Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 4. Sonntag nach Ostern, des Gelähmten. Sonntag.

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1.
Du, der mit heiliger Hand gebildet den Menschen, / kamest, o Erbarmer, Christus, zu heilen die Kranken. / Den Gelähmten hast du durch dein Wort aufgerichtet im Teiche am Schaftor. / Der Blutflüssigen Leid hast du geheilt. / Der Tochter der im Wege stehenden Kanaanäerin erbarmtest du dich. / Und des Hauptmannes Bitte hast du nicht verachtet. // Darum rufen wir: Allgewaltiger Herr, Ehre dir.
Ein unbestatteter Toter war der Gelähmte. / Als er dich sah, rief er: Erbarme dich meiner, o Herr. / Denn zur Totenkammer ward mir mein Lager. / Was bietet mir noch das Leben? / Nicht bedarf ich des Bades am Schaf¬tor. / Denn keiner stehet mir bei, / der mich hineinlässt, wenn auf¬wallen die Wasser. / Doch zu dir eile ich, der Heilungen Quelle, / damit auch ich rufe mit allen: // Allge¬waltiger Herr, Ehre dir.
Ton 5.
Ehre: Nach Jerusalem stieg Jesus hinauf zum Teiche am Schaftor, / der von den Juden Bethesda genannt wird und fünf Hallen hat. / In diesen ruhten Scharen von Kranken. / Denn ein Engel Gottes trat zur rechten Stunde hinzu / und brachte ihn in Bewegung. / Und Kraft gab er denen, die gläubig ihm nahten. / Und der Herr sah den lange verweilenden Menschen / und sprach zu ihm: Willst du gesund werden? / Der Kranke antwortete: Herr, ich habe keinen Menschen, / dass er mir in den Teich hilft, wenn aufwallt das Wasser. / Mein ganzes Leben habe ich an Ärzte verschwendet. / Nicht ward ich gewürdigt, zu erlangen Erbarmen. / Doch der Arzt der Seelen und Leiber sprach zu ihm: / Nimm dein Bett und wandle / und künde an der Erde Grenzen meine Macht // und mein großes Erbarmen.
Stichiren zur Litia
Ton 5.
Ehre: Neben dem Teiche am Schaftor lag krank darnieder ein Mensch. Und da er dich sah, Herr, rief er: Ich habe keinen Menschen, der mir, wenn aufwallt das Wasser, hineinhilft. Und während ich gehe, kommt mir ein anderer zuvor und erhält die Heilung. Ich aber liege hier krank. Und sogleich erbarmt sich der Retter und sagt ihm: Um deinetwillen wurde ich Mensch, um deinetwillen bin ich mit Fleische umhüllt. Und du sprichst: Ich habe keinen Menschen. Nimm dein Bett und wandle. Alles ist möglich dir. Alles gehorcht dir. Alles steht in deiner Gewalt. Unser aller erinnere und erbarme, Heiliger, dich als Menschenfreund.
Jetzt, Theotokion: Du bist des Königs Tempel und Tor, Burg und Thron, erlauchteste Jungfrau. Durch dich ist mein Heiland, Christus, der Herr, denen erschienen, die in Finsternis schliefen, als Sonne der Gerechtigkeit, zu erleuchten, die er gebildet mit seiner Hand nach seinem Bild. In Hymnen Allgepriesene, du darfst als Mutter offen reden zu ihm. So flehe denn unaufhörlich um unserer Seelen Errettung.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8.
Ehre: In der Halle Salomons lag eine Menge von Kranken. / Und in der Mitte des Festes fand Christus da liegen / einen achtunddreißig Jahre Gelähmten. / Mit der Stimme eines Gebieters sprach er zu ihm: / Gesund willst du werden? / Der Kranke erwiderte: Herr, ich habe keinen Menschen, / der mir in den Teich hilft, wenn aufwallt das Wasser. / Er aber sprach zu ihm: / Nimm dein Bett, siehe, gesund bist du, sündige nicht mehr. / Auf der Gottesgebärerin Bitten, Gebieter, // sende uns hernieder das große Erbarmen.
