Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 40. Oktober

Gedächtnis der Hll. Väter des siebten Ökumenischen Konzils

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6. ( nach: Die da verworfen war )
Die sieben Synoden der Väter, * die stattfanden zu verschiedenen Zeiten, * hat in ein und demselben Kanón zusammengefasst * auf treffliche Weise * der Patriarch Germanos, der Jüngere, * und beschrieben zugleich und bekräftigt * ihre Lehren. * Auch hat er sie als unermüdliche Fürbitter * vorgestellt für die Errettung beim Herrn * und als gemeinsame Hirten der Herde.
Die Schrift des Gesetzes hat den Kindern der Hebräer * gegeben die kostbare Siebenzahl * im Schatten, um sie einzuhalten und sich nach ihr zu richten. * Die Väter aber, die sich haben versammelt * zur Siebenzahl der Synoden * auf Gottes Befehl, der in der Sechszahl der Tage * dies alles hat vollendet * und den siebenten Tag hat gesegnet, * sie haben der Siebenzahl noch größere Bedeutung verliehen, * indem sie gezogen haben die Richtschnur des Glaubens.
Alle habt ihr belehrt aus den Dingen, * dass die Dreiheit ist die Ursache des Werdens der Welt, * in Klarheit, ihr dreimalglückseligen Väter. * Drei nämlich und noch vier Synoden * habt ihr in geheimnishaftem Sinne * abgehalten und seid als Verteidiger erschienen * der orthodoxen Lehre, * da ihr auf die vier Elemente * und auf die Dreiheit habt hingewiesen, * die sie hat erschaffen und gebildet die Welt.
Es hätte genügt, um Leben einzuhauchen * dem daliegenden Sohn der Frau, die ihm diente, * dass der berühmte Prophet Elisäus sich beugte ein einzigesmal. Doch beugte er sich siebenmal * und legte sich über ihn, * um so in Voraussicht anzukünden * eure Zusammenkünfte. * Auf ihnen habt ihr das Sterben des Logos Gottes * mit Odem erfüllt und den Ários zu Tode gebracht * wie auch seine Helfershelfer.
Den zerrissenen Leibrock Christi, * zerfetzt von kläffenden Hunden, * habt ihr weise zusammengenäht, ihr ehrwürdigen Väter, * da ihr seine Blöße zu sehn * gar nicht konntet ertragen, * so wie Sem und Jáphet * einstens nicht die ihres Vaters, * und habt den Ários zuschanden gemacht, * den Vatermörder samt jenen, die es mit ihm hielten, * ihn, der den Wahn trägt als Namen.
Den Makedónios und Nestórios, * die Evtychís und Dióskoros, * die Apollinários, Savéllios und Sevíros * habt ihr als reißende Wölfe entlarvt * in Pelzen von Schafen * und sie weit fort von der Herde des Erretters * als wahrhafte Hirten * vertrieben, ihrer Felle entblößt, * und habt trefflich den Dreimalunglückseligen widerstanden. * Darum preisen wir euch selig.
Ehre: Die mystischen Posaunen des Geistes, * die gotttragenden Väter, * lasst heute uns lobpreisen, * sie, die sangen inmitten der Kirche * das harmonische Lied der Gotteslehre, * dass die eine Dreiheit * sei ohne jeden Unterschied * dem Wesen nach und der Gottheit, * sie, die Besieger des Ários * und Vorkämpfer der Rechtgläubigen, * sie, die allzeit bitten den Herrn, * dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Parimien
Lesung aus dem Buch Genesis
Als Abraham hörte, dass sein Neffe Lot in Gefangenschaft geraten sei, zählte er seine hausgeborenen Leibeigenen – dreihundert-achtzehn waren es – und er jagte hinter ihnen drein bis nach Dan. Und er fiel her über sie in der Nacht, er und seine Knechte mit ihm. Er schlug sie und verfolgte sie bis Chobál zur Linken von Damaskus. Er holte alle Pferde Sodoms zurück. Auch Lot, seinen Neffen, brachte er zurück und dessen ganze Habe wie auch die Frauen und das Volk.
