Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 11. Januar

Frommer Vater Theodosios der Große, der Koinobiarch

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 5. ( Automelon )
Frommer Vater, gotttragender Theodosios, * wunderbar hast du gekämpft im zeitlichen Leben, * bist im Hymnensingen, Fasten und Wachen * ein Vorbild geworden für deine Schüler. * Nun aber tanzest du mit den Körperlosen im Reigen, * die Christus verherrlichen ohne Unterlass, * Gott von Gott, den Logos und Erlöser, * der dem Vorläufer gebeugt hat das Haupt * und geheiligt hat die Natur der Wasser. * Ihn bitte, ihn flehe an, du Frommer, * dass er der Kirche schenke die Eintracht, * den Frieden und das große Erbarmen.
Frommer Vater, gotttragender Theodosios, * weil die Gnade des Allheiligen Geistes * deine reine Seele so vorfand, wie sie es verlangte, * nahm sie als reines Licht in dir Wohnung. * durch dessen Wirkkraft herrlich geziert * verherrlichst du Christus ohne Unterlass, den einen Sohn in zwei Naturen, * der sich taufen ließ durch des Vorläufers Hand * und Zeugnis erhielt durch die väterliche Stimme. * Ihn bitte, ihn flehe an, du Frommer, * dass er der Kirche schenke die Eintracht, * den Frieden und das große Erbarmen.
Frommer Vater, gotttragender Theodosios, * zurecht wurdest du gewürdigt des seligen Lebens, * das du gefunden hattest durch Reinheit und Askese. * Denn lebend wurdest du hinüberversetzt in das Leben oben, * sagtest allen, sie sollten sich freuen, und verherrlichst * Christus mit den Körperlosen ohne Unterlass, * ihn, der unsagbar Fleisch annahm aus der Jungfrau * und versenkte unsere Sünden * durch die Taufe in den Fluten des Jordan. * Ihn bitte, ihn flehe an, du Frommer, * dass er der Kirche schenke die Eintracht, * den Frieden und das große Erbarmen.
Ton 2.
Ehre: Frommer Vater, es erfreute deine heilige Seele * als Stadt des lebendigen Gottes * der Wogenschwall des Flusses, * des Wassers der Vergebung, * das durchströmt den Jordan * und allen Enden lässt quellen* das Wort der Wahrheit Christi unseres Gottes. * Ihn bitte, allseligster Theodosios * um die Rettung unserer Seelen.
Parimien
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie eine Flocke, die vom Winde weggeführt wird, und wie leichter Schaum, der vom Sturm zerstreut wird, und wie die Erinnerung an einen vorübergehenden eintägigen Gast. Die Gerechten jedoch leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn, denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden, des Meeres Gewässer werden wider sie wüten und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen. Besser ist Weisheit als Kraft und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an, lernet ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen. (Weish 5, 15 - 6, 3)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Die Gerechten leben ewig, ihr Lohn ist bei dem Herrn, und die Sorge für sie bei dem Allerhöchsten. Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit empfangen und eine Krone der Schönheit aus der Hand des Herrn; denn mit seiner Rechten wird er sie schirmen, und mit seinem heiligen Arme sie verteidigen. Sein Eifer wird Waffenrüstung anlegen, und alle Geschöpfe zur Rache wider seine Feinde waffnen. Gerechtigkeit wird er als Harnisch anlegen, und untrügliches Gericht als Helm nehmen. Die Billigkeit wird er als unüberwindlichen Schild ergreifen, seinen unerbittlichen Zorn zum Speere schärfen, und mit ihm wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten. Wohlgerichtete Blitzespfeile werden wie aus einem wohlgewölbten Bogen aus den Wolken zum Verderben ausfahren und sicher ihr Ziel treffen. Aus grimmiger Steinschleuder wird dichter Hagel geschleudert werden; des Meeres Gewässer werden wider sie wüten, und die Ströme werden sie unerbittlich überschütten. Der Hauch seiner Macht wird sich wider sie erheben, und wie ein Wirbelwind sie zerteilen. Ihre Bosheit wird die ganze Erde zur Wüste machen, und ihre Ruchlosigkeit die Throne der Machthaber umstürzen.
Besser ist Weisheit als Kraft; und ein kluger Mann besser als ein starker. Höret also, ihr Könige! Und nehmet Einsicht an: lernet, ihr Richter der Erde weitum! Vernehmet es, ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet, und euren Stolz setzet in die Scharen der Nationen: denn von dem Herrn ward auch die Herrschaft verliehen und die Gewalt vom Allerhöchsten. (Weish 3, 1-9)
Lesung aus dem Buch der Weisheit Salomos
Der Gerechte aber wird, sollte er auch vor der Zeit vom Tode ereilt werden, in der Erquickung sein. Denn ein ehrenvolles Alter ist nicht das hochbetagte und wird nicht nach der Zahl der Jahre bestimmt, sondern graues Haar ist für den Menschen die Einsicht und das wahre Greisenalter ein unbeflecktes Leben. Da er Gott wohlgefällig war, ward er von ihm geliebt, und da er inmitten von Sündern lebte, wurde er entrückt. Er ward hinweggenommen, damit nicht die Bosheit seinen Sinn verkehrte noch Trug seine Seele täuschte. Denn der Zauber der Verwerflichkeit verdunkelt das Gute und die unstete Begierlichkeit verkehrt auch arglosen Sinn. In kurzem vollendet, hat er viele Jahre erreicht; denn seine Seele war Gott wohlgefällig; darum eilte Er, ihn aus der Mitte der Laster hinwegzunehmen; die Völker aber sahen es, ohne zu begreifen und zu Herzen zu nehmen. Dass Gottes Gnade und Barmherzigkeit seinen Heiligen zuteil wird und gnädige Heimsuchung seinen Auserwählten. (Weish 4, 7-15)
Stichiren zur Stichovna
Ton 8.
Ehre: Mit den Scharen der Mönche * ehren wir dich als Lehrer, Theodosios; * denn durch dich haben wir gelernt, * den wahrhaft geraden Weg zu gehn. * Selig bist du, der du Christus gedient * und über die Gewalt des Feindes hast triumphiert, * du Gefährte der Engel, * du Hausgenosse der Frommen und Gerechten. * Mit ihnen bitte den Herrn, * dass unsere Seelen Erbarmen finden.
Tropar
Ton 8.
Durch deine Tränenströme hast du das unfruchtbare Land der Wüste bestellt, * durch die Seufzer aus der Tiefe die Mühen zu hundertfacher Frucht gebracht; * ein leuchtender Stern bist du dem Erdkreis geworden durch die Wunder. * Theodosios, unser Vater, du Frommer, bitte Christus Gott, unsere Seelen zu retten.
Hochpreisung
Wir seligpreisen dich, / unser ehrwürdiger Vater Theodosios / und wir ehren dein heiliges Gedächtnis, // Lehrer der Mönche und Gesprächspartner der Engel.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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