Gottesdienst am Sonntag, dem 22. November (alter Stil)
Bild des Tagesheiligen

Wir gedenken heute:
Heilige: Märtyrer ONESIPHOROS und PORPHYRIOS von Ephesus; Hl. MATRONA, Äbtissin von Konstantinopel; Hl. THEOKTISTΑ von Lesbos; Neomärt. PARTHENIOS, Bischof von Ananjewsk; Neomärtt. KONSTANTIN, DEMITRIUS, NESTOR, THEODOR, KONSTANTIN, VIKTOR, ELIJA, die Priester, Joseph der Diakon und ehrw. Mrt. ALEXIOS; Märtyrer ALEXANDER von Thessaloniki; Märtyrer ANTONIOS von Apamea; Hl. JOHANNES der Kurze von Ägypten; Hl. EUSTOLIA und SOSIPATRA von Konstantinopel; Hl. SIMEON Metaphrastes; Hl. ONISIPHOROS, der Bekenner vom Kiever Höhlenkloster; Hll. EUTHYMIOS und NEOPHYTOS, Serben vom Berg Athos; Hl. NEKTARIOS Kephalas, Metropolit von Pentapolis; Märtyrer NARSES und ARTEMONOS; Hl. Mönch HELLADIOS; Fest der Gottesmutterikone "Die Schnellhörende"
24. Sonntag nach Pfingsten. Ton 7.
Länge:   Texte:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch. Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Klerus: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.
Psalm 103, Eingangspsalm. Nur ausgewählte Verse.
     Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Kathisma am Abend „Selig der Mann“. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Ton 7. Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es werden die angefallenen Stichiren gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Kommt, lasst uns jubeln dem Herrn, / der gebrochen hat die Macht des Todes / und erleuchtet das Geschlecht der Menschen, / und mit den Körperlosen lasst uns rufen: // „Unser Bildner und Erretter, Ehre sei dir.“
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Das Kreuz hast du auf dich genommen, Erretter, / und das Grab um unsertwillen. / Durch den Tod hast du als Gott den Tod getötet. / So verehren wir deine Auferstehung am dritten Tage. // O Herr, Ehre sei dir.
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Als die Apostel schauten die Erweckung des Bildners, / da erstaunten sie und riefen aus den Lobpreis der Engel: / „Dies ist der Ruhm der Kirche, / dies ist der Reichtum des Reiches. // Der du für uns gelitten, Herr, Ehre sei dir.“
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Wenn auch Hand an dich legten, o Christus, gesetzlose Leute, / so bist du doch mein Gott, und ich schäme mich nicht. / Gegeißelt wurde dir der Rücken, ich leugne es nicht. / Ans Kreuz wurdest du genagelt, ich verhehle es nicht. / In deiner Auferweckung aber rühme ich mich. / Denn dein Tod ist mein Leben. // Allmächtiger und menschenliebender Herr, Ehre sei dir.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Ton 8. Stichiren der Märtyrer. (nach: O des unfassbaren Wunders)
Martyrer-Kämpfer, du seliger, / du hast dich bekannt zu Christus Gott, / da du hast fest entschlossen vor dem Richterstuhl / der Gesetzlosen den Kampf aufgenommen, Onesiphóros. / Denn den Peitschenschlägen hast du dich unterzogen / und den Verbrennungen am ganzen Leibe. / Darum hat dich gekrönt mit dem Kranze des Sieges / mit lebenschaffender Hand, Allbesungener, / er, der Lebenspender.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Martyrer-Kämpfer Porphýrios, / mit den Farben des Blutes / hast du deinem Purpurkleide gegeben / seine Färbung in Gnade und der Kraft des Geistes. / Mit ihm angetan bist du glanzvoll erschienen / und hast Anteil an der Herrschaft / unseres einzigen Gottes auf ewig, Gepriesener. / Zu ihm flehe inständig allezeit,/ dass er uns errette.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
Martyrer hochbewundernswert,/ ob des Lebens aller / habt ihr heilig den Tod erlitten / willig ausgestreckt auf dem glühenden Roste / und angebunden von Pferden geschleift / habt ihr dem gottwürdigen Ende euch unterzogen./ Darum werdet ihr gerühmt und seliggepriesen,/ die ihr allezeit für uns bittet, / ihr immerdar Seligsten.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
Ton 4. Stichiren der frommen Mutter. (Als Edlen unter den Märtyrern)
Die Wallungen des Fleisches / hast du durch die Mühen des Kampfes / nach Philosophenart niedergerungen / und bist Christus nachgefolgt, / hast gewohnt, o Matrona, / unter den frömmsten Asketen und hast ausgelöscht / den Zunder der Lüste durch heilige Ströme von Tränen / und hast flammende Liebe / zum Schöpfer entzündet.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Ein heiliges Kloster / zur Errettung vieler / hast du errichtet für Gott, da du geworden / ein Tempel des Geistes, Allweise / durch die Reinheit der Seele. / Gewiesen hast du den Leuten die mühevollen Wege / der Askese und hast sie dargebracht als Gabe / gerettet dem Gebieter. / Mit ihnen wir gläubig dich preisen.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Die Jungfrauen, sie liebten / den Bräutigam und Herren,/ da deiner Lehre Gehorsam sie erzeigten, / und da sie von sich wiesen die Eitelkeit / des Fleisches im Geiste,/ beherrschten sie die Leidenschaften frommen Mutes / und wurden eingelassen mit dir in den himmlischen Hochzeitssaal / des Bräutigams, Matrona,/ in überaus großer Freude.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 7. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Als Mutter wurdest du erkannt, Gottesgebärerin, / über der natürlichen Ordnung, / und doch bist du Jungfrau geblieben / über Verstand und Einsicht. / Das Wunder deines Gebärens / kann keine Zunge erklären. / Denn unfassbar ist das Empfangen, o Reine, / und unbegreiflich die Weise des Gebärens. / Denn wo Gott will, wird die Ordnung der Natur überwunden. / So flehen inständig wir alle, die erkennen, / dass du bist die Mutter Gottes: // Bitte um die Rettung unserer Seelen.
