Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 2. Februar

Begegnung unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Das unumschreibbare und immerseiende Wort, * das von den himmlischen Thronen mit Herrlichkeit getragen wird, * nimmt Simeon auf die Hände und ruft laut: * Nun entlass mich nach Deinem Wort, Retter, * der Gläubigen Rettung und Wonne.
Als kleines Kind sah ich Dich, * das urewige Wort vom Vater gezeugt, * rief laut der wunderbare Simeon, * und ich bin erschrocken und fürchte mich, * mit meinen Händen Dich zu umarmen, Gebieter; * aber ich ersuche Dich: Entlasse nun, * als Barmherziger, Deinen Knecht in Frieden.
Nun soll die himmlische Pforte geöffnet werden, * der vom Vater ohne Samen gezeugte Gott das Wort * wurde von der Jungfrau geboren * und nahm menschliches Fleisch an, * weil Er als Guter die Natur erneuern * und zur Rechten des Vater setzen wollte.
Ton 4.
Jetzt, Theotokion: Heute kommt in das Heiligtum * die geheiligte und höher als das Heiligtum seiende Mutter, und zeigte der Welt den Gesetzgeber und den Schöpfer des Gesetzes. * Ihn nimmt der Greis Simeon auf die Arme * und ruft sich freuend: Nun entlässt Du Deinen Knecht, * denn ich habe Dich gesehen, den Retter unserer Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( nach: Haus von Ephrata )
Heute wurde der Retter * als kleines Kind * in den Tempel des Herrn gebracht, * und mit ganz alten Armen * hebt Ihn der Greis empor.
Nun entlässt Du Deinen Knecht, Gebieter, * nach Deinem Wort in Frieden.
Der vormals als Kohle erschien * dem göttlichen Isaias, * Christus wird nun wie mit einer Zange * von den Händen der Gottesgebärerin * dem Greis übergeben.
Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden * und zur Verherrlichung Deines Volkes Israel.
Mit Furcht und mit Freude * hält Simeon * auf den Armen den Gebieter * und erbittet die Lösung vom Leben * besingend die Gottesmutter.
Jetzt, Theotokion: Nimm, o Simeon, * rief die Allreine, * in die Arme als kleines Kind * den Herrn der Herrlichkeit * und der Welt Rettung.
Tropar
Ton 1.
Freue dich, gnadenerfüllte Gottesgebärerin, Jungfrau, * denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit: * Christus, unser Gott, * um die in der Finsternis zu erleuchten. * Frohlocke auch du, gerechter Greis, * in deinen Händen empfingst du den Befreier unserer Seelen, * der uns die Auferstehung gewährt.
Ode 1
Kanon zum Fest, Ton 3.
Dichtung des Mönches Kosmas
Irmos: Den abgrundgeborenen Boden berührte * als feste Oberfläche einstens die Sonne. * Denn einer Mauer gleich erstarrte zu beiden Seiten das Wasser * dem Volke, welches das Meer zu Fuß durchquerte * und gottwürdig ließ erschallen: * Lasst uns singen dem Herrn; * denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Die Wolken sollen träufeln Wasser, / denn wie die Sonne, die einherzieht auf leichter Wolke, / hat sich genähert den makellosen Händen / Christus im Tempel als Kindlein. / Deshalb, ihr Gläubigen, lasst uns rufen: / Lasst uns singen dem Herrn; / denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Erstarket, ihr Hände Symeons, / die ihr schwach geworden seid vom Alter, / und ihr Waden des Greises, ihr erschlafften, / bewegt euch rasch geradewegs / zur Begegnung mit Christus. / Einen Chor lasst uns bilden mit den Körperlosen / und uns singen dem Herrn; / denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ihr Himmel, mit Einsicht ausgebreitet, freuet euch, / und juble, du Erde: / Denn Christus, als Schöpfer hervorgegangen aus übergöttlichem Schoße, / wird von seiner Mutter, der Jungfrau / zu Gott, dem Vater, als Kindlein hingebracht, / er, der ist vor allen Zeiten; / denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Katavasie: Den abgrundgeborenen Boden berührte * als feste Oberfläche einstens die Sonne. * Denn einer Mauer gleich erstarrte zu beiden Seiten das Wasser * dem Volke, welches das Meer zu Fuß durchquerte * und gottwürdig ließ erschallen: * Lasst uns singen dem Herrn; * denn herrlich hat er sich verherrlicht.
