Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 7. Sonntag nach Ostern. Sonntag.

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6.
Jetzt, Theotokion: Wie wahrhaft würdig ist es, dich, die Gottesgebärerin, selig zu preisen. Denn nachdem in deinen makellosen Schoß hinab Er gestiegen, ist Fleisch der Bildner aller geworden, nicht so, dass verwandelt Er wurde in Seiner Natur, auch nicht so, dass die Heilsordnung sichtbar Er hervortreten ließ. Nein so, dass dem Fleisch, das aus dir Er annahm, dem geistig beseelten, das in Ihm das Dasein erhielt, Er geeint ist in der Person. Daher machen wir gläubig zwischen zwei offenbarten Naturen den Unterschied. Zu Ihm flehe, Erlauchte, Allheilige, dass Er Frieden hernieder uns sende und großes Erbarmen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6.
Wie es einst der überzeitliche Gott deinem Stammvater unter einem Schwure verheißen, so hat Er es am Ende der Zeiten erfüllt und kam, Makellose, aus deinem heiligen Schoße hervor. In Wahrheit ist ja aus dir auch aufgegangen der Herr, der mit Seinem Griff die Enden umspannt. Mache auch mir Ihn in der Stunde des Gerichtes geneigt, Jungfrau Maria, dass Seines Reiches teilhaft ich werde, durch Erhöhung der Tugenden und der Leidenschaften Ertötung.
In der Reinheit des Geistes hat Isaias, o Jungfrau, von ferne verheißen, du würdest gebären den Bildner der Schöpfung, Erlauchte, Allreine. Denn du bist alleine vor Ewigkeit ganz untadlig erschienen. Daher flehe ich zu dir, mein beflecktes Herz mache rein und mache mich teilhaft, o Braut, des göttlichen Lichts deines Sohnes und lasse zu seiner Rechten mich stehen, wenn Er sich niederlässt, wie geschrieben steht, über alle Welt zu halten Gericht.
Des Todes Vernichtung ist durch dein Gebären erschienen. Denn du, Braut, bist des unvergänglichen Lebens Wohnung geworden. Daher flehe ich zu dir: Wenn in den Grüften des Hades meiner Leiden drunten ich liege, dann wecke mich auf und führe an deiner Hand mich zu Heiterkeit und Belebung, o Jungfrau, zur seligen Vergeltung, und würdige mich der unvergänglichen und heiligen Freude, wo ewige Wonne ist, wo abendloses Licht.
Ode 1
Kanon der Väter, Ton 6.
Irmos: Wie auf festem Land schritt Israel / auf dem Gang durch den Abgrund / und den Verfolger Pharao / sah es bedeckt vom Meere. / Laßt uns Gott ein Siegeslied // singen! So rief es aus.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da der heiligen Väter allheilige Versammlung ich preise, flehe ich rufend, Christus, zu Dir, dass ihre allheilige Lehre bewahret bleibe in mir.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Gott tragenden Väter kamen heute wie leuchtende Blitze zusammen und bekannten, Christus, übereinstimmend Dich deutlich als den einziggeborenen und wesensgleichen Sohn, der mit dem Vater gleichanfanglos ist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die ruhmreichen Brautführer Deiner Braut, der Kirche, o Herr, legten deutlich dar die goldene Lehre des Glaubens und haben so wie eine schöne Welt sie geziert.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mit ihrer heiligen Herrlichkeit mannigfaltig geziert, tritt die erlauchte Königin zu ihrem Sohne und flehet um unserer Seelen Errettung.
Katavasie: Er, dessen Zunge langsam nur entrang sich das Wort, hat, verhüllt vom Dunkel der Gottheit, mit beredten Worten verkündet die gottgeschriebene Satzung. Denn schüttelnd den Schlamm aus dem Antlitz des Geistes, schauet den Seienden Er, wird eingeweiht in die Lehre des Geistes und feiert Ihn in heiligem Lied.
Ode 3
Irmos: Niemand ist heilig wie du, / o Herr, mein Gott, / der du erhöht hast das Horn deiner Gläubigen, o Guter, / und uns hast gefestigt // auf dem Felsen des Bekenntnisses zu dir.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da Areios, der Tor, der Gottlose, ruchlos Wandel, Leid und Teilung mit der göttlichen Zeugung vereint, wird er durch das trennende Schwert der Väter getrennt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wie der heilige Abraham einst, so haben all die erlauchten Gottkünder im Kampfe Deine rasenden Feinde, o Guter, durch Deine Gewalt machtvoll vernichtet.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Deiner Priester erste Versammlung, die lauten Beifall hervorrief, Erretter, hat als Wesensgleichen, als vom anfanglosen Vater und Bildner des Alls Gezeugten Dich gläubig verkündet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nicht vermag ein Wort, nicht der Sterblichen Zunge, dich, Jungfrau, geziemend zu preisen. Denn aus dir hat jungfräulich Christus, der Spender des Lebens, im Fleisch zu erscheinen, Allreine, beschlossen.
