Orthodoxe Gottesdienste
Gottesdienst am Sonntag, dem 28. März 2021
(15. März nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

2. Woche der Großen Fastenzeit Ton 1.
Länge:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch.
     Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Klerus im Altar: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.

Psalm 103, Eingangspsalm

In der Praxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Psalm vollständig anzeigen.
Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Selig der Mann“

Kathisma am Abend. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.

„Herr, ich schrie“, Ton 1

Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Es werden die angefallenen Stichiren gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 1. Stichiren des Sonntags.
Heiliger Herr, nimm entgegen / unsere abendlichen Gebete / und gewähre uns Vergebung der Sünden; / denn du bist es allein, // der zeigt der Welt die Auferstehung.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Umringet, ihr Völker, den Sion, / umfasset ihn und gebet auf ihm die Ehre / dem, der erstanden von den Toten; / denn er ist unser Gott, // der uns erlöst hat von unsern Missetaten.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Kommet, ihr Völker, / wir wollen besingen und verehren Christus / und preisen seine Auferstehung von den Toten; / denn er ist unser Gott, // der erlöst hat die Welt vom Truge des Feindes.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Freuet euch, ihr Himmel, / lasset Posaunenschall erklingen, ihr Grundfesten der Erde, / brechet in Freudenrufe aus, ihr Berge. / Denn siehe, der Emmanuel / hat ans Kreuz genagelt unsere Sünden. / Der das Leben gibt, hat den Tod getötet // und den Adam wiederaufgerichtet als der Menschenliebende.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Ihn, der für uns ward gekreuzigt / im Fleische aus freiem Willen, / der gelitten hat und ward begraben / und auferstanden ist von den Toten, / ihn lasst uns besingen mit den Worten: / „Festige im rechten Glauben deine Kirche, o Christus, / und gib Frieden unserem Leben // als der Gute und Menschenliebende.“
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Wir Unwürdige stehen / an deinem Grabe, das empfing das Leben, / und bringen dar, o Christus, unser Gott, / den Lobpreis deiner unsagbaren Barmherzigkeit. / Denn Kreuz und Tod hast du, Sündenloser, auf dich genommen, / um der Welt zu schenken // die Auferstehung als der Menschenliebende.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Ton 2. Stichiren . (nach: mit welchen Liedern des Ruhmes)
Mit welchen Liedern des Ruhmes / sollen wir besingen den Hierarchen? / Ihn, der Gotteslehre Posaune, / den Mụnd der Gnade feuersprühend, / das hehre Gefäß des Geistes, / die Säule der Kirche unerschütterlich, / des Ẹrdkreises gewaltiges Frohlocken, / ihn, den Strom der Weisheit, / ihn, des Lichtes Leuchte, / das Gestịrn, das hell erstrahlt, // welches lässt erglänzen die Schöpfung.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Mit welchen Liedern des Ruhmes / sollen wir besingen den Hierarchen? / Ihn, der Gotteslehre Posaune, / den Mụnd der Gnade feuersprühend, / das hehre Gefäß des Geistes, / die Säule der Kirche unerschütterlich, / des Ẹrdkreises gewaltiges Frohlocken, / ihn, den Strom der Weisheit, / ihn, des Lichtes Leuchte, / das Gestịrn, das hell erstrahlt, // welches lässt erglänzen die Schöpfung.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Mit welchen Blüten des Hymnengesangs / sollen wir bekränzen den Hierarchen? / Ihn, den Verfechter wahrer Frömmigkeit / und Wịdersacher der Ruchlosigkeit, / den glühenden Anwalt des Glaubens, / den großen Weggeleiter und Lehrer, / des Gẹistes überaus wohlklingende Harfe, / die goldschimmernde Zunge, / die Quelle, aus welcher sprudeln / den Glạ̈ubigen der Heilungen Ströme, // den großen staunenswerten Gregorios.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Mit welchen Lippen sollen wir / Erdgeborenen preisen den Hierarchen? / Ihn, der Kirche Lehrer, / des Gọtteslichtes Künder, / den himmlisch Eingeweihten der Dreiheit, / die große Zierde der Mönche, / der durch die Tạt hervorleuchtet wie durch die Schau, / den Ruhm von Thessalonike, / der wohnt gemeinsam in den Himmeln / mit dem mỵronfließenden Dimitrios, // dem gotterfüllten, überaus wunderbaren.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6.
Du Frommer dreimalselig, / o heiligster Vater, / du guter Hirte / und Schüler des Erzhirten Christus, / der du gegeben hast die Seele für die Schafe, / flehe auch jetzt, unser Vater, / o gotttragender Gregọrios, / durch deine Bitten, / dass wir zum Geschenk erhalten // das große Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 1. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Sie, die schmuckvolle Zier, die stammt aus den Menschen / und hat geboren den Gebieter, / die himmlische Pforte, lasst sie uns besingen, / Maria, die Jungfrau, das Lied der Körperlosen / und die Zierde der Gläubigen. / Sie hat sich erwiesen als Himmel / und als Tempel der Gottheit. / Sie hat niedergerissen die Scheidewand der Feindschaft, / statt dessen eingeleitet den Frieden / und das Königreich geöffnet. / Da wir nun als Anker des Glaubens sie besitzen, / haben wir zum Verteidiger den Herrn, der ward aus ihr geboren. / Es sei getrost, ja getrost das Volk Gottes. / Denn er selbst wird kämpfen gegen die Feinde // als der Allmächtige.

Einzug der Vesper

Der Diakon geht dem Priester mit dem Evengelium voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.
Nun wird das Abend-Prokimenon des Wochentages gesungen.
D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König ... Nach jedem Vers.
Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
D: Der Herr ist König. Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.

Inständige Ektenie

D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Würdige uns, Herr

     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen. Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen. Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht leise das Hauptneigungsgebet. Danach:
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Stichiren zur Litia

An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche. Wird keine Litia zelebriert, werden auch die Stichiren ausgelassen.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Theotokion des Sonntags vom Stichos nach dem Ton der Stichire der Kirche.
Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 1. Stichiren des Sonntags.
Durch dein Leiden, o Christus, / wurden wir befreit von den Leiden, / und durch deine Auferstehung / wurden wir erlöst vom Verderben. // Herr, Ehre sei dir.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Jubeln soll die Schöpfung; / die Himmel sollen sich freuen, / in die Hände sollen klatschen die Heidenvölker mit Freuden. / Denn Christus, unser Erretter, / hat ans Kreuz genagelt unsere Sünden, / hat den Tod getötet und uns das Leben geschenkt / und den gefallenen Adam, den Stammvater aller, wieder aufgerichtet // als der Menschenliebende.
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Wiewohl der König du bist des Himmels und der Erde, / ließest du freiwillig dich kreuzigen, / du Unbegreiflicher, aus Menschenliebe. / Der Hades geriet in Erbitterung, / als unten er dir begegnete. / Die Seelen aber der Gerechten / empfingen dich mit Frohlocken. / Adam erstand, als er erblickte / dich, den Schöpfer, in der Unterwelt. / O des Wunders! Wie konnte nur kosten / den Tod das Leben aller? / Doch nur, weil es wollte erleuchten / die Welt, welche da schreit und ruft: // „Du Auferstandener von den Toten, Herr, Ehre sei dir!“
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Die myrrhentragenden Frauen, / die da trugen die Myrrhen / mit Eifer und unter Klagen, / trafen ein an deinem Grabe. / Und da sie deinen unbefleckten Leib nicht fanden, / doch von dem Engel wurden unterrichtet / über das neue und unfassbare Wunder, / sprachen sie zu den Aposteln: / „Der Herr ist erstanden // und gewährt der Welt das große Erbarmen.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Stichire .
Deine Zunge, wachsam in der Lehre, / sie findet ihren Widerhall / in den Ohren der Herzen / und rüttelt auf die Seelen der Trägen, / und in deinen gottkündenden Worten / ist zu finden die Leiter, / die von der Erde hinauf zu Gott sie führt. / So lass nicht ab, Gregorios, / Thessaliens Wunder, / bei Christus zu flehen, / dass erleuchtet werden mit dem göttlichen Licht // jene, die dich ehren.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags.
Unvermählte Jungfrau, / die du Gott unsagbar hast empfangen im Fleische. / Mutter Gottes, des Höchsten, / nimm an, du ganz ohne Tadel, / die Bitten deiner Diener. / Allen erwirkest du Reinigung / von den Vergehen. / Nimm jetzt unser Flehen an und bitte, // dass wir alle Errettung finden.

Gebet des Hl. Simeon

     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.

Trishagion bis Vater unser

     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
Es folgt der 33. Psalm:
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

ORTHROS

Hexapsalm

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Ch: Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3:
L: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ist die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. Es stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und war wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft vor Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen vor Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als viele Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter den Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von der Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte sie auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und so habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

„Gott ist der Herr“, Ton 1

D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.

