / die Fürstentümer, die Herrschaften, / die Mächte, die Cherubim und die Furcht erregenden Seraphim. / Erdgeborene frohlocken / ob deiner gotterfüllten Herrlichkeit im Schmucke. / Könige fallen nieder / mit den Erzengeln und Engeln und singen: / Du Begnadete, sei gegrüßt! / Mit dir ist der Herr, / der durch dich der Welt gewährt / das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests.
Auf göttlichen Wink wurden erhoben / von überall die gotttragenden Apostel / durch Wolken hoch in die Lüfte. / Sie gelangten zu deinem all reinen Leibe, / aus dem das Leben hatte seinen Ausgang genommen, / und umfingen ihn herzlich. / Die höchsten Mächte aber der Himmel / stellten sich ein mit ihrem Gebieter. / Sie geleiteten, von Furcht erfasst, / den unversehrten Leib, der Gott hatte empfangen. / Sie eilten überirdisch voraus / und riefen unsichtbar den oberen Ordnungen zu: / Siehe, es naht die allherrschende Gottesmagd. / Erhebet die Tore und empfanget sie auf überirdische Weise, / sie, die Mutter des ewigen Lichtes. / Denn durch sie ist geschehen / die allgemeine Erlösung der Sterblichen. / Sie anzublicken vermögen wir nicht. / Ihr würdig Ehre zu erweisen ist unmöglich. / Denn ihre Hoheit übersteigt alle Einsicht. / So bitte fortwährend, unversehrte Gottesgebärerin, / die du allzeit lebst mit deinem Kinde, / dem lebenbringenden König, / zu bewahren und zu retten / dein neues Volk vor jedem Angriff des Feindes. / Denn deines Beistands erfreuen wir uns, / die wir auf ewig im Glanz dich selig preisen.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Freitagabend, Ton 7:
D: Prokimenon im siebten Ton. O Gott, mein Beistand bist Du; / zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.
     Ch: O Gott, mein Beistand bist Du; / zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.

Vers: Entreiße mich meinen Feinden, o Gott, und von denen, die wider mich aufstehen, erlöse mich.
     Ch: O Gott, mein Beistand bist Du; / zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.

D: O Gott, mein Beistand bist Du;.
     Ch: Zuvorkommen wird mir Dein Erbarmen.
Parimien des Fests (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Genesis.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es ging weg Jakob vom Brunnen des Schwures und begab sich nach Charán. Er kam an einen Ort und legte sich dort nieder, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen des Ortes und legte ihn unter sein Haupt. Er schlief ein an jenem Orte und ein Traum kam über ihn. Und siehe, eine Leiter, die feststand auf der Erde, deren Spitze bis in den Himmel reichte. Und die Engel Gottes stiegen auf und nieder an ihr; der Herr aber stützte sich auf sie und sprach: Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Isaaks. Fürchte dich nicht! Das Land, auf welchem du schläfst, dir werde ich es geben und deinem Samen. Und es wird sein dein Same wie der Staub der Erde und er wird sich verbreiten nach dem Meere hin, nach Süden und Norden, und nach dem Osten. Und es werden gesegnet werden in dir alle Stämme der Erde, und in deinem Samen. Und siehe, ich bin mit dir und behüte dich auf jedem Wege, den du beschreitest. Ich werde dich zurückholen in dieses Land, weil ich dich nicht verlasse, bis ich alles getan habe, was ich zu dir gesprochen. Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sprach: Der Herr ist an diesem Orte, ich aber wusste es nicht. Und er geriet in Furcht und sprach: Wie furchterregend ist dieser Ort! Nichts anderes ist hier als das Haus Gottes, und dies ist die Pforte des Himmels. (Gen 28, 10-17)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie des Ezechiel.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es wird sein vom achten Tage an und fürderhin, da werden die Priester auf dem Opferaltar eure Ganzopfer bereiten und eure Friedopfer. Und ich werde euch annehmen, spricht der Herr. Und er brachte mich zurück auf den Weg des äußeren Tores des Heiligtums, das Richtung Osten schaut, und es war geschlossen. Da sprach der Herr zu mir: Dieses Tor wird geschlossen sein, nicht wird es geöffnet werden, und niemand wird es durchschreiten, denn der Herr, der Gott Israels, ist durch es eingegangen, und es wird geschlossen sein. Deshalb lässt sich jener Anführer an ihm nieder, um Brot zu essen. Auf dem Weg der Vorhalle des Tores wird er eingehen und auf dem Wege desselben heraustreten. Und er führte mich hinein auf dem Wege des Tores nach Norden, gegenüber dem Hause. Ich schaute, und siehe, voll der Herrlichkeit war das Haus des Herrn. (Ez 43, 27 - 44, 4)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch der Sprüche.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Die Weisheit hat sich ein Haus erbaut und es gestützt auf sieben Säulen. Sie hat ihre Opfer geschlachtet und im Mischkrug ihren Wein gemischt und sich ihren Tisch bereitet. Sie sandte aus ihre Diener und rief zusammen mit erhobener Botschaft zum Mischkrug und sprach: Wer unverständig ist, beuge sich zu mir. Und die Bedürftigen unterwies sie und sagte: Kommt, esset mein Brot und trinket den Wein, den ich euch gemischt habe. Lasset ab vom Unverstand und ihr werdet leben. Suchet Verständigkeit, damit ihr lebet, und ihr werdet befestigen die Einsicht in Erkenntnis. Wer die Bösen anleitet, Wird sich selbst Unehre schaffen, und wer den Gottlosen zurechtweist, wird sich selbst schmähen. Denn die Widerlegungen des Gottlosen sind Striemen für ihn. Überführe nicht die Bösen, damit sie dich nicht hassen. Prüfe den Weisen, und er Wird dich lieben. Gib dem Weisen eine Ermahnung, und er wird noch weiser sein. Tue dem Gerechten etwas kund, und er wird herbeieilen, es zu empfangen. Der Ursprung der Weisheit ist die Furcht des Herrn , und der Wille der Heiligen ist Einsicht. Die Kenntnis des Gesetztes ist Sache eines guten Verstandes. Durch diese Gesinnung wirst du leben lange Zeit, und es werden dir zugemessen die Jahre des Lebens. (Spr 9, 1-11)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 1. Stichiren des Fests. (Idiomela)
Es geziemte den Augenzeugen und Dienern des Logos, / auch zu sehen die Entschlafung / seiner Mutter dem Fleische nach, / das letzte ihrer Mysterien, / auf dass sie nicht allein schauten den Aufstieg / des Erretters von der Erde, / sondern auch Zeugen seien der Hinübernahme / derer, die ihn hat geboren. / Von überall her wurden sie deshalb herbeigebracht / durch göttliche Macht und erreichten den Sion. / Und sie gaben ihr das Geleite, / als sie eilte zum Himmel, / sie, die höher steht als die Cherubim. / Auch wir verehren sie mit ihnen / als Fürbitterin für unsere Seelen.
Ton 2. (von Anatolios)
Die da höher ist als die Himmel, / ruhmreicher als die Cherubim / und kostbarer als die ganze Schöpfung, / die um der Reinheit willen, die alles Maß übersteigt, / zum Gefäß ist geworden der ewigen Wesenheit, / sie übergibt den Händen des Sohnes / heute die allheilige Seele. / Mit ihr wird alles mit Freude erfüllt, / und uns wird geschenkt das große Erbarmen.
(von Ioannes)
Die Braut ganz ohne Tadel / und Mutter des Wohlgefallens des Vaters, / die von Gott war vorgesehen / als Stätte seiner Einung ohne Vermischung, / übergibt heute dem Schöpfer und Gott / die unversehrte Seele. / Die Mächte der Körperlosen / nehmen sie gottwürdig in Empfang. / Ins Leben wird hinüberversetzt, / die wahrhaftig ist die Mutter des Lebens, / die Leuchte des unzugänglichen Lichtes, / die Errettung der Gläubigen / und die Hoffnung unserer Seelen.
Ton 3. (von Germanos)
Kommt, all ihr Enden der Erde, / wir wollen selig preisen das erhabene Verscheiden der Gottesmutter. / Denn in die Hände ihres Sohnes / hat sie gelegt ihre untadelige Seele. / Darum wurde in ihrer heiligen Entschlafung / die Welt mit neuem Leben beschenkt / und feiert glänzend mit Psalmen und Hymnen / und mit geistlichen Gesängen / gemeinsam mit den Körperlosen und den Aposteln.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 5. Theotokion des Fests.
Singet, ihr Völker, der Mutter unseres Gottes, singet! / Denn heute legt sie ihre lichtvolle Seele / in die reinen Hände dessen, / der aus ihr ist Fleisch geworden ohne Samen. / Ihn aber bittet sie ohne Unterlass, / dass dem Erdkreis werde zum Geschenke / der Friede und das große Erbarmen.

