Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 1. Sonntag nach Pfingsten. Sonntag.

Allerheiligen

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6.
Die Künder im Geiste, * die Jünger des Herren, * die Werkzeuge waren des Geistes im Glauben, sie zerstreuten sich * an die Enden der Erde * und streuten aus auf orthodoxe Weise * die heilige Botschaft. * Daraus sind ersprossen durch Ackerbestellung und Gnade * der Martyrer Heere, * die das erhabene Leiden bilden ab * durch vielerlei Foltern, * durch Geißelungen und Feuer. * Und in Freimut bitten sie für unsere Seelen.
Entflammt von dem Feuer * der Liebe zum Herren * haben die heiligen Martyrer das Feuer verachtet * und wie göttliche Kohlen * entzündet in Christus verbrannt * den Ingrimm des Truges gleich Reißig. * Die Rachen der Tiere haben sie mit heiligem Flehen verschlossen. * Da die Häupter ihnen wurden abgeschlagen, * zerschlugen sie alle Schlachtreihen des Feindes. * Und da sie standhaft vergossen * Ströme von Blut, bewässerten sie * die Kirche, welche ist aufgeblüht im Glauben.
Sie kämpften mit Tieren, * wurden gemartert mit dem Schwerte. * Mit Krallen man sie schabte ab, * verrenkte und schlug ihnen ab die Hände. * Mit geschürtem Feuer wurden sie unerbittlich verbrannt, * sie, die standhaften Martyrer. * Man durchbohrte sie und durchtrennte ihnen die Gelenke. * Doch erduldeten sie es in Starkmut, * da sie sahen das künftige Los voraus, * die Siegeskränze * unverwelklich und Christi Herrlichkeit, * die sie in Freimut bitten für unsere Seelen.
An allen Enden * haben sie für den Glauben gekämpft, * die Apostel, Martyrer, gottsinnenden Priester und ehrwürdigen Frauen. * Die heilige Versammlung, * mit heiligen Gesängen * nach Gebühr lasst sie uns preisen. * Denn die Himmlischen sind mit den Irdischen versammelt. * Durch Leiden haben sie die Leidlosigkeit * nach Christi Gnade erworben. * Und nun sie leuchten * wie hell erstrahlende Gestirne * und bitten in Freimut für unsere Seelen.
Ehre: Ihr, der göttliche Chor der Mạrtyrer, * das Fundament der Kirche, * die Vollendung des Evangeliums, * ihr habt erfüllt in der Tat * die Worte des Erretters. * Denn durch euch wurden geschlossen * die Pforten des Hades, * die wider die Kirche waren aufgetan. * Das Vergießen eures Blutes * hat die Trankopfer für die Götzen zum Versiegen gebracht. * Euer Opfer hat geboren * die Fülle der Gläubigen. * Die Körperlosen habt ihr in Erstaunen versetzt. * Bei Gott steht ihr siegesbekränzt. * Ihn bittet ohne Unterlass // für unsere Seelen.
Parimien
Lesung aus der Prophetie von Jesaias
So spricht der Herr: All die Völker versammeln sich, und es werden versammelt werden die Fürsten aus ihnen. Wer wird dies bei ihnen vermelden? Oder die Dinge von Anfang an, wer wird sie euch zu Gehör bringen; sie sollen herbeibringen ihre Zeugen und sie sollen gerechtfertigt werden. Sie sollen hören und sagen, was wahr ist. Ihr sollt mir Zeugen werden, und ich, Gott, der Herr, bin Zeuge, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt, dass ich bin. Vor mir war kein anderer Gott und nach mir wird keiner sein. Ich bin Gott, und keiner ist der Rettende außer mir. Ich habe angekündigt, und ich habe gerettet. Ich habe gescholten, und es war kein fremder Gott mehr bei euch. Ihr seid meine Zeugen, und ich bin Zeuge, spricht Gott, der Herr. Schon von jeher bin ich, und es gibt keinen, der meinen Händen entrissen wird. Ich werde es tun, und wer könnte es rückgängig machen? So spricht Gott, der Herr, der uns erlöst, der Heilige Israels. (Jes 43, 9-14)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Die Gerechten leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn, und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn; denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen, und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen, und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen, und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen, und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden; des Meeres Gewässer werden wider sie wüten, und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben, und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen, und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen.