Tropare der Tagesfeste

Ton 1. Tropar des Sonntags.
Obwohl der Stein von den Juden versiegelt war / und Soldaten deinen reinen Leib bewachten, / erstandest du am dritten Tage, Erlöser, / und schenktest der Welt das Leben. / Deshalb riefen die Mächte der Himmel dir zu, Lebenspender: / „Ehre sei deiner Auferstehung, Christus, / Ehre sei deiner königlichen Herrschaft, / Ehre deinem Heilswerk, // einzig Menschenliebender.“
Obwohl der Stein von den Juden versiegelt war / und Soldaten deinen reinen Leib bewachten, / erstandest du am dritten Tage, Erlöser, / und schenktest der Welt das Leben. / Deshalb riefen die Mächte der Himmel dir zu, Lebenspender: / „Ehre sei deiner Auferstehung, Christus, / Ehre sei deiner königlichen Herrschaft, / Ehre deinem Heilswerk, // einzig Menschenliebender.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Tropar .
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion des Sonntags.
Der du für uns geboren aus der Jungfrau / und die Kreuzigung erduldet, o Guter, / der du im Tode dem Tod entrissen die Beute / und als Gott die Auferstehung gezeigt: / Verachte nicht, die du gebildet mit eigener Hand. / Erweise deine Menschenliebe, Barmherziger. / Nimm an die Gottesgebärerin, die dich gebar, da sie für uns bittet! // Und rette, unser Erretter, das Volk, das der Verzweiflung ist anheimgefallen!
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Sedalen des Sonntags.
Die Soldaten, die dein Grab bewachten, / waren wie tot, o Erretter, / durch den Blitzstrahl des erscheinenden Engels, / der verkündete den Frauen die Auferstehung. / Dich preisen wir, den Vernichter des Verderbens; / vor dir fallen wir nieder, der erstand aus dem Grabe, // unserem einzigen Gott.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende! (Ps 9,33)
Ans Kreuz genagelt aus freiem Willen, Barmherziger, / und ins Grab gelegt als Sterblicher, Lebenspender, / hast du die Kraft, Machtvoller, zermalmt durch deinen Tod. / Denn vor dir erschraken die Torwächter des Hades. / Du erwecktest mit dir auf / jene, die waren von jeher verstorben, // als der einzig Menschenliebende.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als Mutter Gottes erkennen wir dich alle, / die du wahrhaft dich hast erwiesen / auch nach der Geburt als Jungfrau, / und flüchten uns voll Verlangen zu deiner Güte. / Denn dich haben wir Sünder als Beistand. / Dich besitzen wir als Rettung in Versuchungen, // dich, die allein ist ganz ohne Tadel.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Sedalen des Sonntags.
Die Frauen kamen am frühen Morgen zum Grabe / und erbebten, als sie schauten die Erscheinung des Engels. / Aus dem Grabe blitzte hervor das Leben, / und das Wunder versetzte sie in Schrecken. / Und so eilten sie davon / und kündeten den Jüngern die Auferstehung. / Christus raubte aus den Hades / als der einzig Kraftvolle und Mächtige, / erweckte mit auf die Verwesten alle / und machte der Furcht vor der Verdammnis ein Ende // durch die Macht des Kreuzes.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Ans Kreuz genagelt, du Leben aller, / und gezählt unter die Toten, unsterblicher Herr, / erstandest du am dritten Tage, Erretter, / und erwecktest den Adam aus dem Verderben. / Deshalb riefen die Mächte der Himmel dir zu, Lebenspender: / Ehre deinem Leiden, o Christus! / Ehre deiner Auferstehung! / Ehre deinem Herabstieg, // einzig Menschenliebender!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O Maria, des Gebieters hehres Behältnis, / laß uns aufstehen, die wir sind gefallen / in das Chaos schlimmer Verzweiflung, / der Fehltritte und der Drangsal. / Denn du bist der Sünder Errettung, / ihre Hilfe und kraftvoller Beistand // und errettest deine Diener.
Es wird das siebzehnte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 118, nach westlicher Nummerierung 119. )
In der Gemeindepraxis wird das 17. Kathisma Sonntags meist durch den Polyleos ersetzt.

Polyeleos

An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Ipakoi.
Des Räubers Umkehr hat das Paradies erbeutet, / das Weinen der Myrrhenträgerinnen aber angekündigt die Freude. / Denn du erstandest, Christus Gott, // und gewährst der Welt das große Erbarmen.
Ton 1. Stufengesänge (Stepenny).
1. Antiphon
In meiner Bedrängnis vernimm meine Qualen, o Herr, so ruf ich zu dir.
Den Zurückgezogenen wird zuteil unaufhörliche göttliche Liebe, denen, die sich absondern von der eitlen Welt.
Ehre, Jetzt.
Dem Heiligen Geiste gebührt Ehre und Lobpreis wie dem Vater und dem Sohne zugleich. Darum laßt uns singen der dreieinen Herrschaft.

2. Antiphon
Zu den Bergen deiner Gesetze hast du mich erhoben. So mach mich glänzend durch die Tugenden, o Gott, auf daß ich dich besinge.
Ergreife du mich mit deiner rechten Hand, o Logos, behüte und beschütze mich, daß mich nicht verbrennt das Feuer der Sünde.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist wird die ganze Schöpfung erneuert und kehrt zurück zu ihrem Urstand. Denn gleich ist er an Kraft dem Vater und dem Logos.

3. Antiphon
Da sie mir sagten: Wir wollen wandern zu den Höfen des Herrn!, ward heiter mein Geist und freut sich mein Herz.
Wegen des Hauses Davids herrscht große Furcht. Denn dort sind Throne aufgestellt, und es werden gerichtet werden all die Stämme und Sprachen der Erde.
Ehre, Jetzt.
Dem Heiligen Geiste sind darzubringen Ehre, Anbetung, Lobpreis und Macht, wie es gebührt dem Vater und dem Sohne. Denn eine Einheit ist die Dreiheit der Natur nach, nicht aber in den Personen.

Prokimenon und Lesung des Evangeliums

D: Weisheit. P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Ton 1. Prokimenon des Sonntags.
D: Erheben will Ich Mich nun, spricht der Herr, Heil bringen dem, der sich danach sehnt.
     Ch: Erheben will Ich Mich nun…
Vers: Die Worte des Herrn sind reine Worte.
     Ch: Erheben will Ich Mich nun…
D: Erheben will Ich Mich nun, spricht der Herr. Ch: Heil bringen dem, der sich danach sehnt.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat.
     Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk.
     Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Neuntes Auferstehungsevangelium.
Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen, wo die Jünger sich versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, trat in die Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen. Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Friede euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so schicke auch ich euch. Und nachdem er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist. Welchen ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas aber, einer von den Zwölfen, der auch Didymus genannt wird, war nicht mit ihnen, als Jesus kam. Es sagten nun die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich keineswegs glauben. Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen und Thomas mit ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, trat in die Mitte und sprach: Friede euch. Dann spricht er zu Thomas: Führe deinen Finger hierher und sieh meine Hände, und führe deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, bist du zum Glauben gekommen. Selig, die nicht gesehen und doch geglaubt haben. Viele auch andere Zeichen nun hat Jesus vor seinen Jüngern getan, die nicht in diesem Buche geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr als Glaubende Leben habt in seinem Namen.
(Joh 20, 19-31)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Auferstehungsgesang

Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen.
Gemeinde: Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.

Psalm 50:

L: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 8. Verse des Triodions.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Der Buße Pforten öffne mir, Lebenspender, frühmorgens strebt zu Deinem heiligen Tempel mein Geist, der trägt den ganz befleckten Leibes-Tempel, doch als der Gütige reinige ihn durch Dein wohlwollendes Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Pfade des Heils leite mich, Gottesgebärerin, der ja mit schändlichen Sünden meine Seele ich habe befleckt und mein ganzes Leben im Leichtsinn vergeudet; doch du rette mich durch deine Fürbitten von jeder Unreinheit.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire .
Die Menge der von mir begangenen Missetaten bedenkend, schaudere ich Armseliger vor dem furchterregenden Gerichtstag; aber hoffend auf die Güte Deines Wohlwollens, rufe ich wie David zu Dir: Erbarme Dich meiner, Gott, nach Deinem großen Erbarmen.

