Gottesdienst am Sonntag, dem 08. November (alter Stil)
Bild des Tagesheiligen

Wir gedenken heute:
Heilige: Hl. und ruhmreicher Großmärtyrer DEMETRIOS, der Myronspender von Thessaloniki; Gedenken des großen Erdbebens in Konstantinopel (740); Märt. LUPPUS; Hl. ATHANASIOS vom Medikion-Kloster; Märtyrer IOSAPH, Mönch auf Berg Athos, Schüler des Hl. Niphont von Konstantinopel; Hl. DEMETRIOS von Basarbov in Bulgarien; Hl. THEOPHILOS vom Kiever Höhlenkloster, Bischof von Novgorod; Hl. ANTONIOS, Bischof von Vologda; Märtyrer ARTEMIDOROS, BASILIOS, LEPTINA und GLYKON; Hl. AMANDUS, Bischof von Worms 4. Jhd.; Hl. AMANDUS, Bischof von Worms † 638; Hl. WITTO, erster Bischof auf dem Büraberg bei Fritzlar in Hessen, Gefährte des Hl. Bonifatius † 786
22. Sonntag nach Pfingsten. Ton 5.
Länge:   Texte:

VIGIL

GROßE VESPER

Die Vesper wird vom Glockengeläut und Weihräuchern der Kirche eingeleitet.
D: Erhebet euch. Ch: Herr, Segne.
P: Ehre der heiligen und wesenseinen und lebendigmachenden und untrennbaren Dreiheit, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Klerus: Kommt, lasst uns anbeten Gott, unseren König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus, Gott, unserem König.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Christus Selbst, unserem König und Gott.
Kommt, lasst uns anbeten und niederfallen vor Ihm.
Psalm 103, Eingangspsalm. Nur ausgewählte Verse.
     Ch: Segne, meine Seele, den Herrn.
Gesegnet bist Du o Herr.
Herr, mein Gott, hocherhaben bist Du gar sehr.
Gesegnet bist Du o Herr.
Auf den Bergen werden stehen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Zwischen den Bergen hindurch werden fließen die Wasser.
Wie hocherhaben sind Deine Werke, o Herr.
Alle hast Du in Weisheit geschaffen;
Ehre Dir, O Herr, der Du alles geschaffen hast.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
Kathisma am Abend „Selig der Mann“. In der Gemeindepraxis werden nur ausgewählte Verse gesungen.
Selig ist der Mann, der nicht ging in den Rat der Gottlosen. Alleluïa.
Denn es kennt der Herr den Weg der Gerechten, doch der Weg der Gottlosen wird vergehen. Alleluïa.
Dient dem Herrn in Furcht und jubelt Ihm zu mit Zittern. Alleluïa.
Selig alle, die auf Ihn vertrauen. Alleluïa.
Steh auf, Herr, rette mich, mein Gott. Alleluïa.
Des Herrn ist das Heil, und auf Deinem Volk ist Dein Segen. Alleluïa.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Alleluïa.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Alleluïa.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Ton 5. Der Chor singt die Verse zu „Herr, ich schrie“. Der Diakon weihräuchert die Kirche.
     Ch: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / erhöre mich, Herr.
Erster Chor: Herr, ich schrie zu Dir, erhöre mich; / merk auf die Stimme meines Flehens, / wenn ich zu Dir schreie; // erhöre mich, Herr.
Zweiter Chor: Ausgerichtet werde mein Gebet / wie Weihrauch vor Deinem Angesicht, / das Erheben meiner Hände / sei ein Abendopfer; // erhöre mich, Herr.
Es werden die angefallenen Stichiren gesungen. Sind nicht genug Texte vorhanden, werden manche Stichiren wiederholt.
10: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
Durch dein kostbares Kreuz, o Christus, / hast du den Teufel zuschanden gemacht / und durch deine Auferstehung / hast du stumpf gemacht den Stachel der Sünde / und hast uns errettet / von den Pforten des Todes. // Wir preisen dich, du Einziggezeugter.
Meiner werden die Gerechten harren, bis Du mir vergelten wirst.
Der die Auferstehung hat gegeben dem Geschlechte der Menschen, / wie ein Schaf ward er zur Schlachtung geführt. / Es erschraken vor ihm die Fürsten des Hades, / und erhoben wurden die Tore der Schmerzen. / Denn es hielt seinen Einzug / Christus, der König der Herrlichkeit. / „Kommet heraus!“ So rief er denen zu in Fesseln / und denen in der Finsternis: // „Tretet hervor aus der Verborgenheit.“
8: Aus den Tiefen schrie ich, Herr, zu Dir; Herr, erhöre meine Stimme.
Welch großes Wunder! Der Schöpfer der unsichtbaren Dinge / hat aus Menschenliebe im Fleische gelitten / und ist erstanden als der Unsterbliche. / Kommet, ihr Stämme der Völker, / wir wollen uns vor ihm niederwerfen, / denn durch seine Barmherzigkeit vom Irrtum befreit / haben wir gelernt, ihn zu besingen // als den einen Gott in drei Personen.
Lass Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.
Wir bringen dar die Anbetung am Abend / dir, dem abendlosen Lichte, / das durch das Fleisch am Ende der Zeiten / der Welt erstrahlte wie in einem Spiegel / und hinabstieg bis zum Hades, / dort auflöste das Dunkel / und das Licht der Auferstehung / den Völkern erzeigte. // Spender des Lichtes, Herr, Ehre sei dir.
6: Wolltest Du Acht geben auf Gesetzlosigkeiten, Herr, o Herr, wer könnte bestehen? Denn bei Dir ist die Versöhnung.
Christus, den Urheber unseres Heiles, / wir wollen ihn rühmen! / Denn da er auferstand von den Toten, / wurde die Welt vom Truge errettet. / Es freut sich der Chor der Engel. / Es vergeht der Trug der Dämonen. / Es steht wieder auf der gefallene Adam. // Es ward vernichtet der Teufel.
Um Deines Namens willen harrte ich Deiner, Herr; meine Seele harrte auf Dein Wort, meine Seele hoffte auf den Herrn.
Ton 8. Stichiren des Großmärtyrers. (nach: O des unfassbaren Wunders)
O des unfassbaren Wunders! / Im Himmel und auf Erden / strahlt heute auf der Jubel / zum Gedächtnis des Martyrers Dimítrios. / Von den Engeln wird mit Lob er bekränzt / und von den Menschen empfängt er Hymnen. / O wie hat er gelitten, wie wunderbar gekämpft! / Durch ihn ist der arglistige Feind gefallen, / da Christus den Sieg hat errungen.
4: Von der Morgenwache bis zur Nacht, von der Morgenwache an hoffe Israel auf den Herrn.
O des unfassbaren Wunders! / Durch die Strahlen der Wunder / ist heller als die Sonne / für immer Dimítrios aufgeleuchtet den Enden, / erglänzend vom abendlosen Lichte / und sich erfreuend am Lichte, das nicht untergeht. / Durch seine Erhellungen wurden Wolken / von Barbaren zurück gedrängt und Krankheiten vertrieben, / überwunden Dämonen.
Denn beim Herrn ist das Erbarmen und reichliche Erlösung bei Ihm; ja, Er selbst wird Israel von allen seinen Gesetzlosigkeiten erlösen.
O des unfassbaren Wunders! / Für Christus durchbohrt mit der Lanze, / ist Dimítrios, der Dreimalselige, / als zweischneidiges Schwert gegen die Feinde allzeit erschienen, / das abschlägt den Hochmut der Feinde / und zerschmettert das Wüten der Dämonen. / Ihm lasst uns rufen: Heiliger Dimítrios, / schütze uns, die wir preisen dein Gedächtnis / allzeit in Ehren gehalten.
Lobt den Herrn, all ihr Nationen, lobpreist Ihn, all ihr Völker.
Als Bollwerk der Frömmigkeit bist du erschienen, / dem fester Halt ist gegeben / auf dem Felsen des Glaubens / uneinnehmbar durch Versuchungen und unerschütterlich durch Gefahren. / Denn unter heftiger Sturmflut und Brandung / konnten die Wogen der Gottlosen, die an dir sich brachen, / deine unbeugsame Festigkeit nicht bezwingen. / Denn du sehntest dich danach, geschmückt zu werden / mit dem Kranz des Martyriums.
Denn stark ward Sein Erbarmen über uns, und die Wahrheit des Herrn währt in Ewigkeit.
Du ahmtest nach durch das Leiden / das lebentragende Leiden Christi, / von dem du hast empfangen / die Kraft der Wunder, siegreicher Kämpfer Dimítrios. / Du beschützest jene, die zu dir eilen, / und befreist sie aus vielen Gefahren. / Deine Rede ist wohlgelitten, Gepriesener, / bei Christus, bei dem du nun auch stehest / voll herrlichen Ruhmes.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 6. (von Byzantios)
Heute ruft uns zusammen / die allgemeine Feier des siegreiche Kämpfers. / Kommt also, ihr Festesfreunde, / lasst uns glänzend sein Gedächtnis begehen mit den Worten: / Sei gegrüßt, der du zerrissen hast die Macht der Ruchlosigkeit / um des Glaubens willen / und hast angelegt die Tapferkeit des Geistes. / Sei gegrüßt, der du hast die Pläne der Gesetzlosen zunichte gemacht / durch die Kraft, die dir ward gegeben / von dem alleinigen Gotte. / Sei gegrüßt, der mit lanzendurchstochenen Gliedern / hat uns geistig abgebildet / das selige Leiden Christi. / Ihn bitte, du Zier der Kämpfer Dimítrios, / uns zu erlösen von sichtbaren und unsichtbaren Feinden / und zu retten unsere Seelen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 5. Theotokion des Sonntags. (Dogmatikon)
Im Roten Meere ward einst dargestellt / ein Bild der unvermählten Braut. / Dort Moses, der Spalter des Wassers, / hier Gabriel, der Diener des Wunders. / Einst hat Israel unbenetzt durchschritten / trockenen Fußes die Tiefe. / Nun hat samenlos die Jungfrau Christus geboren. / Das Meer ist ungangbar geblieben / nach dem Durchzuge Israels. / Und unversehrt ist geblieben die Makellose / nach des Emmanuel Geburt. / DER DA IST und WAR, du bist als Mensch erschienen; // Gott, erbarme dich unser.
Einzug der Vesper. Der Diakon geht dem Priester mit dem Weihrauchfaß voran.
D: Weisheit! Aufrecht!
