Gottesdienst am Sonntag, dem 07. März 2021
(22. Februar nach dem alten Stil)
Bild des Tagesheiligen

Sonntag des Fleischentsagens, vom Jüngsten Gericht. Ton 6.
Länge:   Texte:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch. Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Klerus: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.
Psalm 103, Eingangspsalm. Nur ausgewählte Verse. Psalm vollständig anzeigen.
     Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Kathisma am Abend „Selig der Mann“. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen. Kathisma vollständig anzeigen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Ton 6. Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es folgen Psalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Es werden die angefallenen Stichiren gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Den Sieg über den Hades / erlangtest du, Christus, / als du das Kreuz bestiegest, / auf dass du mit dir ließest erstehen, / die da saßen im Dunkel des Todes, / du Freier unter den Toten, / der du quellen lässt das Leben / aus eigenem Lichte, / allmächtiger Erretter, // erbarme dich unser.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Heute hat Christus zertreten / den Tod, wie er hatte verheißen, / und ist auferstanden. / Der Welt hat er geschenkt das Frohlocken, / auf dass wir alle rufen / und so im Hymnus singen: / „Du Quelle des Lebens, / du Licht unzugänglich, / allmächtiger Erretter, // erbarme dich unser.“
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Herr, du bist da in der ganzen Schöpfung. / Wohin also sollten wir Sünder vor dir fliehen? / Vielleicht in den Himmel? / Doch dort wohnest du selbst! / Oder in den Hades? / Doch du hast den Tod zertreten! / Oder gar in die Tiefen des Meeres? / Doch dort ist deine Hand, o Gebieter! / Zu dir nehmen wir unsere Zuflucht. / Vor dir fallen wir nieder und flehen dich an: / „Der du erstanden bist von den Toten, // erbarme dich unser.“
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
In deinem Kreuz, o Christus, / wollen wir uns rühmen / und deine Auferstehung besingen und preisen wir. / Denn du bist unser Gott; // außer dir kennen wir keinen andern.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Allzeit lobpreisen wir den Herrn / und besingen seine Auferstehung. / Denn das Kreuz hat er erduldet // und durch den Tod den Tod vernichtet.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Ehre sei deiner Macht, o Herr, / denn du hast ihn zunichte gemacht, / der da besitzt die Kraft des Todes, / hast uns durch dein Kreuz erneuert / und uns geschenkt das Leben // und die Unverweslichkeit.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Stichiren des Triodions.
Wenn du dich anschickst zu kommen, / um ein gerechtes Gericht zu halten, gerechtester Richter, / dich niederlassend auf dem Thron deiner Herrlichkeit, / dann wirft ein Flammenstrom vor deinem Richterthron alle nieder / und reißt sie mit, während die himmlischen Mächte erscheinen vor dir / und die Menschen alle in Furcht gerichtet werden gemäß ihren Taten. / Dann schone unser und würdige uns, Christus, / des Anteils der Geretteten in deiner Güte, // im Glauben flehen wir zu dir.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Es werden aufgeschlagen werden die Bücher / und offenbar werden die Taten der Menschen / vor dem furchtbaren Richterstuhl. / Weit und breit wird die ganze Schlucht widerhallen / vom schrecklichen Knirschen des Wehklagens, / wenn sie alle, die gesündigt, durch dein gerechtes Urteil / in ewige Qualen hineinstürzen sieht/ und das Nichtgeschehene beweinen, o Erbarmer. / Darum flehen wir, Guter, dich an, / schone unser, die dir lobsingen, // der du reich an Erbarmung allein.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Ertönen werden die Posaunen, / und öffnen werden sich die Grüfte, / und erheben wird sich mit Beben aus ihnen jede Kreatur der Menschen. / Die Rühmliches vollbrachten, / jubeln in Wonne vor Hoffnung, / den Lohn zu empfangen. / Unter schrecklichem Wehgeschrei erbeben, die gesündigt, / wenn sie geschleudert werden in die Pein / und geschieden werden von den Auserwählten. / Herr der Herrlichkeit, erbarme Dich unser in Deiner Güte // und würdige uns des An¬teils derer, die Dich geliebt.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Weinen muss ich und klagen, / wenn ich inne werde des ewigen Feuers / und der äußeren Finsternis und der Unterwelt, / des nagenden Wurms, und wieder des Zähneknirschens gedenke / und des ewigen Wehs, das kommen wird über die, die maßlos gestrauchelt / und dich, die unendliche Güte, in böser Absicht zum Zorne gereizt, / deren einer und erster ich bin, ich Armer. / Doch, Richter, errette mich durch dein Erbarmen; // denn du bist voll Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8.