Katavasie: Es sprengte die Fesseln des Schoßes, der kinderlos war, den zügellosen Übermut jener, die reich war an Kindern, einst ein einziges Flehen der Seherin Anna, da sie mit zerknirschtem Geiste zum Herrn ging, zu der Erkenntnisse Gott.
Ode 4
Irmos: Christus ist meine Kraft, mein Gott und Herr. / So die erhabene Kirche gottwürdig / singt und ruft aus reinem Sinne hinauf // und im Herrn ein Fest sie feiert.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da er törichten Sinnes den rechten Glauben gefälscht, ward durch die Stimmen der Väter Areios wie ein faulendes Glied, er, der Unselige, aus der Kirche verbannt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Für Dich streitend, o Herr, schlug Deine Feinde die Schar der Väter gar sehr in die Flucht. Und sie verherrlichte Dich als den Wesensgleichen mit dem Vater und Geist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du wardst, Gott und Mensch, Mittler zwischen Gott und den Menschen. Daher, Christus taten in Deinen zwei Naturen Dich, als einen Sohn Dich bekennend, die Gottbegeisterten kund.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Genuss vom Baum hat mich getötet. Doch der Baum des Lebens, der aus dir, Allreine, erschien, erweckte mich wieder und setzte zum Erben mich ein des Paradieses der Wonne.
Katavasie: Herrscher der Herrscher, als Einer aus Einem gingst allein Du hervor, Wort, aus dem ungewordenen Vater und hast Deinen gleichmächtigen Geist, den unfehlbaren, den Aposteln gesandt als gnädiger Herr, die da sangen: Ehre sei, Herr, Deiner Macht.
Ode 5
Irmos: Durch deinen göttlichen Glanz, o Guter, / erleuchte, so bitte ich, die Seelen derer, / die frühmorgens zu dir eilen aus Liebe, / auf daß sie dich erkennen, o Logos Gottes, / als den wahrhaftigen Gott, // der aus dem Dunkel der Sünden ruft zurück.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wie schön sind in Wahrheit die Füße derer, die Dich, den Frieden, verkünden, der allen Verstand überragt aller Engel und Menschen, o Christus, und durch die Fülle des Friedens einet die Welt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Weisheit und Macht des Vaters, als Sein persönliches Wort verkündeten, Christus, Dich, da zusammen sie kamen, die durch das Gesetz des allheiligen Priestertumes göttlich gezeichneten heiligen Lehrer.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Nachdem ihr mit den lauteren Fluten der Gewässer der Lehre Christi die Kirche getränkt, schwelget ihr jetzt an der Erquickung Gewässern, durch alle Ewigkeit jauchzend.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als lichtschimmernden Leuchter, Allreine, der allen erstrahlen lässt Christus, der Gerechtigkeit Sonne, dich kennend, einzige, reine Gebärerin Gottes, rufen jetzt deine Hilfe wir an.
Katavasie: Entsühnende Reinigung von den Vergehen empfanget, des Geistes feuersprühenden Tau, der Kirche lichtstrahlende Kinder. Denn herauskommt jetzt eine Satzung aus Sion: In Form von Feuerzungen die Gnade des Geistes.
Ode 6
Irmos: Das Meer des Lebens / seh ich aufgewühlt durch die Brandung der Versuchungen. / So eile ich zu deinem windstillen Hafen und rufe zu dir: / Führe heraus aus dem Verderben mein Leben, // du Vielbarmherziger.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nicht konnte verborgen bleiben der unsagbaren Vorsehung der Sämann des Unkrauts, der nach des Wahnsinnes Namen Benannte. Denn da er nachahmte Judas, zerbarst der Erzböse wie jener.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die heilige und erlauchte Versammlung der Väter verkündet als eingeborenen, strahlenden Abglanz der Wesenheit des Vaters Dich, Herr, und als den Sohn, der vor allen Äonen gezeugt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Bauch birst, der wahrheitsgemäß war der Pfuhl, der die schmutzigste und frevelhafteste aller gottlosen Spaltungen hervorbrechen ließ. Die Not der Zeit aber bietet das Mittel, das gottbegeisterte Priester mit der größten Umsicht handhaben, das scharfe Pflugeisen, das schneidend und zerreißend darüber hinfährt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Moses, der Große in der Zahl der Propheten, hat dich im Bilde im voraus bezeichnet als die Lade, die Tafel, als Leuchter und als Gefäß, andeutend die Fleischwerdung des Höchsten, Mutter-Jungfrau, aus dir.
Katavasie: Als Sühnung, als Heil, Christus, o Herr, strahltest Du aus der Jungfrau uns auf, um, wie den Propheten Jonas aus dem Schoße des Meerestieres, also ganz aus dem Verderben zu reißen den Adam, der da gefallen mit seinem ganzen Geschlecht.