     Ch: Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit des unsterblichen Vaters, des himmlischen, heiligen, seligen: Jesus Christus. Da wir gekommen sind zum Untergang der Sonne und geschaut haben das abendliche Licht, besingen wir Vater, Sohn und Heiligen Geist, Gott. Würdig bist Du, zu allen Zeiten mit geziemenden Stimmen besungen zu werden, Gottes Sohn, der Du das Leben gibst; deshalb verherrlicht Dich die Welt.
Nun wird das Abend-Prokimenon des Wochentages gesungen.
D: Lasst uns aufmerken. P: Frieden allen.
     Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit. Lasst uns aufmerken.
Prokimenon am Samstagabend, Ton 6:
D: Der Herr ist König, / Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
     Ch: Der Herr ist König ... Nach jedem Vers.
Vers: Bekleidet hat Sich der Herr mit Macht und Sich umgürtet.
Vers: Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Vers: Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
D: Der Herr ist König. Ch: Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Parimien des Großmärtyrers (Lesungen aus der Bibel). Der Leser trägt diese aus der Mitte der Kirche vor.
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jesaias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: Blicke vom Himmel herab, o Herr, und schau hernieder vom Hause deiner Heiligkeit und Herrlichkeit! Wo ist die Fülle deines Mitleids und deiner Erbarmungen, da du sie von uns ferngehalten hast? Denn du bist unser Vater. Abraham kennt uns ja nicht und Israel weiß nichts von uns. Du aber, Herr, unser Vater, erlöse uns! Von Anfang an ist dein Name über uns. Warum hast du uns abirren lassen, o Herr, von deinem Weg, hast verhärtet unsere Herzen, dass sie dich nicht fürchteten? Kehre dich her um deiner Knechte willen, um der Stämme deines Erbes willen, auf dass wir ein wenig Anteil erhalten an deinem heiligen Berg. Unsere Feinde haben dein Heiligtum niedergetreten. Wir sind geworden Wie zu Anfang, als du nicht über uns herrschtest noch dein Name angerufen wurde über uns.
Wenn du öffnest die Himmel, wird Erbeben vor dir die Berge erfassen, Wie Wachs zerschmilzt vor dem Feuer. Verbrennen wird Feuer deine Feinde, und offenbar wird sein dein Name deinen Widersachern. Vor deinem Angesicht werden erschüttert werden die Völker. Wenn du Wunderbares wirkst, wird Erbeben vor dir die Berge ergreifen. Von jeher haben wir nicht gehört noch haben unsere Augen gesehen einen Gott außer dir. Deine Werke sind wahrhaft, und du wirkst Erbarmen an denen, die auf dich harren. Denn entgegenkommen wird das Erbarmen denen, die Gerechtigkeit üben, und deiner Wege werden sie gedenken.
Und nun, o Herr, bist du unser Vater. Wir aber sind Ton, und du bist unser Bildner. Werke deiner Hände sind wir alle. Zürne uns, o Herr, nicht allzu sehr und gedenke nicht fernerhin unserer Missetaten. Und jetzt schau hernieder, o Herr, denn dein Volk sind wir alle.
(Jes 63, 15 - 64, 9)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus der Prophetie von Jeremias.
D: Lasst uns aufmerken.
     L: So spricht der Herr: Ich gedachte des Erbarmens deiner Jugend, und der Liebe deiner Vollkommenheit, als du folgtest dem Heiligen Israels, spricht der Herr, der Heilige Israels. Dem Herrn gehörte der Erstling seiner Sprösslinge. Alle, die davon essen, werden in Schuld geraten. Unheil wird über sie kommen, spricht der Herr. Höret das Wort des Herrn, Haus Jakob und jeder Stamm vom Hause Israel.
So spricht der Herr: Welches Unrecht haben eure Väter an mir gefunden, dass sie sich weit entfernten von mir, dass sie herliefen hinter Nichtigem und selber nichtig wurden? Sie sagten nicht: Wo ist der Herr, der uns herausgeführt hat aus dem Lande Ägypten, der uns geführt hat in der Wüste, in undurchdringlichem und unwegsamem Land, im Land ohne Wasser und Frucht und im Schatten des Todes, im Lande, das kein Mensch durchwandert und wo kein Menschenkind wohnt? Ich habe euch zum Karmel geführt, um seine Früchte und seine Güter zu genießen. Ihr aber seid eingezogen, habt besudelt mein Land und mein Erbe zum Gräuel gemacht. Die Priester sprachen nicht: Wo ist der Herr? Und die sich mit dem Gesetz befassen, kannten mich nicht. Die Hirten frevelten wider mich. Die Propheten weissagten im Namen des Baal und liefen hinter Nichtsnutzigen her. Darum werde ich weiterhin über euch richten, spricht der Herr, und über die Kinder eurer Kinder werde ich richten. Geht hinüber zu den Inseln der Chittäer und schaut und schickt hin nach Kedar. Erkundigt euch genau und schaut, ob solches geschehen ist, ob die Heidenvölker ihre Götter ausgetauscht haben, wiewohl sie doch gar keine Götter sind. Mein Volk aber hat seine Herrlichkeit gegen Nichtsnutziges ausgetauscht Darüber hat sich der Himmel entsetzt und ist gewaltig erbebt, spricht der Herr.
(Jer 2, 1-12)
D: Weisheit.
     L: Lesung aus dem Buch der Weißheit Salomos.
D: Lasst uns aufmerken.
Der Leser liest die Parimie.
     Weish 3, 1-9 ( Stelle lesen: Weish 3, 1-9 )
Inständige Ektenie:
D: Lasst uns alle sagen mit ganzer Seele, und mit ganzem Verstand lasst uns sagen.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
Würdige uns, Herr:
     Ch: Würdige uns, Herr, an diesem Abend sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen. Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich. Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Gebieter, lass mich verstehen Deine Ordnungen. Gesegnet bist Du, Heiliger, erleuchte mich durch Deine Ordnungen. Herr Dein Erbarmen währt auf ewig, sieh nicht hinweg über die Werke Deiner Hände. Dir gebührt Lob, Dir gebührt Preisgesang, Verherrlichung gebührt Dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Abendgebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Es sei die Herrschaft Deines Königtums gesegnet und verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
An Festtagen singt der Chor die Stichiren zur Litia. Der Priester geht in den Narthex und Weihrächert die Kirche.

Stichire der Kirche, in welcher der Gottesdienst gefeiert wird. Dann:
Ton 1. Stichiren des Großmärtyrers. (von Georgios von Sizilien)
Freu dich im Herrn, du Stadt Thessaloniki. / Juble und tanze glanzvoll geschmückt im Glauben. / Denn Dimítrios, der überaus ruhmvolle Kämpfer / und Zeuge der Wahrheit ruht in dir gleich einem Schatze. / Empfange die Wunderheilungen und schaue. / Denn siehe, wie die Verwegenheiten der Barbaren werden zurückgeworfen, / und rufe dankbar hinauf zum Erretter: / Herr, dir sei die Ehre!
(von Anatolios)
In der Lieblichkeit der Lieder / wolle wir erglänzen lassen den heutigen Tag / und besingen die Kämpfe des Martyrers. / Denn gegeben ist uns zum Ruhme der große Dimítrios. / Hat er doch die Angriffe der Tyrannen mannhaft zunichte gemacht, / als mutig zum Stadion er eilte. / Und ruhmvoll trägt er die Siegeszeichen, / da er fleht bei dem Erretter / um die Rettung unserer Seelen.
(nach: Der himmlischen Ordnungen)
Auf, ihr Gläubigen, versammelt wollen wir preisen / den großen Kämpfer und edlen Streiter / Dimítrios, der des Feindes / gesamte Macht hat niedergetreten, / indem zu ihm wir rufen im Glauben: / Für uns Christus, o Martyrer, bitte.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 2. Stichire des Großmärtyrers. (von Germanos)
In den überweltlichen Gezelten / hat deinem Geiste, weiser Martyrer Dimítrios, / Christus Gott, weil ohne Tadel, Zutritt gewährt. / Denn zum Streiter für die Dreifalt bist du geworden, / als du mutig kämpftest / in dem Stadion als wärest du aus hartem Eisen. / Als man, Allehrwürdiger, die reine Seite / dir mit einer Lanze durchstach, / da bist du zum Nachahmer dessen geworden, / der am Holze ward ausgespannt zum Heile der Welt, / und hast die Kraft der Wunder empfangen, / der du Heilungen gewährst den Menschen in reichem Maße. / Darum feiern wir heute / dein Entschlafen und ehren nach Gebühr / dich, der du dem Herrn hast die Ehre erwiesen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Im selben Ton. Theotokion des Großmärtyrers.
O des großen Mysteriums! Da ich schaue / die Wunder, verkünde ich die Gottheit / und verleugne nicht die Menschheit. / Denn der Emmanuel hat geöffnet / als Mensch die Pforten der Natur, / doch das Tor der Jungfräulichkeit als Gott verschlossen gehalten. / Denn aus dem Mutterschoß ist er so hervorgegangen, / wie er eingegangen ist durch das Hören. / So ist er Fleisch geworden wie er ward empfangen. / Eingegangen ist er leidlos, unsagbar hervorgegangen / nach dem Propheten, der da sagt: / Diese Türe wird geschlossen sein, / und niemand hat sie durchschritten / außer dem Herrn, dem Gotte Israels, / der da hat das große Erbarmen.
Die Ektenie zur Litia. Die erwähnten Heiligen unterscheiden sich von Kirche zu Kirche.
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, vierzigmal.
D: Auch beten wir für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für all unsere Brüder und Schwestern in Christus und für jede christliche Seele, die in Trübsal und Mühen nach Gottes Hilfe und Gnade verlangt. Wir beten um Schutz für dieses Stadt und die darin leben (oder dieses Dorf, oder dieses Kloster), um den Frieden und die Sicherheit der ganzen Welt, um den schönen Stand der heiligen Kirchen Gottes, um Heil und Hilfe für unsere Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die mit Gottesfurcht und Eifer ihre Arbeit und ihren Dienst tun, für die Reisenden und Abwesenden. Wir beten um die Genesung der Kranken, um Ruhe, Erquickung, seliges Gedenken, Vergebung der Sünden für alle im Glauben uns vorangegangenen, rechtgläubig gen Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, die hier und allerorten ruhen. Wir beten um die Befreiung der Gefangenen und Gefolterten. Wir beten für all unsere Bruder und Schwestern und ihren Dienst, für alle, die in diesem heiligen Tempel (oder in diesem heiligen Kloster) dienen und gedient haben. Für sie alle lasst uns sagen:
     Ch: Herr, erbarme Dich, fünfzigmal.
