Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 5. Sonntag nach Ostern, der Samariterin. Sonntag.

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( )
Du tratest zur Quelle, Quelle der Wunder, / in der sechsten Stunde, / Evas Frucht lebendig zu fangen. / Denn Eva verließ ja in ihr das Paradies, durch die Schlange betört. / Es nahte nun die Samariterin, um Wasser zu schöpfen. / Als er sie sah, sagte der Retter: / Gib mir Wasser zum Trunke, / und auch ich werde dich laben mit sprudelndem Wasser. / Und die Besonnene lief in die Stadt / und sogleich tat sie den Scharen kund: / Kommet, schauet Christus, den Herren, // unserer Seelen Erretter.
Ton 2.
Als der Herr zum Brunnen kam, / bat die Samariterin den Erbarmer: / Reiche mir das Wasser des Glaubens. / Und empfangen werde ich die Wasser des Bades, / Frohlocken und Sühne. // Spender des Lebens, Herr, Ehre dir.
Des Vaters gleichanfangloser, gleichewiger Sohn und Logos / trat zu der Quelle, er, der Heilungen Quell. / Und ein Weib aus Samaria erschien, um Wasser zu schöpfen. / Als er sie sah, sagte der Retter: / Gib mir Wasser zum Trunk und geh und ruf deinen Mann. / Sie aber, als ob mit einem Menschen sie spräche und nicht mit Gott, / erwiderte mit heimlichem Eifer: / Ich habe keinen Mann. / Und der Meister sagte zu ihr: / Du hast wahr gesprochen: ich habe keinen Mann. / Denn fünf hattest du. / Und den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. / Sie aber, ob des Wortes erschreckt und laufend zur Stadt, / rief zu den Scharen und sprach: / Kommet, schauet Christus, // der schenkt der Welt das große Erbarmen.
Ton 6.
Ehre: Am Jakobsbrunnen findet Jesus die Samariterin / und begehrt Wasser von ihr, / er, der mit Wolken bedeckt die Erde. / O des Wunders. / Der auf den Cherubim dahinfährt, / unterhält sich mit einem Hurenweib. / Wasser begehrt der, der Quellen und Seen von Wassern ausgießt. / Er will in Wahrheit die an sich ziehen, / die gejagt wird vom krieg entfachenden Feinde. / Und Wasser des Lebens will er jener zu trinken geben, / die schlimm in Leidenschaft brannte, / da er allein erbarmend // und menschenfreundlich ist.
Stichiren zur Litia
Ton 3.
Jetzt, Theotokion: In Heiterkeit soll jauchzen heute der Himmel, die Erde. Denn Christus ist im Fleische erschienen als Mensch, damit er den Adam und sein ganzes Geschlecht entreiße dem Fluch. Und wird ob seiner Wunder als Wunder bestaunt, als in Samaria er ankommt. Und es trat zu einem Weibe und erbat Wasser, der mit Wolken das Wasser umschließet. Darum, ihr Gläubigen alle, lasst nieder uns fallen vor dem, der freiwillig arm ward aus Liebe zu uns in erbarmendem Ratschluss.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8.
Ehre: Als du in unsagbarer Heilsordnung / auf Erden erschienest, Christus, o Gott, / horchte die Samariterin, Menschenfreund, auf dein Wort, / gab auf, am Brunnen zu schöpfen, / und lief und sagte den Bewohnern der Stadt: / Kommet, schaut den Herzensergründer. / Ob dieser nicht der ersehnte Christus ist, // der besitzet das große Erbarmen.
Sedalen 1
Ton 4.
Als die salbentragenden Frauen schauten den Eingang des Grabes und nicht ertrugen den Lichtglanz des Engels, da bebend erschauerten sie, sagten sie: Ward denn wohl gestohlen, der das Paradies auftat dem Räuber? Ward denn erweckt, der schon vor dem Leiden die Erweckung kundtat? Wahrhaftig ist Christus erstanden, der Gott, und den Hadesbewohnern reicht Leben und Auferstehung er dar.
Du erstandst als Unsterblicher aus dem Grabe, Erretter. Durch deine Macht, Christus, unser Gott, hast du miterweckt deine Welt. In Macht hast du des Todes Herrschaft zerschmettert. Allen, Erbarmer, hast du die Auferstehung gezeigt. Darum sagen wir auch Preis dir, einziger Menschenfreund.
