Gottesdienst am Sonntag, dem 29. November (alter Stil)
Bild des Tagesheiligen

Wir gedenken heute:
Ökumenische Heilige: Hl. Apostel und Evangelist MATTHÄUS; Neomrt. THEODOR, der Priester und mit ihm Mrtt. ANANIAS und MICHAEL; Neomrtt. JOHANNES, NIKOLAUS, VIKTOR, BASILIOS, MAKARIOS und MICHAEL, die Priester, Neomrt. PANTELEIMON, Mönch; Neomrt. Demetrios; Hl. FULVIANUS, Fürst von Äthiopien (in der Hl. Taufe Matthäus); Hl. SERGIUS, Abt von Malopinega Westliche Heilige: Hl. OTMAR von St. Gallen, Bischof und Klostergründer
25. Sonntag nach Pfingsten. Ton 8.
Länge:   Texte:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch. Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Klerus: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.
Psalm 103, Eingangspsalm. Nur ausgewählte Verse.
     Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Kathisma am Abend „Selig der Mann“. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Ton 8. Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es werden die angefallenen Stichiren gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 8. Stichiren des Sonntags.
Den Abendgesang und den geistigen Gottesdienst / bringen wir, Christus, dir dar, / denn es hat dir gefallen, / dich unser zu erbarmen // durch die Auferstehung.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Herr, o Herr, verstoß uns nicht / von deinem Antlitz, / sondern lass es dir gefallen, / dich unser zu erbarmen // durch die Auferstehung.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Sei gegrüßt, heiliges Sion, / du Mutter der Kirchen, / du Wohnstatt Gottes; / denn du hast als erste empfangen / die Vergebung der Sünden // durch die Auferstehung.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Der Logos aus Gott, dem Vater, / gezeugt vor den Äonen, / der in den letzten Zeiten / ist Fleisch geworden aus der Jungfrau, / er hat aus freiem Willen / den Kreuzestod auf sich genommen / und errettet den Menschen, / der einstens war dem Tode verfallen, // durch seine Auferstehung.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Deine Auferstehung von den Toten / lobpreisen wir, o Christus, / durch die du hast befreit / das Geschlecht des Adam / aus der Gewaltherrschaft des Hades / und hast der Welt als Gott geschenkt / das ewige Leben // und das große Erbarmen.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Ehre dir, Christus Erretter, / einziggezeugter Sohn Gottes, / ans Kreuz geschlagen / und auferstanden aus dem Grabe // am dritten Tage!
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Dich, o Herr, lobpreisen wir, / der du freiwillig um unsertwillen / hast das Kreuz erduldet, / und wir fallen vor dir nieder, / allmächtiger Erretter. / Verstoß uns nicht von deinem Antlitz, / sondern erhöre und rette uns / durch deine Auferstehung, // du Menschenliebender.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Ton 4. Stichiren des Apostels. (nach: Der du vom Höchsten)
Der die Herzen / der Menschen durchdringt und ergründet, / sah deine gotterfüllte Gesinnung / in göttlichem Vorherwissen und befreite dich / von der Nichtigkeit der Welt, Apostel, / und so machte er dich zu einem Lichte für alle Welt, / um die Enden zu erleuchten / des Erdkreises, denen er auch befohlen hatte, Licht zu werden. / Und sein göttliches Evangelium gar / bist du gewürdigt worden, klar aufzuzeichnen. / Ihn flehe an, dass Errettung finden / und Erleuchtung unsere Seelen.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Der du vom Zöllner / zur Jüngerschaft wurdest berufen, / als dich anredete der anfanglose Logos, / dich aufforderte, ihm zu folgen / und ankündigte die Gemeinschaft des Reiches, / da ließest du alles liegen, Allseligster. / Von Unstetigkeit und Wirrnis / zogest du dich zurück und folgtest entschlossen ihm nach. / Und nun, da du erfüllt bist, o Gottesseher, / von seiner unsagbaren Schau so ganz und gar, / ihn flehe an, dass Errettung finden / und Erleuchtung unsere Seelen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Die Hellsichtigkeit / des Propheten klar und deutlich / hat einstens dich geschaut als heiligen Stein, / welcher sich wälzt auf Erden / und beseitigt die Belagerungsmaschinen des Truges. / Der Logos aber, Allweiser menschgeworden / hat zum Lichte der Welt dich und zum Künder / der Gerechtigkeit und der Wahrheit gemacht, / lichtgeworden durch die Erhellungen / des dreisonnigen Lichtes, du aller Ehren wert. / Ihn flehe an, dass Errettung finden / und Erleuchtung unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Im selben Ton. (Nach eigener Gesangsweise)
Christus, der rief zur himmlischen Jüngerschaft, / folgtest du bereitwillig, o Gotterwählter, / nachdem ein für allemal du hattest beseitigt / alle Nichtigkeit irdischer Besorgnis. / Denn eine Gesinnung würdig des Reiches oben / hast du gehorsam angenommen / und dich losgesagt von niedrigem Wandel und eitlem Ruhme / und bist so vom Zöllner geworden zum Evangelisten, / zum Lichte derer im Dunkel / und zum Geleiter der Verirrten zum Heile. / Nun aber bist du ein eifriger Fürbitter für alle Welt / und ein rettender Beschützer derer, / welche, Matthäus, dich ehren.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Der König der Himmel / ist aus Menschenliebe erschienen auf Erden / und hat mit den Menschen Umgang gepflogen. / Denn aus der reinen Jungfrau / hat er Fleisch angenommen / und ist aus ihr hervorgegangen. / Mit der Annahme des Fleisches ist er der eine Sohn, / zweifach in der Natur, / doch nicht in der Person. / So verkünden wir ihn in Wahrheit / als vollkommenen Gott und vollkommenen Menschen / und bekennen ihn als Christus, unsern Gott. / Ihn bitte, jungfräuliche Mutter, // dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Einzug der Vesper. Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfaß voran.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.