Besser ist Weisheit als Kraft; und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an: lernet, ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet, und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen: denn von dem Herrn ward auch die Herrschaft verliehen und die Gewalt vom Allerhöchsten. (Weish 3, 1-9)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie eine Flocke, die vom Winde weggeführt wird, und wie leichter Schaum, der vom Sturm zerstreut wird, und wie die Erinnerung an einen vorübergehenden eintägigen Gast. Die Gerechten jedoch leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn, denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden, des Meeres Gewässer werden wider sie wüten und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen. Besser ist Weisheit als Kraft und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an, lernet ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen. (Weish 5, 15 - 6, 3)
Stichiren zur Litia
Ton 1.
Im Einklang des Glaubens * lasst in der ganzen Welt uns feiern * die Festesversammlung derer, * die Gott von jeher haben gefallen, * die Ehre der Patriarchen, * die Versammlung der Propheten, * die Zierde der Apostel, * die Menge der Martyrer, * den Ruhm der Asketen * und das Gedächtnis aller Heiligen * auf geisterfüllte Weise. * Denn sie bitten ohne Unterlass, * dass der Welt geschenkt werde der Friede *// und unsern Seelen das große Erbarmen.
Kommet, all ihr Gläubigen, * lasst uns preisen das ruhmreiche Gedächtnis * aller Heiligen in Psalmen und Liedern * und in geistlichen Gesängen. * Voll Ehrfurcht wollen wir seligpreisen * den Täufer des Erretters, * die Apostel, Propheten und Martyrer, * die Hierarchen, Lehrer und Frommen, * die Asketen und Gerechten * und die gottliebende Schar der Frauen, * und gemeinsam lasst uns rufen: * „Überaus guter Christus, unser Gott, * auf ihre Bitten gewähre * deinen Kirchen den Frieden, * dem christusliebenden Volke Siege über die Feinde // und unsern Seelen das große Erbarmen.“
Kommet alle, wir wollen geistlich uns erfreuen * am Gedächtnis der Heiligen. * Denn siehe, es ist gekommen * und hat uns reichmachende Gnaden gebracht. * So lasst hinauf uns rufen mit der Stimme des Jubels * und reinen Gewissens mit den Worten: * „Seid gegrüßt, ihr versammelten Propheten, * die ihr habt angekündigt * der Welt die Ankunft Christi * und das Entfernte als nahe habt vorausgeschaut. * Seid gegrüßt, ihr Apostel im Chore, * ihr Fänger der Völker und Fischer der Menschen. * Seid grüßt, ihr Martyrer in Scharen, * die ihr wurdet versammelt * von den Enden der Erde zum einen Glauben * und für diesen habt erduldet * die Misshandlungen der Foltern * und erlangt habt am Ende * den Kranz des siegreichen Kampfes. * Seid gegrüßt, ihr Väter wie im Bienenhaus, * die ihr aufgerieben habt eure Leiber in Askese, * ertötet die Leidenschaften des Fleisches, * den Sinn aber habt beflügelt durch die göttliche Liebe, * euch aufgeschwungen habt in die Himmel * und in Freude mit den Engeln * genießet die ewigen Güter. * Wohlan denn, ihr Propheten und Apostel, * ihr Martyrer mit den Asketen, * flehet ihn inständig an, * der euch verliehen hat die Kränze, * dass erlöst werden von unsichtbaren und sichtbaren Feinden * jene, die voll Glauben und Liebe begehen // euer allzeit geehrtes Gedächtnis.“
Ton 5.
Ehre: Zusammenlaufen wollen wir, ihr Gläubigen, * zu dieser Festesfeier. * Denn aufgetischt wird uns ein geistliches Mahl * und ein mystischer Mischkrug * mit einer Fülle von köstlichen Speisen * zum fröhlichen Gelage, * den Ruhmestaten nämlich der Martyrer. * Denn diese haben, stark in der Seele, * von den Enden der Erde her Gott dargebracht * die schlimmsten Misshandlungen der Glieder des Leibes * als ein geistiges Opfer, * die ganze Blüte jugendlichen Alters. * Denn den einen wurden abgeschlagen die Häupter, * die andern erlitten die Abtrennung der Hände und aller Glieder. * Alle Heiligen aber zusammen * sind teilhaftig geworden der Leiden Christi. * Wohlan, o Herr, der du ihnen hast gegeben * die Kränze als Vergeltung für die Peinen, * mach uns würdig, in ihren Spuren zu wandeln // als der Menschenliebende.