Es zog aber aus der König von Sodom zur Begegnung mit ihm nach seiner Rückkehr von der Schlacht mit Cholodogómor und den Königen mit ihm in das Tal Sabé, das war das Feld der Könige. Melchisedék aber, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war ein Priester Gottes, des Höchsten. Er segnete Abraham und sprach: Es sei gesegnet Abraham von Gott, dem Höchsten, der geschaffen hat Himmel und Erde. Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der überliefert hat deine Feinde deinen Händen. (Gen 14, 14-20)
Lesung aus dem Buch Deuteronomium
Es sprach Moses zu den Söhnen Israels: Seht, ich habe vor euch dies Land übergeben. Zieht hinein und nehmet zum Erbe das Land, von dem zugeschworen hat der Herr euren Vätern, dem Abraham, dem Isaak und dem Jakob, dass er es ihnen geben werde und ihrem Samen nach ihnen. Und ich redete zu euch zu jener Zeit, da ich sprach: Ich kann euch nicht alleine tragen. Gott, der Herr, hat euch vermehrt, und siehe, ihr seid heute so zahlreich wie die Sterne des Himmels. Der Herr, der Gott eurer Väter, möge euch verleihen, dass ihr das Tausendfache seid, und er segne euch, wie er euch gesagt hat.
Und ich nahm aus euch weise, verständige und einsichtsvolle Männer und setzte sie ein, dass sie Anführer bei euch seien, über je Tausend, Hundert, Fünfzig und Zehn, und zu Schriftführern für eure Richter. Und ich gebot euren Richtern zu jener Zeit also: Stellt Verhöre an unter euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremdling bei ihm. Schau im Gericht nicht auf die Person. Du sitzest zu Gericht über den Kleinen wie über den Großen. Weiche nicht zurück vor der Person eines Menschen. Denn das Gericht ist Gottes. (Deut 1, 8-11; 15-17)
Lesung aus dem Buch Deuteronomium
Es sprach Moses zu den Söhnen Israels: Siehe, Gottes, des Herrn, ist der Himmel und der Himmel des Himmels, die Erde und alles, was auf ihr ist. Gleichwohl hat er sich eure Väter erwählt, sie zu lieben. Erwählt hat er ihren Samen nach ihnen, nämlich euch vor allen Völkern, an jenem Tage. Beschneidet eure Hartherzigkeit und verhärtet nicht mehr euren Nacken. Denn der Herr, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, Gott, groß, stark und furchtbar, der nicht hochhält die Person, der kein Geschenk annimmt, wenn er Gericht hält über den Fremdling, die Waise und die Witwe. Er liebt den Fremdling und gibt ihm Brot und Gewand. Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm allein dienen, ihm anhangen und in seinem Namen schwören. Er ist dein Ruhm und er ist dein Gott, der für dich getan hat diese großen und wunderbaren Dinge, die da sahen deine Augen. (Deut 10, 14-21)
Stichiren zur Litia
Ton 8. ( nach: Das Paradies in Eden )
Den im Fleische erschienenen Jesus, * welcher der Gottheit nach * ist unumschreibbar auf immer, * doch ward umschreibbar in unserer Leiblichkeit, * wiewohl in Person ein Einziger aus beidem, * wir stellen ihn dar im Fleische menschlich, nicht göttlich, * und verehren ihn als Einen, nicht als zwei auf den Bildern; * denn einer ist der Herr, * der aus höchster Güte ist erschienen auf Erden, * obwohl er nicht hat verlassen den Vater, * sondern dem Götzentrug hat ein Ende gemacht * und uns hat geboten zu verehren * sein menschengestaltiges Bild.
Christi Natur, welche ist unsichtbar, * nichts ist ihr ähnlich; * denn niemals ward Gott geschaut. * Doch malen wir das Bildnis des sichtbar gewordenen Fleisches; * denn wir haben sein Antlitz gesehn. * Jene aber, die nicht so an seine Menschwerdung glauben, * lehren nichtigen Wahn und schließen dem Bösen sich an. * Wir aber glauben, * dass er sich untrüglich hat gekleidet in unsre Gestalt * und ihre ganze Eigenheit * hat samenlos angenommen, * und verehren im Glauben * sein gottmenschliches Gemälde.
