Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 4. Dezember

Großmärtyrerin Barbara

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 2. ( nach: Als vom Holze )
Als in dem schauerlichen Stadion * die allseligste lulianí erblickte * die gepriesene Martyrerin Varvára, * da diese Peitschenhiebe erduldete und Qualen * verschiedene an ihrem Leibe, * der schon ganz war zerschlagen, da rief sie * unter heißen Tränen: O Logos Gottes, * dieser zur Gefährtin zu werden * würdige mich sogleich, o Menschenliebender.
( nach: Als vom Holze )
Eines Sinnes wahrhaftig waren * Varvára und lulianí, die Heiligen. * Sie richteten ihn auf die Frömmigkeit * und kämpften wider den Feind. * Als ihn kraftvoll sie hatten besiegt, * wurden sie der Herrlichkeit von Christus Gott gewürdigt. * Darum beseitigen sie den Schaden * verderbenbringender Leidenschaften * und verschaffen den Gläubigen Heilungen.
( nach: Als vom Holze )
Als bei dir sich zeigte * der süße Tod, Martyrerin, ehrwürdige Varvára, * da hast du voll Freude und Eifer den Lauf vollendet. * Durch des ruchlosen Vaters * gesetzlose Hände * wurdest du getötet und Gott als Fruchtgabe geopfert. * Darum tanzest du zusammen * mit den klugen Jungfrauen wahrhaftig * und schaust den Glanz Christi, deines Bräutigams.
Ton 6.
Ehre: Heimat, Herkunft und Vermögen * hast du zurückgelassen, Varvára, * hast dich losgesagt von dem ruchlosen Vater. * Gott aber hast du geliebt; ihm wurdest du angetraut * und bist so gleich geworden * jenem besagten Kaufmann. * Bitte Gott, dass gerettet werden unsere Seelen.
( nach: Am dritten Tage )
Jetzt, Theotokion: Das Auge meines Herzens * ich auf dich richte, Gebieterin. * Nicht verachte mein bitteres Stöhnen. * Zur Stunde, in der über die Welt * dein Sohn das Gericht wird halten, * sei mit Schutz und Hilfe.
Tropar
Ton 8.
Die heilige Varvára lasset uns ehren; * denn die Schlingen des Feindes hat sie zerrissen * und wie ein Sperling wurde sie aus ihnen befreit * durch die Hilfe und die Waffe des Kreuzes, sie, die Allerhabene.
Ode 1
Kanon an die Hl. Barbara, Ton 8.
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Dem finsteren Wasser des Unwürdigen entflohest du und eiltest zum Reinigen Wasser des Glaubens, ? Barbara. Reinige nun unsere Herzen, würdig deine Leiden zu besingen.
Ode 3
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Du schaust die Herrlichkeit des Himmels, weise Jungfrau Barbara. Den Schöpfer des Alls erkanntest du und zu ihm entbrannte deine Liebe, ihm allein wolltest du dienen. Wir bitten dich: Stärke auch uns in der Liebe zu ihm.
Ode 4
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Die Himmel vernahmen, ? Barbara, wie du die Herrlichkeit Gottes bekanntest. Schon auf Erden war einzig dein Streben, Gott zu preisen. Lass auch uns teilhaftig werden seiner Herrlichkeit.
Ode 5
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Gleich einer Kerze entflammte dein Glauben, ? Märtyrerin, und deinen Leib gabst du hin dem quälenden Feuer, denn einzig sehntest du dich, strahlend in das himmlische Brautgemach einzutreten.
Ode 6
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Christus vernahm dein leidendes Flehen, ? Barbara, und suchte dich heim im Gefängnis, schenkte dir Heilung all deiner Wunden und stärkte dich in deinem Streben. Ich flehe zu dir: Heile nun die Wunden meiner Sünden.
Kondak
Ton 4.
Dem in der Dreifaltigkeit würdig Besungenen folgtest du, untadlige Dulderin, und hast der Götzen Heiligtümer verlassen. Während deiner Leiden hast du, Märtyrerin Barbara, die Drohungen des Peinigers verachtet mit männlichem Mute, da du mit lauter Stimme riefest: Die Dreifaltigkeit verehre ich, die eine Gottheit.
