Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Donnerstag, dem 19. August 2021
(06. August nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

9. Woche nach Pfingsten. Ton 7.
Verklärung unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus. hochfest
Länge:

Nach dem Gebet hinter dem Ambo werden der Tradition gemäß Trauben und Früchte geweiht.

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Ihre Zusammensetzung variiert in den einzelnen Gemeinden. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 4

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Nach jedem Vers wird eine Stichire des Tages oder des Festes gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Ton 4. Stichiren des Fests. (Idiomela von Kosmas Monachos)
Vor deinem Kreuze, o Herr, / ahmte nach der Berg den Himmel, / die Wolke entfaltete sich gleich einem Zelte. / Als deine Gestalt wurde verwandelt / und der Vater dich bezeugte, / da war Petrus dabei mit Jakobus und Johannes, / da sie auch sollten bei dir sein / zur Zeit deiner Überlieferung. / Sie sollten gesehen haben deine Herrlichkeit, / auf dass sie nicht sollten verzagen / wegen deiner Leiden. / Diese in Frieden zu verehren / würdige uns durch dein großes Erbarmen.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Vor deinem Kreuze, o Herr, / ahmte nach der Berg den Himmel, / die Wolke entfaltete sich gleich einem Zelte. / Als deine Gestalt wurde verwandelt / und der Vater dich bezeugte, / da war Petrus dabei mit Jakobus und Johannes, / da sie auch sollten bei dir sein / zur Zeit deiner Überlieferung. / Sie sollten gesehen haben deine Herrlichkeit, / auf dass sie nicht sollten verzagen / wegen deiner Leiden. / Diese in Frieden zu verehren / würdige uns durch dein großes Erbarmen.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Vor deinem Kreuze, o Herr, / nahmest du die Jünger / mit hinauf auf den hohen Berg, / deine Gestalt wurde verwandelt / vor ihren Augen, / und mit den Strahlen der Macht / tauchtest du sie in Licht. / So wolltest du erzeigen / in Menschenliebe wie auch in Macht / den Glanz der Auferstehung. / Ihrer würdige auch uns, o Gott, in Frieden / als der Barmherzige und Menschenliebende.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Vor deinem Kreuze, o Herr, / nahmest du die Jünger / mit hinauf auf den hohen Berg, / deine Gestalt wurde verwandelt / vor ihren Augen, / und mit den Strahlen der Macht / tauchtest du sie in Licht. / So wolltest du erzeigen / in Menschenliebe wie auch in Macht / den Glanz der Auferstehung. / Ihrer würdige auch uns, o Gott, in Frieden / als der Barmherzige und Menschenliebende.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Als auf dem hohen Berge, Erretter, / deine Gestalt wurde verwandelt / und du bei dir hattest die Häupter der Jünger, / da erstrahltest du in Herrlichkeit. / Und so ließest du erkennen, / dass jene, die sich hervortun / durch die Höhe der Tugenden, / auch werden gewürdigt göttlicher Herrlichkeit. / Da aber Moses und Elias / redeten mit Christus, / zeigten sie, dass er herrscht über Lebende und Tote / und dass er als Gott es war, / der einstmals hat gesprochen / durch Gesetz und Propheten. / Für ihn gab auch Zeugnis / die Stimme des Vaters, / als sie sprach aus lichter Wolke: / Auf ihn sollt ihr hören, / der durch das Kreuz den Hades beraubt / und den Toten schenkt das ewige Leben.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Als auf dem hohen Berge, Erretter, / deine Gestalt wurde verwandelt / und du bei dir hattest die Häupter der Jünger, / da erstrahltest du in Herrlichkeit. / Und so ließest du erkennen, / dass jene, die sich hervortun / durch die Höhe der Tugenden, / auch werden gewürdigt göttlicher Herrlichkeit. / Da aber Moses und Elias / redeten mit Christus, / zeigten sie, dass er herrscht über Lebende und Tote / und dass er als Gott es war, / der einstmals hat gesprochen / durch Gesetz und Propheten. / Für ihn gab auch Zeugnis / die Stimme des Vaters, / als sie sprach aus lichter Wolke: / Auf ihn sollt ihr hören, / der durch das Kreuz den Hades beraubt / und den Toten schenkt das ewige Leben.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Der Berg, einst dunkel und rauchverhangen, / nun ist er kostbar und heilig, / da deine Füße, o Herr, auf ihm haben gestanden. / Denn als Mysterium, von Ewigkeit verborgen, / ist aufgegangen der schauervolle Wandel deiner Gestalt, / in den letzten Zeiten / dem Petrus, Johannes und Jakobus. / Doch da sie nicht konnten ertragen / das Strahlen deines Angesichts / und das Leuchten deiner Gewänder, / sanken sie nieder / zur Erde auf ihr Angesicht. / Sie gerieten außer sich / und wunderten sich, als sie sahen, / wie mit dir sprachen Moses und Elias, / über das, was sich mit dir sollte ereignen. / Und die Stimme des Vaters / legte Zeugnis ab mit den Worten: / Dieser ist mein Sohn, der geliebte, / an dem ich habe mein Wohlgefallen. / Ihn sollt ihr hören! / Er ist es, der auch schenkt der Welt das große Erbamen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Der Berg, einst dunkel und rauchverhangen, / nun ist er kostbar und heilig, / da deine Füße, o Herr, auf ihm haben gestanden. / Denn als Mysterium, von Ewigkeit verborgen, / ist aufgegangen der schauervolle Wandel deiner Gestalt, / in den letzten Zeiten / dem Petrus, Johannes und Jakobus. / Doch da sie nicht konnten ertragen / das Strahlen deines Angesichts / und das Leuchten deiner Gewänder, / sanken sie nieder / zur Erde auf ihr Angesicht. / Sie gerieten außer sich / und wunderten sich, als sie sahen, / wie mit dir sprachen Moses und Elias, / über das, was sich mit dir sollte ereignen. / Und die Stimme des Vaters / legte Zeugnis ab mit den Worten: / Dieser ist mein Sohn, der geliebte, / an dem ich habe mein Wohlgefallen. / Ihn sollt ihr hören! / Er ist es, der auch schenkt der Welt das große Erbamen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests. (von Anatolios)
Ein Vorzeichen setztest du, Christus Gott, / für deine Auferstehung, / als du damals mit dir nahmest / deine drei Jünger, / Petrus, Jakobus und Johannes, / und bestiegest den Thabor. / Als nun deine Gestalt, o Erretter, / wurde verwandelt, / da wurde der Berg Thabor mit Licht bedeckt. / Deine Jünger, o Logos, / warfen sich auf den Erdboden nieder, / da sie es nicht ertrugen, / zu sehen deine unschaubare Gestalt. / Die Engel dienten in Furcht und Zittern, / die Himmel gerieten in Schrecken, die Erde erbebte, / als sie erblickte auf Erden / den Herrn der Herrlichkeit.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfass voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.

Abend-Prokimenon des Wochentages

D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Mittwochabend, Ton 5:
D: Prokimenon im fünften Ton. O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

Vers: O Gott, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren die Worte meines Mundes.
     Ch: O Gott, in Deinem Namen errette mich, / und in Deiner Macht halte mir Gericht.