Ektenie zur Litia

Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 4. Stichiren des Fests. (Idiomela)
Kommt, ihr Völker, lasst uns besingen / die allheilige Jungfrau, die reine, / aus der unsagbar ist hervorgegangen / Fleisch geworden der Logos des Vaters, / indem wir rufen und sagen: / Gepriesen bist du unter den Frauen! / Selig der Leib, der Christus hat Raum gegeben! / Seinen heiligen Händen / hast du anvertraut die Seele. / So bitte, du Unversehrte, / dass errettet werden unsere Seelen.
Erhebe dich, Herr, zu deiner Ruhe, * du und die Lade deiner Heiligung.
Deine allehrwürdige Entschlafung, / allheilige Jungfrau, du reine, / preisen selig die Engelscharen im Himmel / und wir, das Menschen geschlecht auf Erden, / denn Mutter bist du geworden / Christi Gottes, des Schöpfers von allem. / Lass nicht ab, so bitten wir, / ihn für uns anzuflehen, / die wir auf dich nach Gott / gesetzt haben die Hoffnungen, / Gottesgebärerin, allbesungen und unvermählt.
Geschworen hat der Herr dem David die Wahrheit, und er wird sie nicht verwerfen: * Von der Frucht deines Leibes werde ich einen setzen auf deinen Thron.
Das Davidslied, ihr Völker, / lasst Christus Gott uns heute singen: / Es werden zugeführt werden, so sagt er, / dem König Jungfrauen hinter ihr drein; / die ihr nahe stehn werden zugeführt werden / in Freude und Frohlocken. / Denn sie aus dem Samen Davids, / durch die wir wurden vergöttlicht, / wird hinüberversetzt in den Händen / ihres eigenen Sohnes und Gebieters / glorreich und über dem Verstehn. / Sie lasst uns besingen als Mutter Gottes, / indem wir rufen und sagen: / Rette uns, die wir dich bekennen / als Gottesgebärerin, aus aller Bedrängnis / und erlöse aus Gefahren unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests.
Als du hinschiedest, Gottesgebärerin Jungfrau, / zu ihm, der aus dir unsagbar ward geboren, / da war Jakobus zugegen, der Gottesbruder und erste Hierarch, / auch Petrus, das ehrwürdigste höchste Haupt der Theologen, / und der gesamte göttliche Chor der Apostel. / Sie besangen in gottkündenden Liedern / das göttliche und alles Maß übersteigende Mysterium / des Heilswerkes Christi Gottes / und bestatteten, Allbesungene, mit Freuden / deinen Leib, der hatte Leben geschenkt und Gott empfangen. / Von oben her aber gerieten außer sich / die allheiligen und hehrsten Mächte der Engel, / neigten sich und sprachen zueinander: / Erhebet eure Tore / und empfanget jene, / die geboren hat den Schöpfer / des Himmels und der Erde. / Mit Preisliedern lasst uns besingen / den ehrwürdigen und heiligen Leib, / der in sich konnte fassen / den Herrn, den wir nicht können schauen. / So feiern auch wir dein Gedächtnis / und rufen dir aus, Allbesungene: / Erhöhe das Horn der Christen / und rette unsere Seelen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.

