Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 25. Juli

Entschlafen der Gerechten Anna, der Mutter des Gottesgebärerin

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Das Gedächtnis begehen wir der gerechten Ahnen Christi, * der strahlenden und heiligen Ioachim und Anna, * und verehren ohne Unterlass * den barmherzigen Herrn in mystischen Liedern, * der sie uns zum Heile hat erwiesen * als beharrliche Fürbitter.
Sie, die vormals war kinderlos und unfruchtbar, doch dann ließ ersprießen * die Erstlingsfrucht des Geschlechtes unseres Heiles, * heute ward sie hinüberversetzt * ins jenseitige Leben, wo sie Christus bittet, * dass jene die Vergebung der Sünden erlangen, * die im Glauben ihn besingen.
Das Gedächtnis der Gerechten begehn wir und besingen dich, o Christus, * der du unfassbar Anna aus dem zeitlichen Leben * in das unaufhörliche und göttliche * nun versetzt hast, sie, die Mutter jener, * die dich geboren hat samenlos, übernatürlich, * die Gottesgebärerin und Jungfrau-Mutter.
( nach: O des unfassbaren Wunders )
Sie, die lichte Feier, * der Tag hell erleuchtet, * der alle Welt in Freude versetzt, * die Entschlafung erhaben und preisenswert * der ruhmreichen Anna, * aus der jene ward geboren, die hat getragen * im Mutterschoß das Leben, die beseelte Lade, * die gefasst hat den unfassbaren Logos, * sie, die löst die Verzagtheit, * hervorbringt die Freude * und darbietet den Gläubigen * das große Erbarmen.
O des unfassbaren Wunders! * Die die Quelle des Lebens * unfassbar hat geboren, * die allein unter den Frauen gepriesene Reine, * wird aus dem vergänglichen * ins unvergängliche Leben hinüberversetzt, * die ruhmreiche Anna. * Von der Erde erhoben zur Himmelswelt * mit den Scharen sie sich erfreut * der Engel heute. * Darum wir nunmehr begehn * ihre Festesfeier.
Wir Chöre der Gläubigen * feiern heute ein glanzvolles Fest * frommen Sinnes im göttlichen Geiste * zu deiner erhabenen Entschlafung. * Denn da es ist gekommen, * lässt es uns aufstrahlen die Gnaden der Heilungen, * verbrennt die schlimmen Horden * der Geister in den Lüften * und hellt auf die Herzen jener, * die gläubig besingen, * staunenswerte Anna, * deine ehrwürdigen Hinübergang.
Ton 8. ( von Anatolios )
Jetzt, Theotokion: Ioachim und Anna, * die hervorgebracht aus unfruchtbarem Leibe * als heiligen Spross die Gottesgebärerin, * aus der das Heil, Christus Gott, der Welt ist aufgegangen, * das Paar ohne Tadel, * das heilige Zwiegespann, * sie werden versetzt in die himmlischen Zelte * zusammen mit ihrer Tochter, * der überaus reinen Jungfrau, * und sie tanzen im Reigen mit den Engeln. * Wir aber, die zusammengekommen, * besingen sie fromm und sprechen: * Da ihr seid Christi Ahnen * durch Maria, * die allreine Gottesmagd, * bittet für unsere Seelen.
Parimien
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Die Gerechten leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn, und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn; denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen, und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen, und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen, und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen, und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden; des Meeres Gewässer werden wider sie wüten, und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben, und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen, und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen.
