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Orthodoxe Gottesdienste
Orthodoxe Gottesdienste

Triodion. 5. Woche der Großen Fastenzeit. Donnerstag.

Stehen der Maria von Ägypten

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8.
Vers: Die Sünder werden fallen in ihr eigenes Netz; ich aber bin für mich allein, bis ich vorübergehe.
Ton 8: Unter die Räuber meiner Gedanken / bin ich Armseliger gefallen, / ausgeplündert im Sinne / und schrecklich geschlagen, / bin verwundet worden in meiner ganzen Seele; / und so liege ich bar der Tugenden / am Wege des Lebens. / Ein Priester sieht mich, wie ich mich quäle / an meiner Schwäre. / Doch er schaut nicht auf mich, / sondern sieht über mich hinweg, / da er für unheilbar mich hält. / Ein Levit hinwieder kann nicht ertragen / den seelenverderbenden Schmerz, / und auch er schaut auf mich herab / und geht an mir vorüber. / Du aber, o Christus Gott, / dem es gefallen, Fleisch zu werden / nicht aus Samaria, sondern aus Maria, / gewähre mir die Heilung // und gieße über mir aus dein großes Erbarmen.
Vers: Mit meiner Stimme schrie ich zum Herrn, mit meiner Stimme flehte ich zum Herrn.
Unter die Räuber meiner Gedanken / bin ich Armseliger gefallen, / ausgeplündert im Sinne / und schrecklich geschlagen, / bin verwundet worden in meiner ganzen Seele; / und so liege ich bar der Tugenden / am Wege des Lebens. / Ein Priester sieht mich, wie ich mich quäle / an meiner Schwäre. / Doch er schaut nicht auf mich, / sondern sieht über mich hinweg, / da er für unheilbar mich hält. / Ein Levit hinwieder kann nicht ertragen / den seelenverderbenden Schmerz, / und auch er schaut auf mich herab / und geht an mir vorüber. / Du aber, o Christus Gott, / dem es gefallen, Fleisch zu werden / nicht aus Samaria, sondern aus Maria, / gewähre mir die Heilung // und gieße über mir aus dein großes Erbarmen
Vers: Ich werde vor Ihm mein Flehen ausgießen, meine Bedrängnis vor Ihm kundtun.
Gibt es einen Ruhm, gibt es ein Lob, so gebührt es den Heiligen. / Denn sie beugten die Nacken den Schwertern / um deinetwillen, / der gebeugt hat die Himmel / und ist herabgestiegen. / Sie vergossen ihr Blut um deinetwillen, / der sich selbst hat entäußert / und Knechtsgestalt angenommen. / Sie erniedrigten sich selbst bis zum Tode / und ahmten deine Armut nach. / Auf ihre Bitten, o Gott, / nach der Fülle deiner Erbarmungen // erbarme dich unser.
Vers: Während mein Geist aus mir schwand, kanntest doch Du meine Pfade.
Andere Stichiren des Herrn Joseph, Ton 8. Nach: O Herr.
O Herr, / du hast dẹine heiligen Jünger / als geistige Himmel erzeigt. / Durch ihre hẹiligen Vermittlungen / löse mich von den Übeln der Erde / und durch Enthaltsamkeit enthebe / allzeit mein Sinnen / der Neigung zu den Leidenschaften // als der Barmherzige und Menschen¬liebende.
Vers: Auf eben dem Weg, den ich wandelte, haben sie mir eine Schlinge verborgen.
Da wir haben / alle dịe Zeit des Fastens / als Gehilfin der göttlichen Gnade, / lasst uns wẹinen aus ganzem Herzen / und rufen zum Erretter: / Rette, vielbarmherziger Herr, / um deiner Jünger willen jene, / die in Furcht dich besingen, // als der Barmherzige und Menschenliebende.
Andere Stichiren des Herrn Theodor, im selben Ton.
Vers: Aufmerksam schaute ich zur Rechten und blickte hin, doch keinen gab es, der mich wahrnahm.
Apostel, allgepriesene, / ihr Fürbitter der Welt, / ihr Ärzte der Schwachen, / der Gesundheit Wächter, / von beiden Seiten beschützet uns, / da wir die Zeit des Fastens durcheilen, / Frieden halten gotterfüllt untereinander / und den Sinn bewahren / unbelästigt von den Leidenschaften, / damit ein Lied wir alle singen // Christus, der aufersteht als Sieger.
24 Verse des Großen Kanons nach dem Alphabet. Dichtung des Herrn Andreas von Kreta. Ton 4.
Vers: Mir blieb kein Entrinnen, und keinen gibt es, der meine Seele sucht.
Mein ganzes Leben / habe ich mit Huren und Zöllnern vertan; / kann ich wohl bereuen, wenn auch erst im Alter, / was ich gesündigt? / Du Bildner von allem / und Spender des Erbarmens, / bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Zu jedem Vers machen wir 3 Verbeugungen.
Vers: Ich schrie zu Dir, Herr, ich sagte: "Du bist meine Hoffnung, mein Anteil im Lande der Lebenden."
Beschwert bin ich vom Gewichte des Leichtsinns, / wälze mich im Schmutze, / bin durchbohrt vom Pfeile des Beliar / und beflecke meine Ebenbildlichkeit. / Du, der Sorglosen Bekehrer / und der Gestrauchelten Erlöser, / bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Merke auf mein Flehen; denn erniedrigt ward ich gar sehr.
Zum Anstoß bin den Menschen ich geworden, / habe gezogen Erdenfrüchte als Erdgeborener. / Ich habe gelebt in ehelicher Gemeinschaft nach deiner Vorschrift, / doch sie übertreten und mein Lager befleckt. / Der du aus Erde mich geformt, / verachte nicht dein Gebilde. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Erlöse mich von denen, die mich verfolgen; denn zu stark sind sie mir geworden.
Zum Henker meiner Seele bin ich geworden, / da um mein Fleisch ich Sorge trug. / Den Dämonen bin ich preisgegeben als Spielzeug, / Abwegigkeiten fröne ich und Lüsten. / Verschone mich in deiner Barmherzigkeit, / der du in die Flucht schlägst die Dämonen. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Führe meine Seele heraus aus dem Gefängnis, auf dass ich Deinen Namen bekenne.
Freiwillig hab ich gesündigt mehr als alle. / Deshalb bin ich verlassen. / Ich habe zum Widersacher meine Seele, / das Trachten des Fleisches, und es macht mich dunkel. / Du Erleuchtung derer im Finstern / und Wegführer derer im Irrtum, / bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Ton 4.
Leben wird, sprach der Prophet, meine Seele, o Herr, / und sie wird dich lobpreisen. / So suche mich, das Schaf, das ist in die Irre gegangen, / und zähle mich bei deiner Herde. / Gib mir Gelegenheit zur Umkehr, / auf dass ich unter Seufzen zu dir rufe: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Gesündigt hab ich, ja gesündigt, / deine Gebote, Christus Gott, missachtet. / Sei mir gnädig, du Wohltäter, / auf dass ich sehe / mit den Augen des Innern, / fliehe die Finsternis und rufe in Furcht: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Es umgaben mich wilde Tiere. / So entreiße mich ihnen, o Gebieter. / Denn du willst, dass alle werden gerettet / und gelangen zur Erkenntnis der Wahrheit. / Rette alle Menschen als der Schöpfer / und mit ihnen allen auch mich. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Werde mir zur Heilung, / du Wohltäter und Erlöser, / mein Erretter, verstoße mich nicht. / Schau, wie ich daliege in Sünden, / und richte mich auf als der Allmächtige, / damit auch ich bekenne meine Taten und zu dir rufe: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Verborgen hab ich das Talent, das du mir hattest gegeben, / hab es wie der unverständige Knecht vergraben in der Erde, / und so wurde ich verurteilt, weil ich zu nichts bin zu gebrauchen, / und wage nicht mehr, an dich eine Bitte zu richten. / Doch als der Langmütige erbarme dich meiner, / auf dass auch ich laut rufe: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Den Sumpf der Leidenschaften hast du trockengelegt / bei dem blutflüssigen Weibe / durch die Berührung deines Saumes. / Ich werde Verzeihung der Sünden erlangen, wenn ich zu dir komme / mit einem Glauben, den kein Zweifel erschüttert. / Nimm auch mich an wie jene und heile meinen Schmerz. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Du wirst dich niederlassen auf dem Throne, / der du durch das Wort hast geschaffen / den Himmel und die Erde. / Wir aber werden alle herantreten / und dir bekennen unsere Sünden. / Vor jenem Tage nimm in Umkehr mich auf. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Neig dich mir zu mit barmherzigem Blicke / und sei mir gnädig, einziger Erretter. / Schenke Ströme von Heilungen / meiner elenden und unglücklichen Seele. / Wische ab den Schmutz meiner Taten, / auf dass ich singe: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Schwerter stellte Beliar bereit, / da er danach trachtete, / meine gebeugte Seele wie ein Tier zu erjagen. / Entfremdet hat er mich der Erleuchtung / der Erkenntnis, Barmherziger, deines Angesichts. / Du Gewaltiger in Kraft, entreiße mich seinen Waffen. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Zu dir habe ich erhoben meine Augen, der du wohnest im Himmel. Siehe, wie die Augen von Knechten auf die Hände ihrer Herren, wie die Augen einer Magd auf die Hände ihrer Herrin, also sind unsere Augen gerichtet auf den Herrn, unseren Gott, bis er Mitleid mit uns übt.
Ganz versklavt bin ich von den Leidenschaften, / habe missachtet das Gesetz und die göttlichen Schriften. / Heile mich gänzlich, du Wohltäter, der du mir gleich geworden, / o Guter, um meinetwillen. / Kehre mich um, Barmherziger, / der Leidenschaften Besieger. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Erbarme dich unser, Herr, erbarme dich unser; denn reichlich angefüllt sind wir von Verachtung, mehr noch angefüllt ist unsere Seele. Die Schmach den Strotzenden, und die Verachtung den Stolzen.