D: O Gott, in Deinem Namen errette mich.
     Ch: Und in Deiner Macht halte mir Gericht.
Parimien des Fests (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es sprach der Herr zu Moses: Steig herauf zu mir auf den Berg, und stell dich hier auf und ich werde dir geben die Tafeln aus Stein, das Gesetz und die Gebote, die ich geschrieben habe, um ihnen ein Gesetz zu geben. Da erhob sich Moses und Josue, der bei ihm war, und sie stiegen auf den Berg Gottes. Zu den Ältesten sagten sie: Harret hier ruhig aus, bis wir zu euch zurückkehren. Sehet, Aaron und Or sind mit euch. Wenn jemand eine Sache zu entscheiden hat, so sollt ihr zu ihnen gehen. Und es stieg Moses auf den Berg, und es verbarg die Wolke den Berg. Und es stieg herab die Herrlichkeit Gottes auf den Berg Sinai, und die Wolke verbarg ihn sechs Tage lang, und es rief der Herr den Moses an am siebenten Tage mitten aus der Wolke heraus. Die Gestalt der Herrlichkeit des Herrn war wie flammendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Söhnen Israels. Und es ging Moses hinein in die Mitte der Wolke, und er stieg hinauf auf den Berg. Und er war dort auf dem Berg vierzig Tage lang und vierzig Nächte. (Ex 24, 12-18)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch Exodus.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Es redete der Herr mit Moses von Angesicht zu Angesicht, wie einer redet mit seinem Freunde, und er ging weg ins Lager. Der Diener Josue, der Sohn des Nave, ein junger Mann, ging jedoch nicht weg vom Zelt. Und es sprach Moses zum Herrn: Siehe, du sagst zu mir: Führe dieses Volk hinauf! Aber du hast mir nicht kundgetan, wen du mit mir sendest. Du hast mir aber gesagt: Ich kenne dich vor allen und du hast Gnade bei mir. Wenn ich also Gnade vor dir gefunden habe, zeige mir dich selbst, damit ich dich erkennbar sehe, ob ich Gnade vor dir gefunden habe, und damit ich erkenne, dass dieser große Stamm dein Volk ist.
Und es sprach zu ihm der Herr: Ich selbst werde dir vorangehen und dir Ruhe geben. Und er sprach zu ihm: Wenn du nicht selbst mit uns ziehst, so führe mich nicht weg von hier. Und wie ist es wirklich erkennbar, dass ich Gnade gefunden habe bei dir, ich und dein Volk, wenn nicht daran, dass du mit uns ziehst! Und es werden gerühmt werden ich und dein Volk vor allen Nationen, die da auf Erden sind. Es sprach aber der Herr zu Moses: Auch dieses dein Wort, das du gesprochen hast, will ich dir tun. Denn du hast Gnade gefunden vor mir, und ich kenne dich vor den andern. Und es sprach Moses: Zeige mir deine Herrlichkeit. Und er sprach: Ich werde an dir vorübergehen in meiner Herrlichkeit, und ich werde vor dir meinen Namen nennen, ich der Herr, und ich werde mich erbarmen, dessen ich mich erbarme, und ich werde gnädig sein, dem ich gnädig bin. Und er sprach: Nicht kannst du schauen mein Angesicht. Denn nicht schaut ein Mensch mein Angesicht und bleibt am Leben. Und es sprach der Herr: Siehe, da ist ein Platz bei mir, stelle dich auf den Felsen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, werde ich dich in den Felsspalt stellen und mit meiner Hand dich beschirmen, bis ich vorübergegangen bin. Ich werde meine Hand wegnehmen, und dann wirst du meine Rückseite sehen, aber mein Angesicht wirst du nicht schauen.
Und Moses erhob sich am Morgen und stieg auf den Berg Sinai, wie der Herr ihn geheißen hatte. Und es stieg der Herr in einer Wolke herab. Er stand dort nahe bei ihm und nannte den Namen des Herrn. Und es ging der Herr vorüber vor seinem Angesicht und rief: Der Herr, der Barmherzige Gott, gnädig, langmütig, reich an Erbarmen und wahr! Und es neigte sich Moses eilends zur Erde und betete an den Herrn.
(Ex 33, 11-23; 34, 4, 5-6, 8)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten Buch der Könige.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: In jenen Tagen ging Elias nach Bersabée, das in Juda liegt, und ließ dort seinen Diener zurück. Er selbst begab sich in die Wüste einen Tagesweg weit. Er kam und ließ sich nieder unter einem Wacholder. Er schlief ein und schlief dort unter der Pflanze. Und siehe, jemand rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss und trink! Elias blickte auf, und siehe, ihm zu Häupten lag ein Weizenbrot, gebacken in Asche, und ein Krug Wasser. Und er stand auf und aß und trank und schlief wieder ein.
Und der Engel des Herrn kam ein zweitesmal, rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss und trink, denn dein Weg ist noch weit. Und er stand auf, aß und trank und wanderte in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Nächte lang bis zum Berge Horeb. Und dort trat er in die Höhle ein und blieb dort. Und siehe, das Wort des Herrn erging an ihn, und es sprach der Herr zu ihm: Geh hinaus und stelle dich auf den Berg vor den Herrn. Und siehe, der Herr wird vorübergehen. Und es kam ein großer, mächtiger Sturm, der Berge zerspaltete und Felsen zerschmetterte vor dem Herrn. Und nicht im Sturm war der Herr. Und nach dem Sturm ein Erdbeben; und nicht im Erdbeben war der Herr. Und nach dem Erdbeben ein Feuer; und nicht im Feuer war der Herr. Und nach dem Feuer kam eine Stimme zarten Lufthauchs; und dort war der Herr. Und es geschah, als Elias das hörte, da verhüllte er sein Angesicht in seinem Mantel, trat heraus und stand bei der Höhle. Und es sprach der Herr zu ihm: Geh, kehre deinenWeg zurück und du wirst auf den Weg der Wüste von Damaskus kommen. Und du wirst salben den Elissäus, den Sohn des Saphát, an deiner Statt zum Propheten.
(3 Kön 19, 3, 4, 5-9, 11-13, 15, 16)

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen.
Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.
Ton 2. Stichiren des Fests. (Idiomela)
Durch dein Licht hast du den ganzen Erdkreis geheiligt, / als auf dem hohen Berg deine Gestalt sich wandelte, o Guter, / und erzeigtest deinen Jüngern deine Macht, zu erlösen / die Welt von der Übertretung. / Deshalb rufen wir dir: / Barmherziger Herr, errette unsere Seelen.
Der du auf dem Berge Thabor / wurdest verwandelt in Herrlichkeit, Christus, o Gott, / und zeigtest deinen Jüngern / die Herrlichkeit deiner Gottheit, / erleuchte auch uns / mit dem Lichte deiner Erkenntnis / und führe uns auf dem Wege deiner Gebote / als der Gute allein und Menschenliebende.
Christus, der Glanz vor der Sonne, / der im Leibe auf Erden ist gewandelt / und gottwürdig hat vollendet vor dem Kreuze / all das, was zum furchtbaren Heilswerk gehört, / heute hat er auf dem Berge Thabor gezeigt / geheimnishaft das Vorbild der Dreiheit. / Denn die bevorzugten drei Jünger, / Petrus, Jakobus und Johannes, / hat er gesondert mit sich genommen. / Und auf eine kleine Weile / hat er die Annahme des Fleisches verborgen, / seine Gestalt gewandelt vor ihnen / und die Pracht der urbildlichen Schönheit gezeigt, / wenn auch nicht in ihrer Vollkommenheit. / Zwar hat er sie erfüllt, doch ihnen auch Schonung gewährt, / damit sie nicht im Schauen das Leben verloren. / Vielmehr, wie sie es konnten fassen, / durften sie schweifen lassen die leiblichen Augen. / Die Spitzen aber der Propheten, / Moses und Elias, wurden herbeigetragen / und bezeugten übereinstimmend seine Gottheit, / und dass er selbst ist der wahre Abglanz / des Wesens des Vaters, / er, der ist Herr über die Lebenden und die Toten. / Deshalb hüllte auch eine Wolke / sie ringsum ein wie ein Zelt. / Und die Stimme des Vaters legte Zeugnis ab von oben / im Schall aus der Wolke mit den Worten: / Dieser ist es, den ich habe gezeugt / aus dem Schoße unsagbar vor dem Morgenstern, / mein Sohn, der Geliebte. / Ihn habe ich ausgesandt, zu retten, / die getauft sind auf den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist / und die gläubig bekennen, / dass unteilbar ist die eine Kraft der Gottheit. / Ihn sollt ihr hören! / So erleuchte uns, Christus Gott, Menschenliebender, / im Lichte deiner unzugänglichen Herrlichkeit / und erzeige uns als würdige Erben / deines Reiches ohne Ende / als der überaus Gute.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 5.
Kommt, lasst uns hinaufsteigen auf den Berg des Herren / und zum Haus unseres Gottes! / Wir wollen schauen die Herrlichkeit seiner Verwandlung, / als die Herrlichkeit des Einziggezeugten vom Vater. / Durch das Licht wollen wir Licht empfangen / und hoch erhoben im Geiste / lasst uns die Dreifalt gleichen Wesens / besingen in die Ewigkeiten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Fests.
Als den Urheber und Erfüller / des Gesetzes und der Propheten / bezeugten dich, o Christus, / als sie dich sahen in der Wolke, / Moses, der Gottesseher, / und Elias, der Wagenlenker im Feuer / und unverbrannte Himmelsstürmer, / bei deiner Verwandlung. / mit ihnen würdige, Gebieter, / auch uns deiner Erleuchtung, / um dich zu besingen in die Ewigkeiten.

