Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 11. September

Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius von Zürich

Anmerkungen
Dieser Gottesdienst ist nicht approbiert.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Oh erstaunliches Wunder )
Oh erstaunliches Wunder!/ Erkennend den Tag eures Heils/ habt ihr euch, Dreimalgesegnete, / den blinden Häschern gezeigt,/ seid vor den ungerechten Richter getreten/ und habt eure Körper der Geisselung dargeboten./ So habt ihr euer Leben gezeichnet/ mit den freiwilligen Leiden Christi, unseres Gottes,/ und habt empfangen das Reich,/ das euch von Anfang an bereitet war./ Betet zum Menschenliebenden,// dass Er auch unser gedenke in seinem Reich.
Oh erstaunliches Wunder!/ Das Los der babylonischen Jünglinge habt ihr erwählt,/ ihr ägyptischen Streiter Gottes;/ dem Befehl des Tyrannen seid ihr nicht gefolgt,/ habt den toten Götzen nicht geopfert,/ seid vielmehr ins flammende Öl gestiegen./ Auf den lebendigen Gott habt ihr vertraut;/ Er stillte der Flammen Glut./ Betet zu Ihm,// dass Er auch stille unserer Leidenschaften Flammen.
Oh erstaunliches Wunder!/ Rad und Klingen des Tyrannen habt ihr zerbrochen,/ Dreimalselige Felix, Regula und Exuperantius,/ durch eure heiligen Gebete./ Denn eure Seelen habt ihr Dem anempfohlen,/ Der immerdar das Leben gibt./ Er hat seine Engel geschickt,/ um die feindlichen Klingen zu zerbrechen./ Bittet Christus, den Vielerbarmenden,// dass Er auch in uns zerbreche den Stachel des Todes.
Ton 6.
Ehre: Freue Dich Stadt Zürich!/ In dir sind aufgestrahlt die Gottesstreiter / Felix, Regula und Exuperantius./ Mutig widerstanden sie dem gotteslästerlichen Tyrannen/ opferten den Götzen nicht,/ brachten stattdessen Christus, dem Haupt der Kirche,/ ihre Häupter als heiliges Opfer dar./ In unserer Stadt errichteten sie so mit ihren Leibern/ den ersten Altar des Allerhöchsten./ Dort wollen wir gläubige Kinder Zürichs uns nun versammeln/ um ihr Gedächtnis freudig zu feiern/ und mit ihnen zusammen zu rufen:/ Herr, schütze diese Deine Stadt/ und all’ ihre Bewohner./ Behüte uns von allem Übel// als der einzig Menschenliebende.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8.
Ehre: Die Wüste haben unsre heiligen Märtyrer nicht gescheut,/ um nach Zürich zu kommen,/ das in der Finsternis des Feindes gefangen war./ Die Finsternis des Kerkers haben sie auf sich genommen./ Denn sie vertrauten auf Gott/, der auch in die Finsternis sieht./ So haben sie die Finsternis des Todes vertrieben./ So lasset auch uns nicht verzagen ihr Gläubigen/ und auf den Herrn vertrauen,// Der uns allezeit die Finsternis zum Lichte macht.
Tropar
Ton 2.
Gross ist das Vermögen des Glaubens. / Dem Tyrannen habt ihr die Stirn geboten / und im Tode habt ihr das Leben bezeugt, / heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius, // Bittet Christus, unsern Gott, dass Er errette unsere Seelen.
Ode 1
Kanon an die Märtyrer, Ton 8.
Lied von Leser Daniel: Den Märtyrern Felix, Regula und Exuperantius singen wir, zum Ruhme Christi, unseres Gottes.
Irmos: Kommt, ihr Völker, und lasst uns Christus ein Lied singen, dem Gott, Der das Meer geteilt, und das Volk geleitet hat, das Er aus Ägyptens Knechtschaft herausführte; denn Er hat sich verherrlicht.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Kommt ihr Gläubigen, lasset uns in Liedern und mit Freude feiern das Fest unserer Gottesstreiter Felix, Regula und Exuperantius , die das Meer durchquerten, um unser Land und unsere Stadt zu befreien aus der Knechtschaft des Feindes und lasst uns preisen den Herrn, denn Er hat sich verherrlicht.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Wie einem zweiten Moses seid ihr, Dreimalverherrlichte, das Meer durchquerend dem göttlichen Mauritus in die Bergeswüste gefolgt. Nicht der ägyptischen Knechtschaft musstet ihr entfliehen; von Ägypten kommend habt ihr in unserem Land durch euer Zeugnis Christi Kreuz errichtet und Ihn in euren Leiden verherrlicht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ihr habt Meer und Wüste nicht gescheut, dem Tyrannen und der Marter euch gestellt. Ihr habt die Geisselung, das Öl, das flüssige Blei, die Räder und den Tod auf euch genommen. Das Leben habt ihr hingegeben um Christi, unseres Gottes, willen. So hat Er sich in unserer Stadt verherrlicht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Du hast das himmlische Brot des fleischgewordenen Lebens geboren, oh Allreine, das menschgewordene Wort des Erzeugers; Deshalb verherrlicht Dich die Schar der Märtyrer.