Einzug der Vesper. Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfaß voran.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.
Nun wird das Abend-Prokimenon des Wochentages gesungen.
D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König ... Nach jedem Vers.
Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
D: Der Herr ist König. Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Inständige Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Würdige uns, Herr:
     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen. Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen. Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ton 2. Stichiren des Sonntags. (Gottesmutterstichiren des Paulus von Amorium)
Du bist der Engel Freude, / du bist der Ruhm der Menschen, / du der Gläubigen Hoffnung, / und unser Beistand, Gebieterin ganz ohne Tadel. / Zu dir flüchten wir uns und rufen im Glauben: / O dass doch durch deine Bitten / von den Pfeilen des Feindes, / von der Trauer, die verdirbt die Seele, / und von jeder Bedrängnis / befreit werden mögen alle, // die dich rühmen, du Gottesbraut.
Du bist mir Hoffnung, Gottesgebärerin, / du bist mir Hilfe, Mauer und Zuflucht, / allbesungene Gebieterin, / die du der Welt als Retter / Gott im Fleische hast geboren, / ohne des Mannes kundig zu sein. / Mach uns frei durch deine Bitten / von den Versuchungen, die uns bedrängen, / von Widerwärtigkeiten und Nöten, // du einzige Zuflucht der Christen.
Ton 7.
Erfüllt hat Christus die Weissagung des David, / da seine Majestät er auf dem Sion den Jüngern enthüllte, / und sich erwiesen als der Gelobte und Verherrlichte / allzeit mit dem Vater und dem Heiligen Geiste, / als der vormals fleischlose Logos, / der aber nachmals Fleisch geworden um unsertwillen, / der als Mensch den Tod hat verkostet, / doch in Macht ist auferstanden // als der Menschenliebende.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Besänftige das Trachten meines Fleisches, / die Flamen meiner Leidenschaften lösche, / nimm von mir, Gottesgebärerin, / die böse Glut meines Strebens / und meine hartnäckige Neigung wende, / о Jungfrau, weg von aller dämonischen Begierde, / auf daß ich in der Ruhe des Herzens / und in der Leidenschaftslosigkeit meiner Seele // dich in Hymnen lobpreise, du Allbesungene.
Die Ektenie zur Litia. Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Auferstanden bist du aus dem Grabe, / der Welt Erretter, / und hast mitauferweckt die Menschen / mit deinem Fleische. // O Herr, Ehre sei dir.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Ihn, der ist auferstanden von den Toten / und hat alles erleuchtet, / kommt, wir wollen ihn verehren! / Denn er hat uns befreit von der Gewaltherrschaft des Hades / durch seine Auferweckung am dritten Tage / und uns geschenkt das Leben // und das große Erbarmen.
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Hinab in den Hades bist du gestiegen / und hast den Tod ausgeplündert, o Christus. / Am dritten Tage bist du auferstanden / und hast uns mitauferstehen lassen, die wir preisen / deine allgewaltige Erweckung, // o Herr, du Menschenliebender.
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Furchtbar, o Herr, erschienest du, / als du lagest im Grabe als Schlafender. / Doch bist du erstanden am dritten Tage als der Mächtige / und hast mitauferstehen lassen den Adam, / der da ruft: „Ehre deiner Auferstehung, // du allein Menschenliebender.“
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags.
Unter deinen Schutz, o Gebieterin, / fliehen wir Erdgeborenen alle und rufen zu dir: / Gottesgebärerin, du unsere Hoffnung, / erlöse uns alle aus unermesslichen Missetaten // und errette unsere Seelen.
Gebet des Hl. Simeon:
     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.
Trishagion bis Vater unser:
     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
Es folgt der 33. Psalm:
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.

ORTHROS

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, tue auf meine Lippen, dass mein Mund Dein Lob verkünde. Zweimal.