D: Auch beten wir für den Schutz dieser Stadt (oder diese Dorfes), dieser heiligen Kirche (oder dieses Klosters), jeder Stadt und allen Landes, damit sie bewahrt werden vor Hungersnot, Seuchen, Erdbeben, Überschwemmung, Feuer, Schwert, Ansturm fremder Völker und Bürgerkrieg, dass unser guter und menschenliebender Gott uns gnädig sei und nach Seinem Wohlgefallen fern von uns halte jeden gegen uns gerichteten Zorn und uns befreie von Seiner gerechten Strafe und Sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
D: Auch beten wir, dass Gott, der Herr, die Bitten von uns Sündern erhöre und sich unser erbarme.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal.
P: Erhöre uns, Gott, unser Erlöser, Du Hoffnung aller bis an die Enden der Erde und all derer, die auf dem hohen Meere sind, der Du gnädig bist allen, sei auch uns gnädig, Gebieter, ob unserer Sünden, und erbarme Dich unser. Denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Beugen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
Der Priester spricht das Hauptbeugungsgebet:
P: Gebieter, reich an Erbarmen, Herr Jesus Christus, unser Gott: Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen und körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer, der seligen Gott tragenden Väter, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: nimm auf unsere Bitten, schenke uns die Vergebung unserer Übertretungen, bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel, treibe hinweg von uns jeden Feind und Widersacher, gib Frieden in unser Leben, Herr, erbarme Dich unser und Deiner Welt, und erlöse unsere Seelen, Du Gütiger und Menschenliebender.
     Ch: Amen.
Der Chor singt die Stichiren zum Stichos (Aposticha). Falls es eine Litia gab, geht der Priester aus dem Narthex zur Festtagsikone. Falls nicht, bleibt er im Altar.
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
Dich, den fleischgewordenen Erretter, / Christus, der nicht von den Himmeln geschieden, / preisen wir hoch im Schalle der Lieder. / Denn Kreuz und Tod hast du auf dich genommen / um unseres Geschlechtes willen / als der Herr, der da liebt die Menschen. / Du hast geplündert die Tore des Hades / und bist erstanden am dritten Tage, // um unsere Seelen zu retten.
Der Herr ist König, Er hat Sich mit Hoheit bekleidet.
Aus deiner durchbohrten Seite, Lebenspender, / ließest du allen quellen / Ströme der Vergebung, des Lebens und des Heiles. / Im Fleische hast du den Tod angenommen / und uns geschenkt Unsterblichkeit. / Wohnung hast du genommen im Grabe, / uns aber gegeben die Freiheit, / da du uns mit dir ließest auferstehen glorreich als Gott. / Darum wollen wir rufen: // „Herr, du Menschenliebender, Ehre sei dir.“
Denn Er hat ja den Erdkreis gefestigt, der wird nicht wanken.
Wunderbar, Menschenliebender, ist deine Kreuzigung / und dein Hinabstieg in den Hades. / Denn du hast ihn ausgeraubt und mit dir auferweckt / die von jeher Gefesselten als Gott in Herrlichkeit. / Das Paradies hast du geöffnet / und sie gewürdigt, es in Besitz zu nehmen. / So schenk auch uns die Vergebung der Sünden, / die wir verehren deine Erweckung am dritten Tage, / und mach uns zu Bewohnern des Paradieses // als der einzig Barmherzige.
Deinem Hause gebührt Heiligkeit, Herr, in die Länge der Tage.
Der du um unsertwillen im Fleische / hast das Leiden angenommen / und bist auferstanden am dritten Tage, / heile die Leidenschaften unseres Fleisches, / lass uns aufstehen aus schlimmen Verfehlungen // und rette uns, du Menschenliebender.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Stichire des Großmärtyrers. (von Anatolios)
Deine heiligste und unbefleckte Seele / hat, besungener Dimítrios, / das himmlische Jerusalem zur Wohnstatt, / dessen Mauern wurden gezogen / von den erhabenen Händen / Gottes, des Unsichtbaren. / Doch besitzt auch deinen Leib, der hoch steht in Ehren / und große Kämpfe hat sieg reich bestanden / eine hochberühmte Kirche auf Erden, / er, der Schatz an Wundern, den niemand kann plündern, / und hilfreiche Abwehr von Krankheit. / Da wir herbei nun eilen, / schöpfen wir die Heilungen. / Beschütze, du Allgerühmter, / deine dich hoch erhebende Stadt / vor den Angriffen von Feinden, / der du freien Zugang hast zu Christus, / der dir Ehre hat verliehen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 5. Theotokion des Sonntags.
Tempel und Pforte bist du, Palast und Thron des Königs, / allehrwürdige Jungfrau, / durch welche Christus, der Herr, mein Erlöser, / denen erschienen ist, die schliefen im Dunkel, / als die Sonne der Gerechtigkeit, / um jene zu erleuchten / die er mit seiner Hand hatte geschaffen / nach seinem eigenen Bilde. / So bitte ohne Unterlass, du Allbesungene, / die du mütterlichen Freimut bei ihm besitzest // dass errettet werden unsere Seelen.
Gebet des Hl. Simeon:
     Ch: Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, nach Deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor aller Völker Angesicht: Licht zur Offenbarung für die Nationen und Herrlichkeit Deines Volkes Israel.
Trishagion bis Vater unser:
     L: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Allheilige Dreiheit, erbarme Dich unser. Herr, sei gnädig ob unserer Sünden. Gebieter, verzeih uns unsere Gesetzlosigkeiten. Heiliger, suche unsere Schwächen heim und heile sie um Deines Namens willen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Vater unser, der Du bist in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name. Dein Königtum komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser notwendiges Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
P: Denn Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 4. Tropar.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Gottesgebärerin Jungfrau, freue Dich, begnadete Maria, der Herr ist mit Dir; Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht Deines Schoßes, denn geboren hast Du den Erretter unserer Seelen.
Ton 3. Tropar des Großmärtyrers.
Einen großen Verteidiger in Gefahren / hat in dir gefunden der Erdkreis, Sieggekrönter, / der in die Flucht schlägt die Heiden. / Wie du zuschanden gemacht des Lyäos Anmaßung, / da du stärktest im Stadion den Nestor, / so bitte, heiliger Großmartyrer Dimítrios, Christus Gott, / dass wir erlangen das große Erbarmen.
An Festtagen die Brotsegnung (Artoklasia). Der Diakon weihräuchert, während die Tropare des Abends gesungen werden. Danach segnet der Priester die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl:
P: Herr, Jesus Christus, der Du gesegnet hast die fünf Brote in der Wüste und fünftausend gespeist, segne Du Selbst auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehre sie in dieser Stadt (oder in diesem Dorf, oder in diesem heiligen Kloster) und Deiner ganzen Welt und heilige die davon genießenden Gläubigen. Denn Du bist es, der alles segnet und heiligt, Christus unser Gott, und Dir senden wir die Verherrlichung empor samt Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
     Ch: Der Name des Herrn sei gesegnet von nun an bis in Ewigkeit, dreimal.
Es folgt der 33. Psalm:
     Ch: 1. Segnen will ich den Herrn zu jeder Zeit, / stets ist Sein Lob in meinem Mund. 2. Im Herrn wird sich meine Seele rühmen, / hören sollen es die Sanftmütigen und frohgemut sein. 1. Hochpreiset den Herrn mit mir, / und lasst uns gemeinsam Seinen Namen erhöhen. 2. Ich suchte den Herrn, und Er hat mich erhört, / und aus all meinen Bedrängnissen hat Er mich erlöst. 1. Kommet zu Ihm und werdet erleuchtet, / und eure Angesichter werden gewiss nicht beschämt. 2. Dieser Arme schrie, und der Herr erhörte ihn, / und aus all seinen Bedrängnissen hat Er ihn errettet. 1. Lagern wird sich ein Engel des Herrn rings um jene, die Ihn fürchten, / und Er wird sie erlösen. 2. Kostet und seht, dass der Herr gütig ist; / selig der Mann, der da hofft auf Ihn. 1. Fürchtet den Herrn, ihr all Seine Heiligen; / denn keinen Mangel gibt es für jene, die Ihn fürchten. 2. Reiche sind arm geworden und haben gehungert, / doch die den Herrn suchen, werden keines Gutes entbehren.
P: Der Segen der Herren komme über euch durch Seine Gnade und Menschenliebe, jetzt, und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.

ORTHROS

Es beginnt der Morgengottesdienst. Im Zentrum der Kirche wird der Hexapsalm gelesen. Wir hören mit Schweigen und Ergriffenheit zu. Das Licht und die Kerzen werden ausgemacht.
Herrlichkeit Gott in den Höhen und auf Erden Friede und den Menschen Sein Wohlgefallen. Dreimal.
Herr, tue auf meine Lippen, dass mein Mund Dein Lob verkünde. Zweimal.
Psalm 3: Ach Herr, warum sind so viele, die mich anfechten, so viele, die wider mich aufstehen? Viele sagen von mir: Er hat keine Hilfe bei Gott. Aber Du, Herr, bist mir Schild und Ehre, Du hebest mein Haupt empor. Laut rufe ich zum Herrn, und Er erhört mich von Seinem heiligen Berge. Ich lag und schlief; nun bin ich erwacht, denn der Herr stützet mich. Ich fürchte mich nicht vor viel tausenden Volkes, die sich rings wider mich lagern. Stehe auf, o Herr, hilf mir, mein Gott. Denn Du zerschlägst all meinen Feinden die Backen, der Gottlosen Zähne zerschmetterst Du. Beim Herrn ist die Hilfe. Dein Segen über Deinem Volke.
Ich lag und schlief; nun bin ich erwacht, denn der Herr stützet mich.