Die Dirne benetzte mit Tränen / deine unbefleckten und edlen Füße / und ermuntert so alle, herbeizueilen / und Befreiung von ihren Vergehen zu empfangen. / Gewähre auch mir ihren Glauben, / auf dass ich, Erretter, zu dir rufe: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Zu den übrigen singen wir:
Vers: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Reinige vom Schmutz meine Seele, / der du um meinetwillen arm und ein Kind warst im Fleische. / Sende herab mir Schwachen und Zerschlagenen / einen Tropfen deines Erbarmens, o Christus. / Wasche vom Schmutze / und heile mich Schwachen. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Festige, Gebieter, meine Seele, / dass zu dir sie eile und immer dir diene. / Denn du bist mein Schutz und mein Hüter, / mein Beistand und meine Hilfe. / Würdige mich, Gott, o Logos, / in Freimut zu rufen: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Sei uns eine unzerstörbare Mauer, / Jesus, Erretter und barmherziger Gott. / Denn durch trügerische Haltungen und Taten / sind wir zusammengebrochen. / So richte auf, Wohltäter, das Gebilde / und lass, Barmherziger, dich versöhnen. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Zum ausschweifenden Sohn bin ich geworden, / habe den Reichtum verschwendet, und nun verschmachte ich vor Hunger. / Ich flüchte mich unter deinen Schutz. / Nimm mich, guter Vater, an wie jenen, / und gib mir einen Platz am Tische. / Mach mich würdig, zu dir zu rufen: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Aus Neid warf hinaus aus dem Paradiese / der Unheilstifter den Erstgebildeten. / Da er aber spricht am Holze das "Gedenke meiner!", / erhält der Räuber das Paradies zurück. / So rufe ich in Glauben und Furcht / das "Gedenke meiner!". / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Strecke mir die Hand entgegen wie dem Petrus / und führe mich, o Gott, herauf aus der Tiefe. / Gewähre mir Gnade und Erbarmen / auf die Fürbitte der ganz makellosen Mutter, / die dich hat samenlos geboren, / und aller deiner Heiligen. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Vers: Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Nimm mich an, der ich täglich singe: / O du Lamm Gottes, / das hinweg nimmt meine Sünde. / Meine Seele und meinen Leib, / ich leg sie ganz in deine Hände. / Bei Tag und Nacht ruf ich als Schuldner zu dir: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Ehre: O deiner unsagbaren Barmherzigkeit, / du übergütiger Herr voll Langmut! / O Sündeloser und Erbarmer, / verstoß mich nicht von deinem Angesicht, / auf dass auch ich in Dankbarkeit / mich freue, singe und zu dir rufe: / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Jetzt, Theotokion: O des unsagbaren Herabstiegs! / O unerhörte Geburt über-wunderbar! / O wie trägt die Jungfrau als Kindlein auf ihren Armen / dich, den Schöpfer und Gott, / der du, o Wohltäter, geruhtest, / aus ihr Fleisch anzunehmen. / Bevor am Ende ich verderbe, // o Herr, mir Rettung doch gewähre.
Parimien
Lesung aus dem Buch Genesis
Nachdem Abram in sein neunundneunzigstes Jahr getreten war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, wandle vor mir und sei vollkommen. Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir errichten, und will dir überaus zahlreiche Nachkommen geben. Da fiel Abram nieder auf sein Angesicht. Und Gott sprach zu ihm: Ich bin es, und mein Bund ist mir dir, und du sollst der Stammvater vieler Völker werden. Fortan sollst du nicht Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich zum Stammvater vieler Völker bestimmt. Und ich will machen, dass deine Nachkommen sich mehren über die Maßen und zu Völkern anwachsen, und Könige sollen von dir abstammen. Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir aufrichten und zwischen deinen Nachkommen nach dir in ihren Geschlechtern, als einen ewigen Bund, dass ich dein Gott sei und deiner Nachkommen nach dir. Und ich will dir und deinen Nachkommen das Land, in dem du als Fremdling weilst, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitze geben, und ich will ihr Gott sein. Und Gott sprach abermals zu Abraham: So halte also auch du meinen Bund, du und deine Nachkommen nach dir in ihren Geschlechtern. (Gen 17, 1-9)
Lesung aus dem Buch der Sprüche
Ein weiser Sohn erfreut den Vater, doch ein unvernünftiger Sohn verhöhnt seine Mutter. Die Pfade eines Törichten ermangeln der Überlegungen, doch ein verständiger Mann geht geradeaus. Es schieben Entschlüsse auf, die eine Beratung nicht schätzen, in den Herzen derer aber, die mit sich zu Rate gehen, hat ein Rat Bestand. Diesem will der Schlechte nicht Folge leisten, und er sagt nichts Passendes und Schönes in der Öffentlichkeit. Wege des Lebens sind Gedanken eines Verständigen, so dass der Ausgeglittene aus dem Hades gerettet wird. Die Häuser Überheblicher reißt der Herr nieder, doch die Umzäunung der Witwe befestigt er. Ein Gräuel ist dem Herrn ein ungerechter Gedanke, und Worte der Unkundigen sind anmaßend. Ins Verderben stürzt sich der Bestechliche, doch wer Geschenke der Hasser annimmt, rettet sich. Durch Barmherzigkeit und Glauben werden die Sünder gereinigt, und durch die Furcht des Herrn wendet sich jeder ab vom Bösen. Die Herzen der Gerechten sinnen Treue, der Mund der Gottlosen aber antwortet Böses. Angenehm vor dem Herrn sind die Wege gerechter Männer, denn durch sie werden auch die Feinde Freunde. Weit entfernt ist Gott den Gottlosen, doch Bitten der Gerechten erhört er. Besser geringe Einkünfte in Gerechtigkeit als viele Kinder in Ungerechtigkeit. Eines Mannes Herz erwägt Gerechtes, auf dass er seine Schritte vor Gott berichtigt. Gut ist das Auge der Zeugen, es erfreut die Herzen, und treffliche Rede beglückt das Gebein. Wer Zucht verweigert, schadet sich, doch wer auf Prüfungen Acht hat, liebt seine Seele. Die Furcht des Herrn ist Zucht und Weisheit, und der Anfang der Ehre wird von ihr ausgehen.
Alle Wege des Demütigen sind offenbar vor Gott, doch die Gottlosen werden vernichtet werden am schlimmen Tag. Ein Unreiner ist vor Gott jeder Hochmütige, und wer ungerecht gegen eine Hand die Hände erhoben hat, bleibt nicht ungestraft. Der Anfang des guten Weges ist das Tun von Gerechtem, und angenehm ist vor Gott um so eher das Darbringen von Opfern. Wer den Herrn sucht, wird die Erkenntnis zugleich mit der Gerechtigkeit erlangen, und die ihn aufrichtig suchen, werden Frieden finden. In Gerechtigkeit sind alle Werke des Herrn, doch der Gottlose wird aufgehoben für den schlimmen Tag. (Spr 15, 20-34;16, 3-9)
Ode 1
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Die Trioden werden von einem Leser gelesen.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Gib du mir aus heiliger, himmlischer Sorge die lichtschimmernde Gnade, das Dunkel der Leidenschaften zu fliehen und freudig deines Lebens, Maria, frohe Dinge zu besingen im Lied.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Du beugtest dich unter Christi Gottesgebote, tratest hin zu ihm, verließest der Leidenschaften unaufhaltsame Triebe, und alle Tugenden hast du wie eine einzige ganz gottesfürchtig vollbracht.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Auf deine Bitten, Andreas, bewahre uns vor den schändlichen Lüsten und lasse, wir bitten, des Reiches Christi jetzt uns teilhaft werden, uns, die in Glaube und Liebe, Herrlicher, dich besingen in Hymnen.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: O Dreiheit, überwesentlich, in der Einheit verehrt, nimm fort von mir die Kettenlast der Sünde. Und gib mir in deiner Güte der Reue Tränen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Theotokion: Gottesmutter, du Hoffnung und Hilfe derer, die dich in Hymnen besingen, nimm fort von mir die Kettenlast der Sünde und, heilige Herrin, nimm mich, den Reuigen, auf.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Der Refrain wird vom Chor in einer Bußmelodie gesungen. Der Große Kanon sowie die Tropare zur Hl. Maria und zum Hl. Andreas werden vom Vorsteher in der Mitte der Kirche reumütig gelesen. Die Trioden liest ein Leser.
Die Satzung schreibt vor, nach jedem Tropar des Kanons drei große Verbeugungen zu machen. In der Praxis wird meist nur eine kleine Verbeugung gemacht.
Irmos: Als Helfer, Beschützer ward mir zum Heile dieser mein Gott, — darum will ich ihn preisen — , der Gott meines Vaters, — ich will ihn erheben — Denn herrlich ist er verherrlicht. (Zweimal)
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Womit soll ich beginnen, wenn ich meines armen Lebens Werke beweine? Welchen Anfang, Christus, soll ich dem gegenwärtigen Klagegesang geben? Wohlan, so schenk mir in deinem Erbarmen Verzeihung der Sünden.
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner. Der Refrain wird vor jedem Vers gesungen.
Wohlan, arme Seele, samt deinem Fleische preise den Bildner aller, und enthalte dich in Zukunft der früheren Verachtung, und bringe Gott in Reue Tränen dar.
Dem ersten Menschen, Adam, hab ich nachgestrebt durch Übertretung und ich erkannte, dass ich nackt war Gottes und des ewigen Reiches der Wonne ob meiner Sünden.
O weh, arme Seele, warum wardst du der ersten Eva ähnlich? Bös war dein Blick, und bitter wardst du betört. Nach dem Baum hast du gelangt, keck hast du gekostet die sündige Frucht.
