Orthodoxe Gottesdienste

Minäon vom 15. November

Märtyrer und Bekenner Gurias, Samonas und Abibus von Edessa

Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 4. ( nach: Gegeben hast du als Zeichen )
Habíb, der Allweise, * Šamoná, der Wunderbare, * und Gurýa, der Gepriesene, * sie bilden nun mit den Gläubigen * einen gemeinsamen Reigen und tanzen mit uns * im Jubel und freuen sich mit uns, die siegreichen Kämpfer. * Denn den Seelen der Martyrer ist es von Gott gegeben * das, was geschieht hienieden * im Geiste zu sehen.
Den Qualen unerträglicher Peinen * habt ihr euch unterzogen * und tapfer den Kampf aufgenommen * ihr,. gleich an Zahl der Dreifaltigkeit, * Šamoná, Gurýa und Habíb, du Seliger. * Und nun genießet ihr die ewige und liebliche Wonne, * da euch Christus zumisst der Mühsale Vergeltung. * Ihn flehet an voll Inbrunst, * dass gerettet werden unsere Seelen.
Die dreizahlige Einheit * habt ihr bekannt, o Heilige, * und ein Ende bereitet * dem Vielgötterwahn der Hellenen * und ihrer törichten Weisheit durch die Macht des Kreuzes, die sie für Torheit hielten, ihr Seligsten. * Durch das Kreuz habt ihr die Kraft empfangen, * die grausamen Folterqualen * zu ertragen mutigen Sinnes.
Zum Ankerplatz ohne Wellenschlag, * zum heiter-ruhigen Leben * und zum windstillen Hafen * seid ihr gelangt, ihr siegreichen Martyrer. * Die Ewigkeit eines leidlosen und bleibenden Daseins * habt ihr nun eingetauscht und die Vergeltung für die Qualen * samt den Siegespreisen für die Mühen * aus Gottes Hand erhalten, * wie sich's gebührte, ihr Seligen.
Ton 2. ( von Kassia, der Moniale )
Ehre: Edessa freut sich, denn es ist reich geworden * durch den Schrein des Gurýa, * des Šamoná und des Habíb, der Heiligen. * Es versammelt die christusliebende Herde mit dem Rufe: * Kommt, die ihr die Martyrer liebet, * und erstahlt an diesem glänzenden Gedächtnis! * Kommt, die liebet das Fest, und werdet Licht! * Kommt und schauet die himmlischen Leuchten, * die auf Erden sind gewandelt. * Kommt und höret, welch bitteren Tod * die edlen Unbeugsamen haben verkostet, * um des Lebens willen, das nicht endet! * So waren sie auch Bürgen der Wahrheit, * retteten das Mädchen, * das lebend ins Grab war geworfen worden, * und überlieferten den zutiefst Abscheulichen, der Menschen hatte zugrundegerichtet, * dem Verderben; denn er war ein erbarmungsloser Mörder. * Und sie bitten inständig die allheilige Dreifalt, * zu entreißen dem Verderben, * den Versuchungen und allerlei Gefahren * jene, die im Glauben ihr Gedächtnis begehn.
( nach: Als vom Holze dich als Toten )
Jetzt, Theotokion: Was soll ich Armseliger * dir darbringen, der Welt Gebieterin, außer Quellen von Tränen * und dem Bekenntnis meiner Taten? * Doch mit deinem gnädigen Blicke * schau hernieder, o Jungfrau, * auf die Schwäche meiner verzagten Seele. * Löse auf meiner Leidenschaften Nebel * und befreie von dem lastenden Dunkel, * ich bitte dich, deinen Diener.
( nach: Als vom Holze dich als Toten )
Jetzt, Stavrotheotokion: Als am Kreuzesholze dich sah hängen * die Unvermählte, o Jesus, * da schrie sie und rief: O süßestes Kind, * warum lässt du mich alleine * zurück, die dich geboren, * du Licht unzugänglich des uranfanglosen Vaters? * Eilends verherrliche dich, * auf dass erlangen die göttliche Herrlichkeit * jene, die verherrlichen deine göttlichen Leiden.
Stichiren zur Stichovna
Ton 2.