Psalm 37: Herr, strafe mich nicht in Deinem Zorne, und züchtige mich nicht in Deinem Grimme. Denn Deine Pfeile haben mich getroffen, und Deine Hand ist auf mich herabgefahren. Nichts Gesundes ist an meinem Fleische ob Deines Grolls, nichts Heiles ist an meinen Gebeinen ob meiner Sünde. Denn meine Missetaten gehen über mein Haupt, wie eine schwere Last erdrücken sie mich. Es riechen und eitern meine Wunden ob meiner Torheit. Ich bin gekrümmt und tief gebeugt, den ganzen Tag gehe ich trauernd einher. Denn meine Lenden sind voll Brandes, und nichts Heiles ist an meinem Fleische. Ich bin gepeinigt und gar sehr gedemütigt; ich stöhne vor Unruhe meines Herzens. Herr, all mein Verlangen liegt offen vor Dir, und mein Seufzen ist Dir nicht verborgen. Mein Herz pocht heftig, meine Kraft hat mich verlassen; auch das Licht meiner Augen ist dahin. Meine Freunde und Gefährten stehen abseits von mir, und meine Nächsten halten sich ferne. Die mir nach dem Leben trachten, legen Schlingen, und die mein Unheil suchen, beschließen Verderben und sinnen auf Arglist den ganzen Tag. Ich aber bin wie ein Tauber ohne Gehör und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut. Ich bin geworden wie einer, der nicht hört und in dessen Mund keine Erwiderung ist. Denn Deiner harre ich, Herr, Du wirst mich erhören, o Herr, mein Gott. Ich spreche: „Dass sich nur nicht freuen meine Feinde über mich und wider mich großtun, wenn mein Fuß wankt.“ Denn ich bin bereit, gegeißelt zu werden, und mein Schmerz verlässt mich nie. Ich bekenne meine Schuld und sorge mich ob meiner Sünde. Aber meine Feinde leben und sind mächtig, und derer, die mich hassen ohne Grund, sind viele. Die mir Gutes mit Bösem vergelten, verurteilen mich, weil ich dem Guten nachjage. Verlass mich nicht, o Herr. Mein Gott, sei mir nicht ferne. Eile mir zu helfen, o Herr, mein Heil.
Verlaß mich nicht, o Herr. Mein Gott, sei mir nicht ferne. Eile mir zu helfen, o Herr, mein Heil.
Psalm 62: O Gott, mein Gott, früh erwache ich zu Dir; meine Seele dürstet nach Dir. Mein Leib schmachtet nach Dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So habe ich Dich geschaut im Heiligtum, habe gesehen Deine Macht und Herrlichkeit. Denn Deine Gnade ist besser als das Leben; meine Lippen sollen Dich preisen. So will ich Dich loben mein Leben lang, will in Deinem Namen meine Hände erheben. Gleich wie an Mark und Fett ersättige sich meine Seele, und mit jauchzenden Lippen lobpreise mein Mund, wenn ich Deiner auf meinem Lager gedenke, in Nachtwachen über Dich sinne. Denn Du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir, Deine Rechte hält mich fest. Sie aber, die mir vergebens nach dem Leben trachten, werden in die Tiefe der Erde hinabfahren. Sie werden dem Schwerte dahingegeben, die Beute der Schakale werden sie. Doch der König wird sich Gottes freuen, alle, die bei Ihm schwören, werden sich rühmen; denn den Lügnern wird der Mund gestopft.
In Nachtwachen sinne ich über Dich. Denn Du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten Deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an Dir, Deine Rechte hält mich fest.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal, ohne Verbeugungen.
Herr, erbarme Dich, dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Der Priester betet vor den Königlichen Türen.
Psalm 87: O Herr, Du Gott meines Heils, ich rufe um Hilfe bei Tage und schreie des Nachts vor Dir. Laß mein Gebet vor Dich kommen, neige Dein Ohr zu meinem Flehen, Herr. Denn meine Seele ist mit Unheil gesättigt und mein Leben dem Totenreich nahe. Schon zähle ich zu denen, die zur Grube fuhren; ich bin geworden wie ein Mensch ohne Hilfe, entlassen zu den Toten, den Erschlagenen gleich, die im Grabe schlafen, derer Du nicht mehr gedenkst und die von Deiner hilfreichen Hand geschieden sind. Man brachte mich in die unterste Grube, in Finsternis und Schatten des Todes. Schwer lastet Dein Grimm auf mir, all Deine Wogen gehen über mich hin. Meine Freunde hast Du mir entfremdet, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin ausgeliefert und habe keinen Ausweg. Meine Augen erlöschen vor Elend. Ich rufe Dich an, o Herr, den ganzen Tag. Ich strecke meine Hand aus nach Dir. Wirst Du an den Toten Wunder tun? Werden Ärzte sie auferwecken, daß sie Dich preisen? Wird Deine Barmherzigkeit im Grabe verkündigt und Deine Treue im Abgrund? Werden Deine Wunder in der Finsternis kund, Deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens? Darum schreie ich zu Dir, o Herr, und lasse am frühen Morgen mein Gebet vor Dich kommen. Warum, Herr, verstoßest Du meine Seele, verbirgst Dein Antlitz vor mir? Arm bin ich und mühselig von Jugend auf, erhöht und doch gedemütigt und betrübt. Dein Zorn geht über mich hin, Deine Schrecknisse vernichten mich. Sie umfluten mich wie Wasser den ganzen Tag; sie umringen mich allzumal. Den Freund und Gefährten hast Du mir entfremdet, mein Vertrauter ist die Finsternis.
O Herr, Du Gott meines Heils, ich rufe um Hilfe bei Tage und schreie des Nachts vor Dir. Laß mein Gebet vor Dich kommen, neige Dein Ohr zu meinem Flehen, Herr.
Psalm 102: Segne, meine Seele, den Herrn, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen. Segne, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht all seine Vergeltungen. Ihn, der all deine Gesetzlosigkeiten sühnt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt in Erbarmen und Mitleid, der mit Gutem dein Verlangen stillt; deine Jugend wird sich erneuern gleich der des Adlers. Es übt ja Erbarmung der Herr und Gericht für alle, die Unrecht erleiden. Kundgetan hat er dem Moses seine Wege, den Söhnen Israels seinen Willen. Mitleidvoll und erbarmungsreich ist der Herr, langmütig und vielerbarmend: nicht bis ans Ende wird er zürnen und nicht auf ewig grollen. Nicht nach unseren Gesetzlosigkeiten hat er uns getan, und nicht nach unseren Sünden uns vergolten. Denn wie des Himmels Höhe über die Erde ragt, so hat der Herr sein Erbarmen stark gemacht über denen, die ihn fürchten. So fern der Aufgang vom Untergang ist, so weit hat er unsere Gesetzlosigkeiten von uns entfernt. Wie ein Vater Mitleid hat mit den Söhnen, so hatte der Herr Mitleid mit denen, die ihn fürchten. Denn er weiß ja, welch ein Gebilde wir sind, er gedachte dessen, dass wir Staub sind. Der Mensch, wie Gras sind seine Tage, wie eine Blume des Feldes, so wird er verblühen. Denn geht ein Hauch durch ihn hindurch, so wird er nicht mehr sein und seinen Platz nicht mehr wiedererkennen. Das Erbarmen des Herrn aber ist von Ewigkeit her und bis in Ewigkeit über denen, die ihn fürchten. Und seine Gerechtigkeit ist über den Kindeskindern, bei denen, die seinen Bund bewahren und seiner Gebote gedenken, um sie zu tun. Der Herr hat seinen Thron im Himmel bereitet, und sein Königtum gebietet über das All. Segnet den Herrn, all seine Engel, Mächtige in Kraft, die ihr sein Wort tut, sobald ihr hört den Ruf seiner Worte. Segnet den Herrn, all seine Mächte, seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Segnet den Herrn, all seine Werke; an jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
An jedem Orte seiner Herrschaft: segne, meine Seele, den Herrn.
Psalm 142: Herr, erhöre mein Gebet, nimm zu Ohren meine Bitte in Deiner Wahrheit, erhöre mich in Deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht; denn kein Lebender wird vor Dir als gerecht erfunden werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, mein Leben bis zur Erde erniedrigt, an finstere Orte mich versetzt, gleich lange Toten. Und es verzagte über mich mein Geist, in mir ward aufgewühlt mein Herz. Ich gedachte der alten Tage, sann nach über all Deine Werke, über die Schöpfungen Deiner Hände sann ich nach. Ausgebreitet zu Dir habe ich meine Hände; meine Seele ist wie wasserloses Land vor Dir. Eilends erhöre mich, Herr, mein Geist begann zu schwinden. Wende nicht Dein Angesicht von mir ab, oder ich werde denen gleich, die hinabsteigen in die Grube. Vernehmbar mache mir am Morgen Dein Erbarmen; denn auf Dich habe ich gehofft. Lass mich erkennen, Herr, den Weg, auf dem ich gehen soll; denn zu Dir habe ich erhoben meine Seele. Entreiße mich meinen Feinden, Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet. Lehre mich, Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land. Um Deines Namens willen, Herr, wollest Du mich beleben, in Deiner Gerechtigkeit aus der Bedrängnis führen meine Seele; in Deinem Erbarmen wollest Du ausrotten meine Feinde, zugrunde richten alle, die meine Seele bedrängen; denn ich bin Dein Knecht.
In Deiner Gerechtigkeit erhöre mich. Gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht. Zweimal.
Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigekit. Amen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Große Ektenie:
D: In Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Um den Frieden von oben und die Errettung unserer Seelen lasst uns beten zum Herrn.
D: Um den Frieden der ganzen Welt, den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller lasst uns beten zum Herrn.
D: Für dieses heilige Haus und alle, die mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht hier eintreten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, den gesamten Klerus und alles Volk, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für diese Stadt (oder dieses Dorf, oder dieses heilige Kloster), für jede Stadt, alles Land und die Gläubigen, die darin leben, lasst uns beten zum Herrn.
D: Um günstige Witterung, reichen Ertrag der Früchte der Erde und friedliche Zeiten, lasst uns beten zum Herrn.
D: Für die Reisenden, die Kranken, Notleidenden und Gefangenen und um ihre Errettung lasst uns beten zum Herrn.
D: Dass wir erlöst werden von aller Bedrängnis, Zorn und Not, lasst uns beten zum Herrn.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir gebührt alle Verherrlichung, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit
     Ch: Amen.
„Gott ist der Herr“ wird im Ton des Tages gesungen:
D: Gott ist der Herr und ist uns erschienen; gesegnet, Der da kommt im Namen des Herrn.
     Ch: Gott ist der Herr und ist... Zu jedem Vers.
Vers: Bekennet den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währet ewig.
Vers: Umringen mich auch alle Völker, im Namen des Herrn nehme ich Rache.
Vers: Ich werde nicht sterben; ich werde leben und die Taten des Herrn verkünden.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen, Er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
Tropare der Tagesfeste.
Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 3. Tropar des Großmärtyrers.
Einen großen Verteidiger in Gefahren / hat in dir gefunden der Erdkreis, Sieggekrönter, / der in die Flucht schlägt die Heiden. / Wie du zuschanden gemacht des Lyäos Anmaßung, / da du stärktest im Stadion den Nestor, / so bitte, heiliger Großmartyrer Dimítrios, Christus Gott, / dass wir erlangen das große Erbarmen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 8. Tropar des Erdbebens.
Der du blickst auf die Erde und lässt sie erbeben, / von der furchtbaren Bedrohung durch das Beben uns befreie / und sende uns, Christus Gott, herab dein reiches Erbarmen / auf die Bitten der Gottesgebärerin, allein Menschenliebender.