Ektenie zur Litia

Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.

Stichiren zum Stichos

Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 1. Stichiren des Fests.
Der einst zu Moses hat gesprochen / auf dem Berge Sinai durch Zeichen / und gesagt hat: Ich bin der Seiende, / hat heute auf dem Berge Thabor / seine Gestalt gewandelt vor den Jüngern / und so erzeigt das Wesen des Menschen, / das in ihm selbst hat angenommen / die ursprüngliche Schönheit des Bildes. / Und als Zeugen solcher Gnade / hat er zu sich bestellt den Moses und den Elias / und sie teilnehmen lassen an der Freude, / sie die hatten vorherverkündet / den Kreuzestod und die heilbringende Auferstehung.
Dein sind die Himmel, die Erde ist dein. Den Erdkreis und was ihn erfüllt, * du hast ihn begründet.
Deine Einwohnung durch das Fleisch bei den Menschen, / einziggezeugter Sohn Gottes, / sieht voraus der Gottesahne David im Geiste; / er lädt von ferne die Schöpfung ein zur Freude / und prophetisch ruft er aus: / Thabor und Hermon werden jubeln in deinem Namen. / Denn diesen Berg hast du bestiegen / mit deinen Jüngern, Erretter, / hast die Natur, die verdunkelt war in Adam, / wieder aufstrahlen lassen im Wandel deiner Gestalt / und sie gewandelt in die Herrlichkeit und den Glanz deiner Gottheit. / Deshalb rufen wir zu dir: / Du Bildner des Alls, Herr, Ehre sei dir.
Thabor und Hermon, * sie werden jubeln in deinem Namen.
Den grenzenlosen Strom deines Lichtes / und die Unzugänglichkeit deiner Gottheit / schauten die Auserwählten der Apostel, / o du anfangloser Christus, / auf dem Berge des Wandels deiner Gestalt / und gerieten in göttliche Verzückung. / Sie wurden eingehüllt von einer lichten Wolke / und vernahmen die Stimme des Vaters, / die das Mysterium deiner Menschwerdung verbürgte; / denn auch nach der Fleischwerdung bist du der Eine, / der einziggezeugte Sohn und Retter der Welt.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Fests.
Petrus, Johannes und Jakobus, / deinen auserwählten Jüngern, o Herr, / hast du heute auf dem Berge Thabor / die Herrlichkeit deiner göttlichen Gestalt gezeigt. / Denn sie sahen deine Kleider strahlend wie Licht / und dein Antlitz, das übertraf die Sonne. / Da sie nicht schauen konnten in den Strom deines Glanzes, / fielen sie nieder zur Erde / und waren nicht fähig, den Blick zu erheben. / Denn sie vernahmen die Stimme, / die von oben her bezeugte: / Dieser ist mein Sohn, der Geliebte, / der in die Welt ist gekommen, / um zu retten den Menschen.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Tropare der Vesper

Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.

Brotsegnung

An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Psalm 33

     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 7

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Es wird das dreizehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 91 bis 100, nach westlicher Nummerierung 92 bis 101. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Die Wandlung des Menschlichen durch Deine Herrlichkeit, o Erlöser, zeigte Dein zweites, furchterregendes Nahen. Auf dem Berge Tabor verklärtest Du Dich, ließest Moses und Elias mit Dir sprechen, und drei Deiner Apostel riefest Du zu Dir, o Gebieter. Diese schauten Deine Herrlichkeit und verwunderten sich ob Deines Strahlens. Wie Du einst jenen Dein Licht offenbartest, so erleuchte auch unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Wandlung des Menschlichen durch Deine Herrlichkeit, o Erlöser, zeigte Dein zweites, furchterregendes Nahen. Auf dem Berge Tabor verklärtest Du Dich, ließest Moses und Elias mit Dir sprechen, und drei Deiner Apostel riefest Du zu Dir, o Gebieter. Diese schauten Deine Herrlichkeit und verwunderten sich ob Deines Strahlens. Wie Du einst jenen Dein Licht offenbartest, so erleuchte auch unsere Seelen.
Es wird das vierzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 101 bis 104, nach westlicher Nummerierung 102 bis 105. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Auf dem Berge Tabor hast Du Dich verklärt, o Jesus. Eine lichte Wolke senkte sich wie ein Schatten und bedeckte in Herrlichkeit die Apostel. Sie fielen nieder auf die Erde, denn sie ertrugen nicht, Dein Antlitz im Leuchten der unnahbaren Herrlichkeit zu schauen, anfangloser Erlöser, Christus Gott. Wie Du einst jenen Dein Licht erstrahlen ließest, so erleuchte auch unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf dem Berge Tabor hast Du Dich verklärt, o Jesus. Eine lichte Wolke senkte sich wie ein Schatten und bedeckte in Herrlichkeit die Apostel. Sie fielen nieder auf die Erde, denn sie ertrugen nicht, Dein Antlitz im Leuchten der unnahbaren Herrlichkeit zu schauen, anfangloser Erlöser, Christus Gott. Wie Du einst jenen Dein Licht erstrahlen ließest, so erleuchte auch unsere Seelen.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Hochpresiung des Fests.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender, Christus, / und wir ehren die herrliche Verklärung // Deines allreinen Leibes.
     Ch: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender, Christus, / und wir ehren die herrliche Verklärung // Deines allreinen Leibes.
Der ausgewählte Psalm wird gesungen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Zweimal.
Geistliche: Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Einmal.
Geistliche: Wir hochpreisen Dich, / Lebenspender, Christus, / und wir ehren die herrliche Verklärung // Deines allreinen Leibes.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Nachdem Du mit den Jüngern auf den Berg gestiegen warst, erstrahltest Du in der Herrlichkeit des Vaters. Mit Moses stand Elias bei Dir, denn das Gesetz und die Propheten dienen Dir als Gott. Und der Vater nannte Dich, indem Er die nätürliche Sohnschaft bezeugte, Seinen Sohn, Ihn preisen wir gemeinsam mit Dir und dem Geist.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf dem heiligen Berge ließest Du offenbar werden das unter dem Gewande Deines Leibes verborgene Blitzen Deiner göttlichen Schönheit, o Christus, Wohltäter, denn ganz erstrahltest Du vor Deinen Jüngern. Diese erkannten Deine nicht zu begreifende Herrlichkeit und sangen: Unnahbar bist Du, doch wir schauten Dich im Körper hier auf Erden, einzig Menschenliebender.