Brotsegnung

An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 1

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.
Es wird das sechzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 109 bis 117, nach westlicher Nummerierung 110 bis 118. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Sedalen des Fests.
Der würdige Chor aller weisen Apostel versammelte sich auf wunderbare Weise herrlich deinen erhabenen Leib zu bestatten, allbesungene Gottesgebärerin. Mit ihnen sang die Menge der Engel und verherrlichte dein geheimnisvolles Entschlafen, das wir gläubig feiern.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der würdige Chor aller weisen Apostel versammelte sich auf wunderbare Weise herrlich deinen erhabenen Leib zu bestatten, allbesungene Gottesgebärerin. Mit ihnen sang die Menge der Engel und verherrlichte dein geheimnisvolles Entschlafen, das wir gläubig feiern.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 3. Sedalen des Fests.
Wunder über Wunder vereinten sich in dir, Gottesgebärerin, da du ohne Samen empfingest dein Kind und in deinem Entschlafen unverweslich erschienest. Wie vermochtest du, der Ehe Unkundige, rein die Ernährerin deines Kindes zu sein? Wie vermagst du, die sterbliche Mutter, Gott Friedensquelle zu sein? Deshalb singen wir dir mit den Engeln: Freue dich, Gesegnete.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wunder über Wunder vereinten sich in dir, Gottesgebärerin, da du ohne Samen empfingest dein Kind und in deinem Entschlafen unverweslich erschienest. Wie vermochtest du, der Ehe Unkundige, rein die Ernährerin deines Kindes zu sein? Wie vermagst du, die sterbliche Mutter, Gott Friedensquelle zu sein? Deshalb singen wir dir mit den Engeln: Freue dich, Gesegnete.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Fests.
Geistliche: Wir hochpreisen dich, / allreinste Mutter Christi, unseres Gottes, // und wir ehren dein wunderbares Entschlafen.
     Ch: Wir hochpreisen dich, / allreinste Mutter Christi, unseres Gottes, // und wir ehren dein wunderbares Entschlafen.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen dich, / allreinste Mutter Christi, unseres Gottes, // und wir ehren dein wunderbares Entschlafen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Eröffne, David, die Tiefe des Feiertages, den du einst in deinen Psalmen besangest. Denn die Tochter, die Jungfrau und Gottesbraut, hat in jene Gefilde eingeführet, Der aus ihr ohne Samen Mensch geworden ist. Deshalb freuen sich die Mütter und Töchter, die Bräute Christi und singen : Freue dich, die du geführet wurdest in das himmlische Reich.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Eröffne, David, die Tiefe des Feiertages, den du einst in deinen Psalmen besangest. Denn die Tochter, die Jungfrau und Gottesbraut, hat in jene Gefilde eingeführet, Der aus ihr ohne Samen Mensch geworden ist. Deshalb freuen sich die Mütter und Töchter, die Bräute Christi und singen : Freue dich, die du geführet wurdest in das himmlische Reich.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 6.
Zu dir im Himmel erheb ich meine Augen, o Logos; sei mir gnädig, auf daß ich dir lebe.
Erbarme dich unser, die wir sind verachtet; forme uns zu deinen brauchbaren Gefäßen, o Logos.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Fests, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Gedenken werde ich Deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.
     Ch: Gedenken werde ich Deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.

Vers: Höre, Tochter, und sieh und neige Dein Ohr.
     Ch: Gedenken werde ich Deines Namens / von Geschlecht zu Geschlecht.