Es wird das zweite Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalme 9 bis 16, nach westlicher Nummerierung 9 bis 17. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein ist die Herrschaft, und Dein ist das Königtum und die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Sedalen des Sonntags.
Dem Kreuz des Herren wollen höchste Ehre wir erweisen; / sein heil'ges Grab laßt uns in Liedern lobpreisen / und seine Auferstehung herrlich uns rühmen. / Denn aus den Gräbern als Gott hat er die Toten mitauferweckt, / hat dem Tode genommen / die Kraft und die Macht dem Teufel // und hat Licht denen im Hades gebracht.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
O Herr, einen Toten man dich nannte, der du den Tod hast zutode gebracht. / In einem Grabe man dich bestattete, der du leer gemacht die Gräber. / Soldaten oben dein Grab bewachten, da du unten die Toten von jeher ließest auferstehn. // Allgewaltiger Herr, unbegreiflicher, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O sei gegrüßt, du hochheiliger Berg, von Gott beschritten; / o sei gegrüßt, beseelter Dornbusch, gar unverbrannt; / o sei gegrüßt, du Brücke einzig der Welt zu Gott, / die du führst hinüber die Verstorbenen zum ewigen Leben. / Sei gegrüßt, Jungfrau unversehrt, / die ohne Mann hat geboren // unserer Seelen Errettung.
Es wird das dritte Kathisma aus dem Psalter gelesen. ( Psalme 17 bis 23, nach westlicher Nummerierung 18 bis 24. )
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein guter und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Sedalen des Sonntags.
O Herr, nach der Auferstehung am dritten Tage und der Anbetung durch die Apostel / rief Petrus zu dir: Die Frauen waren mutig, ich aber feige. / Der Räuber bekannte dich als Gott, ich aber verleugnete dich. / Wirst du mich nennen wohl auch künftig einen Jünger / oder mich wiederum machen zum Fischer der Tiefe? // So. nimm mich an, o Gott, als Büßer und rette mich!
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
O Herr, inmitten von Verurteilten nagelten dich an die Verächter des Gesetzes / und durchstießen mit einer Lanze, Barmherziger, deine Seite. / Das Grab aber hast du angenommen, / hast beseitigt die Pforten des Hades und bist auferstanden am dritten Tage. / Die Frauen eilten, dich zu sehn und verkündeten den Aposteln die Erweckung. / Du über alles erhobener Erretter, / welchen besingen die Apostel, // o Herr, gepriesener, Ehre sei dir.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Ehe Unerfahrene, o Braut, du Mutter Gottes, / die Evas Trauer hat gewendet in Freude, / wir Gläubige besingen und verehren dich, / denn enthoben hast du uns dem alten Fluche / und nun flehst du ohn' Unterlaß, Allheilige allbesungen, // daß wir werden errettet.
An hohen Festtagen findet der Polyeleos statt. Der Priester legt das Phelonion an. Die Zelebranten stellen sich mit brennenden Kerzen vor der Ikone des Feiertags auf. Der Vorsteher weihräuchert die Kirche. Gekürtzte Fassung:
Lobet den Namen des Herrn, lobet ihr Diener den Herrn. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Gepriesen sei der Herr vom Sion her, Er, der in Jerusalem wohnt. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn: Er ist freundlich, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
Danket dem Herrn des Himmels, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluïa, alleluïa, alleluïa.
An großen Festen wird eine Hochpreisung gesungen.
Hochpresiung des Großmärtyrers.
Wir hochpreisen dich, / heiliger Hierarch Demetrios / und wir ehren dein heiliges Gedächtnis, / denn du bittest für unsere Seelen / zu Christus, unserem Gott.
Sonntagstropare, Ton 5:
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die Versammlung der Engel war erstaunt, / Dich zu sehen, Erlöser, / den im Totenreich Geglaubten, / der Du die Gewalt des Todes gebrochen / und mit Dir Selbst Adam auferweckt / und aus dem Hades alle befreit hast.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
„Was mischt ihr den Balsam mitleidsvoll mit Tränen, ihr Jüngerinnen?“ / rief der im Grabe blitzende Engel den Myrrhenträgerinnen zu: / „Ihr seht das Grab und erkennet: / Der Erlöser ist auferstanden aus dem Grabe.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Am frühen Morgen eilten die Myrrhenträgerinnen / wehklagend zu Deinem Grabe. / Es trat aber der Engel vor sie hin und sprach: / „Die Zeit des Klagens ist vorüber, weinet nicht, / vielmehr die Auferstehung verkündet den Aposteln.“
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen.
Die myrrhentragenden Frauen, die mit Balsam kamen zu Deinem Grabe, Erlöser, / wurden vom Engel laut angerufen, / der zu ihnen sprach: / „Was glaubt ihr unter den Toten den Lebenden. / Denn als Gott ist Er auferstanden aus dem Grabe.“
Ehre: Wir beten an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist: / die Heilige Dreiheit in einem Wesen; / mit den Seraphim rufen wir: / „Heilig, heilig, heilig bist Du, o Herr.“
Jetzt: Den Lebenspender hast du geboren / und Adam befreit von der Sünde, o Jungfrau. / Freude aber hast du Eva gegen Trübsal getauscht. / Lenke uns hin zu dem, der das Leben hervorströmen läßt, / dem aus dir Fleisch gewordenen Gott und Menschen.
Alleluïa, alleluïa, alleluïa. Ehre Dir, o Gott. Dreimal.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dein Name ist gesegnet, und Dein Königtum ist verherrlicht, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Ipakoi.
Durch den Anblick des Engels im Geiste in Erstaunen versetzt / und durch die göttliche Erweckung in der Seele erleuchtet / brachten die Myrrhenträgerinnen den Aposteln die frohe Botschaft: / Verkündet den Völkern die Auferstehung des Herren, // der beisteht durch Wunder und uns gewährt das große Erbarmen.
Ton 5. Stufengesänge (Stepenny).
1. Antiphon
In meiner Drangsal sing ich dir mit den Worten Davids, mein Heiland: Rette meine Seele vor einer Zunge voll Arglist.
Die Zurückgezogenen führen ein seliges Leben, die beflügelt sind von göttlicher Liebe.
Ehre, Jetzt.
Vom Heiligen Geiste wird alles Sichtbare samt dem Unsichtbaren durchdrungen; denn unumschränkt herrscht er untrüglich als der Dreifaltigkeit Einer.

2. Antiphon
Zu den Bergen wollen wir uns, o Seele, erheben, wohlan dorthin, woher Hilfe wird kommen.
Deine rechte Hand, auch mich möge sie eilends, o Christus, vor jeglichem Anschlag beschützen.
Ehre, Jetzt.
Den Heiligen Geist laßt als Gott uns bekennen und sagen: Du bist Gott, Leben, Licht, Geist und Güte, du bist König in Ewigkeit.
3. Antiphon
Über jene von großer Freude erfüllt, die mir sagten: Zu den Höfen des Herrn laßt uns ziehn!, send ich Gebete empor.
Schreckliches sich am Hause Davids vollzieht; denn Feuer verbrennt jeden schändlichen Sinn.
Ehre, Jetzt.
Dem Heiligen Geist ist es eigen, Leben zu spenden; denn von ihm wird jedes Lebewesen beseelt wie im Vater und im Logos zugleich.
Prokimenon und Lesung des Evangeliums.
D: Weisheit. P: Friede allen. Ch: Und deinem Geiste.
D: Weisheit.

Ton 5. Prokimenon des Sonntags.
D: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand, denn Du wirst herrschen in alle Ewigkeit.
     Ch: Stehe auf, o Herr…
Vers: Ich will Dich bekennen, o Herr, mit meinem ganzen Herzen, will Deine Wunder besingen.
     Ch: Stehe auf, o Herr…
D: Stehe auf, o Herr, mein Gott, erhebe Deine Hand. Ch: Denn Du wirst herrschen in alle Ewigkeit.
D: Lasst uns beten zum Herrn. Ch: Herr, erbarme Dich.
P: Denn heilig bist Du, unser Gott, und ruhest im Heiligen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
Vers: Lobet den Herrn im Heiligen lobet Ihn in der Wohnstätte Seiner Macht.
     Ch: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
D: Alles, was Odem hat. Ch: Lobe den Herrn.
D: Damit wir gewürdigt werden zu hören das heilige Evangelium, lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Dreimal.
D: Weisheit. Aufrecht. Lasst uns hören das heilige Evangelium.
P: Friede allen. Er segnet das Volk. Ch: Und deinem Geiste.
P: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
D: Lasst uns aufmerken.
Elftes Auferstehungsevangelium.
In jener Zeit erschien Jesus seinen Jüngern, nachdem er von den Toten auferweckt worden war, und spricht zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Hege meine Lämmer.“ Wiederum spricht er zu ihm zum zweiten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich?“ Er sagt zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Spricht er zu ihm: „Weide meine Schafe.“ Er spricht zu ihm zum dritten Mal: „Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb?“ Petrus wurde traurig, weil er zu ihm zum dritten Mal sprach: „Hast du mich lieb?“, und sagt zu ihm: „Herr, du weißt alles; du erkennst, dass ich dich lieb habe.“ Jesus spricht zu ihm: „Hege meine Schafe. Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingest umher, wohin du wolltest. Wann du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.“ Dies aber sagte er, um zu bezeichnen, mit welchem Tod er Gott verherrlichen werde. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: „Folge mir nach.“ Petrus wandte sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: „Herr, wer ist es, der dich überliefert?“ Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: „Herr, dieser aber – was ist mit ihm?“ Jesus spricht zu ihm: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Du folge mir nach.“ Dieses Wort nun ging aus unter die Brüder, dass jener Jünger nicht sterbe. Doch Jesus sprach nicht zu ihm, dass er nicht sterbe, sondern: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?“ Dieser ist der Jünger, der davon zeugt und dies geschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. Es gibt aber auch vieles andere, was Jesus getan hat; wenn dies alles einzeln niedergeschrieben würde, so könnte – meine ich – selbst die Welt die Bücher, die zu schreiben wären, nicht fassen. Amen.
(Joh 21, 15-25)*
     Ch: Ehre Dir, Herr, Ehre Dir.
Der Auferstehungsgesang nach dem Evangelium, Ton 6. Die Gemeinde singt zusammen:
Die Auferstehung Christi haben wir geschaut, / so lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, / Der allein ohne Sünde ist. / Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, o Christus, / und Deine heilige Auferstehung besingen und verherrlichen wir. / Denn Du bist unser Gott, / außer Dir kennen wir keinen anderen. / Deinen Namen rufen wir an. / Kommt, all ihr Gläubigen, / lasset uns anbeten die heilige Auferstehung Christi. / Denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen in die ganze Welt. / Allezeit lobsingen wir dem Herrn und preisen Seine Auferstehung. / Er hat die Kreuzigung erlitten / und den Tod durch den Tod zertreten.