Nun wird das Abend-Prokimenon des Wochentages gesungen.
D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König ... Nach jedem Vers.
Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
D: Der Herr ist König. Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Parimien des Apostels (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten ökumenischen Brief des Petrus.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest die Parimie.
     1 Petr 1, 1 - 2, 6 ( Stelle lesen: 1 Petr 1, 1 bis 1 Petr 2, 6 )
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten ökumenischen Brief des Petrus.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest die Parimie.
     1 Petr 2, 21 - 3, 9 ( Stelle lesen: 1 Petr 2, 21 bis 1 Petr 3, 9 )
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem ersten ökumenischen Brief des Petrus.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest die Parimie.
     1 Petr 4, 1-11 ( Stelle lesen: 1 Petr 4, 1-11 )
Inständige Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Würdige uns, Herr:
     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen. Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen. Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ton 4. Stichiren des Apostels. (nach: Als Edlen unter den Martyrern)
Durch die Posaune deiner Worte / hast du die Menschen versammelt / zur Gotteserkenntnis, Allbesungener, / hast die Zusammenrottungen des Truges / von der Erde vertrieben, / die Gläubigen zu einer einzigen Eintracht geführt / und bittest nun, dass erlöst werden aus Verderben und Gefahren, / die im Glauben begehen / dein stets erhabenes Gedächtnis.
Der mit der feurigen Zunge / des Geistes dich hat ausgerüstet, / hat als kraftvollen Kämpfer dich erwiesen / gegen den Irrtum, Apostel, / nämlich Christus unser Gott, / von dem du empfangen hast die glänzenden Preise der Gnade. / Ihn bitte, dass erlöst werden aus Verderben und Gefahren, / die im Glauben begehen / dein stets erhabenes Gedächtnis.
In die Tiefen des Geistes / bist du vorgedrungen, Apostel, / hast den unvorstellbaren Reichtum wahrgenommen. / Und geschöpft hast du aus demselben / Gnade in reichem Maße / und sie ausgeteilt im Evangelium uns allen. / Und nun bittest du, dass erlöst werden aus Verderben und Gefahren, / die im Glauben begehen / dein stets erhabenes Gedächtnis.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Apostels.
Neige dich zu den Bitten / deiner Diener, du ganz ohne Tadel, / setz ein Ende den Erhebungen unserer Nöte / und befreie uns aus aller Bedrängnis. / Denn dich allein besitzen wir / als sicheren und zuverlässigen Anker, / und wir haben deinen Beistand. / Mögen wir nicht zuschanden werden, Gebieterin, / wenn wir uns an dich wenden: / Eile, für jene zu flehen, / die voll Vertrauen zu dir rufen: / „Sei gegrüßt, Gebieterin, / du aller Hilfe, Freude und Schutz / und du Rettung unserer Seelen.“
Die Ektenie zur Litia. Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 8. Stichiren des Sonntags.
Ans Kreuz bist du, o Christus, hinaufgestiegen, / der du herabgestiegen bist aus dem Himmel, / du bist gekommen zum Tode, / du, das unsterbliche Leben, / zu denen im Dunkel, du, das wahre Licht, / zu den Gefallenen, du, die Auferstehung aller. / Unsere Erleuchtung und unser Erretter, // dir sei die Ehre.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Christus lasst uns lobpreisen, / der erstanden ist von den Toten. / Denn er hat angenommen eine Seele und einen Leib / und sie voneinander getrennt durch das Leiden. / Als nun hinabstieg in den Hades / die unversehrte Seele, / da beraubte er ihn. / Im Grabe aber schaute nicht die Verwesung // der heilige Leib des Erlösers unserer Seelen.
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Mit Psalmen und Hymnen / preisen wir deine Auferstehung / von den Toten, o Christus. / Durch sie hast du uns frei gemacht / von der Gewaltherrschaft des Hades / und als Gott geschenkt das ewige Leben // und das große Erbarmen.
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Du Gebieter über alles, / unbegreiflicher Schöpfer des Himmels und der Erde, / durch das Kreuzesleiden / hast du für mich die Leidenschaftslosigkeit erworben. / Da du das Grab hast angenommen / und bist auferstanden in Herrlichkeit, / hast du mit allgewaltiger Hand / mitauferweckt den Adam. / Ehre sei deiner Erweckung am dritten Tage, / durch welche du uns hast gegeben / das ewige Leben / und die Vergebung der Sünden // als der einzig Barmherzige.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6. Stichire des Apostels.
Von dem Boden äußerster Schlechtigkeit / hast du zur höchsten Höhe der Tugend / gleich einem hochfliegenden Adler / dich emporgeschwungen auf unfassbare Weise, / allgerühmter Matthäus. / Den Spuren Christi, der bedeckt hat die Himmel / mit Herrlichkeit und mit seiner Einsicht / erfüllt hat die ganze Erde, / bist du gefolgt und erschienen / als sein glühender Nachahmer in allem. / Den Frieden hast du im Evangelium verkündet, / das Leben und die Rettung / für jene, die fromm gehorchen den göttlichen Geboten. / In ihnen führe uns des Weges, / auf dass wir wohlgefallen dem Schöpfer, / dich aber selig preisen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 4. Theotokion des Apostels.