Sedalen 1
Ton 3.
Alles Menschliche nahmest du auf dich, all das Unsrige nahmst du zu eigen. Und es gefiel dir, mein Bildner, dich heften zu lassen ans Kreuz, freiwillig als Mensch zu erdulden den Tod, damit du die Menschen als Gott vom Tode erlöstest. Darum rufen dir, dem Spender des Lebens, wir zu: Preis, Christus, deiner Erbarmung.
Der Kreuzigung unbegreifliches, der Erweckung unerforschliches Wunder bekennen Gläubige wir, das unsagbare Geheimnis. Denn heute sind der Tod und der Hades der Rüstung beraubt. Und in Unverweslichkeit ist gekleidet das Menschengeschlecht. Darum auch rufen wir dankbar: Preis, Christus, deiner Erweckung.
In Liebe jauchzten die Himmel. Zitternd erschauerte die Erde, als er, das reine Wort, sich nahete, Gottesgebärerin, dir. Denn beiden ist aufgeleuchtet ein einziges Fest. Weil er den zuerst Gebildeten befreite vom Tod. Darum rufen wir mit dem Engel dir zu: Freude dir, Mutter, Jungfrau, o Reine.
Ode 1
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Herrlich berühmt bist du, Gott, ein Wirker der Wunder. Du wandeltest die Tiefe zum Land, bedecktest die Wagen, hast errettet das Volk, das dir sang als unserem Erlöser und Gott.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Zeichen tuend, Wunder wirkend, alleiniger König, ertrugst du freiwillig als Erbarmer das Kreuz. Und den Tod hast du getötet im Tod und wurdest unser Beleber.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Ob Christi Erweckung, ihr Völker, lasst heute uns gläubig tanzen im Chor. Der Rüstung ist der Hades beraubt. Die in Gewahrsam er hielt, gab plötzlich er frei, sie, die in Hymnen besangen die Großtaten Gottes.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Die Tropare vor den Triadika sind dem Erzengel Michael gewidmet.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In göttlicher Macht hast du einst den Gelähmten durch dein Wort, o Christus, geheilt und befahlst ihm, dem lange Kranken, fortzutragen das Lager. Meine Seele heile, die von schlimmer Krankheit befallen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Im Teiche am Schaftor stand einst dienend ein Engel und zu Zeiten heilte er einen. In heiliger Taufe reinigt jetzt Christus unermessliche Scharen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Herzog der Engel, Erzherzog der Himmelsliturgen: die sich versammeln in deinem heiligen Tempel und Hymnen Gott singen, schirme sie, schütze sie vor mannigfachen Gefahren.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: In drei Personen, doch in einer Natur lasst uns den anfangslosen Gott unaufhörlich mit den Körperlosen besingen in Hymnen: den Vater, das Wort und den Geist. Ungeteilt ist ihr Königtum, ungeteilt ihre Macht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Diese Stadt, die stets gläubig dich, Reine, verehrt, beschirme sie rings vor Gefahren, vor der Barbaren Eroberung, vor Bürgerkrieg, vor dem Schwert und jeder anderen Strafe.