Ikos
Durch dein Leiden vermähltest du dich Christum, deshalb verehren wir dich gläubig. Deshalb befreie uns durch deine Fürsprache von den Verderben bringenden, die Seele tötenden Gefahren, vor Mord, Erdbeben und Sturz. Lass uns das Leben in Frieden durcheilen, dass wir mit allen Heiligen, die von Anfang an Gott Wohlgefallen haben, im Lichte wandeln und mit ihnen singen. Alle verwundertest du, о Erlöser, durch deine Erbarmungen, die gläubig bekennen: Die Dreifaltigkeit verehren wir, die eine Gottheit.
Ode 7
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Einst bewahrte der Engel die Kinder Israels unversehrt vor der Flammenglut. Nun verteidigte er, ? Barbara, deine Würde, denn unbekleidet wurdest du geführt, doch aus der Höhe umhüllte er dich mit himmlischer Kleidung, während du sangst: Gelobt bist du, Herr, unser Gott, in alle Ewigkeit.
Ode 8
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Mit Macht trachteten deine Peiniger, Sieger über deinen unüberwindlichen Glauben zu sein. Unbarmherzig trennten sie mitschneidendem Erz deine Brüste, doch tapfer duldetest du und empfingst von Gott die Milch seiner Lehre. Lehre nun auch uns dich und den Herren in alle Ewigkeit Verehrenden.
Wir loben, segnen und beten an den Herrn; wir besingen ihn in Hymnen und hocherheben ihn in Ewigkeit.
Ode 9
Jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen.
Wahrhaft hat du Gott bekannt und erbtest so, ? Märtyrerin, das himmlische Brautgemach. Würdige auch uns, an diesem teilzuhaben, dass auch wir mit dir vereint Christus ewig verherrlichen.
nach 9. Ode
Als herrlicher Zweig erstandest du aus der dornigen Wurzel, Jungfrau Barbara, und gabst dich hin zum geweihten Opfer durch das Entströmen deines Blutes. Bewahre vor jeglicher Not alle, die nun deiner im heiligen Dienste gedenken.
Stichiren zum Lob
Ton 1.
Den Genuss irdischer Nahrung miedest du, den väterlichen Reichtum und dessen Ruhm verachtend, gewannst du lieb deinen himmlischen Bräutigam, allgepriesene Barbara. Mit dem Schwerte wurdest du enthauptet und gingst ein zu Christus, deinem Bräutigam, mit den klugen Jungfrauen. So ward dir gegeben, alle vernichtenden Leiden zu vertreiben, die Gläubigen durch die Kraft des Heiligen Geistes zu heilen und ohne Unterlass für das Heil unserer Seelen zu flehen.
Ton 2.
Beschämt ward der arge Feind, von einem Weibe überwunden. Einst fiel die Urmutter in Sünde, doch Christus, das Wort des Vaters, aus einer Jungfrau ohne Veränderung und ohne Vermischung geboren, wie es allein dem Herren kund ist, überwand den Fluch über Eva und Adam. Er krönte würdig die Märtyrerin Barbara und schenkt um ihrer Fürbitte willen der Welt Vergebung und große Gnade.
Von Gott berufene Märtyrerin Barbara, vor dem Richterstuhle leidend riefst du aus: Ihr Quälenden, grausam sind nun meine Leiden, doch glücklich empfange ich hierfür das ewige Leben. Nie werde ich irdische Güter den himmlischen Reichtümern vorziehen. So schneidet mich, zerreißt meinen Körper und überantwortet ihn den Flammen. Mit Jauchzen eile ich zu Christus, meinem Bräutigam. Um ihrer Fürbitten willen, Christus, о Gott, sende uns dein Erbarmen herab, und erlöse uns, die wir gläubig ihr Leiden besingen.
Kommt zusammen ihr Völker, lasst uns besingen in dieser Feier, die gerühmte Märtyrerin Barbara. Weder das Schwert, noch die Flamme, auch keine anderen Qualen und vielfältiger Eifer des Versuchers vermochten sie zu überwinden. Gläubig rufen wir deshalb zu ihr: Bitte Christus, allgepriesene Märtyrerin, dass er uns schenke seine große Gnade.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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