Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 5. September

Prophet Zacharias, Vater des Vorläufers

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Gegeben hast du als Zeichen )
Mit der Salbung ausgestattet * und, Besungener, mit dem heiligen Kleide * hast du, Zacharias, einem Engel gleich * Gott den Priesterdienst geleistet, * vermittelnd zwischen Schöpfer und Geschöpf, o Seliger, * und die Offenbarungen klar des göttlichen Geistes empfangen. * Darum preisen wir dich selig und begehen * heute deine heilige Feier * unter Lobpreis des Retters.
Als ein Kind hast du gesehen * geboren von der Jungfrau, * gottbegeisterter Zacharias, * den Mitanfanglosen des Vaters * und laut geweissagt deinem eigenen Kinde: * Ein Prophet wirst du wahrhaftig sein und bereiten seine Pfade. * Mit ihm preisen wir dich selig und dein hehres Fest * feiern wir auf heilige Weise, * Gottesträger glückselig.
Zum lebendigen und beseelten Tempel * des göttlichen Geistes bist du geworden. * Und mitten im Tempel, Gepriesener, * wurdest du, als mit Gott du sprachest * reinen Herzens, ungerecht hingeschlachtet wie ein Martyrer * und vollendetest so deinen gotterfüllten Lauf, o Staunenswerter. * So bist du zum himmlischen Tempel hinaufgestiegen * und erbittest im eigenen Blute * denen, die dich ehren, Versöhnung.
Ton 8. ( von Ioannes Monachos )
Ehre: Angetan wahrhaftig mit dem Kleide * des Priestertums des Gesetzes * tatest du Dienst nach der Ordnung des Aaron. * Und als du standest im Tempel, * da schautest du deutlich, Allseliger, * die Gestalt eines Engels. * Darum besingen wir alle * nach Gebühr deinen Hinübergang * und rühmen dich, Zacharias, in Liedern, * der du noch im hohen Alter * hervorsprießen ließest Ioannes, den Gepriesenen. * Bitte den barmherzigen Gott für uns, * dass wir Errettung finden.
( nach: O Herr )
Jetzt, Theotokion: O Herr, * auf die Bitten jener, die dich geboren, * umschließe ringsum deine Herde, * die du erworben hast als Barmherziger * mit deinem kostbaren Blute, * und bewahre sie unversehrt * vor den Gewalttaten der Feinde, * auf dass wir besingen und lobpreisen * deinen göttlichen Herabstieg.
( nach: O Herr )
Jetzt, Stavrotheotokion: O Herr, * als dich sah die Sonne * am Holze hängen, * du Sonne der Gerechtigkeit, * da verbarg sie ihre Strahlen, * und der Mond sein Licht * in Finsternis verwandelte. * Deiner Mutter aber ganz ohne Tadel * ward ihr Inneres verwundet.
Stichiren zur Stichovna
Ton 8. ( nach: O des unfassbaren Wunders )
Odes unfassbaren Wunders! * Der da steht bei Gott in den Höhen, * der Erzengel, er kündet die frohe Botschaft * Zacharias, dem gottsinnenden Liturgen, * dass empfangen werde der Vorläufer * aus der Unfruchtbarkeit, dem Lebensalter entgegen. * O deiner unsagbaren Fürsorge, Gebieter! * Durch sie, Christus, rette unsere Seelen * als der einzig Barmherzige.
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, * denn er hat heimgesucht sein Volk und ihm Erlösung bereitet (Lk 1,68).
O des unfassbaren Wunders! * Das Schweigen des alten Bundes * wie die Offenbarung des Neuen * weissagt aufs klarste die Stummheit des Zacharias. * Denn sein Verstummen weist hin auf das Licht der Gnade * als Erfüllung des Gesetzes. * O deiner weisen Vorhersehung, Menschenliebender! * Durch sie ringsum uns beschütze * als der Allgewaltige.
Und du, o Kind, * wirst Prophet des Höchsten heißen (Lk 1,76).
O des unfassbaren Wunders! * Als ein Treuer unter den Priestern, * als ein Trefflicher unter den Martyrern * und ein ruhmvoller Prophet, der weissagt das Kommende, * wird Zacharias, o Gebieter, erwiesen * und so geschmückt mit dem dreifachen Kranze. * O deiner reichen Gaben, Menschenliebender. * Durch sie, Christus, mache alle * deines Reiches würdig.
( von Anatolios )
Ehre: Als reiner Priester bist du ins Allerheiligste eingetreten * und angetan mit dem heiligen Gewande * hast du Gott untadelig den Dienst geleistet. * Wie Aaron hast du Gesetze erlassen * und wie Moses gewiesen * ihren Weg den Stämmen Israels * in dem reinen Zusammenklang der Schellen. * Darum wurdest du auch hingemordet. * Doch zur heilbringenden Heilung * ist dein gerechtes Blut uns geworden * Und wie wohlriechendes Myron * eröffnet es die Kunde * zur Gewinnung des ewigen Lebens. * Dreimalglückseliger Zacharias, * du Vater Ioannes, des Täufers, * und Gemahl der Elisabeth, * bitte inständig für unsere Seelen.
( nach: Als vom Holze )
Jetzt, Theotokion: Die Menge meiner Sünden, o Reine, * schlägt über meinem Kopf wahrhaftig zusammen, * und gehäuft haben sich meine Verfehlungen. * Lasten schwer und ungemessen * hab ich, o Jungfrau, auf mich geladen, * ich Elender und Kläglicher. * Du aber komm und rette mich * durch dein inständiges Bitten, * du alleinige Besserin der Sünder.