Ode 3
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Unfruchtbare, kinderlose Seele, bringe hervor herrliche Frucht. Mit Kindern beglückt, rufe: Durch dich ward ich stark, Gott. Keiner ist heilig, o Herr, keiner gerecht außer dir.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Da dich einst schaute die Sonne, hangend am Holz, Wort, zog ein sie das Licht. Und die ganze Erde wurde erschüttert. Es erhoben die Toten sich, als du, Allgewaltiger, starbst.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als mit deiner Seele du ankamst im Schoße der Erde, da gab die Seelen, die er besaß, o Retter, eilig der Hades zurück. Und sie riefen zu eine Dankeshymne, einziger Herr, deiner Macht.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Meine Seele, die lange Zeit an schlimmen Krankheiten leidet, Übergütiger, wie einst den Gelähmten, mach sie gesund, dass deine Pfade ich schreite, die du den dich Liebenden zeigtest.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Mit den Heerscharen des Himmels, Erzengel Gottes, flehe für die, welche gläubig Hymnen dir singen, behüte, bewahre uns, die in die Leidenschaften des Lebens sich stürzen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Preis sei, so lasst uns rufen, dem Vater, dem Sohn und dem Geist. Denn ein Gott ist er in der Natur, er, den alle Mächte der Himmel rühmen in Furcht, dem „Heilig, Heilig, Heilig“ sie singen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Nicht aus dem Geblüte hast du empfangen, übernatürlich hast du geboren, Jungfrau, Mutter, du Reine. Ein furchterregendes Werk, ein gewaltiges Wunder, das ehren die Engel, die Sterblichen rühmen, Herrin und Braut.
Sedalen des Kanons
Ton 3.
Ein einziges Wort dessen, der aus Erbarmen unseretwegen auf Erden erschienen, hat den Gelähmten geheilt. Es hat ja gesprochen das die ganze Welt schaffende Wort. Darum auch begann er, die Bahre zu tragen, wenn auch die Schriftgelehrten die Tal zu schauen nicht ertrugen, von böswilligem Neide erfüllt gegen den, der die Seelen befreit.
( Theotokion )
Jetzt, Theotokion: Ob deiner Jungfräulichkeit Zier und deiner Reinheit blendendem Glanze erschauerte Gabriel und rief dir, Gottesgebärerin, zu: Was für ein geziemendes Loblied soll ich dir weihen? Wie soll ich dich nennen? Ratlos bin ich und ich erschauere. Darum, wie mir geboten, ruf ich zu dir: Begnadete, Freude sei dir.
Ode 4
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Als einen Berg, mit Schatten bedeckt, sah voraus Habakuk, Reine, deinen lauteren Schoß. Darum auch rief er hinauf: Gott wird kommen von Thaiman, vom schattenbedeckten, dicht bewaldeten Berge der Heilige.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Das Volk der Hebräer hat, in Neid sich verzehrend, an einem Baum dich gekreuzigt, o Herr. Und das Todesurteil hast du vernichtet, Gewaltiger. Auferweckt wurdest du und hast mit dir erwecket die Welt.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Was suchet mit Salben ihr, Frauen, ihn, die unerschöpfliche Narde? Erstanden ist er, so sagte den salbentragenden Frauen, der in weißem Gewande da saß. Alles unter der Sonne hat er mit geistigen Wohlgerüchen erfüllt.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wandelnd in der Gestalt eines Knechtes bist du im Übermaß der Erbarmung erschienen. Geheilt hast du, Wort, den, der darniederlag lange Zeit, und befahlst ihm, fortzutragen sein Lager.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ein Engel des Herrn stieg zu Zeiten hernieder und brachte das Wasser am Schaftor in Wallung. Einen Einzigen nur machte gesund es. Doch in heiliger Taufe errettet Christus unermessliche Scharen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Herzog der Engel, der Irrenden Wegweiser, höchster Heerführer des Herrn, in dieser Stunde erscheine du in unserer Mitte und trage aller Gebete vor den einzigen Bildner und Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Eine im Wesen, in den Personen geschieden ist die Heilige Dreiheit: der überwesentliche Vater, der gleichewige Sohn und der Heilige und einzige, allmächtige Geist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Reine, wie nährst du mit Milch? Wie konntest ein Kind du gebären, das älter als Adam? Wie hältst du in deinen Armen jetzt den, der auf den Schultern der Cherubim thronet? Das Wie kennt er, weiß er, der Dasein gegeben dem All.
