Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 41. Dezember

Gedächtnis der Hll. Väter

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 8. ( nach: Das Paradies von Eden )
Da wir der Vorväter Gedächtnis, ihr Gläubigen, * heute begehen, * wollen wir den Erlöser Christus besingen. * Denn er hat sie groß gemacht bei allen Völkern * und Unfassbares an Wundern ohne Zweifel * vollbracht als der starke und mächtige Herr. * Aus ihnen aber hat er als Stab der Macht uns erwiesen * die alleinige Jungfrau * und Gottesmagd Maria, die Reine. * Aus ihr ist als Blüte hervorgegangen * Christus, der allen hat sprießen lassen das Leben, * unentgeltliche Wonne * und das ewige Heil.
Du hast die Jünglinge aus dem Feuer * gerettet, o Gebieter, * und aus dem Rachen der Löwen den Daniel. * Du hast gesegnet den Abraham und Isaak, deinen Diener, * wie auch den Jakob, dessen Sohn. * Es hat dir gefallen, aus ihrem Samen bei uns geboren zu werden, * um unsre Vorväter zu retten, die waren einstens ausgeglitten, * um gekreuzigt zu werden und begraben, * um zu zerreißen die Fesseln des Todes * und um alle mitaufzuerwecken, * die da waren von jeher unter den Toten, * sie, die da verehren, o Christus, * deine ewige Herrschaft.
Wie im Sprühregen inmitten des Feuers * am Tau sich erquickten * des Geistes die Jünglinge Gottes, * wandelten darin geheimnishaft und bildeten ab * die Dreifalt und die Fleischwerdung Christi. * Und als Weise durch den Glauben löschten sie die Gewalt des Feuers. * Daniel aber, der Gerechte, erschien als Bändiger der Löwen. * Durch ihre Bitten * bestürmt, menschenliebender Retter, * erlöse auch uns von dem Feuer, * dem unauslöschlichen und ewigen * und mach uns würdig * deines himmlischen Reiches.
Wie im Tau sich befanden deine gläubigen * und heiligen Jünglinge * im Ofen des flammenden Feuers * und bildeten vor geheimnishaft dein Kommen aus der Jungfrau, * das uns ist aufgeleuchtet ohne uns zu verbrennen. * Daniel aber, der Gerechte und unter den Propheten Wunderbare * hat deine göttliche zweite Ankunft deutlich angezeigt * mit dem Rufe: Ich schaute, bis da, so sagte er, wurden Throne aufgestellt * und sich der Richter niederließ * und ein Feuerstrom einher sich wälzte. * Vor diesem mögen wir Rettung finden, o Christus, * auf ihr Flehen, o Herrscher.
Ton 6.
Ehre: Daniel, der Mann höchsten Wohlgefallens, * er hat dich, o Herr, geschaut * als Stein, der sich löste ohne Zutun einer Menschenhand * und er hat geweissagt, * du werdest geboren als Kindlein * ohne Samen aus einer Jungfrau * als der fleischgewordene Logos, * als Gott unveränderlich * und als Retter unserer Seelen.
Parimien
Lesung aus dem Buch Genesis
Als Abraham hörte, dass sein Neffe Lot in Gefangenschaft geraten sei, zählte er seine hausgeborenen Leibeigenen – dreihundert-achtzehn waren es – und er jagte hinter ihnen drein bis nach Dan. Und er fiel her über sie in der Nacht, er und seine Knechte mit ihm. Er schlug sie und verfolgte sie bis Chobál zur Linken von Damaskus. Er holte alle Pferde Sodoms zurück. Auch Lot, seinen Neffen, brachte er zurück und dessen ganze Habe wie auch die Frauen und das Volk.