Statt der sinnlichen Eva ist mir die geistige Eva erstanden: der leidenschaftliche Trieb im Fleisch, der lehrt die süße Lust und immer kostet den bitteren Trank?
Mit Recht ward aus Eden Adam verbannt, da er dein einziges Gebot, o Heiland, nicht hielt. Was muss ich erst erleiden, der ich stets deine Leben bringenden Worte verworfen habe?
Kains Blutschuld hab ich auf mich genommen durch eigene Wahl, bin zum Mörder der armen Seele geworden durch ein fleischliches Leben, hab wider sie gekämpft durch schlimme Taten.
Abel ward ich, Jesus, an Gerechtigkeit nicht ähnlich. Nie hab ich jemals wohlgefällige Geschenke dir gebracht, nicht heilige Werke, nicht ein reines Opfer, nicht ein Leben ohne Fehl.
Wie Kain, so haben, arme Seele, auch wir dem Schöpfer aller der Werke Schmutz, ein tadelnswürdig Opfer und ein unnütz Leben in gleicher Weise dargebracht. Darum auch wurden wir verdammt.
Den Lehm, o Töpfer, hast du zum Lebewesen geformt, du senktest in mich ein Fleisch und Gebein und Geist und Leben. Wohlan, mein Bildner, mein Heiland und mein Richter, nimm mich, den Reuigen, auf.
Dir, Heiland, will ich die Sünden bekennen, die ich tat, meiner Seele, meines Körpers Wunden, die mir drinnen die blutbefleckten Pläne wie Räuber hinterließen.
Hab ich auch gesündigt, Heiland, so weiß ich doch: du bist der Menschenfreund. Du schlägst aus Liebe, und heiß ist dein Erbarmen. Du siehst den Weinenden, läufst auf ihn zu, o Vater, rufst den Verlorenen zurück.
Von Jugend auf, Heiland, hab ich deine Satzung verachtet. Mein ganzes Leben hab ich in Leidenschaften, sorglos, leichten Sinnes vertan. Darum rufe ich, Heiland, zu dir: Auch wenn erst am Ende, Rettung mir sende.
Verstoßen, Heiland, liege ich vor deinen Toren. Auch wenn im Alter erst, verstoß mich nicht in des Hades Leere. Nein, vor dem Ende, Menschenfreund, verleihe mir der Vergehen Vergebung.
Der Seele Reichtum hab ich durch ein liederliches Leben verzehrt und ich bin ausgeleert von heiliger Tugend. Hungernd rufe ich: Vater der Huld, gnädig erbarme dich meiner.
Unter die Räuber meiner Gedanken bin ich gefallen. Ganz bin ich jetzt von ihren Wunden bedeckt, ganz voller Striemen. Wohlan, tritt du zu mir her. Sei, Christus, Heiland, mein Arzt.
Ein Priester sah mich und ging vorüber an mir. Und der Levit, er sah mich im Elend und hat mich Nackten verachtet. Doch du, aus Maria Geborener, tritt zu mir her, sei, Jesus, mein Arzt.
Lamm Gottes, das die Sünden aller wegnimmt, nimm fort von mir die Kettenlast der Sünden, und gib mir in deiner Güte Nachlass der Sünden.
Vor dir, o Jesus, knie ich hin. Dir hab ich gesündigt, vergib mir. Nimm fort von mir die Kettenlast der Sünden. In deiner Güte, Gott, nimm mich, den Reuigen, auf.
Nicht geh mit mir ins Gericht, vorführend meine Pflichten, nachspürend den Worten, strafend die Triebe. Nein, in deiner Liebe hab nicht auf meine Sünden acht. Rette mich. Denn alles steht in deiner Macht.
Es ist Zeit zur Reue. Ich komm zu dir, mein Bildner. Nimm fort von mir die Kettenlast der Sünden. Und gib mir in deiner Güte Nachlass der Sünden.
Verschmäh mich nicht, Heiland, stoß mich nicht fort von deinem Angesicht. Nimm fort von mir die Kettenlast der Sünden und gib mir in deiner Güte Nachlass der Sünden.
Meine freiwilligen, Heiland, und unfreiwilligen Sünden, die bekannten und geheimen, die erkannten und unerkannten, alle verzeihe mir, Gott, hab Mitleid, sei mein Erretter.
Ode 3
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Der Wellenschlag, die Wogenberge der Sünden schließen, Mutter, mich ein. Wohlan denn, errette mich jetzt und führe mich in der Reue heiligen Hafen.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Eine flehende Bitte trag, Selige, jetzt durch deine Fürbittgebete zur erbarmenden Gottesgebärerin, und öffne mir den Zugang zu Gott.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Durch deine Bitten gewähre auch mir die Tilgung der Schulden, Andreas, Bischof von Kreta. Denn du bist der Reue bester Erwecker.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Einfache Einheit, unerschaffene, anfangslose Natur, in der Personen Dreiheit in Hymnen besungen, errette uns, die gläubig ehren deine Macht.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Theotokion: Den Sohn, der vor den Äonen aus dem Vater gezeugt ward, hast du, Gottesgebärerin, in der Zeit ohne Hilfe des Mannes geboren. Ein neues Wunder. Jungfrau bliebst du und nährtest dein Kind.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Irmos: An deiner Satzung unerschütterlichem Felsen mach, Christus, deine Kirche stark. (Einmal)
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Feuer vom Herrn, o Seele, ließ der Herr einst regnen. So hat er einstmals Sodoms Land verbrannt.
Auf dem Berge suche Rettung, Seele, wie einst Lot. Hinauf nach Segor rette dich.
Fliehe, Seele, den Brand. Flieh Sodoms Feuersglut. Flieh das Verderben göttlicher Flammen.
Ich allein hab wider dich gesündigt, gesündigt mehr als alle. Christus, Heiland, verachte mich nicht.
Du bist der gute Hirte. Such mich, das Schäflein. Verachte mich nicht, der sich verirrte.
Du bist, Jesus, der süße, du bist mein Bildner. In dir, o Heiland, werde ich gerichtet.
Dir bekenne ich’s, Heiland. Maßlos hab ich gesündigt an dir. Sprich frei mich, verzeih mir, Erbarmer.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, ehre Dir.
Triadikon: O Dreiheit, Einheit, o Gott. Errette uns vor der Lüge, vor Gefahren und Nöten.
Allheilige Gottesgebärerin, rette uns.
Theotokion: Sei gegrüßt, du gottaufnehmender Schoß. Sei gegrüßt, Thron des Herrn. Sei gegrüßt, die unseres Lebens Mutter du bist.
Irmos: Mach fest, o Herr, mein Herz, das schwankende, am Felsen deiner Satzung. Denn du allein bist heilig, du allein der Herr. (Einmal)
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Den Quell des Lebens besitze ich in dir, dem Todesüberwinder, und aus meinem Herzen ruf ich zu dir vor dem Ende: ich habe gesündigt, vergib mir, Rettung mir sende.
Gesündigt habe ich, Herr, dir gesündigt, o verzeih mir. Denn keiner hat je unter Menschen also gesündigt, dass ich ihn nicht übertreffe durch meine Niederlage.
Die zu Noes Zeit zügellos lebten, ahmte ich nach, Heiland, und erlöste ihre Strafe in der Flut des Ertrinkens.
Nachgeahmt, Seele, hast du jenen Rabensohn Cham und hast nicht, deines Nächsten Schmach zu verhüllen, abgewandten Gesichtes dich weggekehrt.
Wie Lot entfliehe, meine Seele, dem Brand der Sünde. Entfliehe Sodom und Gomorrha, flüchte vor der Flamme jedes unvernünftigen Verlangens.
Erbarme dich, Herr, erbarm dich meiner, ruf ich hinauf zu dir, wenn du kommen wirst mit deinen Engeln, zu zahlen allen nach ihrer Werke Gebühr.
Sems Segen erlöstest du nicht, Seele, du arme, kein weites Gebiet erhieltest du wie Japhet im Lande der Freiheit.
Verlass das Land Haran der Sünde, o Seele, und komm in das Land, das strömt von des ewigen Lebens Unvergänglichkeit, wie Abraham einst es erlöste.
Von Abraham hast du gehört, meine Seele, der sein Vaterland einst verließ und ein Fremdling ward. Ahm nach seine Wahl?
Im Haine von Mambre hat der Patriarch die Engel bewirtet. Und gegen sein Ende erhielt er den Lohn der Verheißung.
Von Isaak, meine Seele, du arme, hast du gehört, wie er ein neues Opfer, ein mystisches Fruchtopfer dem Herrn brachte. Ahm nach seine Wahl.
Von Ismael hast du gehört - meine Seele, sei nüchtern -, der verjagt ward als der Sklavin Kind. Sieh zu, dass du durch Wollust nicht Ähnliches leidest.
Ähnlich geworden bist du, o Seele, der Ägypterin Hagar von einst, indem du deinen Willen knechten ließest und als jungen Ismael die Selbstgefälligkeit gebarst.
Die Jakobsleiter kennst du, meine Seele, die von der Erde reichte bis in die Himmel. Warum erwarbst du dir nicht die Frömmigkeit als sicheren Grund?
Den Priester Gottes und alleinigen König, das Ebenbild Christi, sein Erdenleben unter Menschen ahm nach.
Werde zur Salzsäule nicht, o Seele, die rückwärts sich wendet. Sodoms Vorbild möge dich schrecken. Hinauf nach Segor musst du dich retten.
Verschmäh nicht, Herr, das Flehen jener, die dir Preislieder weihen. Nein, Menschengütiger, habe Erbarmen. Denen, die im Glauben dich bitten, schenke Verzeihen.
