Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 5. Sonntag nach Ostern, der Samariterin. Sonntag.

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1.
Zur Quelle tratest du, o Quelle der Wunder, * in der sechsten Stunde, * um das Leben zu schenken der Frucht der Eva. * Denn Eva hatte das Paradies verlassen * zu ebendieser Stunde * durch den Trug der Schlange. * Es näherte sich also die Samariterin, * um Wasser zu schöpfen. * Da er sie erblickte, sprach der Erretter: * „Gib mir Wasser zu trinken, * und auch ich werde dich erfüllen mit sprudelndem Wasser.“ * Und als in die Stadt sie lief, die Besonnene, * da tat sie kund sogleich den Scharen: * „Kommt und sehet Christus, den Herrn, // den Erretter unserer Seelen.“
Ton 2.
Zum Brunnen kam der Herr gegangen; * die Samariterin aber bat den Barmherzigen: * „Gewähre mir das Wasser des Glaubens, * und empfạngen werde ich die Fluten des Bades, * das Frohlocken und die Erlösung. // Lebenspender, Herr, Ehre sei dir.“
Der Sohn und Logos des Vaters, * mit ihm ursprungslos und ewig, * trat zur Quelle, er, die Quelle der Heilungen. * Und die Frạu aus Samaria * kam herbei, um Wasser zu schöpfen. * Als er sie sah, sprach der Erretter: * „Gib mit Wạsser zu trinken! * Dann geh und rufe deinen Mann!“ * Sie aber mühte sich, unentdeckt zu bleiben, und sagte, * als ob sie sprạ̈che nicht mit Gott, sondern mit einem Menschen: * „Ich habe keinen Mann.“ * Da erwiderte ihr der Meister: * „Du hast wạhr gesprochen: 'Ich habe keinen Mann'. * Denn fünf hast du gehabt. * Und den du jetzt hast, der ist nicht dein Mann.“ * Sie aber, ạußer sich ob seiner Rede, * lief in die Stadt und rief der Volksmenge zu mit den Worten: * „Kommet und sehet Christus, // der da schenkt der Welt das große Erbarmen.“
Ton 6.
Ehre: Am Brunnen des Jakob * fand Jesus die Samariterin * und begehrte von ihr Wasser, * er, der mit Wolken verhüllt die Erde. * O des Wunders! * Der einherfährt auf den Cherubim, * führt ein Gespräch mit einem hurerischen Weibe. * Nach Wasser verlangt er, * der ausschüttet der Wasser Quellen und Seen. * Denn er will sie wahrhaftig ziehen, * die gejagt wird vom feindlichen Widersacher. * Er will, dass sie, die schrecklich brennt in Unschicklichkeit, * zum Trank erhalte das Wasser des Lebens, * weil er ist der einzig Barmherzige // und Menschenliebende.
Stichiren zur Litia
Ton 3.
Jetzt, Theotokion: Strahlend sollen heute frohlocken * der Himmel und die Erde, * denn Christus ist erscheinen als Mensch im Fleische, * auf dass er vom Fluch befreie das ganze Geschlecht des Adam. * Er war wunderbar durch die Wunder, * als er gelangte nach Samaria. * Er trat zu der Frau und bat um Wasser, * er, der mit Wassern umgibt die Wolken. * So wollen, all ihr Gläubigen, wir ihn verehren, * der unsertwegen ist arm geworden aus freiem Willen // nach seinem barmherzigen Ratschluss.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8.
Ehre: Als du erschienest auf Erden, * Christus Gott, um des Heilswerkes willen, * vernahm die Samariterin * dein Wort, o Menschenliebender. * Da ließ sie den Schöpfeimer am Brunnen liegen, * lief und sagte denen in der Stadt: * „Kommt und sehet den Kenner der Herzen! * Ob er nicht ist der erwartete Christus, // der da hat das große Erbarmen?“
Ode 1
Kanon auf die Samariterin, Ton 4.
Irmos: Der du Ägypten schlugst und den Tyrannen Pharao im Meer versenktest, du hast aus Fron befreit das Volk, das des Moses Siegeslied erschallen ließ. Denn herrlich tat er sich kund.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Erweckt ist, der im Grabe lag. Und mit sich hat er das Geschlecht der Menschen auferweckt. Es jauchze alle Schöpfung. Und Geisteswolken sollen sichtbar heute träufeln Gerechtigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der du im Fleische freiwillig auf dich nahmst das Kreuz, du erstandst am dritten Tage von den Toten. Des Hades Grüfte leertest, Herr, du, Fürst des Lebens. Und die gefangenen Seelen führtest du hinaus.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die salbentragenden Frauen des Engels Gestalt im Blitzesglanze erblickten, wichen in scheuer Furcht sie aus deinem Grabe zurück. Und wissend um Christi Erweckung, bringen eilig sie den Jüngern die Kunde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der du mit Wassern bedecktest die himmlischen Söller, als Wasser des Lebens reichtest du, Herr, dem samaritanischen Weibe auf seine Bitte, weil dein Erbarmen es kannte, deine heiligen Bronnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: O Dreiheit. Die in hellem Lichte des Glaubens dich preisen, Vater, Sohn und Geist, rette sie als Bildner des Alls, und schenke als Übergütiger uns der Fehler Vergebung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Freude dir, feuriger Thron. Freude dir, ganz goldener Leuchter. Freude dir, Wolke des Lichts. Freude dir, des Wortes Palast. Geistige Tafel, die Christus, des Lebens Brot, geziemend getragen.