D: Gedenken werde ich Deines Namens.
     Ch: Von Geschlecht zu Geschlecht.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jenen Tagen stand Maria auf und ging eilends in das Bergland, in eine Stadt Judas; und sie kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabet. Und es geschah, sowie Elisabet den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kindlein in ihrem Schoße; und Elisabet ward mit dem Heiligen Geist erfüllt, sie rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Schoßes. Und woher wird mir dies zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang, hüpfte das Kindlein mit Frohlocken in meinem Schoße. Und selig, die geglaubt hat, dass zur Erfüllung kommen wird, was ihr vom Herrn gesagt ward. Und Maria sprach: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter. Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter. Denn Großtaten hat an mir gewirkt der Mächtige, und heilig ist sein Name;
Maria blieb aber ungefähr drei Monate bei ihr und kehrte in ihr Haus zurück.
(Lk 1, 39-49, 56)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Fests.
Als das Entschlafen deines allheiligen Leibes nahte, umstanden die Apostel dein Lager und schauten erregt zu dir. Da sie deinen Leib nun sahen, ergriff sie Furcht, und Petrus rief weinend aus: O Jungfrau, ich erblicke dich dahingestreckt, das Leben aller, und bin verwirrt. Des zukünftigen Lebens Wonne nimmt Wohnung in dir, Allheilige, flehe inständig zu deinem Sohn und Gott, dass Er Seine Herde unverletzt bewahre.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Des ehrwürdigen Kosmas.
Irmos: Dein heiliges und herrliches Andenken, Jungfrau, die du geschmücket bist mit göttlicher Herrlichkeit, hat alle Gläubigen vereint, um unter deiner Führung, Maria, deinem Eingeborenen mit Pauken und Reigen zu singen: Herrlich ward Er verherrlicht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Chöre der Körperlosen geleiten das Emporsteigen deines göttlichen Leibes nach Zion. Aus allen Enden der Welt kam unversehens die Menge der Apostel, dich zu umgeben. Mit ihnen feiern wir dein würdiges Andenken, reine Jungfrau.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Sieghafte Ehren wurden dir über alle Gesetze der Natur zuteil, Reine, denn du gebarest Gott. Doch du folgtest dem Vorbilde deines Schöpfers und Sohnes und unterwarfest dich den Gesetzen der Natur, und bliebest dennoch über die Natur erhaben: Du starbest, um mit deinem Sohne zum ewigen Leben aufzuerstehen.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Des ehrwürdigen Johannes Damascenus.
Irmos: Öffnen werde ich meinen Mund, und er wird vom Geist erfüllet. Künden will ich der Mutter und Königin, feiern und freudig besingen ihr Entschlafen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Jungfrauen, erhebet nun eure Stimmen mit der Prophetin Mariam zum Grabgesang: Die Jungfrau und einzige Gottesmutter gehet nun hinüber, im Himmel empfangen zu werden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die göttlichen und himmlischen Gefilde haben dich, den beseelten Himmel, würdig empfangen, Allreine. Herrlich erschienest du geschmückt vor dem Herrscher und Gott, als die untadelige Braut.
Katavasie, Ton 1: Dein heiliges und herrliches Andenken, Jungfrau, die du geschmücket bist mit göttlicher Herrlichkeit, hat alle Gläubigen vereint, um unter deiner Führung, Maria, deinem Eingeborenen mit Pauken und Reigen zu singen: Herrlich ward Er verherrlicht.
Katavasie, Ton 4: Öffnen werde ich meinen Mund, und er wird vom Geist erfüllet. Künden will ich der Mutter und Königin, feiern und freudig besingen ihr Entschlafen.
Ode 3
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Irmos: Die allerschaffende und allerhaltende göttliche Weisheit und Kraft festigte unbeugsam und unerschütterlich die Kirche, o Christe, denn Du allein bist heilig und ruhest im Heiligtum.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als totes Weib, und doch auch als über die Ordnung der Natur seiende Mutter Gottes sehen dich, Makellose, die herrlichen Apostel und berühren dich mit Zagen. Du strahlest in Herrlichkeit, und dich erkennen sie als das Zelt, in welchem Gott Wohnung nahm.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gottes Strafe ereilte die Hände des Dreisten, da sie ihm abgeschlagen wurden. Gott bewahrte in göttlicher Herrlichkeit die Ehre Seiner beseelten Lade, in welcher Er selbst, das Wort, den Körper angenommen hatte.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Irmos: Gottesgebärerin, lebendige und unerschöpfliche Quelle, stärke geistig alle zu deiner Lobpreisung Versammelten, und würdige sie durch dein göttliches Gedenken der ehrenden Kronen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du kamest aus sterblichem Geschlechte, Reine, so verließest du auch dieses Leben entsprechend deiner Natur. Da aber aus dir das wahrhaftige Leben geboren ward, gingest du ein in das göttliche und wesenhafte Leben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf allmächtigen Wink kam die Vielzahl der Apostel aus allen Enden der Welt und die Menge der Engel aus der Höhe zu Zion, um, Gebieterin, gebührend deinem Begräbnis zu dienen.
Katavasie, Ton 1: Die allerschaffende und allerhaltende göttliche Weisheit und Kraft festigte unbeugsam und unerschütterlich die Kirche, o Christe, denn Du allein bist heilig und ruhest im Heiligtum.
Katavasie, Ton 4: Gottesgebärerin, lebendige und unerschöpfliche Quelle, stärke geistig alle zu deiner Lobpreisung Versammelten, und würdige sie durch dein göttliches Gedenken der ehrenden Kronen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Hypakoi des Fests.
Es preisen dich, Gottesgebärerin Jungfrau, alle Völker. In dir geruhte der nicht Umfassbare, Christus, Gott, umfangen zu werden. Selig sind wir, die wir deine Fürsprache besitzen, denn am Tage und in der Nacht flehest du für uns, und die Kraft deiner Treuen wird gefestigt. Deshalb wollen wir dich lobend besingen: Freue dich, Gnadenerfüllte, der Herr ist mit dir.
Ode 4
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Irmos: Die Weissagungen und Ahnungen der Propheten kündeten Deine Menschwerdung aus der Jungfrau, o Christe. Das Strahlen Deines Lichtes wird ausgehen zur Erleuchtung der Heiden, und aus der Tiefe dringet der Ruf in Freude zu Dir: Deiner Kraft sei Ehre, Menschenliebender.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Schauet, ihr Völker, und wundert euch: Der heilige und göttliche Berg erhebet sich über die himmlischen Zelte, der irdische Himmel nimmt Wohnung in der himmlischen und unvergänglichen Welt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Allreine, dein Tod war ein Hinübergehen in das ewige und unvergleichliche Leben. Durch ihn gelangtest du aus dem kurzwahrenden zum wahrhaftigen, göttlichen und nimmer endenden Leben, um in Freude deinen Sohn und Herren zu schauen.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Hoch öffneten sich die Tore des Himmels, die Engel lobsangen, und Christus empfing das jungfräuliche Gefäß, seine Mutter. Die Cherubim erhoben dich mit Freude, und die Seraphim verherrlichen dich mit Frohlocken.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Irmos: Der da sitzet in der Herrlichkeit auf dem göttlichen Throne, Jesus, Gott, nahte in leichter Wolke durch die unbefleckte Vermittlung und erlöste alle, die da rufen: Ehre sei, Christus, Deiner Macht.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wunderbar ist es, den Herrscher des Alls zu schauen, beseelter Himmel, Schoß, der das Irdische überwand. Wie herrlich sind Deine Werke. Ehre sei, Christus, Deiner Macht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wenn auch ihr unfassbares Kind, welches die Himmel erschuf, freiwillig als Toter das Begrabensein auf Sich nahm, wie wird sich ihr das Grab öffnen, die der Ehe unkundig geboren hat.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