Psalm 3: Ach Herr, warum sind so viele, die mich anfechten, so viele, die wider mich aufstehen? Viele sagen von mir: Er hat keine Hilfe bei Gott. Aber Du, Herr, bist mir Schild und Ehre, Du hebest mein Haupt empor. Laut rufe ich zum Herrn, und Er erhört mich von Seinem heiligen Berge. Ich lag und schlief; nun bin ich erwacht, denn der Herr stützet mich. Ich fürchte mich nicht vor viel tausenden Volkes, die sich rings wider mich lagern. Stehe auf, o Herr, hilf mir, mein Gott. Denn Du zerschlägst all meinen Feinden die Backen, der Gottlosen Zähne zerschmetterst Du. Beim Herrn ist die Hilfe. Dein Segen über Deinem Volke.
Ich lag und schlief; nun bin ich erwacht, denn der Herr stützet mich.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Zorne, und züchtige mich nicht in Deinem Grimme. Denn Deine Pfeile haben mich getroffen, und Deine Hand ist auf mich herabgefahren. Nichts Gesundes ist an meinem Fleische ob Deines Grolls, nichts Heiles ist an meinen Gebeinen ob meiner Sünde. Denn meine Missetaten gehen über mein Haupt, wie eine schwere Last erdrücken sie mich. Es riechen und eitern meine Wunden ob meiner Torheit. Ich bin gekrümmt und tief gebeugt, den ganzen Tag gehe ich trauernd einher. Denn meine Lenden sind voll Brandes, und nichts Heiles ist an meinem Fleische. Ich bin gepeinigt und gar sehr gedemütigt; ich stöhne vor Unruhe meines Herzens. Herr, all mein Verlangen liegt offen vor Dir, und mein Seufzen ist Dir nicht verborgen. Mein Herz pocht heftig, meine Kraft hat mich verlassen; auch das Licht meiner Augen ist dahin. Meine Freunde und Gefährten stehen abseits von mir, und meine Nächsten halten sich ferne. Die mir nach dem Leben trachten, legen Schlingen, und die mein Unheil suchen, beschließen Verderben und sinnen auf Arglist den ganzen Tag. Ich aber bin wie ein Tauber ohne Gehör und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut. Ich bin geworden wie einer, der nicht hört und in dessen Mund keine Erwiderung ist. Denn Deiner harre ich, Herr, Du wirst mich erhören, o Herr, mein Gott. Ich spreche: „Dass sich nur nicht freuen meine Feinde über mich und wider mich großtun, wenn mein Fuß wankt.“ Denn ich bin bereit, gegeißelt zu werden, und mein Schmerz verlässt mich nie. Ich bekenne meine Schuld und sorge mich ob meiner Sünde. Aber meine Feinde leben und sind mächtig, und derer, die mich hassen ohne Grund, sind viele. Die mir Gutes mit Bösem vergelten, verurteilen mich, weil ich dem Guten nachjage. Verlass mich nicht, o Herr. Mein Gott, sei mir nicht ferne. Eile mir zu helfen, o Herr, mein Heil.
Verlaß mich nicht, o Herr. Mein Gott, sei mir nicht ferne. Eile mir zu helfen, o Herr, mein Heil.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, früh erwache ich zu Dir; meine Seele dürstet nach Dir. Mein Leib schmachtet nach Dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So habe ich Dich geschaut im Heiligtum, habe gesehen Deine Macht und Herrlichkeit. Denn Deine Gnade ist besser als das Leben; meine Lippen sollen Dich preisen. So will ich Dich loben mein Leben lang, will in Deinem Namen meine Hände erheben. Gleich wie an Mark und Fett ersättige sich meine Seele, und mit jauchzenden Lippen lobpreise mein Mund, wenn ich Deiner auf meinem Lager gedenke, in Nachtwachen über Dich sinne. Denn Du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir, Deine Rechte hält mich fest. Sie aber, die mir vergebens nach dem Leben trachten, werden in die Tiefe der Erde hinabfahren. Sie werden dem Schwerte dahingegeben, die Beute der Schakale werden sie. Doch der König wird sich Gottes freuen, alle, die bei Ihm schwören, werden sich rühmen; denn den Lügnern wird der Mund gestopft.
In Nachtwachen sinne ich über Dich. Denn Du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir, Deine Rechte hält mich fest.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meines Heils, ich rufe um Hilfe bei Tage und schreie des Nachts vor Dir. Laß mein Gebet vor Dich kommen, neige Dein Ohr zu meinem Flehen, Herr. Denn meine Seele ist mit Unheil gesättigt und mein Leben dem Totenreich nahe. Schon zähle ich zu denen, die zur Grube fuhren; ich bin geworden wie ein Mensch ohne Hilfe, entlassen zu den Toten, den Erschlagenen gleich, die im Grabe schlafen, derer Du nicht mehr gedenkst und die von Deiner hilfreichen Hand geschieden sind. Man brachte mich in die unterste Grube, in Finsternis und Schatten des Todes. Schwer lastet Dein Grimm auf mir, all Deine Wogen gehen über mich hin. Meine Freunde hast Du mir entfremdet, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin ausgeliefert und habe keinen Ausweg. Meine Augen erlöschen vor Elend. Ich rufe Dich an, o Herr, den ganzen Tag. Ich strecke meine Hand aus nach Dir. Wirst Du an den Toten Wunder tun? Werden Ärzte sie auferwecken, daß sie Dich preisen? Wird Deine Barmherzigkeit im Grabe verkündigt und Deine Treue im Abgrund? Werden Deine Wunder in der Finsternis kund, Deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens? Darum schreie ich zu Dir, o Herr, und lasse am frühen Morgen mein Gebet vor Dich kommen. Warum, Herr, verstoßest Du meine Seele, verbirgst Dein Antlitz vor mir? Arm bin ich und mühselig von Jugend auf, erhöht und doch gedemütigt und betrübt. Dein Zorn geht über mich hin, Deine Schrecknisse vernichten mich. Sie umfluten mich wie Wasser den ganzen Tag; sie umringen mich allzumal. Den Freund und Gefährten hast Du mir entfremdet, mein Vertrauter ist die Finsternis.