Als Fleischgewordenen / hast du den Schöpfer von allem / in deinem Mutterschoße getragen, Gottseligste, / ihn, der neu hat den Menschen geformt, / der vormals in der Übertretung war gefallen durch die Schlange. / Denn Gott, den Logos, hast unsagbar du geboren, o Reine, / und hast befreit von dem Verderben / die ganze gealterte Natur durch dein Gebären. / Darum besingen und lobpreisen wir / deine Huld, o Jungfrau unvermählt, / durch die du schützen wollest und erretten, / welche im Glauben dich ehren.
Gebet des Hl. Simeon:
     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.
Trishagion bis Vater unser:
     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Ton 3. Tropar des Apostels.
Heiliger Apostel und Evangelist Matthäus, / bitte den barmherzigen Gott, / dass er unsern Seelen Vergebung der Sünden gewähre.
An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
Es folgt der 33. Psalm:
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.

ORTHROS

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, tue auf meine Lippen, dass mein Mund Dein Lob verkünde. Zweimal.
Psalm 3: Ach Herr, warum sind so viele, die mich anfechten, so viele, die wider mich aufstehen? Viele sagen von mir: Er hat keine Hilfe bei Gott. Aber Du, Herr, bist mir Schild und Ehre, Du hebest mein Haupt empor. Laut rufe ich zum Herrn, und Er erhört mich von Seinem heiligen Berge. Ich lag und schlief; nun bin ich erwacht, denn der Herr stützet mich. Ich fürchte mich nicht vor viel tausenden Volkes, die sich rings wider mich lagern. Stehe auf, o Herr, hilf mir, mein Gott. Denn Du zerschlägst all meinen Feinden die Backen, der Gottlosen Zähne zerschmetterst Du. Beim Herrn ist die Hilfe. Dein Segen über Deinem Volke.
Ich lag und schlief; nun bin ich erwacht, denn der Herr stützet mich.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Zorne, und züchtige mich nicht in Deinem Grimme. Denn Deine Pfeile haben mich getroffen, und Deine Hand ist auf mich herabgefahren. Nichts Gesundes ist an meinem Fleische ob Deines Grolls, nichts Heiles ist an meinen Gebeinen ob meiner Sünde. Denn meine Missetaten gehen über mein Haupt, wie eine schwere Last erdrücken sie mich. Es riechen und eitern meine Wunden ob meiner Torheit. Ich bin gekrümmt und tief gebeugt, den ganzen Tag gehe ich trauernd einher. Denn meine Lenden sind voll Brandes, und nichts Heiles ist an meinem Fleische. Ich bin gepeinigt und gar sehr gedemütigt; ich stöhne vor Unruhe meines Herzens. Herr, all mein Verlangen liegt offen vor Dir, und mein Seufzen ist Dir nicht verborgen. Mein Herz pocht heftig, meine Kraft hat mich verlassen; auch das Licht meiner Augen ist dahin. Meine Freunde und Gefährten stehen abseits von mir, und meine Nächsten halten sich ferne. Die mir nach dem Leben trachten, legen Schlingen, und die mein Unheil suchen, beschließen Verderben und sinnen auf Arglist den ganzen Tag. Ich aber bin wie ein Tauber ohne Gehör und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut. Ich bin geworden wie einer, der nicht hört und in dessen Mund keine Erwiderung ist. Denn Deiner harre ich, Herr, Du wirst mich erhören, o Herr, mein Gott. Ich spreche: „Dass sich nur nicht freuen meine Feinde über mich und wider mich großtun, wenn mein Fuß wankt.“ Denn ich bin bereit, gegeißelt zu werden, und mein Schmerz verlässt mich nie. Ich bekenne meine Schuld und sorge mich ob meiner Sünde. Aber meine Feinde leben und sind mächtig, und derer, die mich hassen ohne Grund, sind viele. Die mir Gutes mit Bösem vergelten, verurteilen mich, weil ich dem Guten nachjage. Verlass mich nicht, o Herr. Mein Gott, sei mir nicht ferne. Eile mir zu helfen, o Herr, mein Heil.
Verlaß mich nicht, o Herr. Mein Gott, sei mir nicht ferne. Eile mir zu helfen, o Herr, mein Heil.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, früh erwache ich zu Dir; meine Seele dürstet nach Dir. Mein Leib schmachtet nach Dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So habe ich Dich geschaut im Heiligtum, habe gesehen Deine Macht und Herrlichkeit. Denn Deine Gnade ist besser als das Leben; meine Lippen sollen Dich preisen. So will ich Dich loben mein Leben lang, will in Deinem Namen meine Hände erheben. Gleich wie an Mark und Fett ersättige sich meine Seele, und mit jauchzenden Lippen lobpreise mein Mund, wenn ich Deiner auf meinem Lager gedenke, in Nachtwachen über Dich sinne. Denn Du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir, Deine Rechte hält mich fest. Sie aber, die mir vergebens nach dem Leben trachten, werden in die Tiefe der Erde hinabfahren. Sie werden dem Schwerte dahingegeben, die Beute der Schakale werden sie. Doch der König wird sich Gottes freuen, alle, die bei Ihm schwören, werden sich rühmen; denn den Lügnern wird der Mund gestopft.