Ode 3
Irmos: Gestärkt ward mein Herz im Herrn, in ihm, der beten den Betenden lehrte. Denn schwach war geworden der Bogen des Starken. Und es umgürteten sich die Schwachen mit Kraft.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Freiwillig ließest du dich am Kreuze erhöhen, o Wort. Und als es sahen die Felsen, da barsten sie, und alle Schöpfung erbebte. Und aus den Grüften, wie aus einem Schlafe, wurden Tote erweckt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als mit der Seele zum Hades du kamst, Wort, und alle Seelen der Gerechten dich schauten, da wurden sie von den ewigen Fesseln gelöst und sie priesen in Hymnen deine den Verstand übersteigende Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was erschrecket ihr? Was suchet im Grabe ihr mit den Salben, Frauen, den Herrn? Er ist erweckt, hat miterwecket die Welt. Ein blitzstrahlender Engel tat den salbentragenden Frauen es kund.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist das Leben und der Unsterblichkeit Quell. Und du setztest dich zu der Quelle, Erbarmer. Und die Flehende hast du mit deinen allweisen Wassern erfüllt, die Samariterin, die in Hymnen dich preist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Als Einer über allem wird Gott in der Dreiheit in Hymnen gepriesen, der Vater und der Sohn und der göttliche Geist, er, den preisen in Furcht die Heere der Himmel, laut rufend: Heilig, Heilig, Heilig bist du in die Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Auf unerforschliche Weise hast du den Gott des Alls in deinem Schoße empfangen, jungfräuliche Mutter, erhaben über Gedanke und Wort ihn geboren, da du Jungfrau bliebst wie vor der Geburt, Gottes Braut.
Ode 4
Irmos: Ich habe deinen Ruf, o Herr, vernommen und ich geriet in Furcht. Ich bedachte deine Werke und erschauerte. Denn deines Lobes voll ist die Erde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Jauchzen sollen die Himmel. Die ganze Schöpfung feiere ein Fest. Erweckt ist der Herr und allen seinen weisen Aposteln ist er erschienen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Verschlungen ist, Tod, deine Macht, da Christus gestorben. Die Toten gingen wie aus Gemächern bei seiner Erweckung aus den Grüften hervor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was weinet ihr, Frauen? Was suchet mit Salben den Unsterblichen ihr? Wie er gesagt hat, ist er erweckt. So sagte den salbentragenden Frauen der Engel.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Samariterin, Herr, botest auf ihre Bitte du Wasser, die Erkenntnis du deiner Macht. Darum dürstet sie in Ewigkeit nicht, sie, die in Hymnen dich preist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: O Dreiheit überwesentlich, Vater und Wort und göttlicher Geist, gleichmächtig, gleichanfangslos, errette uns alle, die gläubig dich preisen in Hymnen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als unverbrennbaren Dornbusch sah dich der Gesetzgeber einst. Daniel erkannte dich als heiligen Berg, Jungfrau und Mutter und Herrin allein.
Ode 5
Irmos: Lass mir aufgehen, Herr, deiner Satzungen Licht. Denn zu dir, Christus, erhebt sich frühmorgens mein Geist und preist dich in Hymnen. Denn du bist unser Gott, und zu dir fliehe ich, dem König des Friedens.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Dein heiliges Grab erreichten im Morgengrauen die salbentragenden Frauen und sie schauten einen blitzstrahlenden Jüngling und sie erschraken, Christus, da sie erfuhren, dass du göttlich erweckt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Tod ist getötet, der Hades gefangen, die Gefesselten wurden durch Christi Auferstehung befreit. Jauchzen lasst uns, lasst in die Hände uns klatschen, froh lasst uns feiern das Fest.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Hüpfet, Apostel, Engel, tanzet im Chor, alle Erdgebornen, frohlocket. Es ist erstanden der Herr. Verwiesen ist die Verwesung, verbannt ist die Trauer, Adam tanzet im Chor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist, Herr, die Quelle des Lebens. Der Vergebung und der Erkenntnis Wasser schenktest dem samaritanischen Weibe du einst, da es dich bat. Darum singen wir deinen unsagbaren Erbarmungen Hymnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Als dreipersönliche Einheit, als wesensgleiche Dreiheit verehren wir den Vater, das Wort und den Heiligen Geist, ungetrennt in der Natur, einen Gott, als Bildner und Herrn und Gebieter des Alls.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Undurchschreitbares Tor, unbestelltes Land, Lade, die das Manna trägt, Gefäß und Leuchter, Rauchfass der stofflosen Kohle, so, Reine, nennen wir dich.