Ode 4
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Im Körper hast du den Wandel der Engel nachgeahmt, Selige, und dadurch von Gott in Wahrheit die größte Gnade empfangen, zu schirmen die, welche gläubig dich ehren. Darum flehen wir: Vor aller Art Stürmen errette uns durch deine Gebete.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
In die Tiefe großer Frevel versenkt, ließest du dich nicht zurückhalten, nein, du liefest in besserer Einsicht wunderbar und sicher im Werk zum höchsten Gipfel der Tugend, Maria, hast in Staunen versetzt die Natur der Engel.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Andreas, Ruhm der Väter, vergiss nicht, durch deine Bitten die übergöttliche Dreiheit zu bestärken und anzuflehen, dass wir vor der Strafe bewahrt werden, wir, die in Liebe unseren heiligen Schirmer, Kretas Zierde dich nennen.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Als unteilbar im Wesen, als unvermischbar in den Personen bekenne ich dich, die dreifältige, einzige Gottheit, in gleicher Macht, auf gleichem Thron. Ich singe dir den großen Gesang, der in den Höhen dreifältig als Hymne erklingt.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du bist Mutter und Jungfrau und bleibst in beidem wirkliche Jungfrau. Das Kind schafft neu die Gesetze der Natur. Der Schoß gebiert ohne Zeugung. Wenn Gott es will, steht still die Ordnung der Natur. Denn er wirket, was er will.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Irmos: Kunde hatte der Prophet von deinem Kommen, Herr, und er geriet in Furcht, weil du kommen wolltest als einer Jungfrau Kind, dich Menschen zeigen wolltest. Er hat gesagt: Vernommen hab ich deine Kunde und geriet in Furcht. Preis sei deiner Macht. (Zweimal)
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Verschmähe deine Werke nicht. Gerechter Richter, dein Gebild verachte nicht. Wenn ich allein als Mensch mehr als alle Menschen gesündigt habe, Menschenfreund, so hast du doch als aller Herr die Macht, die Sünden zu verzeihen.
Seele, es nähert sich das Ende. Es nähert sich. Du bist nicht darum besorgt. Nicht machst du dich bereit. Es drängt die Zeit. Steh auf. Nah ist den Toren der Richter. Wie ein Traumbild, wie eine Blume eilt hin die Lebenszeit. Was lassen wir in Torheit uns verwirren?
Werde wieder nüchtern, meine Seele. Überdenke deine Werke, die du tatest, und führe sie dir vor Augen. Lass deine Tränentropfen rinnen. In Offenheit bekenne deine Taten, die Begierden Christus, lass dich von ihm richten.
Nicht geschah im Leben eine Sünde, eine Tat und eine Bosheit, die ich, Heiland, nicht nach Wunsch und Plan und Wahl verschuldet habe. Durch Lehre, Rat und Werk hab ich gefrevelt, wie nie ein anderer getan.
Darum ward ich auch verurteilt, darum ward ich Armer auch verdammt vom eigenen Gewissen. Und nichts ist drückender als dieses in der Welt. Mein Richter, mein Erlöser und mein Bürge, schone meiner, beschirme mich Armen, rette mich.
Die Leiter, die der große Patriarch einst sah, Sinnbild, meine Seele, ist sie für den Fortschritt in der Tugend, für den Aufstieg im Erkennen. Willst du also in Werk, Erkenntnis und Beschauung leben, musst du dich erneuern.
Des Tages Sonnenbrand, den Reif der Nacht, tapfer hat ihn der Patriarch ertragen. Den Tag hindurch sann er auf Listen, leidend, ringend, dienend, um die beiden Frauen heimzuführen.
Zwei Frauen sind’s, das musst du mir verstehen: das Werk und das Erkennen ist’s im Schauen. Lia ist das Werk, reich ist sie an Kindern, Rachel das Erkennen, reich an Mühen. Denn ohne Mühen wird kein Werk, o Seele, keine Schau gelingen.
Meine Seele, sei auf der Hut. Tu dich hervor wie jener große Patriarch, dass du erringst das Werk samt dem Erkennen, dass du als Geist, der Gott erschaut, Gewinn erzielst und das unzugängliche Geheimnisdunkel in der Schau eroberst und reichen Handel treibst.
Zu Kindern hatte der große Patriarch die zwölf Patriarchen. So hat er dir, meine Seele, eine Leiter mystisch hingestellt, in der Tugend aufzusteigen. Sehr klug hat er dabei die Kinder sich als Stufen, ihre Schritte als Aufstieg vorgestellt.
Esau nachahmend, den Verschmähten, hast du, Seele, deinem Feind der früheren Schönheit Erstgeburt verschachert und wardst von des Vaters Segen ausgenommen. Zweifach wardst du, Arme, so getötet: im Werk und im Erkennen. Ändere denn jetzt deinen Sinn.
Edom ward Esau genannt ob seines Wandels, seiner Weibertollheit. Immer war er von Ausschweifung entbrannt, von Sinneslust befleckt. So wurde er Edom genannt, das heißt: Glut der Seele, die zur Sünde sinkt.
Von Job hast du gehört, meine Seele, wie er auf dem Unrathaufen Gerechtigkeit erlangte. Seinen Mannessinn hast du nicht nachgeahmt, du hattest nicht des Willens Festigkeit in allem, was du erkannt, bedacht, worin du wardst geprüft. Nein, ohne Kraft bist du erschienen.
Einst saß er auf dem Thron. Nackt sitzt er jetzt auf seinem Unrathaufen, von Wunden ganz bedeckt. Der reich an Kindern, angesehen war, ist ohne Kinder, plötzlich ohne Haus. Denn der Unrathaufen war sein Palast, und die Perlen waren seine Wunden.
Mein ganzer Körper ist befleckt, geschändet ist mein Geist, und ganz ward ich verwundet. Wohlan, als Arzt, o Christus, heile beides mir durch Reue, mache sie frei von Schmutz, wasche sie, mach sie rein. Wie Schnee, mein Heiland, mach sie rein.
Deinen Leib, dein Blut gabst du am Kreuze, Wort, für alle hin. Den Leib, um neu mich zu gestalten, das Blut, mich rein zu waschen. Den Geist botst du uns dar, mich, Christus, deinem Vater vorzustellen.
In der Erde Mitte wirktest du das Heil, Erbarmer, dass wir gerettet werden. Freiwillig lassest du am Kreuze dich erhöhen. Eden, das verschlossen, ward geöffnet. Der Himmel und die Unterwelt, die Schöpfung, alle Völker werfen sich vor dir nieder, weil sie erlöset sind.
Das Blut aus deiner Seite werde mir zum Bade und zugleich zum Tranke, der hervorquellen lässt der Vergebung Wasser, damit so doppelt ich gereinigt werde, wenn ich bei meiner Salbung als Salbung trinke und als Trank dein Wort, o Wort, das Leben bringt.
Einen Krug erwarb die Kirche sich in deiner Seite, die da Leben bringt, aus der ein Born zweifach hervorquillt, der Verzeihung und Erkenntnis, unser Heiland, als des Alten und des Neuen Bundes, als beider Testamente Bild.
Beraubt bin ich des Brautgemachs, beraubt bin ich der Hochzeit und zugleich der Tafel. Erloschen ist das Licht, es fehlt das Öl. Während ich schlief, ward mir das Gemach verschlossen und das Mahl verzehrt. Ich aber ward hinaus gestoßen, an Händen und an Füßen festgebunden.
Kurz ist meines Lebens Zeit und voll von Mühen, voll von Schlechtigkeit. Wohlan, lock mich durch Reue an dich und durch Erkennen ruf mich zurück, damit ich nicht des Feindes Beute, seine Speise werde. Du selber, Heiland, musst dich meiner erbarmen.
Mit königlichem Rang bekleidet, mit Diadem und Purpur, ward jener reich begüterte, gerechte Mensch, durch Reichtum und durch Herden mächtig, plötzlich seines Reichtums, seiner Herrlichkeit, der königlichen Würde beraubt, ward zum Bettler.
Jener war gerecht und ohne Makel, mehr als alle, und doch entrann er des Betrügers Listen und Gefahren nicht. Was wirst du erst, arme Seele, tun, die du die Sünde liebst, wenn dir Unerwartetes geschieht, sich drohend auf dich legt?
Töricht und ohne Grund bin ich jetzt stolz und kühnen Herzens. Verdamme mich nicht mit dem Pharisäer, verleihe mir vielmehr des Zöllners Demut, einziger Erbarmer und gerechter Richter, und zähl mich diesem bei.
Versündigt hab ich mich, mein fleischliches Gefäß geschändet, ich weiß es, o Erbarmer. Wohlan, lock mich durch Reue an dich, und durch Erkennen ruf mich zurück, damit ich nicht des Feindes Beute, seine Speise werde. Du selber, Heiland, musst dich meiner erbarmen.
Mein eignes Götzenbild bin ich geworden, indem ich durch Leidenschaften meine Seele schädige, Erbarmer. Wohlan, lock mich durch Reue an dich und durch Erkennen ruf mich zurück, damit ich nicht des Feindes Beute, seine Speise werde. Du selber, Heiland, musst dich meiner erbarmen.
Nicht hörte ich auf deine Stimme und überhörte deine Schrift, Gesetzesgeber. Wohlan, lock mich durch Reue an dich, und durch Erkennen ruf mich zurück, damit ich nicht des Feindes Beute, seine Speise werde. Du selber, Heiland, musst dich meiner erbarmen.
Erstes Triodion, Ton 8.
Des Herrn Joseph. Die Irmen und Refrains der Trioden werden nicht gesungen. Sie können entweder gelesen oder gänzlich ausgelassen werden.