Ode 3
Irmos: Du Festigkeit derer, die auf dich vertrauen, * festige, o Herr, die Kirche, * die du erworben mit deinem kostbaren Blute.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Der Erstgeborene aus dem Vater vor den Äonen / ist als erstgeborenes Kind der unversehrten Jungfrau / erschienen und hat hingestreckt dem Adam die Hand.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Um den Erstgebildeten wieder aufzurichten, / der durch Trug war kindisch geworden, / ist Gott, der Logos, als ein Kindlein erschienen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den Spross der Erde, der zu ihr war zurückgekehrt, / hat als ein gottähnliches Wesen erwiesen der Bildner, / da er selbst ohne Veränderung ein Kind ist geworden.
Katavasie: Du Festigkeit derer, die auf dich vertrauen, * festige, o Herr, die Kirche, * die du erworben mit deinem kostbaren Blute.
Ode 4
Irmos: Bedeckt hat die Himmel deine Kraft, o Christus, * denn hervorgegangen aus der Lade * deiner Heiligung, der unversehrten Mutter, * bist du erschienen im Tempel deiner Herrlichkeit * als Kindlein auf Armen getragen, * und erfüllt ward alles von deinem Lobe.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Voller Freude hast du, Simeon, in die Geheimnisse Eingeweihter, denjenigen in die Arme geschlossen, den du einst vom Heiligen Geist Christus, das Kind gewordene Wort, genannt hast, indem du riefst: Alles ward erfüllt von Deinem Lob.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Auf den du, Simeon, gehofft hattest, ihn, den Gleichaltrigen der Säuglinge, nimm auf, Ihn, Christus, die Zuversicht (den Trost) des göttlichen Israel, den Schöpfer und Herrn des Gesetzes, der des Gesetzes Ordnung erfüllt, und rufe zu Ihm: Alles ward erfüllt von Deinem Lob.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Weil Simeon das anfanglose Wort im Fleische wie auf einen jungfräulichen, cherubinischen Throne darauffahren sah, ihn, die Ursache allen Seins, rief er, wie ein kleines Kind erschrocken, zu ihm: Alles ward erfüllt von Deinem Lob.
Katavasie: Bedeckt hat die Himmel deine Kraft, o Christus, * denn hervorgegangen aus der Lade * deiner Heiligung, der unversehrten Mutter, * bist du erschienen im Tempel deiner Herrlichkeit * als Kindlein auf Armen getragen, * und erfüllt ward alles von deinem Lobe.
Ode 5
Irmos: Als erblickte Isaïas * Gott im Sinnbild auf erhobenem Throne * umgeben vom Lobpreis der Engel, * da rief er: O ich Armseliger! * Denn vorher sah er fleischgeworden * den Gott des abendlosen Lichtes, * der gebietet über den Frieden.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Weil der göttliche Alte die Herrlichkeit, die einst dem Propheten im voraus erschienen war, begriffen hatte und weil er das Wort, gehalten von den Händen der Mutter sah, der Ehrwürdige, über den du dich freuen mögest, rief er auf: Denn wie ein Thron umschließest du Gott, der da herrscht über das Licht, dem kein Abend folgt, und über den Frieden.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Als der Greis sich nach vorn geneigt und die Füße der Unvermählten, der Gottesmutter gottbegeistert berührt hatte, da sprach er: Ein Feuer trägst du, o Reine; ich schaudere als Kind in die Arme zu schließen Gott, der da herrscht über das Licht, dem kein Abend folgt, und über den Frieden.
Katavasie: Als erblickte Isaïas * Gott im Sinnbild auf erhobenem Throne * umgeben vom Lobpreis der Engel, * da rief er: O ich Armseliger! * Denn vorher sah er fleischgeworden * den Gott des abendlosen Lichtes, * der gebietet über den Frieden.
Ode 6
Irmos: Als der Greis schaute das Heil mit eigenen Augen, * das zu den Völkern aus Gott ist gekommen,* da rief er Dir: O Christus, mein Gott bist Du.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Zum Stein des Anstoßes wurdest du gesetzt, o Sion, / und zum Felsen des Ärgernisses denen, die nicht glauben, / du unzerstörbares Heil der Gläubigen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wiewohl Du trägst beständig die Prägung dessen, / der Dich gezeugt hat vor den Äonen, / hast Du nun angelegt aus Mitleid die Schwäche der Sterblichen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Den, der Dich verehrt als Sohn des Höchsten, / als Sohn der Jungfrau und als Gott, der ein Kind ist geworden, / ihn entlasse nun in Frieden.