O Herr, Du Gott meines Heils, ich rufe um Hilfe bei Tage und schreie des Nachts vor Dir. Laß mein Gebet vor Dich kommen, neige Dein Ohr zu meinem Flehen, Herr.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all seine Vergeltungen. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat er dem Moses seine Wege, den Söhnen Israels seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr sein Erbarmen stark gemacht über denen, die ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die ihn fürchten. Denn er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die ihn fürchten. Und seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die seinen Bund bewahren und seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat seinen Thron im Himmel bereitet, und sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf seiner Worte. Segnet den Herrn, all seine Mächte, seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all seine Werke; an jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
„Gott ist der Herr“ wird im Ton des Tages gesungen:
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropare der Tagesfeste.
Ton 7. Tropar des Sonntags.
Durch dein Kreuz hast du den Tod vernichtet, / dem Schächer das Paradies geöffnet, / der Myrrhenträgerinnen Klagen gewandelt / und deinen Aposteln aufgetragen zu verkünden, / dass du, Christus Gott, bist erstanden / und der Welt erweisest // das große Erbarmen.
Ton 4. Tropar der Märtyrer.
Deine Martyrer, o Herr, / haben durch ihren Kampf die Krone der Unvergänglichkeit von dir, unserm Gott, erworben. / In deiner Kraft haben sie die Tyrannen vernichtet. / Die kraftlose Frechheit der Dämonen haben sie gebrochen. / Auf ihre Fürbitten, Christus Gott, rette unsere Seelen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Tropar der frommen Mutter.
In dir, o Mutter, wurde die Ebenbildlichkeit sorgsam bewahrt. / Du nahmst das Kreuz und folgtest Christus nach. / Durch dein Tun hast du gelehrt, das Fleisch nicht zu beachten, denn es vergeht, / sich vielmehr der Seele zu widmen, der unsterblichen Schöpfung. / So freut sich dein Geist mit den Engeln, fromme Matrona.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 7. Theotokion des Sonntags.
Der du für uns geboren aus der Jungfrau / und die Kreuzigung erduldet, o Guter, / der du im Tode dem Tod entrissen die Beute / und als Gott die Auferstehung gezeigt: / Verachte nicht, die du gebildet mit eigener Hand. / Erweise deine Menschenliebe, Barmherziger. / Nimm an die Gottesgebärerin, die dich gebar, da sie für uns bittet! // Und rette, unser Erretter, das Volk, das der Verzweiflung ist anheimgefallen!
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalme 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 7. Sedalen des Sonntags.
Das Leben lag im Grabe, / und der Stein war versehen mit dem Siegel. / Wie einen schlafenden König Soldaten Christus bewachten, / und Engel ihn als unsterblichen Gott verehrten. / Die Frauen aber riefen: / Der Herr ist auferstanden // und gewährt der Welt das große Erbarmen.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
Durch dein Grab von drei Tagen hast du den Tod um seine Beute gebracht / und den zugrundegegangenen Menschen, durch deine lebenbringende Erweckung, / o Christus Gott, wieder aufgerichtet // als der Menschenliebende; Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den für uns gekreuzigten und auferstandenen Christus, / der die Kraft des Todes als Gott hat vernichtet, / bestürme ohne Unterlaß, / Gottesgebärerin Jungfrau, // daß er rette unsere Seelen.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalme 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 7. Sedalen des Sonntags.
Wiewohl das Grabmal war versiegelt / gingest du auf, o Christus Gott, als Leben aus dem Grabe. / Und obwohl die Türen waren verschlossen, / tratest du plötzlich ein bei den Jüngern, / du, die Auferstehung aller, / der du uns den rechten Geist durch sie erneuerst // nach deinem großen Erbarmen.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Zum Grabe liefen die Frauen / unter Tränen und trugen die Myrrhen, / und weil Soldaten dich bewachten, den König über alles, / sprachen sie zueinander: / Wer wird den Stein hinweg uns wälzen? / Da vernahmen sie eine Stimme der Körperlosen: / Erstanden ist des großen Ratschlusses Engel / und hat den Tod zertreten. // Allgewaltiger und unbegreiflicher Herr, dir sei die Ehre.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt, o begnadete Gottesgebärerin Jungfrau, / du Hafen und Hilfe des Geschlechtes der Menschen; / denn aus dir ist Fleisch geworden der Erlöser der Welt; / bist du allein doch Mutter und Jungfrau, / allzeit Gepriesene und Verehrte. / Bitte Christus Gott, daß er schenke // den Frieden dem ganzen Erdkreis.