Irmos: Herr, ich habe deine Kunde gehört und geriet in Furcht. Erwogen hab ich deine Werke und deine Heilsordnung gepriesen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
In Enthaltung haben miteinander gelebt die erleuchteten Christusapostel. So machen sie uns die Zeit der Enthaltung durch heilige Vermittlung leicht.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Auf zwölf Saiten der Harfe ließ der Jünger heiliger Chor erklingen das Lied der Erlösung und verwirrte der Gottlosen Sang.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Durch die Regengüsse des Geistes habt ihr alles, was unter der Sonne, bewässert. Und die Dürre der Vielgötterei habt ihr verjagt, Allseligste ihr.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Durch Demut errette mich, der hochmütig lebte. Denn du hast jenen geboren, Allreine, der erhöht hat die geschwächte Natur.
Zweites Triodion, Ton 8.
Des Herrn Theodor Studites
Irmos: Herr, ich habe deine Kunde gehört und geriet in Furcht. Erwogen hab ich deine Werke und deine Heilsordnung gepriesen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Der Apostel allheiliger Chor, den Schöpfer aller fleh an und bestärke ihn, dass er sich unser erbarme, die euch besingen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Apostel, Christi Gehilfen seid ihr. Ihr habt die ganze Welt durch Gottes Worte bebaut, brachtet stets ihm Früchte hervor.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Christi, des wahrhaft Geliebten, Weinberg seid ihr geworden. Denn hervorsprudeln ließt ihr, Apostel, der Welt den Wein des Geistes.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Gegrüßt du, feuriger Thron. Gegrüßt du, lichttragender Leuchter. Gegrüßt du, der Heiligung Berg, du Lade des Lebens, der Heiligen heiliges Zelt.
Ode 5
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
In unvergleichlicher Liebe, dich sehnend, Allselige, des Kreuzes Holz zu verehren, wardst du der Liebe gewürdigt: Halte denn auch mich würdig, die himmlische Ehre zu erlangen.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Als du den Jordanfluss durchschritten, hast du Ruhe gefunden, entronnen des Fleisches leidvoller Lust. Von ihr befreie auch uns, Selige, durch dein Flehen zu Gott.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Als der Hirten Erster, weiser Andreas, wardst du erwählt. Dich bitte ich in großer Liebe und Scheu, dass ich durch deine Fürbitte das Heil und das ewige Leben erlangen möge.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Dich, Dreiheit, preisen wir, den einen Gott. Heilig, heilig, heilig bist du, Vater, Sohn und Geist, einfache Wesenheit, als Einheit stets verehrt.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Theotokion: Mit meinem Staubgewand, das er nahm aus dir, Unversehrte, Reine, o Mutter und Jungfrau, hat Gott sich bekleidet, der erschuf die Äonen und mit sich vereinte der Menschen Natur.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Irmos: Menschenfreund, ich bitte, erleuchte ihn, der aus der Nacht frühmorgens zu dir erwacht, und führe auch mich auf deiner Satzung Wegen und lehre mich, Heiland, deinen Willen tun. (Zweimal)
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
In Nacht hab ich mein Leben stets verbracht. Denn zum Dunkel wurde mir, zur tiefen Nacht, die Nacht der Sünde. Wohlan, Heiland, mach mich zu einem Sohn des Tages.
Dem Ruben hab ich nachgestrebt, ich Unglückseliger, und Frevelhaftes, Unerlaubtes habe ich vollbracht wider den höchsten Gott. Mein Lager habe ich befleckt wie jener das des Vaters.
Dir bekenn ich’s, Christus, o König: Gesündigt, gesündigt habe ich; wie Josephs Brüder einst, so hab auch ich die Frucht der Reinheit und der Züchtigkeit verkauft.
Von den eigenen Brüdern ward preisgegeben die gerechte Seele. In Knechtschaft ward verkauft der Liebliche zum Vorbilde des Herrn. Du selber, Seele, wurdest gänzlich durch deine Sünden preisgegeben.
Ahm nach, o arme Seele, du verwerfliche, Josephs gerechten, züchtigen Sinn. Gib dich nicht in Zügellosigkeit widersinnigen Trieben hin, stets das Gesetz verletzend.
Hat Joseph einst, Gebieter, Herr, auch in der Zisterne gewohnt, so geschah es doch, um auf dein Grab und deine Auferstehung hinzuweisen. Doch was von dieser Art will ich einst dir bieten?
Von des Moses Binsenkorb, Seele, hast du gehört, der auf des Flusses Wellen trieb gleich einem Schiffe und so dem bitteren Schauspiel der Pharaonenlist entging.
Du hast vielleicht gehört von jenen Ammen, die einst den kleinen Knaben töten wollten. Arme Seele, wie der große Moses der Mäßigkeit mannhaftes Tun, so pflege du jetzt die Weisheit.
Wie der große Moses hast du der Ägypter Sinn geschlagen, Arme, nicht getötet, Seele. Wie wirst du - sprich - als Reuige der Leidenschaften Wüstenei bewohnen können?
Die Wüsten hat bewohnt der große Moses. Wohlan denn, ahm sein Leben nach, damit auch du, o Seele, im Dornbusch schauest die Erscheinung Gottes.
Gestalte nach des Moses Stab, o Seele, der das Meer einst schlug, zum Festland schuf die Tiefe durch des heiligen Kreuzes Bild. Im Kreuze wirst auch du imstand sein, Großes zu vollbringen.
Aaron brachte Gott ein Opfer, ohne Fehl und ohne Trug. Ophne jedoch und Phinees brachten so wie du, Seele, ihm ein Leben dar, gottentfremdet, voll von Schmutz.
Harten Sinns wie Pharao in seinem Zorne bin ich, Herr, geworden. Jannes und Jambres gleich an Leib und Seele hart. Und in der Tiefe liegt mein Geist. Wohlan, sei du mir Helfer.
Dem Staube hat - o weh mir Armen - sich mein Geist vermählet. Wasch mich rein, Herr, in meiner Tränen Bad, ich bitte dich. Mein Kleid von Fleisch mache weiß wie Schnee.
Wenn ich nach meinen Werken forsche, Heiland, sehe ich, dass ich jeden Menschen in den Sünden übertraf, weil ich in Herzenskenntnis sündigte, nicht ohne Wissen.
Schone, schone, Herr, deines Gebildes. Ich habe gesündigt, verzeih mir. Du allein bist rein von Natur, und außer dir ist keiner von Schmutze rein.
Um meinetwillen, wo du doch Gott bist, nahmst du meine Gestalt. Wunder hast du gewirkt, Aussätzige machtest du rein, Lahme hast du geheilt, hemmtest beim blutflüssigen Weibe, o Heiland, den Fluss durch Berührung des Saums.
Seele, ahm nach die zu Boden Gekrümmte. Komm her, fall nieder zu Jesu Füßen, dass er dich wieder aufrichte. Und schreiten wirst du recht die Pfade des Herrn.
Ahm nach, arme Seele, das blutflüssige Weib. Lauf hin zu Christus. Ergreif seinen Saum, damit du befreit wirst vom Leide und hörest von ihm: Dein Glaube hat dich gerettet.
Und wenn du, Herr, ein tiefer Bronnen bist, so lass aus deinen reinen Adern Ströme fließen, damit ich nicht mehr wie die Samariterin dürste, wenn ich trinke.
Denn reichlich bietest du dar die Bäche des Lebens.
Zum Siloasee sollen meine Tränen mir werden, Herrscher und Herr, damit auch ich des Herzens Augen benetze und geistig dich schaue, das ewige Licht.
Ode 6
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Um der Leiden Glut zu versengen, Maria, ließest du stets der Tränen Bäche aus brennender Seele strömen. Ihre Gnade gewähre auch mir, deinem Knecht.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Des Himmels Gelassenheit hast du, o Mutter, dir durch dein erhabenstes Leben auf Erden erworben. Darum flehe, dass die, welche dich in Hymnen besingen, auf deine Bitten von den Leidenschaften erlöst werden.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Dich habe ich als Kretas Hirten und Bischof, als der Welt Fürbitter erkannt. Zu dir, Andreas, laufe ich, rufe zu dir: Befreie mich, Vater, aus dem Abgrund der Sünde.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Eine einfache Dreiheit bin ich, ungeteilt, in den Personen geschieden. Und eine Einheit bin ich, im Wesen geeint: der Vater, so heißt es, der Sohn und der göttliche Geist.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Theotokion: Dein Schoß hat Gott uns geboren in unserer Gestalt. Wohlan, den Schöpfer aller fleh an, Gottesmutter, dass wir durch deine Bitten Rechtfertigung finden.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Irmos: Mit meinem ganzen Herzen schrie ich zu Gott, dem Erbarmer. Und aus der tiefsten Tiefe hat er mich gehört, aus der Verderbnis mein Leben mir erhöht. (Zweimal)
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Meines Angesichtes Tränen, Heiland, und die Seufzer aus der Tiefe biete ich in reiner Absicht dar. Es ruft das Herz: Gott, dir hab ich gesündigt, hab mit mir Erbarmen.
Entlaufen bist du, Seele, deinem Herrn wie Dathan und Abiron. Doch schreie »Schonung« aus dem tiefsten Grund, damit dich der Erde Schlund nicht verschlinge.
Wie eine Färse, die wild ist, wardst du Ephraim ähnlich, Seele. Der Gazelle gleich befrei dein Leben aus den Schlingen, versehen mit Schwingen in Tat und Sinn und Schau.
Des Moses Hand wird uns lehren, Seele, wie Gott des Lebens Aussatz weiß und rein zu machen weiß. Gib dich nicht auf, auch wenn dich Aussatz traf.
Meiner Sünden Wogen, Heiland, haben wie im Roten Meer sich wieder zu mir umgewandt und jählings mich bedeckt wie die Ägypter einst und ihre Großen.
Eine unvernünftige Wahl hast du getroffen, Seele, wie einst Israel. Denn töricht hast du der Leidenschaften Lustbegier dem Gottesmanna vorgezogen.