Jetzt, Theotokion: Tempel und Pforte bist du, Palast und Thron des Königs, * allehrwürdige Jungfrau, * durch welche Christus, der Herr, mein Erlöser, * denen erschienen ist, die schliefen im Dunkel, * als die Sonne der Gerechtigkeit, * um jene zu erleuchten * die er mit seiner Hand hatte geschaffen * nach seinem eigenen Bilde. * So bitte ohne Unterlass, du Allbesungene, * die du mütterlichen Freimut bei ihm besitzest, // dass errettet werden unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6.
Ehre: Kommet, ihr Glạ̈ubigen, * lasst uns heute in die Hände klatschen im Reigen * und fromm die Festesfeier begehen. * Wir wollen heute herrlich ehren * das gepriesene und erhabene Gedächtnis * aller Heiligen mit den Worten: * „Seid gegrüßt, ihr ruhmreichen Apostel, * ihr Propheten, Martyrer und Hierarchen. * Seid gegrüßt, ihr Scharen der Frommen und Gerechten. * Seid gegrüßt, ihr Chöre der ehrwürdigen Frauen. * Bittet Christus für die Welt, * dass unsern Seelen er schenke // das große Erbarmen.“
Jetzt, Theotokion: Mein Schöpfer und Erlöser, * Christus, der Herr, * der hervorging, Allreine, aus deinem Schoße, * bekleidet mit meiner Natur, * er hat befreit den Adam * vom Fluche der Vorzeit. * So rufen wir dir, Allreine, * als der Mutter Gottes und wahrhaften Jungfrau, * ohne zu verstummen, * das 'Sei gegrüßt' des Engels: * „Sei gegrüßt, Gebieterin, * Schutz, Schirm und Errettung // unserer Seelen.“
Tropar
Ton 4.
Bekleidet mit dem Blute deiner Martyrer, * Christus, Gott, in aller Welt * wie mit Purpur und Linnen * ruft durch sie dir zu deine Kirche: * „Sende herab deinem Volke deine Erbarmungen, * schenke Frieden deiner Gemeinde // und unsern Seelen das große Erbarmen.“
Ode 1
Kanon aller Heiligen, Ton 8.
Irmos: Den Wagenkämpfer Pharao versenkte einst des Moses Wunderstab. Mit des Kreuzes Zeichen peitschte, teilte er das Meer. Doch Israel, das zog zu Lande, hat er errettet auf der Flucht, dass es ein Lied ihm sang.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Deiner Heiligen Heere in Hymnen besingend, flehe ich, dass von Deinem Licht auf ihre Bitten erleuchtet werde die Seele. Denn Du bist das unzugängliche Licht, da Du der Unwissenheit Dunkel durch deine Flammenzeichen, Wort Gottes, Spender des Lichtes, Christus, verscheuchst.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Als Du erhöht wardst am Holze, hast Du zu Deiner Erkenntnis das ganze Erbe der Völker, Gebieter, geführt und mit dem Lichte der heiligen Dreiheit es erleuchtet durch Deine heiligen Apostel, durch die Du verjagtest den Trug.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Deiner Satzung, Christus, gehorchend, haben Deine Apostel alles Irdische gläubig von sich gestoßen. Und mit dem Lichte der Gnade haben die Ruhmbedeckten die ganze Erde erhellt, als Frohbotschaft Dich verkündend.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Freudig auf sich nehmend Dein Kreuz und unbeugsam nachahmend Dein heiliges Leiden, haben die tapferen Märtyrer nicht der Gewalthaber Drohung gefürchtet, nicht Feuer, nicht Schwert und nicht Geißeln, ja, selbst nicht Hunger und Tod.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Männlichen Sinn haben sichtbar die Jungfrauen angenommen, Allreine, und ohne zu wanken, der Märtyrer Kämpfe bestanden und wurden gemäß dem Psalmisten nach dir zu deinem Sohn, dem Allkönig, Jungfrau, geführt, gottbegeistert frohlockend mit dir.
Katavasie: Öffnen will meinen Mund ich, und erfüllt wird er werden vom Geist. Singen will ich der Königin Mutter ein Lied. Und erscheinen werde froh ich beim Fest. Freudig werde ich ihre Wunder besingen.