An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
An großen Festen wird eine Hochpreisung gesungen.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 7. Ipakoi.
Der du unsere Gestalt hast angenommen / und dich unterzogen dem Kreuz im Leibe, / rette mich, o Christus Gott, / durch deine Auferstehung // als der Menschenliebende.
Ton 7. Stufengesänge (Stepenny).
1. Antiphon (nach Ps 125)
Die Gefangenschaft Sions hast du aus dem Truge gewendet; so belebe auch mich, o Retter, und der Knechtung durch die Leidenschaften mich entreiße.
Der im Südwind säht der Fasten Mühsale unter Tränen, der wird ernten der Freude Garben, die nähren zum ewigen Leben.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist sprudelt die Quelle der göttlichen Schätze; von ihm kommt Weisheit, Einsicht und Furcht; ihm sei Lobpreis, Ruhm, Ehre und Macht.

2. Antiphon (nach Ps 126)
Baut nicht der Herr das Haus der Seele, mühen wir uns vergeblich. Denn ohne ihn wird die Tat nicht vollbracht noch das Wort.
Die väterlichen Lehren von der Frucht des Leibes, das meint von der Sohnschaft, lassen die Heiligen sprießen vom Geiste bewegt.
Ehre, Jetzt.
Durch den Heiligen Geist hat alles das Sein. Denn für alles ist er Gott ist Herrschaft über alles, unzugängliches Licht und aller Leben.
3. Antiphon (nach Ps 127)
Die da fürchten den Herrn, finden die Wege des Lebens; jetzt und auf immer sind sie selig in unbehelligter Ehre.
Rings um deinen Tisch schaust du wie Bäume deine Kinder; so freu dich und frohlocke, du Erzhirte, da du sie hinführst zu Christus.
Ehre, Jetzt.
Dem Heiligen Geist ist eigen der Abgrund der Gnaden, der Reichtum der Herrlichkeit, der Urteile große Tiefe; denn Ehre und Anbetung gebührt ihm mit dem Vater und dem Sohne zugleich.
Prokimenon und Lesung des Evangeliums.
D: Weisheit. P: Friede allen. Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Ton 7. Prokimenon des Sonntags.
D: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, auf dass nicht für immer vergessen werde Deiner Armen.
     Ch: Stehe auf, o Herr…
Vers: Ich will Dich, o Herr, mit ganzem Herzen bekennen und verkünden alle Deine wunder.
     Ch: Stehe auf, o Herr…
D: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand. Ch: Auf dass nicht für immer vergessen werde Deiner Armen.
D: Lasst uns beten zum Herrn. Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat. Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk. Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Zweites Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalene und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sehr früh am ersten Wochentag kommen sie zur Grabstatt, als die Sonne aufzugehen begann. Und sie sprachen zueinander: Wer wird uns den Stein von der Tür der Grabstatt wegwälzen? Und als sie aufblickten, sehen sie, dass der Stein weggewälzt ist; denn er war sehr groß. Und als sie in die Grabstatt hineingingen, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem weißen Prachtgewand, und sie erschraken. Er aber spricht zu ihnen: Erschrecket nicht; ihr suchet Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Siehe da der Ort, wo man ihn hingelegt hatte. Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und dem Petrus, dass er euch nach Galiläa vorausgeht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von der Grabstatt; es hatte sie aber Zittern und Außer-sich-Sein erfasst. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.
(Mk 16, 1-8)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen:
Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.
Psalm 50: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6, Verse zum Sonntag.
Ehre: Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Jetzt: Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6, Stichire des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabe, / wie Er vorhergesagt, / hat Jesus uns gegeben das ewige Leben / und das große Erbarmen.
Ektenie zum Polyleos:
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Sonntagskanon, Ton 7.
Auf deinen Befehl nahm erdhafte Festigkeit an, die sonst sich ergießende Natur der Wasser. / So schritt Israel trockenen Fußes // durch sie hindurch und sang dir ein Siegeslied.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Es ward gerichtet, o Herr, die Gewaltherrschaft des Todes / durch deiner ungerechten Tod, zu dem du verurteilt wurdest am Holze. / So wurde zurecht der Herrscher der Finsternis, // der dich nicht bezwingen konnte, vertrieben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Dem Hades, der gegen dich anstürmte, doch mit seinen Zähnen nicht vermochte, / deinen Leib zu zermalmen, wurden die Kiefer zerschmettert. / So hast du gelöst die Schmerzen des Todes // und bist, Erretter, auferstanden am dritten Tage.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es ward ein Ende gesetzt den Wehen der Urmutter Eva; / denn ohne Wehen hast du jungfräulich geboren. / Darum klar und deutlich als Gottesgebärerin // wir dich, Allreine, erkennen und alle ehren.
Ode 3
Sonntagskanon, Ton 7.