Wenn aufgestellt werden die Throne, / wenn aufgeschlagen werden die Bücher / und Gott sich niederlässt zum Gerichte, / weh, welche Furcht wird dann sein? / Wenn in Furcht herantreten die Engel, / wenn ein Fluss von Feuer sich vor Ihm hinzieht, / was werden wir dann tun, wir Menschen, / die vielen Sünden verfallen? / Wenn wir hören, wie er ruft die Gesegneten des Vaters ins Reiche, / die Sünder aber fortschickt zur Strafe, / wer wird bestehen vor jenem furchtbaren Urteil? / Wohlan, Menschenfreund Du allein, Heiland, der Äonen Gebieter, / bevor das Ende eintritt, / wende mich zur Reue, // erbarme Dich meiner.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Wer wird dich nicht seligpreisen, / allheilige Jungfrau, / wer nicht besingen dein wehenloses Gebären? / Denn der zeitlos aus dem Vater hervorgestrahlt, / der einziggezeugte Sohn, / er selbst ging aus dir, der Reinen, hervor, / menschgeworden auf unsagbare Weise, / der da ist Gott der Natur nach / und der Natur nach Mensch geworden / um unsertwillen, / nicht getrennt in eine Zweiheit der Personen, / sondern kundgetan unvermischt in der Zweiheit der Naturen. / Ihn bitte, hehre Allseligste, // dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Einzug der Vesper. Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfaß voran. Der Priester betet leise das Gebet zum Einzug. Text vollständig anzeigen.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.
Nun wird das Abend-Prokimenon des Wochentages gesungen.
D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König ... Nach jedem Vers.
Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
D: Der Herr ist König. Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Inständige Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Würdige uns, Herr:
     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen. Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen. Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ton 6. Stichire des Sonntags.
Dein Grab, o Herr, hat aufgerieben / und zerrissen die Fesseln des Hades. / Und deine Auferstehung von den Toten / hat die Welt erleuchtet. // Herr, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Deine Auferstehung, Christus Erretter, / besingen die Engel im Himmel; / auch uns auf Erden mach würdig, / reinen Herzens // dich zu preisen.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Zertrümmert hast du die ehernen Pforten / und die Riegel des Hades zermalmt / als allgewaltiger Gott / und hast auferstehen lassen / das gefallene Geschlecht der Menschen. / So wollen auch wir singen und rufen: / „Der du erstanden bist von den Toten, // Herr, Ehre sei dir.“
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Da uns wieder aufrichten wollte / Christus von dem Sturze von einst, / ließ er sich heften ans Kreuz / und bestatten im Grabe. / Da ihn aber suchten unter Tränen / die myrrhentragenden Frauen, / wehklagten sie und sprachen: / „Weh mir, du Erretter von allem! / Wie hast du es auf dich genommen, / zu wohnen im Grabe? / Doch wenn du dort wolltest wohnen, / wie wurdest du entwendet, / wie an einen andern Ort gebracht? / Welche Stätte hat deinen Leib verborgen, / der das Leben in sich trägt? / Wohlan, Gebieter, erscheine uns, / wie du hast versprochen, / und halt ab von uns den Jammer der Tränen!“ / Da sie also wehklagten, / rief ihnen zu ein Engel: / „Macht ein Ende dem Weinen / und saget den Aposteln, / dass der Herr ist auferstanden / und der Welt schenkt die Versöhnung // und das große Erbarmen.“
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Gekreuzigt wurdest du, o Christus, / wie du es hattest beschlossen, / und beraubtest den Tod durch das Grab. / Und am dritten Tage / erstandest du als Gott mit Herrlichkeit / und schenktest der Welt unendliches Leben // und das große Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Stichire des Triodions.
O wehe, schwarze Seele. / Wie lange noch machst du des Frevels kein Ende? / Wie lang noch liegst du da in Lässigkeit? / Warum gedenkst du der furchtbaren Stunde des Todes nicht? / Warum erbebst du nicht bis ins Innerste / vor des Erlösers schaurigem Gerichte? / Wie wohl wirst du dich entschuldigen? / Was sagst du dagegen? / Um dich zu widerlegen treten deine Taten vor. / Deine Handlungen überführen dich und klagen dich an. / Alsdann, o Seele, hält die Zeit ihren Lauf an. / Lauf, komm ihr zuvor, rufe in Zuversicht: / Gesündigt habe ich, gesündigt wider Dich. / Doch kenne ich, Menschenfreund, Dein Erbarmen. / O guter Hirte, scheide mich nicht von denen, / die zu deiner Rechten stehen; // denn groß ist Dein Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Theotokion des Sonntags.
Mein Schöpfer und Erlöser, / Christus, der Herr, / der hervorging, Allreine, aus deinem Schoße, / bekleidet mit meiner Natur, / er hat befreit den Adam / vom Fluche der Vorzeit. / So rufen wir dir, Allreine, / als der Mutter Gottes und wahrhaften Jungfrau, / ohne zu verstummen, / das „Sei gegrüßt“ des Engels: / Sei gegrüßt, Gebieterin, / Schutz, Schirm und Errettung // unserer Seelen.
Gebet des Hl. Simeon:
     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.
Trishagion bis Vater unser:
     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
Es folgt der 33. Psalm:
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.

ORTHROS

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, meine Lippen wollest du öffnen, und mein Mund wird verkünden dein Lob. Zweimal.