In deinem Entschlafen, Mutter Gottes, bedeckten die himmlischen Heerscharen deinen umfassenden und Gott empfangen habenden Leib in Furcht mit ihren geweihten Flügeln.
Katavasie, Ton 1: Die Weissagungen und Ahnungen der Propheten kündeten Deine Menschwerdung aus der Jungfrau, o Christe. Das Strahlen Deines Lichtes wird ausgehen zur Erleuchtung der Heiden, und aus der Tiefe dringet der Ruf in Freude zu Dir: Deiner Kraft sei Ehre, Menschenliebender.
Katavasie, Ton 4: Der da sitzet in der Herrlichkeit auf dem göttlichen Throne, Jesus, Gott, nahte in leichter Wolke durch die unbefleckte Vermittlung und erlöste alle, die da rufen: Ehre sei, Christus, Deiner Macht.
Ode 5
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Irmos: Die göttliche und unaussprechliche Schönheit Deiner Vollkommenheit will ich verkünden, o Christe, denn aus der ewigen Herrlichkeit erstrahltest Du als mitewiger und mitwesentlicher Glanz aus dem jungfräulichen Schoße allen in der Finsternis und im Schatten Weilenden, gleich einer Sonne.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Aus allen Enden der Welt kam der Chor der Apostel auf Wolken getragen nach Zion, dir zu dienen, der leichten Wolke, aus welcher der höchste Gott denen in der Finsternis und im Schatten Lebenden als gerechte Sonne erstrahlte.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Posaune der wohltönenden und gottgefälligen Stimmen der gottgelehrten Männer sang der Gottesgebärerin im Geiste das Lied zum Begräbnis: Freue dich, du unverwesliche Quelle der lebenspendenden und erlösenden Menschwerdung.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Irmos: Das All erschrak ob deines würdigen Entschlafens: Als der Ehe unkundige Jungfrau gingest du von der Erde in die himmlischen Gezelte zum ewigen Leben hinüber. Allen dich Besingenden verleihest du die Erlösung.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Lasset heute erklingen die Posaunen der Gotteslehrer, die beredte Sprache der Menschen soll jetzt preisen, erklingen mag die Luft und in unfassbarem Lichte erstrahlen, und auch die Engel besingen das Entschlafen der allreinen Jungfrau.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dir, dem auserwählten Gefäß, gebührte ein wunderbares Entschlafen, - von Gott gesegnet und in allem Gott wohlgefällig auch im äußeren Geschehen. In Liedern wirst Du gepriesen, allbesungene Gottesgebärerin.
Katavasie, Ton 1: Die göttliche und unaussprechliche Schönheit Deiner Vollkommenheit will ich verkünden, o Christe, denn aus der ewigen Herrlichkeit erstrahltest Du als mitewiger und mitwesentlicher Glanz aus dem jungfräulichen Schoße allen in der Finsternis und im Schatten Weilenden, gleich einer Sonne.
Katavasie, Ton 4: Das All erschrak ob deines würdigen Entschlafens: Als der Ehe unkundige Jungfrau gingest du von der Erde in die himmlischen Gezelte zum ewigen Leben hinüber. Allen dich Besingenden verleihest du die Erlösung.
Ode 6
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Irmos: Das innere Feuer des aus der Tiefe geborenen Seetieres war ein Bild deines dreitägigen Begrabenseins, als dessen Prophet Jonas erschien, denn errettet, wie er vor seiner Sendung schon war, rief er unverletzt aus: Ich will dir opfern mit der Stimme des Lobes, o Herr.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Herrscher und Gott des Alls erweist an dir Erhabenes über alle Natur, denn wie Er dich in deinem Gebären als Jungfrau bewahrte, so erhielt Er deinen Leib im Grabe von aller Verwesung unberührt. Er verherrlichte dich durch dein göttliches Entschlafen und erweiset als Sohn der Mutter die Ehre.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Als Leuchter des unstofflichen Lichtes, als goldenes Weihrauchgefäß des göttlichen Feuers, als Mannagefäß und als Stab, als von Gott geschriebene Tafel und heilige Lade, als Thron des lebendigen Wortes, Jungfrau, hat dich Der aus dir Geborene wahrhaftig in das Allerheiligste aufgenommen.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Irmos: Da wir das göttliche und würdige Fest der Gottesmutter feiern, kommet, ihr Gottweisen, klatschet in die Hände und rühmet Den aus ihr geborenen Gott.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Aus dir erstrahlte das Leben und verletzte nicht die Tore deiner Jungfräulichkeit. Wie konnte nun dein allreiner und lebenspendender Leib an der Versuchung des Todes teilhaben?
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du warest der Tempel des Lebens und wurdest des ewigen Lebens gewürdigt. Durch den Tod bist du in das Leben hindurchgegangen, die du das wahrhaftige Leben gebarest.
Katavasie, Ton 1: Das innere Feuer des aus der Tiefe geborenen Seetieres war ein Bild deines dreitägigen Begrabenseins, als dessen Prophet Jonas erschien, denn errettet, wie er vor seiner Sendung schon war, rief er unverletzt aus: Ich will dir opfern mit der Stimme des Lobes, o Herr.
Katavasie, Ton 4: Da wir das göttliche und würdige Fest der Gottesmutter feiern, kommet, ihr Gottweisen, klatschet in die Hände und rühmet Den aus ihr geborenen Gott.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 2. Kondak des Fests.
Die Gottesgebärerin, die im Bitten niemals in Schlaf verfällt, die Hoffnung, die im Beistehen ihren Ort nicht vertauscht, konnten Grab und Tod nicht halten. Denn als Mutter des Lebens hat sie ins Leben hinüberversetzt, der zur Wohnung hat genommen den stets jungfräulichen Mutterschoß.
Ikos.
Bewahre mein Sinnen, mein Christus, denn ich wage den Schutz des Lebens, die allreine Mutter zu besingen: Stärke das Haus meiner Rede und verteidige mich bei schweren Gedanken, denn Du erfüllest das Flehen derer, die gläubig Dich bitten und zu Dir rufen: Verleihe uns eine verständige Stimme und ein untadliges Denken. Jede Gabe der Erleuchtung wird von Dir herabgesandt, dem Spender des Lichtes, der einst Wohnung nahm in ihrem jungfräulichen Körper.
Synaxarion.
Am 15. diesen Monats: Gedächtnis der ehrwürdigen Heimkehr unserer hochgeehrten Gebieterin, Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria.