Stufengesänge (Stepenny)

Erste Antiphon. Ton 6.
Zu dir im Himmel erheb ich meine Augen, o Logos; sei mir gnädig, auf daß ich dir lebe.
Erbarme dich unser, die wir sind verachtet; forme uns zu deinen brauchbaren Gefäßen, o Logos.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Prokimenon des Fests, Ton 4:
D: Prokimenon im vierten Ton. Thabor und Hermon / werden in Deinem Namen frohlocken.
     Ch: Thabor und Hermon / werden in Deinem Namen frohlocken.

Vers: Dein sind die Himmel, und Dein ist die Erde.
     Ch: Thabor und Hermon / werden in Deinem Namen frohlocken.

D: Thabor und Hermon.
     Ch: Werden in Deinem Namen frohlocken.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
In jener Zeit nimmt Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit und stieg auf den Berg, um zu beten. Und es geschah, während er betete, wurde das Aussehen seines Angesichtes ein anderes, und sein Gewand wurde weiß aufblitzend. Und siehe, zwei Männer unterredeten sich mit ihm, welche Moses und Elias waren, die in Herrlichkeit erschienen und von seinem Auszug sprachen, den er im Begriff war, in Jerusalem zu erfüllen. Petrus aber und <die mit ihm> waren beschwert vom Schlaf; hellwach geworden aber, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen. Und es geschah, als sie von ihm schieden, sprach Petrus zu Jesus: Meister, es ist schön, dass wir hier sind; und lasst uns drei Hütten machen, eine dir und eine Moses und eine Elias, nicht wissend, was er sagte. Als er aber dieses sagte, bildete sich eine Wolke und überschattete sie; sie fürchteten sich aber, als jene in die Wolke hineingingen. Und es geschah eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, auf ihn höret. Und während die Stimme geschah, wurde Jesus allein gefunden. Und sie schwiegen und verkündeten in jenen Tagen keinem irgendetwas von dem, was sie gesehen hatten.
(Lk 9, 28-36)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6. Verse.
Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 5. Stichire des Fests.
Ein wenig ließest Du den Glanz Deiner Gottheit / Deinen Jüngern auf dem Berge erstrahlen / und machtest sie so zu Eiferern Deiner überweltlichen Herrlichkeit, o Erlöser. / In Furcht riefen sie aus: / Gut ist es, hier zu sein. / Auch wir wollen Dich, Christus, Erlöser, / mit ihnen besingen in alle Ewigkeit.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Dichtung des Mönches Kosmas.
Irmos: Als die Scharen Israels mit unbenetzten Füßen * das Rote Meer und den Abgrund des Wassers durchzogen, * und die feindlichen riesigen Kriegsleute in demselben überflutet sahen, * sangen sie in Freude: * Lasset uns singen unsern Gott, * denn Er ward verherrlicht!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus sprach Worte des Lebens zu Seinen Jüngern / und lehrte sie das göttliche Reich: / Erkennt in Mir den Vater. / Als ganz sie das unnahbare Licht umfing, / riefen sie freudig: / Lasset uns singen unserem Gott, / denn Er ward verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ihr sollt bekleidet sein mit der Gewalt des Wortes, meine Freunde und Jünger. Herrlich werdet ihr erstrahlen, und vollkommen soll euch die Herrlichkeit erfüllen. Heller denn die Sonne will ich erscheinen, mit Freude zu umhüllen die mich Besingenden: Lasset uns singen unserem Gott, denn Er ward verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Heute erstrahlte offenkundig Christus auf dem Berge Tabor in göttlichem Licht, wie Er es versprach, und weihte Seine Jünger in das Geheimnis ein. Das göttliche Leuchten ließ sie zu Trägern des Lichtes werden, dass freudig sie sangen: Lasset uns singen unserem Gott, denn Er ward verherrlicht.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Dichtung des Johannes von Damaskus.
Irmos: Die Israeliten durchschritten trockenen Fußes das Wasser und entflohen dem Unheil der Ägypter. Deshalb sangen sie: Unserem Erlöser und Gott wollen wir singen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Moses schaute über den Wassern einst im Bilde der Wolke und der Feuersäule die Herrlichkeit des Herrn und sang: Unserem Erlöser und Gott wollen wir singen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es schützte ihn der Fels, so schaute der Gottseher Moses die Vergöttlichung des Unsichtbaren und rief: Unserem Erlöser und Gott wollen wir singen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf dem Berge des Gesetzes erblickte Dich in der Dunkelheit einst Moses, nun aber wurdest Du im unnahbaren Lichte der Gottheit auf dem Berge Tabor erkannt.
Katavasie: Das Kreuz zeichnend hat Moses * mit seinem Stabe * das Rote Meer dem Volk Israel geteilt, * und es ging trockenen Fußes hinüber. * Dann ließ er es zurückfluten * und schlug so die Wagen des Pharao. * Er formte das Bild der unüberwindlichen Waffe. * Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, * denn Er hat Sich verherrlicht.
Ode 3
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Der Bogen der Starken ward schwach, und die Schwachen umgürteten sich mit Stärke. Deshalb ist gestärkt worden im Herrn mein Herz!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ganz bekleidetest Du Dich mit Adam, o Christus. Das Verfinsterte wandeltest Du und ließest wiedererstehen das Ursprüngliche, der Du Gnade spendetest durch die Verklärung Deines Erscheinens.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Einst führtest Du Israel in der Gestalt der Fäuersäule und der Wolke durch die Wüste. Nun aber erstrahltest Du unsagbar im Lichte auf dem Berge Tabor, o Christus.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Des himmlischen Kreises höchster Schöpfer und Stifter der Kirche, Herr, festige mich in Deiner Liebe, denn Du bist das Ziel und der Gläubigen Halt, einzig Menschenliebender.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Deine Herrlichkeit zeigtest Du im ersten Zelt, sprachst mit Moses und ließest das Bild Deiner Dich unsagbar umhüllenden Verklärung auf dem Tabor erkennen, o Gebieter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Mit Dir, dem eingeborenen Wort, stiegen die erhabenen Apostel auf den Berg Tabor, und neben Dir erschienen die Diener Gottes Moses und Elias, einzig Menschenliebender.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der seiende Gott, das Wort, verband sich ganz der Erde und einte das Menschliche mit dem Göttlichen in Seiner Hypostase, welche Moses und Elias in den beiden Wesenheiten auf dem Berge Tabor schauten.
Katavasie: Den Stab Aarons erkennen wir als Vorbild des Geheimnisses: * Sein Erblühen erwählt den Priester. * Der ehedem unfruchtbaren Kirche erwuchs nun der Baum des Kreuzes * zur Macht und Stärke.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Auf dem Berge Tabor verklärtest Du Dich, (o Christus,) während Dich die weisen Moses und Elias, Petrus, Jakobus und Johannes umgaben. Erkennend sprach Petrus zu Dir: Gut ist es, hier zu sein, lasset uns drei Hütten machen, eine dem Moses, eine dem Elias, und eine Dir, Christus, dem Gebieter, auf dass Dein Licht, welches jenen erschien, auch unsere Seelen erleuchte.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Sedalen des Fests.
Auf dem Berge Tabor verklärtest Du Dich, (o Christus,) während Dich die weisen Moses und Elias, Petrus, Jakobus und Johannes umgaben. Erkennend sprach Petrus zu Dir: Gut ist es, hier zu sein, lasset uns drei Hütten machen, eine dem Moses, eine dem Elias, und eine Dir, Christus, dem Gebieter, auf dass Dein Licht, welches jenen erschien, auch unsere Seelen erleuchte.
Ode 4
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Ich vernahm Deine herrliche Heilsordnung, Christus, o Gott, dass Du geboren wurdest aus der Jungfrau, um von der Verirrung zu erretten diejenigen, die da rufen: Ehre sei Deiner Kraft, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Auf dem Berge Sinai erschien in Tafeln geschrieben Dein Gesetz, Christus, o Gott, als Du Dich in der Wolke, im Feuer, im Schatten und im Brausen getragen offenbartest. Ehre sei Deiner Kraft, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Alle sollten Deinen gepriesenen Ratschluss erkennen, Christus, Gott. Deshalb erstrahltest Du, der vor aller Zeit Seiende und auf den Wolken Emporgefahren, unsagbar auf dem Berge Tabor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Vor Christus, dem Gebieter, standen in Herrlichkeit die Jünger und sprachen mit ihm. Zu ihnen redetest Du durch Flammen, Dunkelheit und kühlenden Tau. Ehre sei Deiner Kraft, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du stiegst auf den Berg Tabor und kündetest Deinen Jüngern die Herrlichkeit Deines Kreuzes. Einst schaute Dich Moses im brennenden Dornbusch, und nun wurde offenbar das Bild des im Flammenwagen emporfahrenden Elias, o Christus.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Deinen Leib entströmte das Strahlen der Gottheit den Propheten und Aposteln. Deshalb riefen diese Erwählten singend: Ehre sei, o Herr, Deiner Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Gebieter bewahrte den Dornbusch unversehrt, als Flammen ihn berührten, und offenbarte Moses Seinen gottstrahlenden Leib. So rief er aus: Ehre sei, o Herr, Deiner Macht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es verblasste hinter dem göttlichen Strahlen das Leuchten der erschaffenen Sonne, denn sie schaute auf dem Berge Tabor Deine Verklärung, mein Jesus. Ehre sei, o Herr, Deiner Macht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sichtbar wurde das nichterschaffene Feuer, welches die geschaffene Natur nicht verbrannte. Moses und Elias und den Aposteln erschien der Gebieter, der eine in der Einigung - doch in zwei vollkommenen Naturen.
Katavasie: Ich vernahm, o Herr, * das Geheimnis Deiner Heilsordnung, * ich bedachte Deine Taten * und pries Deine Gottheit!
Ode 5
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Der du des Lichtes erstgeborenen Strahl zerstreutest, auf dass im Licht die Werke loben möchten Dich, o Christus, als den Schöpfer, in Deinem Lichte leite unsre Pfade.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Vor Deinem Antlitz neigen sich die Berge. Licht ergießt sich vor Deinen Füßen, und dem Himmel entströmen blitzende Strahlen, o Christus. Es nahte sich die Sonne, denn Du geruhtest, Dich in irdische Gestalt zu kleiden.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Moses und Elias riefen den Jüngern, die Christus auf den Berg berufen hatte, zu: Es ist der Erlöser, den wir einst verkündeten, Er ist der wahrhaftige Gott.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Das Unwandelbare einte sich dem Menschlichen. Überreich offenbarte sich den Aposteln das Licht der körperlosen Gottheit und erstrahlte unaussprechlich.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da Deine Jünger gewahr wurden, wie Du, o Christus, das mitewige Leuchten in der Herrlichkeit des Vaters, vor ihnen erstrahltest, riefen sie zu dir: Leite in Deinem Lichte unsere Wege.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Weshalb hast Du mich verstoßen von Deinem Angesicht, Du nimmer untergehendes Licht, und weshalb umhüllt mich Unglückseligen das feindliche Dunkel. Ich flehe: Bekehre mich und leite meine Wege zu dem Lichte Deiner Gebote.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die herrlich klingende Stimme Deiner Erhabenheit tönt unfassbar, wie der das Leben in den Händen Haltende und über den Tod Gebietende Moses und Elias auf dem Berge Tabor erschienen ist, die Deine Gottheit bezeugten.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
O Christus, der mit unsichtbaren Händen nach Deinem Bilde den Menschen erschuf, zeigte deine in der Schöpfung ursprüngliche Schönheit - nicht in einem Bilde, vielmehr: Er selbst war es in Wahrheit, der Gott und Mensch.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Unvermengt geschah die Vereinigung: Als glühende Kohle erwies sich die Gottheit, ganz die Sünden versengend, die Seelen aber erleuchtend. So verwunderten sich auf dem Berge Tabor Moses und Elias - und mit ihnen die erwählten Apostel.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O dreimalseliger Baum! / An dem Christus ausgestreckt (gehangen), / o König und Herr, / durch dich kam um, der einst durch den Baum (Eva) betrog, / indem er durch dich getäuscht ward, / als Gott Sich im Leibe anheften ließ, / der unseren Seelen Frieden verleiht.
Katavasie, Ton 4: Der du des Lichtes erstgeborenen Strahl zerstreutest, auf dass im Licht die Werke loben möchten Dich, o Christus, als den Schöpfer, in Deinem Lichte leite unsre Pfade.