Psalm 3: Herr, was sind so zahlreich geworden, die mich bedrängen? Viele stehen auf wider mich. Viele sagen meiner Seele: „Nicht ist Errettung für ihn in seinem Gott.“ Du aber, Herr, bist mein Beistand, meine Herrlichkeit und Der, welcher mein Haupt erhebt. Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, und Er hat mich erhört von Seinem heiligen Berge. Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen. Nicht will ich mich fürchten vor unzähligem Volk, das mich rings umzingelt. Stehe auf, Herr, errette mich, mein Gott; denn Du hast alle geschlagen, die mich grundlos befeinden; die Zähne der Sünder hast Du zerschmettert. Des Herrn ‹ist› die Errettung, und auf Deinem Volk Dein Segen.
Ich aber legte mich schlafen und schlummerte; ich bin wieder erwacht; denn der Herr wird mir beistehen.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm, und züchtige mich nicht in Deinem Zorn. Denn Deine Pfeile stecken in mir, und schwer hast Du Deine Hand auf mich gelegt. Nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch angesichts Deines Zorns, nicht gibt es Frieden in meinem Gebein angesichts meiner Sünden. Denn meine Gesetzlosigkeiten haben mein Haupt überragt, wie eine schwere Last lagen sie schwer auf mir. ‹Es› stanken und faulten meine Striemen angesichts meiner Torheit. Ich ward elend und bis zum Äußersten gebeugt, den ganzen Tag lang ging ich finster blickend einher. Denn meine Lenden waren angefüllt mit Spott, und nicht gibt es Heilung an meinem Fleisch. Ich wurde übel zugerichtet und gedemütigt bis zum Übermaß, ich stöhnte vor Seufzen meines Herzens. O Herr, gewärtig ist Dir all mein Verlangen, und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen. Mein Herz war aufgewühlt, verlassen hat mich meine Kraft, und das Licht meiner Augen: auch das ist nicht bei mir. Meine Freunde und meine Nachbarn haben sich mir feindlich genaht und aufgestellt, selbst meine Nächsten standen von ferne. Gewalt haben geübt, die da trachten nach meiner Seele, und die nach dem Üblen für mich trachten, haben Nichtiges geredet und sannen auf Trug den ganzen Tag. Ich aber hörte wie ein Tauber nicht, und ‹war› wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet. Und ich ward wie ein Mensch, der nicht hört und der in seinem Mund keine Tadel hat. Denn auf Dich, Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: Niemals sollen sich meine Feinde über mich freuen; doch als meine Füße wankten, prahlten sie wider mich. Denn ich bin für die Geißeln bereit, und mein Schmerz ist mir stets vor Augen. Denn meine Gesetzlosigkeit will ich kundtun und nachsinnen über meine Sünde. Meine Feinde aber leben und sind stärker geworden als ich, und zahlreich geworden sind, die mich zu Unrecht hassen. Die mir Übles für Gutes vergelten, verleumdeten mich, weil ich Gutsein erstrebte. Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott; entferne Dich nicht von mir. Merke auf zu meiner Hilfe, Du Herr meiner Errettung.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, zu Dir erhebe ich mich frühmorgens; meine Seele dürstete nach Dir, wie oft ‹vor› Dir mein Fleisch in einem wüsten und unbegehbaren und wasserlosen Land. So bin ich im Heiligtum erschienen ‹vor› Dir, zu schauen Deine Macht und Deine Herrlichkeit. Denn besser ist Dein Erbarmen als ‹viele› Leben; meine Lippen sollen Dich lobpreisen. So will ich Dich segnen in meinem Leben, und in Deinem Namen meine Hände erheben. Wie von Mark und Fett sei erfüllt meine Seele, und mit Lippen des Frohlockens soll lobpreisen mein Mund. Wenn ich Deiner gedachte auf meinem Lager, in den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei. Sie aber haben vergeblich getrachtet nach meiner Seele; in das Unterste der Erde werden sie eingehen, überliefert werden in die Hände des Schwertes, Anteil der Füchse sein. Der König aber wird frohgemut sein in Gott; gepriesen wird ein jeder werden, der bei ihm schwört; denn gestopft ward der Mund derer, die Unrechtes reden.
