Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 24. Januar

Fromme Mutter Xenia von Rom

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 1. ( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Du zogest aus, Erhabene, einst der Gesinnung nach * und gefestigt dann im Werke, * was du entschieden hattest im Geiste, indem du verließest, * o Selige, die leere Glätte der Lüste, * da du nahmest geradewegs den rauen Aufstieg * der Tugenden durch das Leben in der Fremde.
Im Hafen der göttlichen Bucht hast du den Anker geworfen * und so den Wellenschlag der Welt überstanden. * Das Schiff aber deiner Seele, o Hehre, * hast du ganz unbespült herausgehalten * aus der Bitternis der Lüste und bist geblieben * angefüllt mit mystischer Ladung.
In der Fremde lebtest du in gottwürdiger Nachahmung dessen, * der um unsertwillen ist von oben * zu uns gekommen, um die Gefallenen aufzurichten. * Du bliebest unerkannt von den Verwandten, o Weise. * Doch den Frommen bist du, o Xeni, wohl bekannt als jene, * die allzeit bei Gott legt Fürbitte ein.
( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Jetzt, Theotokion: Gepriesen bist du in allen Geschlechtern, * Jungfrau-Mutter Gottesgebärerin Maria, * du Patronin der Welt, weil du geboren im Fleische * den Sohn des ursprungslosen Vaters, * ihn, der wahrhaft gleichewig ist mit dem Geiste. * Ihn bitte, dass wir Errettung finden.
( nach: Der himmlischen Ordnungen )
Jetzt, Stavrotheotokion: Als sie hängen sah den Sohn am Kreuze, * da rief die makellose Jungfrau unter Tränen: * Was ist dies, o mein süßestes Kind, * für ein unerhörtes und unfassbares Schauspiel? * Wie kann der, welcher alles hält in Händen, * ans Holz genagelt sein im Fleische?
Tropar
Ton 8.
In dir, o Mutter, wurde die Ebenbildlichkeit sorgsam bewahrt. * Du nahmst das Kreuz und folgtest Christus nach. * Durch dein Tun hast du gelehrt, das Fleisch nicht zu beachten, denn es vergeht, * sich vielmehr der Schöpfung zu widmen, der unsterblichen Schöpfung. * So freut sich dein Geist mit den Engeln, fromme Xeni.
Kondak
Ton 2. ( nach: Durch die Ströme deines Blutes )
Da wir dein fremdartiges Gedächtnis begehen, Xenia, / und dich mit Sehnsucht ehren, / besingen wir Christus, der dir in allem gewährte die Kraft der Heilungen: // Ihn bestürme allezeit für uns alle.
Synaxarion
Wir begehen heute das Gedächtnis unserer frommen Mutter Xeni. Sie lebte und starb vermutlich in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts. Sie soll in Rom geboren sein und vermutlich den Namen Eusebia getragen haben. Als sie verheiratet werden sollte, flüchtete sie aus ihrer Heimat und lebte fortan unerkannt unter dem Namen Xeni oder Xenia in Mýlasa (heute Milâs) in Karien/Kleinasien. Ein Wunder machte ihre Heiligkeit offenbar.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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