Stich. Nicht verwundert es, dass die die Welt rettende Jungfrau stirbt, auch der Schöpfer der Welt starb dem Fleische nach.

Lebe ewig, Gottesmutter, auch wenn du (am fünfzehnten) stirbst.

Auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin, o Gott, erbarme Dich unser und rette uns. Amin.

Ode 7
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Irmos: Der schamlosen Wut und dem göttlichen Feuer stand die göttliche Liebe gegenüber und ließ Tau träufeln auf die Flammen und erhob sich über deren Wüten durch den Klang der dreifach tönenden Lyra der von Gott gelehrten Frommen, die inmitten der Flammen sangen: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die von Gott gegebenen und vom Heiligen Geist geschriebenen Tafeln zerbrach Mose im Zorn, doch sein Gebieter bewahrte die Gebärende unverletzt und nimmt sie heute auf in die himmlischen Wohnungen. Mit ihr feiern wir und singen den Christus: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Nicht mit Cymbeln, sondern mit reinen Lippen, nicht mit Instrumenten, sondern mit lichtem Herzen, nicht mit wohltönenden Posaunen, sondern mit hochtragendem Sinnen lasset uns an diesem gerühmten und erwählten Tage des Heimgehens der reinen Jungfrau jauchzen und klatschen mit Händen, die erfüllet sind von guten Werken: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Versammelt euch, Gottweise: Das Zelt der göttlichen Herr1ichkeit gehet hinüber in die himmlische Wohnung, da die Stimme der Feiernden rein erklinget, die Stimme ungeahnter Freude, und mit Frohlocken zu Christus ruft: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Irmos: Nicht der Schöpfung dienten die Gottseligen, sondern dem Schöpfer. Tapfer überwanden sie die Drohung des Feuers, jubelten und sangen: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Jünglinge und Jungfrauen, die ihr der Jungfrau und Gottesmutter Gedenken begehet, Greise und Fürsten, Herrscher und Richter, singet: Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erschallen sollen mit geistigen Posaunen die himmlischen Berge, freuen mögen sich die Hügel und freuen die göttlichen Apostel: Die Königin gehet hinüber zu ihrem Sohne, mit Ihm zu herrschen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Das allheilige Entschlafen Deiner göttlichen und unvergänglichen Mutter versammelte alle Chöre der geistigen Kräfte, gemeinsam mit den Menschen sich zu freuen, die da rufen: Gott, gelobt seiest Du.
Katavasie, Ton 1: Der schamlosen Wut und dem göttlichen Feuer stand die göttliche Liebe gegenüber und ließ Tau träufeln auf die Flammen und erhob sich über deren Wüten durch den Klang der dreifach tönenden Lyra der von Gott gelehrten Frommen, die inmitten der Flammen sangen: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Katavasie, Ton 4: Nicht der Schöpfung dienten die Gottseligen, sondern dem Schöpfer. Tapfer überwanden sie die Drohung des Feuers, jubelten und sangen: Hochgepriesener Herr und Gott unserer Väter, gelobet seiest Du.
Ode 8
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Irmos: Der allmächtige Gott und sein Engel erwiesen den Frommen das Feuer als tauspendend, die Gottlosen jedoch verbrannte es. Den Jünglingen erschien die Gottesgebärerin als lebenspendende Quelle, aus welcher die Überwindung des Todes und das Leben allen spross, die da rufen: Allein den Schöpfer besingen wir, die wir errettet wurden, und erheben Ihn in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die Menge der Gottgelehrten folgte zu Zion der göttlichen Lade mit der Allerheiligsten und rief: Wohin eilest du nun, Zelt des lebendigen Gottes? Lasse nicht ab auf die zu schauen, die gläubig singen: Allein den Schöpfer besingen wir, die wir errettet wurden, und erheben Ihn in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Gleichwie mit erhobenen Händen gingest du fort, Untadlige, die den menschgewordenen Gott einst trugen. In mütterlichem Zutrauen sprach sie zum Geborenen: Die Du mir gabst, bewahre sie in Ewigkeit, denn sie rufen zu Dir: Allein den Schöpfer besingen wir, die wir errettet wurden, und erheben Ihn in alle Ewigkeit.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Irmos: Die frommen Jünglinge im Flammenofen errettete der aus der Gottesgebärerin Geborene. Damals im Gleichnis, nun in der Tat, erwecket Er die ganze Welt dir zu singen: Singet dem Herren, alle Werke, und erhebet Ihn in alle Ewigkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Reine Jungfrau, dein Gedenken verherrlichen die Anfänge, Gewalten und Kräfte, die Engel, Erzengel, Throne und Herrschaften, die Cherubim und die furchterregenden Seraphim. Alle Menschen singen dir und erheben dich in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Gottesgebärerin, geheimnisvoll nahm Wohnung in deinem allreinen Leibe und wurde Mensch in dir dein Sohn, Der nun deinen geheiligten Geist aufnimmt und dir, als dein Schuldner, die ewige Ruhe bereitet. Deshalb besingen wir dich, Jungfrau, und erheben dich in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Über alles Verstehen groß sind die Geheimnisse der Immerjungfrau und Gottesmutter: In das Grab wurde gelegt, die zum Paradies wurde. Vor diesem stehen wir heute und singen freudig: Singet dem Herren, alle Werke, und erhebet ihn in alle Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie, Ton 1: Der allmächtige Gott und sein Engel erwiesen den Frommen das Feuer als tauspendend, die Gottlosen jedoch verbrannte es. Den Jünglingen erschien die Gottesgebärerin als lebenspendende Quelle, aus welcher die Überwindung des Todes und das Leben allen spross, die da rufen: Allein den Schöpfer besingen wir, die wir errettet wurden, und erheben Ihn in alle Ewigkeit.
Katavasie, Ton 4: Die frommen Jünglinge im Flammenofen errettete der aus der Gottesgebärerin Geborene. Damals im Gleichnis, nun in der Tat, erwecket Er die ganze Welt dir zu singen: Singet dem Herren, alle Werke, und erhebet Ihn in alle Ewigkeit.
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Als die Engel das Entschlafen der Allreinen sahen, wunderten sie sich, wie die Jungfrau von der Erde in den Himmel emporsteigt.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Erster Kanon zum Entschlafen, Ton 1.
Irmos: Überwunden werden die Grenzen der Natur in dir, reine Jungfrau. Jungfräulich bleibet dein Gebären, und um das Leben wirbt der Tod: Nach der Geburt bliebest du Jungfrau und lebst auch nach dem Tode. Du rettest ewig dein Erbe.
Als die Engel das Entschlafen der Allreinen sahen, wunderten sie sich, wie die Jungfrau von der Erde in den Himmel emporsteigt.
Der Engel Kräfte verwunderte sich, da sie ihren Gebieter schauten, wie Er zu Zion die Seele des Weibes in Seine Hände aufnahm. Wie es dem Sohne gebührte, rief Er ihr, die ihn vollkommen rein gebar, zu: Nahe dich, Reine, sei verherrlicht mit dem Sohne und Gott.
Als die Engel das Entschlafen der Allreinen sahen, wunderten sie sich, wie die Jungfrau von der Erde in den Himmel emporsteigt.
Deinen gottwürdigen Leib schmückte zum Heimgang der Chor der Apostel, schaute dich mit Furcht und rief mit lauter Stimme: Da du nun in die himmlischen Gefilde zu deinem Sohne emporsteigest, rette auf ewig, Gottesgebärerin, dein Erbe.
Zweiter Kanon zum Entschlafen, Ton 4.
Hochpreise, meine Seele: Von der Erde in die Himmel ging würdig hinüber die Mutter Gottes.
Irmos: Jeder Erdgeborene jauchze erleuchtet durch den Geist: Feiern sollen die körperlosen Wesen und verehren das heilige Entschlafen der Gottesmutter und singen: Freue dich, Seligste Gottesgebärerin, reine Jungfrau.
Hochpreise, meine Seele: Von der Erde in die Himmel ging würdig hinüber die Mutter Gottes.
Kommet zu Zion auf den göttlichen und wolkenverhüllten Berg des lebendigen Gottes. Freuen wir uns, da wir sehen, wie Christus Seine Mutter, die Gottesgebärerin, in den unvergleichlich herrlichen und göttlichen Gefilden, im Allerheilgsten empfängt.
Hochpreise, meine Seele: Von der Erde in die Himmel ging würdig hinüber die Mutter Gottes.
Nahet euch, Gläubige, lasset uns zum Grabe der Gottesmutter treten. Umfangen wollen wir es und es berühren mit unseren Herzen, Lippen, Augen und dem Antlitz in aller Reinheit, zu schöpfen die überreichen Gaben der Heilungen aus der ewigströmenden Quelle.
Hochpreise, meine Seele: Von der Erde in die Himmel ging würdig hinüber die Mutter Gottes.
Nimm an unseren Grabgesang, Mutter des lebendigen Gottes, und segne uns mit deiner lichtspendenden und göttlichen Gnade. Sieg verleihe den Kämpfenden, Frieden allen, die Christum lieben, und Vergebung denen, die dich besingen, und errette unsere Seelen.
Hochpreise, meine Seele: Von der Erde in die Himmel ging würdig hinüber die Mutter Gottes.
Katavasie, Ton 1: Überwunden werden die Grenzen der Natur in dir, reine Jungfrau. Jungfräulich bleibet dein Gebären, und um das Leben wirbt der Tod: Nach der Geburt bliebest du Jungfrau und lebst auch nach dem Tode. Du rettest ewig dein Erbe.
Hochpreise, meine Seele: Von der Erde in die Himmel ging würdig hinüber die Mutter Gottes.
Katavasie, Ton 4: Jeder Erdgeborene jauchze erleuchtet durch den Geist: Feiern sollen die körperlosen Wesen und verehren das heilige Entschlafen der Gottesmutter und singen: Freue dich, Seligste Gottesgebärerin, reine Jungfrau.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Apostel, die ihr aus allen Enden der Welt hier zusammengekommen seid, in Gethsemane beerdigt meinen Leib; und Du, mein Sohn und mein Gott, nimm auf meinen Geist.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Apostel, die ihr aus allen Enden der Welt hier zusammengekommen seid, in Gethsemane beerdigt meinen Leib; und Du, mein Sohn und mein Gott, nimm auf meinen Geist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Apostel, die ihr aus allen Enden der Welt hier zusammengekommen seid, in Gethsemane beerdigt meinen Leib; und Du, mein Sohn und mein Gott, nimm auf meinen Geist.