In Nachtwachen sinne ich über Dich. Denn Du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir, Deine Rechte hält mich fest.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meines Heils, ich rufe um Hilfe bei Tage und schreie des Nachts vor Dir. Laß mein Gebet vor Dich kommen, neige Dein Ohr zu meinem Flehen, Herr. Denn meine Seele ist mit Unheil gesättigt und mein Leben dem Totenreich nahe. Schon zähle ich zu denen, die zur Grube fuhren; ich bin geworden wie ein Mensch ohne Hilfe, entlassen zu den Toten, den Erschlagenen gleich, die im Grabe schlafen, derer Du nicht mehr gedenkst und die von Deiner hilfreichen Hand geschieden sind. Man brachte mich in die unterste Grube, in Finsternis und Schatten des Todes. Schwer lastet Dein Grimm auf mir, all Deine Wogen gehen über mich hin. Meine Freunde hast Du mir entfremdet, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin ausgeliefert und habe keinen Ausweg. Meine Augen erlöschen vor Elend. Ich rufe Dich an, o Herr, den ganzen Tag. Ich strecke meine Hand aus nach Dir. Wirst Du an den Toten Wunder tun? Werden Ärzte sie auferwecken, daß sie Dich preisen? Wird Deine Barmherzigkeit im Grabe verkündigt und Deine Treue im Abgrund? Werden Deine Wunder in der Finsternis kund, Deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens? Darum schreie ich zu Dir, o Herr, und lasse am frühen Morgen mein Gebet vor Dich kommen. Warum, Herr, verstoßest Du meine Seele, verbirgst Dein Antlitz vor mir? Arm bin ich und mühselig von Jugend auf, erhöht und doch gedemütigt und betrübt. Dein Zorn geht über mich hin, Deine Schrecknisse vernichten mich. Sie umfluten mich wie Wasser den ganzen Tag; sie umringen mich allzumal. Den Freund und Gefährten hast Du mir entfremdet, mein Vertrauter ist die Finsternis.
O Herr, Du Gott meines Heils, ich rufe um Hilfe bei Tage und schreie des Nachts vor Dir. Laß mein Gebet vor Dich kommen, neige Dein Ohr zu meinem Flehen, Herr.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all seine Vergeltungen. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat er dem Moses seine Wege, den Söhnen Israels seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr sein Erbarmen stark gemacht über denen, die ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die ihn fürchten. Denn er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die ihn fürchten. Und seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die seinen Bund bewahren und seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat seinen Thron im Himmel bereitet, und sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf seiner Worte. Segnet den Herrn, all seine Mächte, seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all seine Werke; an jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
„Gott ist der Herr“ wird im Ton des Tages gesungen:
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropare der Tagesfeste.
Ton 8. Tropar des Sonntags.
Aus der Höhe bist du herabgestiegen, o Barmherziger, / hast das dreitägige Grab angenommen, / um uns von den Leiden zu befreien. // Du unser Leben und unsere Auferstehung, Herr, Ehre sei dir!
Aus der Höhe bist du herabgestiegen, o Barmherziger, / hast das dreitägige Grab angenommen, / um uns von den Leiden zu befreien. // Du unser Leben und unsere Auferstehung, Herr, Ehre sei dir!
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 3. Tropar des Apostels.
Heiliger Apostel und Evangelist Matthäus, / bitte den barmherzigen Gott, / dass er unsern Seelen Vergebung der Sünden gewähre.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Theotokion des Sonntags.
Dich, die da vermittelt das Heil unseres Geschlechtes, / besingen wir, Gottesgebärerin Jungfrau. / Denn im Fleische, das er aus dir angenommen, / unterzog sich dein Sohn und unser Gott / durch das Kreuz dem Leiden / und erlöste uns aus dem Verderben // als der Menschenliebende.
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalme 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Sonntags.
Du bist erstanden von den Toten, du, das Leben aller. / Und ein Engel des Lichtes rief den Frauen zu: / Machet ein Ende den Tränen, bringt den Aposteln die frohe Botschaft. / Singet und rụfet: Auferstanden ist Christus, der Herr, // dem es hat gefallen zu retten als Gott das Geschlecht der Menschen.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
Erstanden aus dem Grabe fürwahr hast du aufgetragen den frommen Frauen / zu künden die Erweckung den Aposteln, wie es steht geschrieben. / Petrus aber begab sich eilends zum Grabmal / und als er das Licht erblickte, geriet er in Erstaunen. / Darum sah er auch die Schweißtücher in ihm liegen / alleine ohne den göttlichen Leib und rief aus im Glauben: / Ehre dir, Christus Gott, denn du rettest alle, // unser Erretter, denn du bist der Abglanz des Vaters.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die himmlische Pforte und Lade, den allheiligen Berg, / die lichtglänzende Wolke, wir wollen sie besingen, / die himmlische Leiter, das geistige Paradies und Evas Erlösung, / des ganzen Erdkreises große Kostbarkeit. / Denn in ihr ward Rettung der Welt gewirkt und Vergebung der alten Vergehen. / Darum laßt uns ihr rufen: Bitte Christus Gott, daß Vergebung // der Sünden geschenkt werde denen, die fromm verehren dein Gebären.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalme 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Sedalen des Sonntags.
Menschen haben das Grab, o Retter, versiegelt, / Engel aber den Stein hinweggewälzt von dem Eingang. / Frauen dich schauten als Erweckten von den Toten / und taten kund deinen Jüngern auf dem Sion, / daß du bist erstanden, das Leben aller, // und gelöst sind die Fesseln des Todes;. Herr Ehre sei dir.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Als die Salben für das Begräbnis brachten die Frauen, / da vernahmen sie den Ruf des Engels aus dem Grabe: / Machet ein Ende den Tränen; anstelle der Trauer bringet Freude. / Singet und rufet: Auferstanden ist Christus der Herr, // dem es hat gefallen zu retten als Gott das Geschlecht der Menschen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
An dir, du Begnadete, freut sich alle Schöpfung, / der Engel Schar und der Menschen Geschlecht, / du geheiligter Tempel, du geistiges Paradies/ und jungfräulicher Ruhm, aus welchem Gott ward Fleisch, / ja, der unser Gott ist vor Ewigkeit, ein Kindlein. / Denn zum Thron machte er deinen Schoß und deinen Mutterleib weiter als die Himmel. / An dir, du Begnadete, freut sich alle Schöpfung; Ehre sei dir.