Ektenie zum Polyleos

Die erste Fürbitte wird oft gekürzt, sodass nur der Ausruf zu hören ist.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Deine Rechte mit dem Siegeszeichen, / sie hat gottwürdig in Kraft sich verherrlicht; / denn sie hat, Unsterblicher, allgewaltig / die Feinde zerschmettert / und den Israeliten // den Weg unerhört gebahnt durch die Tiefe.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der du mit reinen Händen aus dem Staube / mich in göttlichem Wirken zu Anfang hast gebildet, / hast die Hände ausgebreitet am Kreuze / und so aus der Erde zurückgerufen / meinen verdorbenen Leib, // den aus der Jungfrau du hast angenommen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Das Sterben hat um meinetwillen erduldet / und die Seele dem Tode überlassen, / der mir durch göttliche Einhauchung die Seele hat verliehen, hat mich gelöst aus ewigen Fesseln / und mich mitauferstehen lassen // und verherrlicht in Unvergänglichkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Sei gegrüßt, o Quelle der Gnade. / Sei gegrüßt, du Leiter und Pforte des Himmels. / Sei gegrüßt, o goldener Leuchter und Krug / und du Berg unbehauen, die du den Lebenspender // Christus der Welt hast geboren.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Christos vergöttlicht mich, indem er Fleisch wird, Christos erhöht mich, indem er sich erniedrigt, Christos macht mich leidlos, indem er, der Lebensspender, leidet nach der Natur des Fleisches. Deshalb singe ich ein Danklied, denn er hat sich verherrlicht!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Christos erhöht mich, indem er gekreuzigt wird, Christos erweckt mich mit auf, indem er getötet wird, Christos spendet mir Leben. Deshalb vor Freude mit den Händen klatschend, singe ich dem Erlöser das Siegeslied, denn er hat sich verherrlicht!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Gott, Jungfrau, empfingst du, Christum gebarst du in Jungfräulichkeit, der aus dir Fleisch ward, Allunschuldvolle, der erkannt wird als einziggezeugter Sohn, Einer von Person, in zwei Naturen; denn er hat sich verherrlicht!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Welch ein deiner würdiges Lied wird singen unsere Schwachheit? Wenn nicht das Freudenlied, in welches Gabriel uns einweihte: Freue dich, Gottesgebärerin, Jungfrau, nie vermählte Mutter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der Immerjungfrau und Mutter des Königs der oberen Kräfte, lasset uns, Gläubige, aus reinem Herzen geistlich zurufen: Freue dich, Gottesgebärerin, Jungfrau, nie vermählte Mutter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Unermesslich ist der Abgrund deines unfassbaren Gebärens, Allunschuldvolle! In nichtzweifelndem Glauben also bringen wir eifrig dir den Gruß dar, sprechend: Freue dich, Gottesgebärerin, Jungfrau, nie vermählte Mutter!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Des Joseph. Dieser Kanon entspricht nicht dem Kanon in der russischen Triodionausgabe.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Nimm mich, o Heiland, der gläubig hineilt zu Deinen Erbarmungen, auf wie einst den verlorenen Sohn und reiche mir dar die Vergebung der Sünden, o Christe, und lasse mich wieder in Reinheit zurück mich wenden zu der Schönheit von einst, Deine unsagbare Erbarmung, o Heiland, besingend in Hymnen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Erbarmender Heiland, auch mir breite Deine Arme entgegen, wie Du einst sie ausbreitetest dem Verlorenen, der sich wieder von allen sündigen Wegen abwandte, o Wort. Ich bitte, gib mir wieder zurück die einstige Schönheit, die ich Tor einst durch schlimme Taten verlor.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Abgewandt habe ich von allem heiligen Werk meinen Sinn, in ein weit gelegenes Land mich begeben als fremder Menschen Knecht, die listig auf Leidenschaft ausgehen. Jetzt aber kehre ich heim. Vater, nimm mich auf, rufe ich zu Dir, wie einen Deiner Mietlinge, Heiland.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Reine Mutter des Emanuel, Ihn flehe, o Heilige, nun auf mütterliche Weise an, auch mich aufzunehmen wie den verlorenen Sohn, mich, der abwich vom Wege Gottes, in Geistesblindheit zu der Übertretung bösen Bergen sich immerzu verirrte.
Ode 3
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Du allein hast in Wissen um die Schwäche / der Nat?r der Sterblichen / und aus Mitleid ihre Gestalt angenommen. / So umgürte mich mit der Kraft aus der Höhe, / auf daß ich rufe: Heilig / ist der Tempel, der beseelte, // deiner makellosen Herrlichkeit, o Menschenliebender.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Mein Gott bist du, o Guter, / hast dich meiner erbarmt, der ich war gefallen, / hast es dir wohlgefallen lassen, zu mir herabzusteigen / und mich erhoben durch die Kreuzigung, / um dir zu rufen: Heilig / ist der Herr der Herrlichkeit, // ganz unvergleichlich an Güte.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der in Person du bist das Leben, / hast dich, o Christus, mit mir Verdorbenem / als Gott in Mitleid bekleidet, / bist zum Staube des Todes niedergestiegen, Gebieter, / hast das Sterbliche zum Bersten gebracht / und, auferstanden am dritten Tage, // die Toten bekleidet mit Unvergänglichkeit.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Wiewohl du Gott empfangen hast im Schoße / durch den Geist, den Allheiligen, / bist du doch unverbrannt geblieben, o Jungfrau; / hat dich doch der Dornbusch dem Gesetzgeber Moses, / da er in Flammen stand, aber nicht verbrannte, / deutlich im voraus angekündigt // als jene, die empfangen sollte das unerträgliche Feuer.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Ihm der auf die Schultern das verlorene Schaf hob und durch das Holz die Sünde desselben hinwegnahm, Christo, dem Gotte, lasset uns rufen: Der du erhöhet hast unser Horn, heilig bist du, Herr!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Dem, der emporgeführt hat den großen Hirten aus dem Hades, Christum, und durch die Hierarchie desselben, durch die Apostel, weise die Völker weidet, dem göttlichen Geiste, lasset uns in Wahrheit, Gläubige, dienen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Dem aus der Jungfrau nach seinem Willen samenlos Fleisch gewordenen Sohne, welcher die, so ihn gebar, auch nach der Geburt durch göttliche Macht als unschuldige Jungfrau bewahrte, dem Gott über Alle, lasset uns zurufen: Heilig bist du, Herr!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Eine leichte Wolke nennen wir dich untrüglich, o Jungfrau, prophetischen Ansprüchen folgend, denn es kam zu dir der Herr, um hinwegzunehmen die mit Händen gemachten Werke des ägyptischen Irrwahns und zu erleuchten die, welche sie anbeten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Einen versiegelten Brunnen fürwahr und ein verschlossenes Thor nannte dich die prophetische Schaar, Allbesungene, uns beschreibend die fernhinstrahlenden Sinnbilder deiner Jungfräulichkeit, welche du bewahrt hast auch nach der Geburt!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der mit Recht gewürdigt ist, den überwesentlichen Geist zu sehen, Gabriel, richtete an dich die freudige Anrede, welche die Empfängnis des Wortes deutlich offenbarte und die unaussprechliche Geburt verkündete!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Schaue meine Bosheit, o Herr. Reiche meiner armen Seele dar der Reue Gesinnung und nimm auf wie einst den verlorenen Sohn den, der zurück sich wendet zu Dir und vergib mir meiner vielen Sünden Fülle, Gebieter.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wider Dich allein habe ich Armer gesündigt. Dich allein, der gut ist von Natur, Wort, habe ich erzürnt. Du bist allein reich an Erbarmung. Nimm mich Reuigen wieder auf. Denn du allein, Erbarmer, bist gütig, mitleidvoll du allein.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erbarmender Herr, der Erbarmungen Vater, von aller Bosheit Wege kehre ich heim. Nimm mich auf wie den verlorenen Sohn. Schenke mir der Reinheit strahlendes Kleid. Mache mich teilhaft des Anteils jener, o Guter, die Dir herrlich gedient.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Christus nahm Fleisch an aus Dir, Adams Armut hat Er getragen. Ihn flehe an, mich, der an allem Guten so arm ist, wie einst den verlorenen Sohn zu bereichern mit göttlichen Gaben, Allreine, mich, der Dich gläubig in Hymnen besingt.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Kondak . (des Sonntags)
Jetzt ist die Zeit zu handeln, / vor der Tür steht das Gericht, / erheben wir uns denn, ihr Fastenden, / laßt Tränen uns darbringen der Reue und rufen, / Sünden haben wir mehr als der Sand am Meer, / doch vergib uns, Allschöpfer, // auf daß wir erlangen der Unvergänglichkeit Krone.
Ode 4
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Da dich als Berg, von Gottes Gnade beschattet, wahrnahm Habakuk mit vorausschauenden Augen, / da prophezeite er, es werde kommen / aus dir der Heilige Israels, // um uns zu retten und neuzugestalten.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wer ist jener Retter, der kommt aus Edom, / der trägt eine Dornenkrone, sein Kleid hat purpurn gefärbt / und der da hängt am Holze? / Er ist es, der Heilige Israels, // um uns zu retten und neuzugestalten. (Is 63,1)
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Ihr Volk der Ungehorsamen, sehet's und versinket in Scham! / Den da Pilatus wie einen Übeltäter ans Kreuz ließ hängen / auf euer wahnwitziges Fordern, / er hat gebrochen die Gewalt des Todes // und ist gottwürdig aus dem Grabmal erstanden.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Als Baum des Lebens wir, O Jungfrau, dich erkennen; / denn nicht ist die Frucht der Speise, die den Sterblichen/ den Tod eintrug, aus dir entsprossen, / sondern der Genuß des ewigen Lebens, // um uns zu retten, die wir dir singen.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Wer ist dieser Schöne aus Edom und die Röte seiner Gewänder vom Weinstocke zu Bosor? Er ist schön, weil Gott; als Mensch aber hat er mit dem Blute des Fleisches das Kleid gerötet: ihm singen wir Gläubigen: Ehre sei deiner Kraft, Herr!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Christos, der erschienen ist als unser Hohepriester der künftigen Güter, zerstreute die Sünde, und nachdem er einen wunderbaren Weg gewiesen mit dem eigenen Blute, trat er ein in das bessere und vollkommenere Zelt, unser Vorläufer in das Heiligtum!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Der Eva alte Schuld hast du beseitigt, Allbesungene, durch den um uns erschienenen neuen Adam. Denn nachdem er sich geeignet hatte aus der unschuldigen Empfängnis, das vernünftige beseelte Fleisch, kam aus dir hervor Christos, der Eine Herr in beiden Naturen!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Vernimm die Wunder, Himmel, höre, Erde, dass die Tochter des staubgeborenen gefallenen Adam Gott gewidmet war, die Gebärerin ihres eigenen Schöpfers, zu unserer Erlösung und Wiederherstellung!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Wir besingen dein großes und furchtbares Geheimnis! Denn vor den überweltlichen Heerschaaren verborgen, kam der Ewigseiende auf dich herab wie der Regen auf das Vlies, Allbesungene, zu unserer Erlösung und Wiederherstellung!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Du Heilige der Heiligen, allbesungene Gottesgebärerin, du Erwartung der Völker und Erlösung der Gläubigen. aus dir ist aufgesprosst der Befreier und Lebensspender und Herr; ihn flehe an, zu erlösen deine Knechte!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wie einst der verlorene Sohn, so habe auch ich mich nun Deinen Armen entwunden und wurde ein Sklave schimpflicher Taten. Ich kehre zurück. So nimm denn, o Vater, mich auf und lasse in heiligen Gewändern mich strahlen, mache Deiner Seligkeiten mich teilhaft.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Liebend die Unfruchtbarkeit, bin ich in fremder Menschen Knechtschaft geraten und wurde vom Hunger verzehrt nach heiliger Tugend. Ich kehre zurück. So nimm denn mich auf. Wider Dich, Vater, Menschenfreund, habe ich gesündigt. In Deine Arme schließe mich wieder und sei mein Erretter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In Sorglosigkeit habe ich Armer das Leben verbracht. Dein Erbarmen, Christus, Gebieter, erkennend, eile ich reuig zu Dir. Verachte denn mich Sünder nicht, nein, nimm mich auf wie einst den verlorenen Sohn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Von allem Schmutze der Leidenschaften, Begnadete Gottes, wasche mich rein durch den Tau Deiner Erbarmung, dass einst rein ich erscheine dem Antlitze Dessen, Der, Reine, Braut Gottes, aus Deinem seligen Schoß ward geboren.
Ode 5
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Du hast erleuchtet durch den Glanz, o Christus, deiner Ankunft / und durch dein Kreuz erstrahlen lassen die Enden der Welt. / So erleuchte durch das Licht deiner Gotteserkenntnis die Herzen derer, // die orthodox dich besingen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Den großen Hirten der Schafe und Herrn / haben die Juden durch das Holz des Kreuzes getötet. / Er aber hat wie Schafe die Gläubigen, die waren im Hades begraben, // aus der Gewalt des Todes gerettet.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch dein Kreuz hast du kundgetan den Frieden / und den Gefangenen, mein Retter, die Befreiung verkündet, / hast den Beherrscher beschämt, o Christus, und ihn versetzt in nackte Verlegenheit // durch deine göttliche Erkenntnis.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Das Flehen derer, die, Albesungene, vertrauensvoll dich bitten, / übersieh nicht, sondern nimm es an und trage es / vor Gott, deinen Sohn, den Wohltäter allein, Unversehrte. // Denn dich zur Patronin wir haben.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Reichtum und Tiefe der Weisheit Gottes! Alle Weisen umfassend, hat der Herr uns von ihrer Schlauheit errettet. Denn nachdem er freiwillig gelitten hatte nach der Schwachheit des Fleisches, ist aus eigener Kraft er, der lebendigmachende Tote, auferstanden!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Während er Gott ist, wird geeint dem Fleische um uns und gekreuzigt und stirbt, wird begraben und ersteht wieder auf und steigt herrlich empor mit seinem Fleische Christos zum Vater und wird mit dem Fleische kommen und erlösen die fromm ihm Dienenden!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Heilige der Heiligen, unschuldvolle Jungfrau, den Heiligen der Heiligen hast du geboren, der Alle heiligt, Christum den Befreier. Deshalb verkünden wir dich als Königin und Gebieterin des Alls, als Mutter des Schöpfers aller Dinge!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es freuen sich die Kräfte der Himmel, dich sehend, es freuen sich mit ihnen die Schaaren der Sterblichen; denn sie wurden geeint deinem Sohne, jungfräuliche Gottesgebärerin; ihn verherrlichen wir nach Gebühr!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Regen mögen sich alle menschlichen Zungen und Gemüter zum Lobe der wahren Zierde der Menschen; die Jungfrau ist deutlich zugegen, verherrlichend die, welche gläubig ihre Wunder besingen!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Verherrlicht werden jedes Lied und Lob, der Jungfrau und Mutter Gottes dargebracht; denn sie selbst ward zum Tempel der hochgöttlichen Herrlichkeit; sie verherrlichen wir nach Gebühr!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Den unvernünftigen Wesen wurde ich ähnlich, indem ich unter lockende Leidenschaften mich beugte, und hungernd nach aller Art Tugenden, rufe ich zu Dir: Erbarmender Vater, nimm mich jetzt auf und sei mein Erretter, töricht habe ich Dich zum Zorne gereizt.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Durch die Sünden wurde ich gänzlich, o Herr, gleich einem Gefäße zermalmt. Erneuere mich durch Reue. Der Geretteten Anteils mache mich teilhaft, Übergütiger, so dass ich erhebe Deine Erbarmung.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Den Reichtum von einst habe ich zerstreut, mit Huren vergeudet, die weit sich abwandten, Heiland, von Dir. Wohlan denn, nimm mich auf, der jetzt heimkehrt. Denn Deiner Güte Reichtum ist maßlos.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der das All aus dem Nichtsein hinüberführte ins Dasein, Allreine, der trat durch Dich ins Dasein als Mensch. Ihn flehe an, mich Verirrten zurückzuführen zu den Straßen der Reue.
Ode 6
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Umschlossen hat uns der äußerste Abgrund. / Es ist niemand, der Rettung bringt. / Wir sind erachtet wie Schafe bestimmt zur Schlachtung. / Errette dein Volk, du unser Gott! // Denn Kraft bist du der Schwachen und ihr Wiedererstehen. (Ps 70,11 / Ps 43,23)
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch die Verfehlung des Erschaffenen, o Herr, / wurden schlimm wir verwundet. / Durch deine Strieme aber wurden wir geheilt, / mit der du für uns dich ließest verwunden, o Christus. // Denn Kraft bist du der Schwachen und ihr Wiedererstehen. (Is 53,5)
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Heraufgeführt hast du uns aus dem Hades, o Herr, / nachdem du das Ungeheuer hattest überwältigt, / das, Allgewaltiger, alles verschlingt, / und seine Macht hattest durch deine Kraft vernichtet; // denn du bist Leben und Licht und die Auferstehung.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: In dir freuen sich, unversehrte Jungfrau, / die Stammeltern des Menschengeschlechts, / da sie Eden haben zurückerhalten durch dich, / das sie durch den Fehltritt hatten verloren; // denn du bist die Reine vor der Geburt und nach dem Gebären.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Der da ist ein leidensunfähiger und immaterieller Geist, Christos, der Gott, verbindet sich mit dem menschlichen Geiste, welcher Teil hat an göttlicher Natur und an der Derbheit des Fleisches, und meinem ganzen Wesen hat er ohne Vermischung gänzlich sich verbunden, um mir, dem Gefallenen, gänzlich die Erlösung zu erwirken als der Gekreuzigte!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Es fällt der in die Ferse gestochene Adam und ist zerknirscht, vormals getäuscht in der Hoffnung der Vergöttlichung, doch er steht auf, durch die Einigung des Wortes vergöttlicht, und erwirbt durch Leiden Leidensunfähigkeit, auf dem Throne wird er als Sohn verherrlicht, zusammensitzend mit dem Vater und dem Geiste!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Aus dem Schosse des anfanglosen Erzeugers sich nicht entfernend, wohnt und thront im Schosse des unschuldigen Mägdleins der, welcher ohne Mutter war, ohne Vater Fleisch geworden, der Gerechtigkeit herrschender Gott. Ohne Vorfahren ist sein furchtbares und unaussprechliches Geschlecht!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Es stehen, wie es Knechten gebührt, vor deinem Kinde die himmlischen Schaaren, erschrocken ob deines samenlosen Gebärens, Immerjungfrau! Denn du bist unschuldig, sowohl vor dem Gebären als auch nach der Geburt!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Fleisch ward der, welcher vor dem ohne Fleisch war, das Wort, aus dir, Allunschuldvolle, er, der das All nach seinem Ratschluss schuf, der die Heere der Engel aus dem Nichtsein hervorführte, als der Allmächtige!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Getötet ward der Feind durch deine lebenbringende Frucht, o Gottbegnadeteste, und zertreten der Hades offenbar, und wir, die Gefesselten, wurden befreit. Desshalb rufe ich: Tilge die Leidenschaften meines Herzens!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Neige Dich, mich zu erretten, der stets zu dem Sündhaften hinneigt, wie einst du Dich neigtest, o Heiland, dem Flehen des verlorenen Sohnes, so dass ich Deine Erbarmung besinge.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Heiliger, Du allein erquickest unter Heiligen Dich. Mit Reue erleuchte mich, meine Seele mache heilig und von aller Sünde befreie mich.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In die Tiefen der Sünden gerate ich hinein. Sei mein Erretter. Ich hungere, Christus, nach Deiner Gnade. Nähre mich durch heilige Einsicht und mache mich Deiner Herrlichkeit teilhaft.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Es erschien in Wahrheit Dein Schoß als die Werkstatt der Einigung der beiden Naturen des göttlichen Wortes. Darum preisen wir Dich, besingen fromm Dich in Hymnen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Kondak und Ikos