Das seit alters verhüllte und den Engeln unbekannte Geheimnis ist durch dich, Gebärerin Gottes, den Erdenbewohnern enthüllt: Gott, der in unvermischbarer Einheit ein Mensch ward und freiwillig für uns das Kreuz auf sich nahm. Durch dies hat er den Stammvater erweckt und vom Tod unsere Seelen errettet.
Sedalen 2
Ton 4.
Aus den himmlischen Höhen stieg hernieder Gabriel und er kam zu dem Felsen, der da barg den Felsen des Lebens, und in weißem Gewand rief er zu den weinenden Frauen: Lasst ab vom Rufe der Klage, die immer Mitleid ihr habt. Denn, den weinend ihr suchet, seid getrost, der ist wahrhaft erweckt. Darum rufet es zu den Aposteln: Es ist erstanden der Herr.
In deinem freiwilligen Ratschluss hast du das Kreuz erduldet, Erretter, und in einem neuen Grabe setzten sterbliche Menschen den bei, der durch ein Wort zusammen fügte die Enden der Welt. So ward gefesselt der feindliche Tod, schändlich der Rüstung beraubt. Und alle Hadesbewohner riefen bei deiner lebensbringenden Erweckung: Erstanden ist Christus, der Spender des Lebens, und währet in die Äonen.
Joseph erschrak, da er schaute das Wunder. Und er erinnerte sich des Taues, der rann auf das Vließ, als du jungfräulich empfingst, Gebärerin Gottes. Des Dornstrauchs, der nicht im Feuer verbrannte, Aarons grünenden Zweigs. Und Zeugnis gebend, rief dein Gemahl und Behüter den Priestern zu: Die Jungfrau gebiert. Und nach der Geburt bleibt sie wiederum Jungfrau.
Ode 1
Kanon auf die Samariterin, Ton 4.
Irmos: Der du Ägypten schlugst und den Tyrannen Pharao im Meer versenktest, du hast aus Fron befreit das Volk, das des Moses Siegeslied erschallen ließ. Denn herrlich tat er sich kund.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Erweckt ist, der im Grabe lag. Und mit sich hat er das Geschlecht der Menschen auferweckt. Es jauchze alle Schöpfung. Und Geisteswolken sollen sichtbar heute träufeln Gerechtigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der du im Fleische freiwillig auf dich nahmst das Kreuz, du erstandst am dritten Tage von den Toten. Des Hades Grüfte leertest, Herr, du, Fürst des Lebens. Und die gefangenen Seelen führtest du hinaus.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als die salbentragenden Frauen des Engels Gestalt im Blitzesglanze erblickten, wichen in scheuer Furcht sie aus deinem Grabe zurück. Und wissend um Christi Erweckung, bringen eilig sie den Jüngern die Kunde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der du mit Wassern bedecktest die himmlischen Söller, als Wasser des Lebens reichtest du, Herr, dem samaritanischen Weibe auf seine Bitte, weil dein Erbarmen es kannte, deine heiligen Bronnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: O Dreiheit. Die in hellem Lichte des Glaubens dich preisen, Vater, Sohn und Geist, rette sie als Bildner des Alls, und schenke als Übergütiger uns der Fehler Vergebung.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Freude dir, feuriger Thron. Freude dir, ganz goldener Leuchter. Freude dir, Wolke des Lichts. Freude dir, des Wortes Palast. Geistige Tafel, die Christus, des Lebens Brot, geziemend getragen.