Ode 3
Irmos: Der Du im Anbeginn die Himmel in Einsicht befestigt und auf Wasser gegründet die Erde, befestige mich, Christus, am Felsen der Kirche. Denn keiner ist heilig, einziger Menschenfreund, außer Dir.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Mit heiligem Priestertum wurden die heiligen Hirten bekleidet und haben es, Christus, in Klugheit gelenkt und mit dem göttlichen Worte der Lehre geziert, überfließend in Wahrheit von himmlischem Reichtum.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Schön durch die Schönheit der ersten Schönheit geworden und erstrahlend wie nicht irrende Sterne, habt, Heilige, ihr die Kirche Christi zum Himmel gemachet. Ihr alle, der eine so, anders der andere, habt sie mannigfaltig geziert.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Deiner Satzung gehorchend, haben die Völker der Seligen in mannigfaltiger Tugend gestrahlt und die himmlischen Wohnungen erlösten sie sich, o Gebieter. So haben sie alle sie, der eine diese, die andere jener, gebührend besetzt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Aus jungfräulichem Schoße hast du, Gottes Mutter, Gott, das Wort aus Gott, uns geboren. Ihn haben die heiligen Jungfrauen gottgeziemend geliebt. Und sie alle sind sichtbar, dir nach, Ihm gefolgt.
Katavasie: Die dich, Gottesmutter, in Hymnen besingen, lebendiger, reichlich spendender Born, stärke die, welche einen geistlichen Reigen dir tanzen, und in deiner heiligen Herrlichkeit schmücke sie mit der Herrlichkeit Kranz.
Ode 4
Irmos: Du bist meine Stärke, Herr, bist meine Kraft, Du mein Gott, mein Frohlocken. Du hast nicht den Schoß des Vaters verlassen und doch unsere Armut geschaut. Daher rufe zu Dir ich mit Habakuk, dem Propheten: Ehre sei, Menschenfreund, Deiner Macht.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Deiner Heiligen Heer, durch Liebe vereint und in Dir sich erfreuend, führet lauter und rein in Frohlocken auf mit den Engeln den unauflöslichen Reigen um Dich, Allsehender, aller Gott und Gebieter.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
In Jugendlichkeit, ruhmreiche Martyrerpriester, habt ihr umflochten euch der Märtyrer Kranz, die einst ihr, Allseligste, in des Priestertums heiligem Salböl erglänztet. Daher empfinget geziemend ihr zwiefache Kränze und mit Christus auf ewig erfreuet ihr euch.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Alles Sinnen des Fleisches habt, Gottesträger, ihr in Wahrheit unterworfen dem Geist, indem ihr sein unaufhaltsames Drängen asketisch durch Fasten geschwächt. Und jetzt entzündet von der Züchtigkeit Lichte, empfingt ihr für eure Mühen den Preis.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als Märtyrer des Erstlingsmartyrers Christus habt ihr über die Maßen die Foltern ertragen. Starkmütig und tapfer habt ihr, als wären sie fremd euch, in euren Körpern gestritten, Ruhmreiche ihr. Und jetzt seid ihr des Reiches Erben geworden und lasset den Gläubigen die Heilungen quellen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Gottes Braut, Gottesmutter, bist du. Denn sein urewiges Wort hast du uns im Körper geboren, ihn, in dem auch Frauen heilig wandelten und mit Siegespreisen jeglicher Art wurden gezieret durch dich und so wieder aufrichteten der Stammutter Fall.
Katavasie: Als Habakuk, der Prophet, den unerforschlichen göttlichen Ratschluß Deiner, des Höchsten, Menschwerdung aus der Jungfrau betrachtete, schrie er: Ehre sei, Herr, Deiner Macht.
