Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 6. August

Verklärung unseres Herrn und Gottes und Erretters Jesus Christus

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1.
Der einst mit Moses auf dem Berge Sinai redete, * sprach in Bildern: * Ich bin der Gott. * Heute verklärte Er sich auf dem Berge Tabor * und zeigte das Urbild * ganz vom Strahlen umhüllt. * Deshalb, o Christus, preise ich Deine Kraft.
Wir besingen Deine auserwählten Jünger * Petrus, Jakobus und Johannes, * denen Du bestimmtest auf den Berg zu folgen. * Ihnen offenbartest Du das furchterregende Geheimnis * und das Bild Deines nicht zu ertragenden Nahens, * die ewige Schönheit.
Zittern ergriff einst Deine Apostel, o Christus, * vor Deinem unfassbaren Namen. * Zur Erde fielen sie nieder und verwunderten sich ob Deiner göttlichen Gewalt, * die heller denn die Sonne erstrahlte, Gütiger, * in Deiner unsagbaren Kraft.
Ton 8.
Jetzt, Theotokion: Die Finsternis des Gesetzes wurde gefangen von der hellen Wolke der Verklärung, * in welcher erschienen Moses und Elias * und der übermäßigen Herrlichkeit gewürdigt wurden, Dir zu singen. * Du bist unser Gott, * der Herrscher aller Ewigkeit.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2.
Heute wandelte Christus * auf dem Berge Tabor * des Adam verfinsterte Natur * und wirkte göttlich Seine Erleuchtung.
Dein sind die Himmel und Dein ist die Erde; den Erdkreis, und was ihn erfüllt, hast Du gegründet.
Durch das Strahlen der Tugenden erleuchtet, * wollen wir singen, * denn wir schauen auf dem heiligen Berge * des Herren Verklärung.
Tabor und Hermon jubeln in Deinem Namen.
Die Sonne erhellt die Erde * und geht wieder unter, * Christus aber erstrahlte in Herrlichkeit auf dem Berge * und erleuchtete die ganze Welt.
Jetzt, Theotokion: Auf dem Berge Tabor * erkannten Moses und Elias den Gott, * der aus der Jungfrau den Körper angenommen hatte, * den Menschen zur Erlösung.
Tropar
Ton 7.
Du wurdest auf dem Berg verklärt, o Christus, Gott, * und hast Deinen Jüngern Deine Herrlichkeit gezeigt, * soweit sie diese ertragen konnten. * Lass auch uns Sündern * Dein ewiges Licht erstrahlen, * auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, * Lichtspender, Ehre sei Dir.
Ode 1
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Dichtung des Mönches Kosmas.
Irmos: Als die Scharen Israels mit unbenetzten Füßen * das Rote Meer und den Abgrund des Wassers durchzogen, * und die feindlichen riesigen Kriegsleute in demselben überflutet sahen, * sangen sie in Freude: * Lasset uns singen unsern Gott, * denn Er ward verherrlicht!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus sprach Worte des Lebens zu Seinen Jüngern / und lehrte sie das göttliche Reich: / Erkennt in Mir den Vater. / Als ganz sie das unnahbare Licht umfing, / riefen sie freudig: / Lasset uns singen unserem Gott, / denn Er ward verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ihr sollt bekleidet sein mit der Gewalt des Wortes, meine Freunde und Jünger. Herrlich werdet ihr erstrahlen, und vollkommen soll euch die Herrlichkeit erfüllen. Heller denn die Sonne will ich erscheinen, mit Freude zu umhüllen die mich Besingenden: Lasset uns singen unserem Gott, denn Er ward verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Heute erstrahlte offenkundig Christus auf dem Berge Tabor in göttlichem Licht, wie Er es versprach, und weihte Seine Jünger in das Geheimnis ein. Das göttliche Leuchten ließ sie zu Trägern des Lichtes werden, dass freudig sie sangen: Lasset uns singen unserem Gott, denn Er ward verherrlicht.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Dichtung des Johannes von Damaskus.