Ode 7
Irmos: Zum Tauspender machte den Ofen / der Engel für die frommen Knaben. / Doch die Anordnung Gottes verbrannte die Chaldäer, / bewog den Tyrannen zu rufen: //Gepriesen bist du, o Gott, unsrer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Besiegt habt ihr Areios, der, ein Rasender zubenannt, schlimm raste und Ungebührliches sagte wider die Erhabenheit Gottes. Denn er weigerte sich, zum Sohne zu rufen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Den Donnersohn nachahmend, Herrliche, lehret ihr alle mit euren feurigen Zungen, dass das Wort gleichanfanglos mit dem Vater sie nennen und auf gleichem Throne sitzend mit Ihm: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie mit Schwingen beflügelt, seid ihr, dem Worte zu helfen, gekommen, Gottseligste ihr. Denn von den Enden der Welt hat euch versammelt der Heilige Geist, um zu rufen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nicht hat die drei Jünglinge verbrennen können die Glut, die vorbildete dein Gebären. Denn dich nicht verbrennend, wohnte das göttliche Feuer in dir. Und alle hat es erleuchtet, zu rufen: Gepriesen bist du, die du Gott im Fleische geboren.
Katavasie: Der Instrumente harmonisches Lied ist erklungen, zum Preise zu laden des goldgefertigten, leblosen Bildes. Doch die Licht bringende Gnade des Trösters lässt uns rufen in Scheu: Einzige Dreiheit, gleichmächtige, anfanglose, gepriesen bist Du.
Ode 8
Irmos: Aus der Feuerflamme hast du Tau quellen lassen den Frommen / und des Gerechten Opfer im Wasser verbrannt. / Denn alles vollbringst du, Christus, allein durch dein Wollen. // Dich erheben wir noch in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Durch die Strahlen Deiner Gottheit feuerentflammt, haben Deine redlichen Hirten als den Erschaffer und Herren des Alls Dich bekannt, den wir über alles erheben in alle Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der hochberühmten Hirten versammelter Chor lehret, da er jetzt gottbegeistert die ungeschaffene Dreiheit bekennt, alle, zu rufen: Dich erheben wir über alles in alle Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Die bewunderungswürdigen Hirten-Hierarchen erhellen Christi Kirche, die einen hier, die anderen dort sie erleuchtend und über alles erhebend in alle Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mystisch schauten im Bilde dich alle Propheten als jene voraus, die empfangen werde das Wort. Denn aus dir ging, da Fleisch Er genommen, Er zwiefach hervor. Ihn erheben wir über alles in alle Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Es löset die Fesseln, in Tau verwandelt die Glut das dreifach strahlende Urbild der erhabensten Gottheit. Es singen die Jünglinge Hymnen. Es preiset den einzigen, gleichmächtigen Heiland als gnädigen Herren alle geschaffene Welt.
Ode 9
Irmos: Gott zu sehen ist den Menschen unmöglich, / ihn, den nicht anzublicken wagen die Ordnungen der Engel. / Durch dich aber, Allreine, erschien den Sterblichen / der Logos fleischgeworden. / Da wir hoch ihn preisen / mit den himmlischen Heeren, // preisen wir dich selig.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Mitkämpfer fand und versammelte euch, mit des Geistes gewaltiger Macht euch bewaffnend, Er, das mit dem Vater vor den Äonen gleichanfanglose, gleichthronende Wort. Ihn jetzt, Allheilige, preiset ihr stets vereint mit den himmlischen Heeren.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Das Umsichgreifen der schlimmen Irrlehre jenes Areios brachtet ihr als Ärzte der Seelen und Leiber zum Stehen, indem allen heilig auseinander ihr legtet das Bekenntnis des Glaubens. An Ihm festhaltend jetzt, sagen eurem Gedächtnis, ihr Priester, immer wir Preis.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als ganz lauteres Licht, Christus, meine Seele von der Nacht der Leidenschaften erlöse auf die Fürbitten, Gebieter, Deiner Liturgen, die jetzt als anfanglosen, ungeschaffenen Erschaffer des Alls Dich verkünden und als Gott, der mit dem Vater gleichanfanglos ist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Toten ist jetzt Auferstehung geschenkt durch dein unaussprechliches und unsagbares Gebären, Gottesgebärerin, Herrin. Denn Leben, umgeben von Fleisch, ist allen erstrahlet aus dir und hat sichtbar die Nacht des Todes zerstreut.
Katavasie: Freude dir, Herrin, die du den Ruhm von Mutter und Jungfrau vereinst. Denn kein Mund, sei er beweglich auch, gewandt und beredt, ist imstande, dir zu singen geziemend. Und Schwindel erfasset jeden Verstand, der es versucht, deine Mutterschaft zu verstehen. Darum im Einklang preisen wir dich.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Pater Kilian Kirchhoff.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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