In den frühen Morgenstunden sann ich auf Dich. Denn Du bist mein Helfer geworden, und im Schutz Deiner Flügel werde ich frohlocken. Meine Seele hing Dir an, und Deine Rechte stand mir bei.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte. Denn angefüllt mit Übeln ward meine Seele, und mein Leben hat sich dem Hades genaht. Gezählt wurde ich zu denen, die hinabsteigen in die Grube, bin geworden wie ein hilfloser Mensch, frei unter ‹den› Toten, wie Verwundete, die im Grabe ruhen, derer Du nicht mehr gedachtest und die von Deiner Hand verstoßen wurden. Sie legten mich in die unterste Grube, an einen finsteren Ort und in Todesschatten. Schwer legte sich auf mich Dein Grimm, und all Deine Aufwallungen hast Du herbeigeführt wider mich. Entfernt hast Du meine Bekannten von mir, sie machten mich zu einem Greuel für sich. Preisgegeben ward ich und kam nicht heraus. Meine Augen sind schwach geworden von ‹der› Armut. Geschrien habe ich zu Dir, Herr, den ganzen Tag, ausgebreitet zu Dir meine Hände. Wirst Du etwa an den Toten Wunderwerke tun? Oder werden Ärzte ‹sie› auferstehen lassen, dass sie Dich bekennen? Wird etwa einer im Grab Dein Erbarmen erzählen und Deine Wahrheit im Untergang? Werden wohl in der Finsternis erkannt werden Deine Wundertaten und Deine Gerechtigkeit in einem vergessenen Land? Und ‹so› habe ich zu Dir geschrien, Herr, und noch vor der Frühe gelange mein Gebet zu Dir. Wozu, o Herr, verstößt Du meine Seele, wendest Du Dein Angesicht von mir ab? Arm bin ich und in Mühsalen von meiner Jugend an; wenn auch erhöht ‒ ward ich gedemütigt und verzweifelte. Über mich kamen Deine Zornesfluten, Deine Schrecken haben mich aufgewühlt; umringt haben sie mich wie Wasser, zugleich mich umschlossen den ganzen Tag. Entfernt von mir hast Du Freund und Nachbarn und meine Bekannten wegen des Elends.
O Herr, Du Gott meiner Errettung, geschrien habe ich des Tags und in der Nacht vor Dir. Vor Dein Angesicht komme mein Gebet; neige Dein Ohr zu meiner Bitte.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all Seine Vergeltungen. Ihn, Der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, Der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, Der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat Er dem Moses Seine Wege, den Söhnen Israels Seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird Er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat Er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr Sein Erbarmen stark gemacht über denen, die Ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat Er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die Ihn fürchten. Denn Er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, Er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten. Und Seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die Seinen Bund bewahren und Seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat Seinen Thron im Himmel bereitet, und Sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all Seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr Sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf Seiner Worte. Segnet den Herrn, all Seine Mächte, seine Diener, die ihr Seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all Seine Werke; an jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte Seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
„Gott ist der Herr“ wird im Ton des Tages gesungen:
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropare der Tagesfeste.
Ton 6. Tropar des Sonntags.
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Die Engelmächte erschienen an deinem Grab. / Die es bewachten aber fielen um wie Tote. / Maria trat hin zum Grabe / und suchte deinen Leib ohne Makel. / Beraubt hast du den Hades / ohne in seine Fänge zu geraten, / der Jungfrau tratest du entgegen, / schenktest das Leben. // Erstanden von den Toten, Herr, Ehre sei dir!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion des Sonntags.
Der die Gepriesene du nanntest deine Mutter, / schrittest zum Leben aus freiem Willen / und strahltest auf am Kreuze, / da du aufsuchen wolltest den Adam, / und sprachest zu den Engeln: / Freut euch mit mir, denn es ward gefunden / die verlorene Drachme. // Der du alles weise hast angeordnet, Ehre sei Dir!
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Sedalen des Sonntags.
Als das Grab war geöffnet,/ der Hades aber wehklagte,/ da rief Maria den Aposteln zu, die sich hatten verborgen:/ Kommt heraus, ihr Arbeiter des Weinbergs, / verkündet das Wort von der Auferstehung: / Der Herr ist auferstanden// und gewährt der Welt das große Erbarmen.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende! (Ps 9,33)
O Herr, zu deinem Grabel begab sich Maria Magdalena./ Sie weinte laut und sagte,/ da sie dich hielt für den Gärtner:/ Wohin hast du gelegt das ewige Leben?/ Wo hast du ihn verborgen, der thront auf den Cherubim?/ Denn die ihn bewachten, sind vor Schrecken wie tot./ Gebt mir meinen Herrn oder rufet mit mir:/ Der du bist unter den Toten/ und erweckt hast die Toten, // dir sei die Ehre.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der voll der Gnaden du nanntest deine Mutter,/ gingest zum Leiden aus freiem Entschlusse/ und erstrahltest am Kreuze, / weil du aufsuchen wolltest den Adam, / und sprachest zu den Engeln:/ Freut euch mit mir, denn ich habe gefunden/ die verlorene Drachme. / Der du alles weise hast geordnet,// dir sei die Ehre
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalmen 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 6. Sedalen des Sonntags.
Das Leben ward beigesetzt in Grabe und ein Siegel angebracht an dem Steine. / Wie einen schlafenden König bewachten Christus die Soldaten/ und nachdem er seine Feinde mit Blindheit geschlagen, // ist auferstanden der Herr.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Durch deinen Tod aus freiem Willen, haben wir unsterbliches Leben gefunden, / Allmächtiger und alleiniger Retter von allem. / Denn durch deine hehre Erweckung/ hast du alle zurückgerufen, / hast zunichte gemacht den Sieg des Hades// und den Stachel des Todes.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gottesgebärerin Jungfrau,/ flehe an deinen Sohn,/ der sich ließ schlagen ans Kreuz) aus freiem Willen/ und ist auferstanden von den Toten, / Christus, unsern Gott,// daß errettet werden unsere Seelen.
