Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 27. Dezember

Erstmärtyrer und Diakon Stephanus

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Als Edlen unter den Martyrern )
Durch die Gnade des Geistes * im Sinne erleuchtet * glichest du, Stephanus an Gestalt einem Engel. * Denn auf den Leib war übergegangen * die Leuchtkraft des Inneren * und offenbarte den Glanz der Seele * denen, die dich sahen. * Durch ihn erlangtest du auch die Schau des Lichtes, * als dir unsagbar sich öffneten * die Himmel, du Anfang der Martyrer und ihr Ruhm.
Zur Treppe und Leiter * hinauf in den Himmel * ist dir geworden der Regen von Steinen. * Sie besteigend hast du gesehen * den Herrn zur Rechten des Vaters, * der dir reichte den Kranz, der dir ist Name, * mit seiner lebenspendenden Rechten. * Ihm stehst du nun nahe * als prachtvoller Sieger und Erstling der Kämpfer.
In Zeichen und Wundern * erstrahlend wie in Lehren * nahmst du die Wirkung dem Synedrium der Frevler. * Von ihnen ergriffen * und mit Steinen beworfen * erflehtest du ihnen die Vergebung * und ahmtest so nach den Ruf des Erretters, * in dessen Hände, o Stephanus, * du legtest deinen hochgeheiligten Geist.
Ton 2. ( von Anatolios )
Ehre: Dem König und Gebieter des Alls, * der geboren ward auf Erden, * wird dargebracht der überaus leuchtende Stephanus, * der nicht prangt im Schmucke kostbarer Steine, * sondern in der Zier des eigenen Blutes. * So lasst uns denn pflücken die Blumen * der Lieder und umwinden das Haupt, * die ihr die Martyrer liebet, * und in Liedern lasst uns singen und sagen: * Der du erglänzest in Weisheit * und durch Gnade in der Seele, * du Erstmartyrer Christi Gottes, * erbitte uns den Frieden * und das große Erbarmen.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6. ( von Anatolios )
Ehre: Als Erster unter den Martyrern * und unter den Diakonen * wurdest du erzeigt, o seliger Stephanus, * du Zierde der Kämpfer, * du Rühmen der Gläubigen, * du Ehre der Gerechten. * Erbitte denen, die feiern * dein hehres Gedächtnis, * da du stehst am Throne Christi, des Allherrschers, * dass sie gewürdigt werden zu erlangen * die Vergebung der Sünden * und das Himmelreich.
Tropar
Ton 4.
Mit königlichem Diademe * ward dein Haupt bekränzt ob der Kämpfe, * denen du dich hast unterzogen * für Christus Gott, du Erster unter den Martyrern. * Denn widerlegt hast du den Wahn der Juden * und gesehen deinen Retter zur Rechten des Vaters. * Ihn bitte nun allzeit für unsere Seelen.
Kondak
Ton 3. ( nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau )
Der Gebieter ist gestern durch das Fleisch zu uns gekommen / und der Knecht ist heute aus dem Fleisch ausgezogen; / denn gestern wurde der König im Fleisch geboren und heute wird der Knecht gesteinigt: / Seinetwegen doch wurde vollendet // der Erstmartyrer und göttliche Stephanus.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 8.
In die ganze Erde ging aus ihr Ruf / und an die Enden des Erdkreises ihre Worte.
Vers: Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und seiner Hände Werk kündet das Firmament.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus der Apostelgeschichte
Apg 6, 8 - 7, 5, 47-60 ( Stelle lesen: Apg 6, 8 - 7, 5, 47-60 ( Stelle lesen: Apg 6, 8 bis Apg 7, 5, 47-60 ) )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 1.
Bekennen werden die Himmel deine Wundertaten, Herr, und deine Wahrheit in der Gemeinde der Heiligen.
Vers: Gott ist verherrlicht im Rate der Heiligen.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein gewisser Mensch, ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte, eine Kelter in ihm grub und einen Turm baute; und er verpachtete ihn an Winzer und ging außer Landes. Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte zu empfangen. Doch die Winzer packten seine Knechte; einen verprügelten sie, einen anderen töteten sie, und einen anderen steinigten sie. Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und mit ihnen machten sie es ebenso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich scheuen vor meinem Sohne. Als aber die Winzer den Sohn sahen, sagten sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn. Wann nun der Herr des Weinberges kommt, was wird er mit jenen Winzern tun? Sie sagen zu ihm: Er wird diese Üblen übel zugrunde richten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte zu ihrer Zeit abgeben werden. Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: «Der Stein, den die Bauleute verwarfen, dieser ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn her ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen.»? (Mt 21, 33-42)*
Kommunionvers
In die ganze Erde ging aus ihr Ruf und an die Enden des Erdkreises ihre Worte.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


Vorheriger GottesdienstNächster Gottesdienst
Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
Wir freuen uns über Hinweise auf Fehler in den Texten und Abfolgen: verein@orthodoxinfo.de
Kontakt und Impressum: www.orthodoxinfo.de
Copyright: die Texte dürfen nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.