Ode 3
Irmos: Gestärkt ward mein Herz im Herrn, in ihm, der beten den Betenden lehrte. Denn schwach war geworden der Bogen des Starken. Und es umgürteten sich die Schwachen mit Kraft.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Freiwillig ließest du dich am Kreuze erhöhen, o Wort. Und als es sahen die Felsen, da barsten sie, und alle Schöpfung erbebte. Und aus den Grüften, wie aus einem Schlafe, wurden Tote erweckt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als mit der Seele zum Hades du kamst, Wort, und alle Seelen der Gerechten dich schauten, da wurden sie von den ewigen Fesseln gelöst und sie priesen in Hymnen deine den Verstand übersteigende Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was erschrecket ihr? Was suchet im Grabe ihr mit den Salben, Frauen, den Herrn? Er ist erweckt, hat miterwecket die Welt. Ein blitzstrahlender Engel tat den salbentragenden Frauen es kund.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist das Leben und der Unsterblichkeit Quell. Und du setztest dich zu der Quelle, Erbarmer. Und die Flehende hast du mit deinen allweisen Wassern erfüllt, die Samariterin, die in Hymnen dich preist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Als Einer über allem wird Gott in der Dreiheit in Hymnen gepriesen, der Vater und der Sohn und der göttliche Geist, er, den preisen in Furcht die Heere der Himmel, laut rufend: Heilig, Heilig, Heilig bist du in die Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Auf unerforschliche Weise hast du den Gott des Alls in deinem Schoße empfangen, jungfräuliche Mutter, erhaben über Gedanke und Wort ihn geboren, da du Jungfrau bliebst wie vor der Geburt, Gottes Braut.
Sedalen des Kanons
Ton 4.
Es juble der Himmel. Was auf Erden ist, tanze im Chor. Weil Christus aus der Jungfrau erschienen als Mensch und durch seinen Tod jeglichen Menschen vom Verderben befreite. Und leuchtend in Wundern, bietet er dem Weibe aus Samaria, während er um Wasser sie bittet, der Heilungen Quelle, da er unsterblich allein.
Jetzt, Theotokion: Du der Weisheit Meister und Herr, ließest dich nieder am gesetzlichen Feste im Tempel und lehrtest, sprechend also zu allen: Dürstende, kommet. Trinkt aus dem Quell, aus welchem ich darreiche jetzt. In ihm werdet ihr göttliches Leben, werdet ihr Wonne, alle ihr Menschen, genießen.
Ode 4
Irmos: Ich habe deinen Ruf, o Herr, vernommen und ich geriet in Furcht. Ich bedachte deine Werke und erschauerte. Denn deines Lobes voll ist die Erde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Jauchzen sollen die Himmel. Die ganze Schöpfung feiere ein Fest. Erweckt ist der Herr und allen seinen weisen Aposteln ist er erschienen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Verschlungen ist, Tod, deine Macht, da Christus gestorben. Die Toten gingen wie aus Gemächern bei seiner Erweckung aus den Grüften hervor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was weinet ihr, Frauen? Was suchet mit Salben den Unsterblichen ihr? Wie er gesagt hat, ist er erweckt. So sagte den salbentragenden Frauen der Engel.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Samariterin, Herr, botest auf ihre Bitte du Wasser, die Erkenntnis du deiner Macht. Darum dürstet sie in Ewigkeit nicht, sie, die in Hymnen dich preist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: O Dreiheit überwesentlich, Vater und Wort und göttlicher Geist, gleichmächtig, gleichanfangslos, errette uns alle, die gläubig dich preisen in Hymnen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als unverbrennbaren Dornbusch sah dich der Gesetzgeber einst. Daniel erkannte dich als heiligen Berg, Jungfrau und Mutter und Herrin allein.
Ode 5
Irmos: Lass mir aufgehen, Herr, deiner Satzungen Licht. Denn zu dir, Christus, erhebt sich frühmorgens mein Geist und preist dich in Hymnen. Denn du bist unser Gott, und zu dir fliehe ich, dem König des Friedens.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Dein heiliges Grab erreichten im Morgengrauen die salbentragenden Frauen und sie schauten einen blitzstrahlenden Jüngling und sie erschraken, Christus, da sie erfuhren, dass du göttlich erweckt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Tod ist getötet, der Hades gefangen, die Gefesselten wurden durch Christi Auferstehung befreit. Jauchzen lasst uns, lasst in die Hände uns klatschen, froh lasst uns feiern das Fest.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Hüpfet, Apostel, Engel, tanzet im Chor, alle Erdgebornen, frohlocket. Es ist erstanden der Herr. Verwiesen ist die Verwesung, verbannt ist die Trauer, Adam tanzet im Chor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist, Herr, die Quelle des Lebens. Der Vergebung und der Erkenntnis Wasser schenktest dem samaritanischen Weibe du einst, da es dich bat. Darum singen wir deinen unsagbaren Erbarmungen Hymnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Als dreipersönliche Einheit, als wesensgleiche Dreiheit verehren wir den Vater, das Wort und den Heiligen Geist, ungetrennt in der Natur, einen Gott, als Bildner und Herrn und Gebieter des Alls.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Undurchschreitbares Tor, unbestelltes Land, Lade, die das Manna trägt, Gefäß und Leuchter, Rauchfass der stofflosen Kohle, so, Reine, nennen wir dich.