Ihn, der ist an der Brust des Vaters, * als unumschreibbarer Gott, * bekennen als umschreibbar im Leibe der Mutter * wir Gläubigen und stellen fromm im Bilde ihn dar. * Denn in der uns gemäßen Beschaffenheit * ist der mit dem Vater Unfassliche fassbar in der Mutter. * Der dort Gestaltlose, hier in der Gestalt eines Sterblichen! * Alles an ihm zweifach! * Gottes Kennzeichen besitzt er und die des Menschen. * Denn durch die Leugnung des einen * wird auch das ihm Zugehörige geleugnet. * Deswegen wir gestalten * dein Bild und verehren es, o Christus.
( nach: Das Paradies in Eden )
Da wir sehen die Gestalten * eures Leibes, ihr Heiligen, * und sie im Glauben verehren, * bewundern wir eure Kämpfe im Gerichte, * die ihr tapfer habt auf euch genommen * um Christi willen. * Denn was das Wort erzählt in heiligen Büchern, * das legt auch dar die Malerei * in farbigen Bildern, * und so gereichen sie gemeinsam * zum gottgenehmen Nutzen * für unsere Seelen, * die wir Christus lobpreisen, * der euch hat gleichgemacht den Engeln * und verjagen gleich einem Lästerer den Bilderstürmer.
Ton 3.
Ehre: Strenge Wächter seid ihr geworden, * heilige Väter, der Überlieferungen der Apostel! * Denn die Wesensgleichheit der heiligen Dreiheit * habt ihr gelehrt auf orthodoxe Weise, * die Lästerungen aber des Ários * zur Synode vereinigt verworfen. * Nach ihm habt ihr auch widerlegt den Makedónios, * der es wagte, wider den Geist zu kämpfen. * Ihr habt verurteilt den Nestórios, den Evtychís und den Dióskoros, * auch den Savéllios und den kopflosen Sevíros. * So bittet denn, wir flehen euch an, * dass wir vom Irrtum bleiben errettet, * und dass bewahrt werde unser Leben * unversehrt im Glauben.
Stichiren zur Stichovna
Ton 4.
Ehre: Heute wollen wir feiern * im Glauben das jährliche Gedächtnis * der gotttragenden Väter, * die sich versammelten vom ganzen Erdkreis her * in der glänzenden Stadt der Nikäer, * und ehren die Versammlungen der Orthodoxen. * Denn die Väter haben vernichtet * in frommer Gesinnung * die gottlose Lehre des schlimmen Ários * und ihn verbannt auf der Synode * aus der katholischen Kirche. * Sie haben alle klar unterwiesen, * den Sohn Gottes zu bekennen * als gleichen Wesens und mitewig, * als seiend vor den Äonen, * und dies genau und rechtgläubig dargelegt * im Symbolum des Glaubens. * So folgen auch wir ihren göttlichen Lehren, * haben festen Glauben * und beten an mit dem Vater * den Sohn und den allheiligen Geist, * in der einen Gottheit * die Dreiheit gleichen Wesens.
Tropar
Ton 8.
Hochgepriesen bist du, Christus, unser Gott, * der du als Leuchten auf Erden unsere Väter hast gegründet * und durch sie uns alle hast geführt zum wahren Glauben. * Vielbarmherziger, Ehre sei dir.
Jetzt, Theotokion: Der du für uns geboren aus der Jungfrau * und die Kreuzigung erduldet, o Guter, * der du im Tode dem Tod entrissen die Beute * und als Gott die Auferstehung gezeigt: * Verachte nicht, die du gebildet mit eigener Hand. * Erweise deine Menschenliebe, Barmherziger. * Nimm an die Gottesgebärerin, die dich gebar, da sie für uns bittet! * Und rette, unser Erretter, das Volk, das der Verzweiflung ist anheim gefallen.
Ode 1
Kanon der Heiligen Väter, Ton 8.
Akrostichos: Ich besinge die Siebente Versammlung der Seligen.
Irmos: Den wagenführenden Pharao versenkte einst in die Tiefe der kreuzförmig ausgestreckte und das Meer teilende wundertätige Stab des Moses, rettete aber das zu Fuß dahinwandelnde, flüchtig Israel, welches Gott ein Lied sang!
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Mich drängt nun, die siebente Versammlung zu besingen, das Konzil der siebenfachen Gaben. verleih mir, o Herr, den Tröster-geist, der jene zu flammender rede begabte, dass alle völkerverderbende arge Lehre verstummen musste.