An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Psalm 136:
An den Flüssen Babylons, dort saßen wir und weinten, wenn wir Sions gedachten. Alleluïa.
An den Weiden in ihrer Mitte hängten wir unsere Instrumente auf. Alleluïa.
Denn dort forderten von uns, die uns gefangen genommen, Worte von Liedern, und die uns weggeführt, einen Hymnus. Alleluïa.
„Singt uns von den Liedern Sions.“ Alleluïa.
Wie könnten wir singen des Herren Lied in fremdem Land? Alleluïa.
Wenn ich deiner vergesse, Jerusalem, möge meine Rechte vergessen sein. Alleluïa.
Möge meine Zunge an meiner Kehle kleben, wenn ich dein nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht voranstelle gleichsam zum Erstling meines Frohmuts. Alleluïa.
Gedenke, Herr, der Kinder Edoms ob des Tages Jerusalems, die da sagten: „Vernichtet, vernichtet ‹sie› bis auf ihre Grundfeste.“ Alleluïa.
Tochter Babylons, du Elende, selig, der dir vergelten wird deine Vergeltung, die du uns vergolten. Alleluïa.
Selig, der deine Kinder packen und am Felsen zerschmettern wird. Alleluïa.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 6. Ipakoi.
Durch deinen freiwilligen und lebenschaffenden Tod, o Christus,/ hast du zertrümmert als Gott die Pforten des Hades/ und uns das einstige Paradies eröffnet./ Und erstanden von den Toten// hast du dem Verderben entrissen unser Leben.
Ton 6. Stufengesänge (Stepenny).
1. Antiphon
Zu dir im Himmel erheb ich meine Augen, o Logos; sei mir gnädig, auf daß ich dir lebe.
Erbarme dich unser, die wir sind verachtet; forme uns zu deinen brauchbaren Gefäßen, o Logos.
Ehre, Jetzt.
Im Heiligen Geist liegt der allrettende Grund. Wenn einem sein Hauch wird zuteil nach Gebühr, enthebt er ihn sogleich dem Irdischen, beflügelt, hegt und stellt ihn empor.

2. Antiphon
Wäre der Herr nicht bei uns gewesen, so hätte niemand von uns widerstehen können den Ränken des Feindes; die freilich obsiegen, werden erhoben von hier.
Ihren Zähnen soll nicht fallen meine Seele wie ein Sperling zum Opfer, o Logos! Weh mir! Wie soll ich befreit werden von den Feinden, da der Sünde ich bin verhaftet.
Ehre, Jetzt.
Im Heiligen Geist kommt Vergöttlichung allen, Wohlgefallen, Einsicht, Friede und Segen. Denn sein Wirken dem des Vaters und des Logos ist gleich.

3. Antiphon
Die vertraun auf den Herrn, sind schrecklich den Feinden und nötigen allen Bewunderung ab, da nach oben sie schaun.
Zu Gesetzlosigkeit streckt nicht aus seine Hände der Anteil der Gerechten, da dich, o Retter, zum Beistand er hat.
Ehre, Jetzt.
Im Heiligen Geist ist die Kraft über alles. Ihn beten an die Heerführer oben mit allem, was unten Odem besitzt.
Prokimenon und Lesung des Evangeliums.
D: Weisheit. P: Friede allen. Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Ton 6. Prokimenon des Sonntags.
D: Herr, erwecke Deine Herrschaft und komme uns zu erlösen.
     Ch: Herr, erwecke Deine Herrschaft…
Vers: Der Du Israel weidest, merke auf, der Du den Joseph gleich einem Lamme leitest.
     Ch: Herr, erwecke Deine Herrschaft…
D: Herr, erwecke Deine Herrschaft. Ch: Und komme uns zu erlösen.
D: Lasst uns beten zum Herrn. Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat. Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk. Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Sechstes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit, als Jesus von den Toten auferstanden war, stellte er selbst sich in ihre Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch. Sie aber – erschrocken und von Furcht erfüllt – meinten, einen Geist zu sehen. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr aufgewühlt, und warum steigen Überlegungen auf in euren Herzen? Sehet meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, gleichwie ihr mich haben schaut. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Weil sie aber vor Freude noch ungläubig waren und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas Essbares hier? Sie aber gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch und von einer Honigwabe; und er nahm es und aß vor ihren Augen. Er sprach aber zu ihnen: Dies sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz des Moses und den Propheten und Psalmen. Dann öffnete er ihre Geistkraft, um die Schriften zu verstehen; und er sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen von den Toten und in seinem Namen Umgeisten und Vergebung der Sünden gepredigt werden zu allen Nationen, anfangend von Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen dieser Dinge; und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber, bleibet in der Stadt Jerusalem, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe. Er führte sie aber hinaus bis nach Bethania, und er erhob seine Hände und segnete sie. Und es geschah: Während er sie segnete, schied er von ihnen und ward hinaufgetragen in den Himmel. Und sie huldigten ihm und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude. Und sie waren allezeit im Heiligtum und lobten und segneten Gott. Amen.