Irmos: Die Israeliten durchschritten trockenen Fußes das Wasser und entflohen dem Unheil der Ägypter. Deshalb sangen sie: Unserem Erlöser und Gott wollen wir singen.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Moses schaute über den Wassern einst im Bilde der Wolke und der Feuersäule die Herrlichkeit des Herrn und sang: Unserem Erlöser und Gott wollen wir singen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es schützte ihn der Fels, so schaute der Gottseher Moses die Vergöttlichung des Unsichtbaren und rief: Unserem Erlöser und Gott wollen wir singen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf dem Berge des Gesetzes erblickte Dich in der Dunkelheit einst Moses, nun aber wurdest Du im unnahbaren Lichte der Gottheit auf dem Berge Tabor erkannt.
Katavasie: Das Kreuz zeichnend hat Moses * mit seinem Stabe * das Rote Meer dem Volk Israel geteilt, * und es ging trockenen Fußes hinüber. * Dann ließ er es zurückfluten * und schlug so die Wagen des Pharao. * Er formte das Bild der unüberwindlichen Waffe. * Deshalb singen wir Christus, unserm Gott, * denn Er hat Sich verherrlicht.
Ode 3
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Der Bogen der Starken ward schwach, und die Schwachen umgürteten sich mit Stärke. Deshalb ist gestärkt worden im Herrn mein Herz!
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Ganz bekleidetest Du Dich mit Adam, o Christus. Das Verfinsterte wandeltest Du und ließest wiedererstehen das Ursprüngliche, der Du Gnade spendetest durch die Verklärung Deines Erscheinens.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Einst führtest Du Israel in der Gestalt der Fäuersäule und der Wolke durch die Wüste. Nun aber erstrahltest Du unsagbar im Lichte auf dem Berge Tabor, o Christus.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Des himmlischen Kreises höchster Schöpfer und Stifter der Kirche, Herr, festige mich in Deiner Liebe, denn Du bist das Ziel und der Gläubigen Halt, einzig Menschenliebender.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Deine Herrlichkeit zeigtest Du im ersten Zelt, sprachst mit Moses und ließest das Bild Deiner Dich unsagbar umhüllenden Verklärung auf dem Tabor erkennen, o Gebieter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Mit Dir, dem eingeborenen Wort, stiegen die erhabenen Apostel auf den Berg Tabor, und neben Dir erschienen die Diener Gottes Moses und Elias, einzig Menschenliebender.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der seiende Gott, das Wort, verband sich ganz der Erde und einte das Menschliche mit dem Göttlichen in Seiner Hypostase, welche Moses und Elias in den beiden Wesenheiten auf dem Berge Tabor schauten.
Katavasie: Den Stab Aarons erkennen wir als Vorbild des Geheimnisses: * Sein Erblühen erwählt den Priester. * Der ehedem unfruchtbaren Kirche erwuchs nun der Baum des Kreuzes * zur Macht und Stärke.
Ode 4
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Ich vernahm Deine herrliche Heilsordnung, Christus, o Gott, dass Du geboren wurdest aus der Jungfrau, um von der Verirrung zu erretten diejenigen, die da rufen: Ehre sei Deiner Kraft, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Auf dem Berge Sinai erschien in Tafeln geschrieben Dein Gesetz, Christus, o Gott, als Du Dich in der Wolke, im Feuer, im Schatten und im Brausen getragen offenbartest. Ehre sei Deiner Kraft, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Alle sollten Deinen gepriesenen Ratschluss erkennen, Christus, Gott. Deshalb erstrahltest Du, der vor aller Zeit Seiende und auf den Wolken Emporgefahren, unsagbar auf dem Berge Tabor.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Vor Christus, dem Gebieter, standen in Herrlichkeit die Jünger und sprachen mit ihm. Zu ihnen redetest Du durch Flammen, Dunkelheit und kühlenden Tau. Ehre sei Deiner Kraft, o Herr.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du stiegst auf den Berg Tabor und kündetest Deinen Jüngern die Herrlichkeit Deines Kreuzes. Einst schaute Dich Moses im brennenden Dornbusch, und nun wurde offenbar das Bild des im Flammenwagen emporfahrenden Elias, o Christus.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Deinen Leib entströmte das Strahlen der Gottheit den Propheten und Aposteln. Deshalb riefen diese Erwählten singend: Ehre sei, o Herr, Deiner Macht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Gebieter bewahrte den Dornbusch unversehrt, als Flammen ihn berührten, und offenbarte Moses Seinen gottstrahlenden Leib. So rief er aus: Ehre sei, o Herr, Deiner Macht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es verblasste hinter dem göttlichen Strahlen das Leuchten der erschaffenen Sonne, denn sie schaute auf dem Berge Tabor Deine Verklärung, mein Jesus. Ehre sei, o Herr, Deiner Macht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Sichtbar wurde das nichterschaffene Feuer, welches die geschaffene Natur nicht verbrannte. Moses und Elias und den Aposteln erschien der Gebieter, der eine in der Einigung - doch in zwei vollkommenen Naturen.