Ode 6
Irmos: Nicht soll mich versenken ins Meer das Branden der Flut. Nicht soll mich verschlingen der Abgrund. Denn geworfen bin ich in die Tiefen des Schlundes des Meers meiner Not. Darum schreie ich wie Jonas zu dir: Aufsteigen soll aus dem Verderben mein Leben zu dir, unser Gott.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ans Kreuz haben dich die Gesetzesverächter, Jesus, mit Nägeln geschlagen und mit einer Lanze dich, Christus, durchbohrt. Und der edle Joseph setzt in dem neuen Grabe dich bei. Aus ihm erstandest du in Herrlichkeit wieder, hast, Retter, miterweckt alle Schöpfung, die deine Macht in Hymnen besingt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Riegel und Tore des Hades, Gebieter, hast mit Macht du zermalmt und erstandest wieder als Gott. Und als du den Frauen begegnetest, sagtest du ihnen den Gruß und sandtest sie aus, den Jüngern zu sagen: Erweckt ist der Lebende und geschaut ward er, erleuchtend die Enden der Erde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was weinet ihr? Was tragt ihr wie zu einem Sterblichen, Frauen, die Salben? Erwecket ward Christus. So rief einst der Jüngling, der prächtig blitzstrahlend erschien. Leer ließ die Grabtücher er. So gehet, seinen Freunden tut kund die Erweckung.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ein reicher Strom, Herr, des Lebens bist du, ein Abgrund der Erbarmung bist du, o Guter. Du wandertest hin und setztest dich nieder in der Nähe des Brunnens des Schwures und der Samariterin riefest du zu: Gib mir Wasser zu trinken, damit der Vergebung Flut du empfangest.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Den anfangslosen Vater und den Sohn auf gleichem Throne und den Geist gleichen Wesens besingen mit den körperlosen Mächten wir gläubig, die eine Wesenheit und Natur und Herrlichkeit, das eine Reich, des Alls Gott und Erschaffer, den Erhalter des Alls.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als einzig gebärende Jungfrau, die unversehrt ihren Schoß bewahrte, verehren in Hymnen, Reine, wir dich, als Thron und Tor und Berg des Herrn, als geistigen Leuchter, als Gottes Brautgemach, ganz voll Licht, und als der Herrlichkeit sichtbares Zelt, als Lade und Krug und Tafel.
Kondak
Ton 8.
Im Glauben kam die Samariterin zum Brunnen / und schaute dich, das Wasser der Weisheit. / Das sie reichlich durfte davon trinken, / wurde ihr als Los zuteil das Reicht von oben. // Auf immer wird sie gepriesen.
Ode 7
Irmos: Verwirf uns nicht am Ende um deines Namens willen. Und löse nicht auf deinen Bund. Entziehe uns nicht dein Erbarmen, o Herr, du Gott unserer Väter, über alles erhoben in die Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Unter die Gesetzlosen, Christus, Erbarmer, ließest du freiwillig dich zählen zur Zeit deines heiligen Leidens. Und als dies schaute die Erde, erbebte sie, und Felsen barsten auf deinen allmächtigen Wink, Unbegreiflicher. Die seit alters gestorben, erstanden.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Mit der Seele stiegst du hinab in die tieferen Teile des Hades, führtest in Tapferkeit alle Gefangenen heraus, die seit alters festhielt der Tod, der grause Tyrann. Und sie riefen, Christus, Gott, zu dir: Preis deinem schauerregenden Heilsplan.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was sucht unter den Toten ihr den, der lebt in die Äonen? Erweckt ist er, wie er gesagt. Schau, wie ihr sehet: die Grabtücher leer, leer das Grab. Und ein Jüngling, der den Frauen erschien, hat gesagt; Eilends geht fort, tragt zu den Aposteln die Kunde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist das Wasser des Lebens, rief Christus die Samariterin zu. Tränke denn, Wort, mich, dessen Seele nach deiner göttlichen Gnade stets dürstet, damit nicht mehr, Jesus, Herr, beherrscht ich werde von der Unkenntnis Dürre, nein, deine Großtaten künde.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Wir bringen Hymnen dem Vater und dem Sohn und dem göttlichen Geist, der Dreiheit, die ungeteilt ist im Wesen, geschieden ist in den Personen, einer Natur, gleichen Wesens, anfangslos, dem Bildner und Gott des Alls, dem Hymnen singen alle Heere der Himmel.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nach deiner schauererregenden Mutterschaft wardst du als reine Jungfrau bewahrt, heilige Gottesgebärerin. Darum singen alle Chöre der Engel und alle Geschlechter der Menschen mit lauter Stimme dir Hymnen, du reiner Raum des von keinem Raume Begrenzten.