Ton 8. Kondak . (des Hl. Gregor Palamas)
Du heiliges und göttliches Werkzeug der Weisheit, / der Theologie glänzende Posaune, / einstimmig besingen wir dich, Gottesredner Gregorius, / du bist ja Geist und trittst hin vor den Ersten Geist, / so leite zu Ihm auch unseren Geist, hin, Vater, damit wir rufen: // Freue dich, Künder der Gnade.
Ikos.
Zu wem, wohin und an wen soll ich fliehend mich wenden, der ich liederlich lebte, ich Armer, wie sonst keiner im Leben? Öffne mir Deiner Erbarmungen Güte. Reuig falle ich nieder vor Dir. Habe Mitleid mit mir. Ich habe gesündigt wider den Himmel und vor Dir. Zu einem Deiner Mietlinge mache mich, himmlischer Vater. Nicht bin ich würdig, des Sohnes Namen zu tragen. Wohlan, komme mir entgegen, nimm mich auf, sei mein Erretter. Denn du bist der Hirte derer, die gläubig eilen zu dir.
Ode 7
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Als geistigen Ofen, o Gottesgebärerin, / wir Gläubige dich erkennen; denn wie er die drei Jünglinge gerettet, / so hat mich neu, den ganzen Menschen , geschaffen in deinem Leibe, der über alles Erhöhte, // der gepriesene Gott der Väter, der über alles verherrlichte.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die Erde bebte, die Sonne wandte sich ab, / das Licht verfinsterte sich der göttliche Vorhang / des Tempels zerriß, es spalteten sich die Felsen; / denn durch das Kreuz ward erhoben der Gerechte, // der gepriesene Gott der Väter, der über alles verherrlichte.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Einem Hilflosen gleich bist du geworden, / wie ein Verwundeter unter den Toten unsrer Natur nach aus freiem Willen, / hast die Gläubigen befreit und mit starker Hand mitaufgerichtet, / du über alles Erhöhter, // du gepriesener Gott der Väter, du über aller verherrlichter.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Sei gegrüßt, o Quelle des immer lebendigen Stromes; / sei gegrüßt, du Paradies der Wonne; sei gegrüßt, o Mauer der Gläubigen. / Sei gegrüßt, Unvermählte; sei gegrüßt, o Freude der ganzen Welt, / durch welche uns ist aufgegangen // der gepriesene Gott der Väter, der über alles verherrlichte.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Einst ward verflucht die mit dem Blute des Abel von brudermörderischer Hand gerötete Erde; doch, mit deinem gottentströmten Blute besprengt, wird sie gesegnet und ruft jubelnd: Der Väter Gott, gelobt bist du!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Beweinen möge das gottfeindliche Volk der Juden das Wagnis der Tötung Christi; die Heidenvölker aber mögen frohlocken, in die Hände klatschen und rufen: Der Väter Gott, gelobt bist du!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Siehe, den Myronträgerinnen rief der strahlende Engel zu: Kommet, sehet die Zeichen der Auferstehung Christi, die Linnentücher und das Grab, und rufet: Der Väter Gott, gelobt bist zu!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Dich, Gottesgebärerin, erblickte Jakob prophetisch als Leiter: denn durch dich erschien die Hocherhobene den Menschen und erstrahlte nach seinem Wohlgefallen, der gelobte und hochherrliche Gott der Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Freue dich, Ehrwürdige, du Fell Adams! Denn aus dir ging hervor der Hirt, der Hocherhobene, welcher wahrhaftig mit mir, dem ganzen Menschen, sich umkleidete, aus unfassbarem Erbarmen, der gelobte und hochherrliche Gott der Väter!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Der neue Adam bediente sich deines unschuldigen Blutes in Wahrheit, der urewige Gott; ihn flehe jetzt an, zu erneuern mich, den Veralteten, der ich rufe: Gelobter und hochherrlicher Gott unserer Väter!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Den Reichtum, erbarmender Vater, den du mir gegeben, habe ich zerstreut, in der Leidenschaft fernes Land mich begeben, im Streben nach sündigen, fleischlichen Lüsten. Nimm denn mich auf, der zurückkehrt.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
All den Reichtum, den Du mir gabst, zerstreute ich töricht und werde von furchtbarem Hunger verzehrt. Wohlan, nimm mich wieder auf, der zurückkehrt, wie einst den verlorenen Sohn, reich erbarmender Herr.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nicht achtete ich Deiner Gebote. Ein Sklave der Laster ward ich. Und ich bedachte im Geiste Dein reiches Erbarmen. Ich kehrte um. In Reue rufe ich zu Dir: o Gott, habe Mitleid mit mir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als Jungfrau erschienest Du vor dem Gebären und nach dem Gebären, da Du Jesum Christum geboren. Ihn flehe an, mir Erbarmer und Retter zu sein wie einst dem verlorenen Sohn, nachdem er anderen Sinnes geworden, Allreine.
Ode 8
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: In dem Ofen die Jünglinge Israels / wie in einer Schmelze durch die Zierde der Frömmigkeit / reiner als Gold erglänzten und sangen: / Preist all ihr Werke, den Herrn und besinget // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der du alles schaffst durch deinen Willen, / es auch umgestaltest und wendest den Schatten des Todes / in ewiges Leben durch dein Leiden, o Logos Gottes, / dich unaufhörlich alle Werke als Herrn wir besingen // und erheben dich hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du hast hinweggenommen die Verwüstung, o Christus, / und das Unheil in den Toren und Verließen des Hades, / da du bist auferstanden aus dem Grabe am dritten Tage. / Dich unaufhörlich alle Werke als Herrn besingen // und erheben dich hoch in alle Ewigkeit. (Is 59,7; Röm 3,16)
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Sie, die samenlos und übernatürlich / hat die kostbare Perle, Christus, geboren / aus göttlichem Blitze, laßt uns besingen mit den Worten: / Preist, all ihr Werke, den Herrn und besinget // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit. (Mt 13,46)
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Kommet, ihr Völker, lasset uns verehren den Ort, auf welchem standen die allreinen Füße, und am Holze die göttlichen, lebendigmachenden Hände Christi ausgebreitet waren zur Erlösung aller Menschen, und das Grab des Lebens umringend lasset uns singen: Es lobe die ganze Schöpfung den Herrn und erhebe ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Zu Schanden gemacht ward der gottesmörderischen Juden widergesetzliche Verleumdung; denn, den sie einen Betrüger nannten, der erwachte als Mächtiger, zerbrechend die Siegel der Frevler! Desshalb lasset uns frohlockend singen: Es lobe die ganze Schöpfung den Herrn und erhebe ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: In drei Heiligungen betrachtend die Herrlichkeit der Einen Macht, verherrlichen die reinen Seraphim mit Furcht, wie es Knechten gebührt, die dreipersönliche Gottheit. Mit ihnen mögen auch wir in Andacht singen: Es lobe die ganze Schöpfung den Herrn und erhebe ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Den lichtstrahlenden Palast, aus welchem der Gebieter des Alls, Christos, gleich wie ein Bräutigam heraustrat, lasset uns Alle besingen, ausrufend: Alle Werke, lobet den Herrn und erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Freue dich, ruhmvoller Thron Gottes! Freue dich, du Wall der Gläubigen, du, durch welche das Licht den in der Finsternis Befindlichen aufgegangen ist, Christos, denen, die dich selig preisen und rufen: Alle Werke, lobet den Herrn und erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Die du der Erlösung Urheber, den Herrn, uns geboren hast, flehe für Alle, die inbrünstig zu dir rufen, allbesungene Jungfrau; lobet, alle Werke, den Herrn, preiset und erhebet ihn hoch in alle Ewigkeiten!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Ich habe mich verirrt. Weit wandte ich mich ab von all Deinen Gütern, o Herr. Und den unvernünftigen Tieren wurde, Menschenfreund, schändlich ich gleich. Nimm mich wieder auf wie einst den verlorenen Sohn und mache mich nicht zum Gespött der Dämonen, mich, der da singt: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet ihn in alle Äonen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Einen Strahl der Reue lasse mir leuchten, der in der Finsternis der Verzweiflung liegt, o Herr, und in den Gewändern herrlicher Werke lasse mich strahlen, so dass ich des geistigen Brautgemaches würdig befunden werde, beigezählt den Söhnen des Königreiches, rufend: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet ihn in alle Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Unfruchtbarer, eile, bereue, ehe dir zuvorkommt die Axt und wie einen Baum, der nicht Frucht trägt, dich niederschlägt und fortschickt ins Feuer der Hölle. Siehe: Gott, Der alle erretten will, breitet dir seine Arme entgegen, nimmt auf dich, der da ruft: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als Pforte schaute Dich einst, o Reine, der heilige Prophet, durch die Gott, da er Mensch ward, wie er beschlossen, o Reine, hineinging und hinausging. Ihn flehe an, Heilige, der Reue Tore mir zu öffnen, zu retten mich, der da singt ohne Ende: Ihr Werke, preiset in Hymnen den Herrn und erhebet ihn in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Vor der Altarikone ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.