Katavasie: Ich vernahm, o Herr, * das Geheimnis Deiner Heilsordnung, * ich bedachte Deine Taten * und pries Deine Gottheit!
Ode 5
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Der du des Lichtes erstgeborenen Strahl zerstreutest, auf dass im Licht die Werke loben möchten Dich, o Christus, als den Schöpfer, in Deinem Lichte leite unsre Pfade.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Vor Deinem Antlitz neigen sich die Berge. Licht ergießt sich vor Deinen Füßen, und dem Himmel entströmen blitzende Strahlen, o Christus. Es nahte sich die Sonne, denn Du geruhtest, Dich in irdische Gestalt zu kleiden.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Moses und Elias riefen den Jüngern, die Christus auf den Berg berufen hatte, zu: Es ist der Erlöser, den wir einst verkündeten, Er ist der wahrhaftige Gott.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Das Unwandelbare einte sich dem Menschlichen. Überreich offenbarte sich den Aposteln das Licht der körperlosen Gottheit und erstrahlte unaussprechlich.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Da Deine Jünger gewahr wurden, wie Du, o Christus, das mitewige Leuchten in der Herrlichkeit des Vaters, vor ihnen erstrahltest, riefen sie zu dir: Leite in Deinem Lichte unsere Wege.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Weshalb hast Du mich verstoßen von Deinem Angesicht, Du nimmer untergehendes Licht, und weshalb umhüllt mich Unglückseligen das feindliche Dunkel. Ich flehe: Bekehre mich und leite meine Wege zu dem Lichte Deiner Gebote.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die herrlich klingende Stimme Deiner Erhabenheit tönt unfassbar, wie der das Leben in den Händen Haltende und über den Tod Gebietende Moses und Elias auf dem Berge Tabor erschienen ist, die Deine Gottheit bezeugten.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
O Christus, der mit unsichtbaren Händen nach Deinem Bilde den Menschen erschuf, zeigte deine in der Schöpfung ursprüngliche Schönheit - nicht in einem Bilde, vielmehr: Er selbst war es in Wahrheit, der Gott und Mensch.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Unvermengt geschah die Vereinigung: Als glühende Kohle erwies sich die Gottheit, ganz die Sünden versengend, die Seelen aber erleuchtend. So verwunderten sich auf dem Berge Tabor Moses und Elias - und mit ihnen die erwählten Apostel.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O dreimalseliger Baum! / An dem Christus ausgestreckt (gehangen), / o König und Herr, / durch dich kam um, der einst durch den Baum (Eva) betrog, / indem er durch dich getäuscht ward, / als Gott Sich im Leibe anheften ließ, / der unseren Seelen Frieden verleiht.
Ode 6
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: In meiner Trübsal rief ich zum Herrn, und es erhörte mich der Gott meines Heiles.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Heller denn Sonnenstrahlen, als das vollkommene Licht erschien der Erlöser auf dem Berge Tabor und erleuchtete uns.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus stieg auf den Berg Tabor und verklärte sich. So überwand Er allen Trug der Finsternis und erleuchtete uns.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
O Christus, als den wahren Gott erkannten Dich auf dem Berge Tabor die gepriesenen Apostel und verwundert fielen sie vor Dir nieder.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Befreie mich, o Erlöser, denn zahlreich sind meine Missetaten. ich flehe zu Dir: Führe mich aus dem Abgrund des Bösen, erhöre mich, denn zu Dir habe ich gerufen, o Gott meines Heiles.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Sichtbar und furchterregend erschien heute das Bild: Vom Himmel herab neigte sich das geistige, das auf Erden ohne Gleichen Seiende. Es erstrahlte auf dem Berge Tabor die geistige Sonne der Gerechtigkeit.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Der Schatten des Gesetzes verging und wurde ohnmächtig, denn Christus, die Wahrheit, nahte sich. Deshalb besang Moses, auf dem Berge Tabor dieses schauend, Deine Gottheit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Einst kündete die Feuersäule Christus und die Wolke die Gnade des Geistes, welche sichtbar den Berg Tabor umhüllte, wie es verheißen war.