Psalm 50: Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, und nach der Fülle Deines Mitleids tilge mein Vergehen. Mehr noch wasche mich von meiner Gesetzlosigkeit, und von meiner Sünde reinige mich. Denn meine Gesetzlosigkeit erkenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen. Dir allein habe ich gesündigt und das Böse vor Deinen Augen getan, auf dass Du als gerecht erfunden wirst in Deinen Worten und siegest, wenn Du gerichtet wirst. Denn siehe, in Gesetzlosigkeiten ward ich empfangen, und in Sünden ward meine Mutter schwanger mit mir. Denn siehe: Wahrheit hast Du geliebt, das Geheime und Verborgene Deiner Weisheit hast Du mir offenbart. Besprengen wollest Du mich mit Ysop, und rein werde ich sein. Waschen wollest Du mich, und weißer als Schnee werde ich sein. Vernehmbar machen wollest Du mir Frohlocken und Freude, frohlocken werden die gedemütigten Gebeine. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und tilge alle meine Gesetzlosigkeiten. Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott, und einen rechten Geist erneuere in meinem Innersten. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. Gib mir wieder das Frohlocken über Deine Errettung und mit einem führenden Geiste stütze mich. Lehren will ich die Gesetzlosen Deine Wege, und die Frevler werden sich bekehren zu Dir. Erlöse mich von Blutschuld, o Gott, Du Gott meiner Errettung, frohlocken wird meine Zunge über Deine Gerechtigkeit. Herr, meine Lippen wollest Du öffnen, und mein Mund wird verkünden Dein Lob. Denn hättest Du ein Opfer gewollt, ich hätte es gegeben: an Brandopfern wirst Du kein Wohlgefallen haben. Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten. Tue Gutes, Herr, in Deinem Wohlgefallen an Sion, und aufgerichtet sollen werden die Mauern Jerusalems. Dann wirst Du Wohlgefallen haben am Opfer der Gerechtigkeit, an Darbringung und Brandopfern. Dann werden sie Kälber darbringen auf Deinen Altar.
Ton 6, Verse zum Sonntag.
Ehre: Auf die Fürbitte der Apostel, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Jetzt: Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erbarmer, tilge die Menge meiner Verfehlungen.
Erbarme Dich meiner, o Gott, / nach Deinem großen Erbarmen, / und nach der Fülle Deines Mitleids / tilge mein Vergehen.
Ton 6, Stichire des Sonntags.
Auferstanden aus dem Grabe, / wie Er vorhergesagt, / hat Jesus uns gegeben das ewige Leben / und das große Erbarmen.
Ektenie zum Polyleos:
D: Rette, o Gott, Dein Volk und segne Dein Erbe. Suche heim Deine Welt in Gnade und Barmherzigkeit. Richte auf die Stirn der rechtgläubigen Christen und sende auf uns herab Dein reiches Erbarmen. Auf die Fürbitten der allreinen Gottesgebärerin und steten Jungfrau Maria, durch die Kraft des kostbaren und lebendigmachenden Kreuzes, auf die Fürbitte der himmlischen, körperlosen Mächte, des ehrwürdigen und ruhmreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes, der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel, unserer heiligen Väter, der ökumenischen Lehrer und Erleuchter Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus, unseres heiligen Vaters Nikolaus, des Erzbischofs von Myra und Wundertäters, der heiligen Apostelgleichen Kyrill und Method, der Lehrer der Slawen, der heiligen apostelgleichen Großfürsten Wladimir und Großfürstin Olga, unserer heiligen Väter, des Erleuchters Michael, der ersten Metropoliten von Kiev; der Ersthierarchen von Moskau und von ganz Rus‘ Michael, Peter, Alexij, Jona, Fillip, Ermogen und Tichon; des Erläuchters und Märtyrerbischofs Bonifatius, des Apostels der Deutschen; der Hierarchen Martin von Tours, Maximinus und Paulinus von Trier, Willibrord von Echternach, Ansgar von Bremen und Kilian von Würzburg; N. (hl. Hierarchen der Diözese); der heiligen, ruhmvollen und siegreichen Märtyrer; der Neumärtyrer und Bekenner von Russlands; der heiligen Zaren-Leidensdulder; der heiligen Märtyrer Großfürstin Elisabeth und Nonne Barbara; der heiligen Märtyrerinen Ursula und Cordula von Köln; der seligen Gott tragenden Väter; der heiligen Starzen von Optina; des heiligen gerechten Johannes von Kronstadt und Alexij von Moskau; des ehrwürdigen Vaters Benedikt von Nursia, der ehrwürdigen Mütter Walburga und Lioba; des Narren um Christi Willen Isidor von Rostov, des Wunderäters; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna, des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen: flehen wir Dich an, erbarmungsvoller Herr, erhöre uns Sünder, die wir zu Dir beten und erbarme Dich unser.
     Ch: Herr, erbarme Dich, zwölfmal.
P: Durch das Mitleid, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines einziggeborenen Sohnes, mit dem Du gesegnet bist, samt Deinem heiligen und guten und lebendigmachenden Geiste jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Es folgt die Salbung mit Öl aus der Lampe vor der Festikone. An Sonntagen wird zuvor das Evangelium verehrt.
KANON
Ode 1
Sonntagskanon, Ton 5.
Roß und Reiter in das Rote Meer, / der vereitelt Kämpfe mit erhobenem Arm, / Christus, hat geworfen, / Israel hingegen // errettet, das sang ihm ein Siegeslied.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Dich hat die dornenbringende Synagoge der Hebräer, / anstatt die mütterliche Liebe zu dir, o Wohltäter, zu wahren, / bekränzt, o Christus, / der du den Stammvater // hast befreit von der Strafe der Dornen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du hast auferweckt mich Gefallenen, Lebenspender, der du, ohne gefallen zu sein, / in die Grube wurdest gelegt und meine übelriechende Verwesung, / o Christus, hast ertragen, / ohne sie zu kosten, // und mich gesalbt mit der duftenden Narde des göttlichen Wesens.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Es ward gelöst der Fluch, die Trauer nahm ein Ende; / denn die Gesegnete und Begnadete ließ den Gläubigen / aufgehen die Freude, / da sie als Segen // Christus trug allen Enden einer Blüte gleich.
Ode 3
Sonntagskanon, Ton 5.
Der du begründet hast auf dem Nichts die Erde durch deine Bestimmung / und unaufhaltsam ihre Last emporgehoben, / auf dem unerschütterlichen Felsen deiner Gebote / deiner Kirche gib Halt, o Christus, // einzig Guter und Menschenliebender.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Sie brachten Galle dir, die hatten Honig gesogen / aus dem Felsen, der du hattest Wunder gewirkt / in der Wüste, o Christus, und mit Essig dir vergalten / die Wohltat des Manna // die Kinder Israels in ihrem Unverstand.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die von der lichtgestaltigen Wolke einst waren beschirmt, / sie übergaben Christus, das Leben, dem Grabe. / Doch aus eigener Macht erstanden gewährte er den Gläubigen allen / die geheimnishaft beschattende // Erleuchtung des Geistes von oben.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du bist die Mutter Gottes ohne Paarung geworden, / der aus dem Vater, ohne ihn zu schwächen, ist ausgestrahlt, / ohne mütterliche Wehen; darum als Gottesgebärerin / rechtgläubig wir dich künden; // denn du hast den fleischgewordenen Logos geboren.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist unser Gott und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ode 4
Sonntagskanon, Ton 5.
Als er wahrnahm deine göttliche Entäußerung / im Gesichte, da rief dir Habakuk, o Christus, unter Beben: / Zur Erlösung deines Volkes // bist du gekommen, um deine Gesalbten zu retten.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Den Gewässern von Merrha so bitter / hast du, wie vorzeichnend im Bilde dein reines Kreuz, o Guter, / das den Geschmack der Sünde ertötet, // durch das Holz die Süße gegeben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das Kreuz hast du wider den Baum der Erkenntnis, / wider die süße Speise die Galle, mein Retter, angenommen. / Wider das Verderben aber des Todes // hast dein göttliches Blut du vergossen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ohne Vereinigung hast du empfangen / im Leibe unversehrt, hast wehenlos geboren / und, da du Gott geboren im Fleische, // bist nach der Geburt du Jungfrau geblieben.
Ode 5
Sonntagskanon, Ton 5.
Der du dich hüllst in Licht wie in einen Mantel, / zu dir erheb ich mich frühmorgens und rufe zu dir: / Meine Seele erleuchte, / die da ist verfinstert, // Christus, als einzig Barmherziger.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Herr der Herrlichkeit, in der Schande Gestalt / an dem Kreuze hängt er mißachtet / aus freiem Willen,/ da die göttliche Herrlichkeit/l er mir unsagbar bereitet.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du hast mich neu bekleidet zur Unvergänglichkeit, o Christus, / hast das Verderben des Todes ohne zu verderben / im Fleische gekostet, und bist aufgegangen // am dritten Tag aus dem Grabe.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du hast uns Christus, die Gerechtigkeit / und die Erlösung, samenlos geboren, / hast freigemacht vom Fluche, / o Gottesgebärerin, // des Vorvaters Wesen.
Ode 6
Sonntagskanon, Ton 5.
Das in seelenverderbender Brandung / tobende Meer, o Christus, Gebieter, der Leidenschaften besänftige / und aus dem Verderben // führ mich herauf als Barmherziger.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Ins Verderben war hinabgeglitten / der Stammvater, o Christus, Gebieter, da verbotene Speise er kostete; / doch durch dein Leiden/l ward er ins Leben zurückgeführt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du, das Leben, bist in den Hades gelangt / und zum Verderben, o Christus Gebieter, / bist du dem Verderber geworden; / denn durch das Verderben// hast du quellen lassen die Auferstehung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Jungfrau gebar und, wiewohl sie hat geboren, / ist die Reine sie geblieben, da sie jenen / in Armen hat gehalten, / der das All trägt in Händen, // sie, wahrhaft Jungfrau und Mutter.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Du bist der König des Friedens und der Erlöser unserer Seelen, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Ton 5. Kondak des Sonntags.
Zum Hades bist du hinabgestiegen, mein Erretter, / und hast die Tore als Allmächtiger zertrümmert / und die Verstorbenen mitauferstehen lassen als Schöpfer; / den Stachel des Todes hast du, o Christus, zerbrochen / und den Adam erlöst vom Fluche, / Menschenliebender, weswegen wir alle // dir rufen: Errette uns, o Herr.