Der zu Anfang du die Himmel durch dein allgewaltiges Wort / hast befestigt, o Herr, Erretter, / und durch den alles bewirkenden und göttlichen Geist, all ihre Kraft und ihre Stärke, / auf dem unerschütterlichen Felsen // des Bekenntnisses zu dir mich bestärke.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du bestiegest das Holz, um für uns zu leiden / aus freiem Willen, barmherziger Erretter, / und trugest die Strieme, die hervorbringt den Frieden / den Gläubigen und die Rettung, / durch die alle wir, Erbarmer, // wurden versöhnt mit deinem Vater.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du hast mich gereinigt von der Strieme, der in der Seele ich war verwundet / durch den Drachenbiß, o Christus, / und hast mir gezeigt das Licht, der einst im Dunkel / und im Verderben ich wohnte. / Denn durch das Kreuz bist du in den Hades // hinabgestiegen und hast mich mitauferweckt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten deiner jungfräulichen Mutter schenke / der Welt den Frieden, o Erretter. / Deinem Volke den Sieg gewähre / über böse Mächte, die es bedrohen? / und deiner unsagbaren Herrlichkeit // würdige jene, die dich ehren.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ode 4
Sonntagskanon, Ton 7.
Der du ohne den Schoß des Vaters zu verlassen / bist herabgestiegen auf die Erde, o Christus Gott, / das Mysterium deines Heilswerkes hab ich vernommen // und dich gepriesen, o Menschenliebender.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Seinen Rücken hat dargeboten / der aus der Jungfrau Fleischgewordene den Geißeln. / Es ward mißhandelt der Gebieter, ohne Schuld am Falle des Knechtes zu tragen, // und hat so getilgt meine Vergehen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Stehend als Angeklagter vor dem Tribunale / gesetzloser Richter wurdest du für schuldig befunden / und von einer Hand aus Lehm geschlagen, der du gebildet hast den Menschen // als Gott und richtest gerecht die Erde.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du bist wahrhaftig die Mutter Gottes. / So bitte inständig deinen Schöpfer und Sohn, / daß ich geleitet werde zum rettenden Hafen, Allmakellose, // seines ruhmreichen Willens.
Ode 5
Sonntagskanon, Ton 7.
Lichtlose Nacht ist das Los der Ungläubigen, o Christus, / das der Gläubigen aber Erleuchtung durch die Wonne deiner göttlichen Worte. / Darum eile ich zu dir am frühen Morgen // und besinge deine Gottheit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Für die Knechte läßt du dich verkaufen, o Christus, / erduldest die Backenstreiche, die jenen bringen die Freiheit, / die da singen: Zu dir eile ich am frühen Morgen // und besinge deine Gottheit.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In deiner göttlichen Macht, o Christus, / hast du niedergeworfen durch die Schwachheit des Fleisches den Starken / und mich als Sieger über der Tod, o Retter, // durch die Auferstehung erwiesen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du hast Gott geboren, o reine Mutter, / der ist Fleisch geworden gottwürdig aus dir, Allbesungene. / Denn von eines Mannes Lager du nicht wußtest, // sondern hast empfangen vom Heiligen Geiste.
Ode 6
Sonntagskanon, Ton 7.
Seekrank vom Sturme der Sorgen des Leben, / ins Meer geschleudert von meinen Schiffsgenossen, den Sünden, / und dem seelenverderbenden Ungeheuer preisgegeben/ ruf ich wie Jonas zu dir, o Christus: // Zieh mich empor aus todbringender Tiefe.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Deiner gedachten die Seelen der Gerechten, / die waren ohnmächtig eingeschlossen im Hades, / und erflehten von dir Errettung. / Und du gewährtest sie durch das Kreuz, o Christus, // denen unter der Erde bei deiner Hinabstieg als Barmherziger.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Dein beseeltes, nicht von Händen errichtetes Haus, / das war abgebrochen durch die Leiden, / nochmals zu sehen der Apostelchor nicht wagte zu hoffen. / Doch fiel er nieder und gab überall davon Kunde, // als es erweckt war wider alle Hoffnung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Weise, Allmakellose, deines unsagbaren Gebärens, / das um unsertwillen, jungfräuliche Gottesbraut, ist geschehen, / wer unter den Menschen wird imstande sein, sie zu erklären? / Denn unbeschreiblich ist Gott dein Logos, // dir geeint, aus dir Fleisch geworden.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 7. Kondak des Sonntags.
Nicht mehr vermag die Kraft des Todes / die Sterblichen zurückzuhalten. / Denn Christus ist hinabgestiegen, / hat zerbrochen und vernichtet seine Gewalten. / Gefesselt wird der Hades, / einhellig jubeln die Propheten mit den Worten: / Gekommen ist der Erlöser, / ihr Gläubigen, zu denen im Dunkel. // Gehet hinaus zur Auferstehung.
Ikos.
Unten erbebte das Unterirdische heute, der Hades und der Tod, vor dem Einen der Dreiheit. Die Erde geriet in Verwirrung. Die Torwächter des Hades erschraken, als sie dich erblickten. Doch die ganze Schöpfung freut sich mit den Propheten und singt dir das Siegeslied, Gott, unserem Erlöser, der nun hat zunichte gemacht des Todes Gewalt. Jubeln laßt uns und rufen: Dem Adam und jenen aus Adam, dieses Holz hat ihnen Zugang verschafft. Ihr Gläubigen, // gehet hinaus zur Auferstehung.
