Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 18. April

Frommer Vater Ioannes, Schüler des Hl. Gregorios des Dekapoliten

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6. ( nach: Ganz und gar gesetzt )
Des Leibes Begierden * und der Leidenschaften Tyrannei so bitter * hast du, Frommer, zurückgewiesen, von Gottesfurcht geleitet, * hast Gott gefallen, * weil in der Schönheit der Tugenden * du aufblühen ließest dein Herz. * Und so wohnst du nun in den Reihen der Frommen, * entsprechend deinem Verlangen, * hast, o Vater, gefunden die Ruhe. * Unser zu gedenken * höre nicht auf, da wir begehen * dein Gedächtnis voll Vertrauen, frommer Ioannes.
Eifrig hast du gesucht * Gott mit festem Herzen * durch heilige Mühen beflügelt und durch Hinneigungen, Gottbegeisterter * ihm ergeben * ganz und gar zu aller Zeit. * Dabei besaßest du als Helfer * und Ansporner durch Zuruf und Taten * Grigorios, der durch Zeichen * erglänzte und durch Wunder. * Durch seine Feuerstrahlen * erleuchtet, durchschrittest du ohne Schaden, o Seliger * den Sturm dieses schwachen Leibes.
Fromm hast du gelebt, * dich nicht bekümmert um die Sorgen * des Lebens und dich geschmückt, o Frommer, mit erhabenen Taten. * So trugst du das Feuer, * das unstoffliche, im Herzen, * hieltest aus in der Ruhe, * ganze Nächte hingegeben dem Gebet und Wachen. * Von Grund auf wurdest du gereinigt * und erwiesen als gottähnlich. * Darum hast du nach den Mühen * die Wonne ohne Leiden erlangt * und erbittest denen, die dich ehren, göttliche Freude.
( nach: Ganz und gar gesetzt )
Jetzt, Theotokion: Unbefleckte tadellos, * allheilige Mutter Gottes, * stete Jungfrau, Gottesgebärerin, wie soll ich dich besingen, Gebieterin, * du Behausung Gottes, * ich, der da durch Flecken * an Seele und Sinn ist entstellt. * Wie sollte ich verkünden die Größe deiner Wunder, * die Gnade, das Erbarmen, * das du mir ausgegossen zu jeder Zeit? * Erschauernd fall ich nieder * und rufe dir fromm das 'Sei gegrüßt', * der Gläubigen Trost, die da rufen zu dir.
( nach: Ganz und gar gesetzt )
Jetzt, Stavrotheotokion: Das freiwillige Leiden * des Leidlosen erblickte * die makellose Reine, wehklagte als Mutter und rief: * O schreckliches Schauspiel! * Der alles hat geschaffen, * was sichtbar ist und unsichtbar, * der Herr der Herrlichkeit und vorewige König, * wie wird er ungerecht verurteilt * und unter die Übeltäter gezählt? * Ihr Berge und ihr Täler, * lasst bittere Tränen mir fließen * und als Vereinsamte beklagt, die hat den Schöpfer geborn!
Tropar
Ton 8.
In dir, o Vater, wurde die Ebenbildlichkeit sorgsam bewahrt. * Du nahmst das Kreuz und folgtest Christus nach. * Durch dein Tun hast du gelehrt, das Fleisch nicht zu beachten, denn es vergeht, * sich vielmehr der Seele zu widmen, der unsterblichen Schöpfung. * So freut sich dein Geist mit den Engeln, frommer Ioannes.
Kondak
Ton 4. ( nach: O der du freiwillig erhöht wardst )
Mit Enthaltsamkeit hast du, Vater, das Leben geschmückt / und das Fleisch abgetötet; / deshalb hast du auch die feindlichen Hinterhalte besiegt, Allseliger, / und bist zu Gott hinübergegangen ins bedrängnislose und ewige Leben, / als würdiger Erbe, Johannes. / Bei ihm lege Fürbitte ein, // dass wir errettet werden.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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