Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 1. Woche nach Pfingsten. Montag.

Tag des Heiligen Geistes

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4.
Wunderbares sahen heute alle Völker in der Stadt Davids, / als der heilige Geist herabkam in feurigen Zungen, / wie der gottredende Lukas sprach. / Er sagte: als die Jünger Christi versammelt waren, / geschah ein Brausen, / wie von einem gewaltig wehenden Sturme / und erfüllte das Haus, worin sie saßen; / und sie alle begannen zu reden in unbekannten Sprachen, // Glaubenssätzen und Lehren der heiligen Dreiheit.
Der heilige Geist war und wird immer sein: / anfanglos und endlos, / immer aber gleicher Ordnung mit dem Vater und dem Sohne / und unter sie gezählt; / Leben und lebenspendend, / Licht und lichtspendend, / gut an sich und Güte verströmend; / durch ihn wird der Vater erkannt / und der Sohn verherrlicht / und allen Menschen offenbart: / eine Kraft, eine Wesenheit, // eine Anbetung der Heiligen Dreiheit.
Der Heilige Geist ist Licht und Leben / und lebendige Geistesquelle; / Geist der Weisheit, Geist des Wissens, / gut, rechtlich, erkennend, herrschend, von Sünde reinigend; / Gott, der vergöttlicht, / Feuer, aus Feuer hervordringend, / sprechend, wirkend, Gnadengaben verteilend; / durch ihn wurden all die Propheten, Apostel Gottes und die Martyrer gekrönt. / Wunder, seltsam zu sehendes und zu vernehmendes: / seltsam die Kunde, seltsam der Anblick zu Pfingsten: // Feuer kam hernieder und teilte Gaben aus an alle.
Ton 6.
Jetzt, Theotokion: Himmlischer König, / Tröster, Du Geist der Wahrheit, / allgegenwärtig und alles erfüllend, / Hort der Güter und Spender des Lebens. / Komm wohne in uns, / reinige uns von jedem Fehl / und rette, Gütiger, unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 3.
Jetzt sind zum Zeichen für alle / die Zungen offenbar geworden. / Denn die Juden, von welchen Christus dem Fleische nach abstammt, / sind, am Unglauben krank, verlustig gegangen der göttlichen Gnade, / und wir, von den Heiden stammend, / sind des göttlichen Lichtes gewürdigt, / sind gefestigt worden durch die Worte der Jünger, / mit welchen sie die Herrlichkeit Gottes des Wohltäters aller, verkündeten: / So lasst uns, mit ihnen Herz und Knie beugend, / im Glauben anbeten den Heiligen Geist, // gestärkt durch den Heiland unserer Seelen.
Jetzt ist der trostbringende Geist ausgegossen über alles Fleisch, / denn von den Chören der Apostel über die Gläubigen die Gnade ausgedehnt / und sein gewaltiges Überkommen durch die Verteilung der Zungen / in feuriger Gestalt an die Jünger / zum Preis und zur Ehre Gottes beglaubigt. / Darum beten wir, im Herzen geistlich erleuchtet / und durch den heiligen Geist im Glauben gestärkt, // dass errettet werden unsere Seelen.
Jetzt werden die Jünger Christi mit Kraft von oben angetan; / denn sie erneuert der Tröster, / der sich ihnen durch die geheimnisvolle Erneuerung der Erkenntnis wieder erneuert, / dieselbe in fremden Lauten und Zungen predigend, / lehrten sie verehren die ewige und einfache und dreipersönliche Wesenheit Gottes, / des Wohltäters aller. / Lasset uns daher, durch die Lehren jener erleuchtet, / anbeten den Vater, samt dem Sohne und dem Geiste, // bittend, dass errettet werden unsere Seelen.
Ton 8.
Jetzt, Theotokion: Kommt, ihr Völker, die dreipersönliche Gottheit wollen wir anbeten, / den Sohn in dem Vater, mit dem heiligen Geiste. / Denn der Vater zeugte außerhalb der Zeit den Sohn, / den Mitewigen und Mitthronenden, / und der Heilige Geist war in dem Vater mit dem Sohne verherrlicht. / Eine Kraft, eine Wesenheit, eine Gottheit. / Diese anbetend sprechen wie alle: / Heilig ist der Gott, der das All geschaffen hat / durch den Sohn unter Mitwirkung des Heiligen Geistes; / heilig ist der Starke, durch den wir den Vater erkannt haben / und durch den der Heilige Geist die Welt besucht hat; / heilig der Unsterbliche, der trostbringende Geist, / der vom Vater ausgeht und im Sohne ruht. // Heilige Dreiheit, Ehre Dir!
Prokimenon zur Liturgie
Ton 6.
Errette, Herr, dein Volk, // und segne dein Erbe.
Vers: Zu dir, Herr, will ich schreien; o mein Gott, sieh nicht schweigend weg von mir.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 2.
Erbarme dich meiner, o Gott, nach deinem großen Erbarmen.
Vers: Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir.
Kommunionvers
Dein guter Geist wolle mich führen auf ebenem Land.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Pater Kilian Kirchhoff.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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