Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 1. Juli

Wundertäter Uneigennützige Kosmas und Damian von Rom

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6. ( Automelon )
Ganz und gar gesetzt * auf die Himmel haben ihre Hoff-nung * und sich so einen sicheren Schatz aufgehäuft die Heiligen. * Umsonst haben sie empfangen; * umsonst auch geben sie * den Leidenden die Heilungen. * Gold und Silber haben sie dem Evangelium folgend nicht erworben. * Den Menschen wie auch dem Vieh * haben Wohltaten sie erwie-sen, * so dass sie in allem Christus gehorsam geworden, * in Freimut bitten für unsere Seelen.
Weil er vergänglich, * haben verabscheut den Stoff auf Erden * und waren Himmelsbürger als Engel im Fleische * die gleich gesinnten Kameraden, * das Zwiegespann der Heiligen * von gleicher Sitte und gleicher Seele. * Deshalb vermitteln sie allen Heilung, die leiden, * und gewähren unentgeltlich * die Wohltat den Bedürftigen. * So lasst sie uns würdig * besingen an ihren jährlichen Festen, * da sie in Freimut bitten für unsere Seelen.
Der ganzen Dreiheit * hat in sich Wohnung gewährt * die Zweiheit hochbesungen, Kosmas und Damianos, * die Gottsinnenden, die lassen fließen * aus der lebentragenden Quelle * gleich Bächen Ströme von Heilungen. * Ihre Reliquien lindern durch Berührung die Leiden. * Doch allein schon ihre Namen * vertreiben Krankheiten aus den Sterblichen. * Allen aber, die zu ihnen sich flüchten, * bewirken sie das Heil, da sie bei Christus * in Freimut bitten für unsere Seelen.
( von Anatolios )
Ehre: Grenzenlos ist der Heiligen Gnade, * die sie von Christus erworben. * Deshalb wirken auch ihre Reliquien * aus göttlicher Kraft beständig Wunder. * Und allein schon ihre Namen, * aus Glauben angerufen, * befreien von unheilbaren Schmerzen. * Durch sie befreie auch uns, o Herr, * von Leiden der Seele und des Leibes * als der Menschenliebende.
Jetzt, Theotokion: Wer wird dich nicht selig preisen, * allheilige Jungfrau, * wer nicht besingen dein wehenloses Gebären? * Denn der zeitlos aus dem Vater hervorgestrahlt, * der einziggezeugte Sohn, * er selbst ging aus dir, der Reinen hervor, * menschgeworden auf unsagbare Weise, * der da ist Gott der Natur nach * und der Natur nach Mensch geworden * um unsertwillen, * nicht getrennt eine Zweiheit der Personen, * sondern kundgetan unvermischt in der Zweiheit der Naturen. * Ihn bitte, hehre Allseligste, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Parimien
Lesung aus der Prophetie von Jesaias
So spricht der Herr: All die Völker versammeln sich, und es werden versammelt werden die Fürsten aus ihnen. Wer wird dies bei ihnen vermelden? Oder die Dinge von Anfang an, wer wird sie euch zu Gehör bringen; sie sollen herbeibringen ihre Zeugen und sie sollen gerechtfertigt werden. Sie sollen hören und sagen, was wahr ist. Ihr sollt mir Zeugen werden, und ich, Gott, der Herr, bin Zeuge, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt, dass ich bin. Vor mir war kein anderer Gott und nach mir wird keiner sein. Ich bin Gott, und keiner ist der Rettende außer mir. Ich habe angekündigt, und ich habe gerettet. Ich habe gescholten, und es war kein fremder Gott mehr bei euch. Ihr seid meine Zeugen, und ich bin Zeuge, spricht Gott, der Herr. Schon von jeher bin ich, und es gibt keinen, der meinen Händen entrissen wird. Ich werde es tun, und wer könnte es rückgängig machen? So spricht Gott, der Herr, der uns erlöst, der Heilige Israels. (Jes 43, 9-14)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Die Gerechten leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn, und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn; denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen, und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen, und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen, und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen, und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden; des Meeres Gewässer werden wider sie wüten, und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben, und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen, und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen.
Besser ist Weisheit als Kraft; und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an: lernet, ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet, und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen: denn von dem Herrn ward auch die Herrschaft verliehen und die Gewalt vom Allerhöchsten. (Weish 3, 1-9)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie eine Flocke, die vom Winde weggeführt wird, und wie leichter Schaum, der vom Sturm zerstreut wird, und wie die Erinnerung an einen vorübergehenden eintägigen Gast. Die Gerechten jedoch leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn, denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden, des Meeres Gewässer werden wider sie wüten und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen. Besser ist Weisheit als Kraft und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an, lernet ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen. (Weish 5, 15 - 6, 3)
Stichiren zur Litia
Ton 2. ( Idiomela )
Die Quelle der Heilungen * heilte einen Einzigen im Jahr. * Doch das Haus der selbstlosen Ärzte * heilt die ganze Menge der Kranken. * Denn reichlich und unentgeltlich * ist der Schatz der Heiligen. * Auf ihre Fürbitten, o Christus, * erbarme dich unser.