An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
An großen Festen wird eine Hochpreisung gesungen.
Hochpresiung des Apostels.
Wir hochpreisen dich, / heiliger Apostel und Evangelist Matthäus, // und wir ehren deine Krankheiten und Mühen, / mit denen du dich gemüht hast, / in der Verkündigung Christi.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Ipakoi.
Die Frauen, die trugen die Myrrhen, fanden sich ein am Grabe des Lebenspenders / und suchten den unsterblichen Gebieter unter den Toten. / Da sie aber die Freudenbotschaft empfangen hatten von dem Engel, / taten sie kund den Aposteln: Der Herr ist erstanden, // er, der gewährt der Welt das große Erbarmen.
Ton 8. Stufengesänge (Stepenny).
1. Antiphon (nach Ps 128)
Von meiner Jugend an versucht mich der Feind und versengt mich durch die Begierden. Ich aber schlage ihn zurück, o Herr, im Vertrauen auf dich.
Die da hassen Sion, sollen werden wie Gras, bevor man es ausreißt. Denn Christus wird ihre Nacken zerschlagen mit der Schärfe der Qualen.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist hat alles sein Leben. Licht vom Licht ist er und großer Gott. Mit dem Vater besingen wir ihn und dem Logos.

2. Antiphon (nach Ps 130)
Mein Herz finde demütig Zuflucht in deiner Furcht. Nicht wende es sich hochmütig ab von dir, Allbarmherziger.
Wer auf den Herrn gesetzt hat die Hoffnung, wird sich nicht fürchten, wenn mit Feuer das All er richtet und straft.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist sieht und weissagt jeder Gotterfüllte, wirkt Höchstes im Wunder und besingt in den Dreien den Einen Gott. Denn wenn auch dreifach sie strahlt, so herrscht die Gottheit doch als die eine.

3. Antiphon (nach Ps 129)
Ich rufe zu dir, o Herr; achte darauf; neige dein Ohr mir zu, der ich rufe, und mach mich rein, bevor du mich wegnimmst von hier.
Jeder, der eingeht in seine Mutter, die Erde, wird wiederkehren, um zu empfangen die Peinen oder den Lohn für das, was er im Leben getan.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist ist die Gottheit eine dreiheilige Einheit: der Vater nämlich ursprungslos, aus dem ward zeitlos gezeugt der Sohn, und der Geist gleicher Gestalt, gleichen Thrones und mithervorleuchtend aus dem Vater.

4. Antiphon (nach Ps 132)
Siehe, was ist schön und was erfreulich, wenn nicht das Zusammenwohnen von Brüdern? Denn darin hat der Herr verheißen ewiges Leben.
Sich nicht um die eigene Kleidung zu sorgen hat geboten, der da ziert die Lilien des Feldes.
Ehre, Jetzt.
Im Heiligen Geist als dem einen Urgrund hat alles friedvoll seinen Bestand. Denn Gott ist er, wesensgleich dem Vater und dem Sohne als Herr.
Prokimenon und Lesung des Evangeliums.
D: Weisheit. P: Friede allen. Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Ton 8. Prokimenon des Sonntags.
D: Herrschen wird der Herr in Ewigkeit, dein Gott, Zion, von Geschlecht zu Geschlecht.
     Ch: Herrschen wird der Herr…
Vers: Lobe, meine Seele, den Herrn, loben will ich den Herrn mein Leben lang.
     Ch: Herrschen wird der Herr…
D: Herrschen wird der Herr in Ewigkeit. Ch: Dein Gott, Zion, von Geschlecht zu Geschlecht.
D: Lasst uns beten zum Herrn. Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat. Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk. Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Drittes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit, als Jesus aber früh am ersten Tag der Woche auferstanden war, erschien er zuerst Maria Magdalene, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Jene ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, welche trauerten und weinten. Und als jene hörten, dass er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht. Danach aber machte er sich zweien von ihnen, die unterwegs waren, in anderer Gestalt offenbar, als sie aufs Land gingen. Und jene gingen hin und verkündeten es den übrigen; auch jenen glaubten sie es nicht. Später machte er sich den Elfen selbst offenbar, als sie zu Tische lagen, und er schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, dass sie denen, die ihn auferweckt geschaut, nicht geglaubt hatten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget der ganzen Schöpfung das Evangelium. Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig geblieben ist, wird verurteilt werden. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; sie werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen keineswegs schaden; auf Kranke werden sie die Hände auflegen, und es wird ihnen wohl gehen. Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber gingen aus und predigten überall, wobei der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauffolgenden Zeichen. Amen.
(Mk 16, 9-20)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen:
Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.
Psalm 50: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6, Verse zum Sonntag.
Ehre: Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Jetzt: Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6, Stichire des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabe, / wie Er vorhergesagt, / hat Jesus uns gegeben das ewige Leben / und das große Erbarmen.
Ektenie zum Polyleos:
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Sonntagskanon, Ton 8.
