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Orthodoxe Gottesdienste
Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 35. Dezember

Sonntag nach Christgeburt

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 2. ( von Germanos )
Kommt, lasst uns jubeln dem Herrn; * das erschienene Mysterium lasst uns verkünden. * Die trennende Mauer ward niedergerissen; * das Flammenschwert wendet sich ab; * die Cherubim geben frei den Baum des Lebens; * und ich nehme Anteil am Paradies der Wonne, * aus dem ich des Ungehorsams wegen ward verstoßen. * Denn das Gleichbild des Vaters, * der Abdruck seiner Ewigkeit * nimmt an eines Knechtes Gestalt, * geht hervor aus einer Mutter, * die keine Begattung hat erfahren, * ohne einen Wandel zu erleiden. * Denn was er war, ist er geblieben, * da er ist der wahrhaftige Gott; * und was er nicht war, hat er angenommen, * da er Mensch geworden ist aus Menschenliebe. * Zu ihm lasst uns rufen: * Gott, geboren aus der Jungfrau, * erbarme dich unser.
( von Anatolios )
Als der Herr Jesus ward geboren * aus der heiligen Jungfrau, * da wurde alles erleuchtet. * Die Hirten wachten auf dem Felde, * die Magier warfen sich nieder, * die Engel sangen den Hymnus. * Herodes aber geriet in Schrecken, * denn Gott ist im Fleische erschienen, * er, der Retter unserer Seelen.
Dein Reich, Christus Gott, ist ein Reich aller Äonen, * und deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht. * Der du Fleisch geworden aus dem Heiligen Geiste * und Mensch geworden aus der steten Jungfrau Maria, * bist als Licht aufgeleuchtet, * Christus Gott, durch deine Ankunft. * O Licht vom Lichte, * o Abglanz des Vaters, * du hast erhellt die ganze Schöpfung. * Alles, was Odem hat, singt dir das Lob, * dem Abdruck der Herrlichkeit des Vaters. * O du Seiender und Vor-Seiender, * Gott, der aufgeleuchtet aus der Jungfrau, * erbarme dich unser.
Was sollen wir dir darbringen, o Christus, * da du erschienen auf Erden * als Mensch um unsertwillen? * Ein jedes der Geschöpfe, die durch dich geworden, * bringt dir die Dankesgabe dar: * Die Engel den Hymnus, * die Himmel den Stern, * die Magier die Geschenke, * die Hirten das Staunen, * die Erde die Höhle, * die Wüste die Krippe, * wir aber eine Jungfrau als Mutter. * Du urewiger Gott, erbarme dich unser.
Stichiren zur Litia
Ton 5. ( von Ioannes Monachos )
Jetzt, Theotokion: Die Magier, der Perser Könige, * erkannten sehr wohl den auf Erden geborenen himmlischen König. * Vom hellen Sterne gezogen, * gelangten sie nach Bethlehem, * brachten erlesene Gaben dar: * Gold, Weihrauch und Myrrhe. * Sie fielen nieder und beteten an. * Denn sie sahen liegen in der Höhle * als Kind den, der da ist über aller Zeit.
Stichiren zur Stichovna
Ton 6.
Ehre: Zum Gedenken der Priester * und zur Kraft und Freude der Könige * ist deine Geburt geworden. * In ihr rühmen wir uns und sprechen: * Vater unser im Himmel, * geheiligt werde dein Name, * du Menschenliebender.
Jetzt, Theotokion: Heute bilden einen Reigen * die Engel alle im Himmel * und sie jubeln. * Es hüpft die ganze Schöpfung, * weil geboren ward zu Bethlehem * der Erretter, der Herr. * Denn aller Götzenwahn hat ein Ende * und Christus herrscht als König * in Ewigkeit.
Tropar
Ton 4.
Deine Geburt, Christus unser Gott, * ließ aufgehen der Welt das Licht der Erkenntnis. * Denn in dieser wurden durch einen Stern belehrt, * jene, die den Sternen dienten, * dich zu verehren als die Sonne der Gerechtigkeit * und dich zu erkennen als Aufgang aus der Höhe. * Herr, Ehre sei dir.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
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