Ode 3
Irmos: Du hast mich auf dem Fels des Glaubens verankert, und so mir Macht gegeben über meine Feinde. Mein Geist frohlockt darüber wenn er singt: Es gibt keinen Heiligen ausser Gott und keinen Gerechten ausser Dir, oh Herr.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Der Fels des Glaubens ward euch zur festen Burg, ihr viel Erduldenden, an dessen Mauern alle Raserei des Feindes zuschanden ging. Der falschen Götzen Opfer wieset ihr von euch und habt mit frohem Geist bekannt: Es gibt keinen Heiligen ausser Gott und keinen Gerechten ausser Dir, oh Herr.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Siedendheisses Blei gab dir, Regula, der gotteslästerliche Wüterich zu kosten, weil den Götzen du das Opfer nicht gebracht. Du hast als wahre Kämpferin für Gott die Strafe freudig angenommen und gesagt: Süsser noch als Honig ist mir deine Folterung, du ungerechter Richter, denn niemand ist gerecht ausser unserem Herrn.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Vor ungerechter Macht des Tyrannen bist du, oh hochgepriesener Felix, nicht gewichen und riefst ihm zu: Oh Feind, warum gedenkst Du deines Platzes hier auf Erden nicht? Schau auf Himmel, Mond und Sonne, die der Herr geschaffen hat, der auch uns erretten wird, denn niemand ist gerecht ausser unserem Herrn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Wir ehren Dich, Gottesgebärerin, denn durch deine Geburt ist der lebendige Gott Mensch geworden und sind die toten Götzen gefallen. Deinetwegen frohlocken wir und rufen zu deinem Sohn: es gibt keinen Heiligen ausser Gott und keinen Gerechten ausser Dir, oh Herr.
Sedalen des Kanons
Die Leiber habt ihr in des Tyrannen Hand überliefert, Dreimalgesegnete, eure Seele aber Gott anvertraut, Ihn euch zum Beistand genommen. Jener hat in rasender Wut die Leiber euch zerstört, diese hat aus dem Tode ins Leben euch geführt. Betet zu Ihm, dass er auch unsere Seelen errette.
Ode 4
Irmos: Ich hörte die Nachricht von Deiner Herabkunft, oh Herr, und verherrlichte Dich, den einzig Menschenliebenden.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
In unsere Stadt sind gekommen die Athleten Gottes und haben den menschgewordenen Gott verkündet, und durch Dessen Kraft die von Menschenhand gemachten Götzen gestürzt.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Deine Athleten ahmten Deine Leiden nach, oh Leidenschaftsloser, als sie sich bereitwillig dem Tode überantwortet haben.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Alle Dämonen sind verstummt, oh Christus, denn unsere Märtyrer haben Dich als den einzig wahren Gott verkündet.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Die Athleten ehrten dich, oh Herrscherin, als die Mutter Gottes, in dem sie deinen Sohn als den menschgewordenen Gott verkündeten.
Ode 5
Irmos: Spender des Lichtes und Schöpfer der Zeiten, leite uns im Licht Deiner Gebote, Herr, denn ausser Dir kennen wir keinen Gott.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Dem grausamen Wüterich haben die Zürcher Märtyrer die Nacken geneigt, das Schwert und den Tod nicht gescheut. Christus, ihren Schöpfer, bekannten sie und riefen: Leite uns im Lichte Deiner Gebote, Herr, denn ausser Dir kennen wir keinen Gott.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Dort nimm ihre Bitten für uns an, Lichtspender, und schenk’ auch uns ein leuchtendes Gewand, die wir zu Dir rufen: Leite uns im Lichte Deiner Gebote, Herr.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Gekommen aus dem Licht der Wüste haben die thebäischen Streiter die Finsternis der Gotteslästerung besiegt und unsere Stadt durch ihr vergossenes Blut erleuchtet. So haben sie uns gelehrt, Dir, dem menschgewordnen Gott, zu singen: Ausser Dir kennen wir keinen Gott.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Der Gott, der das Licht geschaffen hat, ist durch Deine Geburt, Allreine, in menschlicher Gestalt erschienen, um uns ohne Ende zu erleuchten, die wir zu Ihm rufen: Leite uns im Licht Deiner Gebote, denn ausser Dir kennen wir keinen Gott.