Ehre: Kommet, ihr Freunde der Martyrer alle, * die Edelsten Christi lasst in Liedern uns ehren, * Habíb, Šamoná und Gurýa, * weil sie wirkten unfassbar durch Wunder. * Denn infolge des Eides übersahen sie nicht * die Verschleppung des Mädchens, * sondern erfüllten seine Bitten und retteten das Kind. *An dem gesetzlosen Goten aber übten sie Vergeltung. * O Christus Gott, um ihretwillen * rette unsere Seelen * als der Gute und Menschenliebende.
( nach: Als vom Holze dich als Toten )
Jetzt, Theotokion: Du allein hast den unumschränkten Gott, * ohne ihn zu beengen, im Mutterschoß getragen, * da er Mensch ward aus Güte, * allheilige Gottesbraut. * Darum flehe ich dich an: * Befrei mich von den Leidenschaften, die mich beengen, * auf dass ich den engen und rechten Pfad * beschreite und ihn finde, * der da, o Jungfrau, führt zum Leben.
( nach: Als vom Holze dich als Toten )
Jetzt, Stavrotheotokion: Als du erblicktest den Schöpfer des Alls, * wie er erduldete zahlreiche Frevel * und erhöht ward am Kreuze, * da stöhntest du, ganz Unversehrte, * und riefest: Du über alles besungener Herr, * mein Sohn und Gott, wie nur kannst du tragen * die Ehrlosigkeit im Fleische, * der du wolltest, dass komme zu Ehren * das Geschöpf, o Gebieter. * Ehre sei deiner großen Barmherzigkeit * und deinem Herabstieg, o Menschenliebender!
Tropar
Ton 5.
Die Wunder deiner Heiligen Martyrer * hast, Christus Gott, du uns geschenkt * als eine unüberwindliche Mauer. * Auf ihre Bitten zerstreue die Pläne der Heiden; * mache stark die Szepter deines Reiches * als einzig Guter und Menschenliebender.
Kondak
Ton 2. ( nach: Nach dem, was oben ist, strebend. Anderer Übersetzer )
Aus der Höhe habt ihr Weisen die Gnade empfangen / und stelltet euch vor die, welche in Versuchungen sind, Allgerühmte. / Deshalb, Heilige, habt ihr eine Maid vom bitteren Tode erlöst; // denn ihr seid wahrhaft die Herrlichkeit von Edessa und die Freude der Welt.
Prokimenon zur Liturgie
Ton 4.
Den Heiligen auf seiner Erde / hat der Herr wunderbar werden lassen all sein Wohlwollen an ihnen.
Vers: Ich sah den Herrn stets vor meinen Augen; denn er ist zu meiner Rechten, dass ich nicht wanke.
Apostellesung zur Liturgie
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser
Eph 6, 10-17 ( Stelle lesen: Eph 6, 10-17 )
Alleluïa zur Liturgie
Ton 4.
Es schrieen die Gerechten, und der Herr erhörte sie, und aus all ihren Bedrängnissen hat er sie erlöst.
Vers: Zahlreich sind die Bedrängnisse der Gerechten, doch aus ihnen allen wird der Herr sie erlösen.
Evangeliumslesung zur Liturgie
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Ich sage euch aber: Jeder, der sich auch immer zu mir vor den Menschen bekennen wird, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen; wer aber mich vor den Menschen verleugnet hat, der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Und jeder, der ein Wort sagen wird wider den Menschensohn, dem wird vergeben werden; dem aber, der wider den Heiligen Geist gelästert hat, wird nicht vergeben werden. Wann man euch aber zu den Synagogen und Obrigkeiten und Gewalten führt, so sorget nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird euch in selbiger Stunde lehren, was ihr sagen müsst. (Lk 12, 8-12)*
Kommunionvers
Frohlocket, ihr Gerechten, im Herrn; den Aufrichtigen geziemet Lob.


ENDE, UND GOTT DIE EHRE.


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Übersetzung: Erzpriester Peter Plank, Würzburg.
In den Abflogen können einzelne Textstücke auch von anderer Übersetzern übertragen worden sein.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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