Ode 6
Irmos: Nicht soll mich versenken ins Meer das Branden der Flut. Nicht soll mich verschlingen der Abgrund. Denn geworfen bin ich in die Tiefen des Schlundes des Meers meiner Not. Darum schreie ich wie Jonas zu dir: Aufsteigen soll aus dem Verderben mein Leben zu dir, unser Gott.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ans Kreuz haben dich die Gesetzesverächter, Jesus, mit Nägeln geschlagen und mit einer Lanze dich, Christus, durchbohrt. Und der edle Joseph setzt in dem neuen Grabe dich bei. Aus ihm erstandest du in Herrlichkeit wieder, hast, Retter, miterweckt alle Schöpfung, die deine Macht in Hymnen besingt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Riegel und Tore des Hades, Gebieter, hast mit Macht du zermalmt und erstandest wieder als Gott. Und als du den Frauen begegnetest, sagtest du ihnen den Gruß und sandtest sie aus, den Jüngern zu sagen: Erweckt ist der Lebende und geschaut ward er, erleuchtend die Enden der Erde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was weinet ihr? Was tragt ihr wie zu einem Sterblichen, Frauen, die Salben? Erwecket ward Christus. So rief einst der Jüngling, der prächtig blitzstrahlend erschien. Leer ließ die Grabtücher er. So gehet, seinen Freunden tut kund die Erweckung.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ein reicher Strom, Herr, des Lebens bist du, ein Abgrund der Erbarmung bist du, o Guter. Du wandertest hin und setztest dich nieder in der Nähe des Brunnens des Schwures und der Samariterin riefest du zu: Gib mir Wasser zu trinken, damit der Vergebung Flut du empfangest.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Den anfangslosen Vater und den Sohn auf gleichem Throne und den Geist gleichen Wesens besingen mit den körperlosen Mächten wir gläubig, die eine Wesenheit und Natur und Herrlichkeit, das eine Reich, des Alls Gott und Erschaffer, den Erhalter des Alls.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als einzig gebärende Jungfrau, die unversehrt ihren Schoß bewahrte, verehren in Hymnen, Reine, wir dich, als Thron und Tor und Berg des Herrn, als geistigen Leuchter, als Gottes Brautgemach, ganz voll Licht, und als der Herrlichkeit sichtbares Zelt, als Lade und Krug und Tafel.
Kondak
Ton 8.
Gläubig war gekommen die Samariterin und sie schaute am Brunnen dich, das Wasser der Weisheit, von dem sie reichlich getränkt ward. Und das himmlische Reich erlöste auf ewig die Herrliche.
Ikos
Auf die heiligen Mysterien lasset uns lauschen, während Johannes über das uns belehrt, was in Samaria geschieht: Wie gesellt sich hat einem Weibe, Wasser erbittend, der Herr, der einst die Gewässer zu Strömen vereinte, der auf gleichem Thron sitzt mit Vater und Geist? Denn es kam, suchend auf ewig sein Bild, der Herrliche.