(Lk 24, 36-53)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen:
Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.
Psalm 50: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 8. Verse des Triodions.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Der Buße Pforten öffne mir, Lebenspender, frühmorgens strebt zu Deinem heiligen Tempel mein Geist, der trägt den ganz befleckten Leibes-Tempel, doch als der Gütige reinige ihn durch Dein wohlwollendes Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Pfade des Heils leite mich, Gottesgebärerin, der ja mit schändlichen Sünden meine Seele ich habe befleckt und mein ganzes Leben im Leichtsinn vergeudet; doch du rette mich durch deine Fürbitten von jeder Unreinheit.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6. Stichire des Triodions.
Die Menge der von mir begangenen Missetaten bedenkend, schaudere ich Armseliger vor dem furchterregenden Gerichtstag; aber hoffend auf die Güte Deines Wohlwollens, rufe ich wie David zu Dir: Erbarme Dich meiner, Gott, nach Deinem großen Erbarmen.
Ektenie zum Polyleos:
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Sonntagskanon, Ton 6.
Wie auf festem Land schritt Israel/ auf dem Gang durch den Abgrund/ und den Verfolger Pharao/ sah es bedeckt vom Meere./ Laßt uns Gott ein Siegeslied// singen! So rief es aus.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Mit ausgestreckten Händen am Kreuze/ hast du erfüllt, o Jesus,/ alles insgesamt, o Guter,/ nach dem Wohlgefallen des Vaters./ Darum ein Siegeslied// alle wir dir stimmen an.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Voll Schrecken wird der Tod wie ein Sklave/ herantreten, herbeibefohlen, zu dir dem Gebieter des Lebens,/ der uns durch ihn zuteil läßt werden/ unendliches Leben// und die Auferstehung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den eigenen Bildner, hast du empfangen, / wie er hat selbst es gewollt, / und der samenlos aus deinem Leibe/ ist Fleisch geworden über dem Verstehen./ So wardst du erwiesen als Gebieterin// wahrlich der Geschöpfe.
Ode 3
Sonntagskanon, Ton 6.
Niemand ist heilig wie du, / o Herr, mein Gott,/ der du erhöht hast das Horn deiner Gläubigen, o Guter,/ und uns hast gefestigt// auf dem Felsen des Bekenntnisses zu dir.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Gott gekreuzigt im Fleisch/ erblickte die Schöpfung, / da zerfiel sie vor Furcht; doch durch die vereinende Hand/ des um meinetwillen Gekreuzigten// ward zusammen sie gefügt in Kraft.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der durch den Tod vernichtete Tod/ liegt elend ohne Odem da. / Denn nicht hält stand dem göttlichen Ansturm des Lebens/ der Starke, sondern verfällt dem Tode// und so wird allen gewährt die Auferstehung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Das Wunder deines gotterfüllten Gebärens/ übersteigt, o Reine, / alle Ordnung der Natur; denn Gott hast du übernatürlich/ empfangen im Leibe, hast ihn geboren// und bleibst doch die allzeit Jungfräuliche.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ode 4
Sonntagskanon, Ton 6.
Christus ist meine Kraft, mein Gott und Herr./ So die erhabene Kirche gottwürdig/ singt und ruft aus reinem Sinne hinauf// und im Herrn ein Fest sie feiert.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Baum erblühte, Christus, fürwahr des Lebens. / Denn das Kreuz wurde eingetrieben und begossen/ mit dem Blut und Wasser aus deiner reinen Seite// und ließ uns das Leben sprießen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nicht mehr flüstert mir die Vergöttlichung/ trügerisch ein die Schlange; denn Christus, der Vergöttlicher/ der Natur der Menschen, hat nun eröffnet den Pfad// ungehindert mir zum Leben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wie wahrhaft unsagbar und unbegreiflich/ sind geschehen, Gottesgebärerin, / die Mysterien , stete Jungfrau, deines gottwürdigen Gebärens// denen auf Erden und im Himmel.
Ode 5
Sonntagskanon, Ton 6.
Durch deinen göttlichen Glanz, o Guter,/ erleuchte, so bitte ich, die Seelen derer,/ die frühmorgens zu dir eilen aus Liebe, / auf daß sie dich erkennen, o Logos Gottes,/ als den wahrhaftigen Gott,// der aus dem Dunkel der Sünden ruft zurück.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Zurückweichen die Cherubim/ und das Flammenschwert wendet sich ab/ von mir nun, o Gebieter, / da sie dich schauen, O Logos Gottes, als den wahrhaftigen Gott,// der bahnt dem Schächer den Weg ins Paradies.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nicht mehr fürchte ich, o Christus,/ die Rückkehr zur Erde, Gebieter./ Denn du hast aus der Erde erhoben/ mich Vergessenen aus großem Erbarmen zur Höhe// der Unvergänglichkeit durch deine Auferstehung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die dich als Gottesgebärerin/ von Herzen bekennen, bewahre, / du gütige Gebieterin des Kosmos. / Denn dich, Gottesmutter, besitzen wir wahrhaftig// als unbezwinglichen Beistand.