Katavasie: Im Innern des Seeungetüms * breitete Jonas (seine) Hände kreuzförmig aus * und wies so auf Dein erlösendes Leiden. * Am dritten Tage aus ihm hervorgehend, wurde er zum Vorbild der überweltlichen Auferstehung * des im Leibe angehefteten Christus, Gott, * der durch die Auferstehung am dritten Tage die Welt erleuchtete.
Ode 7
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Die Jünglinge Abrahams verachteten einst zu Babylon, des Flammenofens Glut, in Lobliedern rufend: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gänzlich wurden die heiligen Apostel auf dem Berge Tabor vom Lichte der unnahbaren Herrlichkeit umhüllt. Deshalb sangen sie zu Christus: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gelabt vom Strahlen des göttlichen Brausens und der tauspendenden Wolke Deines Leuchtens, o Christus, sangen die Apostel: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Als Petrus sah, wie Du Dich auf dem Berge Tabor im unnahbaren Lichte verklärtest, rief er aus: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nahe waren die Zebedäus-Söhne dem Lebensschöpfer, o Christus, aus dem hervorstrahlte das Licht, deshalb riefen sie: "O Gott unserer Väter, gelobt bist Du!"
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Mutig überwanden die Jünglinge der Hebräer die Flammen im Ofen. Sie wandelten das Feuer in kühlenden Tau und sangen: "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Nun wurde das Unsichtbare der Gottheit auf dem Berge Tabor vor den Aposteln sichtbar im Körper umhüllt. Deshalb sangen sie : "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Sich fürchtend erschraken auf dem Berge Tabor die Apostel und verwunderten sich ob der Herrlichkeit des göttlichen Reiches. Deshalb sangen sie: "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Das nie Vernommene wurde heute gehört: Den ohne Vater aus der Jungfrau geborene Sohn bezeugte herrlich die Stimme des Vaters: Er ist unwandelbar Gott und Mensch in Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Der Höchste nahm Dich nicht an Kindes Statt an. Du bist dem Sein nach der geliebte Sohn von Ewigkeit her und nahtest Dich uns untrüglich. "Gelobt bist Du, o Herr, Gott, in Ewigkeit."
Katavasie: Der unsinnige Befehl des gottlosen Tyrannen, * der Drohungen und grobe Flüche ausstieß, * bezwang die Völker, * aber die drei Jünglinge * schreckte weder die bestialische Wut noch das verschlingende Feuer, * sondern durch den taubringenden Wind * sangen sie im Feuer: * Unser und unserer Väter hochgelobter Gott, sei gepriesen!
Ode 8
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Die Jünglinge zu Babylon, von göttlichem Eifer entbrannt, verachteten mannhaft die Drohung des Gewaltherrschers und der Glut, und sich mitten in das Feuer stürzend, sangen sie, vom Tau erquickt: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Christus, der das All in Seinen Händen trägt, stieg mit Seinen allreinen Füßen auf den Berg Tabor. Dort erstrahlte Sein Antlitz heller denn die Sonne. Erhaben über das Gesetz erwies Seine Gnade die ihm Singenden: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
In unbegreiflicher Herrlichkeit erschien unfassbar auf dem Berge Tabor das unnahbare und nimmer untergehende Licht, des Vaters Strahlen, welches alle Schöpfung erleuchtet und vergöttlicht die Menschen, die da rufen: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gottwürdig standen Moses und Elias auf dem Berge Tabor und schauten das göttliche Bild der Hypostase, Christus, umhüllt in der Herrlichkeit des Vaters. Deshalb sangen sie: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Einst verklärte sich das Antlitz Moses', da ihm das göttliche Bild erschien. Christus umkleidet Sich mit dem Gewande des Lichtes und in Herrlichkeit, als Quelle des Lichtes alle zu erleuchten, die da singen: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Umfangen von der lichtgeborenen Wolke, schauten die Jünger auf dem Berge Tabor Christus. Sie fielen nieder, erleuchtet im Geiste, ihn mit dem Vater und dem Geiste zu besingen: "Lobet, alle Werke des Herrn, den Herrn."