Ode 7
Sonntagskanon, Ton 7.
Da der feuerflammende Ofen / sich als tauspendend erwies an den Jünglingen, / besangen sie den einen Gott mit den Worten: / Du bist der überaus erhobene // Gott der Väter, der hochgepriesene.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch das Holz kam Adam aus eigener Schuld zutode, / da er den Ungehorsam verübte, / durch den Gehorsam Christi aber ward er neugebildet; / denn um meinetwillen läßt sich kreuzigen // der Sohn Gottes, der hochgepriesene.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Dir, o Christus, erstanden aus dem Grabe, / stimmte den Hymnus an die ganze Schöpfung. / Denn Leben ließest du denen im Hades erblühen, / den Toten die Auferstehung, // den im Finstern das Licht, du Hochgepriesener.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sei gegrüßt, o Tochter des gescheiterten Adam. / Sei gegrüßt, alleinige Gottesbraut. / Sei gegrüßt, durch die verbannt wurde das Verderben, / weil Gott du hast geboren. // Ihn bitte, o Reine, daß errettet werden wir alle.
Ode 8
Sonntagskanon, Ton 7.
Unverbrannt vom Feuer, das ihn am Sinai ergriffen, / führte der Dornbusch zur Gotteserkenntnis / den schwerzüngigen und redeungewandten Moses. / Den drei Jünglingen aber, unbehelligt vom Feuer, / gab der Eifer für Gott ein zu singen: / All ihr Werke, preiset den Herren // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als das geistige Lamm ohne Fehl ward geschlachtet / für die Welt, da machte es ein Ende / den im Gesetze vorgeschriebenen Opfern / und reinigte sie, selber fern als Gott von Übertretungen, / die zu aller Zeit ruft mit den Worten: / All ihr Werke, preiset den Herren // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Nicht war unverderbt vor dem Leiden / unser Fleisch, das der Schöpfer hat angenommen. / Nach dem Leiden aber und der Erweckung / ist es unzugänglich geworden der Verderbnis / und schafft neu die Sterblichen, die rufen: / A11 ihr Werke, preiset den Herren // und erhebt ihn hoch in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Deine Reinheit allmakellos, o Jungfrau, / hat die Unreinheit und Abscheulichkeit / des Erdkreises hinweggespült. / So bist du zur Ursache geworden / unsrer Versöhnung mit Gott, Allreine. / Darum preisen wir dich alle O Jungfrau, // und erheben dich hoch in alle Ewigkeit.
Vor der Altarikone ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Lied der allheiligen Gottesgebärerin.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain:Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Sonntagskanon, Ton 7.
Ohne Schaden zu nehmen hast du empfangen / und dem allkundigen Logos Fleisch gegeben, / vom Manne unberührte Mutter, Jungfau-Gottesgebärerin, Gefäß des Unfaßlichen, Wohnstätte des Unumschränkten, // deines Bildners hoch wir dich preisen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Die der Gottheit ihr zuschreibt die Leiden, / verstummet alle, die Falsches ihr sinnet! / Den Herrn der Herrlichkeit nämlich, der im Fleisch ward gekreuzigt, / doch ungekreuzigt seiner göttlichen Natur nach ist geblieben, // den Einen in zwei Naturen hoch wir preisen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die ihr verwerfet die Erweckung der Leiber, / macht euch auf zum Grabe Christi und laßt euch belehren, / daß gestorben ist und wiedererstanden / das Fleisch des Lebenspenders, um zu verbürgen // die Auferstehung am Ende, die wir erhoffen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Nicht der Gottheiten Dreiheit, sondern die der Hypostasen, / noch die Einheit der Personen, sondern jene der Gottheit, / wir verehren und trennen uns von jenen, die sie zertrennen, / überlassen aber auch jene der Verwirrung, die sich nicht scheuen vor der Vermischung // der Dreiheit, die hoch wir preisen.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Den Stein sie schauten weggewälzt; da waren jene Frauen, / die Myrrhen trugen, froh gar sehr. Denn drinnen in dem Grabe / sie einen Jüngling sitzen sahn, und dieser sprach zu ihnen: / Siehe, Christus erstanden ist. Den Jüngern also saget / mitsamt dem Petrus: Auf den Berg in Galiläa steiget! / Wie er' s den Freunden prophezeit, wird er euch dort erscheinen.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion zum Exapostelarion.
Ein Engel überbrachte einst das 'Sei gegrüßt' der Jungfrau, / bevor sie, Christus, dich empfing; und auch von deinem Grabe / ein Engel wälzte weg den Stein. Der eine statt der Trauer / der Freude Zeichen unsagbar, der andre statt des Todes / dich sagt als Lebenspender an und preist dich auf das höchste. / Er tut die Auferstehung kund den Frauen und den Jüngern.
1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: An ihnen zu vollziehen geschriebenes Gericht. Herrlichkeit ist dies für all Seine Heiligen.