Ode 6
Sonntagskanon, Ton 6.
Das Meer des Lebens/ seh ich aufgewühlt durch die Brandung der Versuchungen./ So eile ich zu deinem windstillen Hafen und rufe zu dir:/ Führe heraus aus dem Verderben mein Leben, // du Vielbarmherziger.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Gekreuzigt, o Gebieter,/ mit Nägeln hast du den wider uns geschleuderten Fluch vertrieben, / hast mit lanzendurchstochener Seite, den Schuldbrief des Adam zerrissen// und der Welt die Freiheit gebracht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Adam ward hinabgerissen,/ durch Trug hinuntergestoßen in den Abgrund des Hades. / Doch du, Gott von Natur und voller Mitleid, bist hinabgestiegen, / um ihn zu suchen, auf die Schultern zu nehmen// und hast ihn mitaufgerichtet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allreine Gebieterin, / die du geboren hast den Sterblichen als Lenker den Herrn,/ meiner Leidenschaften schwankende und schreckliche Wirrnis/ bring zur Ruhe und Windstille gewähre// meinem Herzen.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 1. Kondak des Triodions.
Wenn du, o Gott, kommen wirst auf Erden in Herrlichkeit / wird das All erzittern / und von deinem Richterstuhl ein Feuerstrom ausgehen, / die Bücher werden geöffnet und das Verborgene offenbar. / Dann errette mich aus dem nie erlöschenden Feuer // und würdige mich, zu deiner Rechten zu stehen, gerechtester Richter.
Ode 7
Sonntagskanon, Ton 6.
Zum Tauspender machte den Ofen/ der Engel für die frommen Knaben./ Doch die Anordnung Gottes verbrannte die Chaldäer, / bewog den Tyrannen zu rufen://Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wehklagend über dein Leiden/ hüllte in Dunkel sich die Sonne/ am Tage, und über die ganze Erde, o Gebieter,/ verdunkelte sich das Licht mit dem Rufe:// Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Gekleidet wurde das Unterirdische, o Christus, / durch deinen Hinabstieg in Glanz./ Der Vorvater aber erschien erfüllt von Herzensfreude,/ tanzte und sprang mit dem Rufe:// Gepriesen bist du, o Gott unsrer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Durch dich, Mutter-Jungfrau, ist aufgegangen/ strahlendes Licht dem ganzen Erdkreis. / Denn den Schöpfer von allem, Gott, hast du geboren./ Zu ihm flehe, A11reine, daß werde herabgesandt// uns Gläubigen das große Erbarmen.
Ode 8
Sonntagskanon, Ton 6.
Aus der Feuerflamme hast du Tau quellen lassen den Frommen/ und des Gerechten Opfer im Wasser verbrannt./ Denn alles vollbringst du, Christus, allein durch dein Wollen.// Dich erheben wir noch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Das einst prophetenmordende Volk der Juden/ hat der Neid nun zum Gottesmörder gemacht,/ da es, o Logos Gottes, ans Kreuz dich hängte, // den wir erheben hoch in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Die Himmelsgewölbe hast du nicht verlassen, / als du den Hades stürmtest, den ganzen Menschen, / der da lag in Verwesung, o Christus, mitauferwecktest,// der erhebt dich hoch in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den Spender des Lichtes, den Logos, hast du empfangen, / und dir ward Ehre zuteil, weil du ihn unsagbar geboren. / Denn der göttliche Geist hat in dir, o Jungfrau, Wohnung genommen.// So besingen wir dich in alle Ewigkeit.
Vor der Altarikone ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Lied der allheiligen Gottesgebärerin.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain:Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Sonntagskanon, Ton 6.
Gott zu sehen ist den Menschen unmöglich,/ ihn, den nicht anzublicken wagen die Ordnungen der Engel./ Durch dich aber, Allreine, erschien den Sterblichen/ der Logos fleischgeworden./ Da wir hoch ihn preisen/ mit den himmlischen Heeren, // preisen wir dich selig.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Leiden bist unteilhaftig du geblieben, / als du, Logos Gottes, dich im Fleische den Leiden unterzogest./ So hast du erlöst von den Leiden den Menschen, / weil du den Leiden bist geworden/ zum Leide, unser Erretter. / Denn der Leidlose bist du alleine// und der Allgewaltige.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wiewohl du die Verderbnis des Todes auf dich genommen, / hast du doch deinen Leib vor dem Verkosten der Verwesung bewahrt./ Deine lebenschaffende und göttliche Seele/ aber hast du, Gebieter, / nicht zurückgelassen im Hades, / sondern dich erhebend wie vom Schlafe// hast du uns mitauferweckt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gott den Vater und den Sohn mitanfanglos/ lobpreisen wir Sterblichen alle mit reinen Lippen./ Die Macht aber unaussprechlich/ und hochgepriesen wir verehren/ des Allheiligen Geistes. / Denn Eine ist die allmächtige// untrennbare Dreiheit.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Dass Mensch du bist dem Wesen nach, / erzeigend, o Erretter, / nahmst Anteil an der Speise du, / erstanden aus dem Grabe, / stellst in die Mitte dich und lehrst, / die Umkehr zu verkünden. / Sodann wurdest zum Vater du / im Himmel aufgenommen. / Zu senden kündetest du an / den Helfer deinen Jüngern. / O Gottmensch, übergöttlicher, / Ehre deiner Erweckung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Es folgen die Lobpsalmen mit Stichiren. Die Psalmen werden in der Gemeindepraxis ausgelassen.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: Um an ihnen zu üben geschriebenes Gericht; diese Herrlichkeit wird zuteil werden all Seinen Gottseligen.