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Von Anfang her ist die Siebenzahl groß, denn sie wurde es durch göttliche Schöpferkraft, die am siebenten Tage des vollkommensein schuf: So fanden nun auch im siebenten Konzil alle Irrlehren ihr Ende.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Einst überwand den Gottesgegner Arius zu Nicäa der Hirtenstab, da rechtgläubig den Weg zu wandern unsere Väter die Kirche lehrten. So auch werden nun die Gegner der heiligen Ikonen beschämt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: In Ehrfurcht lehrten die Väter und bekannten würdig den, ohne Schmerzen zu bereiten, aus dem jungfräulichen Leib im Körper geborenen Unkörperlichen: Vor ihm neigen wir uns und zeichnen das wesentliche Bild, dass gläubig wir verehren.
Katavasie: Öffnen will ich meinen Mund, * dass er des Geistes voll werde. * Mein Lobgesang verherrliche * die Mutter des Königs, * und man wird mich sehen, * mit Freuden besingen * alle ihre Wunder.
Ode 3
Irmos: Der Du im Anfang * die Himmel in Einsicht festgestellt * und die Erde über den Wassern gegründet hast, * befestige mich, o Christus, auf dem Felsen Deiner Befehle. * Denn keiner ist heilig außer Dir, * allein Menschenfreundlicher!
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Die unerschütterliche Kirche Christi vermag nicht zu schwanken durch die Taten derer, die als Teilhaber des Antichrist sie zu erschrecken trachten, denn diese wurden überwunden von den Frommen, die von den göttlichen Erzhirten die Geheimnisse empfingen.
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Die Schar der Väter reinigt die trüben und schmutzigen Ströme, da sie aus der Quelle der Erlösung schöpfen und die dürstenden Menschen Christi mit den Wogen der Gotteslehre sättigen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wahrhaftig trat die christusliebende siebente Versammlung den Hassenden und die Christen verleumdenden Gegnern entgegen in der herrlichen Stadt Nicäa, da die herrschenden Irina und Konstatin ihnen beistanden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Jeder Unwürdige wende sich fort, der nicht die würdige Ikone der Gottesgebärerin ehrt und nicht bekennt, dass sie das gottmännliche Kind gebar. Ins Feuer soll er gestoßen werden, dass er auf ewig brenne.
Katavasie: Die dir Lobsingenden, o Gottesgebärerin, * du lebendige und unerschöpfliche Quelle, * die eine Festversammlung abhaltenden * kräftige geistlich, * und würdige sie an diesem Tag deines göttlichen Gedenkens * der Kronen der Herrlichkeit!
Sedalen des Kanons
Ton 4.
Die dir Lobsingenden, o Gottesgebärerin, * du lebendige und unerschöpfliche Quelle, * die eine Festversammlung abhaltenden * kräftige geistlich, * und würdige sie an diesem Tag deines göttlichen Gedenkens * der Kronen der Herrlichkeit!
Ode 4
Irmos: Du bist meine Stärke, * o Herr, Du auch meine Kraft, * Du mein Gott, * Du meine Freude, * der Du, den väterlichen Schoß nicht verlassend, * unsere Armut angesehen hast; * deshalb schreie ich mit dem Propheten Habakuk zu Dir: * Deiner Kraft sei Ehre, Menschenfreundlicher!
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Die gottschauenden Väter waren erfüllt von göttlichem Wort, und so war ihnen gegeben, gleich wie mit Pfeil und Schwert alle Arges Sinnende gemeinsam zu überwinden, die nicht verehren wollten die heiligen Bilder Christi, der Gottesgebärerin und aller Heiligen.
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Wie einst durch die sieben Posaunen die Mauern Jerichos beim siebenten Umkreisen fielen, so stürzte mit den sieben heiligen Versammlungen die Fülle der sich über Gott Erhebenden in die Tiefe, denn im siebenten Konzil ertönte die wohlklingende Posaune des Geistes.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Die Menge der Väter bewies jugendliche Sorge, und wie Elias die schändlichen Priester einst tötete, so waren auch sie von göttlichem Eifer entbrannt. Durch sie wurden wir gelehrt, mit Ehrfurcht und Liebe die Ikone Christi zu verehren.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Allheilige, du bist meine Hoffnung, und dich besinge ich: Du bist mir der sichere Hafen, denn ohne Vermischung hast du Gott, das Väterliche Wort geboren. Deshalb verehren wir zuversichtlich deine Ikone und empfangen Stärkung durch deine Macht.
