Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 16. Juni

Tichon, Bischof von Amathus auf Zypern

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: Wie sollen wir euch nennen )
Einen engelgleichen Wandel * hast du geführt durch Enthaltsamkeit von den Lüsten * und dich so als Gottes Gefäß erwiesen. * Darum hat Gott dich zurecht erwählt, du Weiser, * zum Hohenpriester des Volkes, o Tychon, * und dich zur Säule gemacht und zur Stütze des Glaubens, * der du geweidet, Gottbegeisterter, * an den Wassern der Orthodoxie deine Herde, Hochgeheiligter.
Erfüllt mit göttlicher Einsicht * erschienest du als Hirte der geistigen Herde, * als du sie geistlich weidetest, o Allweiser, * auf der grünen Au der wahren Lehren. * Darum begehn wir nun deine heilige Feier * und verherrlichen laut den Herrn, der dich hat verherrlicht. * Bitte, gottsinnender, allglückseliger Tychon, * dass gerettet werden unsere Seelen.
Durch Wunder hat Gott dich verherrlicht, * er, der verherrlicht, o Vater, die gläubig ihn verherrlichen. * Denn zur Zeit deines erhabenen und gotterfüllten Gedächtnisses * erscheint, o Weiser, eine reif gewordene Traube. * Die Anwesenden aber besingen das Unfassbare. * Die daran Anteil nehmen im Glauben, * empfangen Heiligung und Nutzen, * indem sie Ehre nach Gebühr dir singen.
( nach: Wie sollen wir euch nennen )
Jetzt, Theotokion: Wer, der unter deinen Schutz sich flüchtet, * Gottesgebärerin, stete Jungfrau, unvermählte Allreine, * erlangt nicht rasche Befreiung von den Übeln? * Er findet dich als nie abgewiesene Helferin, * als Beschützerin und unzerstörbare Feste. * Mutter Gottes, du ganz ohne Tadel, * du Beistand der Christen, * vermittle, dass gerettet werden jene, die dich ehren.
( nach: Wie sollen wir euch nennen )
Jetzt, Stavrotheotokion: Da als Lamm das Mutterschaf erblickte * seinen Sohn angenagelt am Kreuze, * ward es verwundet vom Schwerte des Schmerzes in der Seele, * ward erschüttert im Innern, brach aus in Klagen, * und erfüllt ward es im Herzen vom Schmerze. * Weh mir, mein Sohn! So rief es aus. * Wie erleidest du dies, o Langmütiger? * Deine Langmut gegen alle, ich preise sie.
Tropar
Ton 1.
Als Bewohner der Wüste, als Engel im Leibe und als Wundertäter * hast du dich erwiesen, unser gotttragender Vater Tychon. * Durch Fasten, Wachen und Beten erlangtest du himmlische Gnadengaben * und so heilest du die Kranken und die Seelen derer, die voll Vertrauen zu dir kommen. * Ehre dem, der dir Kraft gegeben. * Ehre dem, der dich bekränzt. * Ehre dem, der durch dich allen Heilung bewirkt.
Ton 3.
Das göttliche Priestertum hast du erlangt, da man dich erwählte * auf höheren Wink hin als würdigen Verehrer der Dreiheit. * Denn du strahltest hervor durch die Zier deiner Taten * und befestigtest die Kirche durch Wunder. * Bitte Christus Gott, frommer Tychon, * dass uns werde zum Geschenke * das große Erbarmen.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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