Katavasie, Ton 8: Weshalb hast Du mich verstoßen von Deinem Angesicht, Du nimmer untergehendes Licht, und weshalb umhüllt mich Unglückseligen das feindliche Dunkel. Ich flehe: Bekehre mich und leite meine Wege zu dem Lichte Deiner Gebote.
Ode 6
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: In meiner Trübsal rief ich zum Herrn, und es erhörte mich der Gott meines Heiles.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Heller denn Sonnenstrahlen, als das vollkommene Licht erschien der Erlöser auf dem Berge Tabor und erleuchtete uns.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus stieg auf den Berg Tabor und verklärte sich. So überwand Er allen Trug der Finsternis und erleuchtete uns.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
O Christus, als den wahren Gott erkannten Dich auf dem Berge Tabor die gepriesenen Apostel und verwundert fielen sie vor Dir nieder.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Befreie mich, o Erlöser, denn zahlreich sind meine Missetaten. ich flehe zu Dir: Führe mich aus dem Abgrund des Bösen, erhöre mich, denn zu Dir habe ich gerufen, o Gott meines Heiles.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Sichtbar und furchterregend erschien heute das Bild: Vom Himmel herab neigte sich das geistige, das auf Erden ohne Gleichen Seiende. Es erstrahlte auf dem Berge Tabor die geistige Sonne der Gerechtigkeit.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Schatten des Gesetzes verging und wurde ohnmächtig, denn Christus, die Wahrheit, nahte sich. Deshalb besang Moses, auf dem Berge Tabor dieses schauend, Deine Gottheit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Einst kündete die Feuersäule Christus und die Wolke die Gnade des Geistes, welche sichtbar den Berg Tabor umhüllte, wie es verheißen war.
Katavasie: Im Innern des Seeungetüms * breitete Jonas (seine) Hände kreuzförmig aus * und wies so auf Dein erlösendes Leiden. * Am dritten Tage aus ihm hervorgehend, wurde er zum Vorbild der überweltlichen Auferstehung * des im Leibe angehefteten Christus, Gott, * der durch die Auferstehung am dritten Tage die Welt erleuchtete.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 7. Kondak des Fests.
Auf dem Berge wurdest Du verwandelt Christus Gott. Deine Jünger schauten Deine Herrlichkeit, wie sie es vermochten, damit sie, wenn sie Dich gekreuzigt sehen, Dein Leiden als freiwillig verstehen, der Welt aber künden, dass Du in Wahrheit bist der Abglanz des Vaters.
Ikos.
Erhebt euch, ihr Trägen, die ihr stets zur Erde euch beugt, begreift das Wollen meiner Seele und richtet euch auf zur Höhe des göttlichen Emporsteigens. Lasst uns nahen dem Petrus und den Zebedäu-Söhne, mit ihnen auf den Berg Tabor zu gelangen, die Herrlichkeit unseres Gottes zu schauen, dass auch wir die Stimme aus der Höhe vernehmen, die da kündet den Abglanz des Vaters.
Synaxarion.
Am 6. dieses Monats: Erinnerung der göttlichen Verklärung unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus.
Ode 7
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Die Jünglinge Abrahams verachteten einst zu Babylon, des Flammenofens Glut, in Lobliedern rufend: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gänzlich wurden die heiligen Apostel auf dem Berge Tabor vom Lichte der unnahbaren Herrlichkeit umhüllt. Deshalb sangen sie zu Christus: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gelabt vom Strahlen des göttlichen Brausens und der tauspendenden Wolke Deines Leuchtens, o Christus, sangen die Apostel: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Petrus sah, wie Du Dich auf dem Berge Tabor im unnahbaren Lichte verklärtest, rief er aus: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nahe waren die Zebedäus-Söhne dem Lebensschöpfer, o Christus, aus dem hervorstrahlte das Licht, deshalb riefen sie: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Mutig überwanden die Jünglinge der Hebräer die Flammen im Ofen. Sie wandelten das Feuer in kühlenden Tau und sangen: "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nun wurde das Unsichtbare der Gottheit auf dem Berge Tabor vor den Aposteln sichtbar im Körper umhüllt. Deshalb sangen sie : "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Sich fürchtend erschraken auf dem Berge Tabor die Apostel und verwunderten sich ob der Herrlichkeit des göttlichen Reiches. Deshalb sangen sie: "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das nie Vernommene wurde heute gehört: Den ohne Vater aus der Jungfrau geborene Sohn bezeugte herrlich die Stimme des Vaters: Er ist unwandelbar Gott und Mensch in Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Höchste nahm Dich nicht an Kindes Statt an. Du bist dem Sein nach der geliebte Sohn von Ewigkeit her und nahtest Dich uns untrüglich. "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Katavasie: Der unsinnige Befehl des gottlosen Tyrannen, * der Drohungen und grobe Flüche ausstieß, * bezwang die Völker, * aber die drei Jünglinge * schreckte weder die bestialische Wut noch das verschlingende Feuer, * sondern durch den taubringenden Wind * sangen sie im Feuer: * Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ode 8
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Die Jünglinge zu Babylon, von göttlichem Eifer entbrannt, verachteten mannhaft die Drohung des Gewaltherrschers und der Glut, und sich mitten in das Feuer stürzend, sangen sie, vom Tau erquickt: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus, der das All in Seinen Händen trägt, stieg mit Seinen allreinen Füßen auf den Berg Tabor. Dort erstrahlte Sein Antlitz heller denn die Sonne. Erhaben über das Gesetz erwies Seine Gnade die ihm Singenden: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In unbegreiflicher Herrlichkeit erschien unfassbar auf dem Berge Tabor das unnahbare und nimmer untergehende Licht, des Vaters Strahlen, welches alle Schöpfung erleuchtet und vergöttlicht die Menschen, die da rufen: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gottwürdig standen Moses und Elias auf dem Berge Tabor und schauten das göttliche Bild der Hypostase, Christus, umhüllt in der Herrlichkeit des Vaters. Deshalb sangen sie: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Einst verklärte sich das Antlitz Moses', da ihm das göttliche Bild erschien. Christus umkleidet Sich mit dem Gewande des Lichtes und in Herrlichkeit, als Quelle des Lichtes alle zu erleuchten, die da singen: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Umfangen von der lichtgeborenen Wolke, schauten die Jünger auf dem Berge Tabor Christus. Sie fielen nieder, erleuchtet im Geiste, ihn mit dem Vater und dem Geiste zu besingen: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Siebenfach heizte den Flammenofen der Herrscher der Chaldäer für die Gottesfürchtigen. Als er aber durch stärkere Kraft dieselben gerettet sah, rief er: * Den Schöpfer und Erlöser * lobet, ihr Jünglinge, * preiset, ihr Priester, * erhebet, ihr Völker, * in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gebieter, Deine Jünger vernahmen das Zeugnis des Vaters und erlebten das dem menschlichen Augen Verborgene, doch das Strahlen Deines Antlitzes vermochten sie nicht zu schauen. Sie fielen nieder auf die Erde und sangen in Furcht: Preiset, ihr Priester, erhebet ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist der herrliche Herrscher über alle Könige dieser Welt, der mächtige Herr über alle Gebietenden. Selig bist Du und wohnest im unnahbaren Lichte. Es verwunderten sich Deiner die Jünger, und Moses sang mit Elias: Preiset, ihr Priester, erhebet ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Vor den, der über den Himmeln herrscht, der über die Erde gebietet und alle Macht hat über die Tiefen der Welt, Christus. Traten die irdischen Apostel, hinzutraten aus der Höhe des Himmels Elias aus Thisbe und Moses von den Erdgeborenen, gemeinsam zu singen: Erhebet, ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf Erden entschwand der Kleinmut, die Quelle der Traurigkeit, denn die erwählten Apostel folgten Dir, Menschenliebender, und schauten die Wandlung des irdischen zum göttlichen Leben. Würdig erfuhren sie das Zeugnis Deines göttlichen Erscheinens und riefen: Erhebet, ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Preist, Jünglinge, * an Zahl der Dreifaltigkeit gleich, * den Schöpfer und Vater, Gott; * singt dem herniedergestiegenen Wort, * das das Feuer in Tau verwandelte; * und erhebet über alle Maßen den Spender allen Lebens, den hochheiligen Geist * in Ewigkeit!
Vor der Gottesmutterikone der Ikonostase ruft der Diakon aus:
D: Hochpreise meine Seele, den auf dem Thabor verwandelten Herrn.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Ode 9
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Dein Gebären hat sich ohne Verderbnis geoffenbart; * dieser Gott, der, mit Fleisch bedeckt, aus deinem Schoß hervorging, * ist auf der Erde erschienen und verkehrte mit den Menschen. * Darum, Gottesgebärerin, * preisen wir alle dich hoch.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Unvermittelt und furchterregend wurden die Jünger erleuchtet vom neuen Strömen des Lichtes. Sie erkannten einander und verwunderten sich, fielen nieder auf die Erde und verehrten Dich, den Gebieter des Alls.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Aus der Wolke ward ein gottkündendes Dröhnen vernommen und kündete das Wunder: Der Vater des Lichtes lehrte die Apostel: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn sollt ihr hören.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Neues und Erhabenes wurde ihnen kund: Den Diener eröffnete die Stimme des Vaters auf dem Berge Tabor das Urbild. Deshalb sangen sie: Dieser ist unser Erlöser.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Unwandelbares Bild des Seienden, Bleibender, unveränderliches Siegel, Sohn, Wort, Weisheit und Kraft, Rechte Hand Gottes, des Höchsten Gewalt. Dich besingen wir mit dem Vater und dem Geiste.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Irmos: Furcht umfing alle Schöpfung ob der göttlichen Herabkunft, denn freiwillig stieg der Höchste hernieder und nahm den Körper an aus dem jungfräulichen Schoße und wurde Mensch. So lasst uns, Gläubige, die allreine Gottesgebärerin verherrlichen.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Dass sichtbar werde Dein unfassbares Herabsteigen und sich der höchste Gott offenbare, standest Du auf dem Berge Tabor zwischen Moses, Elias und den Aposteln und erstrahltest unsagbar. Deshalb verherrlichen Dich, o Christus, alle Völker.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Nahet euch Völker, und seid mir untertan, lasst uns eilen auf den heiligen überhimmlischen Berg, geistig einzutreten in die Stadt des lebendigen Gottes, mit den Augen zu schauen den nicht erschaffenen Gott, den Vater und den Geist, der im eingeborenen Sohne erstrahlte.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
In Liebe riefst Du mich zu Dir, o Christus, und wandeltest mich durch Dein göttliches Wollen. Überwinde im geistigen Feuer meine Sünden und schenke mir Sättigung an Deiner Nahrung, Gütiger, auf dass ich Deine Herrlichkeit lobpreise, anbete und besinge.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Katavasie: Du bist, Gottesgebärerin, das geheimnisvolle Paradies, * das unbestellt hervorsprießen ließ Christus. * Durch Ihn wurde der lebenbringende Baum des Kreuzes in die Erde gepflanzt, * da er nun erhöht ist, preisen wir - ihn verehrend - dich hoch.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Unwandelbares Licht, o Wort, / vom Licht des ungezeugten Vaters, / in Deinem geoffenbarten Licht haben wir / heute auf dem Tabor / das Licht gesehen, das der Vater / und das Licht, das der Geist ist, / welches die ganze Schöpfung erleuchtet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Unwandelbares Licht, o Wort, / vom Licht des ungezeugten Vaters, / in Deinem geoffenbarten Licht haben wir / heute auf dem Tabor / das Licht gesehen, das der Vater / und das Licht, das der Geist ist, / welches die ganze Schöpfung erleuchtet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Unwandelbares Licht, o Wort, / vom Licht des ungezeugten Vaters, / in Deinem geoffenbarten Licht haben wir / heute auf dem Tabor / das Licht gesehen, das der Vater / und das Licht, das der Geist ist, / welches die ganze Schöpfung erleuchtet.