Katavasie: Der da sitzet in Herrlichkeit * auf dem Throne der Gottheit, * Jesus der Hochgöttliche, * kam in leichter Wolke * auf unbedeckter Hand * und erlöste * diejenigen, welche rufen: * Ehre sei, Christus, deiner Kraft!
Ode 5
Irmos: Weshalb hast Du mich verstoßen von Deinem Angesichte, * Du Licht, welches niemals untergeht, * und weshalb umhüllt mich Unglückseligen das feindliche Dunkel? * Bekehre mich doch und leite meine Wege zu dem Lichte Deiner Satzungen, erbitte ich.
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Von großer Weisheit gelenkt durchdachten die ehrwürdigen Väter alles und überantworteeten dem Anathem alle, die Unwahres lehrten. Allen bestimmten sie, dass würdig ist, Ehre dem Bildnis Christi zu erweisen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Heute erstrahlte die Zeit der Freude und der tag der Errettung. Lasst uns frohlocken und freudig Christus zurufen: schenke uns deinen Frieden um der Fürbitten aller Väter des siebenten Konziles, allein Menschenliebender.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Aus der Fülle Seiner Barmherzigkeit geruhte der Sohn Gottes unwandelbar von der Jungfrau geboren zu werden. Mit dem ihm nicht eignen umkleidete er sich und wurde so umschreibbar freiwillig für uns sichtbar, der Seinem Wesen nach unumschreibbar ist.
Katavasie: Außer sich war das All * ob deines göttlichen Ruhmes; * denn du, vom Gatten unberührte Jungfrau, * hattest im Schoße * den Gott über Alles, * und hast geboren den über die Zeit erhabenen Sohn, * die du allen dich Lobpreisenden * die Erlösung zuerteilst!
Ode 6
Irmos: Sei mir gnädig, o Heiland, * denn zahlreich sind meine Gesetzlosigkeiten; * und aus dem Abgrund des Bösen * führe mich empor, erbitte ich. * Denn zu Dir habe ich gerufen; * drum erhöre mich, * o Gott meines Heiles!
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Süße sollen die Berge quellen lassen und freude, denn die Menge der Irrlehren und das bittere Gift der Ablehnung aller Ikonen wurde verscheucht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Gemeinsam jubeln Himmel und und erde ob der Größe der göttlichen Tochter, denn gepriesen wird, der überwindet alle sie Verachtende.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Mutter Sohn wurde der von Urbeginn ohne Mutter aus dem Vater seiende nun ohne Vater gottwürdig geboren. er hat mich neugeboren. Deshalb verehre ich die Darstellung der Gottesgebärerin mit ihrem Sohn.
Katavasie: Indem wir dieses göttliche und allgeehrte Fest * der Gottesmutter feiern, * kommt, ihr Gottseligen, lasst uns in die Hände klatzschen, * den von ihr geborenen Gott rühmen!
Kondak
Ton 2.
Der vom Vater unaussprechlich ausgestrahlte Sohn, vom Weibe geboren, zweifacher Natur, den anschauend, verwerfen wir nicht das Zeichen des Bildes, sondern dasselbe fromm darstellend, verehren wir es treu, und deswegen, den wahren Glauben bewahrend, küsst die Kirche das Bild der Fleischwerdung Christi!
Ikos
Der allgütige Gott wollte uns für immer erhöhen zum vollkommenen Gedenken an seine Menschwerdung, und gab zum Unterpfand, würdig in Farben auf den Ikonen sein Antlitz abzubilden, auf dass alle, die solches sehen, oder das Wort hören, die Taten und den Namen begreifen, so auch das Leiden der heiligen Streiter, dass sie schauen, wie der Kronen spendende Christus den heiligen Märtyrern und Gequälten die Kronen verleiht. Um ihretwillen bewahrt die Kirche offenkundig den wahren Glauben und küsst verehrend die Ikone der Menschwerdung Christi.
Ode 7
Irmos: Vor Gottes Herabkunft * scheute einst das Feuer * in Babylon: * Deshalb sangen die Jünglinge, * im Flammenofen mit jubelndem Fuße * wie auf einer Wiese tanzend: * Gepriesen bist Du, o Gott unserer Väter!