Lobpsalmen im 4. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Ton 4. Stichiren des Fests.
Die Himmel und die Scharen der Engel freuen sich ob deines herrlichen Entschlafens. Die ganze Erde jauchzet und bringet dir den Grabgesang dar, der Mutter des Allherrschers, der unvermählten allheiligen Jungfrau. Du befreitest die Menschen aus der Verurteilung der Ahnen.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Die Himmel und die Scharen der Engel freuen sich ob deines herrlichen Entschlafens. Die ganze Erde jauchzet und bringet dir den Grabgesang dar, der Mutter des Allherrschers, der unvermählten allheiligen Jungfrau. Du befreitest die Menschen aus der Verurteilung der Ahnen.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Auf göttlichen Wink kamen aus aller Welt die auserwählten Apostel zusammen, deinen Leib zu bestatten. Du aber schauest, von der Erde emporgehoben, die Höhe und vernahmest die Stimme Gabriels, der in großer Freude dir zurief: Freue dich, denn du trugest den Gott des Alls. Freue dich, denn einzig du hast durch dein Gebären das Irdische dem Himmlischen geeint.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Die einst das Leben gebar, ist durch das würdige Entschlafen zum ewigen Leben hindurchgedrungen. Dich, о Jungfrau, geleiteten mit Herrlichkeit die Engel, die Anfänge und die Kräfte, die Apostel, die Propheten und alle Schöpfung. In Seine unvergänglichen Arme nahm dein Sohn deine untadlige Seele, Mutter Gottes.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests.
Gottesgebärerin und Mutter des Lebens, in alle Welt waren die Apostel verstreut, doch sie wurden in die Lüfte erhoben, gemeinsam deinen allheiligen Leib zu umgeben, ihn würdig zu bestatten und mit den Worten Gabriels dir zu singen : Freue dich, Gnadenerfüllte, Jungfrau, unvermählte Mutter, der Herr ist mit dir. Mit ihnen bitte deinen Sohn und Gott, zu erretten unsere Seelen.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.

Kondak

Ton 2. Kondak des Fests.
Die Gottesgebärerin, die im Bitten niemals in Schlaf verfällt, die Hoffnung, die im Beistehen ihren Ort nicht vertauscht, konnten Grab und Tod nicht halten. Denn als Mutter des Lebens hat sie ins Leben hinüberversetzt, der zur Wohnung hat genommen den stets jungfräulichen Mutterschoß.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.

Kondak

Ton 2. Kondak des Fests.
Die Gottesgebärerin, die im Bitten niemals in Schlaf verfällt, die Hoffnung, die im Beistehen ihren Ort nicht vertauscht, konnten Grab und Tod nicht halten. Denn als Mutter des Lebens hat sie ins Leben hinüberversetzt, der zur Wohnung hat genommen den stets jungfräulichen Mutterschoß.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.