Lied der allheiligen Gottesgebärerin.

Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain: Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir. (Zu jedem Vers.)
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Auferstehungskanon, Ton 1.
Irmos: Ein Vorbild deines reinen Gebärens / stellte der entflammte, doch unverbrannte Dornbusch dar. / Wir aber bitten nun, daß die wild wider uns lodernde Glut / der Versuchungen werde ausgelöscht, // auf daß wir, Gottesgebärerin, hoch unaufhörlich dich preisen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wie nur konnte das gesetzlose Volk / in seinem Ungehorsam und seinem Sinnen auf Böses / rechtfertigen den Missetäter und Verruchten, / den Gerechten aber verurteilen zum Tod am Holze, // den Herrn der Herrlichkeit, den nach Gebühr hoch wir preisen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
O Erretter, du makelloses Lamm, / das die Sünde der Welt hinweg hat genommen, / dich loben wir, der du bist erstanden am dritten Tage, / mit dem Vater und deinem göttlichen Geiste; // als Herrn der Herrlichkeit wir dich bekennen und preisen dich hoch. (1 Petr 1,19; Jo 1,29)
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Errette dein Volk, o Herr, / das du erworben hast mit durch dein kostbares Blut; / wider die Feinde Kraft ihm verleihe / und deinen Kirchen, Menschenliebender, // gewähre den Frieden auf der Gottesgebärerin Bitten.
Kanon zum Kreuz und zur Auferstehung, Ton 1.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Verherrlicht ward durch deine unaussprechliche Kraft dein Kreuz, Herr! Denn deine Schwachheit erwies sich stärker als alle Kraft! Denn durch diese wurden die Mächtigen zur Erde geschleudert, und die Armen zum Himmel gebracht.
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Getötet ward unser nimmer lächelnder Tod; denn du erschienest und schenktest die Auferstehung den im Hades Befindlichen, Christos! Desshalb preisen wir, dich als Leben und Auferstehung und persönlich gewordenes Licht besingend, dich hoch!
Ehre Herr, Deinem kostbaren Kreuz und Deiner Auferstehung.
Die anfanglose und unbegrenzte Natur wird erkannt in drei einzelnen gottursprünglichen Personen. Eine und dieselbe Gottheit kommt dem Vater, dem Sohne und dem Geiste zu, auf welche vertrauend unser gottseliger Kaiser gerettet wird!
Kanon zur Gottesmutter, Ton 1.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Aus dem Stamm Davids bist du aufgeblüht prophetisch, Jungfrau, des Gottes-Ahnen. Doch auch den David hast du, wie es wahrhaftig ist, verherrlicht, indem du gebarst den Geweissagten, den Herrn der Herrlichkeit; ihn preisen wir nach Würde hoch!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Jeder Grad von Lobpreisungen, Allunschuldvolle, wird besiegt durch die Größe deiner Herrlichkeit! Doch, Gebieterin, nimm mit Huld den von deinem zwar unwürdigen Diener, aber in guter Meinung dir dargebrachten Lobgesang an, Gottesgebärerin!
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
O deiner über die Vernunft hinausgehenden Wunder! Denn du, Jungfrau, allein über die Sonne Erhabene, gabst Allen zu betrachten das neueste Wunder deines unbegreiflichen Gebärens, Allunschuldvolle! Desshalb preisen wir Alle dich hoch!
Kanon des Triodions, Ton 8.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Schaue, freiwillig geriet ich in mannigfacher Lüste Dienstbarkeit, entfernte weit mich, Vater, aus Deinen heiligen Armen. Und töricht, aus Unbedachtsamkeit, zog ich in die Fremde. Wohlan, nimm auf mich, der nun heimkehrt, wie einst den verlorenen Sohn, und mache mich zum Gefährten aller, die Rettung finden.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Wie einst die gläubige Kananäerin, so rufe ich zu Dir: Erbarme Dich meiner. Denn mein Herz ist unrein von Sünden. Wie der verlorene Sohn, so rufe ich: Gesündigt habe ich, Vater. Erfüllt bin ich von grenzenloser Scham. Weit hab ich mich entfernt von aller ausführbaren Satzung. Wohlan, trotz allem nimm mich auf.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Du, der nicht will, dass je ein Mensch verlorengehe, bekehre mich, der abwich, Wort, vom geraden Pfade und in der Sünde Abgründe und Schlünde stürzte wie der verlorene Sohn, so dass ich Deine Menschenfreundlichkeit, die den Verstand überragt, erhebe.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Erde und der ganze Himmel droben werden ein Freudenfest feiern, wenn sie meine Umkehr sehen, o Erbarmer, schauen, wie ich aufgenommen ward von Deinem heiligen Erbarmen. Besingen werden sie Deine Menschenfreundlichkeit in Hymnen und rufen werden sie, dass es alle hören: Ruhm sei Ihm, der alle retten will, Ihm, unserem einzigen Gotte.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Bei der Stimme des Engels hast Du dem Engel des großen Ratschlusses Wohnung dargeboten in Dir. Ihn also, Allreine, flehe an, Mutter Gottes, all unseren guten Rat zu erfüllen und seiner Güte uns teilhaft zu machen, so dass ohne Ende wir Deine Großtaten besingen in Hymnen.

Kleine Ektenie

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Als bei geschlossnen Türen du hereinkamst, o Gebieter, / erfülltest die Apostel du mit Allheiligem Geiste, / hauchtest den Frieden ihnen ein; zu binden und zu lösen / die Sünden sprachst du ihnen zu; und wieder nach acht Tagen / dem Thomas deine Seite du erzeigtest und die Hände. / Mit ihm den Ruf wir stimmen an: O Herr und Gott, du bist es!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Lobpsalmen im 1. Ton

1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 1. Stichiren des Sonntags.
Wir besingen, o Christus, / dein heilbringendes Leiden // und verehren deine Auferstehung.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Der das Kreuz du hast erduldet / und den Tod vernichtet / und bist auferstanden von den Toten, / befriede unser Leben, o Herr, // als der einzig Allmächtige.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Beraubt hast du den Hades / und aufgerichtet den Menschen / in deiner Auferstehung, o Christus. / So würdige uns, reinen Herzens // dich zu besingen und zu preisen.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Deinen gottwürdigen Herabstieg / preisen wir und besingen dich, Christus. / Geboren wurdest du aus der Jungfrau / und bliebest doch ungetrennt vom Vater. / Als Mensch hast du gelitten / und hast das Kreuz auf dich genommen aus freiem Willen. / Erstanden bist du aus dem Grabe, / aus ihm hervorgegangen wie aus einer Kammer, / um die Welt zu retten. // Herr, Ehre sei dir.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Als du genagelt wurdest ans Holz des Kreuzes, / da ward getötet die Kraft des Feindes. / Die Schöpfung erbebte aus Furcht vor dir, / und durch deine Kraft wurde der Hades beraubt. / Die Toten ließest du auferstehen aus den Gräbern / und öffnetest das Paradies dem Räuber. // Christus, unser Gott, Ehre sei dir.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Ton 6. Stichiren . (Idiomelon)
Den in der Finsternis der Sünden Wandelnden ließest Du aufgehen, Christus, ein Licht in der Zeit der Enthaltung. Zeige uns auch Deines Leidens glückverheißenden Tag, so dass wir rufen zu Dir: Auferstehe, о Gott, erbarme Dich unser.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton.
Den in der Finsternis der Sünden Wandelnden ließest Du aufgehen, Christus, ein Licht in der Zeit der Enthaltung. Zeige uns auch Deines Leidens glückverheißenden Tag, so dass wir rufen zu Dir: Auferstehe, о Gott, erbarme Dich unser.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!