Ode 6
Irmos: Ein Abgrund von Sünden umfasst mich: aber wie den Propheten Jonas, Herr, hebe mich empor aus der Verwesung.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Der Abgrund des tyrannischen Menschenfeinds hielt unsere Stadt umfangen, Dreimalgesegnete, bis ihr hier eure drei Häupter dargebracht habt. So habt das Abbild ihr gezeigt von Christi Auferstehung, welche allezeit aus der Verwesung emporführt.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Unsere Stadt habt ihr aus dem Abgrund der Tyrannei errettet, Dreimalgepriesene. Rettet auch uns jetzt durch eure Fürbitten aus unserer Sünden Abgrund.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Du Felix hast den höllischen Abgrund des Tyrannen kühn entlarvt. Den Teufel hast du Regula furchlos benannt. An ihrer Seite bist du Exuperantius vor des Kerkers Finsternis nicht gewichen. Betet zu Gott, dass Er unsere Seelen aus dem Abgrund unserer Sünde führe.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Errette deine Knechte von Gefahren, Mutter Gottes, denn nach Gott nehmen wir unsere Zuflucht bei dir, als einem unbesiegbaren Wall und Schutz.
Kondak
Ton 3.
Meer und Berge haben überwunden/ die thebäischen Gottesstreiter Felix, Regula und Exuperantius / um in uns’rer Stadt die Macht des Feindes zu zerstören. / Denn ihr Leben haben sie um Christi willen verloren / und das Leben gefunden. / Lasst uns mit ihnen auf den Lebensspender vertrauen und sagen: / Deine Wege zeige uns, Herr, / und Deine Pfade lehre uns. / Leite uns in Deiner Wahrheit und unterweise uns, // denn Du bist Gott, unser Heiland.
Ikos
Lasst uns, ihr Gläubigen, das heilige Gedächtnis der Soldaten in der Streitmacht Gottes, uns’rer Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius, freudig nun begehen. Aus dem fernen Theben sind sie in die Schweiz gekommen, vom göttlichen Mauritius gesandt, haben sie die Wüste nicht gescheut und brachten Christi Wort nach Zürich. Der Raserei des Gotteslästerers haben sie sich entgegengestellt, bekannten Christus, ihren Beistand, und opferten den Götzen nicht. Ihre Leiber überanworteten sie dem Feind, die Seelen aber Gott. Er hat sie in der Geisselung beschützt, das siedende Öl für sie gekühlt, das Blei in süssen Honig umgewandelt und die geschärften Räder zerbrochen. Ihre Häupter haben Sie dem Schwert geboten im Vertrauen auf den Herrn. Drei Häupter haben sie in ihre Arme genommen, zur Stelle ihres Grabes getragen und damit die Auferstehung am dritten Tag bezeugt. So haben Sie des Feindes Macht zerstört und sind ins Leben eingegangen. Die wir die grossen Wunder allezeit bestaunen, lasst uns zu unserm Herrn uns wenden und sprechen: / Leite uns in Deiner Wahrheit und unterweise uns, // denn Du bist Gott unser Heiland.
Synaxarion
Die Geschwister Felix und Regula und ihr Gefährte Exupefrantius sind Mitglieder der Thebäischen Legion gewesen, die um 302/03 n. Chr. bei Agaunum (Saint-Maurice) im Wallis den Märtyrertod erlitt. Zusammen mit ihrem Diener Exuperantius seien sie auf den Rat des Kommandanten der Legion, Mauritius, über die Furka, das Reusstal und den Klausenpass ins Glarnerland geezogen. Sie folgten der Linth zum Zürichsee und gelangten nach Turicum (Zürich), wo sie auf einer klienen Limmatinsel ihre Zelte aufschlugen und Tag und Nacht Gott dienten.

