Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 12. Juni

Frommer Vater Onuphrios

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
Vater, gottsinnender Onuphrios, * führe mich, der ich jetzt lagere * in der Wüste der Leidenschaften, * auf den geraden Weg der Tugenden, * auf den Pfad der Buße, zur Erfüllung von Gottes Willen, * zum unerschöpflichen Genuss des Schönen * durch deine Bitten, Allbesungener, * auf dass ich in Freude begehe * dein Gedächtnis.
Vater, gottsinnender Onuphrios, * du hast ertragen die Kälte der Nacht * und die Hitze des Tages, du Frommer, * in der Hoffnung auf das Künftige. * Denn die Gleider des Leibes auf Erden * hast du abgetötet und erlangt das himmlische Leben, * bist in den Hochzeitssaal eingetreten mit großer Freude * und schaust, o Heiliger, die unsagbare Schönheit * deines Schöpfers.
Vater, gottsinnender Onuphrios, * du hast dich abgesondert von irdischer Verstrickung * und wurdest emporgetragen * in die überirdische Höhe. * Du erstrebtest die Quelle selber der Güter * und erlangtest wahrhaftig das Ersehnte. * Durch dessen Strahlen entflammt entreiße uns * durch deine Bitten der Finsternis * der Sünden, o Seliger.
Ton 6.
Ehre: O frommer Vater, * über die ganze Erde ist ergangen * der Schall deiner rechten Taten, * für die du in den Himmeln hast gefunden * den Lohn deiner Mühen. * Die Schlachtreihen der Dämonen * hast du ins Verderben gestürzt, * bist beigetreten den Ordnungen der Engel, * deren Leben du nachgeahmt ohne Tadel. * Da du freien Zugang zum Herrn besitzest, * bitte inständig für unsere Seelen.
( nach: Am dritten Tage )
Jetzt, Theotokion: Großer Gnadengaben, o Reine, * Jungfrau, Mutter Gottes allein, * wardst du gewürdigt, denn im Fleisch hast du geboren * den Einen aus der Dreiheit, * Christus, den Spender des Lebens, * zur Errettung unsrer Seelen.
( nach: Am dritten Tage )
Jetzt, Stavrotheotokion: Als dich sah die Allreine * am Kreuze hängen, * da rief sie hinauf unter Tränen * nach Art einer Mutter: * Mein Sohn und mein Gott, mein süßestes Kind, * wie nur trägst du schmachvolles Leiden.
Stichiren zur Stichovna
Ton 4. ( nach: Gegeben hast du als Zeichen )
In deinem Streben nach der Seligkeit, * die das Verstehn übersteigt, * hast du gehalten, o Heiliger, * die Enthaltsamkeit für Üppigkeit, * die Armut für Reichtum, die Dürftigkeit für verschwenderischen Überfluss * und für Würde die Bescheidenheit. * Darum hast du erlangt das Erstrebte * gemäß deinem Wunsche, Onuphrios, * und wohnst in den Gezelten der Heiligen.
Kostbar ist vor dem Herrn * der Tod seines Frommen.
Den Lauf der Askese hast du vollendet, * ohne dich umzuwenden, * und bewahrt den Glauben. * So hast du auch erworben, o Vater, * den Kranz der Gerechtigkeit, den dir hat Christus bereitet, * der zuteilt nach Gebühr den Siegespreis, * der Ehren gewährt und Vergeltung für die Mühen. * Ihn bitte, vom Gottesgeist Erfüllter, * um die Rettung unserer Seelen.
Selig der Mann, der fürchtet den Herrn, * er wird großes Gefallen haben an seinen Geboten.
Alles Wohlleben hast du abgelehnt, * deinen Leib kasteit, Gottweiser, * das Empfinden herb gemacht * durch die Mühen der Enthaltsamkeit, * durch Abhärtung und Ertragen von Versuchungen, * durch Standhaftigkeit in Nöten. * Dafür ist dir zuteil geworden * Genuss ohne Ende und ewige Wonne * und unaussprechliche Freude.
Ton 8.
Ehre: Mit den Scharen der Mönche * ehren wir dich als Lehrer, Onuphrios; * denn durch dich haben wir gelernt, * den wahrhaft geraden Weg zu gehn. * Selig bist du, der du Christus gedient * und über die Gewalt des Feindes hast triumphiert, * du Gefährte der Engel, * du Hausgenosse der Frommen und Gerechten. * Mit ihnen bitte den Herrn, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Jetzt, Theotokion: Nimm an die Bitten deiner Diener * und rette uns, Gebieterin, * aus aller Not und Trübsal.
Tropar
Ton 1.
Als Bewohner der Wüste, als Engel im Leibe und als Wundertäter * hast du dich erwiesen, unser gotttragender Vater Onuphrios. * Durch Fasten, Wachen und Beten erlangtest du himmlische Gnadengaben * und so heilest du die Kranken und die Seelen derer, die voll Vertrauen zu dir kommen. * Ehre dem, der dir Kraft gegeben. * Ehre dem, der dich bekränzt. * Ehre dem, der durch dich allen Heilung bewirkt.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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