( von Theophanes )
In gotterfülltem Verlangen * und Sehnsucht nach dem Künftigen * seid tätig ihr gewandelt * und habt zurückgelegt die Wege des Heiles. * So habt ihr unbefleckt bewahrt * die Reinheit der Seele * und gänzlich auf das Stoffliche verzichtet. * Wie Gold geworden durch den göttlichen Geist * habt ihr, ohne Gold zu nehmen, * den Kranken Heilung beschert, * ihr heilige Zweiheit, ihr lichtstrahlendes Paar, * ihr erleuchtetes, gotterfülltes Zweigespann, * ihr auf Entgelt nicht bedachte, * die ihr uns besucht in Trübsal und Krankheit * und, ohne Lohn dafür zu nehmen, * die Krankheiten unserer Seelen heilet.
( von Germanos )
Großer Gaben gewürdigt, Allgepriesene, * seid ihr auf Erden gewandelt * in der Niedrigkeit des Lebens. * Überall seid ihr umhergezogen, * habt umsonst die Leiden der Kranken geheilt * und seid so erschienen als Genossen der Engel, * Kosmas mit Damian, dem Weisen, * ihr Brüder voll Anmut. * Auch unsere Leiden heilet * durch eure Gebete.
Es frohlockt der Chor der Heiligen * in Ewigkeit; denn das Himmelreich * haben zum Erbe sie erhalten. * Die Erde aber hat empfangen * ihre Reliquien und atmet Wohlgeruch. * Diener Christi sind sie geworden * und wohnen im ewigen Leben.
Ihr Ärzte der Schwachen und Schatzkammern der Heilungen, * ihr Heilbringer der Gläubigen, * Allgerühmte ohne Eigennutz, * heilet jene, die in Nöten schreien und sich winden in Schmerzen, * indem ihr bittet Gott, den Guten * um unsre Befreiung aus den Schlingen des Feindes.
Ton 6. ( von Andreas Pyros )
Ehre: Glanzvoll und im Lichte * ist heute aufgegangen * das Gedächtnis der Uneigennützigen Christi * und ist aufgeleuchtet in Helligkeit * durch die Strahlen der Wunder. * Kommt also, die ihr liebet das Fest, * wir wollen feiern im Glauben. * Kommt, wir wollen alle eilen * zum Schrein der Heiligen voll Verlangen, * auf dass wir reichlich erlangen * schnelle Heilung von ihnen. * Denn umsonst gewähren sie allen * durch das Wirken des Heiligen Geistes * die Gnaden der Heilungen.
Jetzt, Theotokion: Gottesgebärerin, * du bist der wahre Weinstock, * der hervorsprießen ließ die Frucht des Lebens. * Dich flehen wir an: Bitte, Gebieterin, * mit den Uneigennützigen und allen Hei¬li¬gen, * dass Erbarmen finden unsere Seelen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 1. ( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Zum Gedächtnis der selbstlosen Ärzte lasst uns alle zusammenkommen * mit lauterem Herzen und reinem Gewissen * und gemeinsam zu ihnen rufen: * Seid beide gegrüßt, ihr Heilung der Kranken, * denn ihr habt von Gott empfangen * die Vollmacht der Heilungen.
An den Heiligen auf seiner Erde, * wunderbar hat der Herr vollführt all seinen Willen an ihnen.
Die Gebote des Herrn habt ihr gut eingehalten, * habt die Seuche der Habsucht hochweise ausgerottet * und Heilung gewährt ohne Bezahlung. * So ehren wir zurecht, ihr Wundertäter * euer allehrwürdiges Entschlafen. * Bittet, dass wir Errettung finden.
Sieh, was ist schön oder was erfreulich, * wenn nicht das Zusammen wohnen von Brüdern.
Da ihr die Freiheit habt erlangt von dem alleinigen Gott, * euch zu erbarmen und zu retten, so befreiet * aus allerlei Gefahren, die euch im Glauben * besingen, ihr selbstlosen Gottesträger, * und von Leidenschaften, Gefahren und Versuchungen * der Seele zugleich und des Leibes.
Ton 6.
Ehre: Allzeit habt ihr Christus, der in euch wirkt, * ihr heiligen, selbstlosen Ärzte, * und so tut in der Welt ihr Wunder * und pfleget die Kranken. * Denn eure Heilstätte ist eine unerschöpfliche Quelle. * Schöpft man aus ihr, so sprudelt sie noch mehr, * und da sie sich verströmt, quillt sie über. * Täglich wird sie leergeschöpft * und füllt sich doch von neuem. * Allen spendet sie und nie bleibt sie aus. * Die daraus schöpfen, werden gesättigt mit Heilung, * und sie bleibt unentgeltlich. * Wie also sollen wir euch nennen? * Ärzte, die pflegen Seelen und Leiber; * Therapeuten unheilbarer Leiden, * die heilen alle ohne Entgelt, * weil sie empfangen haben Gnadengaben * von Christus, dem Erretter, * der uns gewährt das große Erbarmen.
( nach: Am dritten Tage )
Jetzt, Theotokion: Reue und Buße besitzt du nicht, * o unbußfertige Seele. * Was säumst du? Des Todes Schneide * naht heran, und das Ende * schleicht herbei einem Diebe gleich. * Zur Gottesgebärerin laufe, wirf dich nieder!
Tropar
Ton 8.
Heilige uneigennützige Ärzte und Wundertäter, * auf unsere Schwachheiten schauet. * Umsonst habt ihr empfangen; umsonst uns gebet.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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