Der besonders grausame römische Kaiser Maximian schickte ihnen aber seine Häscher nach. Als die drei Heiligen gerade ihr Gebet verrichteten wurden sie von den kaiserlichen Soldaten überrascht. Durch ein Wunder wurden sie jedoch nicht gleich erkannt. Erst als man ihnen die Frage stellte, ob sie Gefährten der übrigen flüchtigen Angehörigen der Thebäischen Legion seien, Exuperius, Candidus und Viktor, enthüllten sie treu ihre Identität. Trotz Folter liessen sie sich nicht zum Opfer an die römischen Götter Merkur und Jupiter zwingen. Drei Folterungen mussten die Heiligen für ihre Weigerung ertragen: Zuerst wurden sie gegeisselt; dann wurden Sie in siedendes Öl gesetzt und wurde ihnen flüssiges Blei eingeflöst. Weiter sollten sie durch Räder zerfetzt werden, auf denen scharfe Messer montiert waren. In alledem bewahrte sie aber Gott: Er beschützte sie in der Geisselung, kühlte ihnen das Öl und liess das flüssige Blei wie Honig werden und zerbrach die Räder des Decius. Auf Befehl des Kommandanten der Häscherwurden sie schliesslich auf einer kleinen Insel in der Limmat enthauptet. Ihre Leiber sind danach aufgestanden, haben ihre Häupter genommen und sind etwa 40 Ellen weit den Hügel hinausfgestiegen. Dort, wo sie ihre Gräber wollten, legten Sie sich schliesslich neben einander nieder. Felix, Regula und Exuperantius wurden vierten Jahrhundert vor Gott verherrlicht.

Ode 7
Irmos: Als auf dem Felde Deir das goldene Götzenbild angebetet wurde, zertrampelten Deine drei Jünglinge den gottlosen Befehl, ins Feuer geworfen und doch benetzt sangen sie: Gesegnet bist Du, Gott unserer Väter.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Das Los der babylonischen Jünglinge habt, thebäische Gottesstreiter, durch ein eigenes Bild der Auferstehung ihr ergänzt. Ins Feuer seid ihr drei wie sie gestiegen, im Tode lebend habt ihr eure Häupter dargebracht, den gotteslästerlichen Befehl zertrampelt und gesungen: Gesegnet bist Du, Gott unserer Väter.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Als der gottlose Kaiser Götzendienst befahl, haben in Zürich sich zum lebendigen Gott bekannt, die heiligen drei Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius. Sie sind Tyrannen widerstanden, vor dem heissen Öl nicht zurückgeschreckt. Hineingeworfen sangen sie von Gott benetzt: Gesegnet bist Du, Gott unserer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Drei Jünglinge haben der Götzendiender Macht in Babylon zertrampelt. Drei Märtyrer aus Theben haben gleiches hier für uns getan. Siegreich sind sie alle aus des Feuers Macht getreten, haben in Babylon und Zürich die Auferstehung am dritten Tage bezeugt und gesungen: Gesegnet bist Du, Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Dreimal Jungfrau bist du, Allreine, geblieben, vom Feuer des von dir geborenen Gottes nicht versengt. Unversehrt im Feuer sind die Märtyrer gestanden, haben dir gesungen: Gesegnet ist von allen Geschlechtern deine Geburt.
Ode 8
Irmos: Gott das Wort, der in unfassbarer Weisheit das All geschaffen und es vom Nichts ins Leben gebracht hat, preist Ihn ihr Werke als den Herrn und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Den toten Götzen habt ihr nicht geopfert, vielmehr den dreifaltigen Gott habt dreifach ihr bekannt: Drei Martern habt mit Gottes Kraft ihr überwunden, dreifach im Tode habt das Leben ihr bezeugt. Ihr seid zum Abbild der Dreifaltigkeit geworden, die alle Werke preisen als den Herrn und sie erheben hoch in alle Ewigkeit.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Babylons Tyrann liess vom Wunder sich bekehren, Zürichs Wüterich aber blieb blind. Seid nicht blind wie dieser Gotteslästerer, ihr Werke des Herrn, ahmet jenen nach und preist, von Felix’, Regulas und Exuperantius’ mächtigen Taten in Erstaunen versetzt, Gott als den Herrn und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Als neuer Jordan hat sich die Limmat uns erwiesen; an jenem wurde in der Taufe die Anbetung der Dreiheit offenbar, an dieser haben die drei thebäischen Märtyrer unsere Stadt mit ihrem Blut getauft. Ihr dreifacher Sieg wird uns zum Zeugnis und Abbild der Dreifaltigkeit, die alle Werke preisen als den Herrn und erheben in Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Das Vaters anfangloser Sohn, Gott das Wort, hast du, Jungfräuliche, durch deine Geburt mit uns vereint. Um Seinetwillen erheben dich alle Geschlechter in Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Irmos: Gottes Wort von Gott, das durch unfassbare Weisheit kam, um den durch Essen schrecklich in Verwesung gefallenen Adam zu erneuern und das in unaussprechbarer Weise um unseretwillen aus der Jungfrau Fleisch angenommen hat, verherrlichen einmütig wir Gläubigen.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Du, göttlicher Mauritius hast dich als wahrhaftiger Heerführer Christi erwiesen. Deine Legion führtest Du aus der Wüste Thebens in die Wüste der Schweizer Berge, wo Du zertreten hast die Legionen der Hölle. Bei Acaunum hast Du mit Exuperius, Candidus, Victor und vielen anderen für den Glauben gelitten und im Himmel die Krone erlangt. Dort verherrlicht ihr den Herrn einmütig in alle Ewigkeit.
