Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 31. Januar

Wundertäter und Uneigennützige Kyros und Johannes

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Ihr siegreichen Kämpfer hochedel, * von Gott erhöhte Ärzte, * ihr ruhmreichen Kyros und Ioannes, * wie ihr habt die gottlose Frechheit * der Tyrannen zuschanden gemacht, * so brechet die Irrungen meines Sinnes, die mich beherrschen, * heilet die Leiden meiner Seele und bewahret mich * vor dem kommenden Gerichte, * indem ihr fleht zum Erlöser.
Von bedrängender Brandung * und vom Sturm der Nöte, * der über mich hereingebrochen, ihr Heiligen, befreiet mich * und von den Schmerzen des Leibes, * die ihr Linderung schaffet * bei allen Qualen, die der Seele widerfahren * sichtbar und unsichtbar, auf dass ich voll Glauben und Liebe selig preise * eure erhabene Zweiheit, * die hat gekämpft für die Dreiheit.
Zu Tempeln Gottes seid ihr geworden * in wunderbarer Schönheit, * Kyros und Ioannes, und erweiset als Quelle * von Heilungen euren Tempel. * Zu diesem eile ich. * So befreit mich von aller Schwäche, ihr Heiligen, * und schafft Frieden meiner elenden Seele, die ist aufgewühlt * durch die Gewalttat des Feindes * und durch seine Bosheit geknechtet.
Ton 8.
Ehre: Die Zweiheit der Martyrer ist uns heut aufgegangen, * die heilt die Schmerzen unserer Seelen, * Kyros und Ioannes, die Wundertäter. * Denn der eine hat umfangen das engelgleiche Streben * durch ein mönchisches Leben, * sich darin ausgezeichnet bis ans Ende * und ist durch das Blut des Martyriums * zu Christi Vertrautem geworden. * Der andere aber hat sich in den Reihen der Krieger * hervorgetan und ward deshalb beigezählt * den himmlischen Heeren. * So gewähren sie Heilungen denen, * die begehen ihr Gedächtnis voll Vertrauen, * und bitten für unsere Seelen.
( nach: Sie, deine Martyrer, o Herr )
Jetzt, Theotokion: Ich bin, du ganz ohne Tadel, * der fruchtlose Baum, von dem redet Gottes Wort, * der keinerlei Früchte des Heiles trägt, * und fürchte, umgehauen zu werden * und ins unauslöschliche Feuer geworfen zu sein. * So bitt ich dich: Diesem Geschick mich entreiße * und stelle mich vor als einen, der Früchte trägt, * o Makellose, deinem Sohn durch deine Vermittlung.
( nach: Sie, deine Martyrer, o Herr )
Jetzt, Stavrotheotokion: Nicht ertrag ich, o Kind, dich zu sehen, * das du allen schenkst das Erwachen, * als Schlafenden am Holze; gewährest du doch * denen, die liegen in tödlichem Schlafe * als Frucht des Fehltritts vor alters, * das heilbringende, gotterfüllte Erwachen. * So sprach unter Tränen * die Jungfrau; wir aber preisen sie hoch.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( von Anatolios )
Ehre: Kommt, ihr versammelten Gläubigen, * mit Hymnen wollöen heute wir uns wenden * an Kyros und Ioannes, * die Ackersleute der Gnade * und Geber des Erbetenen, * die da sind frei von allem Eigennutz. * Denn auf vielerlei Weise * haben sie sich allen erzeigt * als überaus strahlende Ärzte. * So bitten sie auch für unsere Seelen.
( nach: Als vom Holze )
Jetzt, Theotokion: Du bist Schutz und Beistand * uns Christen und machtvolle Zuflucht, * o Mutter unseres Gottes; drum jetzt und immerdar * hör nicht auf, einzutreten * in deinem unermüdlichen Flehen, * dass errettet werden all deine Diener * aus Bedrängnis; denn wir Christen * haben nächst Gott dich allein * zum Beistand und zur Stätte der Zuflucht.
( nach: Als vom Holze )
Jetzt, Stavrotheotokion: Als du, o Reine, die vollreife Traube, * die du ohne Bebauung im Mutterleibe getragen, * sahest hängen am Holze, * da wehklagtest du unter Tränen. * O Kind, so riefest du, * lass herabträufeln den süßen Wein, durch welchen wird vertrieben * aller Rausch der Leidenschaften, o Gebieter, * und erzeige deine Barmherzigkeit * durch mich, welche dich hat geboren.
Tropar
Ton 5.
Die Wunder deiner heiligen Martyrer * hast Christus Gott, du uns geschenkt als eine unüberwindliche Mauer. * Auf ihre Bitten vereitle die Pläne der Heiden, * stärke die Szepter deines Reiches * als einzig Guter und Menschenliebender.
Kondak
Ton 3. ( nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau )
Da ihr von der göttlichen Gnade die Gabe der Wunder empfangen habt, / wirket ihr Heiligen unaufhörlich Wunder in der Welt / und schneidet ab alle unsere Leidenschaften durch unsichtbare Chirurgie, / auf Gott sinnender Kyrus, gemeinsam mit dem herrlichen Johannes: // denn ihr seid wahrhaftig göttliche Ärzte.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Den Heiligen auf seiner Erde // hat der Herr wunderbar werden lassen all sein Wohlwollen an ihnen.
Vers: Ich sah den Herrn stets vor meinen Augen; denn er ist zu meiner Rechten, dass ich nicht wanke.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther
1 Kor 12, 27 - 13, 8 ( Stelle lesen: 1 Kor 12, 27 - 13, 8 ( Stelle lesen: 1 Kor 12, 27 bis 1 Kor 13, 8 ) )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 2.
Wohlan denn, was ist so schön oder was so lieblich, wie wenn Brüder gemeinsam wohnen?
Vers: Denn dort gebot der Herr den Segen und Leben bis in Ewigkeit.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Und als er seine zwölf Jünger herbeigerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, um sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.
Diese zwölf sandte Jesus aus, und er wies sie an und sprach: Gehet nicht auf einen Weg zu den Nationen, und gehet nicht in eine Stadt der Samariter; gehet aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israël. Gehet hin und prediget: Genaht hat sich das Königtum der Himmel. Heilet Kranke, reiniget Aussätzige, wecket Tote auf, treibet Dämonen aus: Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebet. (Mt 10, 1, 5-8)*
Kommunionvers
Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn; den Aufrichtigen geziemet Lob.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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