Große Doxologie.

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Sonntags.
„Heute ward Heil der Welt.“ / So lasst uns singen ihm, der erstanden aus dem Grabe, / dem Urheber unseres Lebens. / Denn vernichtet hat er im Tode den Tod, // den Sieg uns gegeben und das große Erbarmen.

Inständige Ektenie

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.)
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Entlassung

D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.

Göttliche Liturgie des heiligen Basileios des Großen

Vor Beginn der Göttlichen Liturgie wird von einem Lektor die Dritte und die Sechste Stunde gelesen. In der Orthodoxen Kirche ist es üblich, während des gesamten Gottesdienstes zu stehen. Während der Stunden bereitet der Priester die Liturgie vor. In dieser Zeit kann man Kerzen vor den Ikonen aufstellen, Zettel zum Gedenken von Lebenden und Verstorbenen schreiben und Prosphoren bestellen, die man am Ende des Gottesdienstes abholen kann. Die heilige Kommunion können nur getaufte orthodoxe Christen empfangen, die nüchtern erscheinen sind und vor Beginn der Liturgie beim Priester gebeichtet haben. Am Ende der Lesungen weihräuchert der Diakon die Kirche. Danach stellt er sich vor die Königlichen Türen und erfragt beim Bischof den Segen für die Liturgie:
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt eine Ektenie. Bei den Ektenien trägt der Diakon eine Fürbitte vor, die Betenden aber antworten: "Herr, Erbarme Dich" und bekreuzigen sich. Friedensektenie:

Große Ektenie

D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.

Erste Antiphon

Der Chor singt die erste Antiphon, Psalm 102.
1. Segne, meine Seele, den Herrn, gesegnet bist Du, o Herr. Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
2. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen.
1. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt,
2. Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid,
1. Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers.
2. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend.
1. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Nach dem Gesang spricht der Diakon die Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Antiphon, Psalm 145

1. Lobe, meine Seele, den Herrn: loben will ich den Herrn in meinem Leben, will singen meinem Gott, solange ich bin.
2. Setzt euer Vertrauen nicht auf Fürsten, auf Menschensöhne, bei denen keine Rettung ist.
1. Entschwinden wird sein Geist, und er wird zurückkehren zu seiner Erde; an jenem Tag werden all seine Pläne zunichte.
2. Selig, dessen Helfer der Gott Jakobs, dessen Hoffnung auf dem Herrn, seinem Gott,
1. Der geschaffen den Himmel und die Erde, das Meer und alles in ihnen,
2. Der schützt die Wahrheit auf ewig, Der Gericht hält für die Unrecht Leidenden, Der Speise gibt den Hungernden.
1. Der Herr löst die Gefesselten, der Herr schenkt Weisheit den Blinden,
2. der Herr richtet auf die Niedergestürzten, der Herr liebt die Gerechten.
1. Der Herr schützt die Zugewanderten, der Waise und der Witwe wird Er sich annehmen und den Weg der Sünder vernichten.
2. König wird der Herr sein auf ewig; dein Gott, o Sion, von Geschlecht zu Geschlecht.
1. Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, 2. jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O einziggezeugter Sohn und Wort Gottes, der Du unsterblich bist und angenommen hast, unserer Errettung wegen Fleisch zu werden aus der heiligen Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria, unverändert bist Du Mensch geworden, und gekreuzigt hast Du, Christus Gott, durch den Tod den Tod zertreten, Du einer der Heiligen Dreiheit, gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist, errette uns.
Zweite Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Dritte Antiphon

Dritte Antiphon. Die Seligpreisungen. Das Typikon (die Kirchensatzung) schreibt vor, zwischen den Stophen Tropare des anfallenden Festes oder des Heiligen zu singen.
1. In Deinem Königtum gedenke unser, o Herr, wenn Du kommst in Deinem Königtum.
1. Selig die Armen im Geiste; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
1. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Ton 1. Seligpreisungen des Sonntags.
Durch eine Speise führte hinaus / aus dem Paradies der Feind den Adam. / Durch das Kreuz aber führte in es wiederum hinein / Christus den Räuber, der da rief: / „Gedenke meiner, wenn du kommst / in deinem Reiche.“
2. Selig die nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden; denn sie werden gesättigt werden.
Ich falle nieder vor deinen Leiden / und verehre die Auferstehung. / Mit Adam und dem Räuber / rufe ich mit lauter Stimme: / „Gedenke meiner, Herr, wenn du kommst / in deinem Reiche.“
1. Selig die Erbarmungsreichen; denn sie werden Erbarmen finden.
Du ließest dich kreuzigen, o Sündeloser, / und ins Grab legen aus freiem Willen. / Doch erstandest du als Gott / und erwecktest mit dir auf den Adam, der da rief: / „Gedenke meiner, wenn du kommst / in deinem Reiche.“
2. Selig die Reinen im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Den Tempel deines Leibes / hast du aufgerichtet durch das Grab von drei Tagen, / hast mit Adam jene, die aus Adam stammen, / wieder auferstehen lassen, o Christus Gott, / die da rufen: „Gedenke meiner, wenn du kommst / in deinem Reiche.“
1. Selig die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Die Myrrhenträgerinnen kamen, / um zu weinen an deinem Grabe, / Christus Gott, am frühen Morgen / und sie fanden einen Engel, / der da saß mit weißen Gewändern und rief: / „Christus ist erstanden, weinet nicht mehr!“
2. Selig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten; denn ihrer ist das Königtum der Himmel.
Als gelangten deine Apostel / auf den Berg, auf den du sie hattest beschieden, / und sie dich, Erretter, sahen, / da fielen sie nieder vor dir. / Du aber entsandtest sie zu den Völkern, / um sie zu taufen und zu lehren.
1. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jegliches böse Wort wider euch lügnerisch reden um meinetwillen.
2. Freut euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß in den Himmeln.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

Kleiner Einzug mit dem Evangelium

Das folgende Gebet, sowie alle weiteren kursiv hervorgehobenen Gebete, werden vom Priester normalerweise leise gesprochen.
P: Gebieter, Herr, unser Gott, der Du in den Himmeln die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel eingesetzt hast zum Dienst Deiner Herrlichkeit, lass mit unserem Einzug den Einzug heiliger Engel geschehen, die gemeinsam mit uns die Liturgie vollziehen und Deine Güte verherrlichen.
Ausruf: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.

D: Weisheit. Aufrecht.
Der Diakon legt das Evangelium auf den Altartisch.
     Ch: Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, errette uns, Sohn Gottes, von den Toten Auferstandener, die wir Dir singen: Alleluïa.
Und die Tropare und Kondake des Tages. An entsprechender Stelle werden das Tropar und das Kondak der Kirche gesungen.
Ton 1. Tropar des Sonntags.
Obwohl der Stein von den Juden versiegelt war / und Soldaten deinen reinen Leib bewachten, / erstandest du am dritten Tage, Erlöser, / und schenktest der Welt das Leben. / Deshalb riefen die Mächte der Himmel dir zu, Lebenspender: / „Ehre sei deiner Auferstehung, Christus, / Ehre sei deiner königlichen Herrschaft, / Ehre deinem Heilswerk, // einzig Menschenliebender.“
Ton 8. Tropar .
Lichtglanz der Rẹchtgläubigkeit, Stụ̈tze und Lehrer der Kirche, / Zierde der Mọ̈nche und unüberwindlicher Vọrkämpfer der Theologen, / Wundertäter Gregọrios, Schmụck der Stadt Thessalonike, // Verkünder der Gnạde, bitte bestạ̈ndig, dass Errettung finden unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. (des Hl. Gregor Palamas)
Du heiliges und göttliches Werkzeug der Weisheit, / der Theologie glänzende Posaune, / einstimmig besingen wir dich, Gottesredner Gregorius, / du bist ja Geist und trittst hin vor den Ersten Geist, / so leite zu Ihm auch unseren Geist, hin, Vater, damit wir rufen: // Freue dich, Künder der Gnade.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Kondak . (des Sonntags)
Jetzt ist die Zeit zu handeln, / vor der Tür steht das Gericht, / erheben wir uns denn, ihr Fastenden, / laßt Tränen uns darbringen der Reue und rufen, / Sünden haben wir mehr als der Sand am Meer, / doch vergib uns, Allschöpfer, // auf daß wir erlangen der Unvergänglichkeit Krone.
Währenddessen spricht der Priester das Gebet zum Dreimalheilig:
P: Gott, Heiliger, der Du im Heiligen ruhst, der Du mit dem Ruf des Dreimalheilig von den Seraphim besungen, von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst, der Du alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt, den Menschen nach Deinem Bilde und zu Deiner Ähnlichkeit erschaffen und ihn mit allen Deinen Gnadengaben geschmückt hast, der Du dem Bittenden Weisheit und Einsicht gibst und den Sündigenden nicht verachtest, sondern Buße eingesetzt hast zu seiner Errettung, und der Du uns, Deine geringen und unwürdigen Knechte, gewürdigt hast, auch in dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Opfertisches zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrlichung darzubringen, Du selbst, Gebieter, nimm auch aus dem Mund von uns Sündern den Hymnus des Dreimalheilig an und suche uns heim in Deiner Güte. Verzeihe uns jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung, heilige unsere Seelen und Leiber und gib uns, Dir alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit zu dienen, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von jeher wohlgefallen haben.
Ausruf: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar.

Der Diakon ruft vor den Königlichen Türen aus:
D: Herr, errette die Frommen.
     Ch: Herr, errette die Frommen.
D: Und erhöre uns.
     Ch: Und erhöre uns.
D: Und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Es beginnt der Gesang des Dreimalheilig:

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

Lesung des Apostels

Nach dem Trishagion:
D: Lasst uns aufmerken. P: Friede allen.
     L: Und deinem Geiste. D: Weisheit.
     L: Prokimenon.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus…
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest den Apostel. Danach:
P: Friede dir. L: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. L: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Lesung des Evangeliums

Der Diakon weist auf das Evangeliar und spricht:
D: Segne, Gebieter, den Verkünder des heiligen Apostels und Evangelisten N.
P: Gott gebe dir, dem Verkünder des Evangeliums, auf die Fürbitten des heiligen, herrlichen Apostels und Evangelisten N. mit großer Kraft zu sprechen zur Erfüllung des Evangeliums Seines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
D: Amen.

