Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 7. Woche nach Ostern. Donnerstag.

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4.
Nachdem das Heilswerk / für alle du hattest vollendet, / bestiegest du den Ölberg, о Christus, / und führest von dort in die Himmel auf / vor den Augen deiner Jünger, getragen in Herrlichkeit. / Ob dieses Mysteriums in Schrecken versetzt / riefen zu den unteren Ordnungen / die oberen: Erhebet die Tore und seinen Einzug wird halten, / woher er gekommen, der König / über alles, Gott, der, wie es ihm hat gefallen, / den Kosmos unfassbar ganz und gar // gewirkt hat die Rettung.
Als dich erblickte / der Chor der Jünger, о Gebieter, / da du aufgenommen wurdest, da sagte er: / Wohin enteilst du nun von deinen Knechten? / Und wohin gehst du, der in Händen halt die Enden? / Alles haben wir verlassen und dir, dem Gotte, / sind wir nachgefolgt in Freuden, / da wir die Hoffnung hatten, bei dir zu sein in die Äonen. / So lasse uns nicht als Waisen zurück, / sondern sende, unser Vater, о Barmherziger, / wie du verheißen hast, den Parakleten // und Retter unserer Seelen.
Den letzten Segen / hast du gespendet, о Gebieter, / deinen Freunden und sie eingeweiht in das Mysterium: / Sehet, ihr Freunde, ich gehe / zum Vater, euch aber will ich senden den anderen Parakleten. / Ihr aber leget ab alle Trauer! / Denn nicht werde ich verlassen die Schafe, / die ich gesammelt; die ich geliebt habe nicht vergessen. / Mit göttlicher Kraft aus der Höhe / ausgerüstet gehet und gebet / all den Völkern die Kunde // der frohen Botschaft vom Heile!
Ton 6.
Jetzt, Theotokion: Auffuhr Gott im Jubelklang, / der Herr beim Schalle der Posaune, / um zu erhöhen / das gefallene Bild des Adam / und um zu entsenden / den Geist, den Parakleten, // um zu heiligen unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( Im slawischen Triodion stehen andere Stichiren im anderen Ton. )
Um mich, der zu Boden / war gefallen, zu erheben, / kamst du zur Erde. / Du hilfst mir auf und nimmst mich mit / und verherrlichst mich mit / durch das Thronen mit dem Vater. / All die Erhebungen trittst du nieder / dessen, der mich einst hat niedergeworfen. / Ich besinge, Gebieter, / die unbegreifliche Tiefe // deiner Menschenliebe.
All ihr Völker, klatscht in die Hände, / jauchzet Gott im Jubelklang.
Hüpfe auf, Adam, / und freue dich mit, Eva! / Denn die ihr ob der Verderbnis / habt angezogen Kleider / einstens im Paradiese, / und hattet doch erhofft Unvergänglichkeit, / euch hat angenommen unsagbar der Schöpfer / und umgestaltet zur Unvergänglichkeit / und hat euch miterhöht / und Ehre heute verliehen // durch das Thronen mit dem Vater.
Auffuhr Gott im Jubelklang, / der Herr beim Schalle der Posaune.
Den Tyrannen, den Feind, / den Abtrünnigen hat er zertreten / mit göttlicher Stärke, / er, der meine Natur hat getragen / ohne Veränderung, ohne Vermischung, / ohne Trennung und ist hinaufgestiegen / wieder mit ihr zum Vater. / Schwinden soll der Häretiker / leeres Geschwätze! / Wir Gläubigen aber, frommen Sinnes // wollen hoch ihn preisen.
Jetzt, Theotokion: Heute schauen im Himmel / die Mächte oben unsre Natur; / sie staunen ob der fremden Art des Aufstiegs. / Unschlüssig waren sie / und sagten zu einander: / Wer ist dieser, der da ist gekommen? / Da nun ihren Gebieter sie sahen, / befahlen sie, die himmlischen Pforten zu heben. / Mit ihnen besingen wir ohne Unterlass / dich, der im Fleische von dort wiederkehrt / als Richter aller // und allgewaltiger Gott.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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