Ode 5
Irmos: Warum verstießest Du mich von Deinem Angesichte, nie versinkendes Licht? Und warum bedeckte des Feindes Dunkel mich Armen? Wohlan, bekehre mich und lenke meine Wege, ich bitte, zum Lichte Deiner Gebote.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Ihr wurdet gewürdigt, wie Gottes Propheten vorauszuschauen die Zukunft. Im Edelsinne der Seele trachtend nach ihr, habt ihr euch durch heiligen Wandel geläutert, Gottesträger, durch die Kraft des Geistes erleuchtet.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Der Reigen der Heiligen weidet sich jetzt an göttlichen Gnaden: alle, die lebten vor dem Gesetz, Patriarchen, Propheten, die Apostel und die Scharen der Märtyrer, Asketen und Lehrer, der Gerechten samt den Martyrerpriestern.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erstrahlen sehen wir heute die Schar Deiner Heiligen in Deinem Glanze, Erretter, und in den unauslöschlichen Lichtern der Gnade. Deiner Güter göttlichem Fluten, göttlichem Überfluss, Menschenfreund, singen unaufhörlich wir Hymnen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Die erlauchten Frauen, die da liebten Deinen über alles bewunderten Sohn, haben für nichts erachtet die Wonnen des Lebens, Allreine, nur nach Seiner Schönheit und Seinem göttlichen Licht in Liebe getrachtet.
Katavasie: Ob Deiner heiligen Herrlichkeit erstaunte das All. Denn du hast, unversehrte Jungfrau, in deinem Schoße getragen ihn, der Gott über alle, und hast geboren den ewigen Sohn allen, die dich, des Heiles Spenderin, besingen in Hymnen.
Ode 6
Irmos: Sei mir gnädig, Erretter. Denn zahllos sind meine Gesetzlosigkeiten. Und aus dem Abgrund der Sünden führe mich, ich bitte, empor. Denn zu Dir rufe ich: Höre auf mich, Gott meines Heils.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Als kostbaren, auserlesenen Baustein, als Eckstein fanden auf Sion, o Herr, die Heiligen Dich, als unerschütterten Grund. Über ihn türmten sie sich als auserlesene Steine.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Die Blutstropfen, die verbunden mit göttlichem Wasser rannen aus Deiner durchstochenen Seite, haben neugebildet die Welt und, gnädiger Herr, versammelt aller Heiligen heilige Schar.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ganz fromm besingen in Hymnen wir der Märtyrer gottbegeistertes Heer, das in Gnade erschimmert und im Purpur des Blutes hellstrahlend erglänzt und in ihres harten Kampfes Purpurgewand.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als Gottes ganz wirkliche Mutter erkennen alle wir dich, durch welche gestärkt ward der Frauen Natur, über allen Tadel Erhabene, und gekämpft hat für Christus und mit jeglicher Tugend fromm ward erfüllt.
Katavasie: Dieses heilige, allgefeierte Fest der Gottesmutter begehend, Gottbegeisterte, kommt, lasset in die Hände uns klatschen, lasset preisen uns Gott, der geboren wurde aus ihr.
Kondak
Ton 8.
Als Erstlingsgaben der Natur bringt dir, dem Pflanzer der Schöpfung/ der Erdkreis, o Herr, die gotttragenden Martyrer dar. / Auf ihre Bitten bewahre in tiefem Frieden deine Kirche, deine Gemeinde // durch die Gottesgebärerin, du Vielerbarmer.
Ode 7
Irmos: Die Herablassung Gottes ward vom Feuer gefürchtet in Babylon einst. Daher tanzten im Ofen mit jauchzendem Fuße die Jünglinge wie auf einer Wiese und sangen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Die Scharen der Heiligen, die laut den unter Heiligen Ruhenden in Hymnen besingen, genießen jetzt göttliche Wonne. Froh tanzen sie im Reigen und singen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Die Völker der Heiligen, von der dreisonnigen Lichtflut göttlichen Strahlen heilig umleuchtet, bekennen fromm die dreifältige Einheit, den gleichanfanglosen Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Wenn in Deiner unsagbaren Herrlichkeit, Gott, Du inmitten von Göttern erscheinest und einem jeden darreichst die Preise und verleihest die Kränze, dann würdige alle, zu rufen zu Dir: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Versammlung aller Heiligen lasset froh uns besingen, die aus jedem Geschlecht, jedem Rang und Stand zusammen sich setzt. Und mit ihnen lasset uns singen: Gepriesen bist Du, Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Um Maria, die makellose und allheilige Gottesmutter, ihr Jungfrauen alle, bildet vereint einen heiligen Reigen und mit lauter Stimme rufet: Frohlocke, die du uns hervorbringst die Quelle der Freude.