P: Weisheit, aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium. Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach N.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre dir.
P: Lasst uns aufmerken.
Der Diakon verkündet das Evangelium des Tages.
Nach der Lesung:
P: Friede dir, dem Verkünder des Evangeliums.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.

Inständige Ektenie

Der Diakon spricht die Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und Volk und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für unsere Brüder, die Priester, Priestermönche und für unsere ganze Bruderschaft in Christus.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen heiligsten rechtgläubigen Patriarchen, die frommen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieser heiligen Kirche (oder dieses heiligen Klosters).
{ An dieser Stelle dürfen weitere Fürbitten eingefügt werden.
Für Kranke:
D: O Arzt unserer Seelen und Leiber, mit zerknirschtem Herzen fallen wir nieder vor Dir und rufen Dir zu: mach gesund von Krankheiten, heile die Leidenschaften der Seele und des Leibes Deiner Knechte und Mägde NN., und verzeih Ihnen, weil Du gutherzig bist, alle Verfehlungen, die gewollten und die ungewollten, und richte sie bald auf vom Krankenbett, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Reisende:
D: O Herr, der Du lenkst die Füße der Menschen, siehe barmherzig auf Deine Knechte und Mägde NN. und verzeih Ihnen alle absichtlichen und unabsichtlichen Verfehlungen, segne die gute Absicht ihres Verstandes und segne ihre Fahrt, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Am Anfang eines guten Werks:
D: Blick herab, Du Menschenliebender, mit Deinem gnädigen Auge auf Deine Knechte und Mägde NN., die vor Deiner Barmherzigkeit in Glauben niederfallen, höre auf ihr Flehen, und segne ihr gutes Vorhaben und ihr Werk, auf dass es glücklich begonnen und ohne irgendein Hindernis zu Deiner Ehre vollendet werde, als der allmächtige König, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Danksagung dem Herrn:
D: Wir danken mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener Deiner Huld, Du unser Erlöser und Gebieter, Herr, für Deine Wohltaten, welche Du reichlich auf Deine Knechte und Mägde NN. ausgegossen hast, und fallen nieder und bringen Dir, unserm Gott, den Lobpreis dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not Deine Knechte und erfülle als Barmherziger immerdar unser aller Bitten zum Heil, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
Für Lernende:
D: O Herr, unser Gott und Schöpfer, der Du den Menschen als Dein Abbild verherrlicht hast, der Du Deine Auserwählten lehrst, so dass diejenigen, die Deine Lehre bewahren, weise werden, der Du den Menschen Deine Weisheit offenbarst: Öffne das Herz, den Verstand und die Lippen Deiner Lernenden NN., so dass sie die Kraft Deines Gesetzes und jegliche gute Lehre empfangen können und das Gelehrte verstehen, sich vom Bösen abwenden und das Gute tun. Gewähre ihnen, dass sie Deinen Willen nachvollziehen und Deine Gebote erfüllen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. }
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie für die Entschlafenen

D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Wir bitten auch um die Ruhe der Seelen der entschlafenen Knechte Gottes NN., und darum, dass ihnen verziehen werde jede absichtliche und unabsichtliche Verfehlung.
D: Dass der Herr, unser Gott, ihre Seelen dorthin versetze, wo die Gerechten ruhen.
D: Die Erbarmungen Gottes, das Königtum der Himmel und die Vergebung ihrer Sünden lasst uns von Christus, unserem unsterblichen König und Gott, erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deiner entschlafenen Knechte NN., Christus, unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Ektenie der Katechumenen

D: Betet, ihr Katechumenen, zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Ihr Gläubigen, lasst uns für die Katechumenen beten, dass der Herr Sich ihrer erbarme.
D: Dass Er sie lehre das Wort der Wahrheit.
D: Dass Er ihnen offenbare das Evangelium der Gerechtigkeit.
D: Dass Er sie vereinige mit Seiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
D: Errette, erbarme Dich, stehe bei und behüte sie, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Ihr Katechumenen, neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Damit auch sie mit uns Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen verherrlichen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alle Katechumenen, geht hinaus. Ihr Katechumenen, geht hinaus. Alle Katechumenen, geht hinaus. Keiner der Katechumenen bleibe.

Erste Ektenie der Gläubigen

D: Ihr Gläubigen alle, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Weisheit.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Zweite Ektenie der Gläubigen

D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
[ Zelebriert der Priester ohne Diakon, so werden folgende vier Bitten ausgelassen.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn. ]
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Weisheit.
P: Damit wir, von Deiner Macht allezeit behütet, Dir Verherrlichung emporsenden, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.

Cherubischer Hymnus

Die Königlichen Türen werden geöffnet. Es beginnt der Cherubische Hymnus, während dem der Kelch und der Diskos mit den Heiligen Gaben vom Opfertisch auf den Altartisch getragen werden. Währenddessen muss man mit großer Ehrfurcht beten und bei der Übertragung den Kopf neigen.
     Ch: Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden und der lebenschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasst uns nun ablegen alle irdischen Sorgen.

Großer Einzug

D: Unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und Ganz Rus‘, und unseres Herrn N., des höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von N., gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
P: Der höchstgeweihten Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe, der Priesterschaft und des Mönchsstandes, der Erbauer und Wohltäter und Gemeinde dieses heiligen Gotteshauses.
Euer aller und aller orthodoxen Christen gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.

Jeder anwortet dem Priester: Deines Priestertums gedenke der Herr, unser Gott, in Seinem Königtum, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt den Cherubischen Hymnus zu Ende:
     Ch: Amen. Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.

Der Priester stellt den Diskos und den Kelch auf den Heiligen Tisch. Der Diakon beginnt die Ektenie:

Bittektenie

D: Lasst uns vollenden unser Gebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die vorgelegten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.

D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Durch das Mitleid Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Lasst uns einander lieben, damit wir einmütig bekennen:
     Ch: Den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.
D: Die Türen, die Türen: In Weisheit lasst uns aufmerken.

Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis wird von der gesamten Gemeinde gemeinsam gesungen:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allherrscher, / den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, / und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes einziggezeugten Sohn, / den aus dem Vater Gezeugten vor aller Zeit, / Licht vom Lichte, wahren Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, den dem Vater Wesenseinen, durch den alles geworden ist, / den für uns Menschen und zu unserer Errettung von den Himmeln Herabgestiegenen / und Fleischgewordenen aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und Menschgewordenen, / den für uns unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, der gelitten hat und begraben worden ist, / den am dritten Tage Auferstandenen gemäß den Schriften, / den in die Himmel Aufgestiegenen und zur Rechten des Vaters Sitzenden, / den mit Herrlichkeit Wiederkommenden, zu richten die Lebenden und die Toten, dessen Königtum ohne Ende sein wird, / und an den Heiligen Geist, den Herrn, den Lebenschaffenden, den aus dem Vater Hervorgehenden, / den mit dem Vater und dem Sohn Angebeteten und Verherrlichten, der gesprochen hat durch die Propheten, / an die eine, heilige, katholische* und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten // und das Leben der künftigen Welt. Amen.
* vom griechischen Kafoliken Ekklesian, also die allumfassende (orthodoxe) Kirche.
Es beginnt der wichtigste Teil der Liturgie – die Epiklese. Dabei wird das Heilige Opfer gebracht. Durch die Wirkung des Heiligen Gesites werden Brot und Wein zu Leib und Blut Christis. Während dieser Zeit soll jeder mit großer Ehrfurcht auf einer Stelle stehen und zu Gott beten.
Der Diakon ruft, vor der Christusikone stehend:
D: Lasst uns achtsam stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht, lasst uns aufmerken, das heilige Opfer in Frieden darzubringen.
     Ch: Erbarmen des Friedens, Opfer des Lobes.

Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Ch: Und mit deinem Geiste.
Der Priester erhebt die Hände.
P: Erhoben seien unsere Herzen.
     Ch: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasst uns Dank sagen dem Herrn.
Ch: Es ist würdig und recht, anzubeten den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und untrennbare Dreiheit.

Der Priester betet leise: Würdig ist es und recht, Dich zu preisen, Dich zu segnen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen und Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist Gott, der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, immerseiende und gleichbleibende: Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichtsein ins Dasein geführt und uns Gefallene wieder aufgerichtet und hast nicht nachgelassen, alles zu tun, bis Du uns in den Himmel emporgeführt und uns Dein künftiges Königtum gnädig geschenkt hattest. Für all das danken wir Dir und Deinem einziggezeugten Sohn und Deinem Heiligen Geist, für alle uns erwiesenen Wohltaten, die wir kennen und die wir nicht kennen, die offenbaren und die verborgenen. Wir danken Dir auch für diese Liturgie, die Du aus unseren Händen anzunehmen geruhst, obgleich Dich Tausende von Erzengeln und Zehntausende von Engeln umgeben, die Cherubim und die Seraphim, die sechsflügeligen, vieläugigen, hoch schwebenden, auf Flügeln sich erhebenden,
Ausruf: die den Siegeshymnus singen, rufen, jauchzen und sprechen:
     Ch: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen. Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in den Höhen.

Der Priester betet leise:
P: Mit diesen seligen Mächten, menschenliebender Gebieter, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du und allheilig, Du und Dein einziggezeugter Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du und allheilig, und hocherhaben ist Deine Herrlichkeit, der Du Deine Welt so sehr geliebt, dass Du Deinen einziggezeugten Sohn hingegeben hast, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern ewiges Leben habe. Dieser ist gekommen und hat die ganze Heilsordnung für uns erfüllt. In der Nacht, in der Er überliefert wurde, vielmehr jedoch Sich Selbst überlieferte für das Leben der Welt, nahm Er Brot in Seine heiligen, allreinen und makellosen Hände, dankte und segnete, heiligte, brach und gab es Seinen heiligen Jüngern und Aposteln und sprach:

Der Diakon weist mit dem Orarion auf den Diskos:
Ausruf: Nehmet, esset: dies ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Ebenso nahm Er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Ausruf: Trinket alle daraus: dies ist Mein Blut des neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
     Ch: Amen.
Priester, leise: Eingedenk also dieses heilbringenden Gebotes und all dessen, was für uns geschehen ist, des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Auffahrt in die Himmel, des Sitzens zur Rechten und der zweiten und herrlichen Wiederkunft,
Ausruf: das Deine vom Deinen Dir darbringend, gemäß allem und wegen allem.
Während das letzte vom Priester gesprochen wurde, kreuzt der Diakon die Arme und erhebt den heiligen Diskos und den heiligen Kelch.
     Ch: Preisen wir Dich, segnen wir Dich, danken wir Dir, o Herr, und beten zu Dir, unser Gott.
P: So bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Dienst der Anbetung dar und rufen und beten und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben.