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Auferstanden ist Christus von den Toten / und hat gelöst die Fesseln des Todes. / Verkünde, du Erde, die große Freude; // preiset, ihr Himmel, Gottes Herrlichkeit.
Psalm 150: Lobet den Herrn in seinen Heiligen, lobet Ihn in Seiner starken Feste.
Da wir schauen Christi Auferstehung, / laßt uns niederfallen vor dem heiligen Herrn Jesus, // der allein ist ohne Sünde.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner mächtigen Taten, lobet Ihn nach der Fülle Seiner Macht.
Die Auferstehung Christi / verehren wir ohne Unterlaß. / Denn er selbst hat uns errettet / von unsern Missetaten. / Heilig ist der Herr Jesus, // der hat erzeigt die Auferstehung.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaunen; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
Wie sollen wir dem Herrn vergelten / für alles, was er uns gegeben? / Um unsertwillen ist er erschienen / als Gott unter den Menschen. / Der Natur wegen, die war verdorben, / ist Fleisch geworden der Logos / und hat Wohnung unter uns genommen; / zu den Undankbaren ist der Wohltäter gekommen, / zu den Gefangenen der Befreier, / zu denen, die sitzen in der Finsternis, / die Sonne der Gerechtigkeit, / der Leidlose zum Kreuze, / zum Hades das Licht und zum Tode/ das Leben, die Auferstehung / um der Gefallenen willen; zu ihm laßt uns rufen: // Unser Gott, dir sei Ehre.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauken und Reigen, lobet Ihn mit Saitenspiel und Schalmei.
Die Tore des Hades hast du zertrümmert, o Herr, / und des Todes Gewalt durch deine kraftvolle Macht vernichtet. / Du hast mitauferweckt die Toten, / die von jeher schliefen im Dunkel / durch deine göttliche und glorreiche Auferstehung // als König des Alls und Gott allgewaltig.
Lobet Ihn mit klingenden Zimbeln, lobet Ihn mit jubelnden Zimbeln. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Kommt, laßt uns jubeln dem Herrn / und uns freuen in seiner Auferstehung. / Denn mitauferweckt hat er die Toten / aus den unlösbaren Fesseln des Hades / und hat geschenkt der Welt als Gott ewiges Leben // und das große Erbarmen.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
Ein gleißender Engel saß auf Steine / des lebenfassenden Grabes / und verkündete den myrrhetragenden Frauen / die frohe Botschaft mit den Worten: / Auferstanden ist der Herr, wie er euch vorhergesagt. / Gebet Kunde seinen Jüngern, / daß er voraus euch geht nach Galiläa, / der Welt aber ewiges Leben gewährt // und das große Erbarmen.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Was habt ihr verworfen den Eckstein, ihr gesetzlosen Juden? / Ist er doch der Stein, den Gott hat gesetzt in Sion, / er, der aus dem Felsen hat quellen lassen Wasser in der Wüste / und uns sprudeln läßt Unsterblichkeit aus seiner Seite. / Er ist der Stern, der ward abgeschlagen aus jungfräulichem Berge / ohne Wollen eines Mannes, / er, der Menschensohn, der schreitet auf den Wolken/ des Himmels hin zum Alten der Tage / nach den Worten des Daniel // und dessen Herrschaft ist ewig.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 2. Stichire zum Sonntagsevangelium.
Die Frauen um Maria, / die waren herbeigekommen mit Myrrhen / und waren in Sorge darum gewesen, / wie sie hin?ingelangen könnten zu dem Ersehnten, / sie sahen den Stein beiseite geschoben / und einen göttlichen Jüngling, / der besänftigte die Verwirrung ihrer Seelen. / Denn auferstanden ist, so sprach er, Jesus, der Herr. / So verkündet den Jüngern, seinen Verkündern, / dass sie ?ilen sollen nach Galiläa. / Und ihr werdet ihn schauen / auferstanden von den Toten / als den Lebenspender und Herrn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
Große Doxologie.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Sonntags.
„Heute ward Heil der Welt.“ / So lasst uns singen ihm, der erstanden aus dem Grabe, / dem Urheber unseres Lebens. / Denn vernichtet hat er im Tode den Tod, // den Sieg uns gegeben und das große Erbarmen.
Inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.
Entlassung:
D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
VIGIL

Lesungen aus der Heiligen Schrift.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




Wechseltexte des Tages, die nicht im Gottesdienst verwendet wurden.
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Du stiegest hinab in den Hades, o Christus, / wie du es hattest beschlossen. / Du beraubtest den Tod als Gott und Gebieter / und erstandest am dritten Tage. / Du ließest mitauferstehen den Adam / aus den Fesseln des Hades und aus dem Verderben, / ihn, der da rief mit den Worten: / „Ehre sei deiner Auferstehung, // du einzig Menschenliebender.“
Ton 7. Stichiren des Sonntags.
Ins Grab wurdest du gelegt, da du schliefest, o Herr, / und du erstandest am dritten Tag in Kraft als der Mächtige. / Du ließest mitauferstehen den Adam / aus dem Verderben des Todes // als der Allmächtige.

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Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.
Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.