Ode 7
Irmos: Verwirf uns nicht am Ende um deines Namens willen. Und löse nicht auf deinen Bund. Entziehe uns nicht dein Erbarmen, o Herr, du Gott unserer Väter, über alles erhoben in die Äonen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Unter die Gesetzlosen, Christus, Erbarmer, ließest du freiwillig dich zählen zur Zeit deines heiligen Leidens. Und als dies schaute die Erde, erbebte sie, und Felsen barsten auf deinen allmächtigen Wink, Unbegreiflicher. Die seit alters gestorben, erstanden.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Mit der Seele stiegst du hinab in die tieferen Teile des Hades, führtest in Tapferkeit alle Gefangenen heraus, die seit alters festhielt der Tod, der grause Tyrann. Und sie riefen, Christus, Gott, zu dir: Preis deinem schauerregenden Heilsplan.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Was sucht unter den Toten ihr den, der lebt in die Äonen? Erweckt ist er, wie er gesagt. Schau, wie ihr sehet: die Grabtücher leer, leer das Grab. Und ein Jüngling, der den Frauen erschien, hat gesagt; Eilends geht fort, tragt zu den Aposteln die Kunde.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist das Wasser des Lebens, rief Christus die Samariterin zu. Tränke denn, Wort, mich, dessen Seele nach deiner göttlichen Gnade stets dürstet, damit nicht mehr, Jesus, Herr, beherrscht ich werde von der Unkenntnis Dürre, nein, deine Großtaten künde.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Wir bringen Hymnen dem Vater und dem Sohn und dem göttlichen Geist, der Dreiheit, die ungeteilt ist im Wesen, geschieden ist in den Personen, einer Natur, gleichen Wesens, anfangslos, dem Bildner und Gott des Alls, dem Hymnen singen alle Heere der Himmel.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nach deiner schauererregenden Mutterschaft wardst du als reine Jungfrau bewahrt, heilige Gottesgebärerin. Darum singen alle Chöre der Engel und alle Geschlechter der Menschen mit lauter Stimme dir Hymnen, du reiner Raum des von keinem Raume Begrenzten.
Ode 8
Irmos: Das All, Gebieter, hast du durch deine Weisheit geschaffen. Und wieder hast, wie du weißt, du der Erde Tiefe auf dem Grunde befestigt, auf Wassern erbaut. Darum lasset uns alle rufen und singen: Preiset, des Herren Werke, ohne Ende den Herrn.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du hast erduldet freiwillig den Tod, einzig Unsterblicher. Du nahmst gefangen den Hades, hast die ehernen Tore zermalmt, himmlischer König, und die seit alters gefesselt dort lagen, hast du befreit, sie, die die Macht deiner Güte ohne Ende besingen in Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Erhöhen, Langmütiger, ließest du dich freiwillig am Holz, und Felsen barsten, und die Sonne erlosch, und des Tempels Vorhang zerriss, und die Erde erbebte, und es erzitterte Hades, von allen verlacht, gab alle Gefesselten frei.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist, Herr, denen erschienen, die in Finsternis saßen, als nicht versinkendes Licht und als Leben des Alls. Darum, als der Gerechten Scharen dich schauten, hüpften sie auf, Wort, und sangen sie: Du kamst, aller Fesseln zu lösen. Hymnen bringen wir dar deiner Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nahe der Quelle setztest, Heiland, du in sechster Stunde dich nieder und reichtest der Samariterin das lebendige Wasser und der Erkenntnis Flut in reicher Erbarmung. Mit ihr lasset alle uns rufen und singen: Preiset, des Herren Werke, ohne Ende den Herrn.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Triadikon: Dem Vater vor allem Beginne, dem gleichanfangslosen Sohne singen wir Hymnen und dem Heiligen Geist, als einem Gotte den Dreien, dem unvermischten, ungeteilten, dem Bildner des Alls, dem gleichmächtigen, dem aus sich Starken, und rufen: Preiset, des Herren Werke, ohne Ende den Herrn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Durch glühende Kohle wird Isaias geläutert; da er kundgeben will die geistige Kohle, welche, die Einsicht überragend, Fleisch nahm, o Jungfrau, aus dir, die aller Sterblichen Sünden Zunder hinwegbrennt und aus Erbarmen vergöttlicht unsere Natur, du, erhoben über jeglichen Tadel.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ausruf zu "Hochpreise"
Werde Licht, werde Licht.