( nach: Als vom Holze )
Jetzt, Stavrotheotokion: Viele Peinen hast du, Unversehrte, erduldet * bei der Kreuzigung deines Sohnes und Gottes. * Du stöhntest unter Tränen und klagtest: * Weh mir, süßestes Kind, wie leidest du * so ungerecht, wiewohl du wolltest erlösen * all die Erdgeborenen aus Adam? * So bitten wir dich voll Vertrauen, * allheilige Jungfrau: * Mach ihn uns gnädig!
Tropar
Ton 4.
Mit dem Gewande des Priestertums bekleidet, o Weiser, * brachtest du dar dem Gesetze Gottes gemäß * genehme Ganzopfer auf rechte Weise, Zacharias, * und bist geworden ein glänzendes Gestirn und Seher göttlicher Geheimnisse. * Offensichtlich trugest du an dir, Allweiser, * die Zeichen der Gnade. * Mit dem Schwerte getötet in Gottes Tempel * bitte mit dem Vorläufer, du Prophet Christi, * dass unsere Seelen werden errettet.
Ode 1
Kannon zum Hl. Nikolaus, Ton 8.
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Vernimm das Rufen meines Mundes, Wohltäter Christus, und öffne meine Lippen, gedenke nicht der Vielzahl meiner Sünden, auf dass auch ich besinge das ehrwürdige Leben deines Erzhirten am Tage der Überführung seiner Reliquien.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du empfingst die Gabe, Wunder zu wirken, die Kronen der Langmut, und trugst die Zierde der Bischöfe. Vater, bitte Gott, dass er uns unsere Sünden vergibt, die wir der Überführung deiner Reliquien gedenken.
Ode 3
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Dein Leben glich dem der Engel: von sanfter Natur und großer Bescheidenheit, gottseliger Nikolaos. Höre nicht auf, für uns zum einzig Menschenliebenden zu flehen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Welche Stadt erkennt nicht in dir den Beschützer, welche Seele ruft nicht deinen Namen an, und an welchem Ort ruht nicht dein Geist, Nikolaos, der du alle Welt durch deine Wunder erstaunst.
Ode 4
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
O Hirte, ganz durchdrang dich das Licht aus der Höhe, erleuchte mein Herz und vertreib die Finsternis der Sünde, auf dass auch ich freudig die Überführung deiner Reliquien besinge.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Seliger, die stiegst empor auf der Leiter der Tugenden, und erschienst der Welt als Wundertäter. So empfängt nun freudig die Stadt Bari aus Myra deine heiligen Reliquien, ? Nikolaos.
Ode 5
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
In Myra stand dein Bischofsthron, nach Bari gelangte dein heiliger Leib und im Geiste wohnst du in den himmlischen Gefilden, Erzhirte Nikolaos. Als Nachfolger der Apostel flehe mit ihnen für uns, die wir die Überführung deiner Reliquien besingen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Ganz ist meine Seele in viele Leidenschaften gehüllt und durch Sünden dem Tode nahe, ? Nikolaos, rufe sie durch dein Flehen zum Leben zurück und lehre sie die Buße, dass auch ich mit allen die Überführung deiner Reliquien recht preise.
Ode 6
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie aus dem Kelch, so empfangen wir aus deiner göttlichen Kirche ohne Unterlass die Heilung unserer Leiber und die Reinigung unserer Seelen, Erzhirte Nikolaos. Aus Gnade schöpfst du Wunder allen, die in unerschütterlichem Glauben auf dich hoffen.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du bist der wunderbare Auserwählte Christi, befreie deine Knechte, die nun die wunderbare Überführung deiner Reliquien preisen, von jeglicher Gefahr, aus grausamer Not, von allem uns umgebenden Kummer und den vielfältigen Anschlägen des Bösen.
Ode 7
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Es jubelt heute der Chor der Engel Gottes, während die unzähligen Dämonen bitter stöhnen, denn das Volk wurde errettet aus großer Gefahr - und vertrieben wurden alle finsteren Geister. Wahrhaft würdig wirst du der Überwinder genannt, Vater, und so rufen wir zum Herrn: Gott unserer Väter, gelobt bist du.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Von der Ohnmacht der Trauer umfangen und von vielen Leiden bedrängt, eilen wir gläubig zu deiner Ruhestätte. Dort empfangen wir deine Gnade und rufen freudig zum Herrn: Gott unserer Väter, gelobt bist du.
Ode 8
Wir segnen den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Als treuen Diener nahmen dich die himmlischen Engel auf, die Propheten und Apostel begegnen dir, ihrem treuen Freund, und der Herr selbst nimmt dich an: Wir Sünder erflehen Gnade von dir.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
O Nikolaos, gewaltige Macht hat dir Gott verliehen, Das Meer ist dir gehorsam, den Winden gebietest du, und die Völker folgen dir, denn alle schauen deine herrlichen Wunder.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Gelobt ist der Herr, unser Gott, denn in aller Welt hat er seinen Erzhirten verherrlicht, der Ströme von Wundertaten fließen lässt und alle in Myra und im Erdenrund barmherzig heilt.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Würdig entschliefst du und geruhtest, um des Heiles willen deinen Leib nach Bari zu senden. Vater Nikolaos, du bist der nimmer ruhende Verteidiger aller, die sich gläubig zu dir wenden.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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