Seele, die Zisternen kananäischer Gesinnung hast du lieber gewollt als die Felsenader, aus welcher dir der Weisheit Tiefe Ströme der Gotteslehre spendet.
Dem Schweinefleisch, den Töpfen und der Speise der Ägypter gabst du den Vorzug vor der Himmelsspeise, meine Seele, wie in der Wüste einst das unvernünftige Volk.
Als dein Diener Moses mit dem Stab an den Felsen schlug, hat er im Bilde vorgezeichnet deine Seite, Heiland, die da Leben spendet, aus der wir alle den Trank des Lebens schöpfen.
Erforsche, Seele, erkunde wie Jesus Nave, das Gelobte Land, wie es beschaffen ist, und leb darin in Redlichkeit.
Wie Jesus tritt Amalek entgegen, des Fleisches Leidenschaften, führe Krieg mit ihnen, auch mit den Gabaoniten, den Truggedanken, und besieg sie immer. Durchfahre die zerrinnende Natur der Zeit wie einst die Arche. Und jenes Land der Verheißung nimm in Besitz, o Seele, wie Gott es befiehlt.
Wie du den Jonas errettet hast, da er rief, so rette mich gnädig, Heiland. Befrei mich von dem Tiere, streck mir entgegen deine Hand und führ mich heraus aus der Sünde Grund.
Der Ruhe Hafen erkenne ich in dir, Herrscher, Herrscher, Christus. Wohlan denn, errette gnädig mich aus der Sünde, aus der Verzweiflung tiefen Gründen.
Ich bin die königliche Drachme, Heiland, die du einst verlorst. Doch, göttliches Wort, dein Licht entzünde und suche sie und finde dein Bild.
Ode 7
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Zur reinen Gottesmutter hast einst du gerufen und abgewehrt hast du der lästig drückenden Leidenschaft Wut und beschämt den Feind, den Betrüger. Wohlan, verleihe auch mir nun Hilfe in der Drangsal, deinem Knecht.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Den du geliebt, den du ersehntest, um dessentwillen dein Leib hinsiechte, o Selige, flehe zu Christus jetzt für die Knechte, dass er uns allen gnädig sei, ein Leben im Frieden denen verleihe, die ihn verehren.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Befestige mich auf dem Felsen des Glaubens durch deine Fürbitten, Vater, beschirme mich mit heiliger Furcht; und Reue schenke mir jetzt, so bitte ich dich, Andreas, und befreie mich aus der Schlinge der mich verfolgenden Feinde.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Als einfache Einheit, ungeteilt und gleicher Wesenheit, als Heilige Dreiheit, als Lichter und Licht, als Heilige Drei und Heiliges Eine, wird Gott, die Dreiheit, gepriesen in Hymnen. Wohlan denn, besinge in Hymnen, preise das Leben, die Fülle des Lebens, o Seele, ihn, der da ist aller Gott.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Theotokion: Dich besingen wir in Hymnen, dich rühmen, dich verehren wir, Gottes Mutter, die du aus der unzertrennlichen Dreiheit den Einen geboren, der dein Sohn ist, der Gott ist. Du hast uns Erdenbewohnern die Himmel erschlossen.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Irmos: Wir haben gesündigt, gesetzlos gehandelt, Unrecht verübt vor deinem Angesicht. Wir haben nicht beachtet, nicht erfüllt deine Gebote. Wohlan, verwirf uns nicht am Ende, Gott der Väter. (Zweimal)
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ich habe gesündigt, gefrevelt und dein Gebot verworfen. Denn zu Sünden ließ ich mich verführen, fügte zu den Striemen mir noch Wunden. Doch du selber erbarme dich meiner in deinem Erbarmen, Gott der Väter.
Meines Herzens Heimlichkeiten hab ich dir, meinem Richter, bekannt. Schau meinen Kleinmut, schau auch meine Bedrängnis, wende dich jetzt zu meinem Gericht. Du selber erbarme dich meiner in deinem Erbarmen, Gott der Väter.
Als Saul einst seines Vaters Eselinnen verloren hatte, o Seele, fand er obendrein noch das Reich, um es an sich zu reißen. Wohlan, sieh zu, dass du Christi Reich nicht verlierst, indem du dich für dein triebhaftes Streben entscheidest.
Hat David auch einst, jener heilige Mann, meine Seele, zweifach gefrevelt, von des Ehebruchs Pfeile durchbohrt und getroffen vom Speer der Mordsühne, so leidest du selber an Schlimmerem als an den Werken, an freigewollten Trieben.
David verband zwar einst mit der Sünde die Sünde. Denn mit dem Mord hat er den Ehebruch vereint, zweifache Reue sogleich auch empfunden. Du aber, Seele, hast Schlimmeres getan, da du dich nicht zu Gott bekehrst.
David hat einst, in einem Bilde gleichsam es zusammenfassend, als Denkmal aufgerichtet die Hymne, in der er die Handlung verschmäht, die er getan, rufend: Erbarme dich meiner. Denn dir allein hab ich gesündigt, dem Gotte aller. Du selbst mach mich rein.
Da einst die Bundeslade auf dem Wagen gefahren wurde, hat jener Oza, als er sie beim Ausschlagen der Rinder nur berührte, Gottes Zorn erfahren. Wohlan, flieh seine Keckheit, Seele. Hab Scheu vor Göttlichem, wie’s sich geziemt.
Von Absalom hast du gehört, wie er sich empörte wider die Natur. Denn du kennst seine fluchbeladenen Werke, durch die er sich verging am Ehelager Davids, seines Vaters. Doch du hast nachgeahmt die Triebe seiner Leidenschaft und Lustbegier.
Deine freie Würde hast du deinem Körper unterworfen. Denn einen anderen Achitophel hast du als Feind gefunden, Seele, gingst einig mit seinen Plänen. Doch die hat Christus selbst zertrümmert, damit du um jeden Preis gerettet würdest.
Salomon, der Vielbewunderte, der auch erfüllt war von der Weisheit Gnade, er selbst tat Schlimmes einst vor Gottes Angesicht, fiel ab von ihm. Ihm wardst du ähnlich, Seele, durch dein fluchbeladenes Leben.
Verlockt von den Lüsten seiner Leidenschaften ward er beschmutzt. O weh. Der Weisheit Freund, als Hurenfreund ist er erschienen, als ein Fremdling Gottes. Ihn hast du, Seele, nachgeahmt in deinem Sinne durch der Wollust Schande.
Dem Roboam hast du nachgestrebt, der des Vaters Rat verschmähte. Zugleich auch jenem bösen Knecht Jeroboam, der einst sich widersetzte, Seele. Wohlan, vermeid es, ihnen nachzustreben, ruf zu Gott: Ich hab gesündigt, hab mit mir Erbarmen.
Aufgehäuft hast du freiwillig des Manasse Schulden, die Leidenschaften wie Gräuel aufgerichtet, Seele, vermehrt hast du den Zorn. Wohlan denn, heiß ahme nach seine Reue, erwirb dir Zerknirschung.?
Den Achab hast du nachgeahmt in seinen Gräueltaten, meine Seele. Weh mir, zur Herberg fleischlicher Befleckungen bist du geworden und zu der Leidenschaften schändlichem Gefäße. Wohlan, aus deiner Tiefe seufze, sag Gott deine Sünden.
Verschlossen wurde dir der Himmel, Seele, und der Hunger nach Gott hat dich erfasst, als du wie Achab einst Elias’, des Thesbiters, Worten nicht gehorchtest. Wohlan, der Witwe aus Sarepta werde gleich. Ernähr die Seele des Propheten.
Verbrannt hat einst Elias hundert Mannen der Jezabel, als die Überbringer der Schande er vernichtete zum Gericht über Achab. Wohlan denn, fliehe es, o Seele, nachzuahmen die zwei und sei stark.
Hingeflohen sind meine Tage wie ein Traum dessen, der da erwacht. Darum erhebe ich Klage wie Ezechias auf meinem Lager, dass man mir mehre des Lebens Tage. Doch welcher Isaias wird dir beistehen, Seele, wenn nicht der Gott aller?
Vor dir sinke ich hin. Dir bring ich dar wie Tränen meine Worte. Ich habe gesündigt, wie nicht die Buhlerin, und gesetzlos gehandelt wie kein anderer, der auf Erden gewandelt. Doch du, o Herr, erbarme dich deines Gebildes, und ruf mich wieder heim.
Verschüttet habe ich dein Bild und dein Gebot verletzt. Verdunkelt ward alle Schönheit, und durch die Lüste, Heiland, ward ausgelöscht die Lampe. Doch erbarmend gib mir, wie David singt, die Wonne wieder.
Kehr um, bereue, enthülle, was verborgen. Und sag es Gott, der alles weiß. Du weißt um meine Heimlichkeiten. Du kannst allein mich retten. Du selber erbarme dich meiner, wie David singt, nach deinem Erbarmen.?
Ode 8
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Des nie untersinkenden Lichtes Mutter hat dich erleuchtet, von der Nacht der Leidenschaften dich frei gemacht. Wohlan, Maria, du hast in dich aufgenommen die Gnade des Geistes, erleuchte, die gläubig dich preisen.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
In der Schau des neuen Wunders, Mutter, erschauerte in dir der heilige Zosimas. Denn er sah einen Engel im Fleische und ward von Verwunderung ganz erfüllt, Christus preisend in die Äonen.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Du darfst offen reden zum Herrn, Andreas, Kretas heiliger Ruhm. So fleh ich zu dir: Bitte, dass ich jetzt gelöst werde von der Ungesetzlichkeit Banden durch deine Gebote, o Meister, der Seligen Ruhm.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Anfangsloser Vater, gleichanfangsloser Sohn, guter Tröster, gerechter Geist, des Gottesworts Zeuger, des anfangslosen Vaters Wort, belebender, aufbauender Geist, Dreieinheit, erbarme dich meiner.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Wie aus Fäden, in Meerpurpur getaucht, o Reine, ward das geistige Purpurgewand, des Emanuel Fleisch, drinnen in deinem Schoße gewebt. Darum verehren wir dich in Wahrheit als Gottesmutter.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Irmos: Den die Heere der Himmel rühmend erheben, vor dem die Cherubim und die Seraphim beben, jeglicher Geist, jegliche Schöpfung, preist, rühmt und erhebet ihn in alle Äonen. (Zweimal)
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Erbarme dich, Heiland, des Sünders. Weck auf meinen Sinn, lenk ihn zur Umkehr. Nimm den Reuigen auf. Hab Mitleid mit dem, der da ruft: Dir hab ich gesündigt, errette mich. Gesetzlos hab ich gehandelt, hab Mitleid mit mir.