Katavasie: Als der Greis schaute das Heil mit eigenen Augen, * das zu den Völkern aus Gott ist gekommen,* da rief er Dir: O Christus, mein Gott bist Du.
Ode 7
Irmos: Dich, der im Feuer betaute * die Jünglinge, die Gott verherrlichten, * und der Wohnung nahm in der unversehrten Jungfrau, * Gott, den Logos, lasst uns besingen * und anstimmen fromm die Weise: * Gepriesen bist Du, o Gott unsrer Väter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Um Adam, der in der Unterwelt weilt, zu erleuchten, werde ich weggehen, rief Simeon aus, um Eva (die) frohe Botschaft zu bringen, und tanzte mit den Propheten einen Chorreigen: Gelobt ist der Gott unserer Väter.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Als einer der das Menschengeschlecht errettet hat, wird Gott bis zum Hades kommen; allen Gefangenen wird Er gewähren Freiheit und Verstümmelten Wiedererlangen des Sehvermögens, um mit den Stummen zu rufen: Gelobt ist der Gott unserer Väter.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Und dein Herz, du Unschuldige, wird ein Schwert durchdringen, so hat es Simeon der Gottesgebärerin vorausgesagt; am Kreuze sollst du deinen Sohn erblicken, zu dem wir rufen: Gelobt ist der Gott unserer Väter.
Katavasie: Dich, der im Feuer betaute * die Jünglinge, die Gott verherrlichten, * und der Wohnung nahm in der unversehrten Jungfrau, * Gott, den Logos, lasst uns besingen * und anstimmen fromm die Weise: * Gepriesen bist Du, o Gott unsrer Väter.
Ode 8
Irmos: Ins unerträgliche Feuer geworfen * blieben doch unversehrt von der Flamme * die Jünglinge, die sich auszeichneten durch Gottesfurcht * und stimmten an den göttlichen Hymnus: * Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn * und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Volk Israel, das du schaust / deinen Ruhm Emmanuel als Kind aus der Jungfrau, / tanze nun vor dem Angesicht / der göttlichen Lade: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn / und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Siehe, rief Symeon aus, / das Zeichen, dem man widerspricht – er wird es sein, / der Gott ist und ein Menschenkind. / Ihm lasst, Gläubige, uns rufen: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn / und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dieser, der das Leben ist, / wird sein zum Fall den Unfügsamen, Gott der Logos, der ein Kindlein ward; / zur Aufrichtung aber allen, / die im Glauben singen: / Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn / und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Katavasie: Ins unerträgliche Feuer geworfen * blieben doch unversehrt von der Flamme * die Jünglinge, die sich auszeichneten durch Gottesfurcht * und stimmten an den göttlichen Hymnus: * Lobpreiset, all ihr Werke, den Herrn * und erhebt Ihn hoch in alle Ewigkeit.
Ode 9
Irmos: Im Schatten und Buchstaben des Gesetzes * erkennen ein Vorbild wir Gläubigen: * Alles Männliche, das öffnet * den Mutterschoß, ist Gott heilig. * So erheben wir hoch den erstgezeugten Logos, * den Sohn des ursprungslosen Vaters, * den Erstgeborenen der gattenlosen Mutter.
Ehre Dir, unser Gott, Ehre Dir.
Den Alten war geboten, zu bringen / ein Paar Turteltäubchen und zwei junge Tauben. / Stattdessen dienten der gotterfüllte Gries / und die verständige Prophetin Anna / Ihm, der aus der Jungfrau ward geboren / und einzigem Sohne des Vaters, / da Er kam in den Tempel, und priesen Ihn hoch.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Geschenkt hast Du mir, so rief Symeon, / den Jubel ob Deines Heiles, o Christus. / Nimm hinweg Deinen Diener, / der ermattet ist im Schatten, / der hoch erhebt im Lobsingen / den neuen Künder der Gnade.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die weise und fromme Greisin Anna / bekannte heilig als Prophetin / den Gebieter ausdrücklich im Tempel. / Und allen Anwesenden gab sie Kunde / von der Gottesgebärerin.
Katavasie: Im Schatten und Buchstaben des Gesetzes * erkennen ein Vorbild wir Gläubigen: * Alles Männliche, das öffnet * den Mutterschoß, ist Gott heilig. * So erheben wir hoch den erstgezeugten Logos, * den Sohn des ursprungslosen Vaters, * den Erstgeborenen der gattenlosen Mutter.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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