Kondak

Ton 2. Kondak des Fests.
Die Gottesgebärerin, die im Bitten niemals in Schlaf verfällt, die Hoffnung, die im Beistehen ihren Ort nicht vertauscht, konnten Grab und Tod nicht halten. Denn als Mutter des Lebens hat sie ins Leben hinüberversetzt, der zur Wohnung hat genommen den stets jungfräulichen Mutterschoß.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Ton 1. Seligpreisungen des Fests. (aus der 3. Ode des 1. Festkanons)
Als sterbliche Frau, du ganz ohne Tadel, doch übernatürlich als Mutter Gottes kannten dich die trefflichen Apostel und so berührten sie dich mit ehrfürchtigen Händen, als sie sahen, wie in Herrlichkeit erstrahlte das Zelt, das hatte Gott empfangen.
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Indem sie vollführte einen Hieb, kam zuvor den vorwitzigen Händen des Vermessenen die Gerechtigkeit Gottes, der bewahrte die Erhabenheit in Herrlichkeit der beseelten Lade der Gottheit, in welcher der Logos ist Fleisch geworden.
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
(aus der 6. Ode des 1. Festkanons)
Was übersteigt die Grenzen der Natur, gewährt dir Gott, der Herrscher über alles. Denn wie Er dich als Jungfrau bewahrt hat im Gebären, so hat Er auch deinen Leib im Grabe unversehrt erhalten, ihn durch göttliche Hinübernahme mitverherrlicht und als Sohn dir, der Mutter, Ehre erwiesen.
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Dir hat wahrlich eine Wohnstatt bereitet im Allerheiligsten dein Kind, о Jungfrau; denn du bist der glänzende Leuchter des unstofflichen Feuers, das goldene Rauchfass der göttlichen Kohle, der Krug, der Stab, die gottgeschriebene Tafel, die heilige Lade, der Tisch des Brotes des Lebens.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
Ton 4. (aus der 3. Ode des 2. Festkanons)
Aus sterblicher Lende hervorgegangen hast du, o Reine, genommen ein der Natur gemäßes Ende. Doch weil du wahrhaft hattest geboren das Leben, wurdest du hinüberversetzt zum göttlichen personhaften Leben.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Die Schar der Theologen eilte herbei von den Enden und aus der Höhe die Menge der Engel zum Sion auf den Wink des Allgewaltigen, um bei deinem Begräbnis, Gebieterin, würdig zu dienen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
(aus der 6. Ode des 2. Festkanons)
Aus dir ist aufgegangen das Leben, ohne die Türen der Jungfräulichkeit zu öffnen. Wie nun konnte der Erfahrung des Todes teilhaftig werden dein Gezelte, das unversehrte, das hatte gespendet das Leben?
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Weil du zur heiligen Stätte des Lebens bist geworden, hast du erlangt das ewige Leben. Denn durch den Tod bist du hinübergegangen zum Leben, die du geboren hattest das Leben, das da ist eine Person.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, die wir Dir singen: Alleluïa.
Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden, sofern an diesem Tag geboten, das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Kondak des Fests.
Die Gottesgebärerin, die im Bitten niemals in Schlaf verfällt, die Hoffnung, die im Beistehen ihren Ort nicht vertauscht, konnten Grab und Tod nicht halten. Denn als Mutter des Lebens hat sie ins Leben hinüberversetzt, der zur Wohnung hat genommen den stets jungfräulichen Mutterschoß.
Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
Ausruf: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.

Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 3:
L: Prokimenon im dritten Ton. Lied der Gottesmutter: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

Vers: Denn hingeblickt hat er auf die Niedrigkeit seiner Magd; siehe nämlich, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, / und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.

L: Hochpreiset meine Seele den Herrn.
     Ch: Und mein Geist frohlocket über Gott, meinen Erretter.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Philipper.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Fests:
     Phil 2, 5-11 ( Stelle Lesen: Phil 2, 5-11 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
     L: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Alleluïa des Fests, Ton 2:
L: Alleluïa im zweiten Ton.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Stehe auf, Herr, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Heiligung.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Der Herr schwor dem David ‹die› Wahrheit, und er wird sie gewiß nicht aufheben.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Lukas mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Fests:
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf; und eine Frau, mit Namen Martha, nahm ihn auf in ihr Haus. Diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die sich auch zu Jesu Füßen setzte und sein Wort hörte. Martha aber war sehr beschäftigt mit der vielen Bedienung; und sie trat hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich zurückgelassen hat, allein zu dienen? Sage ihr also, dass sie mir mitbeistehe. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eines aber ist not. Maria hat den guten Teil erwählt, welcher nicht von ihr genommen werden wird.
Es geschah aber: Als er dies redete, erhob eine Frau aus der Menge die Stimme und sagte zu ihm: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.
(Lk 10, 38-42; 11, 27-28)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 1. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Als die Engel sahen die Entschlafung der Allheiligen, da gerieten sie darüber in Erstaunen, wie die Jungfrau sich erhob von der Erde zum Himmel.

Die Grenzen der Natur, in dir wurden sie besiegt, Jungfrau unversehrt; denn das Gebären ist jungfräulich, und der Tod erinnert vorweg an das Leben. Du Jungfrau nach dem Gebären und Lebende nach dem Tode, rette, Gottesgebärerin, stets dein Erbe.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Den Kelch des Heils will ich nehmen und den Namen des Herrn anrufen.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt / und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. / Du bist hinübergegangen zum Leben, / die du selbst bist die Mutter des Lebens, / und erlöst durch deine Bitten / vom Tode unsere Seelen.

Kondak

Ton 2. Kondak des Fests.
Die Gottesgebärerin, die im Bitten niemals in Schlaf verfällt, die Hoffnung, die im Beistehen ihren Ort nicht vertauscht, konnten Grab und Tod nicht halten. Denn als Mutter des Lebens hat sie ins Leben hinüberversetzt, der zur Wohnung hat genommen den stets jungfräulichen Mutterschoß.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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