Katavasie: Nicht haben der Schöpfung gedient die Gottbegeisterten wider den Schöpfer. Nein, mannhaft missachteten sie die Strafe des Feuers, froh sangen sie: Über alles in Hymnen Verherrlichter, Herr, Gott der Väter, gepriesen bist Du.
Ode 8
Irmos: Siebenfach entfachte den Gottesverehrern die Glut in Wut der Tyrann der Chaldäer. Doch von stärkerer Macht sie sehend errettet, rief er: Den Werker und Erretter, Jünglinge, preiset, Priester, singet ihm Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Frohlocket, Märtyrer, Propheten, Apostel, der Priestermartyrer selige Gemeinschaft, der Heiligen und Gerechten wie auch der Lehrer heiliger Chor, mit den salbentragenden Frauen und singet: Ihr Jünglinge, preiset Ihn, Priester, singet Ihm Hymnen, Volk, erhebe Ihn über alles in alle Äonen.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Des übersinnlichen Glanzes, Heilige, in Überfülle genießend, von heiliger Heiterkeit und Freude erfüllt, werdet ihr Götter genannt, durch die Nähe bei Gott den göttlich machenden Strahlen gesellt, erhellt durch der unsagbaren Herrlichkeit Glanz. Christus erhebt über alles in alle Äonen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Gleich lichtreichen Gestirnen seid aufgestrahlt, Heilige, ihr und erleuchtet der Kirche Himmel mit mannigfaltigen Gnaden und bunter Schönheit. In Gerechtigkeit, Sittsamkeit, Tapferkeit, Klugheit rufet ihr: Priester, singet Hymnen, Volk, Christus erhebe in die Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Mit Freude, all ihr gottbegeisterten Frauen, die ihr durch den Geist in Christus wurdet vollendet, um die makellose Jungfrau und wahre Gottesmutter, die uns von der Stammutter Eva Fluche erlöste, schließt jetzt einen Reigen und besingt ihre Frucht in Hymnen in die Äonen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Die schuldlosen Jünglinge hat errettet im Feuer der Gottesmutter Gebären, damals freilich im Vorbild. Nun aber sich wirksam erweisend, hat alle Welt es erweckt, dass sie singt: Ihr Werke, besinget in Hymnen den Herrn und erhebet Ihn über alles in alle Äonen.
Ode 9
Irmos: Es entsetzte sich darüber der Himmel, und die Enden der Erde erschraken, dass Gott im Leib den Menschen erschienen und dein Schoß weiträumiger ward als die Himmel. Daher, Gottesgebärerin, erheben dich die Heere der Engel, der Menschen.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Bewehrt mit dem Panzer von Hoffnung und Liebe und beschirmt durch den Glauben, hat das Heer der Erwählten alle Drohungen, Mißhandlungen und Geißelungen der Tyrannen in Freude ruhmreich erduldet, reich geworden in Christus, dem Siegesbringer im Wettkampf, die Erzmartyrer der Wahrheit.
Alle Heiligen, bittet zu Gott für uns.
Den Hafen des Heiles, den Täufer, die Apostel, Propheten und Märtyrer samt den Asketen, die heiligen Lehrer und Priester, der Patriarchen Versammlung, die ruhmreichen Martyrerpriester, die gottliebenden Frauen, die Seligen und Gerechten lasset uns geziemend jetzt preisen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In der Prüfungen Feuer erprobt und nicht durch Wonnen geblendet, frohlocket aufrichtig ihr, als Ruhmreiche stehend neben des Herrschers lichtstrahlendem Thron, der Heiligen Volk Du im Himmel. Denn die Spiegel, zerbrochen sind sie, verscheucht ist der Schatten durch die Enthüllung der Wahrheit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: In dir hat, wie man sieht, sich das Getrennte vereint. Denn durch dich sind in Wahrheit die Menschen der Engel Zeitgenossen geworden im Himmel und Zeugnis legen ab jetzt mit ihnen aller Heiligen Heere, dein Gebären, Jungfrau, Gottesmutter, besingend in ewigen Liedern.
Katavasie: Jeder Erdgeborene frohlocke, erleuchtet vom Geist. Es feiere ein Fest der körperlosen Geister Natur, der Gottesmutter heiliges Volksfest feiernd im Lied, und sie rufe: Freude, Allseligste, dir, Gottesmutter, stets Jungfräuliche, Reine.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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