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Irmos: Siebenfach heizte den Flammenofen der Herrscher der Chaldäer für die Gottesfürchtigen. Als er aber durch stärkere Kraft dieselben gerettet sah, rief er: * Den Schöpfer und Erlöser * lobet, ihr Jünglinge, * preiset, ihr Priester, * erhebet, ihr Völker, * in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Gebieter, Deine Jünger vernahmen das Zeugnis des Vaters und erlebten das dem menschlichen Augen Verborgene, doch das Strahlen Deines Antlitzes vermochten sie nicht zu schauen. Sie fielen nieder auf die Erde und sangen in Furcht: Preiset, ihr Priester, erhebet ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Du bist der herrliche Herrscher über alle Könige dieser Welt, der mächtige Herr über alle Gebietenden. Selig bist Du und wohnest im unnahbaren Lichte. Es verwunderten sich Deiner die Jünger, und Moses sang mit Elias: Preiset, ihr Priester, erhebet ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Vor den, der über den Himmeln herrscht, der über die Erde gebietet und alle Macht hat über die Tiefen der Welt, Christus. Traten die irdischen Apostel, hinzutraten aus der Höhe des Himmels Elias aus Thisbe und Moses von den Erdgeborenen, gemeinsam zu singen: Erhebet, ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf Erden entschwand der Kleinmut, die Quelle der Traurigkeit, denn die erwählten Apostel folgten Dir, Menschenliebender, und schauten die Wandlung des irdischen zum göttlichen Leben. Würdig erfuhren sie das Zeugnis Deines göttlichen Erscheinens und riefen: Erhebet, ihr Völker, Christus in Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Preist, Jünglinge, * an Zahl der Dreifaltigkeit gleich, * den Schöpfer und Vater, Gott; * singt dem herniedergestiegenen Wort, * das das Feuer in Tau verwandelte; * und erhebet über alle Maßen den Spender allen Lebens, den hochheiligen Geist * in Ewigkeit!
Ode 9
Erster Kanon des Fests, Ton 4.
Irmos: Dein Gebären hat sich ohne Verderbnis geoffenbart; * dieser Gott, der, mit Fleisch bedeckt, aus deinem Schoß hervorging, * ist auf der Erde erschienen und verkehrte mit den Menschen. * Darum, Gottesgebärerin, * preisen wir alle dich hoch.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Unvermittelt und furchterregend wurden die Jünger erleuchtet vom neuen Strömen des Lichtes. Sie erkannten einander und verwunderten sich, fielen nieder auf die Erde und verehrten Dich, den Gebieter des Alls.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Aus der Wolke ward ein gottkündendes Dröhnen vernommen und kündete das Wunder: Der Vater des Lichtes lehrte die Apostel: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn sollt ihr hören.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Neues und Erhabenes wurde ihnen kund: Den Diener eröffnete die Stimme des Vaters auf dem Berge Tabor das Urbild. Deshalb sangen sie: Dieser ist unser Erlöser.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Unwandelbares Bild des Seienden, Bleibender, unveränderliches Siegel, Sohn, Wort, Weisheit und Kraft, Rechte Hand Gottes, des Höchsten Gewalt. Dich besingen wir mit dem Vater und dem Geiste.