Es zog aber aus der König von Sodom zur Begegnung mit ihm nach seiner Rückkehr von der Schlacht mit Cholodogómor und den Königen mit ihm in das Tal Sabé, das war das Feld der Könige. Melchisedék aber, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war ein Priester Gottes, des Höchsten. Er segnete Abraham und sprach: Es sei gesegnet Abraham von Gott, dem Höchsten, der geschaffen hat Himmel und Erde. Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der überliefert hat deine Feinde deinen Händen. (Gen 14, 14-20)
Lesung aus dem Buch Deuteronomium
Es sprach Moses zu den Söhnen Israels: Seht, ich habe vor euch dies Land übergeben. Zieht hinein und nehmet zum Erbe das Land, von dem zugeschworen hat der Herr euren Vätern, dem Abraham, dem Isaak und dem Jakob, dass er es ihnen geben werde und ihrem Samen nach ihnen. Und ich redete zu euch zu jener Zeit, da ich sprach: Ich kann euch nicht alleine tragen. Gott, der Herr, hat euch vermehrt, und siehe, ihr seid heute so zahlreich wie die Sterne des Himmels. Der Herr, der Gott eurer Väter, möge euch verleihen, dass ihr das Tausendfache seid, und er segne euch, wie er euch gesagt hat.
Und ich nahm aus euch weise, verständige und einsichtsvolle Männer und setzte sie ein, dass sie Anführer bei euch seien, über je Tausend, Hundert, Fünfzig und Zehn, und zu Schriftführern für eure Richter. Und ich gebot euren Richtern zu jener Zeit also: Stellt Verhöre an unter euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremdling bei ihm. Schau im Gericht nicht auf die Person. Du sitzest zu Gericht über den Kleinen wie über den Großen. Weiche nicht zurück vor der Person eines Menschen. Denn das Gericht ist Gottes. (Deut 1, 8-11; 15-17)
Lesung aus dem Buch Deuteronomium
Es sprach Moses zu den Söhnen Israels: Siehe, Gottes, des Herrn, ist der Himmel und der Himmel des Himmels, die Erde und alles, was auf ihr ist. Gleichwohl hat er sich eure Väter erwählt, sie zu lieben. Erwählt hat er ihren Samen nach ihnen, nämlich euch vor allen Völkern, an jenem Tage. Beschneidet eure Hartherzigkeit und verhärtet nicht mehr euren Nacken. Denn der Herr, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, Gott, groß, stark und furchtbar, der nicht hochhält die Person, der kein Geschenk annimmt, wenn er Gericht hält über den Fremdling, die Waise und die Witwe. Er liebt den Fremdling und gibt ihm Brot und Gewand. Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm allein dienen, ihm anhangen und in seinem Namen schwören. Er ist dein Ruhm und er ist dein Gott, der für dich getan hat diese großen und wunderbaren Dinge, die da sahen deine Augen. (Deut 10, 14-21)
Stichiren zur Stichovna
Ton 2. ( von Kyprianos )
Ehre: Freut euch, ihr ehrwürdigen Propheten, * die ihr das Gesetz des Herrn habt angeordnet * und durch den Glauben seid offenbar geworden * als Säulen, die niemand kann umstürzen und zerstören. * Denn ihr seid auch als Mittler erschienen * des Neuen Bundes Christi. * Und da ihr hinüberversetzt seid in den Himmel, * so bittet ihn, Frieden der Welt zu schenken * und unsere Seelen zu retten.
Jetzt, Theotokion: O des unerhörten Wunders * aller Wunder von einst! * Denn wer hat erfahren von einer Mutter, * die ohne Mann hat geboren * und auf den Armen ihn hat getragen, * der da umfasst die ganze Schöpfung? * Gottes Wille ist das Geborene. * Ihn hast als Kind du getragen * auf deinen Armen, o Allreine. * Da du als Mutter kannst frei zu ihm sprechen, * höre nicht auf zu bitten * für jene, welche dich ehren, * dass er sich erbarme * und unsere Seelen errette.
Tropar
Ton 2.
Groß sind die Siegestaten des Glaubens! * Es wurden erquickt die heiligen drei Jünglinge * an der Quelle der Feuerflamme wie am Wasser der Ruhe. * Der Prophet Daniel aber wurde erwiesen * als Hirte der Löwen, als seien es Schafe. * O Christus Gott, auf ihre Bitten * rette unsere Seelen.
Jetzt, Theotokion: Deine Mysterien, Gottesgebärerin, * sind alle über dem Verstehn * und alle hochgepriesen. * Durch die Reinheit versiegelt * und durch die Jungfräulichkeit bewahrt * wirst du erkannt als Mutter, der fremd ist alle Lüge, * da du geboren den wahren Gott. * Ihn bitte, dass gerettet werden unsere Seelen.