Lobpsalmen im 4. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 4. Stichiren des Fests.
Vor Deinem verehrungswürdigem Kreuz und Deinem Leiden, / hast Du von Deinen heiligen Jüngern einige besonders erwählt / und bist mit ihnen, o Gebieter, auf den Berg Tabor gestiegen, / weil Du ihnen den Glanz Deiner Herrlichkeit zeigen wolltest: / Als sie dann Dich verklärt / und strahlender als die Sonne sahen, / fielen sie zu Boden und riefen, von Deiner Kraft erstaunt: / "Du bist das zeitlose Licht, o Christus, / und der Abglanz des Vaters, / obwohl Du freiwillig ohne Veränderung im Fleisch erschienst."
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Vor Deinem verehrungswürdigem Kreuz und Deinem Leiden, / hast Du von Deinen heiligen Jüngern einige besonders erwählt / und bist mit ihnen, o Gebieter, auf den Berg Tabor gestiegen, / weil Du ihnen den Glanz Deiner Herrlichkeit zeigen wolltest: / Als sie dann Dich verklärt / und strahlender als die Sonne sahen, / fielen sie zu Boden und riefen, von Deiner Kraft erstaunt: / "Du bist das zeitlose Licht, o Christus, / und der Abglanz des Vaters, / obwohl Du freiwillig ohne Veränderung im Fleisch erschienst."
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Vor Deinem verehrungswürdigem Kreuz und Deinem Leiden, / hast Du von Deinen heiligen Jüngern einige besonders erwählt / und bist mit ihnen, o Gebieter, auf den Berg Tabor gestiegen, / weil Du ihnen den Glanz Deiner Herrlichkeit zeigen wolltest: / Als sie dann Dich verklärt / und strahlender als die Sonne sahen, / fielen sie zu Boden und riefen, von Deiner Kraft erstaunt: / "Du bist das zeitlose Licht, o Christus, / und der Abglanz des Vaters, / obwohl Du freiwillig ohne Veränderung im Fleisch erschienst."
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Vor Ewigkeiten warst Du, Gott, das Wort. / Mit Licht umkleidetest Du Dich in der Verklärung / und erstrahltest vor Deinen Jüngern über die Sonne. / Moses und Elias traten an Deine Seite / und bekannten Dich, / den Herrscher über die Lebenden und die Toten, / und priesen Deine unerforschliche Vorsehung, Güte und Barmherzigkeit, / durch welche Du die in der Sünde ertrinkende Welt / errettet hast.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Vor Ewigkeiten warst Du, Gott, das Wort. / Mit Licht umkleidetest Du Dich in der Verklärung / und erstrahltest vor Deinen Jüngern über die Sonne. / Moses und Elias traten an Deine Seite / und bekannten Dich, / den Herrscher über die Lebenden und die Toten, / und priesen Deine unerforschliche Vorsehung, Güte und Barmherzigkeit, / durch welche Du die in der Sünde ertrinkende Welt / errettet hast.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Vor Ewigkeiten warst Du, Gott, das Wort. / Mit Licht umkleidetest Du Dich in der Verklärung / und erstrahltest vor Deinen Jüngern über die Sonne. / Moses und Elias traten an Deine Seite / und bekannten Dich, / den Herrscher über die Lebenden und die Toten, / und priesen Deine unerforschliche Vorsehung, Güte und Barmherzigkeit, / durch welche Du die in der Sünde ertrinkende Welt / errettet hast.
Stehe auf, Herr, mein Gott, es erhebe sich Deine Hand, vergiss nicht Deiner Bedürftigen bis ans Ende.
Aus der jungfräulichen Wolke geboren, / im Körper lebend, / auf dem Berge Tabor verklärt / und von der strahlenden Wolke umhüllt, / erschienst Du offenkundig deinen vor dir stehenden Jüngern. / Die Stimme des Vaters nannte Dich den geliebten Sohn, / den einwesentlichen und mitherrschenden. / Petrus verwunderte sich und rief: / Gut ist es, hier zu sein, / und wusste nicht, was er sprach, / Wohltäter, voll des Erbarmens.
Ich will Dich bekennen, Herr, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen all Deine Wundertaten.
Aus der jungfräulichen Wolke geboren, / im Körper lebend, / auf dem Berge Tabor verklärt / und von der strahlenden Wolke umhüllt, / erschienst Du offenkundig deinen vor dir stehenden Jüngern. / Die Stimme des Vaters nannte Dich den geliebten Sohn, / den einwesentlichen und mitherrschenden. / Petrus verwunderte sich und rief: / Gut ist es, hier zu sein, / und wusste nicht, was er sprach, / Wohltäter, voll des Erbarmens.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Fests. (Dichtung des Byzantos)
Es führte / Christus den Petrus, Jakobus und Johannes / in die Einsamkeit der Berghöhe / und verklärte Sich vor ihnen. / Sein Antlitz erstrahlte gleich einer Sonne, / lichtglänzend waren seine Gewänder. / Moses und Elias traten hinzu und sprachen, / da die leuchtende Wolke sie überschattete. / Aus der Höhe erklang die Stimme: / Dieser ist mein lieber Sohn, / an welchem ich Wohlgefallen habe, / den sollt ihr hören.