Ode 5
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Mit deinem abendlosen Lichte, Christus, erleuchte meine elende Seele und führe sie zu deiner Furcht. Denn Licht sind deine Gebote.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du wurdest erhöht am Holze des Kreuzes und hast miterhöht alle Welt. Im Reiche der Toten erschienest du, Gott, und erwecktest, die von jeher gestorben, die Toten.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Auferstanden, wie er verheißen, ist Christus und hat entvölkert alle Reiche des Hades. Und den Aposteln erscheint er, lässt teilnehmen sie an der ewigen Freude.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
In weißem Gewande ließ von den Frauen sich schauen ein blitzstrahlender Engel und sagte: Weinet nicht. Auferweckt ist unser Leben, das in den Gräbern zum Leben erweckte die Toten.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Wie du den Gelähmten, Christus, erwecktest, so mache meine Seele, die in Sünden erschlaffte, gesund und führe mich gut, deine rechten Pfade zu schreiten.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Engel erhabenster Herzog, Michael, das in deinem Tempel heute sich versammelnde Volk, das Gottes Großtaten kündet, errette.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Gleichgeehrt, dreifalt in der Zahl ist die Einheit, geschieden in den Personen, geeint in der Natur: der Vater, der Sohn und der göttliche Geist.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Deine jungfräuliche Mutterschaft, Reine, das unfassbare Gebären lobpreisen wir, selig dich preisend als Mutter des Bildners und Gebieters des Alls.
Ode 6
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Ein Meer der Leiden wogte auf wider mich und ein Stürmen widriger Winde. Wohlan denn, komme zu Hilfe mir, rette mich, Retter, und bewahre mich vor dem Verderben, wie du den Propheten aus dem Tiere errettet.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Du ließest dich willig erhöhen am Holze und als Toter dich legen ins Grab. Und alle Toten im Hades belebend zugleich, erstandest du, Christus, in göttlicher Macht.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als Hades in der Tiefe begegnete dir, o Erbarmer, ward er erbittert, da er eilends die Gefesselten freigab, die deine schreckenerregende Auferstehung, Erretter, in lauten Liedern besangen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als die heiligen Jünger Christus schauten, das Leben des Alls, das aus dem Grabe erstanden, da fielen in großer Liebe, in Herzenseinfalt und Seelenfreude sie nieder.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der einst die meiste Zeit auf dem Schmerzenslager gelegen, auf dein Geheiß, Christus, wird er gesund und preiset in Hymnen deine Erbarmung, Spender des Lebens.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Michael, Herzog der Engel, der an des Gebieters Throne du stehst, erscheine in unserer Mitte und führe auf die Pfade des Lebens die, welche zum treuen Beschirmer dich haben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Als Dreiheit in den Personen verehre ich dich, als Einheit im Wesen verkünde ich dich, anfangsloser Vater, Sohn, guter Geist, Gott du des Alls, mit den erschauernden himmlischen Heeren.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der alles trägt in göttlicher Macht, Gottesgebärerin, Jungfrau, wird in deinen Armen zum fügsamen Kind, uns alle als Erbarmer entreißend der Gewalt der Knechtschaft des Bösen.
Kondak
Ton 3.
Meine Seele, o Herr, die in mannigfaltigen Sünden und unseligen Werken schlimm gelähmt, wecke auf durch deine göttliche Hilfe, wie du auch einst aufgerichtet hast den Gelähmten, damit ich, gerettet, laut rufe: Erbarmer, Christus, Ehre sei deiner Macht.
Ikos
Der du mit dem Griff deiner Hand in der Gewalt hast die Enden der Welt, Jesus, o Gott, der du anfangslos wie der Vater und mit dem Heiligen Geiste alle beherrschest, du bist im Fleische erschienen, Krankheiten heilend, und die Leiden hast du verjagt, Blinden gabst du das Licht und den Gelähmten hast du aufgerichtet durch dein göttliches Wort, zugleich ihm befehlend zu wandeln und die Bahre, die ihn getragen, auf seine Schultern zu nehmen. Darum singen wir alle mit ihm und rufen laut: Erbarmer, Christus, Ehre sei deiner Macht.