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Durch die von Gott eingegebenen Dogmen wurden die Anführer der Irrlehren überwunden. Sie lehrten die Würde der Bilder, die das Urbild zeichnen, wie wir es wissen von dem großen Basilius. gelobt sei der Gott unserer Väter.
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Erfüllt werden nun die Kirchen mit den herrlich geschmückten Ikonen. deshalb singt alle Welt in den Kirchen und verherrlicht die alle menschliche Vernunft übersteigende Herrlichkeit: Gelobt sei der Gott unserer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das Licht ist erstrahlt, die Dunkelheit gewichen, die Unwürdigen sind verjagt. So ist das All vom Licht erfüllt und singt dem Lichtspender Christus und spricht: Gelobt sei der Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Allheilige gebieterin, du bist die einzige Hoffnung aller, denn furchterregend ist, sich vor dir, die du den herrscher aller herrschenden, Christus, geboren und Ihn als Kind auf deinen Armen gehalten hast, und deinem Bilde zu vereinigen, wie es uns die Väter lehren.
Katavasie: Nicht dienten * der Schöpfung die Gottseligen * neben dem Schöpfer, * sondern des Feuers Drohung * mannhaft verachtend, * jubelten sie singend: * Hochgepriesener, * der Väter Herr * und Gott, gelobt bist Du!
Ode 8
Irmos: Siebenfach heizte den Flammenofen * der Gewaltherrscher der Chaldäer * voll Raserei den Gottesfürchtigen. * Als er aber durch stärkere Kraft dieselben gerettet sah, * rief er aus: * Den Schöpfer und Erlöser * lobet, ihr Jünglinge, * preiset, ihr Priester, * erhebe, o Volk, in alle Ewigkeiten!
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Den Gottesfürchtigenbestimmt die herrliche Schar der Väter die würdige Verehrung und Wiederkehr der geweihten Ikonen Christi. Gottesfürchtige, lasst uns diese jährliche Feier als gehorsame Kinder vollenden und mit Liebe die Ikone Christi küssen.
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Siebenmal unterwarfen sie das hohe Streben der Demütigen und bekämpften deren wohltätiges Trachten, da sie ihr göttliches Wirken verleumdeten, doch vernichteten die zum siebenten Konzil in Nicäa zusammengekommenen Väter siebenfach deren Stolz.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Die Pfeile der Kinder wandeln sich, wie im Psalter besungen, zur Lebensweisheit und werden den Unklugen zur Wunde und zum Geschwür: Viele Völker vergehen durch die göttliche Kraft, da sie schmähend über diese sprachen, so auch alle, die Gott - den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist nicht als Grund alles Seins und den Einigen bekennen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Aus eigenem Wollen um der Gnade willen wird der Schöpfer ein Kind aus deinem allreinen Blut und bewahrte dich auch nach der Geburt vollkommen unberührt und rein und reinigte so das verunstaltete Bild. deshalb wird auf den Ikonen, welche dich darstellen als Mensch, auch Gott in Seinem Sein dargestellt.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Die schuldlosen Jünglinge im Flammenofen * hat der Sproß der Gottesgebärerin errettet; * damals vorbildlich, * nun in der Tat, * erweckt er die ganze Welt, * dir zu singen: * Den Herrn lobpreiset ihr Werke, * und erhebet hoch * in alle Ewigkeit!
Ode 9
Irmos: Außer sich geriet hierüber der Himmel * und der Erde Grenzen wurde bestürzt, * weil Gott den Menschen leiblich erschien, * und dein Schoß umfassender ward als die Himmel; * weshalb dich, o Gottesgebärerin, * der Engel und der Menschen Gewalten hochpreisen!
Heilige Väter, bittet zu Gott für uns
Mit gewaltiger Kraft und in Deinem ewigen TRat erhälst Du das All, einziger und unfasslicher Gott. Du bist der wahre Grund der Allmacht. herrscher, stärke Deine Kirche, bewahre sie in Deiner wahren Lehre um der Fürbitten willen der herrlichen Väter, die alle Unwürdigen überwanden.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Hochweise heilige, große Ehren wurden euch auf Erden zuteil, da ihr Christi Bildnisse in Liebe verehrtet. Nun aber, da ihr den Schatten abgelegt, die Hülle des Leibes, schaut ihr Ihn von Angesicht zu Angesicht, und seid noch mehr geehrt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der menschliche Verstand vermag nicht das geheimnis deiner furcherregenden geburt zu durchdringen und auch nicht der hochweise Chor der Engel, denn über alle Ordnung der Natur gebarst du den körperannehmenden Gott. deshalb bekennen wir sich als Gottesgebärerin und bilden dich mit Ihm ab und verherrlichen dich.