Den Wagenkämpfer Pharao / versenkte einstens in die Tiefe / der Stab des Moses wundertätig, / der in dem Zeichen des Kreuzes / da schlug und teilte das Meer auseinander; / doch das zu Fuß flüchtende Israel bewahrte er, // das einen Hymnus Gott stimmte an.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Christi allgewaltige Gottheit, / wie sollten wir sie nicht bewundern, / die aus den Leiden den Gläubigen allen / läßt die Leidenschaftslosigkeit / und die Unvergänglichkeit sprudeln / und aus der heiligen Seite strömen die unsterbliche Quelle // und aus dem Grabe das ewige Leben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie vollendet ist den Frauen / der Engel nun erschienen, / da er trägt die strahlenden Zeichen / seiner unstofflichen Reinheit, / die von Natur aus ihm ist eigen. / Durch die Gestalt jedoch den Glanz der Auferstehung er kündet // und ruft: Erstanden ist der Herr!
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
So Ruhmvolles ward über dich in den Geschlechtern / der Geschlechter gesprochen, / die du hast Gott dem Logos / im Leibe Raum gegeben / und bist die Reine doch geblieben, / Gottesgebärerin Jungfrau, darum nach Gott wir preisen // dich als unsern Beistand alle.
Ode 3
Sonntagskanon, Ton 8.
Der du gefestigt hast zu Anfang die Himmel in Einsicht / und hast die Erde auf Wasser gegründet, / auf den Felsen fest, o Christus, deiner Gebote mich stelle; // denn keiner außer dir ist heilig, allein Menschenliebender.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Den durch das Kosten der Sünde verdammten Adam / hat deines Fleisches heilbringendes Leiden / gerechtfertigt, o Christus, denn selber warst du offenkundig // nicht unterworfen dem Zugriff des Todes, du Sündeloser.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Aufgestrahlt ist das Licht der Auferstehung denen, die saßen / im Dunkel und Schatten des Todes, / er, Jesus, mein Gott, und hat durch seine Gottheit // den Starken gebunden und ihn beraubt seiner Rüstung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Erhabener als die Cherubim und Seraphim wardst du erwiesen, Gottesgebärerin. / Denn du hast einzig empfangen / den unumschränkbaren Gott in deinem Schoße, Unbefleckte. // So preisen wir Gläubigen alle stets in Liedern dich selig.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ode 4
Sonntagskanon, Ton 8.
Du meine Stärke, du meine Kraft, o Herr, / o du mein Gott, du mein Frohlocken, / du hast den Schoß des Vaters nicht verlassen / und unsre Armut gleichwohl heimgesucht. / Mit dem Propheten Habakuk ich darum dir rufe: // Deiner Macht sei Ehre, du Menschenliebender.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Weil du gar sehr mich hast geliebt, obwohl ich feind dir gewesen, / bist du herabgestiegen in Entäußerung wunderbar / auf die Erde, barmherziger Erretter, / hast dich nicht abgewandt von meines Elends Überheblichkeit. Und doch verblieben in der Höhe deiner unsagbaren Herrlichkeit // hast du den einst Entehrten verherrlicht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wer erschauert nicht, wenn er schaut, o Gebieter, / wie durch das Leiden der Tod wird vernichtet, / wie durch das Kreuz verschwindet das Verderben / und durch den Tod sein Reichtum dem Hades geht verloren? / Dies ist deiner, des Gekreuzigten, göttlicher Wirkmacht // ungeheure Tat, Menschenliebender.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du bist, Unvermählte, der Gläubigen Rühmen, / du bist die Hilfe, du die Zuflucht / der Christen, du Mauer und Hafen. / Du trägtst, Alluntadelige, zu deinem Sohne die Bitten; / und so rettest du aus Gefahren, die in Glauben und Liebe // dich erkennen als reine Gottesgebärerin.
Ode 5
Sonntagskanon, Ton 8.
Warum hast du mich verstoßen / von deinem Angesicht, o Licht, das nie untergeht, / und hat bedeckt das fremde Dunkel mich Armen? / Doch bringe mich zur Umkehr / und hin zum Lichte deiner Gebote // lenk, so bitt ich, meine Wege.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du ertrugest es bekleidet zu werden / mit einem Mantel vor deinem Leiden, Erretter, zum Spotte, / um zu verhüllen des Erstgeschaffenen schändliche Blöße, / und nackt geschlagen zu werden / an das Kreuz, um auszuziehen // ihm, Christus, das Kleid des Todes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du hast aus dem Staube des Todes, / als du erstandest, mein gefallenes Wesen / wiederhergestellt und ihm Unsterblichkeit verliehen / und hast es wiederum erwiesen / als ein königliches Bildnis, // das erstrahlt vom Licht der Unvergänglichkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die du mütterlichen Freimut / vor deinem Sohne besitzest, Allreine, / laß nicht ab von der verwandtschaftlichen Sorge / für uns, so bitten wir Christen; / denn allein auf dich wir uns berufen // beim Gebieter als heilsame Sühnung.
Ode 6
Sonntagskanon, Ton 8.