Ode 7
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Der du die Flamme des Ofens ausgelöscht und die Jünglinge unversehrt gerettet hast, gepriesen bist du in die Äonen, Herr, Gott unserer Väter.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Als sie dich am Holze ausgestreckt sah, hat ihr Licht verborgen die Sonne, da sie nicht vermochte, der Welt zu leuchten, während du freiwillig, Allherrscher, entsankest zu aller Völker Erleuchtung.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Durch deine Auferstehung hast du die Grüfte geleert und den Hades der Rüstung beraubt in allgewaltiger Kraft. Darum besingen wir, Christus, deine heilige und göttliche Erweckung in Hymnen.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Was suchet als Toten den Lebenden ihr? Auferweckt ward er, nicht ist er im Grab. So sagte einst den salbentragenden Frauen in blitzstrahlender Schönheit der heilige Engel.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Den Gelähmten, der die meiste Zeit darniederlag, machtest durch ein Wort du gesund und du sprachst: Nimm dein Bett und gehe und besinge in Hymnen die Großtaten Gottes.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Michael, höchster Heerführer des Herrn, die gläubig in deinem heiligen Tempel zu Gottes Lobe versammeln sich, führe sie, schirme durch deine Mittlung sie vor Übeln jeglicher Art.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: O Dreiheit, die gläubig Hymnen dir singen als dem Gott und Gebieter des Alls, errette uns aus mannigfachen Gefahren und lass deiner Güter teilhaft uns sein.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Jungfrau bleibst du, nachdem du auf unsagbare Weise den vor allen Äonen aus dem anfangslosen Vater ohne Ausfluss Gezeugten geboren. Darum, Reine, preisen glückselig wir dich.
Ode 8
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Den von den Engeln laut in den Höhen gepriesenen Gott, ihr Himmel der Himmel, Erde und Berge und Hügel, Meerestiefe, alle Geschlechter der Menschen, lobpreiset in Hymnen ihn als Schöpfer und Heiland.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Der Vorhang zerriss, als du gekreuzigt wardst, unser Erretter, und frei gabst du die Toten, die verschlungen der Tod. Entblößt ward der Hades, da er sah, wie du in den Abgrundtiefen der Erde erschienst.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Wo, Tod, ist dein Stachel? Wo jetzt ist, Hades, dein Sieg? Von dem erstandenen Herrscher wardst du getötet, vernichtet. Nicht herrschest du mehr. Denn der Mächtige raubte, die du hieltest in Ketten.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Schnell eilet, die Auferstehung den Aposteln kündet, so sprach zu den salbentragenden Frauen der Jüngling, der ihnen erschienen. Es ist erstanden der Herr und überraschend mit ihm, die seit alters gestorben.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der die meisten Jahre darniederlag, der Gelähmte rief: Erbarme dich meiner, Erlöser, meiner, der von Not wird gequält. Und dieser befiehlt ihm, eilig fortzutragen das Bett und aufrecht zu schreiten.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als der körperlosen Mächte Herzog, höchster Heerführer, erbitte mit diesen uns der Fehler Vergebung, des Lebens Besserung und der jenseitigen ewigen Güter Genuss.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Triadikon: Die ungeschaffene, ungeteilte Wesenheit, die dreipersönliche Gottheit, den Vater als anfangslosen Gott und den Sohn und den Heiligen Geist lasst einträchtig in Hymnen uns preisen, anstimmen der Seraphim erschauernde Weise.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als Buch schaute Isaias dich einst, stets Jungfräuliche, in das mit dem Finger des Vaters das zeitlose Wort gezeichnet war, das von aller Torheit errettet uns, die in heiligen Liedern dich preisen.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ausruf zu "Hochpreise"
Werde Licht, werde Licht.
Ode 9
Kanon zur Auferstehung, Ton 3.