Katavasie: Jeder Erdgeborene * tanze, im geiste * Fackeln tragend, * es feiere aber * die Natur der übersinnlichen vernunftwesen, * ehrend die heilige Festfeier * der Gottesmutter, * und rufe: * Freue dich, o Allseligste, * allreine Gottesgebärerin, immerwährende Jungfrau.
nach 9. Ode
Ihr aus der Höhe mit Weisheit umkleidete Väter, die ihr euch zum siebenten ökumenischen Konzil versammeltet, bringt mit Eifer das Gebet vor die heiligste Dreifaltigkeit, dass wir befreit werden von jeglichem Irrglauben und bewahrt werden vor der Verurteilung in die Ewigkeit, dass vielmehr uns bereitet sei das Erbe des himmlischen Reiches, die wir eure göttliche Versammlung besingen.
Jetzt, Theotokion: Um der Fürbitten willen deiner Mutter, erbarmender Herr, und aller Väter, die sich zu den sieben Konzilen zusammenfanden, stärke deine Kirche und den Glauben. Lass uns Teilhaber sein des Himmelreiches, wenn du kommen wirst, zu richten die Welt.
Stichiren zum Lob
Ton 6.
Die geistig Gewaltigen versammelten sich* und erforschten mit göttlichem Geist* das himmlische und ehrwürdige Glaubensbekenntnis. * Die ehrwürdigen Väter zeichneten es auf*und lehren uns ohne Zweifel, * dass geboren wurde das mitanfanglose Wort, * das wahrhaftig eines Wesens ist mit dem Vater. * In Wahrheit folgten die gottweisen und herrlichen Väter * den offenbarten Lehren der Apostel.
Ton 8.
Ehre: Die Versammlung der heiligen Väter * kam von allen Enden der Erde zusammen, und lehrten, * dass Vater, Sohn und Heiliger Geist eins sind im Wesen und im Sein. * So übergaben sie unzweifelhaft der Kirche das Geheimnis der Gotteslehre. * Gläubig verehren wir sie und preisen sie singend: *O göttliche Schar, * gottkündende Streiter des Herren, * hellstrahlende Sterne der geistlichen Höhen, * unüberwindliche Stützen des geheimnisvollen Zion, * myronduftende Blüten des Paradieses, * goldglänzende Lippen des Wortes, * Ruhm von Nicäa, * des Weltalls Schmuck, * betet inständig um das Heil unserer Seelen.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Gesegnet bist Du, Herr, Gott unserer Väter, / und gelobt und verherrlicht ist Dein Name in Ewigkeit.
Vers: Denn gerecht bist Du in allem, was Du uns getan.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer
Hebr 13, 7-16 ( Stelle lesen: Hebr 13, 7-16 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Der Gott der Götter, der Herr, sprach, und Er rief die Erde vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.
Vers: Versammelt Ihm Seine Gottseligen, die Seinen Bund schließen bei Opfern.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Dieses redete Jesus und erhob seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche, gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er ihnen alles gebe, was du ihm gegeben: ewiges Leben. Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich erkennen, den einzig wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich verherrlicht auf Erden; das Werk habe ich vollendet, das du mir gegeben, damit ich es tue. Und jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte vor dem Sein der Welt. Ich habe deinen Namen offenbar gemacht den Menschen, die du mir aus der Welt gegeben; dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben, von dir ist; denn die Worte, die du mir gegeben, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Ich ersuche dich für sie; nicht für die Welt ersuche ich dich, sondern für die, welche du mir gegeben; denn sie sind dein. Und all das Meine ist dein und das Deine mein, und ich bin verherrlicht in ihnen. Und ich bin nicht mehr in der Welt, diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben, damit sie eins seien, gleichwie wir. Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben, die habe ich beschützt, und keiner von ihnen ist zugrunde gegangen, außer dem Sohn des Untergangs, damit die Schrift erfüllt werde. Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude erfüllt in sich haben. (Joh 17, 1-13)*
Kommunionvers
Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn; den Aufrichtigen geziemet Lob.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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