Der Diakon weist mit seinem Orarion auf das heilige Brot und spricht:
D: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
P: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf den heiligen Kelch und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
P: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Der Diakon weist mit seinem Orarion auf beides und spricht:
D: Amen. Segne, Gebieter, beides.
P: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
D: Amen. Amen. Amen.
Alle Geistlichen und Laien in der Kirche machen eine Große Metanie (eine verbeugung bis auf den Boden.)

Priester, leise: Auf dass sie denen, die daran teilnehmen, zur Nüchternheit der Seele gereichen, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines Heiligen Geistes, zur Fülle des Königtums der Himmel, zum Freimut vor Dir, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnis. Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für die im Glauben Ruhenden, die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben vollendet ist.
Der Priester nimmt das Rauchfass und ruft aus: Vornehmlich für unsere allheilige, allreine, über alles gesegnete, herrliche Gebieterin, die Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria.
Daraufhin sing der Chor:
An dir, Begnadete, freut sich alle Schöpfung, / der Engel Schar und der Menschen Geschlecht, / du geheiliger Tempel, du geistiges Paradies / und jungfräulicher Ruhm, aus welcher Gott ward Fleisch, / ja, der unser Gott ist vor Ewigkeit, ein Kindlein. / Denn zum Thron machte er deinen Schoß und deinen Mutterleib weiter als die Himmel. / An dir, du Begnadete, freut sich alle Schöpfung, Ehre sei dir.
Priester, leise: Für den heiligen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, die heiligen NN. (der Tagesheiligen), deren Gedächtnis wir begehen, und alle Deine Heiligen. Auf ihre flehentlichen Bitten suche uns heim, o Gott.
Gedenke auch aller, die entschlafen sind in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben und schenke ihnen Ruhe, wo das Licht Deines Angesichts wacht.
Auch rufen wir Dich an: Gedenke, Herr, des ganzen Episkopates der Orthodoxen, derer, die das Wort Deiner Wahrheit recht verwalten, der ganzen Priesterschaft, des Diakonates in Christus und jedes geistlichen und monastischen Standes.
Auch bringen wir Dir diese geistige Anbetung dar für den Erdkreis, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für die, welche einen reinen und ehrbaren Lebenswandel führen, für unser Land und Volk und alle, die es regieren und beschützen, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Und nach dem Gesang des Verses ruft der Priester aus:
Vor allem gedenke, Herr, unseres großen Herrn und Vaters Kyrill, des heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, und unseres Herrn, des höchstgeweihten N., des Metropoliten (oder Erzbischofs, oder hochgeweihten Bischofs) von (dessen Gebiet). Erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Heil, Ehre, Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes deiner Wahrheit.
     Ch: Und eines jeden und einer jeden.
Priester, leise: Gedenke, Herr, dieser Stadt (oder dieses Dorfes, oder dieses heiligen Klosters), in der (dem) wir wohnen, jeder Stadt und allen Landes und der Gläubigen, die darin leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken, der Notleidenden, der Gefangenen und ihrer Errettung.
Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes wirken in Deinen heiligen Kirchen und die der Armen gedenken, und auf uns alle sende herab Deine Erbarmungen.
Ausruf: Und gib uns, mit einem Mund und einem Herzen zu verherrlichen und zu besingen Deinen allehrwürdigen und hocherhabenen Namen, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Und die Erbarmungen unseres großen Gottes und Erretters Jesus Christus seien mit euch allen.
     Ch: Und mit deinem Geiste.
D: Aller Heiligen eingedenk, wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass unser menschenliebender Gott, der sie auf Seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Opfertisch zum Dufte geistlichen Wohlgeruchs angenommen hat, uns dafür herabsende die göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes, lasst uns beten.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Da wir die Einheit des Glaubens und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erfleht haben, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Und würdige uns, Gebieter, mit Freimut und unverurteilt es zu wagen, Dich, den himmlischen Gott als Vater anzurufen und zu sprechen:
Alle zusammen beten das Gebet des Herrn:
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name, Dein Königtum komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
      Ch: Amen.
Der Priester wendet sich zum Volk und segnet es:
P: Friede allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigt eure Häupter dem Herrn.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Wir danken Dir, unsichtbarer König, der Du in Deiner unermesslichen Macht alles geschaffen und in der Fülle Deines Erbarmens alles aus dem Nichtsein ins Dasein geführt hast. Du selbst, Gebieter, sieh vom Himmel her auf die, welche Dir ihre Häupter geneigt haben; denn nicht haben sie diese geniegt vor Fleisch und Blut, sondern vor Dir, dem furchterregenden Gott. Du also, Gebieter, lass die vorliegenden Gaben uns allen gleichermaßen zum Guten gereichen, nach dem besonderen Bedürfnis eines jeden: reise mit den Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber.
Ausruf: Durch die Gnade, das Mitleid und die Menschenliebe Deines einziggezeugten Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem allheiligen und guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Lasst uns aufmerken.
P: Das Heilige den Heiligen.
Während dieser Worte erhebt der Priester das Heilige Brot – den Leib Christi, der nur von Heiligen gegessen werden darf. Zugleich werfen sich alle Anwesenden zu Boden für eine Große Metanie.
An dieser Stelle nehmen die Geistlichen im Altar die Kommunion. Es ist ein ehrwürdiger Moment - in der Kirche befinden sich die Heiligen Gaben, der Bischof, die Priester und die Diakone nehmen am Heiligen Myserium teil. Jeder sollte dort stehen bleiben, wo er ist, nicht etwa die Ikonen verehren, für eine Pause rausgehen oder sich unterhalten. Der Chor singt verschiedene Gebete, mancherorts werden die Kommuniongebete oder Heiligenviten gelesen.
Danach werden der Vorhand und die königlichen Türen geöffnet. Der Diakon trängt den Kelch mit der Kommunion hinaus. Alle verbeugen sich bis zum Boden von Christus.
D: Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu.
     Ch: Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn. Gott ist der Herr, und Er ist uns erschienen.
Das Kommuniongebet: Ich glaube, Herr, und ich bekenne, dass Du in Wahrheit der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, deren erster ich bin. Ich glaube auch, dass dieses wirklich Dein allreiner Leib und dieses wirklich Dein kostbares Blut ist. Daher bitte ich Dich: Erbarme Dich meiner und verzeihe mir meine Übertretungen, die ich absichtlich oder unabsichtlich, in Wort und Werk, bewusst oder unbewusst begangen habe; und würdige mich, unverurteilt teilzuhaben an Deinen allreinen Mysterien zur Vergebung der Sünden und zum ewigen Leben. Amen.
Als Teilnehmer an Deinem mystischen Abendmahl, Sohn Gottes, nimm mich heute auf; denn nicht will ich Deinen Feinden das Mysterium verraten, noch will ich Dir einen Kuss geben wie Judas, sondern wie der Räuber bekenne ich Dir: Gedenke meiner, Herr, in Deinem Königtum.
Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Heiligen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung von Seele und Leib. Amen.
Die Kommunikanten treten heran, nach heutigem Brauch zuerst die Neugetauften, dann die Säuglinge und die Kleinkinder, dann die Männer und dann die Frauen, jeweils ihrem Alter nach, sodass die jüngeren zuletzt herantreten. Es kommt einer hinter dem anderen, und verbeugen sich mit aller Ergriffenheit und Furcht, die Hände auf der Brust zusammengelegt. Jeder empfängt die Göttlichen Mysterien, während der Priester jeweils spricht:
P: Der Knecht (oder Magd) Gottes N, nimmt teil am kostbaren und allheiligen Leib und Blut unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus zur Vergebung seiner Sünden und zum ewigen Leben.
Alle singen während der Kommunion:
     Ch: Christi Leib empfanget und kostet die Quelle der Unsterblichkeit.
Nach der Kommunion sollte man den unteren Teil des Klechs küssen und die Nachkommunion nehmen – ein Getränk und eine Prosphore (kleine Brote). Diese werden in einem anderen Teil der Kirche ausgeteilt.
Nach der Kommunion singt der Chor Ch: Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa und der Priester segnet das Volk:
P: Errette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe.
Danach weihräuchert er dreimal vor dem Allerheiligsten und betet:
P: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und über die ganze Erde komme Deine Herrlichkeit.
     Ch: Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, da wir anbeten die unteilbare Dreiheit; denn Sie hat uns errettet.
Der Priester nimmt den Diskos vom Heiligen Tisch und gibt ihm dem Diakon. Dieser dreht sich stumm zu den geöffneten Türen und trägt dann den Diskos auf den Rüsttisch.
Der Priester erhebt den Kelch und spricht:
P: Gesegnet unser Gott. Er wendet sich gen Westen und segnet mit dem heiligen Kelch das Volk:
P: allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Erfüllt sei unser Mund von Deinem Lob, o Herr, auf dass wir besingen Deine Herrlichkeit; denn gewürdigt hast Du uns, teilzunehmen an Deinen heiligen, göttlichen, unsterblichen und lebensspendenden Mysterien. Bewahre uns in Deiner Heiligung, dass wir den ganzen Tag uns üben in Deiner Gerechtigkeit. Alleluïa, Alleluïa, Alleluïa.
Der Diakon beginnt die Ektenie nach der Kommunion:
D: Aufrecht. Da wir an den göttlichen, heiligen, allreinen, unsterblichen, himmlischen und lebensspendenden, schauererregenden Mysterien Christi teilgenommen haben, lasst uns würdig danken dem Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Da wir erfleht haben, dass der ganze Tag vollkommen sei, heilig, friedlich und sündlos, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Lasst uns gehen in Frieden.
     Ch: Im Namen des Herrn.
D: Lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
Der jüngste Priester betet das Gebet hinter dem Ambo.
P: Der Du segnest, die Dich segnen, Herr, und heiligst, die auf Dich vertrauen, errette Dein Volk und segne Dein Erbe; bewahre die Fülle Deiner Kirche; heilige alle, die die Zierde Deines Hauses lieben; verherrliche Du sie dafür durch Deine göttliche Macht und verlass uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Schenke Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, allen, die uns regieren und beschützen, und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben und steigt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir die Verherrlichung, Danksagung und Anbetung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Gesegnet sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
P: Der Segen des Herrn und Sein Erbarmen komme über euch durch Seine göttliche Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Ehre Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre Dir.
     Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Segne.
Priester vollzieht die Entlassung:
P: An Sonntagen: Der von den Toten auferstandene,
Immer: Christus, unser wahrer Gott, auf die Fürbitten seiner allreinen Mutter, der heiligen, herrlichen und allgepriesenen Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen Johannes Chrysostomos, des Erzbischofs von Konstantinopel, der Heiligen (der Kirche und des Tages) und aller Heiligen erbarme Sich unser und errette uns als Guter und Menschenliebender.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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