Besser ist Weisheit als Kraft; und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an: lernet, ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet, und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen: denn von dem Herrn ward auch die Herrschaft verliehen und die Gewalt vom Allerhöchsten. (Weish 3, 1-9)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie eine Flocke, die vom Winde weggeführt wird, und wie leichter Schaum, der vom Sturm zerstreut wird, und wie die Erinnerung an einen vorübergehenden eintägigen Gast. Die Gerechten jedoch leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn, denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden, des Meeres Gewässer werden wider sie wüten und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen. Besser ist Weisheit als Kraft und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an, lernet ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen. (Weish 5, 15 - 6, 3)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Der Gerechte aber wird, sollte er auch vor der Zeit vom Tode ereilt werden, in der Erquickung sein. Denn ein ehrenvolles Alter ist nicht das hochbetagte und wird nicht nach der Zahl der Jahre bestimmt, sondern graues Haar ist für den Menschen die Einsicht und das wahre Greisenalter ein unbeflecktes Leben. Da er Gott wohlgefällig war, ward er von ihm geliebt, und da er inmitten von Sündern lebte, wurde er entrückt. Er ward hinweggenommen, damit nicht die Bosheit seinen Sinn verkehrte noch Trug seine Seele täuschte. Denn der Zauber der Verwerflichkeit verdunkelt das Gute und die unstete Begierlichkeit verkehrt auch arglosen Sinn. In kurzem vollendet, hat er viele Jahre erreicht; denn seine Seele war Gott wohlgefällig; darum eilte Er, ihn aus der Mitte der Laster hinwegzunehmen; die Völker aber sahen es, ohne zu begreifen und zu Herzen zu nehmen. Dass Gottes Gnade und Barmherzigkeit seinen Heiligen zuteil wird und gnädige Heimsuchung seinen Auserwählten. (Weish 4, 7-15)
Stichiren zur Litia
Ton 1. ( Idiomela )
Die da glänzend hat geboren * die Erstlingsfrucht unseres Heiles, * Anna, die Allerhabene, * wird heute von der Erde hinüberversetzt. * So kommt, ihr christusliebenden Festesfreunde, * lasst uns pflücken die Blumen der Lieder * und zu ihr hinaufrufen: O weise Anna, * selig dein Leib, der hat hervorgebracht * die Mutter Gottes, des Logos, * und lieblich deine Brüste, * mit denen du sie stilltest! * Denn sie selbst hat samenlos geboren * den Lebenspender, mit dem sie gewürdigt ward zu herrschen. * Dich aber hat er nun hinüberversetzt * in das göttliche Leben ohne Ende * und dich für wert gehalten, * bei seiner Mutter zu wohnen und sich mit ihr zu freuen. * So bitten wir dich, die wir im Glauben * dein Gedächtnis begehn, mit ihr zu flehen, * dass errettet werden unsere Seelen.
Ton 2.
Kommet, ihr Freunde der Jungfräulichkeit alle * und ihr Liebhaber der Reinheit, * kommet, lasst uns feiern * die erhabene Entschlafung der Anna; * denn sie hat übernatürlich geboren * des Lebens Quelle, die Gottesmagd Maria, * aus der geboren ward der Erlöser, * der erleuchtet und heiligt unsere Seelen.
Welche Gemeinde der Versammelten * stellt fromm sich ein im Heiligtum, * dem allerhabenen der Voreltern? * Stimmet heute freudig mit ein * und rufet, ihr Geschlecht der Sterblichen: * Von der Erde ward Anna zum Herrn hinüberversetzt * und sie steht bei ihm und bittet, * dass denen werde Vergebung zuteil, * die ihre Entschlafung im Glauben begehn.
Ton 5.
Kommt, ihr Gläubigen alle, * wir wollen feiern im Glanze * das Gedächtnis heute der Voreltern * Ioachim und Anna. * Denn sie haben uns hervorgebracht * Maria, die Mutter des Erretters ohne Tadel. * So wollen wir zu ihnen rufen: * Ihr heilig erwähltes Paar, * ihr Zwiegespann, heilig und von Gott selber geehrt, * bittet Christus Gott, der ist aufgegangen * aus euren Lenden, * dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Jetzt, Theotokion: O seliges Paar, ihr überragt alle Eltern, * denn ihr habt jene hervorgebracht, * die den Vorrang hat über die ganze Schöpfung. * Wahrhaft selig bist du, Ioachim, * weil du der Vater geworden bist eines solchen Kindes. * Selig ist, Anna, dein Mutterschoß, * weil er hervorgebracht hat die Mutter unseres Lebens. * Selig die Brüste, mit denen du stilltest * jene, die sollte nähren mit Milch * den Ernährer allen Odems. * Ihn flehet an, so bitten wir, ihr Allseligsten, * dass unsre Seelen Erbarmen finden.
Stichiren zur Stichovna
Ton 5. ( nach: Sei gegrüßt )
Sei gegrüßt, du geistige Schwalbe, * die uns angekündigt den Frühling der Gnade, * die makellos in Verständigkeit * geführt hat ein gutes Leben * und das Kleinod der Jungfräulichkeit * hat edel geboren, die makellose Gottesgebärerin. * Du Ehrwürdige hast getragen die Färse, * die das Lamm, das hinwegnimmt die Sünden der Welt, * den Logos, durch das Wort hat geboren, * ohne einzig zu wissen vom Manne, * o Anna, du Ahnin des Herren, * der dich hinüberversetzt hat von der Erde. * Voller Inbrunst ihn nunmehr bitte, * dass unsre Seelen erlangen das große Erbarmen.
Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn, * den Rechtschaffenen ziemt das Preislied.
Seid gegrüßt, ihr Gottgeliebten, * ausgezeichnet durch der Heiligkeit Strahlen, * ihr teures Paar, in dem zur Wirklichkeit * sich wandelten die Bilder des Gesetzes * und so wunderbar durch die göttliche Gnade, * da ihr jene, die Christus gebar, den Urheber unseres Lebens, * selbst habt hervorgebracht, Ioachim, du Gotterwählter, * und du, gotterfüllte Anna, du Allerhabene. * Ihr Leuchter, auf denen sich hat erhoben * die Lampe, die da kennt keinen Schatten, * aus euch ist gediehen die Gnade, * sie, die unversehrte Gottesgebärerin. * Mit ihr inständig flehet, * dass unsre Seelen erlangen das große Erbarmen.
Selig alle, die fürchten den Herrn, * die da wandeln auf seinen Wegen.
Sei gegrüßt, du gesegnete Erde, * die jene erblühen ließ, aus der Gott der Welt sollte sprießen. * Gesonnen hast du über Gottes Gesetz, * ohne jemals abzulassen, * und hast vorgezeichnet alle Gnade. * Den Fesseln der Unfruchtbarkeit bist du durch dein Gebären entkommen, * hast dem Tode vergolten mit seinem Verderben * und bist eingegangen in die göttliche Helligkeit. * O Anna, du Gottseligste, * du Ahnin Christi Gottes, * die den lichttragenden Leuchter, * die Gottesgebärerin, du hast getragen. * Mit ihr inständig flehe, * dass unsre Seelen erlangen das große Erbarmen.
Ton 6.
Jetzt, Theotokion: Auf, alle Schöpfung! * Lasst uns zusammenkommen * und loben unter Zymbelklang * die gottsinnende Anna, * die hervorgebracht hat den Gottesberg aus ihrem Schoße * und heut ist hinübergegangen * zu den geistigen Bergen * und zu den Wohnungen des Paradieses. * Zu ihr lasst uns rufen: * Selig dein Leib, der wahrhaft ersprießen ließ * jene, welche das Licht der Welt * ersprießen ließ im Leibe. * Und selig, die ließen erblühen jene, * welche erblühen ließ Christus, * die Nahrung unseres Lebens. * Ihn bitte, dass wir erlöst werden aus aller Trübsal * und Anfechtung des Feindes * und dass Errettung finden * unsere Seelen.
Tropar
Ton 4.
Du hast, gottsinnende Anna, im Mutterschoß getragen * die reine Gottesmutter, die getragen hat das Leben. * Darum wurdest du hinüberversetzt in Freude * in den himmlischen Anteil, wo die Wohnung ist derer, * die sich freuen in Herrlichkeit. * Denen aber, die dich ehren in Liebe, * erbittest du, Allseligste, die Vergebung der Sünden.
Kondak
Ton 2. ( nach: Nach dem, was oben ist, strebend )
Der Ahnen Christi Gedächtnis feiern wir / und erflehen gläubig ihre Hilfe, / dass alle erlöst werden von jeder Bedrängnis, die da rufen: / O Gott, sei mit uns, der du diese verherrlicht hast, // wie es dir wohlgefiel.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Wunderbar ist Gott in seinen Heiligen, // der Gott Israels.
Vers: In den Gemeinden segnet Gott, den Herrn von den Quellen Israels.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater
Gal 4, 22-31 ( Stelle lesen: Gal 4, 22-31 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Die Errettung der Gerechten ist vom Herrn, und er ist ihr Beschirmer zur Zeit der Bedrängnis.
Vers: Selig alle, die den Herrn fürchten, die da wandeln auf seinen Wegen.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Keiner aber, der eine Leuchte angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf einen Leuchter, damit die Hereinkommenden das Licht sehen. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden, und nichts geheim, was nicht erkannt werden wird und ins Offenbare kommt. Sehet also zu, wie ihr höret; denn wer hat, dem wird gegeben werden, und wer nicht hat, von dem wird, selbst was er zu haben meint, genommen werden. Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm; und sie konnten nicht mit ihm zusammenkommen wegen der Volksmenge. Und es wurde ihm berichtet, wobei man sagte: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes hören und es vollbringen. (Lk 8, 16-21)*
Kommunionvers
Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn; den Aufrichtigen geziemet Lob.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
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