Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 18. August

Nachfeier der Entschlafung der Gottesgebärerin

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Gegeben hast du als Zeichen )
Nicht ein feuergestaltiger Wagen * hat dich von der Erde hinübergebracht * wie Elias, den Gerechten, * sondern die Sonne selber * der Gerechtigkeit hat mit eigenen Händen * deine allheilige, überaus makellose Seele entgegengenommen, * bei sich zur Ruhe gebracht und dich unfassbar, o Reine, * hinüberversetzt und dir Ehre * verliehen unbegreiflich in Freude.
Auf, die ihr liebet die Feste, * wir wollen heute feiern * fröhlich der Gottesmutter * heiligen Hinübergang! * Denn in die Hände Jesu, unseres Gottes, fürwahr, * der ist aufgeleuchtet vor aller Zeit aus dem unveränderlichen Vater * und in den letzten Zeiten aus ihrem Schoße, hat sie voll Freude ihre Seele gelegt, * die gotterfüllte und ganz unversehrte, * und bittet, dass wir errettet werden.
O schauervollstes Wunder! * Die im Leibe hat getragen * den König, den nichts kann fassen, * wird dem Grabe übergeben. * Und die Engelscharen bestatten mit den Aposteln * in Ehrfurcht ihren kostbaren Leib, der Gott hat aufgenommen. * Doch ihn hat hoch in die Himmel * Jesus, ihr Sohn, emporgehoben, * er, der Retter unserer Seelen.
Jetzt, Theotokion: Kommt ihr Völker, lasst uns besingen * die allheilige Jungfrau, die reine, * aus der unsagbar ist hervorgegangen * Fleisch geworden der Logos des Vaters, * indem wir rufen und sagen: * Gepriesen bist du unter den Frauen! * Selig der Leib, der Christus hat Raum gegeben! * Seinen heiligen Händen * hast du anvertraut die Seele. * So bitte, du Unversehrte, * dass errettet werden unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( nach: Haus Ephratha )
Ihr Pforten des Himmels, * tut euch auf; denn siehe, * die Mutter des Höchsten, * die allreine Jungfrau, * ist gestorben und stellt sich ein.
Erhebe dich, Herr, zu deiner Ruhe, * du und die Lade deiner Heiligung.
Es wurde versammelt * der Chor der Jünger * wunderbar von den Enden der Welt, * um deinen Leib zu bestatten, * den gotterfüllten und unversehrten.
Geschworen hat der Herr dem David die Wahrheit, und er wird sie nicht verwerfen: * Von der Frucht deines Leibes werde ich einen setzten auf deinen Thron.
Stimmet an einen Hymnus, * ihr Mächte der Himmel, * mit den Jüngern des Logos zugleich * von den Enden der Erde * der Gottesmutter einzig allein.
Ton 4.
Jetzt, Theotokion: Das Davidslied, ihr Völker, * lasst Christus Gott uns heute singen: * Es werden zugeführt werden, so sagt er, * dem König Jungfrauen hinter ihr drein; * die ihr nahe stehn werden zugeführt werden * in Freude und Frohlocken. * Denn sie aus dem Samen Davids, * durch die wir wurden vergöttlichet, * wird hinüberversetzt in den Händen * ihres eigenen Sohnes und Gebieters * glorreich und über dem Verstehn. * Sie lasst uns besingen als Mutter Gottes, * indem wir rufen und sagen: * Rette uns, die wir dich bekennen * als Gottesgebärerin, aus aller Bedrängnis * und erlöse aus Gefahren unsere Seelen.
Tropar
Ton 1.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt * und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. * Du bist hinübergegangen zum Leben, * die du selbst bist die Mutter des Lebens, * und erlöst durch deine Bitten * vom Tode unsere Seelen.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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