Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 27. Juli

Fromme Mutter und Märtyrerin Paraskeva

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
O des unfassbaren Wunders! * Paraskeva, du Weise, * hast heldenhaft dem Wüten des Antoninus * ein Ende gesetzt und dich mutig in den Kampf gestürzt. * Gewürdigt der Berufung nach oben * und der Siegeskränze, du Erhabene, * erinnere allzeit beim Herren * an deine Diener, die vertrauensvoll dich ehren, * dass wir Erbarmen finden.
Martyrerin Christi, Allgepriesene, * du liebtest aus ganzer Seele * Christus, den Gebieter, und ertrugest * überaus standhaft die Qualen der Martern. * Die Seiten riss man dir auf mit Krallen, * doch hieltest du stand allen Misshandlungen * um deines Geliebten willen und erlangtest * von ihm die Siegeskränze, Gottseligste. * Darum wir dich rühmen.
Fromme Martyrerin, du Allgerühmte, * wer vermag zu benennen * die Vergeltungen für deine Mühen * und die Heldentaten deines Martyriums, * die Geduld und die Sanftmut, du Hehre, * die du bewiesen, als ob du fleischlich nicht wärest. * So bist du geworden zur Genossin der Engel, * zur Braut, Paraskeva, des Allherrschers * und zum Gefäß des Geiste.
Ton 6.
Ehre: Jungfrau-Martyrerin, sieggekrönte, * allgepriesene Paraskeva, * flehe, dass aus Versuchung und Trübsal * und vor dem kommenden Gerichte * errettet werden jene, * die deinen Kampf würdig feiern, * Martyrerin allbesungen.
Jetzt, Theotokion: Wer wird dich nicht selig preisen, * allheilige Jungfrau, * wer nicht besingen dein gattenloses Gebären? * Denn der zeitlos aus dem Vater hervorgestrahlt, * der einziggezeugte Sohn, * er selbst ging aus dir, der Reinen, hervor, * menschgeworden auf unsagbare Weise, * der da ist Gott der Natur nach * und der Natur nach Mensch geworden * um unsertwillen, * nicht getrennt in eine Zweiheit der Personen, * sondern geoffenbart unvermischt in der Zweiheit der Naturen. * Ihn bitte, hehre Allseligste, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Stichiren zur Stichovna
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Den Foltern reich an Schmerzen * hast du dich unterzogen * aus freiem Antrieb, Allgepriesene, kühnen Sinnes, * hast die Götzen der Hellenen zu Staub zermalmt; * denn in der Kraft des Kreuzes * hast du den Widersacher getötet, der sich rühmte, * sich einen Thron errichtet zu haben über den Sternen. * Denn er zerbarst vor deinen Füßen * wie ein Sperling, mit dem man treibt sein Spiel.
Geduldig harrte ich auf den Herrn, und er kehrte sich mir zu * und er erhörte mein Flehen.
Die Schwere des Steines * hat durch die Vorsorge Gottes * ein Engel alsbald wie Laub erwiesen, * des Feuers Brennen aber wie taubefeuchteten Wind, * wie einst den Knaben * das Erscheinen des Vierten. * Mit ihnen riefest du: Groß ist dein Erbarmen. * So verehre ich voll Freude, * Allerbarmer, deinen allbesungenen Namen.
Auf den Felsen stellte er meine Füße * und er leitet meine Schritte.
Die Reinheit des Leibes * und das Leuchten der Seele hast du erworben * und bist so erschienen allzeit ohne Tadel. * Denn ersehnt hast du den Bräutigam und beschritten * die Spur des geistigen Myron, * ehrwürdige Paraskeva, du Besungene. * Nun bitte den All-Erretter, zu erlösen * von Verschulden jene, * die im Glauben begehn dein Gedächtnis.
Ton 6.
Ehre: Kommt, ihr Enden der Erde, * einen geistlichen Reigen * lasset uns schließen * und die Jungfrau-Martyrerin Christi * wollen wir preisen und rufen: * Sei gegrüßt, Paraskeva, * du Fromme und von Gott Geehrte. * Sei gegrüßt, die du das Martyrium * wunderbar hast auf dich genommen. * Sei gegrüßt, den Martyrern Beigesellte * und Hausgenossin der Frommen. * Mit ihnen bitte * um die Rettung unserer Seelen.
Jetzt, Theotokion: Gottesgebärerin, * du bist der wahre Weinstock, * der hervorsprießen ließ die Frucht des Lebens. * Dich flehen wir an: Bitte, Gebieterin, * mit den Aposteln und allen Heiligen, * dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Tropar
Ton 1.
Deinen Eifer hast du gleichgestaltet deinem Namen * und so trägst du ihn zu Recht, * hast zum Anteil erwählt den Glauben, * der deinem Namen entspricht, siegreiche Paraskeva. * So spendest du Heilungen und bittest für unsere Seelen.
Jetzt, Theotokion: Als Gabriel zu dir sprach das «Sei gegrüßt», * da wurde Fleisch, o Jungfrau, mit dem Rufe * der Gebieter über alles in dir, der heiligen Lade, * wie es gesagt hatte der gerechte David. * Erzeigt wurdest du weiter als die Himmel, * die du hast hervorsprießen lassen deinen Schöpfer. * Ehre dem, der in dir siegte, * Ehre dem, der aus dir hervorging, * Ehre dem, der uns befreite durch dein Gebären.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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