Heilige Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius betet zu Gott für uns.
Du hast, o Christus, Urs und Victor nach Solothurn geführt. Von Deiner Liebe erfüllt, haben sie dort alle Leiden überwunden. Nach Zurzach brachtest Du auf wundersame Weise die selige Verena, wo sie Deine Liebe allen Leidenden gebracht. Erhalte auch uns in Deiner Liebe, die wir Dich allezeit einmütig verherrlichen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Ihr habt, vom göttlichen Mauritius gesandt, die Berge überwunden, Felix, Regula und Exuperantius, um Zürich mit dem Licht des Glaubens zu erleuchten. Der Gotthard wurde euch sodann zum Leuchter, von dem herab ihr unser ganzes Land erhellt. Um euretwillen verherrlichen wir das Licht der dreifachen Sonne, Christus unsern Gott.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Jungfrau, Braut und Mutter, nimm auch du die Schar aus Theben an, die zu deinem Sohn bittet, oh einzige Hoffnung der Gläubigen; Gib Frieden der Welt, Sieg über den Widersacher und erlöse uns, die wir dein Ruhmeslied singen.
nach 9. Ode
Das Licht der Anbetung der Dreiheit haben in Zürich die Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius entzündet. Von der Heuchelei des Feindes liessen sie ihre Sinne nicht verwirren, entlarvten vielmehr dessen Lästerung. Unermüdlicht schauten sie auf Christus, unsern Gott, der sie mit dem Licht Seiner Liebe erleuchtete. Lasset auch uns, ihr Gläubigen, standhaft auf unseren Herrn blicken, der uns allezeit mit Seiner Liebe erleuchtet.
Stichiren zum Lob
Ton 4.
Kommt all‘ ihr Bewohner Zürichs/ lasst uns die Wundertaten freudig besingen/ der Heiligen Felix, Regula und Exuperantius:/ Nach ihrem Tod haben sie ihre Häupter auf dem Hügel niedergelegt/ um mit ihren Gräbern der lebensspendenden Dreifaltigkeit/ einen dreifachen Altar zu errichten./ Sodann sind sie emporgestiegen in die Stadt, die auf dem Berge liegt,/ damit ihr Licht die ganze Schweiz heute erleuchtet/ und uns aufruft zur Anbetung der Dreiheit./ Diese lasset uns gläubig anbeten und sagen:// erhalte unsere Stadt und unser Land als der einzig Menschenliebende.
Freue dich Stadt Zürich/ denn du bist Zeuge geworden/ der mächtigen Taten unserer thebäischen Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius./ Freue Dich,/ denn als zweiter Jordan hat sich dir erwiesen die Limmat,/ als du durch ihr vergossenes Blut wurdest getauft./ Die Götzen wurden vernichtet/ und dir geoffenbart die Anbetung der Dreifaltigkeit, unseres Gottes,/ Der dir erweist allezeit grosses Erbarmen.
Freue dich Stadt Andermatt,/ denn zu dir sind gekommen / die Heiligen Märtyrer Felix, Regula und Exuperantius./ Freue Dich, denn sie zeigten dich als ein geistliches Dach unseres Landes./ Denn du stelltest ihr Licht nicht unter einen Scheffel/ sondern auf den Leuchter des Gotthards/ sodass sie allezeit erleuchten die Schweiz/ immerdar die Macht des Feindes zerstören/ und zur heiligen Dreifaltigkeit beten,// dass Sie uns erweise grosse Gnade.
Ehre: Freue Dich, von Gott behütete Schweiz,/ denn auf deinem Boden sind aufgestrahlt/ die mächtigen thebäischen Gottesstreiter:/ Bei Acaunum ihr Führer, der göttliche Mauritius/ mit Exuperius, Candidus, Victor und vielen anderen;/ in Solothurn Urs und Victor;/ in Zurzach die selige Verena;/ in Zürich Felix, Regula und Exuperantius/ deren Licht nun vom Gotthard her dich erleuchtet./ Freue dich, denn sie alle beten für dich zu Gott,/ dass Er dich allezeit erhalte// denn in Ewigkeit währt Sein Erbarmen.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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