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

ERSTE STUNDE

Die erste Stunde wird unmittelbar nach dem Orthros gelesen.

Tropare

Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 7. Kondak des Fests.
Auf dem Berge wurdest Du verwandelt Christus Gott. Deine Jünger schauten Deine Herrlichkeit, wie sie es vermochten, damit sie, wenn sie Dich gekreuzigt sehen, Dein Leiden als freiwillig verstehen, der Welt aber künden, dass Du in Wahrheit bist der Abglanz des Vaters.

DRITTE STUNDE

Die dritte und die sechste Stunde werden vor der Göttlichen Liturgie gelesen.

Tropare

Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 7. Kondak des Fests.
Auf dem Berge wurdest Du verwandelt Christus Gott. Deine Jünger schauten Deine Herrlichkeit, wie sie es vermochten, damit sie, wenn sie Dich gekreuzigt sehen, Dein Leiden als freiwillig verstehen, der Welt aber künden, dass Du in Wahrheit bist der Abglanz des Vaters.

SECHSTE STUNDE

Tropare

Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 7. Kondak des Fests.
Auf dem Berge wurdest Du verwandelt Christus Gott. Deine Jünger schauten Deine Herrlichkeit, wie sie es vermochten, damit sie, wenn sie Dich gekreuzigt sehen, Dein Leiden als freiwillig verstehen, der Welt aber künden, dass Du in Wahrheit bist der Abglanz des Vaters.