Sei gnädig mir, o Retter, / denn meiner Sünden sind gar viele. / Und aus der Tiefe des Bösen empor, so bitte ich, mich führe; / denn zu dir habe ich gerufen, und erhöre mich, // du Gott meines Heiles.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch das Holz hat mich der Böse von Anbeginn / gewaltsam überwunden. / Doch ans Kreuz gehängt, hast du, o Christus, / ihn noch gewaltiger niedergeworfen, ihn zur Schau gestellt, // mich Gefallenen aber wiederaufgerichtet.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erbarmt hast du dich des Sion, / hervorgegangen aus dem Grabe, / hast durch dein Blut geschaffen das neue anstelle des alten / als der Barmherzige und herrschest nun // in ihm in die Äonen, o Christus.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O daß errettet wir doch werden / vor schlimmen Sünden durch deine Bitten, reine Gottesmutter, und die göttliche Erleuchtung / vom Sohne Gottes erlangen, Allreine, // der aus dir unsagbar ist Fleisch geworden.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 8. Kondak des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabmal hast du die Toten erweckt / und auferstehen lassen den Adam. / Eva tanzt in deiner Auferstehung / und es feiern das Fest die Enden der Welt // ob deiner Erweckung von den Toten, du Vielbarmherziger.
Ikos.
Das Reich des Hades hast du geplündert, o Langmütiger, und auferstehen lassen die Toten, / bist den myrrhetragenden Frauen begegnet und hast ihnen anstelle der Trauer Freude gebracht. / Den Aposteln hast du kundgetan die Zeichen des Sieges, mein Erretter, du Spender des Lebens. / Und die Schöpfung hast du erleuchtet, Menschenliebender, weswegen auch der Kosmos einstimmt in die Freude // ob deiner Erweckung von den Toten du Vielbarmherziger.
Ode 7
Sonntagskanon, Ton 8.
Den Herabstieg Gottes scheute / einstens in Babylon das Feuer. / Aus diesem Grunde tanzten im Reigen / die Knaben in dem Ofen, / als seien sie auf einer Wiese, / freudigen Fußes und sangen: // Gepriesen bist du, o Gott unsrer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die gepriesene Entäußerung, o Christus, / der Reichtum göttlich deiner Armut / versetzt in Schrecken und Staunen die Engel, / die dich ans Kreuz genagelt sehen, / um jenen Rettung zu schaffen, / die da im Glauben rufen: // Gepriesen bist du, o Gott unsrer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Durch deinen göttlichen Hinabstieg / wurde die Unterwelt mit Licht erfüllt, und das vormals verfolgende Dunkel. / Darum erstanden jene, / die von jeher waren gefesselt, / und hoben lauthals an zu rufen: // Gepriesen bist du, o Gott unsrer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als aller Herrn, doch Vater des einen, / einziggezeugten Sohnes alleine / wir dich auf orthodoxe Weise / göttlich lobpreisen und künden / in der Erkenntnis auch des einen / aus dir hervorgehenden Geistes, // der recht ist, gleichen Wesens und mitewig.
Ode 8
Sonntagskanon, Ton 8.
In siebenfacher Stärke / ließ der Tyrann der Chaldaer / den Gottesverehrern den Ofen heizen im Wahne. / Doch als er sah, wie sie von einer Macht, / die war stärker, wurden errettet, / da rief er aus: Den Bildner / und Erlöser, ihr Knaben, lobpreiset, / ihr Priester, stimmet den Hymnus an, // erheb ihn hoch, o Volk, in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die Macht so überaus göttlich, / die Jesu Gottheit ist eigen, / ist in unserer Natur gottwürdig aufgestrahlt. / Denn da im Fleisch er hat verkostet, für das A11 den Tod am Kreuze, / hat er des Hades Kraft vernichtet. / Unaufhörlich ihn, ihr Knaben lobpreiset, / ihr Priester, stimmet den Hymnus an, // erheb ihn hoch, o Volk, in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Der Gekreuzigte ist auferstanden; / der Prahler ist gefallen; / der Gestürzte und Zerschlagene ward wieder aufgerichtet; / verbannt ist das Verderben, / und die Unvergänglichkeit ist aufgeblüht. Es ward das Sterbliche verschlungen/ vom Leben; ihr Knaben lobpreiset;/ ihr Priester, stimmet den Hymnus an;// erheb ihn hoch, o Volk, in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die dreilichtige Gottheit, / die läßt erstrahlen aus der einen / dreipersönlichen Natur ein einziges Glänzen, / den ursprungslosen Vater / und den Logos gleicher Natur dem Vater, samt dem mitherrschenden Geiste, / dem wesensgleichen, ihr Knaben lobpreiset, / ihr Priester stimmet den Hymnus an, // erheb ihn hoch, o Volk, in alle Ewigkeit.
Vor der Altarikone ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Lied der allheiligen Gottesgebärerin.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain:Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Sonntagskanon, Ton 8.
Außer sich geriet darüber der Himmel / und es erschraken die Enden der Erde, / daß Gott erschienen ist den Menschen im Leibe / und daß dein Schoß ist weiter geworden als die Himmel. / Darum dich, o Gottesgebärerin, / der Engel und der Menschen // Anführer hoch erheben.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Deiner göttlichen Natur nach einfach, der anfanglosen, / wardst du zusammengesetzt durch die Annahme des Fleisches, / hast deiner Person es eingefügt, o Logos Gottes. / Und wie als Mensch du hast gelitten, so bist als Gott du leidlos geblieben. / Darum ungeteilt und unvermischt / wir in zwei Naturen // dich hoch erheben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ihn, der dein Vater ist dem göttlichen Wesen nach, / nanntest du Gott, als Mensch du warest geworden / der Natur nach, o Höchster, um zu den Knechten herabzusteigen; / doch aus dem Grabe erstanden hast du zum Vater der Erdgeborenen / aus Gnade ihn gemacht, der seiner Natur nach / ist Gott sowohl als auch Gebieter. // Mit ihm wollen wir hoch dich erheben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du bist erschienen, o Jungfrau, als Mutter Gottes, / weil du geboren hast übernatürlich im Leibe / den guten Logos, den aus seinem Herzen / hat als der Gute hervorgehen lassen der Vater vor allen Äonen. / Ihn auch nunmehr allem Leiblichen / enthoben wir erkennen, // auch wenn er den Leib hat angenommen.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Dass Christus auferstanden ist, / daran soll niemand zweifeln. / Denn der Maria er erschien, / ward dann geschaut von jenen, / die wanderten hin übers Land, / zeigt nochmals sich den Jüngern, / den Elfen, die lagen zu Tisch, / sandte sie aus zu taufen, / fuhr in die Himmel auf, woher / er war herabgestiegen, / bestätigt die Verkündigung / mit seiner Zeichen Fülle.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion zum Exapostelarion.