Als Wagenlenker bestieg Elias den Wagen der Tugenden, wurde einst über die Erdendinge empor zu den Himmeln getragen. Seinen Aufstieg, meine Seele, erwäge.
Als Elisäus einst das Schaffell des Elias nahm, empfing er eine doppelte Gnade vom Herrn. Du selbst, meine Seele, wardst der Gnade nicht teilhaft deiner Unenthaltsamkeit wegen.
Des Jordans Flut stand einst, als sie geschlagen wurde mit dem Schaffell des Elias, still nach allen Seiten ob des Elisäus. Du wurdest, meine Seele, nicht teilhaft dieser Gnade ob deiner Unenthaltsamkeit.
Die Sunamitin hat einst den Gerechten beherbergt, o Seele, in edler Gesinnung. Du nahmst keinen Fremdling, keinen Wanderer auf in dein Haus. Darum wirst du unter Wehgeschrei hinausgestoßen aus dem Brautgemach.
Giezis schmutzige Gesinnung hast du, arme Seele, immer nachgeahmt. Von seinem Geize lass, wenn auch im Alter erst. Hasse der Hölle Glut. Lass ab von deinen Sünden.
Dem Ozias, Seele, hast du nachgestrebt und seinen Aussatz in dir verursacht auf doppelte Art: Ungeziemendes denkst du, und Gesetzwidriges tust du. Lass fahren, was du verstehst, und wende dich eiligst zur Umkehr.
Von den Niniviten, o Seele, hast du gehört, dass sie sich in Sack und Asche zu Gott bekehrt haben. Ihnen hast du nicht nachgestrebt. Nein, schlimmer erschienst du als alle, die vor und nach dem Gesetze gefallen.
Von Jeremias, o Seele, hast du gehört, der in der Grube des Schmutzes die Sion-stadt mit Klagen beweint und nach Tränen verlangt hat. Ahm nach sein Leben der Klage, und so wirst du gerettet.
Da er die Umkehr der Niniviten voraussah, begab Jonas sich eilig nach Tharsis. Denn als Prophet erkannte er Gottes Erbarmen. Darum war er eifersüchtig bedacht, dass die Weissagung nicht unerfüllt bliebe.
Von Daniel in der Grube, o Seele, hast du gehört, wie er die Radien der Tiere verschloss. Hast erkannt, wie die Jünglinge um Azarias durch ihren Glauben des Ofens glühende Lohe gedämpft haben.
Aus dem alten Bunde führte ich, Seele, alle dir vor als Beispiel. Die gottgefälligen Taten der Gerechten ahm nach, entfliehe hingegen den Sünden der Schlechten.
Gerechter Richter, Heiland, erbarme dich. Bewahre mich vor der Glut und der Strafe, die ich alsdann mit Recht verdienen werde im Gericht. Verzeihe mir vor dem Ende ob meiner Tugend und Reue.
Wie der Räuber rufe ich: Gedenke. Wie Petrus weine ich bitterlich. Verzeih mir, o Heiland. Wie der Zöllner, so rufe ich, vergieße Tränen wie die Buhlerin. Nimm auf meine Klage wie einst die der Kananäerin.
Meiner armen Seele Fäulnis, Heiland, heile sie, du einziger Arzt. Lindernden Balsam leg mir darauf, gieß Öl hinein und Wein, Werke der Reue, Zerknirschung, mit Tränen vereint.
Die Kananäerin nachahmend, rufe auch ich zu Davids Sohn: Hab Mitleid mit mir. Wie das blutflüssige Weib berühr ich den Saum und weine, wie Martha und Maria über Lazarus weinten.
Das Alabastergefäß voll Tränen, Heiland, wie duftende Narde ganz gieß ich es aus und rufe zu dir gleich der Buhlerin, um Barmherzigkeit bittend. Dir trage ich vor mein Gebet und bitte dich, mir zu vergeben.
Wenn auch niemand wie ich vor dir gesündigt, so nimm gleichwohl auch mich auf, erbarmender Heiland, der zaghaft zurück sich wendet zu dir und aufschreit in sehnender Klage. Ich habe gesündigt dir allein, gesetzlos gehandelt, erbarme dich meiner.
Schone, Heiland, des eignen Gebilds, und such wie ein Hirt das verlorene Schaf, das sich verirrte. Entreiß es dem Wolfe. Zum Lämmlein, das mit deiner Milch du nährst, mach mich auf deiner Schafe Weide.
Wenn du dich niederlässt als Richter, Erbarmer, und deine furchterregende Herrlichkeit zeigst, Christus, wehe, welche Furcht wird dann sein, wenn aufflammt das Feuer, wenn alle erbeben vor deinem unerträglichen Richterstuhl.
Erstes Triodion, Ton 8.
Irmos: Ihn, den anfangslosen König der Herrlichkeit, vor dem die Mächte der Himmel erbeben, Priester, besingt ihn in Hymnen, Volk, erhebe ihn in alle Äonen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Als Kohlen des geistigen Feuers meine sinnlichen Leidenschaften verbrennet und entzündet, Apostel, mir jetzt die Wonne der göttlichen Liebe.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Des Wortes klangvolle Posaunen lasst uns verehren, durch die niedersanken die wankenden Mauern des Feindes, sie, die da stützten die Zinnen der Gotteserkenntnis.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Meiner Seele leidenschaftliche Bilder, zertretet sie, die ihr des Feindes Tempel und Säulen zertratet, Apostel des Herrn, geheiligte Tempel.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du hast begrenzt den, der nach seiner Natur unbegrenzt ist, hast den auf Händen gehalten, der das All in der Hand hält, Reine, hast genährt den, der ernähret die Schöpfung, Christus, den Spender des Lebens.
Zweites Triodion, Ton 8.
Irmos: Ihn, den anfangslosen König der Herrlichkeit, vor dem die Mächte der Himmel erbeben, Priester, besingt ihn in Hymnen, Volk, erhebe ihn in alle Äonen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
In der Kunst des Geistes habt ihr, Christi Apostel, die ganze Kirche erbaut. In ihr preiset Christus in die Äonen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Die Posaune der Lehren ließen die Apostel erdröhnen. So haben sie allen Götzenirrwahn bezwungen, Christus erhebend in alle Äonen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Apostel, herrlich habt ihr eure Wohnung getauscht, ihr Hüter der Welt, ihr Bürger der Himmel. Errettet aus Gefahren, die stets euch besingen.
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Triadikon: Höchste Gottheit, hellstrahlende, dreifache Sonne, Wesen gleicher Glorie, auf gleichem Throne, Vater, Allwerker, Sohn und göttlicher Geist, dich besinge ich in Hymnen in die Äonen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Als kostbaren, erhabensten Thron lasst unaufhörlich uns Gottes Mutter in Hymnen besingen, ihr Völker, sie, die nach dem Gebären allein Mutter und Jungfrau ist.
Ehre Dir, unser Gott, ehre Dir.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Kanon zur Hl. Maria von Ägypten, Ton 6.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Alle Heere der Engel, der Sterblichen Scharen hast du durch dein neues Leben in Staunen versetzt, unkörperlich lebend, die Natur überwindend. Dafür bist du wie eine Körperlose, Maria, über den Jordan geschritten.
Fromme Mutter Maria, bitte zu Gott für uns.
Den Bildner stimme gnädig denen, die dich preisen, o selige Mutter, dass sie befreit werden aus Mühsal und Trübsal, die rings sie bedrängen, damit wir, aus den Gefahren befreit, ohne Ende erheben den Herrn, der dich verherrlicht hat.
Kanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Frommer Vater Andreas, bitte zu Gott für uns.
Andreas, verehrungswürdiger, dreimal glückseliger Vater, Kretas Hirte, unaufhörlich bitte für die, welche dich in Hymnen besingen, dass wir bewahrt bleiben vor allem Zorne, vor Bedrängnis, Verderben, und der Sünden Vergebung erlangen, die wir stets dein Gedächtnis ehrend begehen.
Allheilige Dreiheit, unser Gott, Ehre Dir.
Triadikon: Dreiheit gleichen Wesens, dreipersönliche Einheit, wir singen dir Hymnen und preisen den Vater, erheben den Sohn und verehren den Geist, den Gott, der in Wahrheit einer Natur ist, das Leben und die Fülle des Lebens, die nimmer endende Herrschaft.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Deine Stadt bewache, Gebärerin Gottes, Allreine. Denn in dir ist gläubig sie Königin, in dir ist sie stark. Und durch dich siegend, wendet sie ab jegliche Prüfung, vernichtet sie die Feinde und lenkt die Untertanen.
Großer Bußkanon des Hl. Andreas von Kreta, Ton 6.
Irmos: Unerforschbar ist die Geburt nach jungfräulicher Empfängnis, jungfräulich die Mutterschaft der Frau, die keinen Mann gekannt. Denn Gottes Geburt macht neu die Geschöpfe. Darum preisen wir, alle Geschlechter, in rechtem Glauben dich als unseres Gottes jungfräuliche Mutter. (Zweimal)
Erbarme Dich meiner, o Gott, erbarme Dich meiner.
