Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 15. Mai

Frommer Vater Pachomios der Große

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6. ( nach: Ganz und gar gesetzt )
All dein Trachten * hast du auf Gott gerichtet, * das weltliche Wohlleben verlassen, weil es nicht bleibt, * und Christus, Allweiser, * dich selber anheim gestellt, * ganz und gar durch die Askese * gereinigt und hast geleistet * festen Widerstand, Pachomios, * gegen den Zündstoff der Leidenschaften, * hast dich im Geiste * dem Martyrium, Gottsinnender, unterzogen * und so den unverwelklichen Kranz empfangen als Sieger.
Dir ward es nun vergönnt, * der du von der tätigen Schau * den dichten Vorhang des Leibes hast getrennt und die Leidenschaftlichkeit * des Fleisches hast gebrochen, * mit Gott vereint zu werden, * von dort her erglänzend * durch Strahlen, Gnadengaben und gottgewirktes Leuchten, * vergöttlicht durch seine Offenbarungen * und durch Erhöhungen zum Besseren. * Und nun, du Gottesträger, * zum Seligen geworden, bitte * Christus in Freimut für unsere Seelen.
Aller Sinnlichkeit * enthoben, hast du rein dem Gebieter * dich zugewandt, Allgeehrter, dem Fleische fern, * hast durch höhere Einsicht * die Leidenschaften bezwungen * und das Rasen der Dämonen * dir unterworfen, Pachomios, und niedergetreten. * Nun aber, da du wohnest * in den himmlischen Gezelten, * sei eingedenk aller, die ehren * dein Gedächtnis, allglückseliger Vater, * in Freimut, da du stehest bei Christus.
Ton 4.
Ehre: Als Lilie hat dich aufblühen lassen die Wüste, * die alle erfüllt mit Wohlgeruch, o Vater, * durch die šbung der Tugenden * und zugleich lieblich ist und ergötzlich * durch die Weisheit aus der Schau. * Durch den Ruhm der Vollkommenheit * hast du empfangen das bessere Los. * Durch dein Denken und Leben * wie durch die Werke und den Glauben * hast du Christus Gott wohlgefallen. * Ihn flehe an, gotterwählter Pachomios, * dass auch wir sein Wohlgefallen finden * und mit dir erlangen den Anteil oben.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8.
Ehre: Mit den Scharen der Mönche * ehren wir dich als Lehrer, Pachomios; * denn durch dich haben wir gelernt, * den wahrhaft geraden Weg zu gehn. * Selig bist du, der du Christus gedient * und über die Gewalt des Feindes hast triumphiert, * du Gefährte der Engel, * du Hausgesnosse der Frommen und Gerechten. * Mit ihnen bitte den Herrn, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Tropar
Ton 5.
Als Herdentreiber des Erzhirten hast du dich erwiesen, * da du den Herden der Mönche, Vater Pachomios, * den Weg hast gewiesen zur himmlischen Hürde. * Und selber von dort eingeweiht durch Askese in die geziemende Haltung, * hast du in dieser wiederum unterwiesen. * Nun aber jubelst du mit ihnen * und tanzest im Reigen in den himmlischen Zelten.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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