Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 10. Juli

Frommer Vater Antonius vom Kiever Höhlenkloster

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4.
Als die göttliche Liebe dich, Ehrwürdiger, überschattete, verließest du alles irdische Streben und erachtetest solches als unwürdig, und nahmst Wohnung fern von der Heimat auf dem heiligen Berge. Unter den Brüdern erstrahltest du als glänzendes Licht der Tugenden, о Antonius. Christus dientest du von Jugend an, bitte ihn, dass er erleuchte unsere Seelen.
Ton 5.
Ehrwürdiger Vater Antonius, die Gnade des Heiligen Geistes erleuchtete dein Sinnen, so war es dir gegeben, die Zukunft zu schauen, da Gottes Zorn über seine Herde kommen sollte, doch kündetest du Simon die Errettung aus den Händen der Feinde, und verhießest ihm den Ort seiner Ruhe, noch ehe die Kirche errichtet ward. Wir besingen dich als Beschützer und erflehen um deiner Fürbitten willen von Christus große Gnade.
Ehrwürdiger Vater Antonius, mit Gottes Hilfe führtest du weise dein Schiff und überwandest alle Gefahren des stürmenden Meeres. Dich lenkte das Wehen des Heiligen Geistes zum stillen Hafen, der Wohnung der Heiligen, der Heimat aller Ehrwürdigen. Wir flehen dich an: Bitte, das auch uns geöffnet werden die gleichen Tore.
Ton 6.
Ehre: Dein entsagungsvolles Leben, und dein Mühen um den göttlichen Weg wurde von den Vätern des heiligen Berges erkannt. Sie sandten dich in deine Heimat zurück, und sprachen, о Diener des Herrn, zu dir: Durch dich sollen Gott erkennen, die ihm noch fremd sind. So nahtest du, Ehrwürdiger, und erleuchtetest deine Heimat und wurdest zur Wurzel aller Mönche. Viele führtest du zu Christus. Deshalb feiern wir dein Entschlafen. Bewahre uns vor den anstürmenden Feinden und errette unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6.
Ehre: Gewaltig ist deine Fürsprache und gepriesen dein Glaube, den du erworben, ehrwürdiger Antonius. Gleich wurdest du dem Propheten Elias. Vom Himmel rief jener das Feuer, das Opfer zu verbrennen, und du riefst aus der Höhe das Feuer, zu reinigen und zu heiligen den Ort da der würdige Tempel der Gebieterin, der heiligen Gottesgebärerin errichtet werden sollte. So preisen wir dich, den ehrwürdigen Eiferer unter den Propheten: Bitte Christus, dass er erlöse unsere Seelen.
Jetzt, Theotokion: Mein Schöpfer und Erlöser, Christus, der Herr, hat, o Allreine, aus deinem Schoße hervorkommend, mit mir bekleidet den Adam vom früheren Fluche befreit. Deshalb rufen wir zu dir, о Allunbefleckte, als der Mutter Gottes und wahrhaftigen Jungfrau, unablässig die Worte des Engels zu: Freue dich. Freue dich, du Schutz und Schirm und Gebieterin und Erlösung unserer Seelen.
Tropar
Ton 4.
Du flohest die weltliche Eitelkeit, verließest die Welt und folgtest dem Evangelium Christi. In allem führtest du ein engelgleiches Leben und gelangtest zum stillen Hafen des Berges Athos. Mit dem Segen der Väter kamst du von dort nach Kiev zu erleuchten deine Heimat durch das Mühen deines Lebens. Vielen Mönchen wiesest du den Weg zum himmlischen Reich und führtest sie zu Christus. Zu ihm flehe, ehrwürdiger Antonius, dass er errette unsere Seelen.
Kondak
Ton 8.
Von Jugend auf, Ehrwürdiger, gewannst du Gott über alles lieb. In Liebe folgtest du ihm mit ganzer Seele, und verließest die Vergänglichkeit der Welt. In der Erde schufst du dir eine Höhle. In dieser widerstandest du den Angriffen des Feindes und erstrahltest aller Welt als lichtspendende Sonne. So gingst du ein in die himmlischen Gefilde. Nun stehst du mit den Engeln vor dem Throne des Gebieters, deshalb rufen wir zu dir: Gedenke unser, Vater Antonius.
Stichiren zum Lob
Ton 2.
Du sehntest dich nach der unaussprechlichen Freude der Heiligen, dem Jauchzen der Gerechten, die Gott wohlgefällig lebten. Deshalb verachtetest du alle Freuden dieser Welt. Du übtest das Fasten und weintest alle Tage, die Leidenschaften des Leibes zu überwinden. Gewürdigt wurdest du der Freude der Gerechten. Flehe mit ihnen, dass errettet werden unsere Seelen.
Nimm an, о Antonius, aus unserem Munde das Loblied zu deinem Gedenken und hilf durch dein Bitten unserem Flehen zu Gott. Lass uns nicht zur Linken des Herren ste-hen, sondern flehe, dass wir zu den Erwählten gezählt werden, die wir dich als Für-sprecher von Herzen verehren.
Ton 8.
Ehre: Ehrwürdiger Vater Antonius, dein Vaterland verließest du, freiwillig um des Herren willen die Wanderung zu vollbringen. Du ertrugst die Mühen des langen Weges: Hunger und Durst, Hitze und Kälte. Deshalb vernahmst du seine Stimme: Gehe ein in die Freude deines Herren. Wir flehen zu dir, Vater: Lass auch uns hören diesen Ruf, die wir ohne Unterlass dein Gedenken lobpreisen.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Sergius Taurit, Berlin.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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