Ton 6. Stichiren des Sonntags.
Dein Kreuz, o Herr, ist Leben/ und Auferstehung deinem Volke. / Denn auf dich vertrauen wir,/ unsern auferstandenen Gott, und singen:// Erbarme dich unser.
Psalm 150: Lobet Gott in Seinen Heiligen; lobet Ihn in der Feste Seiner Macht.
Dein Grab, o Gebieter, hat geöffnet/ das Paradies dem Geschlechte der Menschen;/ und erlöst aus dem Verderben/ dir, unserm auferstandenen Gott, wir singen:// Erbarme dich unser.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner machtvollen Taten; lobet Ihn nach der Fülle Seiner Größe.
Mit dem Vater und dem Geiste laßt uns besingen/ Christus, der auferstanden ist von den Toten/ und zu ihm laßt uns rufen:/ Du bist uns Leben und Auferstehung. // Erbarme dich unser.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaune; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Am dritten Tage erstandest du, Christus, / aus dem Grabe, wie es steht geschrieben/ und erwecktest mit auf unsern Ahnherrn./ Deswegen Lob und Preis/ dir singt das Geschlecht der Menschen// ụnd rühmt deine Auferstehung.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauke und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Instrument.
Groß ist, o Herr, und furchterregend/ das Mysterium deiner Auferstehung. (Ps 18,6) / Denn so bist du hervorgegangen aus dem Grabe/ wie der Bräutigam aus dem Gemache/ und hast im Tode den Tod vernichtet,/ um Adam zu befreien./ Darum tanzen in den Himmeln die Engel/ und lobpreisen auf Erden die Menschen/ deine Barmherzigkeit, Menschenliebender,// die zuteil uns ist geworden.
Lobet Ihn mit wohltönenden Zimbeln; lobet Ihn mit Zimbeln des Jubels. Aller Odem lobe den Herrn.
Ihr gesetzwidrigen Juden, / wo sind die Siegel und die Silberstücke, / die ihr gabet den Soldaten?/ Nicht wurde der Schatz entwendet, / sondern ist auferstanden als der Mächtige. / Ihr aber wurdet beschämt, die ihr verleugnet/ Christus, den Herrn der Herrlichkeit,/ der gelitten hat und ward begraben/ und ist auferstanden von den Toten.// Vor ihm laßt uns niederfallen.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
Bei versiegeltem Grab, ihr Juden, / wie hätte man euch können berauben, / da ihr doch Wachen hattet aufgestellt/ und angebracht die Siegel?/ Bei verschlossenen Türen/ ist hervorgegangen der König!/ So weiset ihn vor als Toten/ oder fallet vor ihm nieder als Gott,/ indem ihr den Gesang mit uns laßt erschallen:/ Ehre sei, Herr, deinem Kreuze// und deiner Auferstehung!
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
An deinem lebenfassenden Grabmal/ trafen ein unter Tränen, / o Herr, die myrrhetragenden Frauen./ Sie hielten in Händen die Myrrhen, / weil sie deinen allreinen Leib wollten salben./ Doch sie fanden vor einen lichterfüllten Engel,/ der saß auf dem Steine./ Der sprach sie an und sagte:/ Was beweinet ihr jenen, der aus der Seite/ hat quellen lassen der Welt das Leben?/ Was sucht ihr wie einen Toten/ den Unsterblichen im Grabe?/ Laufet vielmehr und kündet, seinen Jüngern die Freude für alle Welt/ von seiner glorreichen Auferstehung!/ In ihr erleuchte auch uns, Erretter, // und schenk Versöhnung samt dem großen Erbarmen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
Große Doxologie.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du warst auferstanden aus dem Grabe und zerrissen hattest die Fesseln, / da hast du aufgehoben / das Todesurteil, o Herr, / und alle befreit aus den Schlingen des Feindes. / Du hast dich gezeigt deinen Aposteln, / sie ausgesandt zur Verkündigung / und durch sie deinen Frieden gewährt dem Erdkreis, // du vielerbarmer allein.
Inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.
Entlassung:
D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
VIGIL

Lesungen aus der Heiligen Schrift.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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