Zweiter Kanon des Fests, Ton 8.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Irmos: Furcht umfing alle Schöpfung ob der göttlichen Herabkunft, denn freiwillig stieg der Höchste hernieder und nahm den Körper an aus dem jungfräulichen Schoße und wurde Mensch. So lasst uns, Gläubige, die allreine Gottesgebärerin verherrlichen.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Dass sichtbar werde Dein unfassbares Herabsteigen und sich der höchste Gott offenbare, standest Du auf dem Berge Tabor zwischen Moses, Elias und den Aposteln und erstrahltest unsagbar. Deshalb verherrlichen Dich, o Christus, alle Völker.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Nahet euch Völker, und seid mir untertan, lasst uns eilen auf den heiligen überhimmlischen Berg, geistig einzutreten in die Stadt des lebendigen Gottes, mit den Augen zu schauen den nicht erschaffenen Gott, den Vater und den Geist, der im eingeborenen Sohne erstrahlte.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
In Liebe riefst Du mich zu Dir, o Christus, und wandeltest mich durch Dein göttliches Wollen. Überwinde im geistigen Feuer meine Sünden und schenke mir Sättigung an Deiner Nahrung, Gütiger, auf dass ich Deine Herrlichkeit lobpreise, anbete und besinge.
Preise, meine Seele, den auf dem Berge Tabor verklärten Herrn.
Katavasie: Du bist, Gottesgebärerin, das geheimnisvolle Paradies, * das unbestellt hervorsprießen ließ Christus. * Durch Ihn wurde der lebenbringende Baum des Kreuzes in die Erde gepflanzt, * da er nun erhöht ist, preisen wir - ihn verehrend - dich hoch.
Erste Antiphone
Vers 1: Jubelt dem Herrn, die ganze Erde, singt Seinem Namen, gebt Herrlichkeit Seinem Lobpreis.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 2: Das Dröhnen Deines Donners im Wirbel! Deine Blitze durchzuckten den Erdkreis, die Erde bebte und wankte.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Vers 3: Mit Lobpreis und Pracht bist Du angetan, wie in einen Mantel gehüllt in Licht.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Ehre dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, Erretter, errette uns.
Zweite Antiphone
Vers 1: Die Berge Sions, an der Seite des Nordens, die Stadt des großen Königs.
Errette uns, Sohn Gottes, verwandelt auf dem Berge, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 2: Er führte sie auf den Berg Seiner Heiligung, jenen Berg, den erworben hat Seine Rechte.
Errette uns, Sohn Gottes, verwandelt auf dem Berge, die wir Dir singen: Alleluia.
Vers 3: Den Berg Sion, den Er liebte, und baute Sein Heiligtum gleich dem des Einhorns.
Errette uns, Sohn Gottes, verwandelt auf dem Berge, die wir Dir singen: Alleluia.
Dritte Antiphone
Vers 1: Die auf den Herrn vertrauen gleichen dem Sionsberg, nicht wird er wanken in Ewigkeit.
Du wurdest auf dem Berg verklärt, o Christus, Gott, * und hast Deinen Jüngern Deine Herrlichkeit gezeigt, * soweit sie diese ertragen konnten. * Lass auch uns Sündern * Dein ewiges Licht erstrahlen, * auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, * Lichtspender, Ehre sei Dir.
Vers 2: Berge es rings umgeben, und der Herr ist rings um Sein Volk von nun an bis in Ewigkeit.
Du wurdest auf dem Berg verklärt, o Christus, Gott, * und hast Deinen Jüngern Deine Herrlichkeit gezeigt, * soweit sie diese ertragen konnten. * Lass auch uns Sündern * Dein ewiges Licht erstrahlen, * auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, * Lichtspender, Ehre sei Dir.
Vers 3: Herr, wer darf wohnen in Deinem Zelt, wer sich lagern auf Deinem heiligen Berg?
Du wurdest auf dem Berg verklärt, o Christus, Gott, * und hast Deinen Jüngern Deine Herrlichkeit gezeigt, * soweit sie diese ertragen konnten. * Lass auch uns Sündern * Dein ewiges Licht erstrahlen, * auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, * Lichtspender, Ehre sei Dir.
Vers 4: Wer wird hinaufsteigen auf den Berg des Herrn, wer wird stehen an Seiner heiligen Stätte?
Du wurdest auf dem Berg verklärt, o Christus, Gott, * und hast Deinen Jüngern Deine Herrlichkeit gezeigt, * soweit sie diese ertragen konnten. * Lass auch uns Sündern * Dein ewiges Licht erstrahlen, * auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, * Lichtspender, Ehre sei Dir.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
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