Irmos: Auf dem Sinaiberge hat dich Moses im Dornbusch als jene, die, ohne verbrannt zu werden, in ihrem Schoße empfing das Feuer der Gottheit, geschaut. Daniel sah dich als Berg, aus dem kein Stein ward gebrochen. Isaias nennt dich den aus Davids Wurzel sprossenden Zweig.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Jesus, am Holze erhöht, hast du miterhöht uns. Und freiwillig bestattet im Grab, hast du aus den Grüften alle Toten wieder erweckt, die in Hymnen besangen deine unbegreifliche Macht und deine unbezwingliche Kraft.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
In Herrlichkeit gingst du hervor aus dem Grab, wie aus dem Gemache der Bräutigam, Wort, herrlich in Schönheit, und hast die Nacht des Hades verscheucht und die Gefesselten hast du herausgeführt, die riefen in Eintracht: Ruhm sei deinem Ruhme, Jesus, Gott, Ruhm deiner Erweckung.
Ehre, Herr, Deiner heiligen Auferstehung.
Samt den Salben Seufzer tragend und Tränen, erreichten eilends die Frauen das allheilige Grab. Und gläubig ließen über Christi glorreiche Erweckung belehren sie sich, die wir festlich begehen, in der Freude der Seele frohlockend.
Kanon über den Gelähmten, Ton 3.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Es folgte die Kraft des Körpers deinem Gebote, o Christus, und den einst Gelähmten sah geschwinde man springen und forttragen das Lager, auf dem er die meisten Jahre geruht, und in Hymnen sah man besingen ihn deine gewaltige Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Erleuchtung erflehe uns, mächtigster Herzog, der stets das große Licht du begleitest, und unser Leben befriede, das von der Schlange Drohungen stets und den Gefahren des Lebens immer beunruhigt wird, Bewunderungswerter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Als Licht und Fülle des Lichts, als Leben und Fülle des Lebens will fromm ich dich preisen, Vater, Wort und Heiliger Geist, du dreipersönliche Einheit, unteilbare Macht, unvermischbare Gottheit: Heilig, Heilig, Heilig rufend mit den himmlischen Mächten.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Aus deinem lichtbringenden Schoße trat die große Sonne: Christus hervor und hat erleuchtet die Welt, Unversehrte, mit glänzenden Strahlen und nahm der Sünde Dunkel hinweg. Darum preisen in Hymnen als die Ursache alles Schönen wir dich, Gottes Braut.
nach 9. Ode
Ehre: Es trat der menschenfreundliche und allerbarmende Herr zum Teiche am Schaftor, um zu heilen die Krankheiten. Und er fand einen Mann, der sehr viele Jahre darniederlag, und ihm rief er zu: Nimm dein Lager und die geraden Pfade beschreite.
Jetzt, Theotokion: Es trat der menschenfreundliche und allerbarmende Herr zum Teiche am Schaftor, um zu heilen die Krankheiten. Und er fand einen Mann, der sehr viele Jahre darniederlag, und ihm rief er zu: Nimm dein Lager und die geraden Pfade beschreite.
Stichiren zum Lob
Ton 8.
Ehre: Herr, den Gelähmten hat nicht der Teich geheilt, doch dein Wort schuf ihn neu. Und die lang dauernde Krankheit hemmte ihn nicht, weil die Macht deines Wortes sich stärker erwies. Und die schwer zu tragende Bürde warf er von sich und des Lagers Last trug er fort zu deiner reichen Erbarmungen Zeugnis. Ehre sei dir.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 1.
Dein Erbarmen, Herr, komme über uns, // wie wir gehofft haben auf dich.
Vers: Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn; den Aufrichtigen geziemet Lob.
Alleluïa zur Liturgie
Ton 5.
Deine Erbarmungen, Herr, will ich besingen auf ewig.
Vers: Denn du hast gesagt: „Auf ewig wird Erbarmen auferbaut werden“.
Kommunionvers
Am Leib Christi nehmet teil und kostet von ‹der› unsterblichen Quelle.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Pater Kilian Kirchhoff.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
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