Ode 9
Irmos: Er übte Kraft mit seinem Arme. Denn die Starken stürzte er von ihren Thronen, erhöhte die Niedrigen, er, Israels Gott. Dabei schaute er, der Aufgang aus der Höhe, auf uns und auf den Weg des Friedens lenkte er uns.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Siehe, man schaute Christus, das Leben aller, freiwillig hangend am Holze. Und da die Erde dies schaute, erbebte sie, und sichtbar wurden erweckt viele Leiber der entschlafenen Heiligen. Und der Kerker des Hades erbebte.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Herrlich gingst du aus dem Grabe, wie ein Bräutigam aus dem Gemache, hervor: Des Todes Herrschaft, Christus, hast du vernichtet, des Hades Riegel in göttlicher Macht du zermalmt und durch das geistige Licht deiner Erweckung hast du erleuchtet die Welt.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Schließen wir alle jetzt geistige Reigen und schreien wir: Der Herr ist erstanden. Es jauchze die Erde. Es juble der Himmel. Die Wolken sollen uns rieseln der Gerechtigkeit Tau. Strahlend feiern ein Fest sie und besingen Christus in Hymnen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Das Leben der Lebenden, der Quell der Seligkeiten, der Herr, reichlich ergießet er Lehren und spricht zu dem Weibe: Gib mir Wasser zu trinken, damit ich Wasser dir gebe, das austrocknet deiner Vergehungen Quellen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Licht, unteilbar Eines, ist die dreisonnige Einheit: der anfangslose Vater, der Sohn und Geist, eine Gottheit, Leben und Bildner des Alls. Ihm lasset Hymnen uns, Gläubige, singen, vereint mit den Körperlosen in dem dreimal heiligen Liede heilig ihn preisend.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Des Lichtes Wohnung wardst, Reine, du. Meiner Seele Augen erleuchte denn, die blind sind geworden auf den vielen Wegen des Feindes, und lass deutlich mit reinem Herzen mich schauen das Licht, das, dem Gedanken unfassbar, aufleuchtet aus dir.
nach 9. Ode
( auf die Samariterin )
Ehre: Du erreichtest Samaria, mein allgewaltiger Retter, und geselltest dich einem Weibe und suchtest Wasser zu trinken, du, der aus schroffem Felsen den Hebräern Wasser ließ quellen. Zu deinem Glauben führtest du sie, und jetzt genießt sie im Himmel auf ewig des Lebens.
( auf Mittpfingsten )
Jetzt, Theotokion: Du erschienest inmitten des Festes im Tempel, Menschenfreund, sprachest: Die ihr voll Durst seid, kommet zu mir und schöpfet lebendiges und sprudelndes Wasser, in welchem ihr Wonne und Gnade und das unsterbliche Leben alle werdet genießen.
Stichiren zum Lob
Ton 3.
In Heiterkeit soll jauchzen heute der Himmel, die Erde. Denn Christus ist im Fleische erschienen als Mensch, damit er den Adam und sein ganzes Geschlecht entreiße dem Fluch. Und er wird ob seiner Wunder als Wunder bestaunt, als in Samaria er ankommt. Und es trat zu einem Weibe und erbat Wasser, der mit Wolken das Wasser umschließet. Darum, ihr Gläubigen alle, lasst nieder uns fallen vor dem, der freiwillig arm ward aus Liebe zu uns in erbarmendem Ratschluss.
Ton 6.
So spricht zur Samariterin der Herr: Wenn du erkenntest Gottes Geschenk und wüsstest, wer mit dir spricht: Gib mir Wasser zum Trunke, dann würdest du ihn bitten, und er würde zu trinken dir geben, damit dich nicht dürste in Ewigkeit, spricht der Herr.
Ehre: Jesus, unser Erretter, der Brunnen des Lebens, trat an den Brunnen des Patriarchen Jakob und begehrte von einem samaritanischen Weibe einen Trunk Wassers. Als sie darauf hinwies, dass sie mit den Juden keinen Verkehr unterhielten, da sucht der weise Weltenbildner mit seinen beglückenden Reden sie zu gewinnen, dass sie vielmehr bitte um das ewig quellende Wasser Dieses kostete sie denn auch und verkündete es ihrem Volke und sprach: Kommet, schauet den, der die Geheimnisse kennt und Gott ist, der im Fleische erschienen ist, um den Menschen zu retten.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 3.
Singt unserem Gott, singet; // singt unserem König, singet.
Vers: All ihr Nationen, klatscht in die Hände, jubelt Gott mit dem Ruf des Frohlockens.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 4.
Spanne ‹den Bogen›, schreite gut voran und sei König um der Wahrheit, Sanftmut und Gerechtigkeit willen.
Vers: Geliebt hast du Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit gehaßt.
Kommunionvers
Am Leib Christi nehmet teil und kostet von ‹der› unsterblichen Quelle.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


Vorheriger GottesdienstNächster Gottesdienst
Übersetzung: Pater Kilian Kirchhoff.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum: www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.