Ikos.
Als die Frauen hörten des Engels Worte, ließen sie ab vom Wehklagen und wurden von Freude erfüllt. Unter Zittern nahmen sie wahr die Auferstehung. Und siehe, Christus trat auf sie zu und sprach: Seid gegrüßt! Faßt euch ein Herz! Ich habe die Welt besiegt und die Gefesselten befreit. Eilet also zu den Jüngern und kündigt ihnen an, daß ich euch vorausgehe in die Stadt Galiläa, um Kunde zu geben. Deshalb wir alle dir rufen: Errette uns, o Herr!
Ode 7
Sonntagskanon, Ton 5.
Der Hocherhobene, der Herr der Väter, / er hat die Flamme ausgelöscht, die Jünglinge mit Tau erfrischt, / die gemeinsam sangen: // O Gott, gepriesen bist du.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du legtest Fleisch dir an wie der Angel den Köder / und so rissest du hinunter mit göttlicher Macht die Schlange und zogest / hinauf, die da riefen: // O Gott, gepriesen bist du.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der das gewaltige Gefüge der Erde hat ins Dasein gebracht, / wird im Grabe verborgen dem Fleische nach, der Grenzenlose, / dem alle wir singen: // O Gott, gepriesen bist du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als eine einzige Person in zwei Naturen / hast den leibgewordenen Gott du geboren, Allmakellose, / dem alle wir singen: // O Gott, gepriesen bist du.
Ode 8
Sonntagskanon, Ton 5.
Der du alles wirkest, dir bildeten die Jünglinge / in dem Feuerofen einen Chor der ganzen Schöpfung und sangen: / All ihr Werke, lobpreiset den Herrn/ und hoch ihn erhebet // in alle Ewigkeit.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Um das Vorübergehen des freiwilligen Kelches / des rettenden Leidens betetest du, da er war ungewollt. / Denn zwei Willen hast du, die entsprechen / den beiden Naturen, // o Christus, in Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Durch deinen Hinabstieg, o Christus, der du alles bewirkst, / wurde der Hades zum Gespötte und spie alle aus, / die durch den Trug von jeher waren getötet / und hoch dich erheben // in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dich, die unbegreiflich durch das Wort auf gottmenschliche Weise / hat geboren den Herrn und ist doch Jungfrau geblieben, / wir, alle Werke, preisen, o Jungfrau, / und hoch dich erheben // in alle Ewigkeit.
Vor der Altarikone ruft der Diakon aus:
D: Die Gottesgebärerin und Mutter des Lichtes besingen und erheben wir in Hymnen.
Danach weihräuchert er die Kirche.
Lied der allheiligen Gottesgebärerin.
     Ch: Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heiland.
Refrain:Die du geehrter bist als die Cherubim / und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, / die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, / wahrhafte Gottesgebärerin, dich erheben wir.
Er hat hingesehen auf die Niedrigkeit Seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.
Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist Sein Name, und Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über die, so Ihn fürchten.
Er hat Macht geübt mit Seinem Arm; Er hat zerstreut, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat Er mit Gütern erfüllt und Reiche läßt Er leer ausgehen.
Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, zu gedenken der Barmherzigkeit, wie Er geredet hat zu unseren Vätern, zu Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.
Ode 9
Sonntagskanon, Ton 5.
Isaïas tanze! Die Jungfrau trug im Schoße / und gebar als Sohn den Emmanuel, / den Gott zugleich und den Menschen; Aufgang ist sein Name. / Ihn erheben wir hoch // und preisen selig die Jungfrau.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Den gefallenen Menschen hast du angenommen, Christus, Gebieter, / aus dem jungfräulichen Mutterschoße, dich ihm ganz vereinigt. / Der Sünde aber nicht teilhaft allein, hast du ihn ganz und gar / befreit aus dem Verderben // durch deine reinen Leiden.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Durch das göttlich fließende Blut, vergossen, Christus, Gebieter, / aus deiner reinen und lebenspendenden Seite, / ward dem Götzenopfer ein Ende gemacht. / Wir aber, die ganze Erde, // bringen das Opfer des Lobe: dir dar.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Weder Gott ohne Leib noch wiederum einen Menschen nur / hat die reine und erhabene Jungfrau hervorgebracht, / sondern einen vollkommenen Menschen und untrüglich Gott vollkommen. / Ihn erheben wir hoch // mit dem Vater und dem Geiste.
Kleine Ektenie:
D: Wieder und wieder in Frieden lasst uns beten zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dich rühmen alle Kräfte der Himmel, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
D: Heilig der Herr, unser Gott.
     Ch: Heilig der Herr, unser Gott. Zu jedem Vers.
Vers: Ja, heilig der Herr, unser Gott.
Vers: Über allen Völkern ist unser Gott.
Exapostelarion zum Sonntagsevangelium.
Nachdem er auferstanden war, / stellte der Herr dem Petrus / dreimal die Frage: Liebst du mich? / und setzte ihn zum Ersten / der Hirten seiner Schafe ein. / Als der nun aber jenen, / den Jesus liebte, folgen sah, / da fragt er den Gebieter: / Was ist mit ihm? Er aber sagt: / Was ficht' s dich an, o Petrus, / wenn ich will, dass er bleiben soll, / bis dass ich wiederkomme?
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
1. Ch: Aller Odem lobe den Herrn. Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet Ihn in den Höhen. Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
2. Ch: Lobet Ihn all Seine Engel, lobet Ihn, all Seine Heerscharen, Dir gebührt Lobgesang, o Gott.
Stichiren werden gesungen.
Zu 6: An ihnen zu vollziehen geschriebenes Gericht. Herrlichkeit ist dies für all Seine Heiligen.
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
O Herr, wiewohl das Grab war versiegelt / von den Verächtern des Gesetzes, / kamest hervor du aus dem Grabmal, / wie du geboren wurdest aus der Jungfrau. / Weder wußten, wie du Fleisch warst geworden, / deine körperlosen Engel, / noch nahmen wahr, wann du erstandest, / die Soldaten, die dich bewachten. / Denn beides blieb verborgen / denen, die es untersuchten. / Doch offenbarte es sich als Wunder, denen, die da verehrten / das Mysterium im Glauben. / Uns aber, die wir es besingen, / vergilt, so bitten wir, mit Freude // und dem großen Erbarmen.
Psalm 150: Lobet den Herrn in seinen Heiligen, lobet Ihn in Seiner starken Feste.
O Herr, die ewigen Riegel hast du zerbrochen, / hast zerrissen die Fesseln / und bist erstanden aus dem Grabe. / Zurückgelassen hast du die Leichentücher / zum Zeugnis deines wahren, / drei Tage dauernden Grabes. / Vorausgegangen bist du nach Galiläa, / der du bewacht wurdest in der Höhle. / Groß ist dein Erbarmen, / unbegreiflicher Erretter! // Erbarme dich unser.
Zu 4: Lobet Ihn ob Seiner mächtigen Taten, lobet Ihn nach der Fülle Seiner Macht.
O Herr, die Frauen liefen zum Grabe, / um dich, dem Christus, zu schauen, / der um unsertwillen hatte gelitten. / Und als sie anlangten, fanden sie den Engel / sitzend auf dem Steine, / der war beiseitegewälzt zu ihrem Schrecken. / Der aber rief ihnen zu die Worte: / Der Herr ist auferstanden! / Saget zu den Jüngern, / daß auferstanden ist von den Toten, // der da rettet eure Seelen.
Lobet Ihn mit dem Schall der Posaunen; lobet Ihn mit Psalter und Harfe.
O Herr, wie du bist hervorgegangen / aus dem versiegelten Grabe, / ebenso bist du auch gekommen, / obwohl die Türen waren verschlossen, / hinein zu deinen Jüngern, / und hast ihnen gezeigt die Male / der Leiden deines Leibes, / die du hattest empfangen, / voller Langmut, o Erretter. Da du stammtest aus dem Samen Davids. / hast du den Striemen dich unterzogen./ Doch als Gottessohn hast du die Welt befreit. / Große ist dein Erbarmen, / unbegreiflicher Erretter; // erbarm dich und rette uns.
Zu 2: Lobet Ihn mit Handpauken und Reigen, lobet Ihn mit Saitenspiel und Schalmei.
Die Wächter des Grabes, das Gott hatte geborgen, / sie sprachen zu den Juden: / O eurer wahnwitzigen Beratung! / Vergeblich wart ihr bemüht zu versuchen, / den Unumgrenzbaren in Gewahrsam zu halten. / Von Sinnen wart ihr offenbar als ihr beschlosset, / die Auferstehung des Gekreuzigten zu verheimlichen. / O eurer törichten Versammlung! / Was geht ihr wiederum zu Rate / zu verbergen, was nicht geheim ist zu halten? / Höret vielmehr auf uns und entschließet euch, / der Wahrheit des Geschehenen Glauben zu schenken: / Ein Engel kam strahlend einem Blitze gleich vom Himmel her / und wälzte den Stein zur Seite. / Aus Furcht vor ihm wurden wir wie vom Tode erfaßt. / Und er richtete das Wort an an die Frauen, / jene starkmütigen Myrrhenträgerinnen, und sagte: / Sehet ihr nicht das Ersterben der Wachen, / die Zertrümmerung der Siegel / und die Entleerung des Hades? / Was suchet ihr wie einen Sterblichen / ihn, der den Sieg des Hades hat zunichte gemacht / und den Stachel des Todes hat zerbrochen? / So machet euch schnell auf den Weg und bringet / den Aposteln die Botschaft von der Auferstehung, / indem ihr furchtlos rufet: / Der Herr ist wahrhaft erstanden, // der da hat das große Erbarmen.
Lobet Ihn mit klingenden Zimbeln, lobet Ihn mit jubelnden Zimbeln. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
O Herr, du König der Äonen / und Schöpfer von allem, / der du um unsertwillen die Kreuzigung / und das Grab im Fleische hast auf dich genommen, / um uns alle zu befreien / aus dem Hades, du bist unser Gott. // Außer dir keinen andern wir kennen.
Steh auf, Herr, mein Gott; es möge sich erheben deine Hand; vergiß nicht deiner Armen bis ans Ende. (Ps 9,33)
Ton 2. Stichire des Erdbebens. (von Symeon vom Wunderbaren Berg)
Da die Erde ist erschüttert / durch die Furcht vor deinem Zorne, / erbeben Hügel und Berge, o Herr. / Doch mit dem Blicke der Barmherzigkeit / schau auf uns hernieder; / in deinem Grimme uns nicht zürne. / Hab vielmehr Mitleid mit dem Gebilde / deiner Hände und befreie uns / von der schrecklichen Bedrohung des Bebens / als der Gute und Menschenliebende.