Ode 8
Irmos: Das All, Gebieter, hast du durch deine Weisheit geschaffen. Und wieder hast, wie du weißt, du der Erde Tiefe auf dem Grunde befestigt, auf Wassern erbaut. Darum lasset uns alle rufen und singen: Preiset, des Herren Werke, ohne Ende den Herrn.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du hast erduldet freiwillig den Tod, einzig Unsterblicher. Du nahmst gefangen den Hades, hast die ehernen Tore zermalmt, himmlischer König, und die seit alters gefesselt dort lagen, hast du befreit, sie, die die Macht deiner Güte ohne Ende besingen in Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Erhöhen, Langmütiger, ließest du dich freiwillig am Holz, und Felsen barsten, und die Sonne erlosch, und des Tempels Vorhang zerriss, und die Erde erbebte, und es erzitterte Hades, von allen verlacht, gab alle Gefesselten frei.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist, Herr, denen erschienen, die in Finsternis saßen, als nicht versinkendes Licht und als Leben des Alls. Darum, als der Gerechten Scharen dich schauten, hüpften sie auf, Wort, und sangen sie: Du kamst, aller Fesseln zu lösen. Hymnen bringen wir dar deiner Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nahe der Quelle setztest, Heiland, du in sechster Stunde dich nieder und reichtest der Samariterin das lebendige Wasser und der Erkenntnis Flut in reicher Erbarmung. Mit ihr lasset alle uns rufen und singen: Preiset, des Herren Werke, ohne Ende den Herrn.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Triadikon: Dem Vater vor allem Beginne, dem gleichanfangslosen Sohne singen wir Hymnen und dem Heiligen Geist, als einem Gotte den Dreien, dem unvermischten, ungeteilten, dem Bildner des Alls, dem gleichmächtigen, dem aus sich Starken, und rufen: Preiset, des Herren Werke, ohne Ende den Herrn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Durch glühende Kohle wird Isaias geläutert; da er kundgeben will die geistige Kohle, welche, die Einsicht überragend, Fleisch nahm, o Jungfrau, aus dir, die aller Sterblichen Sünden Zunder hinwegbrennt und aus Erbarmen vergöttlicht unsere Natur, du, erhoben über jeglichen Tadel.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Irmos: Er übte Kraft mit seinem Arme. Denn die Starken stürzte er von ihren Thronen, erhöhte die Niedrigen, er, Israels Gott. Dabei schaute er, der Aufgang aus der Höhe, auf uns und auf den Weg des Friedens lenkte er uns.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Siehe, man schaute Christus, das Leben aller, freiwillig hangend am Holze. Und da die Erde dies schaute, erbebte sie, und sichtbar wurden erweckt viele Leiber der entschlafenen Heiligen. Und der Kerker des Hades erbebte.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Herrlich gingst du aus dem Grabe, wie ein Bräutigam aus dem Gemache, hervor: Des Todes Herrschaft, Christus, hast du vernichtet, des Hades Riegel in göttlicher Macht du zermalmt und durch das geistige Licht deiner Erweckung hast du erleuchtet die Welt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Schließen wir alle jetzt geistige Reigen und schreien wir: Der Herr ist erstanden. Es jauchze die Erde. Es juble der Himmel. Die Wolken sollen uns rieseln der Gerechtigkeit Tau. Strahlend feiern ein Fest sie und besingen Christus in Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Das Leben der Lebenden, der Quell der Seligkeiten, der Herr, reichlich ergießet er Lehren und spricht zu dem Weibe: Gib mir Wasser zu trinken, damit ich Wasser dir gebe, das austrocknet deiner Vergehungen Quellen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Licht, unteilbar Eines, ist die dreisonnige Einheit: der anfangslose Vater, der Sohn und Geist, eine Gottheit, Leben und Bildner des Alls. Ihm lasset Hymnen uns, Gläubige, singen, vereint mit den Körperlosen in dem dreimal heiligen Liede heilig ihn preisend.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Des Lichtes Wohnung wardst, Reine, du. Meiner Seele Augen erleuchte denn, die blind sind geworden auf den vielen Wegen des Feindes, und lass deutlich mit reinem Herzen mich schauen das Licht, das, dem Gedanken unfassbar, aufleuchtet aus dir.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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