Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. Lichte Woche. Freitag.

Osterfreitag

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6.
Der Herr des Himmels vollbringt außergewöhnliche und wunderbare Dinge in Dir, / all-unschuldvolle Herrin; / von oben in deinen Schoß wie Tau herabgestiegen, / o Braut Gottes, / dich erzeigend als eine Quelle, / die hervorquellen lässt die Vollkommenheit der Güte / und eine Flut von Heilungen, / fließend mit Segnungen in Fülle / all jenen, die sich sehnen nach Stärkung der Seele / und Gesundheit des Körpers, // durch das Wasser der Gnade.
Höchst angemessen, o Jungfrau, / rufe ich dich als himmlisches Manna an / und als göttliche Quelle des Paradieses; / in Wahrheit fließt der Strom deiner Quelle aus der Erde [des Paradieses]. / Gnade offenbart er in vier Zweigen / täglich wirkend wundervolle Wunder. / Die Bitten aller sind erfüllt, wenn getrunken wird das Wasser. / Deshalb laufen wir treu in Freude, / die wir den Namen Christi tragen, // und schöpfen das fließende, süße Wasser der Heiligung.
Du lässt hervorquellen Ströme des Heiles, o Jungfrau, / denen, die beständig Zuflucht nehmen zu deiner Quelle, / o Braut Gottes; / Da du frei die Ströme des Heiles ausgießt allen Kranken, / ermöglichst du den Blinden, die sich dir nähern, mit Klarheit zu sehen; / Du hast aufgerichtet viele Kranke und Lahme. / Du hast Gelähmte gestärkt. / Durch das dreifache Ausgießen des Wassers, / hast du zum Leben erweckt die Toten. // Auch die an Wassersucht und Atemnot Leidenden hast du geheilt.
Ehre: Wer wird sprechen von deiner Kraft, o Quelle, / die oft überfließt von unerschöpflichen Wundern, / und vollendest durch Heilungen das, was jenseits der Natur ist? / O, große Wunder lässt du allen strömen. / Denn du verjagst nicht nur Leiden von denen, / die im Vertrauen in Liebe schöpfen, / sondern du reinigst auch die Leidenschaften der Seelen, // verleihend große Gnade, o all-makellose Herrin.
Stichiren zur Stichovna
Ton 5.
Freue dich, o lebenspendende Quelle, / die die ganze bewohnte Erde mit deinen Wundern erfüllt! / Freue dich, o geistiges Meer, / übertreffend die Ströme des Nils mit den Fluten deiner Gnade! / Du bist ein zweites Siloah, / ergießend wunderbare Wasser wie durch einen Felsen. / Du hast empfangen die Macht des Jordan, o allheilige Magd, /

und bist geworden das Manna der Erlösung, / das erfüllt die Bedürfnisse derer, die suchen. // Du gießt aus das große Erbarmen der Welt, o Mutter Christi.

Der Höchste hat seine Haus geheiligt.
Mit Hymnen von Wundern, / lasst uns, Gläubige, loben und verherrlichen die himmlische Wolke, / die auf die Erde träufeln lässt himmlischen Regen, / den Lebensspender Christus! / Er ist das lebendige göttliche Wasser, / das ewig ergießt die göttliche Speise von Nektar, die niemals versiegt, / auch nachdem sie getrunken wurde, / aber den Durst vertreibt sie und erfrischt unsere Seele. / Wenn wir trinken mit Weisheit, / werden die all-göttlichsten Ströme hervorsprudeln aus unseren Herzen, // und werden uns überfließen lassen reichlich Gnade.
Das Rauschen des Flusses erfreut die Stadt Gottes.
Freue dich, o lebenspendende Quelle, / die ewig ergießt reichliche Gaben, / o Brunnen der Heilungen, / die fortwäscht die schwache und armselige Stärke der Krankheit. / Du stellst wieder her das Augenlicht der Blinden / und die Aussätzigen reinigst du. / Deine Ströme sind ein Heilstrank für alle Gebrechen und Leiden, / und für alle, die mit Glauben zu deinem Heiligtum strömen. / Du bist ein großer Arzt, o Magd [Gottes], / die bereit ist zu empfangen alle, die sich an sie wenden in Bedrängnis. / O heilige Mutter Christi, des Wortes, // welcher ergießt der Welt sein großes Erbarmen.

Ehre: Lasst ertönen die Trompete in Hymnen, o Festliebende, / und tanzen vor Freude im Wasser, / lasst uns bilden einen Reigen und Loblieder singen dem Wasser, / das nie aufhört zu fließen von der lebenspendenen Quelle. / Lasst die Herrscher sich versammeln / und danken für die Güte der Quelle. / Sie hat errettet Könige, / und durch eine Berührung die Kranken von ihren Lagern erhoben. / Alle Menschen, versammelt euch / und zieht zum errettenden Wasser; / Die Bedürftigen sollen herbeigetragen werden / und die in Gefahr sollen geistige Stärkung erlangen. / Die Dürstenden sollen erfrischt werden / und die Blinden ihr Augenlicht erhalten. / Die Tauben werden hören und die Kranken werden geheilt. / Lasst jene, die ihre Hände erhoben haben / in Dankbarkeit ziehen zum Wasser der Errettung, / das ausströmt allen Gläubigen. / Lasst uns alle rufen zur reinen Jungfrau: / „Wie du ergießt die immer-lebenden Ströme aus der Quelle, / höre nicht auf, Fürsprache einzulegen // für deine Knechte und Mägde.“


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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