Hypakoi
Ton 8.
Der Engel benetzte einst mit Tau den Flammenofen der Jünglinge, jetzt aber stillte er das Wehklagen der Frauen, sprechend: Weshalb traget ihr salben? Wen suchet ihr im Grabe? Auferstanden ist Christus; denn Er ist das Leben und der Erlöser des Menschengeschlechtes!
Kondak
Ton 6. ( Automelon, Dichtung des Romanos )
Das mit Händen gemachte Bild * nicht ehrend, * aber von der unerschaffenen Wesenhit * beschützt, * o Dreimalselige, * wurdet ihr auf dem Kampfplatze des Feuers verherrlicht. * Denn, inmitten der Flammenglut unüberwunden stehend, * riefet ihr zu Gott. * Mach Dich schnell auf, o Mitleidiger, * und eile als Barmherziger * zu unserer Hilfe, * weil Du kannst, was Du willst!
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Gesegnet bist du, Herr, Gott unserer Väter, / und gelobt und verherrlicht ist dein Name in Ewigkeit.
Vers: Denn gerecht bist du in allem, was du uns getan.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Habräer
Hebr 11, 9-10, 17-23, 32-40 ( Stelle lesen: Hebr 11, 9-10, 17-23, 32-40 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 4.
O Gott, mit unseren Ohren haben wir gehört, und unsere Väter haben uns berichtet.
Vers: Du hast uns errettet von denen, die uns bedrängen, und die uns hassen, hast du zuschanden gemacht.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Buch des Werdens Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.
Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Judas und seine Brüder, Judas zeugte den Phares und den Zara mit der Thamar, Phares zeugte den Esrom, Esrom zeugte den Aram, Aram zeugte den Aminadab, Aminadab zeugte den Na’asson, Na’asson zeugte den Salmon, Salmon zeugte den Bo’oz mit der Rachab, Bo’oz zeugte den Obed mit der Ruth, Obed zeugte den Jessä, Jessä zeugte David, den König.
David, der König, zeugte den Solomon mit der Frau des Uria, Solomon zeugte den Roboam, Roboam zeugte den Abia, Abia zeugte den Asa, Asa zeugte den Josaphat, Josaphat zeugte den Joram, Joram zeugte den Ozias, Ozias zeugte den Joatham, Joatham zeugte den Achaz, Achaz zeugte den Ezekias, Ezekias zeugte den Manasse, Manasse zeugte den Amon, Amon zeugte den Josias, Josias zeugte den Jechonias und seine Brüder zur Zeit der babylonischen Umsiedelung.
Nach der babylonischen Umsiedelung zeugte Jechonias den Salathiël, Salathiël zeugte den Zorobabel, Zorobabel zeugte den Abiud, Abiud zeugte den Eliakeim, Eliakeim zeugte den Azor, Azor zeugte den Sadok, Sadok zeugte den Achim, Achim zeugte den Eliud, Eliud zeugte den Eleazar, Eleazar zeugte den Matthan, Matthan zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Joseph, den Mann Marias, von der geboren ward Jesus, der Christus genannt wird.
Alle Geschlechter also von Abraham bis David sind vierzehn Geschlechter, und von David bis zur babylonischen Umsiedelung vierzehn Geschlechter, und von der babylonischen Umsiedelung bis Christus vierzehn Geschlechter.
Mit der Geburt Jesu Christi aber war es so: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Joseph verlobt war, fand es sich, noch ehe sie zusammengekommen waren, dass sie schwanger war vom Heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, weil er gerecht war und sie nicht öffentlich bloßstellen wollte, beschloss, sie heimlich zu entlassen.
Als er aber dieses erwog, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: „Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.” Dies Ganze aber ist geschehen, damit erfüllt werde, was vom Herrn gesagt ist durch den Propheten, welcher spricht: «Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Emmanuël geben», was übersetzt bedeutet: «Mit uns ist Gott. »
Als Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn aufgetragen hatte, und nahm seine Frau zu sich, und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus. (Mt 1, 1-25)*
Kommunionvers
Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn; den Aufrichtigen geziemet Lob.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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