Göttliche Liturgie

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Vers 1: Jubelt dem Herrn, die ganze Erde, singt Seinem Namen, gebt Herrlichkeit Seinem Lobpreis.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 2: Das Dröhnen Deines Donners im Wirbel! Deine Blitze durchzuckten den Erdkreis, die Erde bebte und wankte.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 3: Mit Lobpreis und Pracht bist Du angetan, wie in einen Mantel gehüllt in Licht.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Vers 1: Die Berge Sions, an der Seite des Nordens, die Stadt des großen Königs.
Errette uns, Sohn Gottes, verwandelt auf dem Berge, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 2: Er führte sie auf den Berg Seiner Heiligung, jenen Berg, den erworben hat Seine Rechte.
Errette uns, Sohn Gottes, verwandelt auf dem Berge, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 3: Den Berg Sion, den Er liebte, und baute Sein Heiligtum gleich dem des Einhorns.
Errette uns, Sohn Gottes, verwandelt auf dem Berge, die wir Dir singen: Alleluia.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
Vers 1: Die auf den Herrn vertrauen gleichen dem Sionsberg, nicht wird er wanken in Ewigkeit.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Vers 2: Berge es rings umgeben, und der Herr ist rings um Sein Volk von nun an bis in Ewigkeit.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Vers 3: Herr, wer darf wohnen in Deinem Zelt, wer sich lagern auf Deinem heiligen Berg?
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Vers 4: Wer wird hinaufsteigen auf den Berg des Herrn, wer wird stehen an Seiner heiligen Stätte?
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
D: Weisheit. Aufrecht.
D: Entsende Dein Licht und Deine Wahrheit; diese haben mich geleitet und mich geführt auf Deinen heiligen Berg.
„Kommt, lasst uns anbeten“ wird an diesem Tag nur bei einer Bischofsliturgie gesungen.
Sofort nach dem Einzug folgen die Tropare und Kondake des Fests. Das Tropar und das Kondak der Kirche werden an Hochfesten ausgelassen.
Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 7. Kondak des Fests.
Auf dem Berge wurdest Du verwandelt Christus Gott. Deine Jünger schauten Deine Herrlichkeit, wie sie es vermochten, damit sie, wenn sie Dich gekreuzigt sehen, Dein Leiden als freiwillig verstehen, der Welt aber künden, dass Du in Wahrheit bist der Abglanz des Vaters.
Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
Ausruf: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.

Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
Prokimenon des Fests, Ton 4:
L: Prokimenon im vierten Ton. Dein sind die Himmel, / und Dein ist die Erde.
     Ch: Dein sind die Himmel, / und Dein ist die Erde.

Vers: Segne, meine Seele, den Herrn. Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
     Ch: Dein sind die Himmel, / und Dein ist die Erde.

L: Dein sind die Himmel.
     Ch: Und Dein ist die Erde.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem zweiten ökumenischen Brief des heiligen Apostels Petrus.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel.
Apostel des Fests:
     2 Petr 1, 10-19 ( Stelle Lesen: 2 Petr 1, 10-19 )
P: Friede dir.
     L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.
     L: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Alleluïa des Fests, Ton 8:
L: Alleluïa im achten Ton.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
L: Dein sind die Himmel, und Dein ist die Erde.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Vers: Selig das Volk, das Jubelruf kennt.
     Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten Matthäus.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten Matthäus mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Evangelium des Fests:
In jener Zeit nimmt Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit und führt sie gesondert auf einen hohen Berg hinauf. Und er wurde vor ihnen verklärt, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Gewänder wurden weiß wie das Licht. Und siehe, Moses und Elias erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm. Petrus aber ergriff das Wort und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Willst du, so wollen wir hier drei Hütten bauen: dir eine, dem Moses eine und eine dem Elias. Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke, welche sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn höret. Und als die Jünger es hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich gar sehr. Und Jesus trat hinzu, rührte sie an und sprach: Erhebet euch, und fürchtet euch nicht. Als sie aber ihre Augen erhoben hatten, sahen sie niemanden, außer Jesus allein. Und während sie vom Berge hinabstiegen, gebot ihnen Jesus und sprach: Saget niemandem das Geschaute, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.
(Mt 17, 1-9)*
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Anaphora. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Geistes werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
     Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.

Daraufhin sing der Chor:
Ton 4. Anstelle von „Wahrhaft würdig“, des Fests.
Hochpreise meine Seele, den auf dem Thabor verwandelten Herrn.

Dein Gebären hat sich als rein erwiesen. Gott ist hervorgegangen aus deinem Schoße im Fleische, Er, der erschienen ist auf Erden, und hat Umgang gepflogen mit den Menschen. Darum preisen wir alle dich, Gottesgebärerin, hoch.

Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Priester, leise: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geneigt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
     Ch: Einer ist heilig, einer der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
Die Chöre singen das Kinonikon vom Tag oder vom Heiligen:
Kommunionvers des Fests.
Herr, im Licht Deines Angesichtes werden wir wandeln, und in Deinem Namen werden wir frohlocken auf ewig.
Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Volk: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Segnung der Trauben

Nach dem Gebet hinter dem Ambo werden traditionsgemäß Trauben und Früchte geweiht. Vor den Gebeten werden die Früchte geweihräuchert, während der Chor das Tropar des Fest, Ehre, Jetzt und das Kondak des Fest singt.

Segnung der ersten Ernte

D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Gebieter, Herr, unser Gott, der Du einem jeden geboten hast, nach Auswahl das Deine von dem Deinen Dir darzubringen, und denselben das Gegengeschenk der ewigen Güter spendest, der Du die nach Kräften dargebrachte Gabe der Witwe wohlgefällig angenommen hast, nimm auch das jetzt von Deinen Knechten Herbeigebrachte an, und geruhe dasselbe in Deinen ewigen Schatzkammern niederzulegen, indem Du ihnen schenkst auch Deiner weltlichen Güter reichlichen Genuss, mit allem, was ihnen nützlich ist. Denn gelobt ist Dein Name und verherrlicht Dein Königtum, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Segnung der Trauben

D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Segne, o Herr, diese neue Frucht des Weinstocks, welche Du gnädig reifen ließest durch Wohlbeschaffenheit der Luft, Regen und stilles Wetter zur rechten Zeit. Lass sie uns zur Freude gereichen, die wir von ihr genießen wollen, jenen aber, für die sie dargebracht werden, zur Sühnung der Sünden durch den erhabenen Leib und das heilige Blut Deines Christus, mit dem Du gesegnet bist samt Deinem allheiligen, guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester besprengt die Trauben und die Früchte mit Weihwasser, wobei er spricht:
Geweiht wird diese Frucht des Weinstocks und die Früchte, durch die Besprengung mit diesem heiligen Wasser, im Namen des Vaters und des Sohnes und das Heiligen Geistes. Amen.
     Ch: Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

NEUNTE STUNDE

Die neunte Stunde wird am Abend vor der Vesper gelesen.

Tropare

Ton 7. Tropar des Fests.
Verwandelt warst du auf dem Berg, / Christus Gott, / zeigtest deinen Jüngern deine Herrlichkeit, / wie sie's fassen konnten. / Auch uns Sündern strahlt dein ewig Licht / auf die Fürbitten der Gottesgebärerin. / Lichtspender, Ehre sei dir.

Kondak

Ton 7. Kondak des Fests.
Auf dem Berge wurdest Du verwandelt Christus Gott. Deine Jünger schauten Deine Herrlichkeit, wie sie es vermochten, damit sie, wenn sie Dich gekreuzigt sehen, Dein Leiden als freiwillig verstehen, der Welt aber künden, dass Du in Wahrheit bist der Abglanz des Vaters.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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