Verwundet ist der Verstand, der Leib verweichlicht, krank der Geist. Kraftlos war das Wort, getötet ist das Leben. Vor den Toren steht das Ende. Darum, arme Seele, was wirst du tun, wenn der Richter kommt, um deinen Werken nachzuspüren?
Dargestellt hab ich dir, Seele, des Moses Schrift über das Werden der Welt und von ihm jede Stelle, die dir von Gerechten kündet und von Ungerechten. Unter ihnen, Seele, hast du nachgestrebt den Letzten, nicht den Ersten, indem du wider Gott gesündigt hast.
Das Gesetz erwies sich kraftlos. Ohne Wirkung bleibt das Evangelium. Die ganze Schrift ist in dir unbeachtet geblieben. Schwach erwiesen sich die Propheten und jedes Wort aus des Gerechten Munde. Deine Wunden, Seele, mehrten sich. Kein Arzt war da, der dich gesunden ließ.
Des Neuen Bundes Bilder führe ich dir vor, o Seele, dich zur Reue zu bewegen. So ahme also die Gerechten nach, wende ab dich von den Schlechten. Und Christus suche dir zu versöhnen durch Flehen und Fasten, durch Reinheit und durch Ehrbarkeit.
Als Mensch kam Christus, rief zur Umkehr Räuber, Huren. Kehr um, o Seele. Schon steht offen das Tor zum Reich. Es reißen’s an sich Pharisäer, Zöllner und Buhlen, die ihr Leben ändern.
Christus ward ein Kind. Im Fleisch ward er mit dir vereint. Und alles, was zur Fleischnatur gehört, freiwillig hat er es erfüllt, die Sünde ausgenommen, seiner Herablassung, o Seele, Beispiel und Bild dir zeigend. Die Magier hat Christus gerettet, zusammengerufen die Hirten, der Säuglinge Scharen zum Martyrium bestimmt. Den Greis und die bejahrte Frau hat er verherrlicht. Seele, du ahmtest nicht nach ihren Glauben, ihr Leben. Doch wehe dir im Gericht.
Vierzig Tage hat der Herr in der Wüste gefastet. Dann hat ihn gehungert. So hat er sich gezeigt als Mensch. Seele, verlier nicht den Mut, wenn der Feind dich bestürmt. Durch Beten und Fasten wirf weit ihn zurück.
Christus wurde versucht. Satan hat ihn versucht, indem er auf die Steine wies, dass sie zu Brot würden. Auf einen Berg hinauf hat er ihn gestellt, im Fluge alle Königreiche der Welt zu schauen. Fürchte, o Seele, das Schauspiel, sei nüchtern, bete jede Stunde zu Gott.
Die Taube, welche die Einsamkeit liebt, des Rufenden Stimme erklang, Christi Licht: Umkehr verkündend. Gesetzwidrig handelte Herodes mitsamt Herodias. Sieh zu, meine Seele, dass du dich nicht verstrickst in die Schlingen der Sünder, nein, sinne auf die Umkehr.
Der Gnade Herold bewohnte die Wüste. Und ganz Judäa und Samaria hörten auf ihn und liefen herbei und bekannten ihre Sünden und bekehrten sich willig zur Taufe. Sie hast du nicht nachgeahmt, Seele.
Ehrbar sei die Vermählung und ohne Befleckung das Lager. Denn beides hat Christus geheiligt: er führte ein Leben im Fleisch und hat auf der Hochzeit zu Kana in Wein verwandelt das Wasser und das erste Wunder gewirkt, damit du dich ändertest, Seele.
Den Gelähmten hat Christus geheilt, so dass er das Lager davontrug, und die jugendlichen Toten weckte er auf, den Sohn der Witwe und des Jairus Tochter. Und der Samariterin sich offenbarend, hat er dir, o Seele, die Verehrung im Geist vorgezeichnet.
Das am Blutflusse leidende Weib hat der Herr durch Berührung des Saumes geheilt. Aussätzige machte er rein, Blinden brachte er Licht, aufgerichtet hat er die Lahmen, Taube und Stumme und die zu Boden Gekrümmten hat er geheilt durch sein Wort, damit du gerettet würdest, Seele, du arme.
Indem er die Krankheiten heilte, trug Christus, das Wort, die Frohbotschaft fort zu den Armen. Lahme hat er geheilt, mit Zöllnern das Mahl geteilt und mit Sündern verkehrt. Die Seele der Jairus Tochter, die schon entrückt, rief er zurück durch Berührung der Hand.
Gerettet wurde der Zöllner, und die Buhlerin hat sich für immer zur Tugend gewandt, und der stolze Pharisäer wurde verdammt. Vergib mir, sagte der eine, erbarme dich meiner, die andere. Doch dieser rief prahlend: o Gott, ich danke dir, und sagte noch weitere Worte der Torheit.
Zachäus war Zöllner, und dennoch ward er gerettet, und der Pharisäer Simon wurde zuschanden, und die Buhlerin empfing das erlösende Wort der Verzeihung von dem, der zur Sündenvergebung die Macht besitzet. Sie nachzuahmen, Seele, sei bedacht.
Die Buhlerin, meine Seele, du arme, hast du nicht nachgeahmt, die da nahm das Alabastergefäß mit duftender Narde und mit Tränen salbte die Füße des Herrn. Weggewischt hat sie mit den Haaren den Schuldbrief der alten Vergehen, während die Tränen ihr rannen.
Bekannt sind dir, meine Seele, die Städte, denen Christus die Frohbotschaft schenkte, wie sie verflucht wurden. Fürchte das Vorbild, damit du nicht werdest wie jene. Denn denen zu Sodom hat sie der Herr gleichgestellt und sie schließlich zur Hölle verdammt.
Meine Seele, durch Zagen zeige dich nicht kleiner als das kananäische Weib im Hören des Glaubens. Um ihretwillen wurde ihrem Töchterlein durch Gottes Wort Heilung zuteil. Sohn Davids, rette auch mich, so rufe wie jene aus der Tiefe des Herzens zu Christus hinauf.
Erbarme dich meiner, rette mich. Sohn Davids, hab Mitleid mit mir. Die Besessenen hast du geheilt durch dein Wort. Sprich auch zu mir wie zum Räuber das erbarmende Wort: Wahrlich, sage ich dir, du wirst mit mir im Paradiese sein, wenn ich in meine Herrlichkeit komme.
Ein Räuber klagte dich an. Ein Räuber hat als Gott dich bekannt. Denn beide hingen mit dir am Kreuz. Wohlan, du, reich im Erbarmen, wie deinem gläubigen Räuber, der als Gott dich erkannte, so öffne auch mir das Tor zu deinem herrlichen Reiche.
Es versank die Schöpfung in Leid, da sie am Kreuze dich sah. Die Berge, die Felsen barsten vor Schrecken. Es begann auch die Erde zu beben, der Hades wurde beraubt. Es verfinsterte gar das Licht sich am Tage, da es, o Jesus, deinen Leib angenagelt sah.
Nicht fordere von mir würdige Früchte der Buße. Denn nachgelassen hat in mir die Kraft. Schenk mir ein Herz, ein immer zerknirschtes, schenke mir Armut des Geistes, damit ich dieses dir bringe als wohlgefälliges Opfer, einziger Heiland.
Mein Richter du, mein Bürge. Wiederkommen wirst du mit den Engeln, über alle Welt Gericht zu halten. Schau mich dann an mit deinem erbarmenden Blick und schone dann meiner und hab Mitleid, Jesus, mit mir, der mehr als jedes Menschenwesen gesündigt hat.
Erstes Triodion, Ton 8.
Irmos: Mit Recht bekennen wir, die durch deine Vermittlung erlöset wurden, dich als Gottesgebärerin, Jungfrau, du Reine. Wir preisen dich mit den Chören der Engel.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Als der Heilesflut Quellen wurdet ihr erwiesen. Meiner Seele, die zerschmilzt im Durste der Sünde, Apostel, gebet zu trinken.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Mich, der da schwimmt in der Verzweiflung Meer und schon von Wassern bedeckt ist, rette mich, Herr, mit deiner Rechten, wie einst den Petrus.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Ihr seid das Salz heimführender Lehren. So trocknet aus die Fäulnis meines Geistes und der Unwissenheit Dunkel verscheuchet.
Allheilige Gottesgebärerin rette uns.
Theotokion: Du hast geboren die Freude. Schenke mir Trauer, o Herrin, dass ich durch sie die göttliche Tröstung an jenem kommenden Tage finden kann.
Zweites Triodion, Ton 8.
Irmos: Dich, die Mittlerin zwischen Himmel und Erde, preisen wir, alle Geschlechter. Denn leiblich hat gewöhnet, Jungfrau, in dir die Fülle der Gottheit.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Dich, der Apostel ruhmreiche Schar, preisen wir in Liedern. Denn ihr wurdet erwiesen als der Welt strahlende Leuchten, die den Trug verscheuchen.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
In eurer Frohbotschaft Netze habt ihr geistige Fische gefangen. Ihr bringet sie stets Christus zur Speise, Apostel, Glückselige ihr.
Heilige Apostel, bittet zu Gott für uns.
Apostel, wir bitten, gedenket unser bei eurem Flehen zu Gott, dass wir bewahrt bleiben vor aller Versuchung, wir, die euch liebend besingen in Hymnen.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Triadikon: Dich, die dreipersönliche Einheit, Vater und Sohn samt dem Geist, besinge ich in Hymnen als einen Gott von gleicher Wesenheit, die Dreiheit gleicher Macht und ohne Beginn.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Theotokion: Dich, die Mutter und Jungfrau, preisen wir, alle Geschlechter, glückselig. Denn durch dich wurden wir vom Fluche befreit: zur Freude hast du uns geboren den Herrn.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
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