Ich will dich preisen, Herr, aus meinem ganzen Herzen, all deine Wundertaten erzählen. (Ps 9,2)
Furchtbar bist du, o Herr, / und wer wird standhalten deinem gerechten Zorne? / Wer wird dich anflehen oder wer dich bitten, o Guter, / für das sündhafte und verworfene Volk? / Die Ordnungen des Himmels, / die Engel, Fürstentümer und Mächte, / die Herrschaften und die Throne, / die Cherubim und die Seraphim, sie rufen für uns: / Heilig, heilig, heilig bist du, o Herr; / verachte nicht die Werke / deiner Hände, o Guter. / In deinem mitleidsvollen Erbarmen / rette die Stadt, die in Gefahr sich befindet.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste.
Ton 8. Stichire zum Sonntagsevangelium.
Als du erschienest deinen Jüngern, Erretter, / nach der Auferstehung, / da übertrugst du dem Simon / das Weiden der Schafe / als Vergeltung der Liebe / und fordertest ihn auf, sich zu sorgen / um das Hüten der Herde. / Und darum sprachest du: / Wenn du mich liebst, o Petrus, / so weide meine Lämmer, / weide meine Schafe! / Der aber bewies augenblicklich / sein liebreiches Wesen, / als er stellte die Frage / nach dem anderen Jünger. / Auf ihre Bitten, o Christus, / bewahre deine Herde / vor Wölfen, welche ihr schaden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ton 2. Theotokion des Sonntags.
Hochgepriesen bist du, Gottesgebärerin, Jungfrau. / Denn durch ihn, der aus dir ist Fleisch geworden, / wurde gefangen der Hades und Adam zurückgerufen, / der Fluch entkräftet und Eva befreit, / der Tod getötet und wir lebendig gemacht. / Deshalb lasst und Hymnen singen und rufen: / Gepriesen bist Du, Christus, unser Gott, // dem es so hat gefallen, Ehre sei dir!
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Der Priester erhebt die Hände gen Osten und lobpreist Gott.
P: Ehre Dir, der Du zeigest das Licht.
Große Doxologie.
     Ch: Ehre Gott in den Höhen, und auf Erden Friede, an den Menschen Wohlgefallen. Dich preisen wir, Dich segnen wir, Dich beten wir an, Dich verherrlichen wir, Dir danken wir ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr, himmlischer König, Gott Vater, Allherrscher, Herr, einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, und Heiliger Geist. Herr, Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, der Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme Dich unser, der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt. Nimm an unser Gebet, der Du sitzest zur Rechten des Vaters, und erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich Dich segnen und Deinen Namen loben auf ewig und auf immer und ewig. Würdige uns, Herr, an diesem Tag sündlos bewahrt zu werden. Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, wie wir gehofft haben auf Dich.
Gesegnet bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen. Dreimal.
Herr, zur Zuflucht bist Du uns geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Ich sprach: Herr, erbarme Dich meiner, heile meine Seele; denn Dir habe ich gesündigt.
Herr, zu Dir habe ich mich geflüchtet, lehre mich Deinen Willen zu tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht werden wir schauen das Licht. Breite aus Dein Erbarmen denen, die Dich kennen.
Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Dreimal.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Und mit lauterer Stimme: Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.
Ton 1. Tropar des Sonntags.
„Heute ward Heil der Welt.“ / So lasst uns singen ihm, der erstanden aus dem Grabe, / dem Urheber unseres Lebens. / Denn vernichtet hat er im Tode den Tod, // den Sieg uns gegeben und das große Erbarmen.
Inständige Ektenie:
D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deinem großen Erbarmen, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.
     Ch: Herr, erbarme Dich, dreimal. Zu jeder Fürbitte.
D: Wir beten auch für unseren großen Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen Kyrill, und unseren Herrn, den höchstgeweihten Metropoliten (oder Erzbischof, oder hochgeweihten Bischof) N., und für all unsere Brüder in Christus.
D: Wir beten auch für unser gottgeschütztes Land und für alle, die es regieren und beschützen, auf dass wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.
D: Wir beten auch für die seligen und ewigen Gedenkens würdigen Stifter dieses heiligen Tempels (oder dieses heiligen Klosters) und für alle unsere bereits entschlafenen orthodoxen Väter und Brüder, die hier und allerorten ruhen.
D: Wir beten auch um Erbarmen, Leben, Frieden, Gesundheit, Errettung, Heimsuchung, Verzeihung und Vergebung der Sünden der Knechte und Mägde Gottes NN., aller frommen und orthodoxen Christen, derer, die in dieser Stadt wohnen und weilen, der Gemeindeglieder, der Kirchenältesten und der Wohltäter dieses heiligen Hauses.
D: Wir beten auch für die, welche Früchte bringen und Gutes tun in diesem heiligen und allehrwürdigen Tempel, für die sich Mühenden, die Singenden und das vor Dir stehende Volk, das da erwartet von Dir das große und reiche Erbarmen.
P: Denn ein erbarmungsreicher und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Bittektenie:
D: Lasst uns vollenden unser Morgengebet zum Herrn.
     Ch: Herr, erbarme Dich. Zu jeder Fürbitte.
D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und behüte uns, o Gott, durch Deine Gnade.
D: Dass der ganze Abend vollkommen sei, heilig, friedvoll und sündlos, lasst uns vom Herrn erflehen.
     Ch: Gewähre es, o Herr. Zu jeder Fürbitte.
D: Einen Engel des Friedens, einen treuen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und Leiber lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Verzeihung und Vergebung unserer Sünden und Verfehlungen lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und Frieden für die Welt lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße zu vollenden, lasst uns vom Herrn erflehen.
D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Schmerz, ohne Schande, in Frieden, und eine gute Rechenschaft vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi lasst uns erflehen.
D: Unserer allheiligen, allreinen, über alles gesegneten und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immer-Jungfrau Maria mit allen Heiligen eingedenk, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, Gott, anbefehlen.
     Ch: Dir, o Herr.
P: Denn ein Gott des Erbarmens, des Mitleids und der Menschenliebe bist Du, und Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Ch: Amen.
P: Friede allen. (Der Priester segnet.) Ch: Und deinem Geiste.
D: Neigen wir unsere Häupter dem Herrn. Ch: Dir, o Herr.
P: Denn Dir ist es eigen, Dich zu erbarmen und zu retten, und zu Dir senden wir die Verherrlichung empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird die erste Stunde gelesen und vielerorts ein Gebet an die Gottesmutter Maria gesungen.
Entlassung:
D: Weisheit.
     Ch: Vater segne.
P: Gesegnet der Seiende, Christus unser Gott, allezeit, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
     Ch: Amen. Stärke, Christus Gott, den heiligen und orthodoxen Glauben der rechtgläubigen Christen in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
P: Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
     Ch: Die du geehrter bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, dich, die wahrhafte Gottesgebärerin, preisen wir hoch.
P: Ehre Dir, Christus Gott, Du unsere Hoffnung, Ehre Dir.
Ch: Ehre, jetzt. Herr, erbarme Dich, dreimal. Vater segne.
P: Christus, unser wahrer Gott, in der Osterzeit und an den Sonntagen: der auferstanden ist von den Toten; auf die Gebete Seiner allreinen Mutter; auf die Fürbitte der heiligen, ruhmreichen, allverehrten Apostel; des heiligen N. (Patrons der Kirche und des Ortes), der heiligen NN. (Heilige vom Tage), deren Gedächtnis wir heute begehen, der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna und aller Heiligen, erbarme Sich unser und rette uns, denn Er ist gütig und menschenliebend.
     Ch: Amen.
     Ch: Unseren großen Herrn und Vater Kyrill, / den heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Rus‘, / und unseren hochgeweihten Herrn N., / den Metropoliten (oder Erzbischof, oder Bischof) von N., / unsere gottbeschützten Länder / den Vorsteher, die Brüder und die Mitglieder dieser heiligen Kirche, / und alle orthodoxen Christen, / erhalte, o Herr, auf viele Jahre.
VIGIL

Lesungen aus der Heiligen Schrift.

ENDE, UND GOTT DIE EHRE.




Wechseltexte des Tages, die nicht im Gottesdienst verwendet wurden.
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
O Herr, deine überaus leuchtenden Wunder, / wer vermöchte sie zu erzählen, / oder wer künden von deinen furchterregenden Mysterien? / Denn Mensch bist du geworden um unsertwillen, / wie du selbst es hast gewollt, / und hast so die Kraft deiner Macht geoffenbart. / Denn an deinem Kreuze hast du dem Räuber / das Paradies geöffnet, / in deinem Grabe hast du zertrümmert / die Riegelbalken des Hades / und in deiner Auferstehung / alles insgesamt mit Reichtum überschüttet. // O Barmherziger, Ehre sei dir!
Ton 5. Stichiren des Sonntags.
Die myrrhetragenden Frauen / begaben sich zu deinem Grabe / früh am Morgen und suchten zu salben / dich, den unsterblichen Logos und Gott. Doch unterwiesen durch die Worte des Engels / kehrten sie zurück in Freude, / um den Aposteln klar zu verkünden, / daß du erstanden bist, das Leben aller, / und gewährst der Welt die Versöhnung // samt dem großen Erbarmen.
Ton 2. Stichiren des Erdbebens.
Die Niniviten hörten wegen ihrer Verfehlungen * von der drohenden Verschüttung durch das Beben. * Doch in dem vermittelnden Zeichen des Wales * rief die Buße die Aufrichtung durch Jonas hervor. * Wie du also jene in Mitleid hast angenommen * wegen des Schreiens deines Volkes samt Kindern und Tieren, * so verschone auch uns, die wir uns kasteien, * und erbarme dich unser * durch die Auferstehung am dritten Tage.
Ton 2. Stichiren des Großmärtyrers.
Wie wunderbar, o Seliger, * ist doch das Myron deines Leibes, * und vielmehr noch als wunderbar * das Myron deiner Seele, * das eine des andern Zeichen.
Stichiren des Großmärtyrers.
In die Grube, o Seliger, * die er dir hatte gegraben, * hast du den Satan geworfen in Kraft * und ihn ertränkt durch die Ströme * ganz und gar deines Myron.

Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum: www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.
Übersetzer: Übersetzungskomission der OBKD (feste Texte); Erzpriester Peter Plank (Wechseltexte).
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Programmierung: Priester Alexej Veselov.