O Sonne, aufgegangen bist / du wie aus dem Gemache / der Bräutigam heut aus dem Grab / und hast beraubt den Hades. / Entkräftet hast du auch den Tod / auf Bitten deiner Mutter. / Das Licht, so send es aus zu uns, / das Licht, welches die Herzen / und Seelen helle macht, das Licht, / das alle weist zu schreiten / auf Pfaden deiner Anordnung / und auf des Friedens Wegen.
1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: An ihnen zu vollziehen geschriebenes Gericht. Herrlichkeit ist dies für all Seine Heiligen.
Ton 8. Stichiren des Sonntags.
O Herr, / wenn auch vor Gericht du standest / und wurdest von Pilatus verurteilt, / so hast du doch den Thron nicht verlassen, / auf dem du sitzest mit dem Vater. / Und erstanden von den Toten / hast du die Welt befreit / von der Knechtschaft des Feindes // als der Barmherzige und Menschenliebende.
Psalm 150: Lobet den Herrn in seinen Heiligen, lobet Ihn in Seiner starken Feste.
O Herr, / wenn auch als Toten ins Grabmal / die Juden dich legten, / so bewachten dich doch die Soldaten / als schlafenden König / und als Schatzkammer des Lebens / versiegelten sie es mit einem Siegel. / Doch du erstandest und gewährtest // Unvergänglichkeit, unsern Seelen.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner mächtigen Taten, lobet Ihn nach der Fülle Seiner Macht.
O Herr, / du hast als Waffe gegen den Teufel / dein Kreuz uns' gegeben. / Denn er bebt und zittert, weil er nicht kann ertragen, / seine Macht anzusehen. / Denn es richtet auf die Toten / und hat den Tod vernichtet. / Darum nun wir verehren // dein Grab und deine Erweckung.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaunen; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Als dein Engel, o Herr, verkündete / die Auferstehung, / da stürzte er in Schrecken die Wachen. / Zu den Frauen aber sprach er und sagte: / Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? / Es ist auferstanden, denn er ist Gott, // und hat dem Erdkreis geschenkt das Leben.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauken und Reigen, lobet Ihn mit Saitenspiel und Schalmei.
Durch das Kreuz hast du gelitten, / du Leidloser der Gottheit nach, / hast das dreitägige Grab angenommen, / um uns zu befreien / aus der Knechtschaft des Feindes / und uns unsterblich und lebendig zu machen, / Christus Gott, durch deine Auferstehung, // du Menschenliebender.
Lobet Ihn mit klingenden Zimbeln, lobet Ihn mit jubelnden Zimbeln. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Ich verehre und ich rühme / und besinge, o Christus, / deine Auferstehung aus dem Grab. / Durch sie hast du uns frei gemacht, von den unlösbaren Fesseln des Hades / und als Gott der Welt gegeben / das ewige Leben // und das große Erbarmen.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
Dein lebenfassendes Grabmal / ließen beobachten die Frevler / von der Wache und brachten ein Siegel an. / Du aber als unsterblicher Gott / und als Allgewaltiger // bist erstanden am dritten Tage.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Als du kamest, o Herr, an die Pforten / des Hades und sie schlugest in Trümmer, / da rief aus der Gefangene: Wer ist doch dieser, / daß er nicht etwa verdammt ist ins Unterste der Erde, / sondern abbricht gleich einem Zelte / das Verließ des Todes. / Empfangen hab' ich ihn als Toten / und vor ihm als Gott ich erbebe. // Allmächtiger Erretter, erbarme dich unser.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 3. Stichire zum Sonntagsevangelium.
Maria von Magdala brachte die Botschaft von der Auferstehung / des Erretters von den Toten und seinem Erscheinen. / Weil ihr nicht glauben wollten die Jünger, / wurden sie gescholten wegen der Härte ihrer Herzen. / Doch ausgerüstet mit Zeichen und Wundern / wurden sie ausgesandt zur Verkündigung. / Du selber, o Herr, wurdest hinaufgenommen / zum Vater, dem Urquell des Lichtes. / Sie aber verkündeten das Wort allerorten, / beglaubigt durch die Wunder. / So lobpreisen wir, durch sie erleuchtet, / deine Auferstehung von den Toten, / o Herr, du Menschenliebender.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
Große Doxologie.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 2. Tropar des Sonntags.
Als du warst auferstanden aus dem Grabe und zerrissen hattest die Fesseln, / da hast du aufgehoben / das Todesurteil, o Herr, / und alle befreit aus den Schlingen des Feindes. / Du hast dich gezeigt deinen Aposteln, / sie ausgesandt zur Verkündigung / und durch sie deinen Frieden gewährt dem Erdkreis, // du vielerbarmer allein.
Inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.
Entlassung:
D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
VIGIL

Lesungen aus der Heiligen Schrift.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




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